Walgesang Comments http://Neoprene.blogsport.de Sie rufen weit ins Meer, aber wer hört ihnen zu? (außer Walen) Tue, 02 Sep 2014 18:26:52 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111770 Sat, 30 Aug 2014 19:42:18 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111770 Zum Begriff des Imperialismus hat der GegenStandpunkt folgendes veröffentlicht: http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/imp/i1_index.htm Dort kann man auch eine PDF- und eine RTF-Version runterladen. "Zum Thema IMPERIALISMUS siehe auch immer die aktuellen Ausgaben der Zeitschrift GegenStandpunkt: <a href="http://www.gegenstandpunkt.com/gs/titel/gsnummern.html">Inhaltsübersicht</a>" Zum Begriff des Imperialismus hat der GegenStandpunkt folgendes veröffentlicht:
http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/imp/i1_index.htm
Dort kann man auch eine PDF- und eine RTF-Version runterladen.
„Zum Thema IMPERIALISMUS siehe auch immer die aktuellen Ausgaben der Zeitschrift GegenStandpunkt: Inhaltsübersicht

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111761 Sat, 30 Aug 2014 15:39:05 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111761 Ja, den Benutzern des Imperialismusbegriffs, jedenfalls in Leninscher Tradition, geht es regelmäßig überhaupt nicht um die Wirklichkeit imperialistischen Treibens, die untersuchen sie im Konkreten ja regelmäßig gar nicht (das wurde zum Beispiel jüngst wieder offenbar, als man - außer vom GegenStandpunkt - überhaupt keine konkrete Kritik an den EU-Plänen und Verträgen mit der Ukraine lesen konnte), sondern in der Tat nur ums Sortieren, denn danach kann man die zu bekämpfenden Parteien/Staaten sauber trennen von den unterstützungswürdigen/fortschrittlichen Sachen. Es geht bei "Imperialismus" also weitgehend nur um Stellung- und Parteinahme, Wissen braucht man dazu nicht sonderlich viel. Ja, den Benutzern des Imperialismusbegriffs, jedenfalls in Leninscher Tradition, geht es regelmäßig überhaupt nicht um die Wirklichkeit imperialistischen Treibens, die untersuchen sie im Konkreten ja regelmäßig gar nicht (das wurde zum Beispiel jüngst wieder offenbar, als man – außer vom GegenStandpunkt – überhaupt keine konkrete Kritik an den EU-Plänen und Verträgen mit der Ukraine lesen konnte), sondern in der Tat nur ums Sortieren, denn danach kann man die zu bekämpfenden Parteien/Staaten sauber trennen von den unterstützungswürdigen/fortschrittlichen Sachen. Es geht bei „Imperialismus“ also weitgehend nur um Stellung- und Parteinahme, Wissen braucht man dazu nicht sonderlich viel.

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by: qwert http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111749 Sat, 30 Aug 2014 09:44:30 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111749 @Mattis "Das könnte auch auf einen sozialistischen Staat zutreffen, oder?" Mag sein, aber ich wollte auch nichts definieren, sondern darauf aufmerksam machen, dass hier übers "Definieren" gesprochen wird, als würde die Wirklichkeit sich nach den Stempeln sortieren, die man für sie bereit hält. Das Senieren über den richtigen Stempel für Russlands Absichten scheint vom Gegenstand wegzuführen, den es behauptet zu wälzen! Was weiß man denn, wenn man verneint oder bestätigt, dass ein Staat am weltweiten Imperialismus beteiligt ist? @Mattis
„Das könnte auch auf einen sozialistischen Staat zutreffen, oder?“

Mag sein, aber ich wollte auch nichts definieren, sondern darauf aufmerksam machen, dass hier übers „Definieren“ gesprochen wird, als würde die Wirklichkeit sich nach den Stempeln sortieren, die man für sie bereit hält. Das Senieren über den richtigen Stempel für Russlands Absichten scheint vom Gegenstand wegzuführen, den es behauptet zu wälzen! Was weiß man denn, wenn man verneint oder bestätigt, dass ein Staat am weltweiten Imperialismus beteiligt ist?

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111745 Sat, 30 Aug 2014 07:58:10 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111745 <blockquote>"Malta betreibt Außenpolitik, hat eine kleine Armee und feiert am 8.9. den „Tag des Sieges“ – wackere Imps, oder?"</blockquote> Das könnte auch auf einen sozialistischen Staat zutreffen, oder?

„Malta betreibt Außenpolitik, hat eine kleine Armee und feiert am 8.9. den „Tag des Sieges“ – wackere Imps, oder?“

Das könnte auch auf einen sozialistischen Staat zutreffen, oder?

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by: qwert http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111726 Fri, 29 Aug 2014 22:31:53 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111726 @Neo „das Besondere an imperialistischen Staaten völlig wegdefiniert“ Es gibt einen Sprachgebrauch vom Attribut „imperialistisch“, der den erfolgreichen Machtausbau des staatsgenuinen Vorhabens Imperialismus meint, weil es eine reale Trennung von Staaten gibt, die eher als Subjekte oder als Anhängsel des Weltordnens auftreten können ... Wie wär’s man sagt einfach dazu, wie man „imperialistisch“ verstanden haben will? - und schon erübrigen sich Definitionen - oder was dafür gehalten wird ... „Malta und Deutschland sind in der Tat beides Staaten“ Die haben auch unterschiedliche Absichten aufgrund des imperialistischen Staatenrankings, aber vielleicht solltest du mal sagen, warum du Malta nicht im Kreis der Imperialisten siehst! Was machen die warum anders? Malta betreibt Außenpolitik, hat eine kleine Armee und feiert am 8.9. den „Tag des Sieges“ - wackere Imps, oder? @Neo
„das Besondere an imperialistischen Staaten völlig wegdefiniert“

Es gibt einen Sprachgebrauch vom Attribut „imperialistisch“, der den erfolgreichen Machtausbau des staatsgenuinen Vorhabens Imperialismus meint, weil es eine reale Trennung von Staaten gibt, die eher als Subjekte oder als Anhängsel des Weltordnens auftreten können … Wie wär’s man sagt einfach dazu, wie man „imperialistisch“ verstanden haben will? – und schon erübrigen sich Definitionen – oder was dafür gehalten wird …

„Malta und Deutschland sind in der Tat beides Staaten“

Die haben auch unterschiedliche Absichten aufgrund des imperialistischen Staatenrankings, aber vielleicht solltest du mal sagen, warum du Malta nicht im Kreis der Imperialisten siehst! Was machen die warum anders? Malta betreibt Außenpolitik, hat eine kleine Armee und feiert am 8.9. den „Tag des Sieges“ – wackere Imps, oder?

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111721 Fri, 29 Aug 2014 21:32:46 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111721 <blockquote>"..., dass diese tatsächlich die größten Feinde der arbeitenden Menschen der Welt sind.“</blockquote> Und? Dann ist Russland eben nicht der größte, aber ein großer Feind der arbeitenden Menschen. Reicht doch auch schon.

„…, dass diese tatsächlich die größten Feinde der arbeitenden Menschen der Welt sind.“

Und? Dann ist Russland eben nicht der größte, aber ein großer Feind der arbeitenden Menschen. Reicht doch auch schon.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111720 Fri, 29 Aug 2014 21:28:04 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111720 Mancher zögert auch, Russland als kapitalistisch zu bezeichnen, weil es ein irgendwie "anderer" Kapitalismus sei als der sonstige. Als wenn nicht ohnehin jeder Kapitalismus spezifisch wäre! Dito Imperialismus. Mancher zögert auch, Russland als kapitalistisch zu bezeichnen, weil es ein irgendwie „anderer“ Kapitalismus sei als der sonstige. Als wenn nicht ohnehin jeder Kapitalismus spezifisch wäre! Dito Imperialismus.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111688 Fri, 29 Aug 2014 06:40:37 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111688 Dazu kam erwartungsgemäß auf Facebook gleich folgender Einwand: "Die Frage, ob Rußland imperialistisch ist, liegt daran, wie man Imperialismus definiert. Die Imperialismusdefinition von Lenin halte ich für verkehrt: <a href="http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/81/81_3/lenin.htm">"Ein aktueller, aber falscher Klassiker LENIN, DER IMPERIALISMUS ALS HÖCHSTES STADIUM DES KAPITALISMUS"</a> Ausführlicher zur Frage: von Nestor <a href="http://nestormachno.blogsport.de/2014/04/03/grossmachtpolitik-gegen-harmlosen-handel-und-wandel/">"Großmachtpolitik gegen harmlosen Handel und Wandel?"</a> Das Fazit weist sozusagen die Frage schon zurück: "Rußland ist natürlich imperialistisch – genau so, wie die USA, die EU, deren Mitgliedsstaaten und der Rest der Welt es auch sind: Weil nämlich Staaten ohne Imperialismus nicht zu haben sind." Damit ist aber dann das Besondere an imperialistischen Staaten völlig wegdefiniert. Malta und Deutschland sind in der Tat beides Staaten, kapitalistisch verfaßt. Aber die schon begrifflich auf die gleiche Stufe "Imperialismus" zu stellen, halte ich für ungeeignet, die Beziehungsstrukturen und Machtunterschiede, die es offensichtlich zwischen ihnen gibt, zu beschreiben. Dazu kam erwartungsgemäß auf Facebook gleich folgender Einwand:

