Walgesang Comments http://Neoprene.blogsport.de Sie rufen weit ins Meer, aber wer hört ihnen zu? (außer Walen) Mon, 12 Nov 2018 23:18:46 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125200 Sun, 11 Nov 2018 21:59:12 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125200 Nein Ricardo, ich mache keinen tautologischen Denkfehler. <blockquote>"Um der Bestimmung einen Sinn zu geben, dürfen die Mittel in diesem Fall eben nicht abstrakt aus einem Willensverhältnis, sondern müssen konkret anhand ihrer Eigenschaften bestimmt werden. Und was sind dann Mittel der Macht? Es sind Dinge, Instrumente Fähigkeiten, mit denen beeinflussend, schädigend, zerstörend oder verletzend auf Personen, Tiere und Sachen eingewirkt werden kann. "</blockquote> Nein Gewalt ist genau nicht konkret dadurch bestimmt, dass sie den Körper schädigen. Wenn das so wäre, dann wäre es Gewalt, wenn du dich beim Zwiebelschneiden verletzt. Wenn jemand droht deine Liebste umzubringen, wenn du nicht tust was er will, wäre dann wohl keine Gewalt, weil du nicht zu schaden kommst. Oder Erpressung mit Veröffentlichung eines Geheimnisses, das deine Bürgerliche Existenz ruiniert? kein körperlicher Schaden - keine Gewalt. Es ist eben Quatsch, Gewalt konkret zu bestimmen. Gewalt sind eben alle Dinge, die ein Wille unternimmt, um einen gegensätzlichen Willen unter den eigenen zu beugen. <blockquote>"Du sagst allerdings, dass das Mittel „Wurbiflop“ (Mittel =^Gewaltmittel=^Gewalt=Wurbiflop) sei. "</blockquote> Statt dir das Hirn zu verrenken, um dir eine Logelei auszudenken, empfehle ich ein Paar Minuten länger über den Inhalt nachzudenken, dann produzierst du auch keine Gleichsetzungen, die den Witz der Sache einebnen. Wenn Wurbiflop das selbe wie ein Mittel wäre, wieso sollte ich mir mit dem Wort einen abbrechen? Dann könnte ich doch einfach Mittel sagen. Also ist Wurbiflop nicht einfach ein Mittel, sondern ein spezifisches Mittel! Und die Spezifik dieses Mittels besteht darin, dass es ein Mittel ist, um einen gegensätzlichen Willen unterzuordnen. So einfach ist das! Gewalt nennt man ein Mittel dann, wenn es die Spezifik aufweist, zur Unterordnung eines gegensätzlichen Willens zu taugen. <blockquote>"Danach musst du erst einmal einsehen, dass eine große Menschenansammlung ein Mittel der Macht ist."</blockquote> 1. Weder muss ich das einsehen, noch ist 2. eine große Menschenansammlung ein Machtmittel. 3. Müsstest du dann auch mal erläutern für wen die Menschenansammlung ein Machtmittel sein soll. <blockquote>"Der Sinn und Zweck einer Demonstration liegt darin, zu zeigen, dass mit der Menschenansammlung ein potentielles Mittel vorliegt, mit dem sich die die Ansammlung bildenden Subjekte gegen einen gegnerischen Willen durchsetzen können,"</blockquote> Nein, eine Demonstration ist keine Drohung mit Revolution oder allgemein mit Gewalt. Das ist totaler Quatsch. Eine Demonstration ist erstmal nur die Demonstration eines gegensätzlichen Willens. Schau her - unser Wille ist anders gestrickt und wir sind viele. Das "wir sind viele" bezieht sich auf die Formen der Durchsetzung in der Demokratie. "Wenn ihr Ausländer nicht zurücksetzt, dann wählen wir AFD." Wenn schon Drohung mit einem Mittel der Durchsetzung, dann aber nicht mit Gewalt, sondern mit einem erlaubten Mittel der Durchsetzung - Wählen, vor Gericht gehen. <blockquote>"oder so beschnitten und beschränkt ist, dass ihr das Wesentliche ihres Charakters, mit der Zurschaustellen einer Menschenmasse auch den Willen zu verbinden, die vertretenen Anliegen, zumindest teilweise auch zu durchsetzen zu wollen, genommen ist. "</blockquote> Nein, das Wesentliche ihres Charakters ist eben nicht die Drohung mit Gewalt, sondern die Demonstration demokratischer Wählermacht. Und diese Demonstration des Willens demokratischer Bürger wird mit der Erlaubnis zu demonstrieren nicht ausgehebelt. <blockquote>"Nur noch als Mittel konstruktiver Kritik macht sie unter der Erlaubnis Sinn, als positiver Beitrag zur Lösung allgemeiner politischer Probleme, deren Lösung auch im Interesse der überlegenen Macht liegt."</blockquote> Dazu ist das Demonstrationsrecht ja wohl auch da oder? Dass es für etwas anderes da wäre, ist immer deine heimliche Unterstellung. <blockquote>"Wenn es indessen um massenhaft vorgetragene Kapitalismuskritik geht, ist das Verhalten von Demonstranten im Rahmen der Erlaubnis allerdings schizophren,"</blockquote> Ja, stimmt alles. Bloß was ist dein Schluss. Eine Demonstration ist nicht das Mittel der Wahl in einer Revolution? Na klar nicht. Hat das jemand behauptet? <blockquote>"Warum soll denn aus der Zulassung von Waffen für eine bestimmte Gruppe zu Sportzwecken folgen, dass diese Polizeigewalt ausüben "</blockquote> Gute Frage? Aber warum stellst du sie mir und nicht dir selbst? Du verwechselst eben Waffen und Gewalt. Wenn der Staat zu Sportzwecken Waffen erlaubt, dann erlaubt er noch lange keine Gewalt. Dann hat er sich nicht selbst als Gewaltmonopolist relativiert. <blockquote>"Wenn eine überlegene Macht Machtmittel wie Waffen aus der Hand gibt bzw. abtritt, dann verringert sie damit zunächst mal ihre Macht. "</blockquote> Zunächst einmal tritt die überlegene Macht keine Waffen ab, oder gibt sie aus der Hand. Schließlich kaufen die Sportschützen ihre Waffen selbst und schießen nicht mit den Polizeimodellen. Zweitens verringert das ihre Macht nicht, weil sie eben nicht zu dem Zweck Gewaltausübung eingesetzt werden dürfen. Nein Ricardo, ich mache keinen tautologischen Denkfehler.

„Um der Bestimmung einen Sinn zu geben, dürfen die Mittel in diesem Fall eben nicht abstrakt aus einem Willensverhältnis, sondern müssen konkret anhand ihrer Eigenschaften bestimmt werden. Und was sind dann Mittel der Macht? Es sind Dinge, Instrumente Fähigkeiten, mit denen beeinflussend, schädigend, zerstörend oder verletzend auf Personen, Tiere und Sachen eingewirkt werden kann. „

Nein Gewalt ist genau nicht konkret dadurch bestimmt, dass sie den Körper schädigen. Wenn das so wäre, dann wäre es Gewalt, wenn du dich beim Zwiebelschneiden verletzt. Wenn jemand droht deine Liebste umzubringen, wenn du nicht tust was er will, wäre dann wohl keine Gewalt, weil du nicht zu schaden kommst. Oder Erpressung mit Veröffentlichung eines Geheimnisses, das deine Bürgerliche Existenz ruiniert? kein körperlicher Schaden – keine Gewalt. Es ist eben Quatsch, Gewalt konkret zu bestimmen. Gewalt sind eben alle Dinge, die ein Wille unternimmt, um einen gegensätzlichen Willen unter den eigenen zu beugen.

„Du sagst allerdings, dass das Mittel „Wurbiflop“ (Mittel =^Gewaltmittel=^Gewalt=Wurbiflop) sei. „

Statt dir das Hirn zu verrenken, um dir eine Logelei auszudenken, empfehle ich ein Paar Minuten länger über den Inhalt nachzudenken, dann produzierst du auch keine Gleichsetzungen, die den Witz der Sache einebnen. Wenn Wurbiflop das selbe wie ein Mittel wäre, wieso sollte ich mir mit dem Wort einen abbrechen? Dann könnte ich doch einfach Mittel sagen. Also ist Wurbiflop nicht einfach ein Mittel, sondern ein spezifisches Mittel! Und die Spezifik dieses Mittels besteht darin, dass es ein Mittel ist, um einen gegensätzlichen Willen unterzuordnen. So einfach ist das!
Gewalt nennt man ein Mittel dann, wenn es die Spezifik aufweist, zur Unterordnung eines gegensätzlichen Willens zu taugen.

„Danach musst du erst einmal einsehen, dass eine große Menschenansammlung ein Mittel der Macht ist.“

1. Weder muss ich das einsehen, noch ist 2. eine große Menschenansammlung ein Machtmittel. 3. Müsstest du dann auch mal erläutern für wen die Menschenansammlung ein Machtmittel sein soll.

„Der Sinn und Zweck einer Demonstration liegt darin, zu zeigen, dass mit der Menschenansammlung ein potentielles Mittel vorliegt, mit dem sich die die Ansammlung bildenden Subjekte gegen einen gegnerischen Willen durchsetzen können,“

Nein, eine Demonstration ist keine Drohung mit Revolution oder allgemein mit Gewalt. Das ist totaler Quatsch. Eine Demonstration ist erstmal nur die Demonstration eines gegensätzlichen Willens. Schau her – unser Wille ist anders gestrickt und wir sind viele. Das „wir sind viele“ bezieht sich auf die Formen der Durchsetzung in der Demokratie. „Wenn ihr Ausländer nicht zurücksetzt, dann wählen wir AFD.“ Wenn schon Drohung mit einem Mittel der Durchsetzung, dann aber nicht mit Gewalt, sondern mit einem erlaubten Mittel der Durchsetzung – Wählen, vor Gericht gehen.

„oder so beschnitten und beschränkt ist, dass ihr das Wesentliche ihres Charakters, mit der Zurschaustellen einer Menschenmasse auch den Willen zu verbinden, die vertretenen Anliegen, zumindest teilweise auch zu durchsetzen zu wollen, genommen ist. „

Nein, das Wesentliche ihres Charakters ist eben nicht die Drohung mit Gewalt, sondern die Demonstration demokratischer Wählermacht. Und diese Demonstration des Willens demokratischer Bürger wird mit der Erlaubnis zu demonstrieren nicht ausgehebelt.

„Nur noch als Mittel konstruktiver Kritik macht sie unter der Erlaubnis Sinn, als positiver Beitrag zur Lösung allgemeiner politischer Probleme, deren Lösung auch im Interesse der überlegenen Macht liegt.“

Dazu ist das Demonstrationsrecht ja wohl auch da oder? Dass es für etwas anderes da wäre, ist immer deine heimliche Unterstellung.

„Wenn es indessen um massenhaft vorgetragene Kapitalismuskritik geht, ist das Verhalten von Demonstranten im Rahmen der Erlaubnis allerdings schizophren,“

Ja, stimmt alles. Bloß was ist dein Schluss. Eine Demonstration ist nicht das Mittel der Wahl in einer Revolution? Na klar nicht. Hat das jemand behauptet?

„Warum soll denn aus der Zulassung von Waffen für eine bestimmte Gruppe zu Sportzwecken folgen, dass diese Polizeigewalt ausüben „

Gute Frage? Aber warum stellst du sie mir und nicht dir selbst? Du verwechselst eben Waffen und Gewalt. Wenn der Staat zu Sportzwecken Waffen erlaubt, dann erlaubt er noch lange keine Gewalt. Dann hat er sich nicht selbst als Gewaltmonopolist relativiert.

