Walgesang Comments http://Neoprene.blogsport.de Sie rufen weit ins Meer, aber wer hört ihnen zu? (außer Walen) Thu, 18 Jul 2019 10:58:09 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126413 Wed, 17 Jul 2019 10:38:59 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126413 Geht der Artikel mit Abo noch weiter oder ist der so kurz. Das hat die "Zerstörung der CDU" also gebracht. Eine CDU Kommissionspräsidentin. Nennt man sowas einen Treppenwitz der Geschichte. Hatte die Eiskönigin von der Leyen jemand überhaupt vor gestern auf dem Schirm? Es gab ja eine ganze Reihe von Spitzenkandidaten. z.B. Manfred Weber von der CDU, Justizministerin Weber SPD, die ja öffentlichkeitswirksam ihr Amt aufgab. Das ist ja schon eine merkwürdige Sache. Da machen die Parteien Wahlkampf mit einem Spitzenkandidaten und hinterher sagen die Regierungschefs: Ne, wollnwer nicht. Anscheinend war Macron und Orban gegen Weber. Anscheinend ist es so, dass die Staats- und Regierungschefs dem Parlament einen Kommissionspräsidenten vorschlagen dürfen. Das Spitzenkandidatensystem ist dagegen nirgendwo verankert. Das scheint nur eine Erfindung der Parteien zu sein, um das Wahlvolk für die Europawahl zu mobilisieren. Als hätten die sich gedacht: Man kann ja keinen gesichtslosen Wahlkampf führen. Man braucht doch jemand, der die Partei in der Öffentlichkeit personifiziert. Und dann hat sie CSU den gesichtslosen Weber aufgestellt, den niemand kennt. Eine seltsame Konstruktion ist das. Die Staaten in Gestalt der Staats- und Regierungschefs sollen das letzte Wort haben und das Parlament ist dann nur noch das Akklamationsorgan. Das Akklamationsorgan soll vom europäischen Volk gewählt werden. Aber die Macht haben die Nationen in Form ihrer Regierungschefs. Würde das gewählte Parlament ohne Rücksprache mit den Staatschefs den Kommissionspräsidenten vorschlagen und wählen, wären die Nationen bedeutungslos. Also folgt diese seltsame Konstruktion aus dem, was die EU sein will, nämlich eine Gemeinschaft von Nationen, die sich zwecks Zugewinn imperialistischer Stärke zusammentun, aber gleichzeitig ihre Konkurrenz nicht aufgeben. Geht der Artikel mit Abo noch weiter oder ist der so kurz.
Das hat die „Zerstörung der CDU“ also gebracht. Eine CDU Kommissionspräsidentin. Nennt man sowas einen Treppenwitz der Geschichte.

Hatte die Eiskönigin von der Leyen jemand überhaupt vor gestern auf dem Schirm? Es gab ja eine ganze Reihe von Spitzenkandidaten. z.B. Manfred Weber von der CDU, Justizministerin Weber SPD, die ja öffentlichkeitswirksam ihr Amt aufgab. Das ist ja schon eine merkwürdige Sache. Da machen die Parteien Wahlkampf mit einem Spitzenkandidaten und hinterher sagen die Regierungschefs: Ne, wollnwer nicht.
Anscheinend war Macron und Orban gegen Weber.

Anscheinend ist es so, dass die Staats- und Regierungschefs dem Parlament einen Kommissionspräsidenten vorschlagen dürfen. Das Spitzenkandidatensystem ist dagegen nirgendwo verankert. Das scheint nur eine Erfindung der Parteien zu sein, um das Wahlvolk für die Europawahl zu mobilisieren. Als hätten die sich gedacht: Man kann ja keinen gesichtslosen Wahlkampf führen. Man braucht doch jemand, der die Partei in der Öffentlichkeit personifiziert. Und dann hat sie CSU den gesichtslosen Weber aufgestellt, den niemand kennt.

Eine seltsame Konstruktion ist das. Die Staaten in Gestalt der Staats- und Regierungschefs sollen das letzte Wort haben und das Parlament ist dann nur noch das Akklamationsorgan. Das Akklamationsorgan soll vom europäischen Volk gewählt werden. Aber die Macht haben die Nationen in Form ihrer Regierungschefs. Würde das gewählte Parlament ohne Rücksprache mit den Staatschefs den Kommissionspräsidenten vorschlagen und wählen, wären die Nationen bedeutungslos. Also folgt diese seltsame Konstruktion aus dem, was die EU sein will, nämlich eine Gemeinschaft von Nationen, die sich zwecks Zugewinn imperialistischer Stärke zusammentun, aber gleichzeitig ihre Konkurrenz nicht aufgeben.