„Die Frage, ob Rußland imperialistisch ist, liegt daran, wie man Imperialismus definiert.
Die Imperialismusdefinition von Lenin halte ich für verkehrt:
„Ein aktueller, aber falscher Klassiker
LENIN, DER IMPERIALISMUS ALS HÖCHSTES STADIUM DES KAPITALISMUS“

Ausführlicher zur Frage: von Nestor „Großmachtpolitik gegen harmlosen Handel und Wandel?“ Das Fazit weist sozusagen die Frage schon zurück: „Rußland ist natürlich imperialistisch – genau so, wie die USA, die EU, deren Mitgliedsstaaten und der Rest der Welt es auch sind: Weil nämlich Staaten ohne Imperialismus nicht zu haben sind.“ Damit ist aber dann das Besondere an imperialistischen Staaten völlig wegdefiniert. Malta und Deutschland sind in der Tat beides Staaten, kapitalistisch verfaßt. Aber die schon begrifflich auf die gleiche Stufe „Imperialismus“ zu stellen, halte ich für ungeeignet, die Beziehungsstrukturen und Machtunterschiede, die es offensichtlich zwischen ihnen gibt, zu beschreiben.

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by: systemcrash http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111657 Thu, 28 Aug 2014 15:57:14 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/28/ist-russland-wirklich-nur-kapitalistisch-und-noch-kein-mitglied-im-imperialistenklub/#comment-111657 ich muss zugeben, dass ich lenins imperialismus-schrift nur sehr oberflächlich wahrgenommen habe. aber ich meine mich dunkel zu erinnern, dass als objektives kennzeichen des imperialismus der kapitalexport gilt. nun kenne ich keine zahlen, aber ich bin sicher, dass russland kapital exportiert. sicher ist der russsische "imperialismus" schwächer als der US-amerikanische, aber das ist der deutsche auch. zu sagen, der US-imperialismus ist der "größte Feind der arbeitenden Menschen der Welt" ist daher eine aufweichung der hauptfeind-linie. (was linke kritiker schon der TLD/iST zu zeiten der 80er-friedensbewegung attestiert hatten) ich muss zugeben, dass ich lenins imperialismus-schrift nur sehr oberflächlich wahrgenommen habe. aber ich meine mich dunkel zu erinnern, dass als objektives kennzeichen des imperialismus der kapitalexport gilt. nun kenne ich keine zahlen, aber ich bin sicher, dass russland kapital exportiert. sicher ist der russsische „imperialismus“ schwächer als der US-amerikanische, aber das ist der deutsche auch. zu sagen, der US-imperialismus ist der „größte Feind der arbeitenden Menschen der Welt“ ist daher eine aufweichung der hauptfeind-linie. (was linke kritiker schon der TLD/iST zu zeiten der 80er-friedensbewegung attestiert hatten)

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by: Paco http://Neoprene.blogsport.de/2012/03/06/patria-o-muerte-zur-rettung-ihres-staates-ist-fuer-die-kp-kubas-der-sozialismus-gestorben/#comment-111643 Thu, 28 Aug 2014 06:03:22 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/03/06/patria-o-muerte-zur-rettung-ihres-staates-ist-fuer-die-kp-kubas-der-sozialismus-gestorben/#comment-111643 Neue Banknoten für Kuba und Debatte um Währung In Cuba gibt es neue Debatten - einerseits um die eigene Währung, anderseits um die Wiederbelebung des Versuchs, der in Lateinamerika vorherrschenden Dollarisierung eine eigene Gemeinschaftswährung namens SUCRE entgegenzustellen. http://cubaheute.wordpress.com/ Berets vor 10 Monaten berichtete die FAZ: Kuba schafft Parallelwährung ab In Kuba gibt es zwei Währungen: Den regulären Peso und den Peso Convertible, der an den Dollar gebunden ist. Vieles muss mit konvertiblen Pesos bezahlt werden. Damit soll bald Schluss sein. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/waehrungen-kuba-schafft-parallelwaehrung-ab-12628849.html Bank of Ireland lehnt aus Angst vor der Blockade Geldüberweisungen nach Kuba ab DUBLIN- Die Iren können in Kuba lebenden Personen kein Geld überweisen, weil die seit über 50 Jahren verfolgte Politik der Vereinigten Staaten dies unterbindet, stellt die Tageszeitung The Irish Times fest. Obwohl weder Irland noch die Europäische Union Beschränkungen für den Handel mit Kuba auferlegt haben und trotz der zahlreichen Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen, welche die Blockade verurteilen, hat die Bank of Ireland begonnen, aufgrund einer Geschäftsbeziehung zu einer amerikanischen Bank in den letzten Wochen sämtliche Finanztransfers an die Insel zu unterbinden. http://www.granma.cu/idiomas/aleman/internationales/26agosto-banco.html Die Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika – Handelsvertrag der Völker (spanisch Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América – Tratado de Comercio de los Pueblos, ALBA-TCP) ist ein wirtschaftliches und politisches Bündnis von derzeit neun Staaten Lateinamerikas und der Karibik. Das Bündnis soll eine Alternative zur von den USA geplanten gesamtamerikanischen Freihandelszone ALCA darstellen. http://de.wikipedia.org/wiki/Bolivarianische_Allianz_f%C3%BCr_Amerika http://es.wikipedia.org/wiki/SUCRE_(moneda_del_ALBA) Geschäfte von mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar zwischen ALBA-Ländern Der Vorsitzende des Währungsrates des lateinamerikanischen Regionalbündnisses Bolivarische Allianz für Amerika (ALBA), Eudomar Tovar, hat die Geschäfte zwischen den Mitgliedsstaaten auf umgerechnet 2,2 Milliarden US-Dollar beziffert. Die Geschäfte würden in der Buchwährung SUCRE (1,6 Milliarden SUCRE) vollzogen. Der Präsident der Zentralbank Boliviens erläuterte, dass die Verwendung des Sucre kein monetäres Handelsgeschäft darstelle, da dieses über ein Bankkonto des Landes abgewickelt wird, das Erzeugnisse aus einem anderen Land kauft, wobei vorher vereinbart wird, den ALBA-Vertrag anzuwenden. Der Sucre wurde 2009 von den ALBA-Ländern geschaffen, um die Zahlungen bei Handelsgeschäften zu beschleunigen und der Hegemonie des Dollars ein Ende zu bereiten. https://amerika21.de/2014/05/100976/geschaeftsvolumen-laba Uruguay schließt sich dem SUCRE an CARACAS — Das Einheitssystem der Regionalen Zahlungsverrechnung SUCRE, das 2008 auf Initiative der Mitglieder der ALBA eingerichtet wurde, verfügt seit dem 24. März 2014 über ein neues Mitglied, das nicht Mitglied der regionalen Organisation ist: Uruguay. http://www.granma.cu/idiomas/aleman/unser-amerika/25marz-Uruguay.html Ein kritischer Gutachter der Konrad Adenauer Stiftung kam bereits 2000 zu diesem Resultat: "Wenn die wichtigsten Länder Lateinamerikas, besonders die Mitglieder des MERCOSUL und der Andengemeinschaft, deren Außenhandel diversifizierter ist als der Mexikos oder Zentralamerikas, sich in Richtung einer Kombination von jenen Politiken bewegten, bestünde auch die alternative Möglichkeit einer zumindest südamerikanischen Währungsunion, ähnlich der europäischen Erfahrung, mit der Einführung einer gemeinsamen Währung. Den Mitgliedsländern einer solchen Währungsunion würde das gewiss größere nationale Handlungs- und Entscheidungsautonomie erhalten als die Unterwerfung unter das Diktat der US-Regierung und ihrer Zentralbank. Die wichtigsten Länder Lateinamerikas müssten freilich bewusst auf diese Alternative hinarbeiten und ihre gegenwärtigen Diskrepanzen überwinden." http://www.kas.de/wf/de/33.2535/ Der politische Wille hinter diesen Kooperationsprogrammen ist mir schon begreifbar, allerdings ist die ökonomische Bedeutung solcher regionaler Währungsverbunde mir eher unklar. Zu den politischen Ambitionen: https://amerika21.de/2013/12/95912/alba-petrocaribe-gipfel Neue Banknoten für Kuba und Debatte um Währung

In Cuba gibt es neue Debatten – einerseits um die eigene Währung, anderseits um die Wiederbelebung des Versuchs, der in Lateinamerika vorherrschenden Dollarisierung eine eigene Gemeinschaftswährung namens SUCRE entgegenzustellen.

http://cubaheute.wordpress.com/

Berets vor 10 Monaten berichtete die FAZ:
Kuba schafft Parallelwährung ab
In Kuba gibt es zwei Währungen: Den regulären Peso und den Peso Convertible, der an den Dollar gebunden ist. Vieles muss mit konvertiblen Pesos bezahlt werden. Damit soll bald Schluss sein.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/waehrungen-kuba-schafft-parallelwaehrung-ab-12628849.html

Bank of Ireland lehnt aus Angst vor der Blockade Geldüberweisungen nach Kuba ab

DUBLIN- Die Iren können in Kuba lebenden Personen kein Geld überweisen, weil die seit über 50 Jahren verfolgte Politik der Vereinigten Staaten dies unterbindet, stellt die Tageszeitung The Irish Times fest.