„Wenn eine überlegene Macht Machtmittel wie Waffen aus der Hand gibt bzw. abtritt, dann verringert sie damit zunächst mal ihre Macht. „

Zunächst einmal tritt die überlegene Macht keine Waffen ab, oder gibt sie aus der Hand. Schließlich kaufen die Sportschützen ihre Waffen selbst und schießen nicht mit den Polizeimodellen. Zweitens verringert das ihre Macht nicht, weil sie eben nicht zu dem Zweck Gewaltausübung eingesetzt werden dürfen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125197 Sun, 11 Nov 2018 20:31:23 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125197 Macht ist die Fähigkeit den eigenen Willen oder den Willen der Gruppe durchzusetzen gegen einen gegensätzlichen Willen. Die Fähigkeit den eigenen Willen durchzusetzen erhöht sich mit der Anzahl der Leute oder Gruppen die hinter dem Willen stehen und seine Durchsetzung betreiben wollen. Also ist ein Willenszusammenschluss ein Mittel zur Vergrößerung von Macht. Ein Kleintierzüchterverein ist aber keine Macht, weil er den Willen verschiedener Kleintierzüchter zusammenschließt. Es gehört schon dazu, dass der aggregierte Wille einen gegensätzlich Willen unterordnen will und die entsprechenden Mittel der Unterordnung organisiert. Macht ist die Fähigkeit den eigenen Willen oder den Willen der Gruppe durchzusetzen gegen einen gegensätzlichen Willen. Die Fähigkeit den eigenen Willen durchzusetzen erhöht sich mit der Anzahl der Leute oder Gruppen die hinter dem Willen stehen und seine Durchsetzung betreiben wollen. Also ist ein Willenszusammenschluss ein Mittel zur Vergrößerung von Macht. Ein Kleintierzüchterverein ist aber keine Macht, weil er den Willen verschiedener Kleintierzüchter zusammenschließt. Es gehört schon dazu, dass der aggregierte Wille einen gegensätzlich Willen unterordnen will und die entsprechenden Mittel der Unterordnung organisiert.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125138 Wed, 07 Nov 2018 07:18:42 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125138 Naja, was eine Demonstration ist, hatte ich oben ja geschrieben. Und es macht wenig Sinn sich als Macht aufzustellen und dann sich nicht als solche betätigen zu wollen. Wenn man letzteres nicht will, welchen Sinn sollte dann die Aufstellung als Macht haben? Umgekehrt: Schon indem man sich als Macht aufstellt, betätigt man sich als solche - eben in ritualisierter Form, man versucht durch die Demonstration der eigenen Größe den Kampf zu entscheiden ohne, dass er wirklich stattfinden muss. Und Kirchentage, Prozessionen, LoveParade etc.. gelten rechtlich vielleicht als Demonstrationen, aber sie sind keine, weil es dabei eben nicht darum geht irgend ein Anliegen durchzusetzen, sondern z.B. in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten einen Inhalt zu <b>pflegen</b>, der überhaupt nicht mehr durchgesetzt werden muss, sondern der schon gilt und praktiziert wird (man leidet wie Jesus, feiert öffentlich etc...). Rechtlich werden dann vielleicht solche Veranstaltungen wie Demonstrationen behandelt, weil z.B. die gleichen Maßnahmen fällig sind (Absperrung öffentlichen Raumes, Polizeieinsätze etc...) Naja, was eine Demonstration ist, hatte ich oben ja geschrieben. Und es macht wenig Sinn sich als Macht aufzustellen und dann sich nicht als solche betätigen zu wollen. Wenn man letzteres nicht will, welchen Sinn sollte dann die Aufstellung als Macht haben? Umgekehrt: Schon indem man sich als Macht aufstellt, betätigt man sich als solche – eben in ritualisierter Form, man versucht durch die Demonstration der eigenen Größe den Kampf zu entscheiden ohne, dass er wirklich stattfinden muss.

Und Kirchentage, Prozessionen, LoveParade etc.. gelten rechtlich vielleicht als Demonstrationen, aber sie sind keine, weil es dabei eben nicht darum geht irgend ein Anliegen durchzusetzen, sondern z.B. in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten einen Inhalt zu pflegen, der überhaupt nicht mehr durchgesetzt werden muss, sondern der schon gilt und praktiziert wird (man leidet wie Jesus, feiert öffentlich etc…). Rechtlich werden dann vielleicht solche Veranstaltungen wie Demonstrationen behandelt, weil z.B. die gleichen Maßnahmen fällig sind (Absperrung öffentlichen Raumes, Polizeieinsätze etc…)

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125127 Tue, 06 Nov 2018 20:21:12 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125127 Nein, libelle, wenn du definierst, <blockquote>"Macht ist nichts weiter als ein Willenszusammenschluss"</blockquote> dann möchte ich das "Andere" betonen: Die vielen gleichen Willen brauchen natürlich Mittel zu ihrer Durchsetzung und den Willen zu deren Einsatz. Den vielen Teilnehmer eines Kirchentages oder die "Demonstranten" einer "Wir sind mehr"-Demo geht sowas regelmäßig ab. Nein, libelle, wenn du definierst,

„Macht ist nichts weiter als ein Willenszusammenschluss“

dann möchte ich das „Andere“ betonen: Die vielen gleichen Willen brauchen natürlich Mittel zu ihrer Durchsetzung und den Willen zu deren Einsatz. Den vielen Teilnehmer eines Kirchentages oder die „Demonstranten“ einer „Wir sind mehr“-Demo geht sowas regelmäßig ab.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125126 Tue, 06 Nov 2018 18:55:12 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125126 @Neo Macht ist nichts weiter als ein Willenszusammenschluss. Und den demonstriert man bei einer Demonstration. Was sollte man dort sonst demonstrieren als <b>den</b> Inhalt, hinter dem man (aus vielen-) <b>einen</b> Willen formt und darin ist man selbstverständlich auf irgend einen davon abweichenden Willen bezogen, dem die Demonstration gilt (neben der Vergewisserung, dass man Teil eines ziemlich mächtigen Anliegens ist). Und gemessen daran sind linke Demos lächerlich und hören sofort auf Demos zu sein, wenn sie nicht mehr lächerlich sind, weil man sich dann eben nicht auf die Demonstration von Anliegen beschränken, sondern selbige einfach umsetzen würde. Demonstrationen wären in dem Fall höchstens der Versuch den vielleicht für fällig gehaltenen Kampf durch einen rituellen Kampf - eben die bloße Demonstration des eigenen Vermögens, der eigenen Macht - zu ersetzen. Sonst gehören Demos in die Demokratie. Sie sind Akte des rituellen Machtkampfes. Und Macht<b>mittel</b> sind eben alle Maßnahmen, mit denen eine Macht sich instrumentell auf andere Willen bezieht und sie so in das eigene Willenskontuínuum eingemeindet. Dazu gehört selbstverständlich Gewalt. @Neo

Macht ist nichts weiter als ein Willenszusammenschluss. Und den demonstriert man bei einer Demonstration. Was sollte man dort sonst demonstrieren als den Inhalt, hinter dem man (aus vielen-) einen Willen formt und darin ist man selbstverständlich auf irgend einen davon abweichenden Willen bezogen, dem die Demonstration gilt (neben der Vergewisserung, dass man Teil eines ziemlich mächtigen Anliegens ist). Und gemessen daran sind linke Demos lächerlich und hören sofort auf Demos zu sein, wenn sie nicht mehr lächerlich sind, weil man sich dann eben nicht auf die Demonstration von Anliegen beschränken, sondern selbige einfach umsetzen würde. Demonstrationen wären in dem Fall höchstens der Versuch den vielleicht für fällig gehaltenen Kampf durch einen rituellen Kampf – eben die bloße Demonstration des eigenen Vermögens, der eigenen Macht – zu ersetzen. Sonst gehören Demos in die Demokratie. Sie sind Akte des rituellen Machtkampfes.

Und Machtmittel sind eben alle Maßnahmen, mit denen eine Macht sich instrumentell auf andere Willen bezieht und sie so in das eigene Willenskontuínuum eingemeindet. Dazu gehört selbstverständlich Gewalt.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125124 Tue, 06 Nov 2018 18:32:01 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125124 ricardo, wenn du behauptest, <blockquote>"musst du erst einmal einsehen, dass eine große Menschenansammlung ein Mittel der Macht ist"</blockquote> sehe ich das auch nicht ein: Die große Menge *wäre* ein Mittel, um Macht auszuüben, wenn die versammelten Menschen das überhaupt als Willen haben. Wenn sie einfach nur zum Demonstrieren zusammengekommen sind (und das geht ja bis zu reinen Spaßdemos), dann sind sie auch als viele genauso machtlos wie alleine. Den gleichen Fehler machst du gleich nochmal: <blockquote>"Der Sinn und Zweck einer Demonstration liegt darin, zu zeigen, dass mit der Menschenansammlung ein potentielles Mittel vorliegt, mit dem sich die die Ansammlung bildenden Subjekte gegen einen gegnerischen Willen durchsetzen können, falls jener nicht den durch die Demonstration vertretenen Willen akzeptiert"</blockquote> Wieder kommt es darauf an, ob die Demonstranten ihren Willen überhaupt durchsetzen *wollen*, wenn nicht, dann ist das *können" geschenkt. Wo ich dir wieder recht gebe, ist bei deiner Einschätzung, <blockquote>"Es kann sein, dass sich bei dermaßen erlaubten Demonstrationen auch Vorteile für Kapitalismuskritikerinnen ergeben können und sie sich daran beteiligen können, falls sie meinen was davon zu haben."</blockquote> Das sind dann aber jeweils recht kleine Brötchen: Bekannt werden bei Leuten aus Städten, wo "man" noch keine Präsenz hat, selber auf andere interessante Gruppen oder Menschen treffen, Sachen dieser Art eben. Wenn du meinst, <blockquote>"Wenn es indessen um massenhaft vorgetragene Kapitalismuskritik geht, ist das Verhalten von Demonstranten im Rahmen der Erlaubnis allerdings schizophren"</blockquote> dann will ich da gar nicht widersprechen: Die Drohung mit einer möglichen Gegengewalt (letztlich zum Sturz der herrschenden Gewalt) oder auch nur das Reden davon ist halt nicht dasselbe wie ein tatsächlicher Aufstand. Damit wird eine Demo noch nicht zur "Farce", sie ist halt nur wieder mal ein berüchtigtes "Zeichen", was da in die demokratische Öffentlichkeit gesetzt wird. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Ja, das Demonstrieren per se "nichts bringt", das wissen zumeist auch die radikalen Demonstranten und nicht nur ihre antikommunistischen Zuschauer. Aber es ist halt ein blöder Vorwurf, eine Demo am Maßstab eines wirklichen Volksaufaufstandes zu messen. ricardo, wenn du behauptest,

„musst du erst einmal einsehen, dass eine große Menschenansammlung ein Mittel der Macht ist“

sehe ich das auch nicht ein: Die große Menge *wäre* ein Mittel, um Macht auszuüben, wenn die versammelten Menschen das überhaupt als Willen haben. Wenn sie einfach nur zum Demonstrieren zusammengekommen sind (und das geht ja bis zu reinen Spaßdemos), dann sind sie auch als viele genauso machtlos wie alleine.
Den gleichen Fehler machst du gleich nochmal:

„Der Sinn und Zweck einer Demonstration liegt darin, zu zeigen, dass mit der Menschenansammlung ein potentielles Mittel vorliegt, mit dem sich die die Ansammlung bildenden Subjekte gegen einen gegnerischen Willen durchsetzen können, falls jener nicht den durch die Demonstration vertretenen Willen akzeptiert“

Wieder kommt es darauf an, ob die Demonstranten ihren Willen überhaupt durchsetzen *wollen*, wenn nicht, dann ist das *können“ geschenkt.
Wo ich dir wieder recht gebe, ist bei deiner Einschätzung,

„Es kann sein, dass sich bei dermaßen erlaubten Demonstrationen auch Vorteile für Kapitalismuskritikerinnen ergeben können und sie sich daran beteiligen können, falls sie meinen was davon zu haben.“

Das sind dann aber jeweils recht kleine Brötchen: Bekannt werden bei Leuten aus Städten, wo „man“ noch keine Präsenz hat, selber auf andere interessante Gruppen oder Menschen treffen, Sachen dieser Art eben.
Wenn du meinst,

„Wenn es indessen um massenhaft vorgetragene Kapitalismuskritik geht, ist das Verhalten von Demonstranten im Rahmen der Erlaubnis allerdings schizophren“

dann will ich da gar nicht widersprechen: Die Drohung mit einer möglichen Gegengewalt (letztlich zum Sturz der herrschenden Gewalt) oder auch nur das Reden davon ist halt nicht dasselbe wie ein tatsächlicher Aufstand. Damit wird eine Demo noch nicht zur „Farce“, sie ist halt nur wieder mal ein berüchtigtes „Zeichen“, was da in die demokratische Öffentlichkeit gesetzt wird. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Ja, das Demonstrieren per se „nichts bringt“, das wissen zumeist auch die radikalen Demonstranten und nicht nur ihre antikommunistischen Zuschauer. Aber es ist halt ein blöder Vorwurf, eine Demo am Maßstab eines wirklichen Volksaufaufstandes zu messen.