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126409 Tue, 16 Jul 2019 21:49:37 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126409 Wie billig die Parolen der 'Fridays' inzwischen überall als Propaganda für kapitalisische Politik gehandelt werden, das hat u.a. die Bewerbungsrede der dt. Kriegsministerin von der Leyen für den Kommissionsjob gezeigt. Und wie der Arsch auf den Eimer passt dazu ein grüner: Aus den Reihen der Grünen kam Lob: Exparteichef Cem Özdemir schrieb auf Twitter, die Kandidatin von der Leyen habe die Klimakrise (…) in den Mittelpunkt gestellt. https://www.jungewelt.de/artikel/358836.kandidatin-eierlegende-wollmilchsau-klimaneutral-aufr%C3%BCsten.html Wie billig die Parolen der ‚Fridays‘ inzwischen überall als Propaganda für kapitalisische Politik gehandelt werden, das hat u.a. die Bewerbungsrede der dt. Kriegsministerin von der Leyen für den Kommissionsjob gezeigt.
Und wie der Arsch auf den Eimer passt dazu ein grüner:

Aus den Reihen der Grünen kam Lob: Exparteichef Cem Özdemir schrieb auf Twitter, die Kandidatin von der Leyen habe die Klimakrise (…) in den Mittelpunkt gestellt.

https://www.jungewelt.de/artikel/358836.kandidatin-eierlegende-wollmilchsau-klimaneutral-aufr%C3%BCsten.html

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by: Neues_Protok http://Neoprene.blogsport.de/2015/07/01/der-dritte-anlauf-deutschlands-zur-einigung-europas/#comment-126408 Tue, 16 Jul 2019 11:47:55 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2015/07/01/der-dritte-anlauf-deutschlands-zur-einigung-europas/#comment-126408 Die Ergebnisse der Europa-Wahl, der Streit zwischen 'Souveränisten' und 'Pro-Europäern', sowie Formen und Inhalte des Wahlkampfes 2019 waren Thema beim Jourfixe München am 08.07.2019, hier protokolliert: https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf190708-wahlen-eu.pdf Gegenstand der Debatte war der neue Artikel im Gegenstandpunkt 2/2019: Die Wahlen zum EU-Parlament 2019 https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wahlen-zum-eu-parlament-2019 (Dieser Artikel ist insgesamt online frei verfügbar!) Zu Beginn des Artikels wird darauf hingewiesen, dass die Art und Weise, wie dieses Mal für die EU-Wahl geworben wurde, sich deutlich von früheren EU-Wahlkämpfen unterschieden hat. Unter Titeln wie 'Ausbau oder Rückbau der EU?' oder ‚mehr oder weniger Brüssel?’ wurde von zwei gegnerischen Lagern eine Schicksalswahl ausgerufen und die Frage aufgemacht, ob und wie es mit der EU überhaupt weitergehen könne. Was sind das für Alternativen…??? (…) --- Neoprene hat übrigens in einen anderen Thread die Abschrift eines Vortrages von Peter Decker am 4. Mai 2017 in Nürnberg eingestellt: Europa hat heute viele Feinde… … so beginnt der Vortrag von Peter Decker über die aktuelle Lage Europas und über die Deutungen der expliziten ‚Freunde Europas‘: Die europäische Einigung - Ein deutsches Weltmachtprojekt https://www.argudiss.de/node/414 https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/gesamtaufnahmen%28mp3%29/europa_nbg_0517_ges.mp3 Zu sehen und zu hören ist der Vortrag und die Diskussion unter: https://www.youtube.com/watch?v=VMKyLM2XkBQ http://Neoprene.blogsport.de/images/DeckerzuEuropa20170504NbgMitschrift_01.rtf --- … wobei die ‚Fragilität‘ des dt.-europäischen Weltmachtprojektes seit 2017 erhebliche weitere ‚Kratzer‘ abgekriegt hat, und zwar sowohl von Seiten der USA als auch direkt aus dem Inneren der EU …. Die Ergebnisse der Europa-Wahl, der Streit zwischen ‚Souveränisten‘ und ‚Pro-Europäern‘, sowie Formen und Inhalte des Wahlkampfes 2019 waren Thema beim Jourfixe München am 08.07.2019, hier protokolliert:

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf190708-wahlen-eu.pdf

Gegenstand der Debatte war der neue Artikel im Gegenstandpunkt 2/2019:
Die Wahlen zum EU-Parlament 2019
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wahlen-zum-eu-parlament-2019
(Dieser Artikel ist insgesamt online frei verfügbar!)

Zu Beginn des Artikels wird darauf hingewiesen, dass die Art und Weise, wie dieses Mal für die EU-Wahl geworben wurde, sich deutlich von früheren EU-Wahlkämpfen unterschieden hat. Unter Titeln wie ‚Ausbau oder Rückbau der EU?‘ oder ‚mehr oder weniger Brüssel?’ wurde von zwei gegnerischen Lagern eine Schicksalswahl ausgerufen und die Frage aufgemacht, ob und wie es mit der EU überhaupt weitergehen könne.