Obwohl weder Irland noch die Europäische Union Beschränkungen für den Handel mit Kuba auferlegt haben und trotz der zahlreichen Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen, welche die Blockade verurteilen, hat die Bank of Ireland begonnen, aufgrund einer Geschäftsbeziehung zu einer amerikanischen Bank in den letzten Wochen sämtliche Finanztransfers an die Insel zu unterbinden.

http://www.granma.cu/idiomas/aleman/internationales/26agosto-banco.html

Die Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika – Handelsvertrag der Völker (spanisch Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América – Tratado de Comercio de los Pueblos, ALBA-TCP) ist ein wirtschaftliches und politisches Bündnis von derzeit neun Staaten Lateinamerikas und der Karibik. Das Bündnis soll eine Alternative zur von den USA geplanten gesamtamerikanischen Freihandelszone ALCA darstellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bolivarianische_Allianz_f%C3%BCr_Amerika
http://es.wikipedia.org/wiki/SUCRE_(moneda_del_ALBA)

Geschäfte von mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar zwischen ALBA-Ländern

Der Vorsitzende des Währungsrates des lateinamerikanischen Regionalbündnisses Bolivarische Allianz für Amerika (ALBA), Eudomar Tovar, hat die Geschäfte zwischen den Mitgliedsstaaten auf umgerechnet 2,2 Milliarden US-Dollar beziffert. Die Geschäfte würden in der Buchwährung SUCRE (1,6 Milliarden SUCRE) vollzogen.
Der Präsident der Zentralbank Boliviens erläuterte, dass die Verwendung des Sucre kein monetäres Handelsgeschäft darstelle, da dieses über ein Bankkonto des Landes abgewickelt wird, das Erzeugnisse aus einem anderen Land kauft, wobei vorher vereinbart wird, den ALBA-Vertrag anzuwenden. Der Sucre wurde 2009 von den ALBA-Ländern geschaffen, um die Zahlungen bei Handelsgeschäften zu beschleunigen und der Hegemonie des Dollars ein Ende zu bereiten.

https://amerika21.de/2014/05/100976/geschaeftsvolumen-laba

Uruguay schließt sich dem SUCRE an

CARACAS — Das Einheitssystem der Regionalen Zahlungsverrechnung SUCRE, das 2008 auf Initiative der Mitglieder der ALBA eingerichtet wurde, verfügt seit dem 24. März 2014 über ein neues Mitglied, das nicht Mitglied der regionalen Organisation ist: Uruguay.

http://www.granma.cu/idiomas/aleman/unser-amerika/25marz-Uruguay.html

Ein kritischer Gutachter der Konrad Adenauer Stiftung kam bereits 2000 zu diesem Resultat:
„Wenn die wichtigsten Länder Lateinamerikas, besonders die Mitglieder des MERCOSUL und der Andengemeinschaft, deren Außenhandel diversifizierter ist als der Mexikos oder Zentralamerikas, sich in Richtung einer Kombination von jenen Politiken bewegten, bestünde auch die alternative Möglichkeit einer zumindest südamerikanischen Währungsunion, ähnlich der europäischen Erfahrung, mit der Einführung einer gemeinsamen Währung.
Den Mitgliedsländern einer solchen Währungsunion würde das gewiss größere nationale Handlungs- und Entscheidungsautonomie erhalten als die Unterwerfung unter das Diktat der US-Regierung und ihrer Zentralbank. Die wichtigsten Länder Lateinamerikas müssten freilich bewusst auf diese Alternative hinarbeiten und ihre gegenwärtigen Diskrepanzen überwinden.“

http://www.kas.de/wf/de/33.2535/

Der politische Wille hinter diesen Kooperationsprogrammen ist mir schon begreifbar, allerdings ist die ökonomische Bedeutung solcher regionaler Währungsverbunde mir eher unklar.
Zu den politischen Ambitionen:
https://amerika21.de/2013/12/95912/alba-petrocaribe-gipfel

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111418 Sat, 23 Aug 2014 07:38:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111418 Wenn so einer wie Scholl-Latour z.B. sagt, man müsse die "Mentalitäten" anderer Völker und Staaten besser verstehen (und dann käme eine andere Politik heraus), dann plädiert er für mehr Rücksichtnahme auf jene anderen völkischen Ideologien und Nationalismen, hat an diesen keine Kritik. Er selber "versteht" seinerseits ja solche Gebilde wie die EU nicht, diese supranationalen Strukturen, die sich gerade um des letztendlich nationalen Erfolgs auch mehr und mehr gegen nationale Eigenheiten durchsetzen wollen. Diese Dialektik von Machtzuwachs durch Abgabe lokaler Macht zieht sich ja durch dieses ganze Staatengetue hindurch. Scholl-Latour würde, wenn es z.B. die Bundesrepublik noch nicht gäbe, wahrscheinlich einen Zusammenschluss von Hanseaten und Bayern ablehnen, weil er persönlich diese unterschiedlichen Mentalitäten kennengelernt habe und das einfach nicht zusammengehen könne, und überhaupt könne man nicht Evangelen und Katholen zusammen in einen Staat packen und so weiter. Er war tatsächlich nicht auf der Höhe der "Zeit", wie sie vom modernen Kapitalismus definiert wird, deshalb "versteht" er so vieles nicht. Und übrigens gehört auch immer das Mißtrauen dazu, ob die supranationale Ausrichtung nun auch wirklich die eigene Nation befördert oder ob man nicht ein reiner Nettozahler ist bei alldem. Das ist eine Nutzendiskussion unter Nationalisten - Arbeiterschicksale kommen da nur als Propagandamittel vor (z.B. dass die Sanktionen gegen Russland Arbeitsplätze gefährden). Wenn so einer wie Scholl-Latour z.B. sagt, man müsse die „Mentalitäten“ anderer Völker und Staaten besser verstehen (und dann käme eine andere Politik heraus), dann plädiert er für mehr Rücksichtnahme auf jene anderen völkischen Ideologien und Nationalismen, hat an diesen keine Kritik.

Er selber „versteht“ seinerseits ja solche Gebilde wie die EU nicht, diese supranationalen Strukturen, die sich gerade um des letztendlich nationalen Erfolgs auch mehr und mehr gegen nationale Eigenheiten durchsetzen wollen.

Diese Dialektik von Machtzuwachs durch Abgabe lokaler Macht zieht sich ja durch dieses ganze Staatengetue hindurch.

Scholl-Latour würde, wenn es z.B. die Bundesrepublik noch nicht gäbe, wahrscheinlich einen Zusammenschluss von Hanseaten und Bayern ablehnen, weil er persönlich diese unterschiedlichen Mentalitäten kennengelernt habe und das einfach nicht zusammengehen könne, und überhaupt könne man nicht Evangelen und Katholen zusammen in einen Staat packen und so weiter. Er war tatsächlich nicht auf der Höhe der „Zeit“, wie sie vom modernen Kapitalismus definiert wird, deshalb „versteht“ er so vieles nicht.

Und übrigens gehört auch immer das Mißtrauen dazu, ob die supranationale Ausrichtung nun auch wirklich die eigene Nation befördert oder ob man nicht ein reiner Nettozahler ist bei alldem. Das ist eine Nutzendiskussion unter Nationalisten – Arbeiterschicksale kommen da nur als Propagandamittel vor (z.B. dass die Sanktionen gegen Russland Arbeitsplätze gefährden).