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by: Moritz http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-125122 Tue, 06 Nov 2018 16:28:46 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-125122 Mittwoch &#166; 5. Dezember 2018 &#166; 20 Uhr - Cafe Cralle &#166; Hochstädterstr. 10 a &#166; Berlin-Wedding (Nähe Leopoldplatz) Wir laden mit unserem Ankündigungsflugblatt ein zur politischen Diskussion über die Sammlungsbewegung „Aufstehen“: <a href="http://www.herrkeiner.com/geschichten/mit-viel-verstaendnis-fuer-die-waehler-der-afd-mobilisierung-fuer-eine-neue-deutsche-volkspartei/">"Mit viel Verständnis für die Wähler der AfD – Mobilisierung für eine neue deutsche Volkspartei?"</a> „Die AfD ist ja deshalb erfolgreich, weil sie in bestimmten Punkten echte Probleme anspricht und auch Sachen sagt, die die Menschen ähnlich sehen. Wenn wir das der AfD überlassen, machen wir sie immer stärker.“ (Sahra Wagenknecht in der Bild am Sonntag) Keine Frage: Die AfD hat dem Volk aufs Maul geschaut und Sachen gesagt, die viele Leute „ähnlich sehen“. Und: Sie hat damit Erfolg gehabt. Davon zeigt sich Sahra Wagenknecht offenbar so sehr beeindruckt, dass sie die Linke vor einer neuen Herausforderung sieht: Die „echten Probleme“ der Menschen, welche die AfD so erfolgreich aufgegriffen hat, sollen ab sofort auch von der Linken ernst genommen werden. Außerhalb der Parteien, in einer neuartigen „Sammlungsbewegung“. Das ist schon bemerkenswert, wenn man bedenkt, welcher Art die „echten Probleme“ sind, die die AfD angesprochen hat und gebetsmühlenartig immer wieder neu in die Diskussion bringt. Frage: Woher kommen die sozialen Probleme der Menschen? Antwort der Rechten: Es liegt an der „skandalösen Flüchtlingspolitik der Frau Merkel“, dass die angestammte „Gemeinschaft der Deutschen“ mit ihren Problemen in die Röhre schaut. Dieses „echte Problem“ ist nichts anderes als eine nationalistische Deutung der Probleme, welche die finanziell schlecht gestellten Leute in diesem Lande wirklich haben. Schäbig bezahlte Arbeitsplätze, deshalb Probleme mit bezahlbarem Wohnraum und die Aussicht auf noch mehr Einschränkungen im Alter? All das geht ausschließlich auf das Konto der kapitalistischen Verhältnisse im Land, wie auf das Konto der Regierenden, die diesen Kapitalismus schützen und fördern. Doch auf dieses System wollen die Rechten nichts kommen lassen, das Schlechte kommt für Nationalisten nur von außen! Eben diesen fremdenfeindlichen Nationalismus will die Gründerin der Bewegung „Aufstehen“ nicht kritisieren und als falschen und schädlichen Gemeinschaftsgeist bekämpfen. Im Gegenteil: Sie lässt keine Gelegenheit aus, ihr Verständnis für derartige „Ängste in der Bevölkerung“ zum Ausdruck zu bringen und ihre Zustimmung zu bekunden, wenn es darum geht, den Zustrom von Flüchtlingen zu begrenzen und von deutschem Boden fernzuhalten. Da stellen sich ein paar Fragen: - Wollen es die Macher von „Aufstehen“ der Mehrheit der patriotisch denkenden Menschen recht machen, um so zum Erfolg zu kommen, also zu den erhofften „linken Mehrheitsverhältnissen“? Was heißt das für das geforderte Mehr an „sozialer Gerechtigkeit“, wenn im patriotischen Geist ganz auf die Nation gesetzt wird, die vorrangig und vor allen anderen den Erfolg des deutschen Kapitalismus im Programm hat? - Was eigentlich ist von der Forderung nach „Frieden und Abrüstung“ zu halten, wenn sich die bekundete „Gegnerschaft zur NATO“ als Parteinahme für den „Aufbau eines europäisches Sicherheitssystems“ erweist, das in der Konsequenz ohne Aufrüstung gar nicht zu haben ist? - Und: Wie weit eigentlich ist die Linkspartei inhaltlich von dem patriotischen Vorstoß ihrer Fraktionsvorsitzenden Wagenknecht entfernt, wenn zu hören ist, dass viele in der Partei bei aller Kritik an diesem Vorstoß nur „abwarten“, ob die Bewegung „Aufstehen“ Erfolg hat, um dann noch „auf den fahrenden Zug aufspringen“ zu wollen? Bei Interesse der Teilnehmer soll daraus ein regelmäßiger Diskussionstermin entstehen. Mittwoch | 5. Dezember 2018 | 20 Uhr – Cafe Cralle | Hochstädterstr. 10 a | Berlin-Wedding (Nähe Leopoldplatz)

Wir laden mit unserem Ankündigungsflugblatt ein zur politischen Diskussion über die Sammlungsbewegung „Aufstehen“:

„Mit viel Verständnis für die Wähler der AfD – Mobilisierung für eine neue deutsche Volkspartei?“

„Die AfD ist ja deshalb erfolgreich, weil sie in bestimmten Punkten echte Probleme anspricht und auch Sachen sagt, die die Menschen ähnlich sehen. Wenn wir das der AfD überlassen, machen wir sie immer stärker.“ (Sahra Wagenknecht in der Bild am Sonntag)

Keine Frage: Die AfD hat dem Volk aufs Maul geschaut und Sachen gesagt, die viele Leute „ähnlich sehen“. Und: Sie hat damit Erfolg gehabt. Davon zeigt sich Sahra Wagenknecht offenbar so sehr beeindruckt, dass sie die Linke vor einer neuen Herausforderung sieht: Die „echten Probleme“ der Menschen, welche die AfD so erfolgreich aufgegriffen hat, sollen ab sofort auch von der Linken ernst genommen werden. Außerhalb der Parteien, in einer neuartigen „Sammlungsbewegung“.

Das ist schon bemerkenswert, wenn man bedenkt, welcher Art die „echten Probleme“ sind, die die AfD angesprochen hat und gebetsmühlenartig immer wieder neu in die Diskussion bringt. Frage: Woher kommen die sozialen Probleme der Menschen? Antwort der Rechten: Es liegt an der „skandalösen Flüchtlingspolitik der Frau Merkel“, dass die angestammte „Gemeinschaft der Deutschen“ mit ihren Problemen in die Röhre schaut.

Dieses „echte Problem“ ist nichts anderes als eine nationalistische Deutung der Probleme, welche die finanziell schlecht gestellten Leute in diesem Lande wirklich haben. Schäbig bezahlte Arbeitsplätze, deshalb Probleme mit bezahlbarem Wohnraum und die Aussicht auf noch mehr Einschränkungen im Alter? All das geht ausschließlich auf das Konto der kapitalistischen Verhältnisse im Land, wie auf das Konto der Regierenden, die diesen Kapitalismus schützen und fördern. Doch auf dieses System wollen die Rechten nichts kommen lassen, das Schlechte kommt für Nationalisten nur von außen!

Eben diesen fremdenfeindlichen Nationalismus will die Gründerin der Bewegung „Aufstehen“ nicht kritisieren und als falschen und schädlichen Gemeinschaftsgeist bekämpfen. Im Gegenteil: Sie lässt keine Gelegenheit aus, ihr Verständnis für derartige „Ängste in der Bevölkerung“ zum Ausdruck zu bringen und ihre Zustimmung zu bekunden, wenn es darum geht, den Zustrom von Flüchtlingen zu begrenzen und von deutschem Boden fernzuhalten.

Da stellen sich ein paar Fragen:

- Wollen es die Macher von „Aufstehen“ der Mehrheit der patriotisch denkenden Menschen recht machen, um so zum Erfolg zu kommen, also zu den erhofften „linken Mehrheitsverhältnissen“? Was heißt das für das geforderte Mehr an „sozialer Gerechtigkeit“, wenn im patriotischen Geist ganz auf die Nation gesetzt wird, die vorrangig und vor allen anderen den Erfolg des deutschen Kapitalismus im Programm hat?

- Was eigentlich ist von der Forderung nach „Frieden und Abrüstung“ zu halten, wenn sich die bekundete „Gegnerschaft zur NATO“ als Parteinahme für den „Aufbau eines europäisches Sicherheitssystems“ erweist, das in der Konsequenz ohne Aufrüstung gar nicht zu haben ist?

- Und: Wie weit eigentlich ist die Linkspartei inhaltlich von dem patriotischen Vorstoß ihrer Fraktionsvorsitzenden Wagenknecht entfernt, wenn zu hören ist, dass viele in der Partei bei aller Kritik an diesem Vorstoß nur „abwarten“, ob die Bewegung „Aufstehen“ Erfolg hat, um dann noch „auf den fahrenden Zug aufspringen“ zu wollen?

Bei Interesse der Teilnehmer soll daraus ein regelmäßiger Diskussionstermin entstehen.

