Walgesang Comments http://Neoprene.blogsport.de Sie rufen weit ins Meer, aber wer hört ihnen zu? (außer Walen) Fri, 21 Sep 2018 20:17:24 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124542 Fri, 21 Sep 2018 20:11:43 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124542 Noch einmal zur Argumentation von Peter Novak, derzufolge der Staat vor allem einem Schutzbedürfnis für jedermann genügen müsse, sei darauf hingewiesen, dass unter Juristen unstrittig ist, dass „… Fälle denkbar (sind), wo der Staat rechtmäßig einen Lebenseinsatz fordert oder eine Lebensvernichtung als rechtmäßig anerkennen kann, obgleich in diesen Fällen in den Wesensgehalt des konkreten Grundrechts auf Leben eingegriffen wird (siehe Art. 19 II GG). Diese staatlich vorgenommenen oder geduldeten Eingriffe sind aber nur dann zulässig und gerechtfertigt, wenn dabei Leben gegen Leben steht und die Entscheidung zugunsten des einen Lebens verfassungsrechtlich geboten ist. … Die staatliche Forderung des Lebenseinsatzes im Verteidigungskrieg ist durch den ungerechten Angriff auf die Lebensrechte der das Staatsvolk bildenden Menschen gerechtfertigt.“ (Maunz-Dürig-Herzog, Kommentar zum Grundgesetz, RdNr. 13 u. 19, Art.2 II) Wenn die Menschen also als Staatsvolk zur Zielscheibe in einem gerechten Verteidigungskrieg werden – und wann hätte man je davon gehört, dass Staaten etwas anderes machten als zurückzuschießen –, dann kann eine demokratische Obrigkeit mit allem Recht, da sogar verfassungsrechtlich geboten, Lebenseinsatz in beliebigem Umfang von ihren Bürgern fordern, so unschuldig und zivil die bis gestern gewesen sein mögen. https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/luftsicherheitsgesetz-verfassungswidrig#section5 Noch einmal zur Argumentation von Peter Novak, derzufolge der Staat vor allem einem Schutzbedürfnis für jedermann genügen müsse, sei darauf hingewiesen, dass unter Juristen unstrittig ist, dass
„… Fälle denkbar (sind), wo der Staat rechtmäßig einen Lebenseinsatz fordert oder eine Lebensvernichtung als rechtmäßig anerkennen kann, obgleich in diesen Fällen in den Wesensgehalt des konkreten Grundrechts auf Leben eingegriffen wird (siehe Art. 19 II GG). Diese staatlich vorgenommenen oder geduldeten Eingriffe sind aber nur dann zulässig und gerechtfertigt, wenn dabei Leben gegen Leben steht und die Entscheidung zugunsten des einen Lebens verfassungsrechtlich geboten ist. … Die staatliche Forderung des Lebenseinsatzes im Verteidigungskrieg ist durch den ungerechten Angriff auf die Lebensrechte der das Staatsvolk bildenden Menschen gerechtfertigt.“ (Maunz-Dürig-Herzog, Kommentar zum Grundgesetz, RdNr. 13 u. 19, Art.2 II)

Wenn die Menschen also als Staatsvolk zur Zielscheibe in einem gerechten Verteidigungskrieg werden – und wann hätte man je davon gehört, dass Staaten etwas anderes machten als zurückzuschießen –, dann kann eine demokratische Obrigkeit mit allem Recht, da sogar verfassungsrechtlich geboten, Lebenseinsatz in beliebigem Umfang von ihren Bürgern fordern, so unschuldig und zivil die bis gestern gewesen sein mögen.

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/luftsicherheitsgesetz-verfassungswidrig#section5

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124541 Fri, 21 Sep 2018 19:03:43 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124541 Ich muß Hinweis leider technisch recht geben, da war ich zu oberflächlich: Die Formulierung <blockquote>"Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen."</blockquote> ist nicht von diesem Peter Nowak sondern von Hinweis selber. Nur sehe ich nicht, daß Hinweis da Nowak verfälscht hätte, denn der hat ja wirklich in der JW geschrieben: <blockquote>"Die Dummheit des rechten Pöbels besteht aber gerade darin, nicht den Unterschied von Nation ... und Volk (juristisch: alle Menschen auf dem Gebiet eines Staates, i. e. das Staatsvolk - richtig wäre allerdings: alle Lebewesen einer Art auf dem Gebiet eines Staates, da es dann auch die Insektenvölker umfassen würde) zu kennen."</blockquote> Es ist halt politisch/rechtlich/sachlich falsch, als Super"Verfassungspatriot" rumzulaufen und in das GG der BRD Sachen reinzuphantasieren, die da einfach nicht drin sind. Es ist halt einfach nur blöder Demokraten-Stuß, wie Nowak zu behaupten, <blockquote>"Das »deutsche Volk« des »Grundgesetzes« (wenn man es denn anerkennen will) umfasst also alle ausländischen Mitbürger".</blockquote> Nein tut es nicht, und das sage nicht nur ich (und das ist keine Frage von individueller "Anerkennung", sondern einfach der Tatsache geschuldet, daß ich als Deutscher dem GG und all dem Rattenschwanz von davon abgeleiteten oder sich darauf stützenden Gesetzen genauso unterworfen bin wie ein Nichtdeutscher, völlig wurscht, was ich denn nun von der FDGO halte und auf ihr stehe oder nicht), sondern Herr Seehofer als der zuständige Minister eben auch, der klappt dazu nur das StAG auf und ist fertig. Ich muß Hinweis leider technisch recht geben, da war ich zu oberflächlich: Die Formulierung

„Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen.“

ist nicht von diesem Peter Nowak sondern von Hinweis selber.
Nur sehe ich nicht, daß Hinweis da Nowak verfälscht hätte, denn der hat ja wirklich in der JW geschrieben:

„Die Dummheit des rechten Pöbels besteht aber gerade darin, nicht den Unterschied von Nation … und Volk (juristisch: alle Menschen auf dem Gebiet eines Staates, i. e. das Staatsvolk – richtig wäre allerdings: alle Lebewesen einer Art auf dem Gebiet eines Staates, da es dann auch die Insektenvölker umfassen würde) zu kennen.“

Es ist halt politisch/rechtlich/sachlich falsch, als Super“Verfassungspatriot“ rumzulaufen und in das GG der BRD Sachen reinzuphantasieren, die da einfach nicht drin sind. Es ist halt einfach nur blöder Demokraten-Stuß, wie Nowak zu behaupten,

„Das »deutsche Volk« des »Grundgesetzes« (wenn man es denn anerkennen will) umfasst also alle ausländischen Mitbürger“.

Nein tut es nicht, und das sage nicht nur ich (und das ist keine Frage von individueller „Anerkennung“, sondern einfach der Tatsache geschuldet, daß ich als Deutscher dem GG und all dem Rattenschwanz von davon abgeleiteten oder sich darauf stützenden Gesetzen genauso unterworfen bin wie ein Nichtdeutscher, völlig wurscht, was ich denn nun von der FDGO halte und auf ihr stehe oder nicht), sondern Herr Seehofer als der zuständige Minister eben auch, der klappt dazu nur das StAG auf und ist fertig.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124540 Fri, 21 Sep 2018 18:51:49 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124540 Nur zur Richtigstellung: "Es ist von Nowak extrem zynisch oder ignorant verbohrt, wenn er den AfDlern entgegenhält: 'Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen.' (Neoprene) Diese Formulierungen stammen nicht selbst von Peter Nowak, sondern sind ironische Überspitzungen seines Textes. An keiner Stelle wurde also von mir behauptet, Nowak selber habe so ignorant verbohrt selber explizit argumentiert. Die Argumentation von Nowak, der übrigens ansnsten durchaus anders argumentiert, bedient sich hier einer inzwischen in der Öffentlichkeit weitgehend marginalisierten Lesart des a) "Verfassungspatriotismus", die als Wesen des Staates vor allem dessen angebliche b) "Schutzfunktion" für Leib und Leben des Bürgers festhalten will. Damit ist es nicht weit her, denn der Bürger gilt dem Staat nicht einfach als Normalmusterfrau, sondern als Quelle seiner staatlichen Daseinsweise und Machtausübung, daher sind die entsprechenden Paragraphen des Grundgesetzes auch allesamt mit einem Absatz 2 ausgestattet, der daruf hinweist, dass der Staat aus seinen Interessen solcherlei "Rechtsgüter" ggf. auch zurückhalten darf, was ja schon daran ersichtlich wird, dass er, sind sie juristisch schuldig gesprochen, die Leute verknasten darf. Und im Zweifelsfall gilt auch für anerkannte Kriegsdienstverweigerer kein Blanko-Scheck, dass sie nicht für das Zusammenflicken der Soldaten an die Front gerufen werden dürfen. Andere Menschen sowieso, samt ihren Autos etcpp... Da weitet der Staat inzwischen mit seinen Sicherheitsgesetzen sein eigenes Schutzbedürfnis extrem weiter aus, und darin kommt dann auch vor, wie er darin den "Schutz" seiner Bürger immer wieder neu definiert. Auf deren Dienste für den kapitalistischen Normalvollzug ist er nämlich scharf, und d a f ü r stattet er seine Bürger mit Rechten und Pflichten aus. (Was Peter Nowak aber eigentlich vermutlich doch weiß; - falls es sich hier nicht um eine Namensverwechslung handelt?) https://msz.gegenstandpunkt.com/artikel/das-grundgesetz-der-boden-des-rechtsstaates https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/luftsicherheitsgesetz-verfassungswidrig Nur zur Richtigstellung:
„Es ist von Nowak extrem zynisch oder ignorant verbohrt, wenn er den AfDlern entgegenhält:
‚Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen.‘ (Neoprene)

Diese Formulierungen stammen nicht selbst von Peter Nowak, sondern sind ironische Überspitzungen seines Textes. An keiner Stelle wurde also von mir behauptet, Nowak selber habe so ignorant verbohrt selber explizit argumentiert.
Die Argumentation von Nowak, der übrigens ansnsten durchaus anders argumentiert, bedient sich hier einer inzwischen in der Öffentlichkeit weitgehend marginalisierten Lesart des a) „Verfassungspatriotismus“, die als Wesen des Staates vor allem dessen angebliche b) „Schutzfunktion“ für Leib und Leben des Bürgers festhalten will.

Damit ist es nicht weit her, denn der Bürger gilt dem Staat nicht einfach als Normalmusterfrau, sondern als Quelle seiner staatlichen Daseinsweise und Machtausübung, daher sind die entsprechenden Paragraphen des Grundgesetzes auch allesamt mit einem Absatz 2 ausgestattet, der daruf hinweist, dass der Staat aus seinen Interessen solcherlei „Rechtsgüter“ ggf. auch zurückhalten darf, was ja schon daran ersichtlich wird, dass er, sind sie juristisch schuldig gesprochen, die Leute verknasten darf. Und im Zweifelsfall gilt auch für anerkannte Kriegsdienstverweigerer kein Blanko-Scheck, dass sie nicht für das Zusammenflicken der Soldaten an die Front gerufen werden dürfen. Andere Menschen sowieso, samt ihren Autos etcpp… Da weitet der Staat inzwischen mit seinen Sicherheitsgesetzen sein eigenes Schutzbedürfnis extrem weiter aus, und darin kommt dann auch vor, wie er darin den „Schutz“ seiner Bürger immer wieder neu definiert. Auf deren Dienste für den kapitalistischen Normalvollzug ist er nämlich scharf, und d a f ü r stattet er seine Bürger mit Rechten und Pflichten aus. (Was Peter Nowak aber eigentlich vermutlich doch weiß; – falls es sich hier nicht um eine Namensverwechslung handelt?)

https://msz.gegenstandpunkt.com/artikel/das-grundgesetz-der-boden-des-rechtsstaates

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/luftsicherheitsgesetz-verfassungswidrig

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by: Gustavo http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124539 Fri, 21 Sep 2018 17:26:32 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124539 Decker legt eine unbedingt lesenswerte Analyse der deutschen Zustände im Herbst 2018 vor, in denen um die Brutalvarianten deutsche versus europäische Abschottungspolitik gerungen wird. Damit ist auch der Bezugsrahmen vorgegeben, in dem sich Hass und Hetze des Volkes bewegen, hochschaukeln und in Richtung eines hiesigen Trumps schielen. Erfreulich weiterhin, dass der Gegenstandpunkt in doppelter Hinsicht damit einen – wenn auch wie immer heimlichen – Kurswechsel eingeschlagen hat. Das bei der Flüchtlingskrise 2015 zunächst völlig verteufelte Wort von der »Abschreckung«, später dann missmutig hingenommen, avanciert hier zu Recht zu dem Analyseschlüssel überhaupt. Die seinerzeitige skurrile These vom deutschen Flüchtlingsimperialismus ist nun klammheimlich, auch zu Recht allerdings, unter den Tisch gefallen. Nachdenklich sollte man hier werden: - Decker zählt etliche Analyspunkte von »Ausgehetzt« auf, um zu konstatieren, dass dies aber nicht antiimperialistisch gemeint seien. Offenbar stehen sie dann aber auch nicht quer zu einer solchen Stoßrichtung, und man könnte die Frage stellen, wie bringe ich agitatorisch eine solche rein. Oder freue ich mich, das Etikett die »Besonnenen« gefunden zu haben. - Die detailliert herausgearbeiteten Verschärfungen und Andeutungen, wohin die Reise leider noch gehen wird, hat zum Glück der GSP unternommen. Hätte dies eine andere Gruppierung getan, wäre vermutlich sofort vom GSP der Vorwurf laut geworden, welch Demokratieidealisten haben wir denn da wieder ... Ist doch alles im Begriff der Demokratie schon drin ... Hier sind Leute am Werk, die sich nichts sehnlicher wünschen als gerade diese Demokratie, die doch selber ihre Auswüchse hervorbringt. In Anknüpfung an die GSP-Diskussion zum Demonstrationsrecht folgende Frage an den GSP: Auf dem amscamp haben wir ja vom GSP in Gestalt von Huisken gelernt, „dass durch die Protesterlaubnis der Protestcharakter aufgehoben wird“ (These 5) Trifft das eigentlich nur auf alle anderen Gruppierungen zu - außer dem GSP? Sonst wäre ja mit der Veröffentlichungserlaubnis von Deckers Analyse genau der Fall der Aufhebung seiner Kritik eingetreten. Nicht auszudenken! Decker legt eine unbedingt lesenswerte Analyse der deutschen Zustände im Herbst 2018 vor, in denen um die Brutalvarianten deutsche versus europäische Abschottungspolitik gerungen wird. Damit ist auch der Bezugsrahmen vorgegeben, in dem sich Hass und Hetze des Volkes bewegen, hochschaukeln und in Richtung eines hiesigen Trumps schielen.
Erfreulich weiterhin, dass der Gegenstandpunkt in doppelter Hinsicht damit einen – wenn auch wie immer heimlichen – Kurswechsel eingeschlagen hat.
Das bei der Flüchtlingskrise 2015 zunächst völlig verteufelte Wort von der »Abschreckung«, später dann missmutig hingenommen, avanciert hier zu Recht zu dem Analyseschlüssel überhaupt.
Die seinerzeitige skurrile These vom deutschen Flüchtlingsimperialismus ist nun klammheimlich, auch zu Recht allerdings, unter den Tisch gefallen.
Nachdenklich sollte man hier werden:
- Decker zählt etliche Analyspunkte von »Ausgehetzt« auf, um zu konstatieren, dass dies aber nicht antiimperialistisch gemeint seien. Offenbar stehen sie dann aber auch nicht quer zu einer solchen Stoßrichtung, und man könnte die Frage stellen, wie bringe ich agitatorisch eine solche rein. Oder freue ich mich, das Etikett die »Besonnenen« gefunden zu haben.
- Die detailliert herausgearbeiteten Verschärfungen und Andeutungen, wohin die Reise leider noch gehen wird, hat zum Glück der GSP unternommen.
Hätte dies eine andere Gruppierung getan, wäre vermutlich sofort vom GSP der Vorwurf laut geworden, welch Demokratieidealisten haben wir denn da wieder … Ist doch alles im Begriff der Demokratie schon drin … Hier sind Leute am Werk, die sich nichts sehnlicher wünschen als gerade diese Demokratie, die doch selber ihre Auswüchse hervorbringt.
In Anknüpfung an die GSP-Diskussion zum Demonstrationsrecht folgende Frage an den GSP: Auf dem amscamp haben wir ja vom GSP in Gestalt von Huisken gelernt, „dass durch die Protesterlaubnis der Protestcharakter aufgehoben wird“ (These 5) Trifft das eigentlich nur auf alle anderen Gruppierungen zu – außer dem GSP? Sonst wäre ja mit der Veröffentlichungserlaubnis von Deckers Analyse genau der Fall der Aufhebung seiner Kritik eingetreten. Nicht auszudenken!