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by: dazu http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111416 Sat, 23 Aug 2014 07:10:39 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111416 Volkers Anmerkungen abzuqualifizieren als "Ich weiß nicht, was hier für ein Verein von Moralwachtln beinander ist" ist reichlich daneben. "Gerade angesichts dessen, daß bei ihm ja keine Veränderung feststellbar ist, ist es doch erklärungsbedürftig, warum er jetzt auf einmal unzufrieden mit Politik und Medien war. Es hat sich offenbar bei denen etwas geändert." Bei denen ändert sich laufend was, gestern Terrorist, heute Freiheitsfreund und vice versa. ("Verantwortung" will immer neu aktualisiert werden...) Auf deine Verschwörungstheorien kann man zur Erklärung aber sehr wohl gut verzichten. http://NestorMachno.blogsport.de/2014/03/20/pressespiegel-komsomolskaja-prawda-19-3/#comment-22514 Volkers Anmerkungen abzuqualifizieren als
„Ich weiß nicht, was hier für ein Verein von Moralwachtln beinander ist“
ist reichlich daneben.

„Gerade angesichts dessen, daß bei ihm ja keine Veränderung feststellbar ist, ist es doch erklärungsbedürftig, warum er jetzt auf einmal unzufrieden mit Politik und Medien war. Es hat sich offenbar bei denen etwas geändert.“

Bei denen ändert sich laufend was, gestern Terrorist, heute Freiheitsfreund und vice versa.
(„Verantwortung“ will immer neu aktualisiert werden…)
Auf deine Verschwörungstheorien kann man zur Erklärung aber sehr wohl gut verzichten.
http://NestorMachno.blogsport.de/2014/03/20/pressespiegel-komsomolskaja-prawda-19-3/#comment-22514

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111382 Fri, 22 Aug 2014 17:03:27 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111382 Moral hin oder her, was an den Medien im Allgemeinen und PSL im besonderen festzustellen ist, ist in der Tat die recht schnelle Veränderung der Mainstreammedien bis hin zu deren "Leit"-Figuren hin zu einem antirussischen riskanten Konfrontationskurs. Daran gemessen scheinen dann selbst typische Spiegel-Leserbriefschreiber oder Typen wie eben der PSL nicht mehr auf der Höhe der "Zeit" zu stehen. Moral hin oder her, was an den Medien im Allgemeinen und PSL im besonderen festzustellen ist, ist in der Tat die recht schnelle Veränderung der Mainstreammedien bis hin zu deren „Leit“-Figuren hin zu einem antirussischen riskanten Konfrontationskurs. Daran gemessen scheinen dann selbst typische Spiegel-Leserbriefschreiber oder Typen wie eben der PSL nicht mehr auf der Höhe der „Zeit“ zu stehen.

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by: Nestor http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111380 Fri, 22 Aug 2014 16:50:57 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111380 Ich weiß nicht, was hier für ein Verein von Moralwachtln beinander ist: Weder hat jemand einen „Bruch in der Weltsicht“ festgestellt, noch geht es darum, jemandem etwas „positiv anrechnen“ oder „hm zugute halten“ zu wollen. Gerade angesichts dessen, daß <i>bei ihm ja keine Veränderung feststellbar ist</i>, ist es doch erklärungsbedürftig, warum er jetzt auf einmal unzufrieden mit Politik und Medien war. Es hat sich offenbar <i>bei denen etwas geändert</i>. Ich weiß nicht, was hier für ein Verein von Moralwachtln beinander ist:

Weder hat jemand einen „Bruch in der Weltsicht“ festgestellt, noch geht es darum, jemandem etwas „positiv anrechnen“ oder „hm zugute halten“ zu wollen.

Gerade angesichts dessen, daß bei ihm ja keine Veränderung feststellbar ist, ist es doch erklärungsbedürftig, warum er jetzt auf einmal unzufrieden mit Politik und Medien war. Es hat sich offenbar bei denen etwas geändert.

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by: Volker http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111366 Fri, 22 Aug 2014 12:46:21 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111366 Kurz gesagt sollte man aber auch nicht an PSL, nur weil er anti-mainstream war, schon eine Bedingung für ... ausmachen und ihm zugute halten, dass er sich für einen alternativen nationalen Erfolgsweg aussprach. Wie der aussieht und worauf der beruht,wäre dann mal zu bestimmen. Und ob man sich deshalb mit ihm gemein machen soll, halte ich für absolut verfehlt. Von den Mitteln, die Nationen bei ihrem Erfolg einsetzen - Kapital im Verein mit Gewalt, die für unsereinen absout nichts Positives bereit halten- kommt bei ihm herzlich wenig oder nur auf verdrehte Weise vor. Ihm geht es in seinen Büchern und Talkshow-Stellungnahmen nicht um Politik aus der Perspektive eines Politkers. Wenn er bekennt, dass er die Poltik der EU nicht verstehe bzw darin keinen Sinn erkennen könne, dann argumentiert er mit seinen exklusiven Einblicken in die Eigenarten der jeweiligen Volks- bzw. Menschenseele, die ihm seine abenteuerlichen Reisen und Erlebnisse eröffnet haben und legt den westlichen politischen Herrschaften nahe, diese doch vielleicht mal bei ihrem Tun zu berücksichtigen. Alternative Erfolgswege gerade mit und gegen Russland gibt es zurzeit zuhauf. Von Egon Bahr gab es neulich einen zu lesen. Auch der mag zwar zur Bereicherung der Presse- und Talkshowlandschaft beitragen, die maßgebliche Politk hat aber andere Ziele und mit denen setzen sich weder PSL noch EB auseinander. Um mehr soll es auch bei meinen Kommentaren gar nicht gehen: Mit was für einer Art von Stellung hat man es bei PSL zu tun. Und das unter der Perspektive zu betrachten, dass man sich doch nicht gegen bürgerliche Traditionen richten solle, trifft die Sache nicht. Kurz gesagt sollte man aber auch nicht an PSL, nur weil er anti-mainstream war, schon eine Bedingung für … ausmachen und ihm zugute halten, dass er sich für einen alternativen nationalen Erfolgsweg aussprach. Wie der aussieht und worauf der beruht,wäre dann mal zu bestimmen. Und ob man sich deshalb mit ihm gemein machen soll, halte ich für absolut verfehlt.
Von den Mitteln, die Nationen bei ihrem Erfolg einsetzen – Kapital im Verein mit Gewalt, die für unsereinen absout nichts Positives bereit halten- kommt bei ihm herzlich wenig oder nur auf verdrehte Weise vor. Ihm geht es in seinen Büchern und Talkshow-Stellungnahmen nicht um Politik aus der Perspektive eines Politkers. Wenn er bekennt, dass er die Poltik der EU nicht verstehe bzw darin keinen Sinn erkennen könne, dann argumentiert er mit seinen exklusiven Einblicken in die Eigenarten der jeweiligen Volks- bzw. Menschenseele, die ihm seine abenteuerlichen Reisen und Erlebnisse eröffnet haben und legt den westlichen politischen Herrschaften nahe, diese doch vielleicht mal bei ihrem Tun zu berücksichtigen.
Alternative Erfolgswege gerade mit und gegen Russland gibt es zurzeit zuhauf. Von Egon Bahr gab es neulich einen zu lesen. Auch der mag zwar zur Bereicherung der Presse- und Talkshowlandschaft beitragen, die maßgebliche Politk hat aber andere Ziele und mit denen setzen sich weder PSL noch EB auseinander.
Um mehr soll es auch bei meinen Kommentaren gar nicht gehen: Mit was für einer Art von Stellung hat man es bei PSL zu tun. Und das unter der Perspektive zu betrachten, dass man sich doch nicht gegen bürgerliche Traditionen richten solle, trifft die Sache nicht.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111364 Fri, 22 Aug 2014 12:33:20 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111364 Ich halte es für keinen grundlegenden Bruch in der Weltsicht von Scholl-Latour, daß er sich zuletzt "so dezidiert gegen die jetzige Außenpolitik und deren mediale Aufbereitung" augesprochen hat. Er gehört eben zu der Sorte Deutschnationaler, die den aktuell eingeschlagenen Kurs von Deutschland, der EU, der USA und der NATO als gefährlich zumindest für Deutschlands recht anspruchsvollen raumgreifenden Interessen halten. Wenn Kinkel den jetzigen offiziellen Kurs schon vor 20 Jahren drastisch auf den Punkt gebracht hatte: " ... nach außen gilt es etwas zu vollbringen, woran wir zweimal zuvor gescheitert sind: Im Einklang mit unseren Nachbarn zu einer Rolle zu finden, die unseren Wünschen und unserem Potenzial entspricht. Die Rückkehr zur Normalität im Inneren wie nach außen entspricht einem tiefen Wunsch unserer Bevölkerung seit Kriegsende. Sie ist jetzt auch notwendig, wenn wir in der Völkergemeinschaft respektiert bleiben wollen. […] Unsere Bürger haben begriffen, dass die Zeit des Ausnahmezustandes vorbei ist." dann fragt sich Scholl-Latour offensichtlich wie mancher Militär oder Politiker vor ihm z.B. angesichts des Schlieffen-Plans oder Hitlers Ostfeldzugs, ob mit der aktuellen Politik dieses hehre Ziel von Kinkel wirklich erreichbar ist. Was soll man ihm daran positiv anrechnen? Ich halte es für keinen grundlegenden Bruch in der Weltsicht von Scholl-Latour, daß er sich zuletzt „so dezidiert gegen die jetzige Außenpolitik und deren mediale Aufbereitung“ augesprochen hat. Er gehört eben zu der Sorte Deutschnationaler, die den aktuell eingeschlagenen Kurs von Deutschland, der EU, der USA und der NATO als gefährlich zumindest für Deutschlands recht anspruchsvollen raumgreifenden Interessen halten.
Wenn Kinkel den jetzigen offiziellen Kurs schon vor 20 Jahren drastisch auf den Punkt gebracht hatte:
“ … nach außen gilt es etwas zu vollbringen, woran wir zweimal zuvor gescheitert sind: Im Einklang mit unseren Nachbarn zu einer Rolle zu finden, die unseren Wünschen und unserem Potenzial entspricht. Die Rückkehr zur Normalität im Inneren wie nach außen entspricht einem tiefen Wunsch unserer Bevölkerung seit Kriegsende. Sie ist jetzt auch notwendig, wenn wir in der Völkergemeinschaft respektiert bleiben wollen. […] Unsere Bürger haben begriffen, dass die Zeit des Ausnahmezustandes vorbei ist.“
dann fragt sich Scholl-Latour offensichtlich wie mancher Militär oder Politiker vor ihm z.B. angesichts des Schlieffen-Plans oder Hitlers Ostfeldzugs, ob mit der aktuellen Politik dieses hehre Ziel von Kinkel wirklich erreichbar ist. Was soll man ihm daran positiv anrechnen?