Was sind das für Alternativen…???
(…)

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Neoprene hat übrigens in einen anderen Thread die Abschrift eines Vortrages von Peter Decker am 4. Mai 2017 in Nürnberg eingestellt:

Europa hat heute viele Feinde…
… so beginnt der Vortrag von Peter Decker über die aktuelle Lage Europas und über die Deutungen der expliziten ‚Freunde Europas‘:
Die europäische Einigung – Ein deutsches Weltmachtprojekt

https://www.argudiss.de/node/414

https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/gesamtaufnahmen%28mp3%29/europa_nbg_0517_ges.mp3

Zu sehen und zu hören ist der Vortrag und die Diskussion unter:

https://www.youtube.com/watch?v=VMKyLM2XkBQ

http://Neoprene.blogsport.de/images/DeckerzuEuropa20170504NbgMitschrift_01.rtf

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… wobei die ‚Fragilität‘ des dt.-europäischen Weltmachtprojektes seit 2017 erhebliche weitere ‚Kratzer‘ abgekriegt hat, und zwar sowohl von Seiten der USA als auch direkt aus dem Inneren der EU ….

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126394 Fri, 12 Jul 2019 11:27:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126394 <blockquote>Die verlogene Gleichung, private Interessen und Anliegen seien letztlich mit dem politisch definierten Allgemeinwohl identisch, gehört tatsächlich zum Handwerkszeug der Politik. </blockquote> Aber leider auch zum Handwerkszeug des demokratischen Staatsbürgers. Auch REZO misst die Politik nicht an "privaten Interessen" sondern an den idealen Werten einer demokratischen staatlichen Gemeinschaft. Es ist doch gar nicht so, dass die Politiker etwas vorlügen müssen, damit der Bürger sich das Allgemeinwohl in ihre privaten Interessen übersetzen. Als affirmative moralische Bürger gehen sie nämlich davon aus, dass ihr Interesse mit dem Interesse der demokratischen Gemeinschaft in der sie leben zusammengeht. Deshalb sind sie dafür. Und wenn sie dann doch eine Differenz feststellen, liegt das nicht an ihrem blödsinnigen Idealismus, also an dem falschen Vorurteil, der Staat sei für sie da, sondern dann vergeht sich der reale Staat am Idealen. Der Idealismus des Staatsbürgers ist also mindestens genauso verlogen und von den "privaten Interessen und Anliegen" dieser Spezies halte ich auch gar nichts. Man sollte sich also hüten den Eindruck zu erwecken die Bürger würden mit ihren unschuldigen "privaten Interessen und Anliegen" von der Politik durch Lügen getäuscht ihren politischen Absichten zustimmen. Die Bürger belügen sich schon selbst (soll heißen, dass ihr Interesse am Mitmachen ihr Urteil leitet und verdirbt) und die Politiker bedienen diese Selbsttäuschung bereitwillig. Bürger beziehen sich auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, indem sie fragen wie diese positive Bedingung für ihre Interessen ist. "Wie kann ich diese Verhältnisse für mich gebrauchen." Diese praktische Stellung enthält schon das Vorurteil, dass die Gesellschaft für die eigenen Interessen eingerichtet wäre. Das ist sie aber nicht. Das interessiert den Bürger leider nicht. Er leitet umgekehrt sein theoretisches Urteil aus der praktischen Stellung ab, das er zu den vorgefundenen gesellschaftlichen Verhältnissen einnimmt.

Die verlogene Gleichung, private Interessen und Anliegen seien letztlich mit dem politisch definierten Allgemeinwohl identisch, gehört tatsächlich zum Handwerkszeug der Politik.

Aber leider auch zum Handwerkszeug des demokratischen Staatsbürgers. Auch REZO misst die Politik nicht an „privaten Interessen“ sondern an den idealen Werten einer demokratischen staatlichen Gemeinschaft.

Es ist doch gar nicht so, dass die Politiker etwas vorlügen müssen, damit der Bürger sich das Allgemeinwohl in ihre privaten Interessen übersetzen. Als affirmative moralische Bürger gehen sie nämlich davon aus, dass ihr Interesse mit dem Interesse der demokratischen Gemeinschaft in der sie leben zusammengeht. Deshalb sind sie dafür. Und wenn sie dann doch eine Differenz feststellen, liegt das nicht an ihrem blödsinnigen Idealismus, also an dem falschen Vorurteil, der Staat sei für sie da, sondern dann vergeht sich der reale Staat am Idealen.

Der Idealismus des Staatsbürgers ist also mindestens genauso verlogen und von den „privaten Interessen und Anliegen“ dieser Spezies halte ich auch gar nichts. Man sollte sich also hüten den Eindruck zu erwecken die Bürger würden mit ihren unschuldigen „privaten Interessen und Anliegen“ von der Politik durch Lügen getäuscht ihren politischen Absichten zustimmen. Die Bürger belügen sich schon selbst (soll heißen, dass ihr Interesse am Mitmachen ihr Urteil leitet und verdirbt) und die Politiker bedienen diese Selbsttäuschung bereitwillig.