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124538 Fri, 21 Sep 2018 15:45:14 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124538 Es ist von Nowak extrem zynisch oder ignorant verbohrt, wenn er den AfDlern entgegenhält: <blockquote>"Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen."</blockquote> Selbst ein Demokrat wie er dürfte wissen, daß dieser Staat (wie jeder andere übrigens auch) ganz trennscharf unterscheidet in die eine Sorte Menschen, die hier leben, denen er alle möglichen Rechte zubilligt und den anderen Menschen (Die Nazis haben dann in der Tat gerne zu Ungezieferbezeichnungen gegriffen), die ohne hiesigen Paß hier eben erst mal rechtlos sind und umgekehrt dem Ausländerrecht unterworfen werden und auch schon mal aus dem Land geworfen werden. Geradezu lächerlich wird Nowak, wenn er, ich denke wohl ernsthaft und nicht ironisch, behauptet: <blockquote>"Das »deutsche Volk« des »Grundgesetzes« (wenn man es denn anerkennen will) umfasst also alle ausländischen Mitbürger, wie es überhaupt jeder Staat der Welt in seiner Gesetzgebung und seinen Aktionen nur mit dem Staatsvolk und nicht mit der Nation zu tun hat. Daraus folgt, dass die Ausgrenzung und Verfolgung nationaler Minderheiten im Bereich des Staates einen Angriff auf diesen selbst darstellt und deshalb von einem Rechtsstaat unterbunden werden muss, weil sie sich gegen sein Staatsvolk richten."</blockquote> Nein, nicht jeder, der in der BRD lebt, ist automatisch Deutscher. Wer Deutscher ist, definiert, wie alles Wesentliche hierzulande natürlich ein Gesetz: <blockquote>"Deutscher im Sinne des § 1 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) ist, „wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt“. Sie wird von der Bundesrepublik Deutschland einer in ihrem Hoheitsgebiet geborenen Person, die sonst staatenlos wäre, verliehen. ... § 3 regelt die sechs Arten des Besitzerwerbes: 1. durch Geburt (§ 4), 2. durch Erklärung, deutscher Staatsangehöriger werden zu wollen, nach § 5 des StAG, 3. durch Annahme als Kind (§ 6), 4. durch Ausstellung der Bescheinigung gemäß § 15 Abs. 1 oder 2 des Bundesvertriebenengesetzes (§ 7), 4a. durch Überleitung als Deutscher ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes (§ 40a), 5. für einen Ausländer durch Einbürgerung (§§ 8 bis 16, 40b und 40c)."</blockquote> Wer kein Deutscher, also Ausländer im Sinner des StAG ist, hat logischerweise und rechtlich völlig unbestreitbar auch nicht die gleichen Rechte wie ein Deutscher. Jeder der in einer deutschen Großstadt lebt, in der schon seit Jahrzehnten eingewanderte Menschen arbeiten und leben wie man selber eben auch, weiß, daß die Menschen ohne den hiesigen Paß zB. nicht mal bei so unwesentlichem Zeugs wie Kommunalwahlen mitentscheiden dürfen. Das Abdriften zahlreicher staatenloser Menschen aus dem Nahen Osten in die Kriminalität, jetzt wieder spektakulär in Berlin zu konstatieren, zeigt, wie es solchen Nichtdeutschen in Deutschland in jeder Hinsicht, eben auch in rechtlicher Hinsicht, schwer gemacht wurde, auch nur ein normales Lohnabeiter- oder Kleingewerbebetreiber-Leben zu führen. Zum "Staatsvolk" gehören in jedem Staat eben immer nur die Menschen, denen dieser Staat das auch zubilligt. Das ist kein schreiendes Unrecht, sondern das ist einfach nur Recht und Gesetz dieses Staates und ohne einen Sturz dieses Staates auch nicht wegzukriegen, dazu ist das einfach zu zentral. Es ist von Nowak extrem zynisch oder ignorant verbohrt, wenn er den AfDlern entgegenhält:

„Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen.“

Selbst ein Demokrat wie er dürfte wissen, daß dieser Staat (wie jeder andere übrigens auch) ganz trennscharf unterscheidet in die eine Sorte Menschen, die hier leben, denen er alle möglichen Rechte zubilligt und den anderen Menschen (Die Nazis haben dann in der Tat gerne zu Ungezieferbezeichnungen gegriffen), die ohne hiesigen Paß hier eben erst mal rechtlos sind und umgekehrt dem Ausländerrecht unterworfen werden und auch schon mal aus dem Land geworfen werden.
Geradezu lächerlich wird Nowak, wenn er, ich denke wohl ernsthaft und nicht ironisch, behauptet:

„Das »deutsche Volk« des »Grundgesetzes« (wenn man es denn anerkennen will) umfasst also alle ausländischen Mitbürger, wie es überhaupt jeder Staat der Welt in seiner Gesetzgebung und seinen Aktionen nur mit dem Staatsvolk und nicht mit der Nation zu tun hat. Daraus folgt, dass die Ausgrenzung und Verfolgung nationaler Minderheiten im Bereich des Staates einen Angriff auf diesen selbst darstellt und deshalb von einem Rechtsstaat unterbunden werden muss, weil sie sich gegen sein Staatsvolk richten.“

Nein, nicht jeder, der in der BRD lebt, ist automatisch Deutscher. Wer Deutscher ist, definiert, wie alles Wesentliche hierzulande natürlich ein Gesetz:

„Deutscher im Sinne des § 1 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) ist, „wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt“. Sie wird von der Bundesrepublik Deutschland einer in ihrem Hoheitsgebiet geborenen Person, die sonst staatenlos wäre, verliehen. …
§ 3 regelt die sechs Arten des Besitzerwerbes:
1. durch Geburt (§ 4),
2. durch Erklärung, deutscher Staatsangehöriger werden zu wollen, nach § 5 des StAG,
3. durch Annahme als Kind (§ 6),
4. durch Ausstellung der Bescheinigung gemäß § 15 Abs. 1 oder 2 des Bundesvertriebenengesetzes (§ 7),
4a. durch Überleitung als Deutscher ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes (§ 40a),
5. für einen Ausländer durch Einbürgerung (§§ 8 bis 16, 40b und 40c).“

Wer kein Deutscher, also Ausländer im Sinner des StAG ist, hat logischerweise und rechtlich völlig unbestreitbar auch nicht die gleichen Rechte wie ein Deutscher. Jeder der in einer deutschen Großstadt lebt, in der schon seit Jahrzehnten eingewanderte Menschen arbeiten und leben wie man selber eben auch, weiß, daß die Menschen ohne den hiesigen Paß zB. nicht mal bei so unwesentlichem Zeugs wie Kommunalwahlen mitentscheiden dürfen. Das Abdriften zahlreicher staatenloser Menschen aus dem Nahen Osten in die Kriminalität, jetzt wieder spektakulär in Berlin zu konstatieren, zeigt, wie es solchen Nichtdeutschen in Deutschland in jeder Hinsicht, eben auch in rechtlicher Hinsicht, schwer gemacht wurde, auch nur ein normales Lohnabeiter- oder Kleingewerbebetreiber-Leben zu führen.
Zum „Staatsvolk“ gehören in jedem Staat eben immer nur die Menschen, denen dieser Staat das auch zubilligt. Das ist kein schreiendes Unrecht, sondern das ist einfach nur Recht und Gesetz dieses Staates und ohne einen Sturz dieses Staates auch nicht wegzukriegen, dazu ist das einfach zu zentral.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124537 Fri, 21 Sep 2018 15:36:02 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124537 Selbst die Gleichsetzung von Nation und Menschen gleicher Staatsbürgerschaft paßt ja nicht immer. Es gibt doch heutzutage reihenweise Staaten, auf derem Gebiet Menschen leben, die sich unterschiedlichen Völkern zurechnen. Manchmal wird dem sogar von der Verfassung des Staates mehr oder weniger Rechnung getragen. Belgien, Indien oder die VR China sind jedenfalls Staaten, in denen trotz unterschiedlicher Abstammung, Geschichte, Sprache und Kultur, die meisten Menschen sich dem sie alle umfassenden Staat zugehörig fühlen. Die klassischen "Völkergefängnisse" unter den Staaten sind doch merklich weniger geworden. Es gibt natürlich reihenweise Staaten, wo alle Menschen sozusagen im "Gefängnis" dieses Staates gehalten werden, ohne daß da ihre nationale/völkische Zugehörigkeit noch extra was oben drauf gibt. Selbst die Gleichsetzung von Nation und Menschen gleicher Staatsbürgerschaft paßt ja nicht immer. Es gibt doch heutzutage reihenweise Staaten, auf derem Gebiet Menschen leben, die sich unterschiedlichen Völkern zurechnen. Manchmal wird dem sogar von der Verfassung des Staates mehr oder weniger Rechnung getragen. Belgien, Indien oder die VR China sind jedenfalls Staaten, in denen trotz unterschiedlicher Abstammung, Geschichte, Sprache und Kultur, die meisten Menschen sich dem sie alle umfassenden Staat zugehörig fühlen. Die klassischen „Völkergefängnisse“ unter den Staaten sind doch merklich weniger geworden. Es gibt natürlich reihenweise Staaten, wo alle Menschen sozusagen im „Gefängnis“ dieses Staates gehalten werden, ohne daß da ihre nationale/völkische Zugehörigkeit noch extra was oben drauf gibt.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124536 Fri, 21 Sep 2018 15:09:11 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124536 natio - heißt Geburt (natio ist auch die Göttin der Geburt), Herkunft, Abstammung oder Volk. Also sind alle derselben Abstammung ursprünglich ein Volk Plural: nationes - Völker Wikipedia: <blockquote>Nation (um 1400 ins Deutsche übernommen, von lat. natio, „Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse, Schar“)[1] bezeichnet größere Gruppen oder Kollektive von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Tradition, Sitten, Bräuche oder Abstammung zugeschrieben werden. ... Daneben wird die Bezeichnung auch allgemeinsprachlich als Synonym für Staatswesen und Volk gebraucht, von denen die Nation in der wissenschaftlichen Darstellung getrennt wird. </blockquote> Die heutige allgemeinsprachliche Bedeutung ist nicht mehr bloß Volk. Gibt man bei Google "Nation" ein kommt als 1.Bedeutung <blockquote>große, meist geschlossen siedelnde Gemeinschaft von Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Sprache, Kultur, die ein politisches Staatswesen bilden</blockquote> als zweite Bedeutung "Staat Staatswesen". Gemeinschaft von Menschen, die ein politisches Staatswesen bilden, geht schon in die richtige Richtung. Gruppe von Menschen mit dem gemeinsamen Zweck eines staatlichen Gewaltsubjekts. Das würde ich als Nation bezeichnen. natio – heißt Geburt (natio ist auch die Göttin der Geburt), Herkunft, Abstammung oder Volk. Also sind alle derselben Abstammung ursprünglich ein Volk
Plural: nationes – Völker

Wikipedia:

Nation (um 1400 ins Deutsche übernommen, von lat. natio, „Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse, Schar“)[1] bezeichnet größere Gruppen oder Kollektive von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Tradition, Sitten, Bräuche oder Abstammung zugeschrieben werden.

… Daneben wird die Bezeichnung auch allgemeinsprachlich als Synonym für Staatswesen und Volk gebraucht, von denen die Nation in der wissenschaftlichen Darstellung getrennt wird.

Die heutige allgemeinsprachliche Bedeutung ist nicht mehr bloß Volk. Gibt man bei Google „Nation“ ein kommt als 1.Bedeutung

große, meist geschlossen siedelnde Gemeinschaft von Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Sprache, Kultur, die ein politisches Staatswesen bilden

als zweite Bedeutung „Staat Staatswesen“.

Gemeinschaft von Menschen, die ein politisches Staatswesen bilden, geht schon in die richtige Richtung. Gruppe von Menschen mit dem gemeinsamen Zweck eines staatlichen Gewaltsubjekts. Das würde ich als Nation bezeichnen.

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by: Notwendig http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124535 Fri, 21 Sep 2018 14:40:53 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124535 "...nehmen der Kanzlerin die kurzfristige Grenzöffnung 2015 übel" (Decker) Marginalie, aber dachte, Grenzen waren ohnehin offen. Ex-AfD Franziska Schreiber meinte sogar, "die Öffnung" war eine bewusste Falschbehauptung, die sie mit ihrer Jugendorganisation für die AFD verbreitet habe. Falls das ansonsten eine Paraphrase oä. war, hätte man sie zumindest deutlicher machen können. „…nehmen der Kanzlerin die kurzfristige Grenzöffnung 2015 übel“ (Decker)

Marginalie, aber dachte, Grenzen waren ohnehin offen. Ex-AfD Franziska Schreiber meinte sogar, „die Öffnung“ war eine bewusste Falschbehauptung, die sie mit ihrer Jugendorganisation für die AFD verbreitet habe.
Falls das ansonsten eine Paraphrase oä. war, hätte man sie zumindest deutlicher machen können.