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125118 Tue, 06 Nov 2018 11:06:30 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-125118 @Krim "Aha, wir sind uns also einig, dass Gewalt aus einem Willensverhältnis entspringt. Was sind denn die Mittel der Macht? Das sind Gewaltmittel! Gewalt ist also ein Vorgang bei dem das Subjekt mit Gewaltmitteln seinen Willen gegen den Willen eines gegnerischen Subjektes durchsetzen will. Man darf aber beim Bestimmen das zu Bestimmende nicht nicht voraussetzen. Das zu Bestimmende darf in der Erklärung nicht enthalten sein, sonst Tautologie." Nun, dann sind wir ja ein Stück vorangekommen. Dennoch, den logischen Denkfehler, den du mir hier unterstellst, den machst doch du selbst: du benützt bei der Bestimmung der Gewalt den Begriff "Gewaltmittel", setzt also voraus, dass die Gewalt, die du ja bestimmen willst, zuvor schon bestimmt ist, damit dieser Begriff bestimmt werden kann. Um der Bestimmung einen Sinn zu geben, dürfen die Mittel in diesem Fall eben nicht abstrakt aus einem Willensverhältnis, sondern müssen konkret anhand ihrer Eigenschaften bestimmt werden. Und was sind dann Mittel der Macht? Es sind Dinge, Instrumente Fähigkeiten, mit denen beinflussend, schädigend, zerstörend oder verletzend auf Personen, Tiere und Sachen eingewirkt werden kann. Befinden sie sich in ausreichender Größe bei einem Subjekt, damit sich dieses anhand dieser gegen einen gegensätzlichen Willen durchsetzen kann, konstituieren sie Macht. Werden sie in diesem von Sinne von dem über soche Macht verfügenden Subjekt angewandt, handelt es sich um Gewalt. "Also immer wenn ein Wille ein Mittel benutzt um einen gegensätzlichen Willen unterzuordnen ist das Wurbiflop" Das stimmt logisch. Du sagst allerdings, dass das Mittel "Wurbiflop" (Mittel =^Gewaltmittel=^Gewalt=Wurbiflop) sei. Dann heißt dein Satz: "Also immer wenn ein Wille ein Wurbiflop benutzt, um einen gegensätzlichen Willen unterzuordnen, ist das Wurbiflop". Dann ist die Aussage nicht mehr logisch sondern tautologisch. (Damit ist dieser Punkt meinerseits abgeschlossen) "Du willst im Ernst behaupten der Staat tritt seine Macht während einer Demonstration teilweise ab? Welche Macht? Die Macht zu sprechen? Muss der Staat dann die Klappe halten, während demonstriert wird." Das es nicht ums Klappe halten geht, hatte ich ja klar und deutlich formuliert. Danach musst du erst einmal einsehen, dass eine große Menschenansammlung ein Mittel der Macht ist. Falls nicht, brauchen wir zu diesem Punkt nicht weiter zu diskutieren. In politischer Hinsicht ist eine Erlaubnis ein spezielles, von einem über eine überlegenere Macht verfügendem Subjekt an ein über eine unterlegenere Macht verfügendes Subjekt eingeräumtes Unterlassen oder Handeln, das sich innerhalb dieses grundsätzlichen Machtverhältnisses abspielt, ohne dieses gefährden zu können oder zu dürfen, die Gestaltung des Unterlassens oder Handelns also im Ermessen der überlegeneren Macht liegt. Der Sinn und Zweck einer Demonstration liegt darin, zu zeigen, dass mit der Menschenansammlung ein potentielles Mittel vorliegt, mit dem sich die die Ansammlung bildenden Subjekte gegen einen gegnerischen Willen durchsetzen können, falls jener nicht den durch die Demonstration vertretenen Willen akzeptiert und darauf, in welcher (gewaltfreien) Form auch immer, eingeht, um eine Lösung herbeizuführen. Sie unterscheidet sich insofern von der Revolution, weil damit nicht unbedingt ein Systemwechsel gewollt wird, sondern damit auch nur eine Verbesserung der Lebensbedingungen oder Ähnliches damit bezweckt sein kann. Als solche ist sie aber nur ein Mittel der Revolution. Wenn nun eine in diesem Sinn verstandene Demonstration einer unterlegenen Macht im Rahmen der Erlaubnis durch eine überlegene Macht stattfindet, heißt das nun, dass diese entweder über diese hinausgeht, oder so beschnitten und beschränkt ist, dass ihr das Wesentliche ihres Charakters, mit der Zurschaustellen einer Menschenmasse auch den Willen zu verbinden, die vertretenen Anliegen, zumindest teilweise auch zu durchsetzen zu wollen, genommen ist. Nur noch als Mittel konstruktiver Kritik macht sie unter der Erlaubnis Sinn, als positiver Beitrag zur Lösung allgemeiner politischer Probleme, deren Lösung auch im Interesse der überlegenen Macht liegt. Es kann sein, dass sich bei dermaßen erlaubten Demonstrationen auch Vorteile für Kapitalismuskritikerinnen ergeben können und sie sich daran beteiligen können, falls sie meinen was davon zu haben. Wenn es indessen um massenhaft vorgetragene Kapitalismuskritik geht, ist das Verhalten von Demonstranten im Rahmen der Erlaubnis allerdings schizophren, denn auf der einen Seite richtet sich die Demonstration gegen den Willen der überlegenen Macht, will sich gegen sie durchsetzen und verschafft diesem Willen zunächst Nachhaltigkeit mit der Zurschaustellung der Menschenmasse als Machtmittel und auf der anderen Seite unterwerfen sich diese Demonstranten dem Willen der überlegeneren Macht, wenn sie sich an die Regeln im Rahmen der von dieser eingeräumten Erlaubnis halten, womit solche Demonstration nicht nur zur Farce wird, weil sie letzlich nur Ohnmacht demonstriert, sondern auch der radikalen Kritik schadet, weil diese in den Augen der Beobachter vielleicht gut und schön sein mag, aber letztlich, wie frau sieht, nichts bringt. Der überlegenen Macht, dem Staat, nützt soches Auftreten zudem, muss sie doch dem nicht kapitalismuskritischen Beobachter als eine großzügige, menschenfreundliche Instanz erscheinen, welche selbst ihre ärgsten Kritiker gewähren lässt, während ihnen unter dieser Restriktion andereseits diese Art Demonstranten wie aufmüpfige, verwöhnte Zöglinge vorkommen, die sich einfach nicht an die Härte der Realität anpassen wollen. "(der Staat ist nicht Waffenmonopolist, sondern Gewaltmonopolist) Aha, Sportschützen üben also Polizeigewalt aus, während die Polizei oder wahlweise das Militär Schießverbot erhält, denn die Macht wird ja abgetreten teilweise, also hat sie der Staat nicht mehr, teilweise. Schlagstöcke und Wasserwerfer darf der Staat noch anwenden aber keine Schusswaffen. Und warum ist das Schießen auf schwarzweiße Papierscheiben eigentlich ein Machtmittel? Wer schwarz trifft verhilft der CDU zum Wahlsieg? Weil CDU die Schwarzen sind, Witz – nee, nicht lustig." Warum soll denn aus der Zulassung von Waffen für eine bestimmte Gruppe zu Sportzwecken folgen, dass diese Polizeigewalt ausüben und die Polizei Schießverbot erhält, wo doch gerade durch die Erlaubnis die Anwendung der Waffen als Machtmittel ausgeschlossen ist? und was du ja selbst mit der Frage: "Und warum ist das Schießen auf schwarzweiße Papierscheiben eigentlich ein Machtmittel?" indirekt beantwortest. Wenn eine überlegene Macht Machtmittel wie Waffen aus der Hand gibt bzw. abtritt, dann verringert sie damit zunächst mal ihre Macht. Und dieser Machtverlust wird duch die Erlaubnis eben wieder aufgehoben. @Krim

„Aha, wir sind uns also einig, dass Gewalt aus einem Willensverhältnis entspringt. Was sind denn die Mittel der Macht? Das sind Gewaltmittel! Gewalt ist also ein Vorgang bei dem das Subjekt mit Gewaltmitteln seinen Willen gegen den Willen eines gegnerischen Subjektes durchsetzen will. Man darf aber beim Bestimmen das zu Bestimmende nicht nicht voraussetzen. Das zu Bestimmende darf in der Erklärung nicht enthalten sein, sonst Tautologie.“

Nun, dann sind wir ja ein Stück vorangekommen. Dennoch, den logischen Denkfehler, den du mir hier unterstellst, den machst doch du selbst: du benützt bei der Bestimmung der Gewalt den Begriff „Gewaltmittel“, setzt also voraus, dass die Gewalt, die du ja bestimmen willst, zuvor schon bestimmt ist, damit dieser Begriff bestimmt werden kann. Um der Bestimmung einen Sinn zu geben, dürfen die Mittel in diesem Fall eben nicht abstrakt aus einem Willensverhältnis, sondern müssen konkret anhand ihrer Eigenschaften bestimmt werden. Und was sind dann Mittel der Macht? Es sind Dinge, Instrumente Fähigkeiten, mit denen beinflussend, schädigend, zerstörend oder verletzend auf Personen, Tiere und Sachen eingewirkt werden kann. Befinden sie sich in ausreichender Größe bei einem Subjekt, damit sich dieses anhand dieser gegen einen gegensätzlichen Willen durchsetzen kann, konstituieren sie Macht. Werden sie in diesem von Sinne von dem über soche Macht verfügenden Subjekt angewandt, handelt es sich um Gewalt.

„Also immer wenn ein Wille ein Mittel benutzt um einen gegensätzlichen Willen unterzuordnen ist das Wurbiflop“

Das stimmt logisch. Du sagst allerdings, dass das Mittel „Wurbiflop“ (Mittel =^Gewaltmittel=^Gewalt=Wurbiflop) sei. Dann heißt dein Satz: „Also immer wenn ein Wille ein Wurbiflop benutzt, um einen gegensätzlichen Willen unterzuordnen, ist das Wurbiflop“. Dann ist die Aussage nicht mehr logisch sondern tautologisch.

(Damit ist dieser Punkt meinerseits abgeschlossen)

„Du willst im Ernst behaupten der Staat tritt seine Macht während einer Demonstration teilweise ab? Welche Macht? Die Macht zu sprechen? Muss der Staat dann die Klappe halten, während demonstriert wird.“

Das es nicht ums Klappe halten geht, hatte ich ja klar und deutlich formuliert. Danach musst du erst einmal einsehen, dass eine große Menschenansammlung ein Mittel der Macht ist. Falls nicht, brauchen wir zu diesem Punkt nicht weiter zu diskutieren.

In politischer Hinsicht ist eine Erlaubnis ein spezielles, von einem über eine überlegenere Macht verfügendem Subjekt an ein über eine unterlegenere Macht verfügendes Subjekt eingeräumtes Unterlassen oder Handeln, das sich innerhalb dieses grundsätzlichen Machtverhältnisses abspielt, ohne dieses gefährden zu können oder zu dürfen, die Gestaltung des Unterlassens oder Handelns also im Ermessen der überlegeneren Macht liegt.

Der Sinn und Zweck einer Demonstration liegt darin, zu zeigen, dass mit der Menschenansammlung ein potentielles Mittel vorliegt, mit dem sich die die Ansammlung bildenden Subjekte gegen einen gegnerischen Willen durchsetzen können, falls jener nicht den durch die Demonstration vertretenen Willen akzeptiert und darauf, in welcher (gewaltfreien) Form auch immer, eingeht, um eine Lösung herbeizuführen. Sie unterscheidet sich insofern von der Revolution, weil damit nicht unbedingt ein Systemwechsel gewollt wird, sondern damit auch nur eine Verbesserung der Lebensbedingungen oder Ähnliches damit bezweckt sein kann. Als solche ist sie aber nur ein Mittel der Revolution.

Wenn nun eine in diesem Sinn verstandene Demonstration einer unterlegenen Macht im Rahmen der Erlaubnis durch eine überlegene Macht stattfindet, heißt das nun, dass diese entweder über diese hinausgeht, oder so beschnitten und beschränkt ist, dass ihr das Wesentliche ihres Charakters, mit der Zurschaustellen einer Menschenmasse auch den Willen zu verbinden, die vertretenen Anliegen, zumindest teilweise auch zu durchsetzen zu wollen, genommen ist. Nur noch als Mittel konstruktiver Kritik macht sie unter der Erlaubnis Sinn, als positiver Beitrag zur Lösung allgemeiner politischer Probleme, deren Lösung auch im Interesse der überlegenen Macht liegt.

Es kann sein, dass sich bei dermaßen erlaubten Demonstrationen auch Vorteile für Kapitalismuskritikerinnen ergeben können und sie sich daran beteiligen können, falls sie meinen was davon zu haben. Wenn es indessen um massenhaft vorgetragene Kapitalismuskritik geht, ist das Verhalten von Demonstranten im Rahmen der Erlaubnis allerdings schizophren, denn auf der einen Seite richtet sich die Demonstration gegen den Willen der überlegenen Macht, will sich gegen sie durchsetzen und verschafft diesem Willen zunächst Nachhaltigkeit mit der Zurschaustellung der Menschenmasse als Machtmittel und auf der anderen Seite unterwerfen sich diese Demonstranten dem Willen der überlegeneren Macht, wenn sie sich an die Regeln im Rahmen der von dieser eingeräumten Erlaubnis halten, womit solche Demonstration nicht nur zur Farce wird, weil sie letzlich nur Ohnmacht demonstriert, sondern auch der radikalen Kritik schadet, weil diese in den Augen der Beobachter vielleicht gut und schön sein mag, aber letztlich, wie frau sieht, nichts bringt. Der überlegenen Macht, dem Staat, nützt soches Auftreten zudem, muss sie doch dem nicht kapitalismuskritischen Beobachter als eine großzügige, menschenfreundliche Instanz erscheinen, welche selbst ihre ärgsten Kritiker gewähren lässt, während ihnen unter dieser Restriktion andereseits diese Art Demonstranten wie aufmüpfige, verwöhnte Zöglinge vorkommen, die sich einfach nicht an die Härte der Realität anpassen wollen.

„(der Staat ist nicht Waffenmonopolist, sondern Gewaltmonopolist) Aha, Sportschützen üben also Polizeigewalt aus, während die Polizei oder wahlweise das Militär Schießverbot erhält, denn die Macht wird ja abgetreten teilweise, also hat sie der Staat nicht mehr, teilweise. Schlagstöcke und Wasserwerfer darf der Staat noch anwenden aber keine Schusswaffen. Und warum ist das Schießen auf schwarzweiße Papierscheiben eigentlich ein Machtmittel? Wer schwarz trifft verhilft der CDU zum Wahlsieg? Weil CDU die Schwarzen sind, Witz – nee, nicht lustig.“

Warum soll denn aus der Zulassung von Waffen für eine bestimmte Gruppe zu Sportzwecken folgen, dass diese Polizeigewalt ausüben und die Polizei Schießverbot erhält, wo doch gerade durch die Erlaubnis die Anwendung der Waffen als Machtmittel ausgeschlossen ist? und was du ja selbst mit der Frage: „Und warum ist das Schießen auf schwarzweiße Papierscheiben eigentlich ein Machtmittel?“ indirekt beantwortest.

Wenn eine überlegene Macht Machtmittel wie Waffen aus der Hand gibt bzw. abtritt, dann verringert sie damit zunächst mal ihre Macht. Und dieser Machtverlust wird duch die Erlaubnis eben wieder aufgehoben.

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by: Max http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125037 Mon, 29 Oct 2018 18:44:02 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125037 Auf Renate Dillmanns <a href="http://renatedillmann.de/vorträge/">Website</a> findet man den Link zum Mitschnitt auf <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UYm8dJysWO0">YouTube</a> [Neo: Danke für den Hinweis!] Auf Renate Dillmanns Website findet man den Link zum Mitschnitt auf YouTube
[Neo: Danke für den Hinweis!]