Bürger beziehen sich auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, indem sie fragen wie diese positive Bedingung für ihre Interessen ist. „Wie kann ich diese Verhältnisse für mich gebrauchen.“ Diese praktische Stellung enthält schon das Vorurteil, dass die Gesellschaft für die eigenen Interessen eingerichtet wäre. Das ist sie aber nicht. Das interessiert den Bürger leider nicht. Er leitet umgekehrt sein theoretisches Urteil aus der praktischen Stellung ab, das er zu den vorgefundenen gesellschaftlichen Verhältnissen einnimmt.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126393 Fri, 12 Jul 2019 06:24:50 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126393 Das Einladungsflufblatt für eine Veranstaltung am 3. Juli in Regensburg enthielt auch eine Kritik an dem REZO-Video auf YouTube: REZO und die „Zerstörung der CDU“ Statt Wohlstand aller wachsende Armut; statt Rettung der Schöpfung fortschreitender Klimawandel; statt Frieden Unterstützung illegitimer US-Kriege. Versprochen – gebrochen! So geht REZOS Abrechnung mit der CDU und ähnlichen Vereinen. – Die großen Werte vom Wohl der Menschheit, mit denen sich Politik schmückt, wenn sie anrichtet, was REZO und Gleichgesinnten zurecht nicht passt, sind auch Youtubern heilig. Was sie sich an guten Taten im Gefolge solcher Werte versprechen, nehmen sie als Versprechen der Politik, sind enttäuscht über das Ergebnis und tippen auf Wortbruch als Erklärung. Stimmt das? Was weiß man über das Treiben der Politik, wenn man erfährt, was sie nicht macht, nämlich Versprechen einzulösen? – Die verlogene Gleichung, private Interessen und Anliegen seien letztlich mit dem politisch definierten Allgemeinwohl identisch, gehört tatsächlich zum Handwerkszeug der Politik. Statt an die Gleichung zu glauben und auf Einlösung zu pochen, sollte man sich besser durch das Kleingedruckte belehren lassen. Stets fügen Politiker ihrer Gleichung von privatem Interesse und Allgemeinwohl nämlich die Bedingungen hinzu, die erfüllt sein müssen, damit man ihr näher kommt. An der Realität, die sie nicht vorfinden, sondern kraft Amt machen, wird noch jedes Anliegen relativiert, dem sie recht geben. – Warum fallen Wunsch und politische Wirklichkeit nie zusammen? Dafür hat der junge REZO den ältesten Kalauer der Demokratiegeschichte als Erklärung auf Lager. Nicht die Politik, das politische Personal ist das Übel. Einfach inkompetent oder korrupt. Wie kommen solche Knalltüten ins Amt? Durch das Votum haargenau derselben Leute, die sich immerfort über uneingelöste Versprechen der Politiker aufregen. Denn wenn die bösen Ergebnisse staatlichen Wirkens ganz auf das Konto des unfähigen Personals im Politikbetrieb verschoben werden, ist der personelle Wechsel auch das einzige und passende Heilmittel. Ein alternatives Wahlkreuz, das ist der Gipfel des Aktionismus, für den ein Youtuber fünfzig Minuten Sendezeit verplempert. Auch unter einem moralisch empörten Blauschopf kann sich offenbar ein demokratiekompatibler Biedermeier verbergen. http://www.forumkritik.de/index.html Das Einladungsflufblatt für eine Veranstaltung am 3. Juli in Regensburg enthielt auch eine Kritik an dem REZO-Video auf YouTube:

REZO und die „Zerstörung der CDU“

Statt Wohlstand aller wachsende Armut; statt Rettung der Schöpfung fortschreitender Klimawandel; statt Frieden Unterstützung illegitimer US-Kriege.
Versprochen – gebrochen! So geht REZOS Abrechnung mit der CDU und ähnlichen Vereinen.

– Die großen Werte vom Wohl der Menschheit, mit denen sich Politik schmückt, wenn sie anrichtet, was REZO und Gleichgesinnten zurecht nicht passt, sind auch Youtubern heilig. Was sie sich an guten Taten im Gefolge solcher Werte versprechen, nehmen sie als Versprechen der Politik, sind enttäuscht über das Ergebnis und tippen auf Wortbruch als Erklärung. Stimmt das? Was weiß man über das Treiben der Politik, wenn man erfährt, was sie nicht macht, nämlich Versprechen einzulösen?

– Die verlogene Gleichung, private Interessen und Anliegen seien letztlich mit dem politisch definierten Allgemeinwohl identisch, gehört tatsächlich zum Handwerkszeug der Politik. Statt an die Gleichung zu glauben und auf Einlösung zu pochen, sollte man sich besser durch das Kleingedruckte belehren lassen. Stets fügen Politiker ihrer Gleichung von privatem Interesse und Allgemeinwohl nämlich die Bedingungen hinzu, die erfüllt sein müssen, damit man ihr näher kommt. An der Realität, die sie nicht vorfinden, sondern kraft Amt machen, wird noch jedes Anliegen relativiert, dem sie recht geben.