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by: Moritz http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124534 Fri, 21 Sep 2018 14:28:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124534 Reinhard Lauterbach: <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/340235.ungarn-und-russland-ziemlich-beste-freunde.html">Ziemlich beste Freunde</a> ( jw, 21.09.2018) 1986, die Perestroika war noch in ihrer idealistischen Phase, erteilte KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow der Internationalen Abteilung des ZK einen Prüfauftrag. Sie möge eine »Kosten-Nutzen-Analyse« der Beziehungen der sowjetischen Partei zu den kommunistischen Parteien Westeuropas erstellen. Diese seien »wenig effektiv«. Mit anderen Worten: Sie erreichten alles in allem nicht, was sie – implizit dazugedacht: für die in sie investierten harten Valuta – hätten erreichen sollen, etwa die Reagansche Hochrüstungspolitik zu stoppen. Dem Befund ist nicht zu widersprechen. Die westdeutsche Friedensbewegung etwa hatte zwar 1983 anderthalb Millionen Menschen auf die Straße gebracht. Das war der größte Mobilisierungserfolg, den die DKP und ihr Umfeld je und unter maximaler Selbstverleugnung erzielten, aber die Raketen wurden trotzdem stationiert. Über die Gründe zu diskutieren, daran bestand kein Interesse. Andererseits merkt man an der Geschichte, was herauskommt, wenn man Politik mit dem Rechenschieber macht und nicht mit dem Argument. Die Internationale Abteilung schlug nämlich vor, statt dessen doch mehr um Sozialdemokraten und Grüne zu werben. Die seien »aktiver in den politischen Prozess einbezogen«. Selten hat eine Richtungsentscheidung, die sich an diesem äußerlichen Kriterium orientierte, weiter danebengelegen. Und das war durchaus damals schon erkennbar. Die erste Führungsgeneration der Grünen kam aus diversen maoistischen Parteien der 1970er Jahre und war von Anfang an strikt antisowjetisch orientiert. Diese Aversion übertrug die Partei später bruchlos auf das nachsowjetische Russland. Heute ist Moskaus internationale Partnersuche genauso pragmatisch. Sympathien von links werden gern entgegen-, aber alles in allem nicht ernst genommen. Die Sowjetunion als mentaler Hintergrund solcher Sympathien ist für Russland heute kein Bezugsrahmen mehr, jedenfalls kein positiver. Der Kurs geht in Richtung Rehabilitierung des Zarenreichs. Und da Linke in Westeuropa von einem realen Einfluss auf die Verhältnisse weit entfernt sind, hält man sich in Moskau an die, die solchen Einfluss haben oder haben könnten. Umgekehrt gedacht: Wer als Linker lobt, dass Putins Russland den USA immerhin noch Widerstand leistet, muss sich mindestens darüber im klaren sein, dass abrupte Moskauer Kurswechsel immer möglich sind. Russland macht Politik für sich. Die passenden Bündnispartner sucht es sich von Fall zu Fall. (rl) Reinhard Lauterbach: Ziemlich beste Freunde ( jw, 21.09.2018)

1986, die Perestroika war noch in ihrer idealistischen Phase, erteilte KPdSU-Generalsekretär Michail Gorbatschow der Internationalen Abteilung des ZK einen Prüfauftrag. Sie möge eine »Kosten-Nutzen-Analyse« der Beziehungen der sowjetischen Partei zu den kommunistischen Parteien Westeuropas erstellen. Diese seien »wenig effektiv«. Mit anderen Worten: Sie erreichten alles in allem nicht, was sie – implizit dazugedacht: für die in sie investierten harten Valuta – hätten erreichen sollen, etwa die Reagansche Hochrüstungspolitik zu stoppen.

Dem Befund ist nicht zu widersprechen. Die westdeutsche Friedensbewegung etwa hatte zwar 1983 anderthalb Millionen Menschen auf die Straße gebracht. Das war der größte Mobilisierungserfolg, den die DKP und ihr Umfeld je und unter maximaler Selbstverleugnung erzielten, aber die Raketen wurden trotzdem stationiert. Über die Gründe zu diskutieren, daran bestand kein Interesse.

Andererseits merkt man an der Geschichte, was herauskommt, wenn man Politik mit dem Rechenschieber macht und nicht mit dem Argument. Die Internationale Abteilung schlug nämlich vor, statt dessen doch mehr um Sozialdemokraten und Grüne zu werben. Die seien »aktiver in den politischen Prozess einbezogen«. Selten hat eine Richtungsentscheidung, die sich an diesem äußerlichen Kriterium orientierte, weiter danebengelegen. Und das war durchaus damals schon erkennbar. Die erste Führungsgeneration der Grünen kam aus diversen maoistischen Parteien der 1970er Jahre und war von Anfang an strikt antisowjetisch orientiert. Diese Aversion übertrug die Partei später bruchlos auf das nachsowjetische Russland.

Heute ist Moskaus internationale Partnersuche genauso pragmatisch. Sympathien von links werden gern entgegen-, aber alles in allem nicht ernst genommen. Die Sowjetunion als mentaler Hintergrund solcher Sympathien ist für Russland heute kein Bezugsrahmen mehr, jedenfalls kein positiver. Der Kurs geht in Richtung Rehabilitierung des Zarenreichs. Und da Linke in Westeuropa von einem realen Einfluss auf die Verhältnisse weit entfernt sind, hält man sich in Moskau an die, die solchen Einfluss haben oder haben könnten. Umgekehrt gedacht: Wer als Linker lobt, dass Putins Russland den USA immerhin noch Widerstand leistet, muss sich mindestens darüber im klaren sein, dass abrupte Moskauer Kurswechsel immer möglich sind. Russland macht Politik für sich. Die passenden Bündnispartner sucht es sich von Fall zu Fall. (rl)

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124533 Fri, 21 Sep 2018 12:47:28 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124533 In der Tat gehen die Begrifflichkeiten in dieser Sache kunterbunt hin und her, übrigens auch und gerade beim GSP. Als Obermenge hat man es mit der Bevölkerung eines Gebietes und hier zumeist eines Staates zu tun. Das sind alle Menschen, die auf dem jeweiligen Staatsgebiet leben und zumindest weitgehend seiner Jurisdiktion unterliegen (Spezialfälle wie Diplomaten mal außen vor). Der Staat, der dort das Sagen hat, legt dann fest, wer zu "seinen" Staatsbürgern gehört und wer davon ausgeschlossen bleibt. Die Staatsbürger werden auch häufig die Nation des Staates genannt. Volk hingegen ist ein ganz und gar nicht juristischer Begriff, sondern ein durch und durch ideologischer (Kampf)begriff. Um zu einem Volk zu gehören, muß man von den Volksangehörigen als dazugehörig angesehen werden. Da gibt es regelmäßig Streit zwischen den Völkischen und ihrem Staat. Nur weil der Staat hier eingewanderten Menschen seine Staatsbürgerschaft verleiht, gehören die für Völkische noch lange nicht auch zum Volk. So wie früher Nazis andersrum durchgesetzt haben, daß "nichtvölkische Elemente" also vor allem die Deutschen, die Juden waren, nicht dazu gehören und entrechtet bis ausgerottet gehören. In der Tat gehen die Begrifflichkeiten in dieser Sache kunterbunt hin und her, übrigens auch und gerade beim GSP.
Als Obermenge hat man es mit der Bevölkerung eines Gebietes und hier zumeist eines Staates zu tun. Das sind alle Menschen, die auf dem jeweiligen Staatsgebiet leben und zumindest weitgehend seiner Jurisdiktion unterliegen (Spezialfälle wie Diplomaten mal außen vor). Der Staat, der dort das Sagen hat, legt dann fest, wer zu „seinen“ Staatsbürgern gehört und wer davon ausgeschlossen bleibt. Die Staatsbürger werden auch häufig die Nation des Staates genannt. Volk hingegen ist ein ganz und gar nicht juristischer Begriff, sondern ein durch und durch ideologischer (Kampf)begriff. Um zu einem Volk zu gehören, muß man von den Volksangehörigen als dazugehörig angesehen werden. Da gibt es regelmäßig Streit zwischen den Völkischen und ihrem Staat. Nur weil der Staat hier eingewanderten Menschen seine Staatsbürgerschaft verleiht, gehören die für Völkische noch lange nicht auch zum Volk. So wie früher Nazis andersrum durchgesetzt haben, daß „nichtvölkische Elemente“ also vor allem die Deutschen, die Juden waren, nicht dazu gehören und entrechtet bis ausgerottet gehören.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124532 Fri, 21 Sep 2018 11:29:30 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124532 Migrationspolitik – die „Mutter aller Probleme“? Droht Deutschland eine „feindliche Übernahme“ (Sarrazin) durch islamische Horden? Muss man realistischer Weise im Flüchtlingszustrom den Hauptgefährder des „gesellschaftlichen Zusammenhalts“ (so die Mehrheit) sehen? Dazu ein Kommentar von Suitbert Cechura: Nach den Vorfällen in Chemnitz äußerte Bundesinnenminister Seehofer auf der CSU-Klausurtagung „Verständnis für die Demonstranten“ (d.h. für die „besorgten Bürger“ von rechts) und nannte „Migration wörtlich ‚die Mutter aller Probleme‘„ … https://i-v-a.net/doku.php?id=texts18#migrationspolitik_die_%E2%80%9Emutter_aller_probleme Migrationspolitik – die „Mutter aller Probleme“?

Droht Deutschland eine „feindliche Übernahme“ (Sarrazin) durch islamische Horden? Muss man realistischer Weise im Flüchtlingszustrom den Hauptgefährder des „gesellschaftlichen Zusammenhalts“ (so die Mehrheit) sehen?

Dazu ein Kommentar von Suitbert Cechura:

Nach den Vorfällen in Chemnitz äußerte Bundesinnenminister Seehofer auf der CSU-Klausurtagung „Verständnis für die Demonstranten“ (d.h. für die „besorgten Bürger“ von rechts) und nannte „Migration wörtlich ‚die Mutter aller Probleme‘„ …

https://i-v-a.net/doku.php?id=texts18#migrationspolitik_die_%E2%80%9Emutter_aller_probleme

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124531 Fri, 21 Sep 2018 10:45:19 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124531 <blockquote>Volk (juristisch: alle Menschen auf dem Gebiet eines Staates, i. e. das Staatsvolk – richtig wäre allerdings: alle Lebewesen einer Art auf dem Gebiet eines Staates, da es dann auch die Insektenvölker umfassen würde)</blockquote> "alle Menschen auf dem Gebiet eines Staates" sind seine Bevölkerung, nicht sein Volk. Das ist einfach eine interessierte Verwechslung von Nowak.

Volk (juristisch: alle Menschen auf dem Gebiet eines Staates, i. e. das Staatsvolk – richtig wäre allerdings: alle Lebewesen einer Art auf dem Gebiet eines Staates, da es dann auch die Insektenvölker umfassen würde)

„alle Menschen auf dem Gebiet eines Staates“ sind seine Bevölkerung, nicht sein Volk. Das ist einfach eine interessierte Verwechslung von Nowak.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124530 Fri, 21 Sep 2018 09:30:13 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124530 Der zweite Teil von Peter Nowaks Artikel besteht in einem Aufruf an die Staatsgewalt, rechtsradikaler Gesinnung ein Ende zu machen, und sie zu verbieten. (Wäre sie dann weg? Kann man Gedanken verbieten?) Denn ein rechter Staat sei eben kein legitim demokratischer Staat mehr, und der würde sich selbst delegitimieren: "Daraus folgt, dass die Ausgrenzung und Verfolgung nationaler Minderheiten im Bereich des Staates einen Angriff auf diesen selbst darstellt und deshalb von einem Rechtsstaat unterbunden werden muss, weil sie sich gegen sein Staatsvolk richten. Tut er es nicht,verletzt er seine grundsätzlichen Pflichten (wie sie sich aus dem »Grundgesetz« ergeben) und verliert dadurch seine Legitimität." Als sei die Unterscheidung von Inländer und Ausländer nicht Ausgangspunkt demokratischer Volksbehandlung. (Das mit den Viechern lass ich mal weg, scheint eine Übertreibung des 'Schutzgedankens' zu sein, der hier ausgerechnet dem bürgerlichen Staat zugeschrieben wird...) Dass die Unterscheidung von Ausländern und Inländern eine Maßnahme sei, die gegen bürgerliches Recht verstoßen würde, das mag zwar evtl. irgeneinem Philosophenhirn einleuchten (der Kant oder Kropotkin gelesen haben mag), hat aber mit dem existierenden bürgerlichen Recht gar nichts zu tun. Sondern - vermutlich - mit Philosophie (deren falsche Gehalte hier mit dem - vermutlich eigentlichen... - ausgedachten vermeintlich besseren "Grundgesetz", wie ein solches sich in Peter Nowaks Gehirn befinden mag, ineins gesetzt wurden). https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/nationalismus-global-auslaender-problem-er-darstellt https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/einbuergerungstest --- Und noch zwei kritisch-linke Leserbriefe erschienen in der jw (und noch weitere andere gibt es dort, die haben aber eher den summarischen Inhalt, dass es volksfern, unanständig oder unpraktikabel sei, wenn jemand 'das Volk' und seine Meinungen derart kritisch miss- oder ver-achte...). Bedenkenswert also stattdessen eher diese zwei Leserbriefe: https://www.jungewelt.de/aktuell/rubrik/leserbriefe.php?letterId=41549 https://www.jungewelt.de/aktuell/rubrik/leserbriefe.php?letterId=41553 Der zweite Teil von Peter Nowaks Artikel besteht in einem Aufruf an die Staatsgewalt, rechtsradikaler Gesinnung ein Ende zu machen, und sie zu verbieten. (Wäre sie dann weg? Kann man Gedanken verbieten?) Denn ein rechter Staat sei eben kein legitim demokratischer Staat mehr, und der würde sich selbst delegitimieren:

„Daraus folgt, dass die Ausgrenzung und Verfolgung nationaler Minderheiten im Bereich des Staates einen Angriff auf diesen selbst darstellt und deshalb von einem Rechtsstaat unterbunden werden muss, weil sie sich gegen sein Staatsvolk richten. Tut er es nicht,verletzt er seine grundsätzlichen Pflichten (wie sie sich aus dem »Grundgesetz« ergeben) und verliert dadurch seine Legitimität.“

Als sei die Unterscheidung von Inländer und Ausländer nicht Ausgangspunkt demokratischer Volksbehandlung. (Das mit den Viechern lass ich mal weg, scheint eine Übertreibung des ‚Schutzgedankens‘ zu sein, der hier ausgerechnet dem bürgerlichen Staat zugeschrieben wird…)

Dass die Unterscheidung von Ausländern und Inländern eine Maßnahme sei, die gegen bürgerliches Recht verstoßen würde, das mag zwar evtl. irgeneinem Philosophenhirn einleuchten (der Kant oder Kropotkin gelesen haben mag), hat aber mit dem existierenden bürgerlichen Recht gar nichts zu tun. Sondern – vermutlich – mit Philosophie (deren falsche Gehalte hier mit dem – vermutlich eigentlichen… – ausgedachten vermeintlich besseren „Grundgesetz“, wie ein solches sich in Peter Nowaks Gehirn befinden mag, ineins gesetzt wurden).

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/nationalismus-global-auslaender-problem-er-darstellt

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/einbuergerungstest

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Und noch zwei kritisch-linke Leserbriefe erschienen in der jw

(und noch weitere andere gibt es dort, die haben aber eher den summarischen Inhalt, dass es volksfern, unanständig oder unpraktikabel sei, wenn jemand ‚das Volk‘ und seine Meinungen derart kritisch miss- oder ver-achte…).