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by: Nestor http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111362 Fri, 22 Aug 2014 12:08:53 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111362 Na, man muß ja nicht die bürgerliche Form des Totengedenkens umkehren und dem Mann noch möglichst viele Schmutzküberln nachleeren! Es ist doch bemerkenswert, daß jemand, der von den Medien jahrzehntelang als Experte und „großartiger Erzähler“ hofiert worden ist, sich so dezidiert gegen die jetzige Außenpolitik und deren mediale Aufbereitung ausspricht. Es ist eben das in den Eliten Deutschlands verbreitete Mißbehagen bezüglich des eingeschlagenen Kurses der Konfrontation mit Rußland – Leute wie Scholl-Latour bezweifeln, ob das tatsächlich ein Erfolgsweg für Deutschland und für die EU ist. Na, man muß ja nicht die bürgerliche Form des Totengedenkens umkehren und dem Mann noch möglichst viele Schmutzküberln nachleeren!

Es ist doch bemerkenswert, daß jemand, der von den Medien jahrzehntelang als Experte und „großartiger Erzähler“ hofiert worden ist, sich so dezidiert gegen die jetzige Außenpolitik und deren mediale Aufbereitung ausspricht.

Es ist eben das in den Eliten Deutschlands verbreitete Mißbehagen bezüglich des eingeschlagenen Kurses der Konfrontation mit Rußland – Leute wie Scholl-Latour bezweifeln, ob das tatsächlich ein Erfolgsweg für Deutschland und für die EU ist.

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by: Volker http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111315 Thu, 21 Aug 2014 15:38:38 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111315 http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/91/91_3/muselma.htm http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/86/86_6/scholl.htm http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/80/80_4/latour.htm Vielleicht gibt es auch einen akutellen Artikel im grauen Magazin zu diesem Schreiber. Ansonsten fand ich noch diese 3 älteren aber analytisch immer noch tauglichen Artikel. http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/91/91_3/muselma.htm

http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/86/86_6/scholl.htm

http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/80/80_4/latour.htm

Vielleicht gibt es auch einen akutellen Artikel im grauen Magazin
zu diesem Schreiber. Ansonsten fand ich noch diese 3 älteren aber analytisch immer noch tauglichen Artikel.

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by: dazu http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111300 Thu, 21 Aug 2014 08:08:51 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111300 Ein Link zu Nestors Blog, dort fand sich auch schon das Zitat von Scholl-Latour http://NestorMachno.blogsport.de/2014/03/20/pressespiegel-komsomolskaja-prawda-19-3/#comment-22458 Ein Link zu Nestors Blog,
dort fand sich auch schon das Zitat von Scholl-Latour
http://NestorMachno.blogsport.de/2014/03/20/pressespiegel-komsomolskaja-prawda-19-3/#comment-22458

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by: Volker http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111254 Wed, 20 Aug 2014 14:27:33 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/20/scholl-latour-wir-leben-in-einer-zeit-der-massenverbloedung/#comment-111254 http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/interview-mit-peter-scholl-latour-ich-verstehe-mich-gut-mit-ganoven/9652136.html Auch ein aktuelles Interview ... Der Mann hat von politischer Analyse nicht nur keine Ahnung, sondern will sich auch gar nicht darauf einlassen. Er pflegt stattdessen eine eigene Art der Kammerdienerperspektive: Dass er wirklich alle Mächtigen dieser Welt kennt, die bedeutenden wie die unbedeutenden, und zu jedem eine selbst bezeugte Anekdote erzählen kann, ist dabei das eine. Was die Herrschaften denn mit ihrer Macht so treiben, welche Zwecke sie dabei verfolgen, interessiert ihn nicht nur nicht, sondern erscheint ihm von seinem gutgemeinten Kritik-Standtpunkt meistens unverständlich. Die politischen Herrschaften - des Westens - sollten sich bei ihm erkundigen, da er als intimer Kenner der Völker und Kulturen sozusagen 'dem Volk und den anderen Großen aufs Maul geschaut' hat und deshalb viel besser Bescheid weiß als die Journalisten, die nur im Tross der Mächtigen mitfahren und ihre wohlfeilen untertänigen Kommentare liefern, was er - sicher zu recht - als einseitig kritisisert. Was den fremden Nationen und Völkern taugt und wie (die westliche Politik) mit ihnen umzugehen habe, dafür kann man sich bei ihm erfolgreiche Tipps abholen. Da die hohen Damen und Herren aber nicht auf ihn hören wollen, werden sie erleben, was er ihnen prophezeit. Und dass und insoweit seine Prognosen eingetreten sind und er ex post darauf verweisen kann, macht ihn so richtig glaubwürdig. http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/interview-mit-peter-scholl-latour-ich-verstehe-mich-gut-mit-ganoven/9652136.html

Auch ein aktuelles Interview …

Der Mann hat von politischer Analyse nicht nur keine Ahnung, sondern will sich auch gar nicht darauf einlassen. Er pflegt stattdessen eine eigene Art der Kammerdienerperspektive: Dass er wirklich alle Mächtigen dieser Welt kennt, die bedeutenden wie die unbedeutenden, und zu jedem eine selbst bezeugte Anekdote erzählen kann, ist dabei das eine. Was die Herrschaften denn mit ihrer Macht so treiben, welche Zwecke sie dabei verfolgen, interessiert ihn nicht nur nicht, sondern erscheint ihm von seinem gutgemeinten Kritik-Standtpunkt meistens unverständlich.
Die politischen Herrschaften – des Westens – sollten sich bei ihm erkundigen, da er als intimer Kenner der Völker und Kulturen sozusagen ‚dem Volk und den anderen Großen aufs Maul geschaut‘ hat und deshalb viel besser Bescheid weiß als die Journalisten, die nur im Tross der Mächtigen mitfahren und ihre wohlfeilen untertänigen Kommentare liefern, was er – sicher zu recht – als einseitig kritisisert.
Was den fremden Nationen und Völkern taugt und wie (die westliche Politik) mit ihnen umzugehen habe, dafür kann man sich bei ihm erfolgreiche Tipps abholen. Da die hohen Damen und Herren aber nicht auf ihn hören wollen, werden sie erleben, was er ihnen prophezeit. Und dass und insoweit seine Prognosen eingetreten sind und er ex post darauf verweisen kann, macht ihn so richtig glaubwürdig.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110719 Sat, 09 Aug 2014 13:47:38 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110719 <blockquote>"Wenn man die von Marx im Kapital gegebene richtig findet und von der ausgehend bestimmt, was Kommunismus ist, dann ist es gar nicht zu vermeiden, in den Programmen von KPs Punkte zu finden, die damit nicht vereinbar sind, wie Dillmann z.B. am Punkt Nationalismus gezeigt hat." (Zement)</blockquote> Wobei dieser "Nationalismus" vom Staat-machen unterschieden werden sollte. Denn dass man die Grenzen nicht einfach aufmacht, sondern die Kontrolle behält, dass man auch weiterhin wissen will, welche Leute wo zuhause sind (Bürger des Staates sind) und dass zentrale Entscheidungen verbindlich sind für ebendiese Bürger auf genau ebendiesem Territorium: das alles würden auch "richtige" Kommunisten wohl nicht aufgeben können und wollen, oder? Auch dass von "China" die Rede ist, um das es ginge, ist mir nicht genug Beleg für Nationalismus. Auch "Sozialismus" oder "Kommunismus" kann man als Wert handhaben, für den man einzustehen hat, statt als Mittel, das dem eigenen Nutzen dient. Es kommt immer auf den programmatischen Inhalt dessen an, <i>wie man</i> von jetzt an Staat und Ökonomie zu organisieren gedenkt.