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125036 Mon, 29 Oct 2018 17:30:23 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125036 Noch was habe ich wiedergefunden: "6.10.11 &#166; Bielefeld &#166; Podiumsdiskussion zur Kritik der Nation" http://neoprene.blogsport.de/2011/09/07/6-10-11-bielefeld-podiumsdiskussion-zur-kritik-der-nation/ Der Mitschnitt scheint aber nicht mehr zugänglich zu sein. Noch was habe ich wiedergefunden:
„6.10.11 | Bielefeld | Podiumsdiskussion zur Kritik der Nation“
http://neoprene.blogsport.de/2011/09/07/6-10-11-bielefeld-podiumsdiskussion-zur-kritik-der-nation/
Der Mitschnitt scheint aber nicht mehr zugänglich zu sein.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125035 Mon, 29 Oct 2018 16:38:15 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125035 Zu "Es gab diverse Aktivitäten bei linken Buchtagen in Berlin und Nürnberg": Was eben so als "links" durchgeht. Kann man z.B. in der Dokumentation der Intervention von Huisken in Berlin 2012 nachhören: https://archive.org/details/FreerkHuiskenWasIstAntisemitismusLinkeBuchtageBerlin15.6.2012 Was es da noch an anderen "diversen" Aktivitäten gegeben haben mag, mögen andere nachtragen. Zu „Es gab diverse Aktivitäten bei linken Buchtagen in Berlin und Nürnberg“:
Was eben so als „links“ durchgeht. Kann man z.B. in der Dokumentation der Intervention von Huisken in Berlin 2012 nachhören: https://archive.org/details/FreerkHuiskenWasIstAntisemitismusLinkeBuchtageBerlin15.6.2012
Was es da noch an anderen „diversen“ Aktivitäten gegeben haben mag, mögen andere nachtragen.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125034 Mon, 29 Oct 2018 16:27:35 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125034 Es gab diverse Aktivitäten bei linken Buchtagen in Berlin und Nürnberg, und im Netz ist auch noch die Ankündigung der Interventinistischen Linken vom Dezember 2008 (also n a c h dem Crash) über Podiumsdiskussionen mit diversen Linken über die Krise. Evtl. auch bei/mit der attac Sommerakademie. Aber welche linken Kongresse und Bewegungen gab es denn überhaupt in der letzten Zeit? Es gab mal ein wenig Bewegung zum Grundeinkommen, und dann zu den Rechten. Und sonst? -- im falschen Thread gelandet war dies hier: Bei dir ist dieses archiviert: http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#more-327 Es gab diverse Aktivitäten bei linken Buchtagen in Berlin und Nürnberg, und im Netz ist auch noch die Ankündigung der Interventinistischen Linken vom Dezember 2008 (also n a c h dem Crash) über Podiumsdiskussionen mit diversen Linken über die Krise. Evtl. auch bei/mit der attac Sommerakademie.

Aber welche linken Kongresse und Bewegungen gab es denn überhaupt in der letzten Zeit? Es gab mal ein wenig Bewegung zum Grundeinkommen, und dann zu den Rechten. Und sonst?

--

im falschen Thread gelandet war dies hier:
Bei dir ist dieses archiviert:

http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#more-327

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#comment-125033 Mon, 29 Oct 2018 16:24:23 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#comment-125033 Die Mitschnitte des Kongresses sind damals von Stefan Meretz bei archive.org hochgeladen worden: http://keimform.de/2007/die-ums-ganze-kongress-dokumentation/ Die Mitschnitte des Kongresses sind damals von Stefan Meretz bei archive.org hochgeladen worden: http://keimform.de/2007/die-ums-ganze-kongress-dokumentation/

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#comment-125032 Mon, 29 Oct 2018 16:13:47 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#comment-125032 Hinweis, rein technisch: wolltest du den Hinweis auf den obigen Artikel wirklich posten und wenn ja, warum hier? Wenn er eine Antwort auf meine Frage sein sollte, mit welchen linksradikalen Gedanken bzw. Gruppen sich der GSP in den letzten zehn Jahren in eine Diskussion kommen wollte, dann träfe das nicht, denn daß der GSP sich um ums-Ganze gekümmert hat, war ja schon Ausgangspunkt. Ist aber eben auch schon ewig her und war meines Wissens recht einseitig und kurzlebig. Hinweis, rein technisch: wolltest du den Hinweis auf den obigen Artikel wirklich posten und wenn ja, warum hier? Wenn er eine Antwort auf meine Frage sein sollte, mit welchen linksradikalen Gedanken bzw. Gruppen sich der GSP in den letzten zehn Jahren in eine Diskussion kommen wollte, dann träfe das nicht, denn daß der GSP sich um ums-Ganze gekümmert hat, war ja schon Ausgangspunkt. Ist aber eben auch schon ewig her und war meines Wissens recht einseitig und kurzlebig.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#comment-125030 Mon, 29 Oct 2018 16:00:07 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#comment-125030 Bei dir ist dieses archiviert: http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#more-327 Bei dir ist dieses archiviert:

http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/wer-unter-dem-stichwort-weltordnung-eine-geordnete-welt-erwartet-liegt-daneben/#more-327

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125029 Mon, 29 Oct 2018 15:43:10 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125029 Hat Decker seit dem ums-Ganze-Kongreß eigentlich überhaupt noch mal auf irgendjemand "eingeprügelt", der links von Sara Wagenknecht steht? Ich habe jedenfalls keinen einzigen Artikel in diese Richtung in den letzten zehn Jahren gefunden (da hatte der GSP Michael Heinrich kritisiert). Hat Decker seit dem ums-Ganze-Kongreß eigentlich überhaupt noch mal auf irgendjemand „eingeprügelt“, der links von Sara Wagenknecht steht? Ich habe jedenfalls keinen einzigen Artikel in diese Richtung in den letzten zehn Jahren gefunden (da hatte der GSP Michael Heinrich kritisiert).

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125028 Mon, 29 Oct 2018 15:29:45 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125028 Ja gut. Den Zusammenhang wusste ich nicht mehr. Ich hab einfach nur den Text genommen, wie er dasteht. Es stimmt zwar, dass es falsch ist so zu tun als beziehe sich der Staat auf Verhältnisse, die ohne sein Zutun entstanden sind. Trotzdem finde ich nicht richtig, wenn man das kontert mit: , "sondern und zuallererst verordnet er in seinem Machtbereich die kapitalistische Wirtschaftsweise." Das klingt so, als sei der Kapitalismus ein Resultat eines staatlichen Gewaltakts. Ja gut. Den Zusammenhang wusste ich nicht mehr. Ich hab einfach nur den Text genommen, wie er dasteht. Es stimmt zwar, dass es falsch ist so zu tun als beziehe sich der Staat auf Verhältnisse, die ohne sein Zutun entstanden sind.

Trotzdem finde ich nicht richtig, wenn man das kontert mit: , „sondern und zuallererst verordnet er in seinem Machtbereich die kapitalistische Wirtschaftsweise.“ Das klingt so, als sei der Kapitalismus ein Resultat eines staatlichen Gewaltakts.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125027 Mon, 29 Oct 2018 15:07:50 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125027 <blockquote>"Aber so ging das doch ständig. Es wurde auf ein Popanz eingedroschen und damit so getan, als sei das die Position von irgend jemandem."</blockquote> Als ob Decker da auf E u c h hätte "einprügeln" wollen. Es ging um "Staat, Recht, Politik", - und nicht um eure Nation-Theorie. Aber das Zitat von Krim stimmt schon. Irgendwie. Allerdings gerade nicht für Peter Decker im UmsGanze-Workshop...

„Aber so ging das doch ständig. Es wurde auf ein Popanz eingedroschen und damit so getan, als sei das die Position von irgend jemandem.“

Als ob Decker da auf E u c h hätte „einprügeln“ wollen.
Es ging um „Staat, Recht, Politik“, – und nicht um eure Nation-Theorie.
Aber das Zitat von Krim stimmt schon. Irgendwie. Allerdings gerade nicht für Peter Decker im UmsGanze-Workshop…

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125025 Mon, 29 Oct 2018 14:57:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125025 <blockquote>"Wieso soll der Kapitalismus denn „fix und fertig“ sein. Das ist doch ein Popanz. Fix und Fertig ist das Verhältnis, wenn die Staatsgewalt funktional für den Kapitalismus eingerichtet ist."</blockquote> Das ist doch genau so wenig "fix und fertig" heutzutage, sondern wird laufend reformiert und reguliert - und dann kommt wieder irgendein Trump, der die vorherige Regulierung nicht durch gar keine Regulierung, sondern durch eine neue Regulierung ablöst. Es ging nämich Decker gar nicht um eine Staatsgründungstheorie oder um eure Variante davon oder um die Kritik der Nationalismus-Theorie. Worum es Decker ging, hat Neoprene im Thread ja archiviert: http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/peter-decker-zu-der-staat-dein-freund/ Es geht dort um die klassische linke Frage: Reform oder Revolution? U nd Peter Decker hat dargelegt, inwiefern er einen reformerischen „Kampf um Rechte“ als für kommunistische Interessen nicht zweckmäßig befindet (m Detail dort die Thesen 4 bis 6).

„Wieso soll der Kapitalismus denn „fix und fertig“ sein. Das ist doch ein Popanz. Fix und Fertig ist das Verhältnis, wenn die Staatsgewalt funktional für den Kapitalismus eingerichtet ist.“

Das ist doch genau so wenig „fix und fertig“ heutzutage, sondern wird laufend reformiert und reguliert – und dann kommt wieder irgendein Trump, der die vorherige Regulierung nicht durch gar keine Regulierung, sondern durch eine neue Regulierung ablöst.

Es ging nämich Decker gar nicht um eine Staatsgründungstheorie oder um eure Variante davon oder um die Kritik der Nationalismus-Theorie.

Worum es Decker ging, hat Neoprene im Thread ja archiviert:

http://Neoprene.blogsport.de/2007/12/07/peter-decker-zu-der-staat-dein-freund/

Es geht dort um die klassische linke Frage: Reform oder Revolution? U nd Peter Decker hat dargelegt, inwiefern er einen reformerischen „Kampf um Rechte“ als für kommunistische Interessen nicht zweckmäßig befindet (m Detail dort die Thesen 4 bis 6).

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125024 Mon, 29 Oct 2018 14:36:33 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125024 Die Debatte ist lange nicht zu Ende und das Deckerzitat ist nach wie vor Quatsch. Den ersten Satz kann man so sagen, bloß interpretiert ihn Decker genau falsch herum. nach Decker ist der Staat die politische Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft, weil er die kapitalistische Wirtschaftsweise einrichtet. Was natürlich falsch ist. Auch historisch stimmt das nicht. Es ist genau umgekehrt. Der bürgerliche Staat ist die Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft, weil diese bei der Verfolgung ihrer gegensätzlichen Revenueinteressen eine Gewalt braucht, die die Grundlagen dieses Interesse schützt - das Eigentum. Und das war auch historisch so. Wieso soll der Kapitalismus denn "fix und fertig" sein. Das ist doch ein Popanz. Fix und Fertig ist das Verhältnis, wenn die Staatsgewalt funktional für den Kapitalismus eingerichtet ist. "Nur: wer hat so eine Behauptung denn aufgestellt, dass Decker Anlass sah, dem gleich in seiner These 1 zu widersprechen? Das verwundert mich." Zurecht wundert dich das. Aber so ging das doch ständig. Es wurde auf ein Popanz eingedroschen und damit so getan, als sei das die Position von irgend jemandem. "Zu anderen finde ich dieses „sondern und zu allererst“ nach wie vor mißverständlich dahingegend," Das ist nicht missverständlich, sondern falsch. Die Debatte ist lange nicht zu Ende und das Deckerzitat ist nach wie vor Quatsch. Den ersten Satz kann man so sagen, bloß interpretiert ihn Decker genau falsch herum. nach Decker ist der Staat die politische Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft, weil er die kapitalistische Wirtschaftsweise einrichtet. Was natürlich falsch ist. Auch historisch stimmt das nicht.

Es ist genau umgekehrt. Der bürgerliche Staat ist die Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft, weil diese bei der Verfolgung ihrer gegensätzlichen Revenueinteressen eine Gewalt braucht, die die Grundlagen dieses Interesse schützt – das Eigentum. Und das war auch historisch so.