Bedenkenswert also stattdessen eher diese zwei Leserbriefe:

https://www.jungewelt.de/aktuell/rubrik/leserbriefe.php?letterId=41549

https://www.jungewelt.de/aktuell/rubrik/leserbriefe.php?letterId=41553

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124529 Fri, 21 Sep 2018 09:15:25 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/09/21/deutsche-zustaende-der-geist-der-nation/#comment-124529 Peter Nowaks Kritik (und sein eigener Anspruch) lautete wie folgt: "Der Artikel beschreibt zwar die Symptome im wesentlichen richtig, bestimmt aber die Ursache falsch. Derselbe Fehler, der der Haltung der AfD-Anhänger…" Und was ist nun die angeblich falsche "Ursache" ihm zufolge: Eine falsche Lesart des Grundgesetzes. Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen. Alle Ausländer sowieso. Dann hätten sie ratzfatz von ihrer ausländerfeindlichen Gesinnung abgelassen, wären Freunde des Grundgesetzes geworden, und und und …. Behebung der Ursache also: besseres Textstudium. Und daaaas meint er jetzt im Ernst? Oder ist das S a t i r e??? --- Originaltexte dazu sind übrigens diese hier: https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/geist-nation-2018-gehaessiger-nationalismus https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf180730-fluechtlingsstreit.pdf Peter Nowaks Kritik (und sein eigener Anspruch) lautete wie folgt:

„Der Artikel beschreibt zwar die Symptome im wesentlichen richtig, bestimmt aber die Ursache falsch. Derselbe Fehler, der der Haltung der AfD-Anhänger…“
Und was ist nun die angeblich falsche „Ursache“ ihm zufolge:

Eine falsche Lesart des Grundgesetzes.

Die AFDler haben nicht textkritisch genug den Wortlaut des Grundgesetzes studiert, sonst hätte ihnen auffallen müssen, dass dort auch Viecher und Insekten geschützt seien, so sie auf deutschem Boden herumfleuchen. Alle Ausländer sowieso.

Dann hätten sie ratzfatz von ihrer ausländerfeindlichen Gesinnung abgelassen, wären Freunde des Grundgesetzes geworden, und und und ….

Behebung der Ursache also: besseres Textstudium.

Und daaaas meint er jetzt im Ernst? Oder ist das S a t i r e???

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Originaltexte dazu sind übrigens diese hier:

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/geist-nation-2018-gehaessiger-nationalismus

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf180730-fluechtlingsstreit.pdf

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124526 Thu, 20 Sep 2018 11:43:20 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124526 <blockquote>Denn ein Protest von dem frau ab ovo weiß, dass die Durchsetzung seines Inhaltes ohnehin vom Willen derer abhängt, gegen die er sich richtet, ist eben keiner.</blockquote> Das halte ich für falsch. Protest ist erstmal nur die Äußerung eines abweichenden, gegensätzlichen Willens. Der schließt Durchsetzung nicht mit ein. Der Übergang zur Gewalt ist wegen des Willensgegensatzes zwar angelegt, aber für die Bezeichnung "Protest" keinesfalls notwendig. Mit Gewalt heißt es anders z.B. Aufstand, Besetzung, Straßenschlacht, Randale... "Der Protest (lat. protestor, -ari ‚öffentlich bezeugen‘) ist ein verbaler oder nonverbaler Ausdruck der Zurückweisung oder des Widerspruchs gegenüber bestimmten Geschehnissen, Situationen oder gegenüber einer bestimmten Art der Politik." Protest ist laut Wikipedia also das öffentliche bezeugen eines gegensätzlichen Willens. <blockquote>Das heißt allerdings nicht, auf die antikapitalistische Argumentation in Büchern und Vorträgen oder Blogs zu verzichten, weil es in diesem Fall zunächst darum geht, durch verstandesmäßige bzw. argumentative Überzeugung Menschen zum kritischen (antikapitalistischen) Denken zu bewegen,...</blockquote> Na eben. Und warum soll das bei einer Demo anders sein? "Bisher gehe ich davon aus, dass es um die Kategorie des Protestes in bürgerlichen Demokratien per se geht, welcher Form und Inhalt untergeordnet sind" Na, wenn Form und Inhalt der Kategorie des demokratischen Protests untergeordnet sind, fragt sich doch warum hier überhaupt deine ketzerischen Ansichten stehen. Das ging doch dann gar nicht. Oder anders: Meinst du die Leute machen bloß deshalb lauter systemimmanente Vorschläge zur Verbesserung der Wohnungssituation, weil der Staat rechtliche Regeln für das Protestieren aufgestellt hat? "Protest gibt es dann, wenn ein auf dem Verstand beruhender Konsens nicht möglich ist." Im Kommunismus ist das vielleicht so. In der Demokratie habe ich noch nie gehört, dass irgendwo ein "auf dem Verstand beruhender Konsens" angestrebt worden wäre. Konsensbildung in der Sache gibt es in der Demokratie nicht. Es gibt eine in Wahlen legitimierte Herrschaft und die tut, was sie für nötig hält. Dabei wird davon ausgegangen, dass das was die Regierung tut von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird, da sie gewählt wurde. Das heißt das Unterbügeln abweichender Meinung ist sowieso Normalität, denn nichts anderes bedeutet Mehrheitsprinzip. Im Normalfall wird das auch geschluckt. Manchmal aber auch nicht und dann wird die abweichende Meinung öffentlich geäußert. Anders als durch Protest geht das in der Demokratie gar nicht. Da gibt es den Schritt der Konsensbildung gar nicht, sondern alles ist gleich Protest.

Denn ein Protest von dem frau ab ovo weiß, dass die Durchsetzung seines Inhaltes ohnehin vom Willen derer abhängt, gegen die er sich richtet, ist eben keiner.

Das halte ich für falsch. Protest ist erstmal nur die Äußerung eines abweichenden, gegensätzlichen Willens. Der schließt Durchsetzung nicht mit ein. Der Übergang zur Gewalt ist wegen des Willensgegensatzes zwar angelegt, aber für die Bezeichnung „Protest“ keinesfalls notwendig. Mit Gewalt heißt es anders z.B. Aufstand, Besetzung, Straßenschlacht, Randale…

„Der Protest (lat. protestor, -ari ‚öffentlich bezeugen‘) ist ein verbaler oder nonverbaler Ausdruck der Zurückweisung oder des Widerspruchs gegenüber bestimmten Geschehnissen, Situationen oder gegenüber einer bestimmten Art der Politik.“ Protest ist laut Wikipedia also das öffentliche bezeugen eines gegensätzlichen Willens.

Das heißt allerdings nicht, auf die antikapitalistische Argumentation in Büchern und Vorträgen oder Blogs zu verzichten, weil es in diesem Fall zunächst darum geht, durch verstandesmäßige bzw. argumentative Überzeugung Menschen zum kritischen (antikapitalistischen) Denken zu bewegen,…

Na eben. Und warum soll das bei einer Demo anders sein?

„Bisher gehe ich davon aus, dass es um die Kategorie des Protestes in bürgerlichen Demokratien per se geht, welcher Form und Inhalt untergeordnet sind“ Na, wenn Form und Inhalt der Kategorie des demokratischen Protests untergeordnet sind, fragt sich doch warum hier überhaupt deine ketzerischen Ansichten stehen. Das ging doch dann gar nicht. Oder anders: Meinst du die Leute machen bloß deshalb lauter systemimmanente Vorschläge zur Verbesserung der Wohnungssituation, weil der Staat rechtliche Regeln für das Protestieren aufgestellt hat?

„Protest gibt es dann, wenn ein auf dem Verstand beruhender Konsens nicht möglich ist.“ Im Kommunismus ist das vielleicht so. In der Demokratie habe ich noch nie gehört, dass irgendwo ein „auf dem Verstand beruhender Konsens“ angestrebt worden wäre.
Konsensbildung in der Sache gibt es in der Demokratie nicht. Es gibt eine in Wahlen legitimierte Herrschaft und die tut, was sie für nötig hält. Dabei wird davon ausgegangen, dass das was die Regierung tut von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird, da sie gewählt wurde. Das heißt das Unterbügeln abweichender Meinung ist sowieso Normalität, denn nichts anderes bedeutet Mehrheitsprinzip. Im Normalfall wird das auch geschluckt. Manchmal aber auch nicht und dann wird die abweichende Meinung öffentlich geäußert. Anders als durch Protest geht das in der Demokratie gar nicht. Da gibt es den Schritt der Konsensbildung gar nicht, sondern alles ist gleich Protest.

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by: Gustavo http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124525 Thu, 20 Sep 2018 11:17:46 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124525 Ricardo, du schaffst es oder besser versuchst es zu schaffen, mich in drei Sätzen komplett zu delegitimieren. In Wahrheit schaffst du damit aber was Anderes: Du lieferst selbst das anschaulichste Material für die These, die du widerlegen möchtest, dass Huisken jeden Kritiker in die Ecke des Moralisten und Rechtsidealisten befördert. Du schreibst am 18.9.: „ Der Zusammenhang besteht darin, dass Linke, wie Gustavo, die Erlaubnis für ein Mittel halten, den Kapitalismus bekämpfen zu können. Dabei ist eh die Frage, ob sie das überhaupt wollen. Aber dass sie irgendwas gegen den Kapitalismus haben, dass kann frau ihrer Kritik schon entnehmen.Meist läuft das dann allerdings auf eine moralische Anklage hinaus.“ Ich halte zwar die Erlaubnis für kein Mittel und habe in diesem Themenblog auch schon x Argumente dagegen gebracht, die jeder nachlesen kann, aber ... Im nächsten Satz tauche ich schon Plural auf. Im folgenden Satz wird konstatiert, dass ich und die Anderen sowieso nichts wollen. Großzügig wird dann konzediert, dass wird schon was gegen den Kapitalismus haben, weniger großzügig, das das eh nur so ist. Nur so ist nun allerdings gleich bestimmt als purer Moralismus. Einige Zeilen nach dem Zitat, darf ich mir noch die Charakterisierung, der ist ja nur beleidigt, abholen. So geht also eine inhaltliche Ausenandersetzung. Ich denke, hier kann man zeigen, wohin eine kategoriale Verengung führt. Das ist nach der einen Seite schon fast traurig, nach der anderen Seite eben Konsequenz einer affirmativen und parteilichen Weltsicht. Und nur deswegen setze ich mich damit hier auseinander, weil das für Interessierte Zeitgenossen klarmacht, wie Ideologiebildung geht. Ricardo, du schaffst es oder besser versuchst es zu schaffen, mich in drei Sätzen komplett zu delegitimieren. In Wahrheit schaffst du damit aber was Anderes: Du lieferst selbst das anschaulichste Material für die These, die du widerlegen möchtest, dass Huisken jeden Kritiker in die Ecke des Moralisten und Rechtsidealisten befördert.

Du schreibst am 18.9.: „ Der Zusammenhang besteht darin, dass Linke, wie Gustavo, die Erlaubnis für ein Mittel halten, den Kapitalismus bekämpfen zu können. Dabei ist eh die Frage, ob sie das überhaupt wollen. Aber dass sie irgendwas gegen den Kapitalismus haben, dass kann frau ihrer Kritik schon entnehmen.Meist läuft das dann allerdings auf eine moralische Anklage hinaus.“

Ich halte zwar die Erlaubnis für kein Mittel und habe in diesem Themenblog auch schon x Argumente dagegen gebracht, die jeder nachlesen kann, aber …
Im nächsten Satz tauche ich schon Plural auf.
Im folgenden Satz wird konstatiert, dass ich und die Anderen sowieso nichts wollen.
Großzügig wird dann konzediert, dass wird schon was gegen den Kapitalismus haben, weniger großzügig, das das eh nur so ist.
Nur so ist nun allerdings gleich bestimmt als purer Moralismus.
Einige Zeilen nach dem Zitat, darf ich mir noch die Charakterisierung, der ist ja nur beleidigt, abholen.

So geht also eine inhaltliche Ausenandersetzung. Ich denke, hier kann man zeigen, wohin eine kategoriale Verengung führt.
Das ist nach der einen Seite schon fast traurig, nach der anderen Seite eben Konsequenz einer affirmativen und parteilichen Weltsicht. Und nur deswegen setze ich mich damit hier auseinander, weil das für Interessierte Zeitgenossen klarmacht, wie Ideologiebildung geht.

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124524 Thu, 20 Sep 2018 07:31:52 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124524 Krim: "Das halte ich für Quatsch. Übersteigt denn ein Vortrag „die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen“? Nein" Es ist doch gerade der Witz, dass jeder im Rahmen der Gesetze alles sagen darf, da gibt es ja quasi Narrenfreiheit. Nur die praktischen Konsequenzen aus der Kritik, die Durch- und Umsetzung der aus der Kritik resultierenden antikapitalistischen Zielsetzungen, lassen sich eben nicht vollziehen, womit der Protestcharakter auch von Büchern und Vorträgen des Gegenstandpunktes aufgehoben ist. Denn ein Protest von dem frau ab ovo weiß, dass die Durchsetzung seines Inhaltes ohnehin vom Willen derer abhängt, gegen die er sich richtet, ist eben keiner. Das heißt allerdings nicht, auf die antikapitalistische Argumentation in Büchern und Vorträgen oder Blogs zu verzichten, weil es in diesem Fall zunächst darum geht, durch verstandesmäßige bzw. argumentative Überzeugung Menschen zum kritischen (antikapitalistischen) Denken zu bewegen, sowie um wissenschaftliche Redlichkeit und Wahrheit. Krim: "Der Huiskensche Satz tut so, als bräuchte „echter Protest“ etwas gewaltmäßiges, das über die obigen Agitationmedien hinausgeht." Er tut nicht nur so, er meint es wohl auch so. Protest gibt es dann, wenn ein auf dem Verstand beruhender Konsens nicht möglich ist. Der auf die Durchsetzung drängende Protest hat deshalb immer einen Gewaltcharakter, was nicht mit der friedlichen oder unfriedlichen Strategie zu verwechseln ist. Krim: "Das ergibt sich aber aus dem Inhalt des Protests und nicht aus den zugelassenen demokratische Protestformen, die sie benutzen." Bisher gehe ich davon aus, dass es um die Kategorie des Protestes in bürgerlichen Demokratien per se geht, welcher Form und Inhalt untergeordnet sind. @ Gustavo Ich sehe bei Freerk nun wirklich keinen Widerspruch. Wenn der Gegenstand das Demonstrationsrecht in der bürgerlichen Demokratie ist, ist es durchaus erlaubt, ein Beispiel heranzuziehen, an dem der eigene Standpunkt demonstiert werden soll, also in diesem Fall das Messen der Vorstellungen einer bestimmten Gruppierung an den eigenen Kriterien und deren Falschheit gemäß dieser Kriterien. Dagegen lässt sich nichts einwenden, ist allerdings kein Beweis für die Richtigkeit der Kriterien. Unlogisch wäre es gewesen, wenn er die Vorstellungen derart verallgemeinert hätte, dass alle linken Kritiker unter diese Verallgemeinerung fallen, also derart: wenn falsche Vorstellungen in einer Gruppe linker Kritiker vorherrschen, dann müssen alle linken Kirtitiker falsche Vorstellungen haben. Diese Art falsche Schlussfolgerung geht aus deinem Text aber nicht hervor. Krim: „Das halte ich für Quatsch. Übersteigt denn ein Vortrag „die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen“? Nein“

Es ist doch gerade der Witz, dass jeder im Rahmen der Gesetze alles sagen darf, da gibt es ja quasi Narrenfreiheit. Nur die praktischen Konsequenzen aus der Kritik, die Durch- und Umsetzung der aus der Kritik resultierenden antikapitalistischen Zielsetzungen, lassen sich eben nicht vollziehen, womit der Protestcharakter auch von Büchern und Vorträgen des Gegenstandpunktes aufgehoben ist. Denn ein Protest von dem frau ab ovo weiß, dass die Durchsetzung seines Inhaltes ohnehin vom Willen derer abhängt, gegen die er sich richtet, ist eben keiner. Das heißt allerdings nicht, auf die antikapitalistische Argumentation in Büchern und Vorträgen oder Blogs zu verzichten, weil es in diesem Fall zunächst darum geht, durch verstandesmäßige bzw. argumentative Überzeugung Menschen zum kritischen (antikapitalistischen) Denken zu bewegen, sowie um wissenschaftliche Redlichkeit und Wahrheit.