„Wenn man die von Marx im Kapital gegebene richtig findet und von der ausgehend bestimmt, was Kommunismus ist, dann ist es gar nicht zu vermeiden, in den Programmen von KPs Punkte zu finden, die damit nicht vereinbar sind, wie Dillmann z.B. am Punkt Nationalismus gezeigt hat.“ (Zement)

Wobei dieser „Nationalismus“ vom Staat-machen unterschieden werden sollte. Denn dass man die Grenzen nicht einfach aufmacht, sondern die Kontrolle behält, dass man auch weiterhin wissen will, welche Leute wo zuhause sind (Bürger des Staates sind) und dass zentrale Entscheidungen verbindlich sind für ebendiese Bürger auf genau ebendiesem Territorium: das alles würden auch „richtige“ Kommunisten wohl nicht aufgeben können und wollen, oder?

Auch dass von „China“ die Rede ist, um das es ginge, ist mir nicht genug Beleg für Nationalismus. Auch „Sozialismus“ oder „Kommunismus“ kann man als Wert handhaben, für den man einzustehen hat, statt als Mittel, das dem eigenen Nutzen dient. Es kommt immer auf den programmatischen Inhalt dessen an, wie man von jetzt an Staat und Ökonomie zu organisieren gedenkt.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110674 Fri, 08 Aug 2014 20:20:27 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110674 Zumeist ist das Argument, die "Linke" möge zusammenstehen und sich nicht "spalten" lassen, nur die andere Version des "wir haben recht und ihr macht es falsch, laßt euren Scheiß also bleiben und schließt euch uns an". Es gibt es aber auch in der verrückten ganz abstrakten Version: Wenn ein DKP-Typ auf dem Forum der MLPD sowas schreibt, dann wird da schon gar nicht mehr über die inhaltliche Bestimmung des gemeinsamen Programms geredet, das weiß da ja jeder, das die nicht das Gleiche wollen, da ist dann die Gemeinsamkeit per se schon das ärgerlicherweise noch nicht Erreichte. Zumeist ist das Argument, die „Linke“ möge zusammenstehen und sich nicht „spalten“ lassen, nur die andere Version des „wir haben recht und ihr macht es falsch, laßt euren Scheiß also bleiben und schließt euch uns an“. Es gibt es aber auch in der verrückten ganz abstrakten Version: Wenn ein DKP-Typ auf dem Forum der MLPD sowas schreibt, dann wird da schon gar nicht mehr über die inhaltliche Bestimmung des gemeinsamen Programms geredet, das weiß da ja jeder, das die nicht das Gleiche wollen, da ist dann die Gemeinsamkeit per se schon das ärgerlicherweise noch nicht Erreichte.

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by: Zement http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110673 Fri, 08 Aug 2014 20:11:20 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110673 Um die Art, Sektierer zu bestimmen, ging es mir nicht. Ich meinte schon dieses Phänomen, dass sich über "Rechthaber" aufgeregt wird. Die "Linke" sei ja eh so schwach, man müsse doch zusammenstehen und sich nicht "spalten", mal die Gemeinsamkeiten betonen (von denen dann ausgegangen wird, dass es sie halt gibt). Wobei: "übergreifende linke Identität" trifft das richtiger. Obgleich das sich als Kommunisten Verstehende auch drauf haben, die seit dem Ende des Realsozialismus dabei sind ihre Identitätskrise zu bewältigen und Einheit vermissen. Da ist es dann schon die kommunistische Identität, über die zur Solidarität aufgerufen wird. Um die Art, Sektierer zu bestimmen, ging es mir nicht. Ich meinte schon dieses Phänomen, dass sich über „Rechthaber“ aufgeregt wird. Die „Linke“ sei ja eh so schwach, man müsse doch zusammenstehen und sich nicht „spalten“, mal die Gemeinsamkeiten betonen (von denen dann ausgegangen wird, dass es sie halt gibt). Wobei: „übergreifende linke Identität“ trifft das richtiger. Obgleich das sich als Kommunisten Verstehende auch drauf haben, die seit dem Ende des Realsozialismus dabei sind ihre Identitätskrise zu bewältigen und Einheit vermissen. Da ist es dann schon die kommunistische Identität, über die zur Solidarität aufgerufen wird.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110671 Fri, 08 Aug 2014 19:29:49 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110671 Der "Sektierer"-Vorwurf kommt, genauer kam, zumeist von recht rechten Linken, zumeist schon irgendwie eingerichtet im Kapitalismus und deshalb nicht ohne einen nicht unbedeutenden Anhang. Also zumeist Vertreter des Reslsozialismus. Von dieser Warte war der Vorwurf an die manchmal ja gar nicht so viel linkeren anderen Linken, z.B. in Deutschland die Maoisten, daß sie so wenig Erfolg hätten, weil sie "massenfeindlich", nämlich nicht so SPD- und DGB-treu wie sie waren. Und deshalb zurecht so wenige seien. Das hatte also herzlich wenig mit "übergreifender kommunistischer Identität" zu tun, sondern war in erster Line eine Abrenzung gegen "Ultralinke". Also schon eine recht inhaltlich bestimmte Auseinandersetzung. Der „Sektierer“-Vorwurf kommt, genauer kam, zumeist von recht rechten Linken, zumeist schon irgendwie eingerichtet im Kapitalismus und deshalb nicht ohne einen nicht unbedeutenden Anhang. Also zumeist Vertreter des Reslsozialismus. Von dieser Warte war der Vorwurf an die manchmal ja gar nicht so viel linkeren anderen Linken, z.B. in Deutschland die Maoisten, daß sie so wenig Erfolg hätten, weil sie „massenfeindlich“, nämlich nicht so SPD- und DGB-treu wie sie waren. Und deshalb zurecht so wenige seien. Das hatte also herzlich wenig mit „übergreifender kommunistischer Identität“ zu tun, sondern war in erster Line eine Abrenzung gegen „Ultralinke“. Also schon eine recht inhaltlich bestimmte Auseinandersetzung.

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by: Zement http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110670 Fri, 08 Aug 2014 18:56:48 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110670 <blockquote> Kommunismus heißt vom Begriff her nichts anderes, als das Anstreben irgendeiner Art von Gemeineigentum. Man kann vielleicht auch noch so viel voraussetzen, daß jemand, der sich als „Kommunist“ begreift, irgend eine Kritik am Privateigentum hat. </blockquote> Wenn man es so fasst, dann ist "Kommunismus" ein Platzhalter und die KPCh deswegen kommunistisch, weil sie dem Wort einen Inhalt gegeben hat, in dem irgendeine Kritik am Privateigentum vorkam. Nun kommt es auf den Inhalt dieser Kritik aber schon an. Wenn man die von Marx im Kapital gegebene richtig findet und von der ausgehend bestimmt, was Kommunismus ist, dann ist es gar nicht zu vermeiden, in den Programmen von KPs Punkte zu finden, die damit nicht vereinbar sind, wie Dillmann z.B. am Punkt Nationalismus gezeigt hat. Worum es dabei überhaupt nicht geht ist eine identitäre Abgrenzung. Der Zweck ist ja erst einmal nur der richtige Begriff und die Beurteilung davon, wie andere Kommunismus fassen. Das wird wiederum gerne von Leuten, die eine übergreifende kommunistische Identität beschwören wollen, als "Sektierertum" aufgefasst.

Kommunismus heißt vom Begriff her nichts anderes, als das Anstreben irgendeiner Art von Gemeineigentum. Man kann vielleicht auch noch so viel voraussetzen, daß jemand, der sich als „Kommunist“ begreift, irgend eine Kritik am Privateigentum hat.