– Warum fallen Wunsch und politische Wirklichkeit nie zusammen? Dafür hat der junge REZO den ältesten Kalauer der Demokratiegeschichte als Erklärung auf Lager. Nicht die Politik, das politische Personal ist das Übel. Einfach inkompetent oder korrupt. Wie kommen solche Knalltüten ins Amt? Durch das Votum haargenau derselben Leute, die sich immerfort über uneingelöste Versprechen der Politiker aufregen. Denn wenn die bösen Ergebnisse staatlichen Wirkens ganz auf das Konto des unfähigen Personals im Politikbetrieb verschoben werden, ist der personelle Wechsel auch das einzige und passende Heilmittel.

Ein alternatives Wahlkreuz, das ist der Gipfel des Aktionismus, für den ein Youtuber fünfzig Minuten Sendezeit verplempert. Auch unter einem moralisch empörten Blauschopf kann sich offenbar ein demokratiekompatibler Biedermeier verbergen.

http://www.forumkritik.de/index.html

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126392 Fri, 12 Jul 2019 06:01:44 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126392 Der 'Offene Brief' an die Fridays von der Gegenstandpunkt-Redaktion ist von ihr in der aktuellen Print-Ausgabe nach den Europawahlen um ein P.S. ergänzt worden: Inzwischen wird euch reihum ein nicht gerade geringer Erfolg bescheinigt: Dem Ausgang der Wahl des Europaparlaments sollt ihr einen entscheidenden Dreh verpasst haben. Unterstützung hattet ihr dabei von einem Millionen Follower schweren Exponenten der jungen Generation mit blauen Haaren, der im Namen des von euch angemahnten Fortschritts die Flaschen von CDU und Co schlechtgemacht hat. Über die YouTube-Trends hinaus hat das Einfluss auf die politische Stimmung kurz vor der Wahl genommen – sobald und insofern die angegriffenen Parteien sich dazu entschlossen haben, eine Reaktion für angebracht zu halten, und die seriöse Öffentlichkeit sich deshalb der Sache angenommen hat. Das Echo, das ihr von Politik und Öffentlichkeit in der Nachbesprechung des Wahlergebnisses erntet, enthält noch eine letzte interessante Auskunft darüber, wozu euer Protest gut gewesen ist. Aus Sicht eurer Gratulanten hat sich euer Engagement für die gute Sache voll und ganz ausgezahlt: für die Parteien nämlich, für die es sich in Wählerstimmen niedergeschlagen und sich damit rückstandslos aufgelöst hat in einen Beitrag zur Ermächtigung von Politikern zur Wahrnehmung ihrer Kompetenzen. Alles und was auch immer genau euch aufregt und auf die Straße treibt – es gehört in die Hände von Politikern gelegt, die euren Protest zu einer kostenlosen und kopfstarken Wahlwerbung erklären und damit ihrer Konkurrenz aus CDU, SPD und Co, die mit ihnen in den Parlamenten und Regierungen sitzen, ein Schnippchen schlagen. Und diejenigen, die laut Mehrheitsmeinung von euch abgestraft worden sind, wissen jetzt und posaunen es aus, dass sie auf das Etikett ‚Klimaschutz‘ für alles, was sie politisch vorhaben, nie mehr verzichten werden – bis hin zum AfD-Nachwuchs, der ankündigt, demnächst mit der Gleichung von Klimaschutz und Ausländerhass für sich zu werben. In den Händen der Politiker liegt es jetzt – wieder und wie immer. Sie definieren, worin die drängenden ‚Fragen und Probleme der Weltrettung‘ überhaupt bestehen, und zwar in vornehmer Distanz zu ihrem Stimmvieh und zu allen, die mit dem Klimawandel ihre Probleme – welche auch immer – haben mögen. Nach ihrem Ermessen und unter Berücksichtigung von ‚Ökologie und Ökonomie‘ sowie weiteren wichtigen Begriffspärchen, deren Inhalt sie ebenso definieren, gehen sie die Lösung an – die in der Hauptsache schon darin liegt, dass sie in die richtigen Hände gefallen ist. Mehr Grüne im Parlament – die vordringlichsten Gründe fürs Schulschwänzen im Namen der Zukunft hätten sich damit erübrigt, oder? Und wenn ihr nicht kapieren wollt, dass ihr euren Job damit erledigt und den Rest den Profis der Politik zu überlassen habt, bekommt ihr das von der deutschen Öffentlichkeit noch explizit mitgeteilt: Die findet es nämlich peinlich, dass ihre Politiker sich von einem Obermoralisten im Internet haben vorführen lassen. Natürlich ist das Getöber mit hohen Werten gerade in der Hochzeit der Demokratie – dem Wahlkampf – sehr angebracht. Ihr habt deren Funktion aber ganz falsch verstanden, wenn ihr meint, dass man gegen die ‚Realität‘ – auch so ein Wert – auf ihnen bestehen kann. Der Nutzen der Werte in der Demokratie besteht in dem Gebrauch, den die wirklich Mächtigen und Befugten von ihnen machen, wenn sie sich bei ihrer Politik auf sie berufen. Nach Auffassung der Öffentlichkeit müsst ihr also noch lernen: Zwischen die mahnenden Ratschläge von Wissenschaftlern und dem unendlich guten Willen einer aufgeweckten Jugend auf der einen Seite und die Praxis der politischen Verwaltung eines weltmarktbewährten Kapitalstandortes auf der anderen Seite gehört noch die ‚Kompromissfindung‘ als heilige Kuh der Demokratie – an der relativiert sich jedes Anliegen, sodass am Ende die Verbindlichkeit politischer Machtworte gefragt ist. Dafür wurde der Beruf des Politikers erfunden. https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/an-fridays-for-future Der ‚Offene Brief‘ an die Fridays von der Gegenstandpunkt-Redaktion ist von ihr in der aktuellen Print-Ausgabe nach den Europawahlen um ein P.S. ergänzt worden:

Inzwischen wird euch reihum ein nicht gerade geringer Erfolg bescheinigt: Dem Ausgang der Wahl des Europaparlaments sollt ihr einen entscheidenden Dreh verpasst haben. Unterstützung hattet ihr dabei von einem Millionen Follower schweren Exponenten der jungen Generation mit blauen Haaren, der im Namen des von euch angemahnten Fortschritts die Flaschen von CDU und Co schlechtgemacht hat. Über die YouTube-Trends hinaus hat das Einfluss auf die politische Stimmung kurz vor der Wahl genommen – sobald und insofern die angegriffenen Parteien sich dazu entschlossen haben, eine Reaktion für angebracht zu halten, und die seriöse Öffentlichkeit sich deshalb der Sache angenommen hat.

Das Echo, das ihr von Politik und Öffentlichkeit in der Nachbesprechung des Wahlergebnisses erntet, enthält noch eine letzte interessante Auskunft darüber, wozu euer Protest gut gewesen ist. Aus Sicht eurer Gratulanten hat sich euer Engagement für die gute Sache voll und ganz ausgezahlt: für die Parteien nämlich, für die es sich in Wählerstimmen niedergeschlagen und sich damit rückstandslos aufgelöst hat in einen Beitrag zur Ermächtigung von Politikern zur Wahrnehmung ihrer Kompetenzen. Alles und was auch immer genau euch aufregt und auf die Straße treibt – es gehört in die Hände von Politikern gelegt, die euren Protest zu einer kostenlosen und kopfstarken Wahlwerbung erklären und damit ihrer Konkurrenz aus CDU, SPD und Co, die mit ihnen in den Parlamenten und Regierungen sitzen, ein Schnippchen schlagen. Und diejenigen, die laut Mehrheitsmeinung von euch abgestraft worden sind, wissen jetzt und posaunen es aus, dass sie auf das Etikett ‚Klimaschutz‘ für alles, was sie politisch vorhaben, nie mehr verzichten werden – bis hin zum AfD-Nachwuchs, der ankündigt, demnächst mit der Gleichung von Klimaschutz und Ausländerhass für sich zu werben.

In den Händen der Politiker liegt es jetzt – wieder und wie immer. Sie definieren, worin die drängenden ‚Fragen und Probleme der Weltrettung‘ überhaupt bestehen, und zwar in vornehmer Distanz zu ihrem Stimmvieh und zu allen, die mit dem Klimawandel ihre Probleme – welche auch immer – haben mögen. Nach ihrem Ermessen und unter Berücksichtigung von ‚Ökologie und Ökonomie‘ sowie weiteren wichtigen Begriffspärchen, deren Inhalt sie ebenso definieren, gehen sie die Lösung an – die in der Hauptsache schon darin liegt, dass sie in die richtigen Hände gefallen ist. Mehr Grüne im Parlament – die vordringlichsten Gründe fürs Schulschwänzen im Namen der Zukunft hätten sich damit erübrigt, oder? Und wenn ihr nicht kapieren wollt, dass ihr euren Job damit erledigt und den Rest den Profis der Politik zu überlassen habt, bekommt ihr das von der deutschen Öffentlichkeit noch explizit mitgeteilt: Die findet es nämlich peinlich, dass ihre Politiker sich von einem Obermoralisten im Internet haben vorführen lassen. Natürlich ist das Getöber mit hohen Werten gerade in der Hochzeit der Demokratie – dem Wahlkampf – sehr angebracht. Ihr habt deren Funktion aber ganz falsch verstanden, wenn ihr meint, dass man gegen die ‚Realität‘ – auch so ein Wert – auf ihnen bestehen kann. Der Nutzen der Werte in der Demokratie besteht in dem Gebrauch, den die wirklich Mächtigen und Befugten von ihnen machen, wenn sie sich bei ihrer Politik auf sie berufen. Nach Auffassung der Öffentlichkeit müsst ihr also noch lernen: Zwischen die mahnenden Ratschläge von Wissenschaftlern und dem unendlich guten Willen einer aufgeweckten Jugend auf der einen Seite und die Praxis der politischen Verwaltung eines weltmarktbewährten Kapitalstandortes auf der anderen Seite gehört noch die ‚Kompromissfindung‘ als heilige Kuh der Demokratie – an der relativiert sich jedes Anliegen, sodass am Ende die Verbindlichkeit politischer Machtworte gefragt ist. Dafür wurde der Beruf des Politikers erfunden.