Krim: „Der Huiskensche Satz tut so, als bräuchte „echter Protest“ etwas gewaltmäßiges, das über die obigen Agitationmedien hinausgeht.“

Er tut nicht nur so, er meint es wohl auch so. Protest gibt es dann, wenn ein auf dem Verstand beruhender Konsens nicht möglich ist. Der auf die Durchsetzung drängende Protest hat deshalb immer einen Gewaltcharakter, was nicht mit der friedlichen oder unfriedlichen Strategie zu verwechseln ist.

Krim: „Das ergibt sich aber aus dem Inhalt des Protests und nicht aus den zugelassenen demokratische Protestformen, die sie benutzen.“

Bisher gehe ich davon aus, dass es um die Kategorie des Protestes in bürgerlichen Demokratien per se geht, welcher Form und Inhalt untergeordnet sind.

@ Gustavo

Ich sehe bei Freerk nun wirklich keinen Widerspruch. Wenn der Gegenstand das Demonstrationsrecht in der bürgerlichen Demokratie ist, ist es durchaus erlaubt, ein Beispiel heranzuziehen, an dem der eigene Standpunkt demonstiert werden soll, also in diesem Fall das Messen der Vorstellungen einer bestimmten Gruppierung an den eigenen Kriterien und deren Falschheit gemäß dieser Kriterien. Dagegen lässt sich nichts einwenden, ist allerdings kein Beweis für die Richtigkeit der Kriterien. Unlogisch wäre es gewesen, wenn er die Vorstellungen derart verallgemeinert hätte, dass alle linken Kritiker unter diese Verallgemeinerung fallen, also derart: wenn falsche Vorstellungen in einer Gruppe linker Kritiker vorherrschen, dann müssen alle linken Kirtitiker falsche Vorstellungen haben. Diese Art falsche Schlussfolgerung geht aus deinem Text aber nicht hervor.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124522 Wed, 19 Sep 2018 15:09:03 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124522 <blockquote> „Ja natürlich erkennen die Bürger den Gegensatz an. Der wird allerdings nicht als schädlich, sondern positiv als ein dynamisches Element (Konkurrenz) aufgefasst, weshalb ein Protest auf der Grundlage dieses Standpunktes auch kein „Vorläufer eines Standpunkts sein, der sich als äußerst produktiv fürs Ganze erweisen könnte.“ (wobei ich das „Ganze“ als Kommunismus verstehe).“ (ricardo) </blockquote> Mit „produktiv fürs Ganze“ war das <i>kapitalistische Regieren</i> gemeint. Damit sollte gesagt sein, dass die Protesterlaubnis primär keine Abwehrmaßnahme gegen Systemgegner ist. Es ist Teil der demokratischen Kultur, dass die vorhandenen Bedürfnisse sich als Interessen, abstrakt gleichberechtigt neben all den anderen ebenfalls gleichberechtigten Interessen, zu artikulieren haben. In <i>dieser</i> Form sind sie anerkannt, womit zugleich ein autonomes Sich-Durchsetzen eines einzelnen Interesses verboten ist. Bei vielen Veränderungen, die in der bürgerlichen Gesellschaft auf meist demokratischem Wege stattgefunden haben, finden sich die Anfänge in Protestbewegungen. <blockquote> „Demnach kann Protest zur Abschaffung des polit-ökonomischen Systems nur außerhalb der dem System zugrunde liegenden Ordnung stattfinden und nur dann erfolgreich sein, wenn die Macht der Protestierenden größer wäre als die Macht der dieses System repräsentierenden Staatsorgane.“ </blockquote> Der Begriff <i>Protest</i> ist für so ein Szenario ja gar nicht zutreffend. Einen Systemchange kann man nicht fordern, das ist eine absurde Vorstellung, worauf du mit Recht hingewiesen hast. Das war aber auch gar nicht Gustavos Anliegen. Seine Überlegungen sind, wenn ich es richtig verstanden habe, ob man nicht die gestattete Form des Protests für eine Aufklärungsarbeit nutzen kann, die nichts von oben <i>fordert</i>, sondern die Argumente dazu verbreiten hilft, was los ist im Kapitalismus und dass daher auch andere Konsequenzen nötig sind als Forderungen an die Regierenden zu stellen. Das schließt ein, dass man sich keine Illusionen über die enge Begrenztheit der Protesterlaubnis macht, was Ort und Form des Auftretens angeht und auch das staatliche Unterfangen bedenkt, Initiatoren und Teilnehmer gezielt zu kriminalisieren. Geht man die Sache auf diese Weise an, dann wird die Protest<i>form</i> eben genutzt als eine Form des <i>Publizierens</i> der Kritik, die man verbreiten will. Alle anderen Formen des Publizierens <i>nutzen ebenfalls immer eine Erlaubnis</i>, auch das Schreiben im Internet, als Teil der gestatteten Meinungsfreiheit. Sowas tut, wie auch der GegenStandpunkt festgestellt haben muss, dem <i>Inhalt</i> des Geschriebenen keinen Abbruch.

„Ja natürlich erkennen die Bürger den Gegensatz an. Der wird allerdings nicht als schädlich, sondern positiv als ein dynamisches Element (Konkurrenz) aufgefasst, weshalb ein Protest auf der Grundlage dieses Standpunktes auch kein „Vorläufer eines Standpunkts sein, der sich als äußerst produktiv fürs Ganze erweisen könnte.“ (wobei ich das „Ganze“ als Kommunismus verstehe).“ (ricardo)

Mit „produktiv fürs Ganze“ war das kapitalistische Regieren gemeint. Damit sollte gesagt sein, dass die Protesterlaubnis primär keine Abwehrmaßnahme gegen Systemgegner ist. Es ist Teil der demokratischen Kultur, dass die vorhandenen Bedürfnisse sich als Interessen, abstrakt gleichberechtigt neben all den anderen ebenfalls gleichberechtigten Interessen, zu artikulieren haben. In dieser Form sind sie anerkannt, womit zugleich ein autonomes Sich-Durchsetzen eines einzelnen Interesses verboten ist. Bei vielen Veränderungen, die in der bürgerlichen Gesellschaft auf meist demokratischem Wege stattgefunden haben, finden sich die Anfänge in Protestbewegungen.

„Demnach kann Protest zur Abschaffung des polit-ökonomischen Systems nur außerhalb der dem System zugrunde liegenden Ordnung stattfinden und nur dann erfolgreich sein, wenn die Macht der Protestierenden größer wäre als die Macht der dieses System repräsentierenden Staatsorgane.“

Der Begriff Protest ist für so ein Szenario ja gar nicht zutreffend. Einen Systemchange kann man nicht fordern, das ist eine absurde Vorstellung, worauf du mit Recht hingewiesen hast. Das war aber auch gar nicht Gustavos Anliegen. Seine Überlegungen sind, wenn ich es richtig verstanden habe, ob man nicht die gestattete Form des Protests für eine Aufklärungsarbeit nutzen kann, die nichts von oben fordert, sondern die Argumente dazu verbreiten hilft, was los ist im Kapitalismus und dass daher auch andere Konsequenzen nötig sind als Forderungen an die Regierenden zu stellen.

Das schließt ein, dass man sich keine Illusionen über die enge Begrenztheit der Protesterlaubnis macht, was Ort und Form des Auftretens angeht und auch das staatliche Unterfangen bedenkt, Initiatoren und Teilnehmer gezielt zu kriminalisieren.

Geht man die Sache auf diese Weise an, dann wird die Protestform eben genutzt als eine Form des Publizierens der Kritik, die man verbreiten will. Alle anderen Formen des Publizierens nutzen ebenfalls immer eine Erlaubnis, auch das Schreiben im Internet, als Teil der gestatteten Meinungsfreiheit. Sowas tut, wie auch der GegenStandpunkt festgestellt haben muss, dem Inhalt des Geschriebenen keinen Abbruch.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124520 Wed, 19 Sep 2018 00:01:19 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124520 <blockquote>" Wenn dieser Protest allerdings in den erlaubten demokratischen Bahnen verläuft, also die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen nicht überschreitet, wird d i e s e r Protest zur Schimäre."</blockquote> Das halte ich für Quatsch. Übersteigt denn ein Vortrag "die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen"? Nein - oder bist du anderer Meinung. Oder ein Buch oder ein Forum/Blog/Flugblatt/Zeitung/Zeitschrift? - Ist das dann alles Schimäre? <blockquote>" wer wirklich den Kommunismus will, für den oder diejenige ist Protest innerhalb der demokratischen Formen ein Unding, so jemand muss andere Strategien für die Zielerreichung finden."</blockquote> Sehe ich nicht so. Wieso soll Forum/Blog/Flugblatt/Zeitung/Zeitschrift/Vortrag ein Unding sein? Das habe ich oben schon kritisiert. Der Huiskensche Satz tut so, als bräuchte "echter Protest" etwas gewaltmäßiges, das über die obigen Agitationmedien hinausgeht. Im Gegenteil bin ich der Ansicht, dass Gewalt rein gar kein Argument einleuchtender macht und daher dem Protest auch nichts hinzutut. Deine Fortsetzung verstehe ich deshalb ebensowenig. "Wenn also Menschen, wie aktuell, massenweise gegen die hohen Mieten protestieren, dann ist das kein Protest, um die Grundlagen des Elends zu beseitigen." Das ergibt sich aber aus dem Inhalt des Protests und nicht aus den zugelassenen demokratische Protestformen, die sie benutzen. <blockquote>""Leute, indessen, die den Kommunismus wollen, sollten sich auf diese Art Protest gleich gar nicht einlassen.""</blockquote> Kommt drauf an, was mit Art gemeint ist. Die Protestform oder ihr Inhalt. Kommunisten sollten z.B. für keine gesetzliche Kappungsgrenze bei der Mietsteigerung, oder Luxusmodernisierung protestieren. Dabei geht es um den sozialen Frieden, bzw. sonstigen Friktionen, die mit sozialen Umschichtungen in Stadtvierteln einhergehen. Die Mietsteigerungen sind nicht nur für die Leute schlecht, die sie zahlen sollen, sondern sind auch vom Standpunkt des ideellen Gesamtkapitalisten zweifelhaft. Es fragt sich ja wo die ganzen Vielverdiener herkommen sollen, die solche Wohnungen mieten können. Da kündigt sich eine Immobilienblase an, die solche Geschäfte ganz schnell platzen lassen können, was sich krisenhaft ausweiten kann. Da geht es mehr um sozialstaatliche Korrekturen als um Systemkritik. Jahrelang wurde kein sozialer Wohnungsbau mehr betrieben und die ganzen Wohngsbaugesellschaften haben ihr Inventar verscherbelt. Soll heißen, da hat der Staat früher stärker korrigierend eingegriffen und jetzt kriegt er die Ergebnisse seines Rückzugs präsentiert.

“ Wenn dieser Protest allerdings in den erlaubten demokratischen Bahnen verläuft, also die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen nicht überschreitet, wird d i e s e r Protest zur Schimäre.“

Das halte ich für Quatsch. Übersteigt denn ein Vortrag „die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen“? Nein – oder bist du anderer Meinung. Oder ein Buch oder ein Forum/Blog/Flugblatt/Zeitung/Zeitschrift? – Ist das dann alles Schimäre?

“ wer wirklich den Kommunismus will, für den oder diejenige ist Protest innerhalb der demokratischen Formen ein Unding, so jemand muss andere Strategien für die Zielerreichung finden.“

Sehe ich nicht so. Wieso soll Forum/Blog/Flugblatt/Zeitung/Zeitschrift/Vortrag ein Unding sein? Das habe ich oben schon kritisiert. Der Huiskensche Satz tut so, als bräuchte „echter Protest“ etwas gewaltmäßiges, das über die obigen Agitationmedien hinausgeht. Im Gegenteil bin ich der Ansicht, dass Gewalt rein gar kein Argument einleuchtender macht und daher dem Protest auch nichts hinzutut.

Deine Fortsetzung verstehe ich deshalb ebensowenig. „Wenn also Menschen, wie aktuell, massenweise gegen die hohen Mieten protestieren, dann ist das kein Protest, um die Grundlagen des Elends zu beseitigen.“ Das ergibt sich aber aus dem Inhalt des Protests und nicht aus den zugelassenen demokratische Protestformen, die sie benutzen.

„“Leute, indessen, die den Kommunismus wollen, sollten sich auf diese Art Protest gleich gar nicht einlassen.“"

Kommt drauf an, was mit Art gemeint ist. Die Protestform oder ihr Inhalt. Kommunisten sollten z.B. für keine gesetzliche Kappungsgrenze bei der Mietsteigerung, oder Luxusmodernisierung protestieren. Dabei geht es um den sozialen Frieden, bzw. sonstigen Friktionen, die mit sozialen Umschichtungen in Stadtvierteln einhergehen. Die Mietsteigerungen sind nicht nur für die Leute schlecht, die sie zahlen sollen, sondern sind auch vom Standpunkt des ideellen Gesamtkapitalisten zweifelhaft. Es fragt sich ja wo die ganzen Vielverdiener herkommen sollen, die solche Wohnungen mieten können. Da kündigt sich eine Immobilienblase an, die solche Geschäfte ganz schnell platzen lassen können, was sich krisenhaft ausweiten kann. Da geht es mehr um sozialstaatliche Korrekturen als um Systemkritik. Jahrelang wurde kein sozialer Wohnungsbau mehr betrieben und die ganzen Wohngsbaugesellschaften haben ihr Inventar verscherbelt. Soll heißen, da hat der Staat früher stärker korrigierend eingegriffen und jetzt kriegt er die Ergebnisse seines Rückzugs präsentiert.

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by: Gustavo http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124519 Tue, 18 Sep 2018 19:55:06 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124519 Ricardo, du stellst mich zitierend - absolute Zustimmung von meiner Seite - fest, dass es nicht logisch ist, dass j e d e r Kritiker in die gleiche Ecke gestellt wird. Ich bin dafür allerdings der falsche Adressat. Lass uns doch mal gemeinsam zu Huisken marschieren und ihn fragen , warum er so etwas macht. Zur Logik: Du zitierst ja zutreffend 4 Sätze von mir - ausgehend von, „Huisken startet mit einer Kritik des Demorechts...“ In diesen 4 Sätzen macht Huisken - und das charakterisiere ich dort - 4 Übergänge, von denen keiner logisch ist und die sich gewissermaßen exponentiell steigern, bis er bei der von dir - die steht dann am Ende - bemerkten Unlogik angekommen ist. Schau dir doch bitte noch einmal meine von dir zitierten Sätze an und Urteile, ob du die anderen drei aberwitzigen, unlogischen Übergänge mir oder dem Urheber Huisken zuschreiben möchtest Ricardo, du stellst mich zitierend – absolute Zustimmung von meiner Seite – fest, dass es nicht logisch ist, dass j e d e r Kritiker in die gleiche Ecke gestellt wird. Ich bin dafür allerdings der falsche Adressat. Lass uns doch mal gemeinsam zu Huisken marschieren und ihn fragen , warum er so etwas macht.