Wenn man es so fasst, dann ist „Kommunismus“ ein Platzhalter und die KPCh deswegen kommunistisch, weil sie dem Wort einen Inhalt gegeben hat, in dem irgendeine Kritik am Privateigentum vorkam. Nun kommt es auf den Inhalt dieser Kritik aber schon an. Wenn man die von Marx im Kapital gegebene richtig findet und von der ausgehend bestimmt, was Kommunismus ist, dann ist es gar nicht zu vermeiden, in den Programmen von KPs Punkte zu finden, die damit nicht vereinbar sind, wie Dillmann z.B. am Punkt Nationalismus gezeigt hat.

Worum es dabei überhaupt nicht geht ist eine identitäre Abgrenzung. Der Zweck ist ja erst einmal nur der richtige Begriff und die Beurteilung davon, wie andere Kommunismus fassen. Das wird wiederum gerne von Leuten, die eine übergreifende kommunistische Identität beschwören wollen, als „Sektierertum“ aufgefasst.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110640 Fri, 08 Aug 2014 07:09:19 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110640 Zu Nestors Vorwurf <blockquote>"Man soll doch nicht so tun, als wüßten „Wir“ schon, wie Kommunismus geht, „die anderen“ (in diesem Falle die KPCh) hätten ihn leider falsch bestimmt: „Die KPCH hat den Begriff Kommunismus falsch bestimmt. Der Fehler daran ist einfach der falsche Begriff.“"</blockquote> möchte ich entgeistert entgegnen: Was sonst denn? Der Begriff "Kommunismus" ist doch nicht von der gleichen Art wie "Lieblingsmarmelade"! Wichtiger ist Nestors Beschreibung der Geschichte des Begriffs. Denn wenn das mitbedenkt, dann ist der dann doch wieder ganz unterschiedlich füllbar gewesen und ähnelt dann doch der Marmelade. Schwierig wird es mit der ja nun konkret stattgefundenen Verwirklichung "des" Begriffs nach der Oktoberrevolution. Über die NEP haben wir ja selbst hier schon manchmal gestritten und das wurde es ja bei den Bolschewiki auch schon aufs Heftigste. Ob also die konkrete Politik, die sich dann historisch damals durchgesetzt hat, (und das gilt ja nicht nur für die NEP, die nicht mal deren Befürworter so toll gefunden haben, sondern als ein Zugeständnis an die politischen Kräfteverhältnisse, so wie sie damals eben nun mal auf dem Land waren, sondern das gilt natürlich noch viel mehr für die Politik der SU ab Ende der 20er und vor allem ab den 30er Jahren) sinnvollerweise als "der" Kommunismus bezeichnet werden kann, das ist wieder mal eine große Frage. Auf jeden Fall ist es völlig angemessen, sich um einen "Begriff" von Kommunismus zu streiten und da insbesondere um das alte Hin und Her von "Kommandowirtschaft" (manche sagen positiv zentral organisierte Planwirtschaft dazu) versus Commonismus oder was auch immer an anarchistischen Kommune-Konzepten dagegengestellt werden soll. Und wenn dann die "Kommando"-Fans sagen sollen, was sie beim nächsten Mal "ganz anders" machen wollen, dann müssen deren Gegner natürlich auch vortragen, was sie beim nächsten Mal "ganz anders" machen wollen als all die bekannten kläglichen bis reaktionären kleinbürgerlichen Autarkieinseln gegeneinander zu setzen. Zu Nestors Vorwurf

„Man soll doch nicht so tun, als wüßten „Wir“ schon, wie Kommunismus geht, „die anderen“ (in diesem Falle die KPCh) hätten ihn leider falsch bestimmt: „Die KPCH hat den Begriff Kommunismus falsch bestimmt. Der Fehler daran ist einfach der falsche Begriff.““

möchte ich entgeistert entgegnen: Was sonst denn? Der Begriff „Kommunismus“ ist doch nicht von der gleichen Art wie „Lieblingsmarmelade“!

Wichtiger ist Nestors Beschreibung der Geschichte des Begriffs. Denn wenn das mitbedenkt, dann ist der dann doch wieder ganz unterschiedlich füllbar gewesen und ähnelt dann doch der Marmelade.

Schwierig wird es mit der ja nun konkret stattgefundenen Verwirklichung „des“ Begriffs nach der Oktoberrevolution. Über die NEP haben wir ja selbst hier schon manchmal gestritten und das wurde es ja bei den Bolschewiki auch schon aufs Heftigste. Ob also die konkrete Politik, die sich dann historisch damals durchgesetzt hat, (und das gilt ja nicht nur für die NEP, die nicht mal deren Befürworter so toll gefunden haben, sondern als ein Zugeständnis an die politischen Kräfteverhältnisse, so wie sie damals eben nun mal auf dem Land waren, sondern das gilt natürlich noch viel mehr für die Politik der SU ab Ende der 20er und vor allem ab den 30er Jahren) sinnvollerweise als „der“ Kommunismus bezeichnet werden kann, das ist wieder mal eine große Frage.

Auf jeden Fall ist es völlig angemessen, sich um einen „Begriff“ von Kommunismus zu streiten und da insbesondere um das alte Hin und Her von „Kommandowirtschaft“ (manche sagen positiv zentral organisierte Planwirtschaft dazu) versus Commonismus oder was auch immer an anarchistischen Kommune-Konzepten dagegengestellt werden soll.

Und wenn dann die „Kommando“-Fans sagen sollen, was sie beim nächsten Mal „ganz anders“ machen wollen, dann müssen deren Gegner natürlich auch vortragen, was sie beim nächsten Mal „ganz anders“ machen wollen als all die bekannten kläglichen bis reaktionären kleinbürgerlichen Autarkieinseln gegeneinander zu setzen.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110616 Thu, 07 Aug 2014 17:56:50 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110616 <blockquote>"Das ist keine Beschreibung der Situation in der VR China oder der Bestrebungen der KP Chinas." (Neoprene)</blockquote> Nein, das sollte sie auch nicht sein, sondern eine Unterstützung der Debatte um den Unterschied von <i>Zweck</i> und <i>Titel</i>. Ich habe die Details des <i>Zwecks</i> zitiert (und aus meiner Sicht wiedergegeben), auch als Basis um darauf hinzuweisen, welche Vorwürfe an die KPCh NICHT angebracht sind, z.B. sie hätten halt einen Staat aufbauen wollen. Näher kommt man der Sache, wenn man die <i>Programmatik</i> dieses Staatsaufbaus untersucht. Und da führt Renate Dillmann konkret aus, wie durch die Priorität des "nationalen" Programms eben vorhandene bürgerliche Strukturen affirmiert und in ein gewisses Recht gesetzt werden, und damit ist der Zweck, wie ihn R.D. oben näher bestimmt hat, schon mal verfehlt, denn die Bastionen bürgerlicher Produktionsweise widersprechen einer bedarfsgerechten Planung für alle Mitglieder der Gesellschaft. Die Kritik, die Programmatik sei "national", heißt m.E. eben mehr als zu sagen, ihr macht einen Staat. Auch die Kritik an "Staatseigentum" (Nestor) finde ich dementsprechend daneben, denn wessen Eigentum sollte es erstmal sonst sein? Es kommt doch auf die Zwecke an, für die dieses "Staatseigentum" fungiert. Wenn man das Schema Staat = Herrschaft anlegt, ist man natürlich schnell fertig mit der Debatte, aber wo ist die Begründung? (Abgesehen davon war die Situation beim damaligen Staatsaufbau in China allerdings auch nicht durch "Staatseigentum" und "Kommandowirtschaft" gekennzeichnet.)

„Das ist keine Beschreibung der Situation in der VR China oder der Bestrebungen der KP Chinas.“ (Neoprene)

Nein, das sollte sie auch nicht sein, sondern eine Unterstützung der Debatte um den Unterschied von Zweck und Titel. Ich habe die Details des Zwecks zitiert (und aus meiner Sicht wiedergegeben), auch als Basis um darauf hinzuweisen, welche Vorwürfe an die KPCh NICHT angebracht sind, z.B. sie hätten halt einen Staat aufbauen wollen. Näher kommt man der Sache, wenn man die Programmatik dieses Staatsaufbaus untersucht.

Und da führt Renate Dillmann konkret aus, wie durch die Priorität des „nationalen“ Programms eben vorhandene bürgerliche Strukturen affirmiert und in ein gewisses Recht gesetzt werden, und damit ist der Zweck, wie ihn R.D. oben näher bestimmt hat, schon mal verfehlt, denn die Bastionen bürgerlicher Produktionsweise widersprechen einer bedarfsgerechten Planung für alle Mitglieder der Gesellschaft. Die Kritik, die Programmatik sei „national“, heißt m.E. eben mehr als zu sagen, ihr macht einen Staat.

Auch die Kritik an „Staatseigentum“ (Nestor) finde ich dementsprechend daneben, denn wessen Eigentum sollte es erstmal sonst sein? Es kommt doch auf die Zwecke an, für die dieses „Staatseigentum“ fungiert. Wenn man das Schema Staat = Herrschaft anlegt, ist man natürlich schnell fertig mit der Debatte, aber wo ist die Begründung?