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/an-fridays-for-future

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126391 Thu, 11 Jul 2019 06:26:49 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126391 Als Wahlhelfer für die Partei "Die Grünen" zu stranden - das scheint eine verlockende Perspektive zu sein: "Die Partei 'Die Grünen', die in Deutschland laut Umfragen auf dem Weg zur zweitstärksten politischen Kraft ist, hat das Potenzial von Fridays for Future längst erkannt. «Politics for Future» heisst eine paneuropäische Allianz grüner Politiker, die der Jugend zeigen soll, dass sie deren Sorgen «europäisch annimmt»" NZZ Demonstrieren heißt Zustimmen - zu grüner Regierungsmacht. Anlässlich der Ministerkarriere des Grünen Joschka Fischer hat der Gegenstandpunkt dunnemals bereits einige Parolen grünen Regierens zusammengestellt: "1. Wir müssen aufhören, unsere Ideale als Kritik Deutschlands, seiner Wirtschaft, Militärpolitik etc. vorzutragen. Die Grünen dürfen nicht als Verhinderungspolitiker und Bremser erscheinen. Jawohl, Protest hat der Partei genützt – zu ihrer Etablierung. Aber jetzt muß Schluss sein mit der kritischen Subkultur: Nein-Sagen ist keine Politik! Jetzt heißt es Ja-Sagen zu Deutschland und seiner aktuellen politischen Tagesordnung. Unbedingter und konstruktiver Realismus ist die erste Qualifikation zur Macht. 2. Wir brauchen unsere ökologischen, sozialen und basisdemokratischen Ideale nicht wegzuwerfen. Nicht als Einspruchstitel, wohl aber als weltanschaulicher Hintergrund bei der Exekution der nationalen Notwendigkeiten sind sie bestens geeignet – ein Glaubwürdigkeitskapital, das uns die anderen erst einmal nachmachen sollen. 3. Wir verfügen mit unseren wachstumskritischen Bescheidenheitstraditionen über beste Voraussetzungen dafür, dass „die Deutschen“ uns die Bewältigung des „Widerspruchs von Beharren und Wandel“ zu einer attraktiven „Erneuerung von Wirtschaft und Gesellschaft“ mehr zutrauen als anderen." https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/demokratie-braucht-charaktermasken#section9 Ein vierter Pluspunkt für grüne Regierungsbeteiligung scheint heute der Hinweis darauf zu sein, dass Fridays for Future demonstriert habe, dass grüne Politik total uneigennützig, idealistisch und supi jugendlich sei. Nicht nur Kriege in Afghanistan und den-Gürtel-enger-schnallen-Parolen werden sich so wohl noch eloquenter mittels Hervorkehren der Ideale von Nachhaltigkeit, Zivilgesellschaft etcpp von Seiten grüner Regierungspolitiker verkaufen lassen... Dafür kann man die konkurrierende christdemokratische Frontfrau von der Leyen auch mal offiziell im europäischen Parlament abblitzen lassen. Nach langer Beratungs- und Bedenkzeit. Sooo leicht will man sich dann doch nicht vor der eigenen Wählerschaft, oder den 'Fridays for Future' blamieren lassen ... ("Einfluss" nehmen, wie Krim oben zusammenfasst, das heißt nämlich im Regelfall, dass man zierendes Beiwerk in Talkshows und auf Podien wird. Und als Luise Neubauer habe man direkten Draht zu Mächtigen. So verschafft man der Partei 'Die Grünen' mehr "Glaubwürdigkeit". Und eine jugendliche grüne Charakter-Maske. 'Ehemaliger Straßenkämpfer' - so lautete selbige für den Staatsmann, Serbien-Bombardierer und HartzIV-Durchsetzer, Herrn Josef Fischer.) Als Wahlhelfer für die Partei „Die Grünen“ zu stranden – das scheint eine verlockende Perspektive zu sein:

„Die Partei ‚Die Grünen‘, die in Deutschland laut Umfragen auf dem Weg zur zweitstärksten politischen Kraft ist, hat das Potenzial von Fridays for Future längst erkannt. «Politics for Future» heisst eine paneuropäische Allianz grüner Politiker, die der Jugend zeigen soll, dass sie deren Sorgen «europäisch annimmt»“ NZZ

Demonstrieren heißt Zustimmen – zu grüner Regierungsmacht.

Anlässlich der Ministerkarriere des Grünen Joschka Fischer hat der Gegenstandpunkt dunnemals bereits einige Parolen grünen Regierens zusammengestellt:

„1. Wir müssen aufhören, unsere Ideale als Kritik Deutschlands, seiner Wirtschaft, Militärpolitik etc. vorzutragen. Die Grünen dürfen nicht als Verhinderungspolitiker und Bremser erscheinen. Jawohl, Protest hat der Partei genützt – zu ihrer Etablierung. Aber jetzt muß Schluss sein mit der kritischen Subkultur: Nein-Sagen ist keine Politik! Jetzt heißt es Ja-Sagen zu Deutschland und seiner aktuellen politischen Tagesordnung. Unbedingter und konstruktiver Realismus ist die erste Qualifikation zur Macht.