Zur Logik: Du zitierst ja zutreffend 4 Sätze von mir – ausgehend von, „Huisken startet mit einer Kritik des Demorechts…“
In diesen 4 Sätzen macht Huisken – und das charakterisiere ich dort – 4 Übergänge, von denen keiner logisch ist und die sich gewissermaßen exponentiell steigern, bis er bei der von dir – die steht dann am Ende – bemerkten Unlogik angekommen ist. Schau dir doch bitte noch einmal meine von dir zitierten Sätze an und Urteile, ob du die anderen drei aberwitzigen, unlogischen Übergänge mir oder dem Urheber Huisken zuschreiben möchtest

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by: Gustavo http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124518 Tue, 18 Sep 2018 19:31:30 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124518 Mattis, ich stimme dir zu, was deine Bewertung von Huiskens Ausfall gegenüber Neoprene bedeutet. An den Punkt, dass es beim GSP gepflegte Praxis ist, Schlüsse aus Zitaten und nicht aus Gesamttexten zu ziehen, hätte ich noch nicht einmal gedacht. Dass nun aber Neoprene, der im Interesse der Versachlichung - letztlich auch der Anwalt der Darstellung von Huiskens Position - so einen übergebraten bekommt, erscheint merkwürdig. Meine Erklärung: Hier liegen die Nerven blank. In einem Teil der Öffentlichkeit ist nun deutlich geworden, dass die großartigen 10 Thesen auf eine affirmative Abwiegelei hinauslaufen und sich dieses ohne große Umscheife in dem Paradesatz „die Protesterlaubnis hebt den Protestcharakter auf“, zeigen lässt. Ein Zweites kommt hinzu: Intern beim GSP hat Huisken sich mit diesem Satz auch nicht gerade Freunde gemacht. Das klassische und nicht ungeschickte GSP Versteckspielchen geht doch dahin, wir haben doch nuuuur Fehler von Rechtsidealisten aufs Korn genommen und nun wird uns hundsgemein unterstellt, wir hätten in irgendeiner Weise eine positive Aussage zum Demorecht gemacht. Diese - z.B. für die jüngeren Teilnehmer auf dem amscamp zunächst nicht leicht zu durchschauende Nummer - hat Huisken nun mit dieser dumpfen Vulgärnummer an die Wand gefahren. Kein Wunder bei diesem doppelten Ungemach, dass es da jemand abkriegt, der sich um die Verbreitung seiner Position bemüht. Mattis, ich stimme dir zu, was deine Bewertung von Huiskens Ausfall gegenüber Neoprene bedeutet. An den Punkt, dass es beim GSP gepflegte Praxis ist, Schlüsse aus Zitaten und nicht aus Gesamttexten zu ziehen, hätte ich noch nicht einmal gedacht. Dass nun aber Neoprene, der im Interesse der Versachlichung – letztlich auch der Anwalt der Darstellung von Huiskens Position – so einen übergebraten bekommt, erscheint merkwürdig.

Meine Erklärung: Hier liegen die Nerven blank.
In einem Teil der Öffentlichkeit ist nun deutlich geworden, dass die großartigen 10 Thesen auf eine affirmative Abwiegelei hinauslaufen und sich dieses ohne große Umscheife in dem Paradesatz „die Protesterlaubnis hebt den Protestcharakter auf“, zeigen lässt.
Ein Zweites kommt hinzu: Intern beim GSP hat Huisken sich mit diesem Satz auch nicht gerade Freunde gemacht. Das klassische und nicht ungeschickte GSP Versteckspielchen geht doch dahin, wir haben doch nuuuur Fehler von Rechtsidealisten aufs Korn genommen und nun wird uns hundsgemein unterstellt, wir hätten in irgendeiner Weise eine positive Aussage zum Demorecht gemacht. Diese – z.B. für die jüngeren Teilnehmer auf dem amscamp zunächst nicht leicht zu durchschauende Nummer – hat Huisken nun mit dieser dumpfen Vulgärnummer an die Wand gefahren. Kein Wunder bei diesem doppelten Ungemach, dass es da jemand abkriegt, der sich um die Verbreitung seiner Position bemüht.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124517 Tue, 18 Sep 2018 16:58:36 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124517 @mattis: <blockquote>"Meinen Stichproben zufolge hat Gustavo korrekt zitiert."</blockquote> Das hat meines Wissens niemand angezweifelt. <blockquote>"Warum denn überhaupt soll es ein Fehler von Gustavo sein, nicht gleich das ganze Papier veröffentlicht zu haben?"</blockquote> Na ja. Es wäre ja blöd, wenn man behaupten würde, man müsste Texte immer ganz zitieren. Dann müsste man immer ganze Bücher abdrucken, bevor man irgendwas sagen darf. Das wäre ein Maulkorb. Bei einem Thesenpapier geht das schon und mich hätte es dann schon interessiert, wie der inkriminierte Satz im Zusammenhang sich ausnimmt. Ich finde den Satz auch nach wie vor falsch, aber jetzt weiß ich wenigstens wie Huisken drauf kommt. Er meint, dass die Auflagen für eine Demo die Demo teilweise unwirksam machen können z.B. dass sie von den Behörden nach jwD verlegt, wo kein Schwein, was von ihr mitkriegt. Das kann man aber nicht in dem Satz zusammenfassen „Mit der Protesterlaubnis wird der Protestcharakter aufgehoben“. Mit den Auflagen zur Protesterlaubnis kann der Protest relativiert werden, teilweise unwirksam werden - das schon. Aber dass bei Demos jetzt prinzipiell gilt, dass die Erlaubnis den Protest auslöscht, ist einfach Blödsinn. Deshalb sehe ich auch nicht, dass man jetzt durch den Originaltext irgendwas zurücknehmen müsste. @mattis:
„Meinen Stichproben zufolge hat Gustavo korrekt zitiert.“

Das hat meines Wissens niemand angezweifelt.

„Warum denn überhaupt soll es ein Fehler von Gustavo sein, nicht gleich das ganze Papier veröffentlicht zu haben?“

Na ja. Es wäre ja blöd, wenn man behaupten würde, man müsste Texte immer ganz zitieren. Dann müsste man immer ganze Bücher abdrucken, bevor man irgendwas sagen darf. Das wäre ein Maulkorb. Bei einem Thesenpapier geht das schon und mich hätte es dann schon interessiert, wie der inkriminierte Satz im Zusammenhang sich ausnimmt. Ich finde den Satz auch nach wie vor falsch, aber jetzt weiß ich wenigstens wie Huisken drauf kommt. Er meint, dass die Auflagen für eine Demo die Demo teilweise unwirksam machen können z.B. dass sie von den Behörden nach jwD verlegt, wo kein Schwein, was von ihr mitkriegt. Das kann man aber nicht in dem Satz zusammenfassen „Mit der Protesterlaubnis wird der Protestcharakter aufgehoben“. Mit den Auflagen zur Protesterlaubnis kann der Protest relativiert werden, teilweise unwirksam werden – das schon. Aber dass bei Demos jetzt prinzipiell gilt, dass die Erlaubnis den Protest auslöscht, ist einfach Blödsinn. Deshalb sehe ich auch nicht, dass man jetzt durch den Originaltext irgendwas zurücknehmen müsste.

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124516 Tue, 18 Sep 2018 15:57:49 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124516 Krim: "Was hat denn eine staatlicherseits erteilte Protesterlaubnis mit irgendwelchen Idealismen zu tun, die sich empörte Demonstranten machen. Der Zusammenhang ist nicht vorhanden." Der Zusammenhang besteht darin, dass Linke, wie Gustavo, die Erlaubnis für ein Mittel halten, den Kapitalismus zu bekämpfen zu können. Dabei ist eh die Frage, ob sie das überhaupt wollen. Aber dass sie irgendwie was gegen den Kapitalismus haben, dass kann frau ihrer Kritik schon entnehmen. Meist läuft das dann allerdings auf eine moralische Anklage hinaus. Ich will die Sache noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erklären versuchen. Zunächst will ich unterscheiden, ob die Erlaubnis zum Protestieren aus der generellen Verbotsnorm resultiert, die FDGO bzw. die ihr zugrundeliegende Reproduktionsweise nicht abschaffen zu dürfen oder andersherum ausgedrückt, ob durch die Zulassung des Kommunismus als Konkurrenz zum Kapitalismus auch seine eigene Abschaffung als Möglichkeit zugelassen ist. Eine solche Erlaubnis machte allerdings keinen Sinn, wäre eine Tautologie, weil dann zuvor auch kein Verbot ausgesprochen werden müsste. Demnach kann Protest zur Abschaffung des polit-ökonomischen Systems nur außerhalb der dem System zugrunde liegenden Ordnung stattfinden und nur dann erfolgreich sein, wenn die Macht der Protestierenden größer wäre als die Macht der dieses System repräsentierenden Staatsorgane. Diese Situation liegt derzeit nicht vor, ganz im Gegenteil sind die allermeisten Bürger für die polit-ökonomische Grundordnung auf kapitalistischer Basis als Grundlage ihrer Existenz. Von diesem, auf die Aufhebung der aktuellen Produktionsweise zielenden Prozess, unterscheide ich zweitens den Protest, der als Erlaubnis zum friedlichen Demonstrieren im Rahmen der existierenden politökonomischen Grundlage erteilt wird, also, wie du selbst feststellst, durchaus gewollt ist, damit u. a. auch das politische System flexibel bleibt, um gravierende politische Widersprüche harmonisieren und sich an den antikommunistischen Willen der Bürger anpassen zu können. Dieser Protest kann auch zum Erfolg führen, und ist damit Korrektiv von sich zugespitzt habenden politischen Widersprüchen. Wie dieser Protest in praxi funktioniert, beweist dein Beispiel mit der AfD. Meist kommt es dabei zu Lösungen als Kompromiss oder der Protest scheitert an der "wirtschaftlichen Vernunft" des Nationalstaates oder einem ausgeglichenen Haushalt. So funktioniert eben Demokratie in dieser Hinsicht: verhandelt, gewährt, sanktioniert usw. um die der Produktionsweise entspringenden Widersprüche irgendwie in den Griff zu bekommen, während die Reproduktion auf der politisch ökonomische Grundordnung zugunsten der Kapitalisten relativ reibungslos verläuft und funktioniert. Wenn nun drittens aber ein kleiner Teil von Menschen erkannt hat, dass die kapitalbasierte Reproduktion den Menschen grundsätzlich abträglich ist und deshalb nicht mehr weiter vollzogen werden sollte, dann müssen sie sich Gedanken machen durch welche Strategien, darunter auch der Protest, der Vollzug beendet werden könnte. Wenn dieser Protest allerdings in den erlaubten demokratischen Bahnen verläuft, also die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen nicht überschreitet, wird d i e s e r Protest zur Schimäre. Das heißt anders ausgedrückt: wer wirklich den Kommunismus will, für den oder diejenige ist Protest innerhalb der demokratischen Formen ein Unding, so jemand muss andere Strategien für die Zielerreichung finden. Wenn also Menschen, wie aktuell, massenweise gegen die hohen Mieten protestieren, dann ist das kein Protest, um die Grundlagen des Elends zu beseitigen. Dieser Widerspruch wird, nachdem er zuvor bis zum Überdruss zerredet worden ist, irgenwann durch einen Kompromiss gelöst, was ja, wie gesagt, der Zweck der Demokratie ist. Das das Wohnen betreffende generelle Massenelend wird damit allerdings nicht abgeschafft. Es handelt sich also nicht um antikapitalistischen oder kommunistischen Protest. Leute, indessen, die den Kommunismus wollen, sollten sich auf diese Art Protest gleich gar nicht einlassen. Gustavo: "Huisken startet mit einer Kritik des Demorechts. Jetzt folgt ein Gegenstandswechsel zu den falschen Vorstellungen einer Gruppierung. Nun werden diese Vorstellungen mit dem ursprünglichen Gegenstand identifiziert. Jeder Kritiker wird nun in die Ecke der Ideologien der oben abgeleiteten Gruppierung gestellt." Diese Schlussfolgerung ist nicht logisch. Wenn ich die falschen Vorstellungen einer Gruppe an als richtig befundenen Kriterien messe und dabei zu dem Ergebnis komme, dass diese Ideologie betreiben, dann ist nur der in gleiche Ecke gestellt, der die gleichen falschen Vorstellungen teilt, aber nicht j e d e r Kritiker. Ansonsten nimmt Gustavo den von mir vorgetragenen dritten Standpunkt ein und lese ich aus seinen Texten vor allem die Attitüde des Beleidigten heraus. Mattis: "Die bürgerliche Gesellschaft erkennt ja den Gegensatz der Interessen an!" Ja natürlich erkennen die Bürger den Gegensatz an. Der wird allerdings nicht als schädlich, sondern positiv als ein dynamisches Element (Konkurrenz) aufgefasst, weshalb ein Protest auf der Grundlage dieses Standpunktes auch kein "Vorläufer eines Standpunkts sein, der sich als äußerst produktiv fürs Ganze erweisen könnte." (wobei ich das "Ganze" als Kommunismus verstehe). Krim: „Was hat denn eine staatlicherseits erteilte Protesterlaubnis mit irgendwelchen Idealismen zu tun, die sich empörte Demonstranten machen. Der Zusammenhang ist nicht vorhanden.“

Der Zusammenhang besteht darin, dass Linke, wie Gustavo, die Erlaubnis für ein Mittel halten, den Kapitalismus zu bekämpfen zu können. Dabei ist eh die Frage, ob sie das überhaupt wollen. Aber dass sie irgendwie was gegen den Kapitalismus haben, dass kann frau ihrer Kritik schon entnehmen. Meist läuft das dann allerdings auf eine moralische Anklage hinaus. Ich will die Sache noch einmal aus einer anderen Perspektive zu erklären versuchen.

Zunächst will ich unterscheiden, ob die Erlaubnis zum Protestieren aus der generellen Verbotsnorm resultiert, die FDGO bzw. die ihr zugrundeliegende Reproduktionsweise nicht abschaffen zu dürfen oder andersherum ausgedrückt, ob durch die Zulassung des Kommunismus als Konkurrenz zum Kapitalismus auch seine eigene Abschaffung als Möglichkeit zugelassen ist. Eine solche Erlaubnis machte allerdings keinen Sinn, wäre eine Tautologie, weil dann zuvor auch kein Verbot ausgesprochen werden müsste. Demnach kann Protest zur Abschaffung des polit-ökonomischen Systems nur außerhalb der dem System zugrunde liegenden Ordnung stattfinden und nur dann erfolgreich sein, wenn die Macht der Protestierenden größer wäre als die Macht der dieses System repräsentierenden Staatsorgane. Diese Situation liegt derzeit nicht vor, ganz im Gegenteil sind die allermeisten Bürger für die polit-ökonomische Grundordnung auf kapitalistischer Basis als Grundlage ihrer Existenz.