(Abgesehen davon war die Situation beim damaligen Staatsaufbau in China allerdings auch nicht durch „Staatseigentum“ und „Kommandowirtschaft“ gekennzeichnet.)

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by: Nestor http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110614 Thu, 07 Aug 2014 17:23:01 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110614 Also doch wieder einmal ich. Man soll doch nicht so tun, als wüßten „Wir“ schon, wie Kommunismus geht, „die anderen“ (in diesem Falle die KPCh) hätten ihn leider falsch bestimmt: „Die KPCH hat den Begriff Kommunismus falsch bestimmt. Der Fehler daran ist einfach der falsche Begriff.“ Kommunismus heißt vom Begriff her nichts anderes, als das Anstreben irgendeiner Art von Gemeineigentum. Man kann vielleicht auch noch so viel voraussetzen, daß jemand, der sich als „Kommunist“ begreift, irgend eine Kritik am Privateigentum hat. Man muß auch sehen, wie sich der Begriff entwickelt hat. Erst nannten sich Marx und Engels, und viele Anhänger der Internationale „Kommunisten“. Dann wurde die aufgelöst, und es gab auf der Seite der Marx-Anhänger nur mehr „Sozialisten“ oder „Sozialdemokraten“. (Der Begriff „Kommunismus“ blieb bei den Anarchisten.) Dann machten die russischen Sozialdemokraten eine Revo und sagten, so wir machen jetzt Kommunismus. Und was kam dann? Die Einführung des NEP! Auf einmal wurde unter dem Banner des „Kommunismus“ <i>das Privateigentum ins Recht gesetzt.</i> Später schließlich wurde Kommunismus zum Synonym für <i>Staatseigentum</i>, und dort ist der Begriff bis heute hängen geblieben. Und dann ist es irgendwie eigenartig, vom „Begriff“ zu reden und damit mehr oder weniger zu sagen: Wie sind die „wahren“ Kommunisten. Sobald man dann anfängt, sich zu streiten, oder irgendwelche Entwürfe vorzustellen, so stellt sich gewöhnlich heraus, daß die meisten auch wieder eine Kommandowirtschaft einrichten wollen, die aber diesmal <i>ganz was anderes</i> und eben „wirklich“ Kommunismus sein soll. Also doch wieder einmal ich.

Man soll doch nicht so tun, als wüßten „Wir“ schon, wie Kommunismus geht, „die anderen“ (in diesem Falle die KPCh) hätten ihn leider falsch bestimmt: „Die KPCH hat den Begriff Kommunismus falsch bestimmt. Der Fehler daran ist einfach der falsche Begriff.“

Kommunismus heißt vom Begriff her nichts anderes, als das Anstreben irgendeiner Art von Gemeineigentum. Man kann vielleicht auch noch so viel voraussetzen, daß jemand, der sich als „Kommunist“ begreift, irgend eine Kritik am Privateigentum hat.

Man muß auch sehen, wie sich der Begriff entwickelt hat. Erst nannten sich Marx und Engels, und viele Anhänger der Internationale „Kommunisten“. Dann wurde die aufgelöst, und es gab auf der Seite der Marx-Anhänger nur mehr „Sozialisten“ oder „Sozialdemokraten“. (Der Begriff „Kommunismus“ blieb bei den Anarchisten.) Dann machten die russischen Sozialdemokraten eine Revo und sagten, so wir machen jetzt Kommunismus. Und was kam dann? Die Einführung des NEP! Auf einmal wurde unter dem Banner des „Kommunismus“ das Privateigentum ins Recht gesetzt.
Später schließlich wurde Kommunismus zum Synonym für Staatseigentum, und dort ist der Begriff bis heute hängen geblieben.

Und dann ist es irgendwie eigenartig, vom „Begriff“ zu reden und damit mehr oder weniger zu sagen: Wie sind die „wahren“ Kommunisten.

Sobald man dann anfängt, sich zu streiten, oder irgendwelche Entwürfe vorzustellen, so stellt sich gewöhnlich heraus, daß die meisten auch wieder eine Kommandowirtschaft einrichten wollen, die aber diesmal ganz was anderes und eben „wirklich“ Kommunismus sein soll.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110612 Thu, 07 Aug 2014 16:53:18 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110612 Mattis, dir ist aber schon klar, daß mit diesen Thesen Kommunismus abstrakt bestimmt wird. Das ist keine Beschreibung der Situation in der VR China oder der Bestrebungen der KP Chinas. Oder wolltest du etwa das da rausgelesen haben und bestätigen? Mattis, dir ist aber schon klar, daß mit diesen Thesen Kommunismus abstrakt bestimmt wird. Das ist keine Beschreibung der Situation in der VR China oder der Bestrebungen der KP Chinas. Oder wolltest du etwa das da rausgelesen haben und bestätigen?

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110611 Thu, 07 Aug 2014 15:51:45 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/08/06/die-fehler-von-kommunisten/#comment-110611 <blockquote>"Diese Gesellschaftskritik, die Partei, die sie durchsetzen will und die von ihr angestrebte Gesellschaft heißt <i>"kommunistisch"</i>, weil ihr Hauptkennzeichen darin besteht, dass sie ein <i>Zusammenschluss</i> zur <i>gemeinschaftlichen</i> Organisation der Wirtschaft ist, zum größtmöglichen Nutzen für alle an ihr Beteiligten. Die kommunistische Gemeinschaft zeichnet sich dadurch aus, - dass ihre Mitglieder ihr - zumindest nach einer Übergangsphase - aus freiem Entschluss angehören und sich an ihr beteiligen, - dass ihr Zweck in der möglichst rationalen Organisation einer geplanten Wirtschaft besteht, - dass ihre Mitglieder diesen Zweck in einer sachlichen Auseinandersetzung bestimmen und nachprüfen, inwiefern seine Umsetzung mit ihren Interessen konform geht, - dass sie über das Wohlergehen ihrer Mitglieder hinaus keinen "höheren" Wert kennt." (Dillmann, China, S.37)</blockquote> Für mich hört sich das nach sozialistischem Staat an, denn folgende Elemente sehe ich angesprochen: Der Zweck der Organisation ist bestimmt als Planwirtschaft zum Nutzen aller, also Sozialismus. Wesentliche Komponenten der Realisierung sind: Eine ökonomische Verwaltung, die sich auf ein bestimmtes Territorium bezieht (relevant für planvollen Einsatz von Ressourcen), es ist klar, welche Bewohner dazugehören (relevant für Bedarfsermittlung und Arbeitsteilung), es gibt Gremien und Verfahren zur Diskussion und Entscheidungsfindung über die konkrete Umsetzung des Zwecks (politische Ebene). <i>Strukturell</i> sehe ich hier eine Reihe staatlicher Attribute, <i>inhaltlich</i> ist es Sozialismus.

„Diese Gesellschaftskritik, die Partei, die sie durchsetzen will und die von ihr angestrebte Gesellschaft heißt „kommunistisch“, weil ihr Hauptkennzeichen darin besteht, dass sie ein Zusammenschluss zur gemeinschaftlichen Organisation der Wirtschaft ist, zum größtmöglichen Nutzen für alle an ihr Beteiligten. Die kommunistische Gemeinschaft zeichnet sich dadurch aus,

- dass ihre Mitglieder ihr – zumindest nach einer Übergangsphase – aus freiem Entschluss angehören und sich an ihr beteiligen,

- dass ihr Zweck in der möglichst rationalen Organisation einer geplanten Wirtschaft besteht,

- dass ihre Mitglieder diesen Zweck in einer sachlichen Auseinandersetzung bestimmen und nachprüfen, inwiefern seine Umsetzung mit ihren Interessen konform geht,

- dass sie über das Wohlergehen ihrer Mitglieder hinaus keinen „höheren“ Wert kennt.“

(Dillmann, China, S.37)

Für mich hört sich das nach sozialistischem Staat an, denn folgende Elemente sehe ich angesprochen:

Der Zweck der Organisation ist bestimmt als Planwirtschaft zum Nutzen aller, also Sozialismus. Wesentliche Komponenten der Realisierung sind:
Eine ökonomische Verwaltung, die sich auf ein bestimmtes Territorium bezieht (relevant für planvollen Einsatz von Ressourcen), es ist klar, welche Bewohner dazugehören (relevant für Bedarfsermittlung und Arbeitsteilung), es gibt Gremien und Verfahren zur Diskussion und Entscheidungsfindung über die konkrete Umsetzung des Zwecks (politische Ebene).

Strukturell sehe ich hier eine Reihe staatlicher Attribute, inhaltlich ist es Sozialismus.

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