Wieso soll der Kapitalismus denn „fix und fertig“ sein. Das ist doch ein Popanz. Fix und Fertig ist das Verhältnis, wenn die Staatsgewalt funktional für den Kapitalismus eingerichtet ist.

„Nur: wer hat so eine Behauptung denn aufgestellt, dass Decker Anlass sah, dem gleich in seiner These 1 zu widersprechen? Das verwundert mich.“ Zurecht wundert dich das. Aber so ging das doch ständig. Es wurde auf ein Popanz eingedroschen und damit so getan, als sei das die Position von irgend jemandem.

„Zu anderen finde ich dieses „sondern und zu allererst“ nach wie vor mißverständlich dahingegend,“ Das ist nicht missverständlich, sondern falsch.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125023 Mon, 29 Oct 2018 13:34:52 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125023 Mattis, das ist ein Missverständnis des Textes. Die Begründung hatte ich eben gepostet. Mattis, das ist ein Missverständnis des Textes.

Die Begründung hatte ich eben gepostet.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125022 Mon, 29 Oct 2018 13:15:39 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125022 Das Zitat entstammt dem Workshop bei dem UmsGanze-Kongress. Und manche Linke (Neo damals erläuternd: Von Postoperaiismus bis Wertkritik) pflegen gerne die Meinung, dass der Staat relativ unbeteiligt sei an der Art und Weise des Finanzkapitalismus, weswegen er den doch bitteschön mal regulieren müsste, z.B. mit einer Finantransaktionssteuer. Diese Idee ist zwar einerseits eher als attac-Versatzstück bekannt, wird aber ja doch von Linken meist geteilt... (2007 war ja auch noch zu Boomzeiten der allerletzten Blase vor dem Finanzmarktcrash, da waren solche Meinungen vermutlich noch überall etwas verbreiteter als heute.) Es richtet sich also gegen die moderne Meinung (von 2007), der heutige Kapitalismus funktioniere doch weitgehend ohne Staat, sei anarchisch. Im weiteren Verlauf will er erklären, wieso der Staat prinzipiell bei der "Wirtschaft" längst "eingemischt" sei, also von wegen anarchischer Marktverhältnisse... Das Zitat entstammt dem Workshop bei dem UmsGanze-Kongress.
Und manche Linke (Neo damals erläuternd: Von Postoperaiismus bis Wertkritik) pflegen gerne die Meinung, dass der Staat relativ unbeteiligt sei an der Art und Weise des Finanzkapitalismus, weswegen er den doch bitteschön mal regulieren müsste, z.B. mit einer Finantransaktionssteuer. Diese Idee ist zwar einerseits eher als attac-Versatzstück bekannt, wird aber ja doch von Linken meist geteilt…
(2007 war ja auch noch zu Boomzeiten der allerletzten Blase vor dem Finanzmarktcrash, da waren solche Meinungen vermutlich noch überall etwas verbreiteter als heute.)

Es richtet sich also gegen die moderne Meinung (von 2007), der heutige Kapitalismus funktioniere doch weitgehend ohne Staat, sei anarchisch.

Im weiteren Verlauf will er erklären, wieso der Staat prinzipiell bei der „Wirtschaft“ längst „eingemischt“ sei, also von wegen anarchischer Marktverhältnisse…

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125020 Mon, 29 Oct 2018 12:32:36 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125020 Bedeutet die Debatte jetzt, dass das Decker-Zitat neu einzuschätzen ist? Hier nochmal: <blockquote>„Der moderne Staat ist die politische Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft. Er antwortet nicht auf einen vom Himmel gefallenen Kapitalismus, schlägt sich nicht herum mit der Regulation anarchischer Marktverhältnisse, für die er nichts kann, sondern und zu allererst verordnet er in seinem Machtbereich die kapitalistische Wirtschaftsweise. Das geschieht durch den Erlass weniger Grundrechte.“</blockquote> Das ist doch zweifellos historisch argumentiert, wobei Decker sich gegen die Vorstellung wendet, dass es da einen bereits fix und fertigen Kapitalismus geben könnte, für den der Staat dann plötzlich als Garant und Förderer auftritt, in dem er zum modernen bürgerlichen Staat mutiert. Nur: wer hat so eine Behauptung denn aufgestellt, dass Decker Anlass sah, dem gleich in seiner These 1 zu widersprechen? Das verwundert mich. Zu anderen finde ich dieses „sondern und zu allererst“ nach wie vor mißverständlich dahingegend, dass suggeriert wird, es gäbe noch keinerlei kapitalistische Entwicklung, bevor nicht der „moderne“ Staat mit seinen Grundrechten auf den Plan tritt, der moderne Staat sei insofern auf keinen Fall eine Antwort oder Reaktion. Bedeutet die Debatte jetzt, dass das Decker-Zitat neu einzuschätzen ist? Hier nochmal:

„Der moderne Staat ist die politische Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft. Er antwortet nicht auf einen vom Himmel gefallenen Kapitalismus, schlägt sich nicht herum mit der Regulation anarchischer Marktverhältnisse, für die er nichts kann, sondern und zu allererst verordnet er in seinem Machtbereich die kapitalistische Wirtschaftsweise. Das geschieht durch den Erlass weniger Grundrechte.“

Das ist doch zweifellos historisch argumentiert, wobei Decker sich gegen die Vorstellung wendet, dass es da einen bereits fix und fertigen Kapitalismus geben könnte, für den der Staat dann plötzlich als Garant und Förderer auftritt, in dem er zum modernen bürgerlichen Staat mutiert.

Nur: wer hat so eine Behauptung denn aufgestellt, dass Decker Anlass sah, dem gleich in seiner These 1 zu widersprechen? Das verwundert mich.

Zu anderen finde ich dieses „sondern und zu allererst“ nach wie vor mißverständlich dahingegend, dass suggeriert wird, es gäbe noch keinerlei kapitalistische Entwicklung, bevor nicht der „moderne“ Staat mit seinen Grundrechten auf den Plan tritt, der moderne Staat sei insofern auf keinen Fall eine Antwort oder Reaktion.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-125019 Mon, 29 Oct 2018 12:01:29 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-125019 Neue Antworten nach 1,5 Jahren Trump Iran-Konflikt: Der neue Dollar-Imperialismus verdrängt den alten... https://www.argudiss.de/us-sanktionen-gegen-iran-alle-anderen-neue-dollarimperialismus-nutzt-verdraengt-den-alten (Bremen, Oktober 2018) Download der Gesamtaufzeichnung: https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/gesamtaufnahmen%28mp3%29/dollarimperialismus_hb_1018_ges.mp3 Neue Antworten nach 1,5 Jahren Trump

Iran-Konflikt: Der neue Dollar-Imperialismus verdrängt den alten…

https://www.argudiss.de/us-sanktionen-gegen-iran-alle-anderen-neue-dollarimperialismus-nutzt-verdraengt-den-alten
(Bremen, Oktober 2018)

Download der Gesamtaufzeichnung:

https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/gesamtaufnahmen%28mp3%29/dollarimperialismus_hb_1018_ges.mp3

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125016 Mon, 29 Oct 2018 08:33:38 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125016 Frühe 'Weltpolitik' und frühen 'Kolonialismus', incl. Sklavengeschäft etcpp haben z.B. die Fugger mit ihrem Geldwesen bewerkstelligt. https://de.wikipedia.org/wiki/Fugger_von_der_Lilie#Geschichte_der_Firma_bis_1657 Dazu für historisch Interessierte ein Abschnitt aus dem Buch von Gaby Weber über die Welser und Fugger und den frühen Kolonialismus: http://www.gabyweber.com/dwnld/bucher/krauts_welser.pdf Die PDF ist ein Scan [ein 5-seitiger Auszug] aus ihrem leider vergriffenen Buch: Krauts erobern die Welt – der deutsche Imperialismus in Südamerika«, 1982 https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/autor=Gaby+Weber&#38;titel=Krauts+erobern+die+Welt&#38;oldBooks=1&#38;sortOrder=preis_total Frühe ‚Weltpolitik‘ und frühen ‚Kolonialismus‘, incl. Sklavengeschäft etcpp haben z.B. die Fugger mit ihrem Geldwesen bewerkstelligt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fugger_von_der_Lilie#Geschichte_der_Firma_bis_1657

Dazu für historisch Interessierte ein Abschnitt aus dem Buch von Gaby Weber über die Welser und Fugger und den frühen Kolonialismus:

http://www.gabyweber.com/dwnld/bucher/krauts_welser.pdf

Die PDF ist ein Scan [ein 5-seitiger Auszug] aus ihrem leider vergriffenen Buch:
Krauts erobern die Welt – der deutsche Imperialismus in Südamerika«, 1982
https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/autor=Gaby+Weber&titel=Krauts+erobern+die+Welt&oldBooks=1&sortOrder=preis_total

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125013 Mon, 29 Oct 2018 05:48:11 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125013 Ein (für eine Welt von Waren) "a l l g e m e i n e s" Äquivalent, an dem man logisch widerspruchslos die Wertformen darstellen könnte, war das mittelalterliche bzw. spätmittelalterliche bzw. frühbürgerliche Geldwesen allerdings noch nicht, weswegen es etwas krumm ist, zu sagen, damals hätten umlaufende Gelder bereits diese "Geld-Funktionen" gehabt. Sie hatten sie vielleicht auch, aber sie hatten sie nur unzureichend, von heute aus betrachtet, weil das Kapital noch nicht das allgemeine Produktionsverhältnis geworden war. Und Geld nur als Geld nicht (der gesellschaftliche Haupt-) Zweck der mittelalterlichen Gesellschaft (geworden) war. Dass das bei ihnen anders war, auch das hat z.B. den Fuggern von Augsburg oder den Geldern aus großen Kaufmannsstädten ihre Position verschafft, weil - u.a. - deren Gelder damals noch am ehesten einen Anschein von Verlässlichkeit hatten, auch im gesamteuropäischen Raum. (Das hatte darin eine eigene 'historische Dynamik', die diese Gelder ihrerseits noch einmal 'stärker' machte, die dann erst durch das Manufakturwesen, das entstehende Börsenwesen und staatliche Regulationen u.a. relativiert wurde.) Ein (für eine Welt von Waren) „a l l g e m e i n e s“ Äquivalent, an dem man logisch widerspruchslos die Wertformen darstellen könnte, war das mittelalterliche bzw. spätmittelalterliche bzw. frühbürgerliche Geldwesen allerdings noch nicht, weswegen es etwas krumm ist, zu sagen, damals hätten umlaufende Gelder bereits diese „Geld-Funktionen“ gehabt. Sie hatten sie vielleicht auch, aber sie hatten sie nur unzureichend, von heute aus betrachtet, weil das Kapital noch nicht das allgemeine Produktionsverhältnis geworden war. Und Geld nur als Geld nicht (der gesellschaftliche Haupt-) Zweck der mittelalterlichen Gesellschaft (geworden) war.

Dass das bei ihnen anders war, auch das hat z.B. den Fuggern von Augsburg oder den Geldern aus großen Kaufmannsstädten ihre Position verschafft, weil – u.a. – deren Gelder damals noch am ehesten einen Anschein von Verlässlichkeit hatten, auch im gesamteuropäischen Raum. (Das hatte darin eine eigene ‚historische Dynamik‘, die diese Gelder ihrerseits noch einmal ’stärker‘ machte, die dann erst durch das Manufakturwesen, das entstehende Börsenwesen und staatliche Regulationen u.a. relativiert wurde.)