Von diesem, auf die Aufhebung der aktuellen Produktionsweise zielenden Prozess, unterscheide ich zweitens den Protest, der als Erlaubnis zum friedlichen Demonstrieren im Rahmen der existierenden politökonomischen Grundlage erteilt wird, also, wie du selbst feststellst, durchaus gewollt ist, damit u. a. auch das politische System flexibel bleibt, um gravierende politische Widersprüche harmonisieren und sich an den antikommunistischen Willen der Bürger anpassen zu können. Dieser Protest kann auch zum Erfolg führen, und ist damit Korrektiv von sich zugespitzt habenden politischen Widersprüchen. Wie dieser Protest in praxi funktioniert, beweist dein Beispiel mit der AfD. Meist kommt es dabei zu Lösungen als Kompromiss oder der Protest scheitert an der „wirtschaftlichen Vernunft“ des Nationalstaates oder einem ausgeglichenen Haushalt. So funktioniert eben Demokratie in dieser Hinsicht: verhandelt, gewährt, sanktioniert usw. um die der Produktionsweise entspringenden Widersprüche irgendwie in den Griff zu bekommen, während die Reproduktion auf der politisch ökonomische Grundordnung zugunsten der Kapitalisten relativ reibungslos verläuft und funktioniert.

Wenn nun drittens aber ein kleiner Teil von Menschen erkannt hat, dass die kapitalbasierte Reproduktion den Menschen grundsätzlich abträglich ist und deshalb nicht mehr weiter vollzogen werden sollte, dann müssen sie sich Gedanken machen durch welche Strategien, darunter auch der Protest, der Vollzug beendet werden könnte. Wenn dieser Protest allerdings in den erlaubten demokratischen Bahnen verläuft, also die das politit-ökonomische System gefährdenden Grenzen nicht überschreitet, wird d i e s e r Protest zur Schimäre. Das heißt anders ausgedrückt: wer wirklich den Kommunismus will, für den oder diejenige ist Protest innerhalb der demokratischen Formen ein Unding, so jemand muss andere Strategien für die Zielerreichung finden. Wenn also Menschen, wie aktuell, massenweise gegen die hohen Mieten protestieren, dann ist das kein Protest, um die Grundlagen des Elends zu beseitigen. Dieser Widerspruch wird, nachdem er zuvor bis zum Überdruss zerredet worden ist, irgenwann durch einen Kompromiss gelöst, was ja, wie gesagt, der Zweck der Demokratie ist. Das das Wohnen betreffende generelle Massenelend wird damit allerdings nicht abgeschafft. Es handelt sich also nicht um antikapitalistischen oder kommunistischen Protest. Leute, indessen, die den Kommunismus wollen, sollten sich auf diese Art Protest gleich gar nicht einlassen.

Gustavo: „Huisken startet mit einer Kritik des Demorechts. Jetzt folgt ein Gegenstandswechsel zu den falschen Vorstellungen einer Gruppierung. Nun werden diese Vorstellungen mit dem ursprünglichen Gegenstand identifiziert. Jeder Kritiker wird nun in die Ecke der Ideologien der oben abgeleiteten Gruppierung gestellt.“

Diese Schlussfolgerung ist nicht logisch. Wenn ich die falschen Vorstellungen einer Gruppe an als richtig befundenen Kriterien messe und dabei zu dem Ergebnis komme, dass diese Ideologie betreiben, dann ist nur der in gleiche Ecke gestellt, der die gleichen falschen Vorstellungen teilt, aber nicht j e d e r Kritiker.

Ansonsten nimmt Gustavo den von mir vorgetragenen dritten Standpunkt ein und lese ich aus seinen Texten vor allem die Attitüde des Beleidigten heraus.

Mattis: „Die bürgerliche Gesellschaft erkennt ja den Gegensatz der Interessen an!“

Ja natürlich erkennen die Bürger den Gegensatz an. Der wird allerdings nicht als schädlich, sondern positiv als ein dynamisches Element (Konkurrenz) aufgefasst, weshalb ein Protest auf der Grundlage dieses Standpunktes auch kein „Vorläufer eines Standpunkts sein, der sich als äußerst produktiv fürs Ganze erweisen könnte.“ (wobei ich das „Ganze“ als Kommunismus verstehe).

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124515 Tue, 18 Sep 2018 15:16:28 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124515 <blockquote>„Wenn <b>nach einigen Wochen</b> mit ärgerlichen Beschimpfungen, einem unauflösbaren Meinungsgeschwurbel und eitlen Selbstdarstellungen im Netz vom „Blog-Wart” – nur ein Sprachscherz – überhaupt erstmals der <b>Gegenstand</b>, d.h die 10 Thesen zur Kritik des Demonstrationsrechts <b>zur Publikation</b> eingefordert wird, <b>über</b> den sich,wie gesagt, im Blog zuvor bereits länglich verbreitet wurde, dann geht es dort wohl nicht um irgendeine Variante von vernünftiger Auseinandersetzung. In diesem Sinne: Nein!“ <i>(Antwort Huiskens auf Neoprenes Nachfrage)</i></blockquote> Ich bin ziemlich entsetzt, diese Formulierungen sind ja eine richtig schäbige Hetze - in Form und Inhalt - über eine engagierte Debatte. Inhaltliche Kritik? Fehlanzeige. <i>Friss oder stirb</i> scheint die Devise an alle zu sein, die nicht genau so diskutieren, wie es sich Huisken als externer Blog-Wart ("nur ein Sprachscherz ..") wünscht. * Gustavo hat in seinem offenen Brief, der hier von Beginn an zu lesen war, eine Reihe von Zitaten aus dem Thesenpapier gebracht, um die es dann in der Diskussion ging. Mir war das ausreichend, und ich finde in dem später dokumentierten Thesenpapier <b>keine wesentlichen Abweichungen</b>, bis zum Beleg des Gegenteils! Meinen Stichproben zufolge hat Gustavo korrekt zitiert. * Warum denn überhaupt soll es ein Fehler von Gustavo sein, nicht gleich das ganze Papier veröffentlicht zu haben? Gibts dafür auch "irgend eine Variante von vernünftiger" Begründung - um mal den Wortschatz des Meisters zurückzugeben - ? PS Wenn ich einen Artikel vom GegenStandpunkt lese, dann wird dort in der Regel anhand von wenigen Zitaten ein ganzes Thema und dessen Kritik aufgerollt. Gilt dieses Verfahren von jetzt an bei Huisken als anrüchig?

„Wenn nach einigen Wochen mit ärgerlichen Beschimpfungen, einem unauflösbaren Meinungsgeschwurbel und eitlen Selbstdarstellungen im Netz vom „Blog-Wart” – nur ein Sprachscherz – überhaupt erstmals der Gegenstand, d.h die 10 Thesen zur Kritik des Demonstrationsrechts zur Publikation eingefordert wird, über den sich,wie gesagt, im Blog zuvor bereits länglich verbreitet wurde, dann geht es dort wohl nicht um irgendeine Variante von vernünftiger Auseinandersetzung. In diesem Sinne: Nein!“
(Antwort Huiskens auf Neoprenes Nachfrage)

Ich bin ziemlich entsetzt, diese Formulierungen sind ja eine richtig schäbige Hetze – in Form und Inhalt – über eine engagierte Debatte. Inhaltliche Kritik? Fehlanzeige. Friss oder stirb scheint die Devise an alle zu sein, die nicht genau so diskutieren, wie es sich Huisken als externer Blog-Wart („nur ein Sprachscherz ..“) wünscht.

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Gustavo hat in seinem offenen Brief, der hier von Beginn an zu lesen war, eine Reihe von Zitaten aus dem Thesenpapier gebracht, um die es dann in der Diskussion ging. Mir war das ausreichend, und ich finde in dem später dokumentierten Thesenpapier keine wesentlichen Abweichungen, bis zum Beleg des Gegenteils! Meinen Stichproben zufolge hat Gustavo korrekt zitiert.

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Warum denn überhaupt soll es ein Fehler von Gustavo sein, nicht gleich das ganze Papier veröffentlicht zu haben? Gibts dafür auch „irgend eine Variante von vernünftiger“ Begründung – um mal den Wortschatz des Meisters zurückzugeben – ?

PS
Wenn ich einen Artikel vom GegenStandpunkt lese, dann wird dort in der Regel anhand von wenigen Zitaten ein ganzes Thema und dessen Kritik aufgerollt. Gilt dieses Verfahren von jetzt an bei Huisken als anrüchig?

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124514 Tue, 18 Sep 2018 09:09:10 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124514 So kommen die Leute auch drauf ihr Interesse als Teil des Gemeininteresses auszugeben. Das ist die Quelle all ihrer Idealismen vom Gemeinwesen. Sie erfinden ein ideelles Gemeinwesen, in dem ihr Interesse zum Zug kommt und weil das Gemeininteresse ein übergeordnetes ist, muss sich dem Gemeininteresse auch das gegnerische Interesse unterordnen. Das Interesse sagt also nicht zum gegensätzlichen: Ich will dich schädigen, damit ich einen Nutzen habe. Es sagt: Wir beide dienen dem Gemeininteresse. Und dieses Gemeininteresse (das ich mir ausgedacht habe) ist so gestrickt, dass ich den Nutzen habe und du den Schaden. Also tut er so als würde er beim schädigen anderer Interessen nicht sein Interesse, sondern nur das Allgemeininteresse verfolgen. Der Fehler des GSP ist zu glauben, dass bloß weil die Leute sich das Gemeinwesen ihrem Interesse gemäß zurechtbasteln, dass es gar kein reelles Gemeinwesen gibt, als tatsächliche Gemeinsamkeit aller gesellschaftlichen Subjekte. Dabei funktioniert die Ideologie mit dem Allgemeininteresse bloß, weil es eine wirkliche, nicht nur ausgedachte Gemeinsamkeit und ein ebensolches Gemeinwesen gibt. Das reelle Gemeinwesen kommt in den Ideologien jedoch nicht vor, weil die Ideologien eben durch die verschiedenen Interessen, die die Leute gegeneinander haben auf die Welt kommen. So kommen die Leute auch drauf ihr Interesse als Teil des Gemeininteresses auszugeben. Das ist die Quelle all ihrer Idealismen vom Gemeinwesen. Sie erfinden ein ideelles Gemeinwesen, in dem ihr Interesse zum Zug kommt und weil das Gemeininteresse ein übergeordnetes ist, muss sich dem Gemeininteresse auch das gegnerische Interesse unterordnen.

Das Interesse sagt also nicht zum gegensätzlichen: Ich will dich schädigen, damit ich einen Nutzen habe. Es sagt: Wir beide dienen dem Gemeininteresse. Und dieses Gemeininteresse (das ich mir ausgedacht habe) ist so gestrickt, dass ich den Nutzen habe und du den Schaden. Also tut er so als würde er beim schädigen anderer Interessen nicht sein Interesse, sondern nur das Allgemeininteresse verfolgen.

Der Fehler des GSP ist zu glauben, dass bloß weil die Leute sich das Gemeinwesen ihrem Interesse gemäß zurechtbasteln, dass es gar kein reelles Gemeinwesen gibt, als tatsächliche Gemeinsamkeit aller gesellschaftlichen Subjekte. Dabei funktioniert die Ideologie mit dem Allgemeininteresse bloß, weil es eine wirkliche, nicht nur ausgedachte Gemeinsamkeit und ein ebensolches Gemeinwesen gibt. Das reelle Gemeinwesen kommt in den Ideologien jedoch nicht vor, weil die Ideologien eben durch die verschiedenen Interessen, die die Leute gegeneinander haben auf die Welt kommen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124513 Tue, 18 Sep 2018 08:43:43 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124513 @Hinweis Das erste Argument in deinem Beitrag lautet: <blockquote>"Den Zweck, den du ihm unterstellst, ist rein negativ bestimmt: den Gegensatz nicht offen anszusprechen. Sein Interesse nicht als gegensätzliches erscheinen lassen."</blockquote> Das positive Interesse steht auch da und nicht nur in dem Absatz, den du zitiert hast. Also steht es <b>mehrmals</b> da, aber du entdeckst es nicht, weil du den Beitrag nicht verstehen willst, sondern nur nach Schlagworten suchst, auf denen du rumdreschen kannst. <blockquote>"Der Maßstab für alles ist sein Interesse. Alles was er sagt, dient nur dem Zweck sein Interesse zum Zug kommen zu lassen,....Sein Denken ist eine Funktion seines Interesses. "</blockquote> <b>Sein Interesse zu verwirklichen ist sein positiver Zweck</b> und weil sein Interesse einen Gegensatz bildet zu einem anderen <i>im Kapitalismus</i> tut er so als sei kein Gegensatz vorhanden. Das ist die allgemeine Bestimmung einer Ideologie. (trifft auch auf dein Narrativ vom kleinen Mann zu) @Hinweis
Das erste Argument in deinem Beitrag lautet:

„Den Zweck, den du ihm unterstellst, ist rein negativ bestimmt: den Gegensatz nicht offen anszusprechen. Sein Interesse nicht als gegensätzliches erscheinen lassen.“

Das positive Interesse steht auch da und nicht nur in dem Absatz, den du zitiert hast. Also steht es mehrmals da, aber du entdeckst es nicht, weil du den Beitrag nicht verstehen willst, sondern nur nach Schlagworten suchst, auf denen du rumdreschen kannst.

„Der Maßstab für alles ist sein Interesse. Alles was er sagt, dient nur dem Zweck sein Interesse zum Zug kommen zu lassen,….Sein Denken ist eine Funktion seines Interesses. „

Sein Interesse zu verwirklichen ist sein positiver Zweck und weil sein Interesse einen Gegensatz bildet zu einem anderen im Kapitalismus tut er so als sei kein Gegensatz vorhanden. Das ist die allgemeine Bestimmung einer Ideologie. (trifft auch auf dein Narrativ vom kleinen Mann zu)

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124512 Tue, 18 Sep 2018 05:46:34 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124512 Eine Entgegnung auf Krims fehlerhafte Bestimmung: Nur kurz: Wenn die Mitmacher des Kapitalismus, die kleinen Leute, die Tag für Tag in die Arbeit rennen, sich Ideologien über ihr "Wir alle gemeinsam", ausdenken, dann darüber, wie sittlich und ihrer Ansicht nach besser geordnet, ein Gemeinwesen auszusehen hätte, damit sie mit ihrer Maloche zu etwas kommen könnten. Die Manager müssen besser sein, nicht derart übermäßig bezahlt, und mehr auf den kleinen Mann müsste schon auch überall &#166;zu}gehört werden. Hier kommen auch die Marotten und Spießigkeiten der Parallelgesellschaften ins Spiel. Der eine erklärt sich, dass der Staat nicht ideal ist, damit, dass alle oder die oben oder die unten zu bequem, der andere, dass sie zu ungläubig sind, oder zu gläubig, zu fortschrittsgläubig oder zu wenig modern, o.ä. Bei den Professoren derselbe Standpunkt etwas ausgetüftelter. Auch dort geht es darum, ein ideales Gmeinwesen zu konstruieren, und daran (!) das Hiesige zu messen. Da gibt es anerkannte Sittlichkeitsstandpunkte, mit denen in den unterschiedlichen Fachbereichen traditionell die jeweiligen Ideologien fortgeschrieben werden. Oder eben neu modernisiert werden. Deine Ansicht hingegen war die folgende: "Der Maßstab für alles ist sein Interesse. Alles was er sagt, dient nur dem Zweck sein Interesse zum Zug kommen zu lassen, also erzählt er irgendeinen Scheiß, der nur einen Zweck hat, nämlich den Gegensatz, den sein Interesse zum entgegengesetzten Interesse einschließt, nicht als Gegensatz erscheinen zu lassen. Weil sein Denken nur seinem Interesse dient, kann er den Gegensatz nicht offen aussprechen, weil das seinem Interesse schaden würde. Sein Denken ist eine Funktion seines Interesses." Den Zweck, den du ihm unterstellst, ist rein negativ bestimmt: den Gegensatz nicht offen anszusprechen. Sein Interesse nicht als gegensätzliches erscheinen lassen. Menschen haben Interessen - und Vorstellungen, wie diese Interessen besser zum Zuge kommen könnten. Nicht aber hat Mensch bloß das Interesse, etwas n i c h t zu tun oder zuzugeben. (Wieder die Unterstellung, eigentlich wüssten sie es besser, wollen es nur nicht zugeben.) (Ich bin erst mal weg, habe es selber nicht ganz klar, und muss / will auch anderen Anforderungen und Interessen nachkommen.) Eine Entgegnung auf Krims fehlerhafte Bestimmung:

Nur kurz: Wenn die Mitmacher des Kapitalismus, die kleinen Leute, die Tag für Tag in die Arbeit rennen, sich Ideologien über ihr „Wir alle gemeinsam“, ausdenken, dann darüber, wie sittlich und ihrer Ansicht nach besser geordnet, ein Gemeinwesen auszusehen hätte, damit sie mit ihrer Maloche zu etwas kommen könnten. Die Manager müssen besser sein, nicht derart übermäßig bezahlt, und mehr auf den kleinen Mann müsste schon auch überall |zu}gehört werden. Hier kommen auch die Marotten und Spießigkeiten der Parallelgesellschaften ins Spiel. Der eine erklärt sich, dass der Staat nicht ideal ist, damit, dass alle oder die oben oder die unten zu bequem, der andere, dass sie zu ungläubig sind, oder zu gläubig, zu fortschrittsgläubig oder zu wenig modern, o.ä.

Bei den Professoren derselbe Standpunkt etwas ausgetüftelter. Auch dort geht es darum, ein ideales Gmeinwesen zu konstruieren, und daran (!) das Hiesige zu messen. Da gibt es anerkannte Sittlichkeitsstandpunkte, mit denen in den unterschiedlichen Fachbereichen traditionell die jeweiligen Ideologien fortgeschrieben werden. Oder eben neu modernisiert werden.

Deine Ansicht hingegen war die folgende:

„Der Maßstab für alles ist sein Interesse. Alles was er sagt, dient nur dem Zweck sein Interesse zum Zug kommen zu lassen, also erzählt er irgendeinen Scheiß, der nur einen Zweck hat, nämlich den Gegensatz, den sein Interesse zum entgegengesetzten Interesse einschließt, nicht als Gegensatz erscheinen zu lassen. Weil sein Denken nur seinem Interesse dient, kann er den Gegensatz nicht offen aussprechen, weil das seinem Interesse schaden würde. Sein Denken ist eine Funktion seines Interesses.“

Den Zweck, den du ihm unterstellst, ist rein negativ bestimmt: den Gegensatz nicht offen anszusprechen. Sein Interesse nicht als gegensätzliches erscheinen lassen.

Menschen haben Interessen – und Vorstellungen, wie diese Interessen besser zum Zuge kommen könnten.
Nicht aber hat Mensch bloß das Interesse, etwas n i c h t zu tun oder zuzugeben. (Wieder die Unterstellung, eigentlich wüssten sie es besser, wollen es nur nicht zugeben.)

(Ich bin erst mal weg, habe es selber nicht ganz klar, und muss / will auch anderen Anforderungen und Interessen nachkommen.)

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124511 Mon, 17 Sep 2018 23:53:47 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124511 Ich hab den Absatz jetzt nochmal gelesen und muss zugeben, dass er tatsächlich wenig sachlich formuliert ist. „Wenn nach einigen Wochen mit ärgerlichen Beschimpfungen, einem unauflösbaren Meinungsgeschwurbel und eitlen Selbstdarstellungen im Netz..." Ja klar. Was nicht vom GSP kommt, ist natürlich "Meinungsgeschwurbel" und im Netz sind ja sowieso bloß eitle Selbstbeweihräucherer unterwegs. Wenn vom GSP jemand einen Vortrag hält, gilt das natürlich nicht. Uneitel ist man wahrscheinlich, wenn man im Vortrag sitzt und fleißig abnickt, was der Redner zu vermelden hat. Auf eine Öffentlichkeit, die der GSP nicht kontrollieren kann, lässt er sich offenbar nicht mehr ein. Ich hab den Absatz jetzt nochmal gelesen und muss zugeben, dass er tatsächlich wenig sachlich formuliert ist.

„Wenn nach einigen Wochen mit ärgerlichen Beschimpfungen, einem unauflösbaren Meinungsgeschwurbel und eitlen Selbstdarstellungen im Netz…“

Ja klar. Was nicht vom GSP kommt, ist natürlich „Meinungsgeschwurbel“ und im Netz sind ja sowieso bloß eitle Selbstbeweihräucherer unterwegs. Wenn vom GSP jemand einen Vortrag hält, gilt das natürlich nicht. Uneitel ist man wahrscheinlich, wenn man im Vortrag sitzt und fleißig abnickt, was der Redner zu vermelden hat. Auf eine Öffentlichkeit, die der GSP nicht kontrollieren kann, lässt er sich offenbar nicht mehr ein.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124509 Mon, 17 Sep 2018 22:33:55 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-124509 Nur kurz: Wenn die Mitmacher des Kapitalismus, die kleinen Leute, die Tag für Tag in die Arbeit rennen, sich Ideologien über ihr "Wir alle gemeinsam", ausdenken, dann darüber, wie sittlich und ihrer Ansicht nach besser geordnet, ein Gemeinwesen auszusehen hätte, damit sie mit ihrer Maloche zu etwas kommen könnten. Die Manager müssen besser sein, nicht derart übermäßig bezahlt, und mehr auf den kleinen Mann müsste schon auch überall &#166;zu}gehört werden. Hier kommen auch die Marotten und Spießigkeiten der Parallelgesellschaften ins Spiel. Der eine erklärt sich, dass der Staat nicht ideal ist, damit, dass alle oder die oben oder die unten zu bequem, der andere, dass sie zu ungläubig sind, oder zu gläubig, zu fortschrittsgläubig oder zu wenig modern, o.ä. Bei den Professoren derselbe Standpunkt etwas ausgetüftelter. Auch dort geht es darum, ein ideales Gmeinwesen zu konstruieren, und daran (!) das Hiesige zu messen. Da gibt es anerkannte Sittlichkeitsstandpunkte, mit denen in den unterschiedlichen Fachbereichen traditionell die jeweiligen Ideologien fortgeschrieben werden. Oder eben neu modernisiert werden. Deine Ansicht hingegen war die folgende: "Der Maßstab für alles ist sein Interesse. Alles was er sagt, dient nur dem Zweck sein Interesse zum Zug kommen zu lassen, also erzählt er irgendeinen Scheiß, der nur einen Zweck hat, nämlich den Gegensatz, den sein Interesse zum entgegengesetzten Interesse einschließt, nicht als Gegensatz erscheinen zu lassen. Weil sein Denken nur seinem Interesse dient, kann er den Gegensatz nicht offen aussprechen, weil das seinem Interesse schaden würde. Sein Denken ist eine Funktion seines Interesses." Den Zweck, den du ihm unterstellst, ist rein negativ bestimmt: den Gegensatz nicht offen anszusprechen. Sein Interesse nicht als gegensätzliches erscheinen lassen. Menschen haben Interessen - und Vorstellungen, wie diese Interessen besser zum Zuge kommen könnten. Nicht aber hat Mensch bloß das Interesse, etwas n i c h t zu tun oder zuzugeben. (Wieder die Unterstellung, eigentlich wüssten sie es besser, wollen es nur nicht zugeben.) (Ich bin erst mal weg, habe es selber nicht ganz klar, und muss / will auch anderen Anforderungen und Interessen nachkommen.) Nur kurz: Wenn die Mitmacher des Kapitalismus, die kleinen Leute, die Tag für Tag in die Arbeit rennen, sich Ideologien über ihr „Wir alle gemeinsam“, ausdenken, dann darüber, wie sittlich und ihrer Ansicht nach besser geordnet, ein Gemeinwesen auszusehen hätte, damit sie mit ihrer Maloche zu etwas kommen könnten. Die Manager müssen besser sein, nicht derart übermäßig bezahlt, und mehr auf den kleinen Mann müsste schon auch überall |zu}gehört werden. Hier kommen auch die Marotten und Spießigkeiten der Parallelgesellschaften ins Spiel. Der eine erklärt sich, dass der Staat nicht ideal ist, damit, dass alle oder die oben oder die unten zu bequem, der andere, dass sie zu ungläubig sind, oder zu gläubig, zu fortschrittsgläubig oder zu wenig modern, o.ä.

Bei den Professoren derselbe Standpunkt etwas ausgetüftelter. Auch dort geht es darum, ein ideales Gmeinwesen zu konstruieren, und daran (!) das Hiesige zu messen. Da gibt es anerkannte Sittlichkeitsstandpunkte, mit denen in den unterschiedlichen Fachbereichen traditionell die jeweiligen Ideologien fortgeschrieben werden. Oder eben neu modernisiert werden.

Deine Ansicht hingegen war die folgende:

„Der Maßstab für alles ist sein Interesse. Alles was er sagt, dient nur dem Zweck sein Interesse zum Zug kommen zu lassen, also erzählt er irgendeinen Scheiß, der nur einen Zweck hat, nämlich den Gegensatz, den sein Interesse zum entgegengesetzten Interesse einschließt, nicht als Gegensatz erscheinen zu lassen. Weil sein Denken nur seinem Interesse dient, kann er den Gegensatz nicht offen aussprechen, weil das seinem Interesse schaden würde. Sein Denken ist eine Funktion seines Interesses.“

Den Zweck, den du ihm unterstellst, ist rein negativ bestimmt: den Gegensatz nicht offen anszusprechen. Sein Interesse nicht als gegensätzliches erscheinen lassen.

Menschen haben Interessen – und Vorstellungen, wie diese Interessen besser zum Zuge kommen könnten.
Nicht aber hat Mensch bloß das Interesse, etwas n i c h t zu tun oder zuzugeben. (Wieder die Unterstellung, eigentlich wüssten sie es besser, wollen es nur nicht zugeben.)

(Ich bin erst mal weg, habe es selber nicht ganz klar, und muss / will auch anderen Anforderungen und Interessen nachkommen.)

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by: Gustavo http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124507 Mon, 17 Sep 2018 19:28:25 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2018/08/25/ein-bericht-vom-ams-sommercamp-2018/#comment-124507 Ich plädiere für Rückführung der Diskussion auf den eigentlichen politischen Gehalt und Nichtbefassung mit diesen Marginalien. Ich trage die Verantwortung dafür, dass das Thesenpapier von Huisken nicht direkt mit dem Beginn des Themas mit veröffentlicht wurde. Das war unbedacht und falsch. So weit so schlecht. Warum aber Huisken nicht so gerne möchte, dass das Papier nun veröffentlicht wird, bleibt rätselhaft. Selbst wenn er sich bisher ungerecht behandelt gefühlt hat, kann es doch kein Fehler sein, wenn seiner Ansicht Platz eingeräumt wird. Huisken hat ein anderes Problem: „Mit der Protesterlaubnis wird der Protestcharakter aufgehoben“. Eine solche Brutalsffirmation macht sich, einmal entdeckt, nicht gut. Die GSP Normalvariante lautet ja eher, wir haben nie was zu Demos als solchen gesagt, sondern nur falsche Vorstellungen von Rechtsidealisten kritisiert. Komischerweise sind aber alle Rechtsidealisten, auch die, die keine sind und nur die werden kritisiert. Insofern hat Huisken zwar sauber den GSP Zweck formuliert, aber in einer eher und leichter angreifbaren Vulgärvariante und sich damit auch intern wenig Freunde gemacht. Ich selbst habe, wie auch einige junge Leute auf dem amscamp von Huisken die Abfuhr erteilt bekommen, dass jede Kritik an seinem affirmativen Konzept nur auf schlichten Rechtsidealismus zurückzuführen sei und wir deshalb noch einmal seine Thesen 1 - 4 genießen durften. Ich habe in etlichen Gesprächen vor Ort und vielen Mails hinterher die Ehrfurcht vor diesem Gemisch aus Professor und klugem GSP madig gemacht und den jungen Leuten ist dann bei dem O.g. Schlüsselsatz zur Metamorphose von Protesterlaubnis zu.... der Groschen gefallen.x Ich plädiere für Rückführung der Diskussion auf den eigentlichen politischen Gehalt und Nichtbefassung mit diesen Marginalien.
Ich trage die Verantwortung dafür, dass das Thesenpapier von Huisken nicht direkt mit dem Beginn des Themas mit veröffentlicht wurde. Das war unbedacht und falsch. So weit so schlecht.

Warum aber Huisken nicht so gerne möchte, dass das Papier nun veröffentlicht wird, bleibt rätselhaft. Selbst wenn er sich bisher ungerecht behandelt gefühlt hat, kann es doch kein Fehler sein, wenn seiner Ansicht Platz eingeräumt wird.

Huisken hat ein anderes Problem: „Mit der Protesterlaubnis wird der Protestcharakter aufgehoben“. Eine solche Brutalsffirmation macht sich, einmal entdeckt, nicht gut. Die GSP Normalvariante lautet ja eher, wir haben nie was zu Demos als solchen gesagt, sondern nur falsche Vorstellungen von Rechtsidealisten kritisiert. Komischerweise sind aber alle Rechtsidealisten, auch die, die keine sind und nur die werden kritisiert. Insofern hat Huisken zwar sauber den GSP Zweck formuliert, aber in einer eher und leichter angreifbaren Vulgärvariante und sich damit auch intern wenig Freunde gemacht.

Ich selbst habe, wie auch einige junge Leute auf dem amscamp von Huisken die Abfuhr erteilt bekommen, dass jede Kritik an seinem affirmativen Konzept nur auf schlichten Rechtsidealismus zurückzuführen sei und wir deshalb noch einmal seine Thesen 1 – 4 genießen durften.
Ich habe in etlichen Gesprächen vor Ort und vielen Mails hinterher die Ehrfurcht vor diesem Gemisch aus Professor und klugem GSP madig gemacht und den jungen Leuten ist dann bei dem O.g. Schlüsselsatz zur Metamorphose von Protesterlaubnis zu…. der Groschen gefallen.x

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