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125008 Sun, 28 Oct 2018 17:32:11 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125008 Ja, Neo, das habe ich auch mal geschrieben. Heute würde ich zwischen Volk und Nation unterscheiden. Gerade weil Volk diesen überhistorischen Charakter hat, es auch in historischen Zuständen den Zweck gegeben hat in Koalitionen (z.B Stämmen) um Reichtum zu konkurrieren eignet sich Volk als Gegenstand nicht. Was man heute zu klären hat (und an historischen Formationen auch klären kann) ist eben, wie heute (oder damals) die Übergänge hin zu konkurrierenden Herrschaftsbereichen gegangen sind bzw. gehen. Der Begriff und das Zustandekommen einer Nation unterscheiden sich wesentlich von der Erklärung von Lehenswesen, Sklaverei, Hörigkeit. Diesem Beitrag von mir würde ich deshalb heute widersprechen wollen. edit: Dennoch war die Reise, die man mit dieser Idee antritt (sich durch die Weltgeschichte lesen) notwendig (z.B. um zu erkennen, dass Volk als Erklärungsgegenstand nicht viel taugt) Ja, Neo, das habe ich auch mal geschrieben. Heute würde ich zwischen Volk und Nation unterscheiden. Gerade weil Volk diesen überhistorischen Charakter hat, es auch in historischen Zuständen den Zweck gegeben hat in Koalitionen (z.B Stämmen) um Reichtum zu konkurrieren eignet sich Volk als Gegenstand nicht. Was man heute zu klären hat (und an historischen Formationen auch klären kann) ist eben, wie heute (oder damals) die Übergänge hin zu konkurrierenden Herrschaftsbereichen gegangen sind bzw. gehen. Der Begriff und das Zustandekommen einer Nation unterscheiden sich wesentlich von der Erklärung von Lehenswesen, Sklaverei, Hörigkeit. Diesem Beitrag von mir würde ich deshalb heute widersprechen wollen.

edit: Dennoch war die Reise, die man mit dieser Idee antritt (sich durch die Weltgeschichte lesen) notwendig (z.B. um zu erkennen, dass Volk als Erklärungsgegenstand nicht viel taugt)

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125006 Sun, 28 Oct 2018 14:56:59 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125006 Interessant, daß jetzt doch noch jemand zurückverweist auf die ursprüngliche Akkumulation. Die hat nämlich in den Diskussionen früher eine erstaunlich geringe Rolle gespielt. Ein gutes Beispiel für den Umgang damit habe ich jetzt auf Krims Forum gefunden (die entsprechenden Links von hier zu FK gehen leider nicht mehr): libelle: "Nochmal zur Geschichte: Du [Krim] hast meinen letzten Beitrag missverstanden und bist bzgl. der Geschichte immer noch auf GSP Linie das ist erstmal noch kein Einwand, sondern nur das festhalten einer Differenz. Soviel, dass ich deren Ausblenden der Geschichte verkehrt finde sollte aber schon klar sein. Dialogsequenz: Zitat von libelle "Die Prozesse, die zu den einzelnen gesellschaftlichen Erscheinungen führen sind ausgelöscht wenn sie mal fertig vor einem liegen." Zitat von krim "Ich weiß nicht ob es dir aufgefallen ist, aber hier gibst du den Grund dafür an, warum es nicht notwendig ist, sich mit Geschichte zu befassen. Wenn die geschichtlichen Prozesse im fertigen Gegenstand ausgelöscht sind, also keine Rolle mehr spielen, wozu soll man sich dann noch mit ihnen befassen?" Mal ein Beispiel, wie man auf solche Prozesse als Gegenstand der Erklärung von Momenten der heutigen Gesellschaft kommt: Zitat von Marx, Kapital Bd.1 741 <blockquote>Indes setzt die Akkumulation des Kapitals den Mehrwert, der Mehrwert die kapitalistische Produktion, dieser aber das Vorhandensein größerer Massen von Kapital und Arbeitskraft in den Händen von Warenproduzenten voraus. Diese ganze Bewegung scheint sich also in einem fehlerhaften Kreislauf herumzudrehn, aus dem wir nur hinauskommen, indem wir eine der kapitalistischen Akkumulation vorausgehende "ursprüngliche" Akkumulation ("previous accumulation" bei Adam Smith) unterstellen, eine Akkumulation, welche nicht das Resultat der kapitalistischen Produktionsweise ist, sondern ihr Ausgangspunkt.</blockquote> All die Prozesse, die Marx dann im Kapitel über die ursprüngliche Akkumulation beschreibt sind im Ergebnis (Kapitalakkumulation) ausgelöscht. Das ist erst einmal ein Indiz dafür, dass dein Argument nicht stimmt. Daraus, dass ein Prozess zu einem historischen Ergebnis geführt hat und endet folgt nicht, dass er nicht noch Gegenstand der Erklärung seines Ergebnisses werden kann, nur muss diese Notwendigkeit sich aus dem Resultat also in Marx's Fall der Kapitalakkumulation ergeben. Im obigen Beispiel heißt sie "fehlerhafter Kreislauf", alles setzt sich selbst voraus und verweist darin auf einen vorausgegangenen Prozess seiner Entstehung. Das, was ich in meinem letzten Beitrag zur Geschichte vorgeschlagen habe geht anders. Ich zitiere nochmal die beste Version: Zitat von libelle <blockquote>Wer sich vornimmt zu erklären, was ein Volk ist, der kommt an einer Befassung mit Geschichte nicht vorbei, weil Volk kein kapitalistisches Spezifikum ist, und deshalb das Verhältnis von Volk und Kapitalismus was zu Klärendes, das sich in das Verhältnis von Volk und Produktionsverhältnissen auflöst. Der Zusammenschluss zu einem Volk hat einen ökonomischen Grund und deshalb gibt es da ein Verhältnis und das besteht nicht in der "Auswahl" der Produktionsverhältnisse durch das Volk, die irgendwie unabhängig von ihm entstehen, sondern dieses Gewaltverhältnis ist ein ganz wesentlicher Grund der Änderung und Entwicklung von Produktionsverhältnissen. Diese ganze Geschichte ist zu klären, wenn man was über das Volk schreibt.</blockquote> Was ist die Idee: Volk gibt es schon immer, es ist kein kapitalistisches Spezifikum. Deshalb gibt es ein Verhältnis zwischen Kapitalismus und Volk, das zu bestimmen ist. Zur Unterscheidung: Auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen Lohnarbeit und Kapitalismus, Kapital und Kapitalismus käme man nicht, weil Lohnarbeit und Kapital eben zu ihm gehören, nicht unabhängig vom Kapitalismus sind. Das Volk ist aber etwas gegen den Kapitalismus Selbständiges, es ist sogar etwas gegen alle besonderen Produktionsweisen Selbständiges. Da ist doch die Frage: Nach welchen Kriterien gesellen sich denn Produktionsverhältnisse und Volk zueinander? Und da habe ich eine Antwort gegeben: Das Volk macht Produktionsverhältnisse bzw. ist historisch zu verfolgen, wie Völker bei sich Produktionsverhältnisse hergestellt haben. Das heißt nicht, dass jemand kommt und sagt: 'Wie wär's denn mal wieder mit neuen Produktionsverhältnissen?' - und dann werden sie gemacht o.ä., sondern in Verfolgung ihrer Interessen, indem sie versuchen das, was sie gerade tun auf immer größerer Stufenleiter zu reproduzieren modifizieren sie die Produktionsverhältnisse. Beispiel die Azteken, wo die kriegerischen Verhältnisse mit auswärtigen Völkern und deren Unterwerfung zu den Anfängen eines Feudalsystems geführt hat (Hörigkeit, Grundholde, Lehen (noch nicht oder nur teilweise erblich)). D.h. der Volkszweck sich Reichtumsquellen zu sichern bzw. sich Zugriff auf welche zu verschaffen ändert die Produktionsverhältnisse und sorgt für Einrichtungen, die es in der Gentilgesellschaft nicht gab, die dann aber nach und nach (mit zunehmender Eroberung) bestimmend für die Produktion werden. Nach innen ist den Familienverbänden (Calpullis) aufgetragen worden zusätzliches Land für die im Feld stehenden Truppen zu bestellen. So hängen Volk und Produktionsverhältnisse im Fall der Azteken zusammen: Ihre kriegerischen Händel führen dazu, dass die Stammesproduktion sich auflöst. Und sehr wohl ist das Volk etwas, an dem entlang sich da die Entwicklung der Produktionsverhältnisse entscheidet." http://fk.siteboard.eu/t65f2005-Kritik-an-Deckers-Thesen-zum-buergerlichen-Staat-6.html#msg577 Interessant, daß jetzt doch noch jemand zurückverweist auf die ursprüngliche Akkumulation. Die hat nämlich in den Diskussionen früher eine erstaunlich geringe Rolle gespielt. Ein gutes Beispiel für den Umgang damit habe ich jetzt auf Krims Forum gefunden (die entsprechenden Links von hier zu FK gehen leider nicht mehr):

libelle:
„Nochmal zur Geschichte:
Du [Krim] hast meinen letzten Beitrag missverstanden und bist bzgl. der Geschichte immer noch auf GSP Linie das ist erstmal noch kein Einwand, sondern nur das festhalten einer Differenz. Soviel, dass ich deren Ausblenden der Geschichte verkehrt finde sollte aber schon klar sein.

Dialogsequenz:

Zitat von libelle
„Die Prozesse, die zu den einzelnen gesellschaftlichen Erscheinungen führen sind ausgelöscht wenn sie mal fertig vor einem liegen.“

Zitat von krim
„Ich weiß nicht ob es dir aufgefallen ist, aber hier gibst du den Grund dafür an, warum es nicht notwendig ist, sich mit Geschichte zu befassen. Wenn die geschichtlichen Prozesse im fertigen Gegenstand ausgelöscht sind, also keine Rolle mehr spielen, wozu soll man sich dann noch mit ihnen befassen?“

Mal ein Beispiel, wie man auf solche Prozesse als Gegenstand der Erklärung von Momenten der heutigen Gesellschaft kommt:

Zitat von Marx, Kapital Bd.1 741

Indes setzt die Akkumulation des Kapitals den Mehrwert, der Mehrwert die kapitalistische Produktion, dieser aber das Vorhandensein größerer Massen von Kapital und Arbeitskraft in den Händen von Warenproduzenten voraus. Diese ganze Bewegung scheint sich also in einem fehlerhaften Kreislauf herumzudrehn, aus dem wir nur hinauskommen, indem wir eine der kapitalistischen Akkumulation vorausgehende „ursprüngliche“ Akkumulation („previous accumulation“ bei Adam Smith) unterstellen, eine Akkumulation, welche nicht das Resultat der kapitalistischen Produktionsweise ist, sondern ihr Ausgangspunkt.

All die Prozesse, die Marx dann im Kapitel über die ursprüngliche Akkumulation beschreibt sind im Ergebnis (Kapitalakkumulation) ausgelöscht. Das ist erst einmal ein Indiz dafür, dass dein Argument nicht stimmt. Daraus, dass ein Prozess zu einem historischen Ergebnis geführt hat und endet folgt nicht, dass er nicht noch Gegenstand der Erklärung seines Ergebnisses werden kann, nur muss diese Notwendigkeit sich aus dem Resultat also in Marx’s Fall der Kapitalakkumulation ergeben. Im obigen Beispiel heißt sie „fehlerhafter Kreislauf“, alles setzt sich selbst voraus und verweist darin auf einen vorausgegangenen Prozess seiner Entstehung.

Das, was ich in meinem letzten Beitrag zur Geschichte vorgeschlagen habe geht anders. Ich zitiere nochmal die beste Version:

Zitat von libelle

Wer sich vornimmt zu erklären, was ein Volk ist, der kommt an einer Befassung mit Geschichte nicht vorbei, weil Volk kein kapitalistisches Spezifikum ist, und deshalb das Verhältnis von Volk und Kapitalismus was zu Klärendes, das sich in das Verhältnis von Volk und Produktionsverhältnissen auflöst. Der Zusammenschluss zu einem Volk hat einen ökonomischen Grund und deshalb gibt es da ein Verhältnis und das besteht nicht in der „Auswahl“ der Produktionsverhältnisse durch das Volk, die irgendwie unabhängig von ihm entstehen, sondern dieses Gewaltverhältnis ist ein ganz wesentlicher Grund der Änderung und Entwicklung von Produktionsverhältnissen. Diese ganze Geschichte ist zu klären, wenn man was über das Volk schreibt.

Was ist die Idee: Volk gibt es schon immer, es ist kein kapitalistisches Spezifikum. Deshalb gibt es ein Verhältnis zwischen Kapitalismus und Volk, das zu bestimmen ist. Zur Unterscheidung: Auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen Lohnarbeit und Kapitalismus, Kapital und Kapitalismus käme man nicht, weil Lohnarbeit und Kapital eben zu ihm gehören, nicht unabhängig vom Kapitalismus sind. Das Volk ist aber etwas gegen den Kapitalismus Selbständiges, es ist sogar etwas gegen alle besonderen Produktionsweisen Selbständiges. Da ist doch die Frage: Nach welchen Kriterien gesellen sich denn Produktionsverhältnisse und Volk zueinander? Und da habe ich eine Antwort gegeben: Das Volk macht Produktionsverhältnisse bzw. ist historisch zu verfolgen, wie Völker bei sich Produktionsverhältnisse hergestellt haben. Das heißt nicht, dass jemand kommt und sagt: ‚Wie wär’s denn mal wieder mit neuen Produktionsverhältnissen?‘ – und dann werden sie gemacht o.ä., sondern in Verfolgung ihrer Interessen, indem sie versuchen das, was sie gerade tun auf immer größerer Stufenleiter zu reproduzieren modifizieren sie die Produktionsverhältnisse.

Beispiel die Azteken, wo die kriegerischen Verhältnisse mit auswärtigen Völkern und deren Unterwerfung zu den Anfängen eines Feudalsystems geführt hat (Hörigkeit, Grundholde, Lehen (noch nicht oder nur teilweise erblich)). D.h. der Volkszweck sich Reichtumsquellen zu sichern bzw. sich Zugriff auf welche zu verschaffen ändert die Produktionsverhältnisse und sorgt für Einrichtungen, die es in der Gentilgesellschaft nicht gab, die dann aber nach und nach (mit zunehmender Eroberung) bestimmend für die Produktion werden. Nach innen ist den Familienverbänden (Calpullis) aufgetragen worden zusätzliches Land für die im Feld stehenden Truppen zu bestellen. So hängen Volk und Produktionsverhältnisse im Fall der Azteken zusammen: Ihre kriegerischen Händel führen dazu, dass die Stammesproduktion sich auflöst. Und sehr wohl ist das Volk etwas, an dem entlang sich da die Entwicklung der Produktionsverhältnisse entscheidet.“
http://fk.siteboard.eu/t65f2005-Kritik-an-Deckers-Thesen-zum-buergerlichen-Staat-6.html#msg577

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125005 Sun, 28 Oct 2018 12:03:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125005 Ich hoffe, dass Krim dieser viel zu knappen Kürzestfassung zustimmt: Die Entwicklung des Geldwesens verändert und zersetzt sowohl die gesellschaftlichen Grundlagen (vgl. Krim) des Feudalismus, als auch die der 'staatlichen Herrschaft' (was man nicht so säuberlich auseinnder klamüsern kann wie heutzutage. Der Bezug auf den Staat ist mir aber deswegen wichtig gewesen, weil der quasi von den Bürgern 'unterwandert' wurde, übertrieben formuliert. Zumindestens in Deutschland, wo die preußischen Staatsreformen ja eher die bgl. Revolution ersetzt haben.) Ich hoffe, dass Krim dieser viel zu knappen Kürzestfassung zustimmt: Die Entwicklung des Geldwesens verändert und zersetzt sowohl die gesellschaftlichen Grundlagen (vgl. Krim) des Feudalismus, als auch die der ’staatlichen Herrschaft‘ (was man nicht so säuberlich auseinnder klamüsern kann wie heutzutage. Der Bezug auf den Staat ist mir aber deswegen wichtig gewesen, weil der quasi von den Bürgern ‚unterwandert‘ wurde, übertrieben formuliert. Zumindestens in Deutschland, wo die preußischen Staatsreformen ja eher die bgl. Revolution ersetzt haben.)

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125004 Sun, 28 Oct 2018 11:32:41 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-125004 <blockquote>"Hatte der japanische Staat wirklich kein kapitalistisches Vorbild, auch nicht irgendwelche kapitalistischen „Keimformen“ als Vorlage oder als Vorbild von anderswo? "</blockquote> Na klar hatte er Vorbilder. Nie "Last Samurai" gesehen. z.B. USA, England und andere europäische Imperialisten <blockquote>"Die Feudalen haben sich des Geldreichtums der entstehenden Schicht der Geld- und Handelskaufleute bedient, weil ihre Herrschaft und die Modalitäten des Kriegführens gegeneinander einen riesigen Finanzierungsbedarf gestiftet haben. "</blockquote> Eigentlich muss man es genau umgekehrt ausdrücken. Das Geldwesen als materielle Grundlage des Kriegs, verändert die Kriegführung. Man erinnert sich vielleicht an die Erklärung der mittelalterlichen Schildordnung, die ich vor einiger Zeit mal gepostet habe. Die mittelalterliche Herrschaftsstruktur leitet sich strickt aus der Kriegführung ab. bzw. der Organisation des Heeres ab. Landbesitz, also nicht Privateigentum an Land, sondern herrschaftliche Hoheit über Land hatte den Zweck, Soldaten für das Heer bereitzustellen. Diese mussten verköstigt werden, sodass das Land einen Überschuss erwirtschaften musste, um die Soldaten von der Erwerbsarbeit freizustellen. Wer für die Heerfolge was bereitstellen musste, war in Abhängigkeit vom Landbesitz genau geregelt. <blockquote>"Während sich das Heer der merow. Könige aus Bauernkriegern zusammensetzte, die zu Fuß kämpften, bildeten seit Karl Martell und insbesondere unter Karl dem Großen schwer gepanzerte Reiterkrieger die Kerntruppen des Heeres, wenn diese auch der Zahl nach kleiner waren als die Fußtruppen. Die Panzerreiter (loricati) erhielten zur Finanzierung ihrer kostspieligen Ausrüstung Land als Lehen (Lehnrecht,Lehnswesen), sodass sich aus ihnen ein reiner Kriegerstand entwickelte. Ein Kennzeichen für die Bedeutung der schweren Reiterei ist die Verlegung der Heeresversammlung aus dem März (Märzfeld) in den Mai (? Maifeld), weil in diesem Monat das Futter für die Pferde einfacher zu beschaffen war. Obgleich die Heeresversammlung sich bereits in der Karolingerzeit angesichts der Größe des Reichs (Fränkisches Reich) auf Teilaufgebote beschränkte, wurde die Pflicht zur H. zu einer Belastung für die Bauern, auch deswegen, weil jeder Krieger die Kosten für seine Ausrüstung und Verpflegung selbst zu tragen hatte. Karl der Große ordnete daher in den Jahren 807 und 808 an, dass zur H. nur verpflichtet war, wer über vier Hufen Land verfügte. Einen Brustpanzer musste tragen, wer 12 Hufen oder mehr besaß (MGH Cap. 48f.,134ff.). Kleinere Grundbesitzer wurden zu Gestellungsverbänden zusammengeschlossen, um die Kosten für die Ausrüstung und Unterhaltung eines Soldaten gemeinsam zu tragen, dessen Auswahl häufig dem Grafen zukam, der als militärischer Befehlshaber das Heeresaufgebot einer Grafschaft anführte. Die Freistellung von der H. führte zunächst zu einem politischen Bedeutungsverlust. Auf längere Sicht drohte zudem die Abhängigkeit von einem lokalen Großen. Im Verlauf des 9. Jh.s versuchten viele Freie, dem drückenden Kriegsdienst zu entgehen, indem sie ihr Land einer Bischofskirche oder Abtei (? Abt, Abtei) zu Lehen auftrugen."</blockquote> Ein Hufe sind ungefähr 12-20 Hektar. <blockquote>"Seit dem späten 13., vor allem aber im 14. und 15. Jh. schwand angesichts der Söldnerheere (Söldner) die Bedeutung der H. gänzlich. Auch der Begriff herfart verliert sich seit dem 15. Jh. (DRW V, 514ff.). König Maximilian I. setzte seit dem letzten Viertel des 15. Jh.s ? Landsknechte ein, die gegen Sold Kriegsdienst leisteten."</blockquote> Das Geldwesen verändert also direkt den Inhalt der mittelalterlichen Feudalordnung (feudum - Lehen), indem für die Kriegführung nicht mehr der stoffliche Ertrag der Lehen die Grundlage ist, sondern das was die Herrschaft an Geld aus ihrem Herrschaftsgebiet herauszuholen im Stande ist. Die innere Struktur der Feudalordnung (der Umfang der Verfügung über Land bestimmt den Beitrag zum Heer) wird dadurch völlig aufgelöst.

„Hatte der japanische Staat wirklich kein kapitalistisches Vorbild, auch nicht irgendwelche kapitalistischen „Keimformen“ als Vorlage oder als Vorbild von anderswo? „

Na klar hatte er Vorbilder. Nie „Last Samurai“ gesehen. z.B. USA, England und andere europäische Imperialisten

„Die Feudalen haben sich des Geldreichtums der entstehenden Schicht der Geld- und Handelskaufleute bedient, weil ihre Herrschaft und die Modalitäten des Kriegführens gegeneinander einen riesigen Finanzierungsbedarf gestiftet haben. „

Eigentlich muss man es genau umgekehrt ausdrücken. Das Geldwesen als materielle Grundlage des Kriegs, verändert die Kriegführung. Man erinnert sich vielleicht an die Erklärung der mittelalterlichen Schildordnung, die ich vor einiger Zeit mal gepostet habe. Die mittelalterliche Herrschaftsstruktur leitet sich strickt aus der Kriegführung ab. bzw. der Organisation des Heeres ab. Landbesitz, also nicht Privateigentum an Land, sondern herrschaftliche Hoheit über Land hatte den Zweck, Soldaten für das Heer bereitzustellen. Diese mussten verköstigt werden, sodass das Land einen Überschuss erwirtschaften musste, um die Soldaten von der Erwerbsarbeit freizustellen. Wer für die Heerfolge was bereitstellen musste, war in Abhängigkeit vom Landbesitz genau geregelt.

„Während sich das Heer der merow. Könige aus Bauernkriegern zusammensetzte, die zu Fuß kämpften, bildeten seit Karl Martell und insbesondere unter Karl dem Großen schwer gepanzerte Reiterkrieger die Kerntruppen des Heeres, wenn diese auch der Zahl nach kleiner waren als die Fußtruppen. Die Panzerreiter (loricati) erhielten zur Finanzierung ihrer kostspieligen Ausrüstung Land als Lehen (Lehnrecht,Lehnswesen), sodass sich aus ihnen ein reiner Kriegerstand entwickelte. Ein Kennzeichen für die Bedeutung der schweren Reiterei ist die Verlegung der Heeresversammlung aus dem März (Märzfeld) in
den Mai (? Maifeld), weil in diesem Monat das Futter für die Pferde einfacher zu beschaffen war. Obgleich die Heeresversammlung sich bereits in der Karolingerzeit angesichts der Größe des Reichs (Fränkisches Reich) auf Teilaufgebote beschränkte, wurde die Pflicht zur H. zu einer Belastung für die Bauern, auch deswegen, weil jeder Krieger die Kosten für seine Ausrüstung und Verpflegung selbst zu tragen hatte. Karl der Große ordnete daher in den Jahren 807 und 808 an, dass zur H. nur verpflichtet war, wer über vier Hufen Land verfügte. Einen Brustpanzer musste tragen, wer 12 Hufen oder mehr besaß (MGH Cap. 48f.,134ff.). Kleinere Grundbesitzer wurden zu Gestellungsverbänden zusammengeschlossen, um die Kosten für die Ausrüstung und Unterhaltung eines Soldaten gemeinsam zu tragen, dessen Auswahl häufig dem Grafen zukam, der als militärischer Befehlshaber das Heeresaufgebot einer Grafschaft anführte. Die
Freistellung von der H. führte zunächst zu einem politischen Bedeutungsverlust. Auf längere Sicht drohte zudem die Abhängigkeit von einem lokalen Großen. Im Verlauf des 9. Jh.s versuchten viele Freie, dem drückenden Kriegsdienst zu entgehen, indem sie ihr Land einer Bischofskirche oder Abtei (? Abt, Abtei) zu Lehen auftrugen.“

Ein Hufe sind ungefähr 12-20 Hektar.

„Seit dem späten 13., vor allem aber im 14. und 15. Jh. schwand angesichts der Söldnerheere (Söldner) die Bedeutung der H. gänzlich. Auch der Begriff herfart verliert sich seit dem 15. Jh. (DRW V, 514ff.). König Maximilian I. setzte seit dem letzten Viertel des 15. Jh.s ? Landsknechte ein, die gegen Sold Kriegsdienst leisteten.“

Das Geldwesen verändert also direkt den Inhalt der mittelalterlichen Feudalordnung (feudum – Lehen), indem für die Kriegführung nicht mehr der stoffliche Ertrag der Lehen die Grundlage ist, sondern das was die Herrschaft an Geld aus ihrem Herrschaftsgebiet herauszuholen im Stande ist. Die innere Struktur der Feudalordnung (der Umfang der Verfügung über Land bestimmt den Beitrag zum Heer) wird dadurch völlig aufgelöst.

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