2. Wir brauchen unsere ökologischen, sozialen und basisdemokratischen Ideale nicht wegzuwerfen. Nicht als Einspruchstitel, wohl aber als weltanschaulicher Hintergrund bei der Exekution der nationalen Notwendigkeiten sind sie bestens geeignet – ein Glaubwürdigkeitskapital, das uns die anderen erst einmal nachmachen sollen.

3. Wir verfügen mit unseren wachstumskritischen Bescheidenheitstraditionen über beste Voraussetzungen dafür, dass „die Deutschen“ uns die Bewältigung des „Widerspruchs von Beharren und Wandel“ zu einer attraktiven „Erneuerung von Wirtschaft und Gesellschaft“ mehr zutrauen als anderen.“

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/demokratie-braucht-charaktermasken#section9

Ein vierter Pluspunkt für grüne Regierungsbeteiligung scheint heute der Hinweis darauf zu sein, dass Fridays for Future demonstriert habe, dass grüne Politik total uneigennützig, idealistisch und supi jugendlich sei.
Nicht nur Kriege in Afghanistan und den-Gürtel-enger-schnallen-Parolen werden sich so wohl noch eloquenter mittels Hervorkehren der Ideale von Nachhaltigkeit, Zivilgesellschaft etcpp von Seiten grüner Regierungspolitiker verkaufen lassen…

Dafür kann man die konkurrierende christdemokratische Frontfrau von der Leyen auch mal offiziell im europäischen Parlament abblitzen lassen.
Nach langer Beratungs- und Bedenkzeit.
Sooo leicht will man sich dann doch nicht vor der eigenen Wählerschaft, oder den ‚Fridays for Future‘ blamieren lassen …

(„Einfluss“ nehmen, wie Krim oben zusammenfasst, das heißt nämlich im Regelfall, dass man zierendes Beiwerk in Talkshows und auf Podien wird. Und als Luise Neubauer habe man direkten Draht zu Mächtigen.
So verschafft man der Partei ‚Die Grünen‘ mehr „Glaubwürdigkeit“. Und eine jugendliche grüne Charakter-Maske. ‚Ehemaliger Straßenkämpfer‘ – so lautete selbige für den Staatsmann, Serbien-Bombardierer und HartzIV-Durchsetzer, Herrn Josef Fischer.)

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126388 Wed, 10 Jul 2019 17:09:23 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126388 1+2. Ja,gut. Einverstanden. zu 3. Kommt auch drauf an, was man sich unter "politisch was bewegen" vorstellt. Generalstreik geht nicht mit Zelten auf dem Marktplatz. Menschheitsgewissen demonstrieren geht mit Zelten. Hat man jetzt politisch was bewegt, wenn man seine Verantwortung für die Menschheit demonstriert. Nein, denn politisch entscheiden tun andere. Wie ist es also überhaupt möglich was politisch zu bewegen. 1. Man geht in die Politik 2. Man macht Revolution. Dazwischen seh ich eigentlich nichts. Wenn man mal unterstellt, dass solcher Protest nicht auf Revolution aus ist, dann kann man sich das als Protestierender nur so denken, dass damit die öffentliche Meinung beeinflusst werden soll und damit die Politik unter Druck gesetzt wird. Das ist schon ein sehr vermittelter "Einfluss". Im Grunde ist es eine Demonstration der eigenen Ohnmacht, aber das würden die Campingfreunde wahrscheinlich nicht zugeben, sondern lieber die Illusion der Wichtigkeit ihres Protestes pflegen. 1+2. Ja,gut. Einverstanden. zu 3. Kommt auch drauf an, was man sich unter „politisch was bewegen“ vorstellt. Generalstreik geht nicht mit Zelten auf dem Marktplatz. Menschheitsgewissen demonstrieren geht mit Zelten. Hat man jetzt politisch was bewegt, wenn man seine Verantwortung für die Menschheit demonstriert. Nein, denn politisch entscheiden tun andere. Wie ist es also überhaupt möglich was politisch zu bewegen. 1. Man geht in die Politik 2. Man macht Revolution. Dazwischen seh ich eigentlich nichts. Wenn man mal unterstellt, dass solcher Protest nicht auf Revolution aus ist, dann kann man sich das als Protestierender nur so denken, dass damit die öffentliche Meinung beeinflusst werden soll und damit die Politik unter Druck gesetzt wird. Das ist schon ein sehr vermittelter „Einfluss“. Im Grunde ist es eine Demonstration der eigenen Ohnmacht, aber das würden die Campingfreunde wahrscheinlich nicht zugeben, sondern lieber die Illusion der Wichtigkeit ihres Protestes pflegen.

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126387 Wed, 10 Jul 2019 13:57:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126387 Mein Schwerpunkt war ein bissl anders: 1.) Bei den SchülerInnen sind Illusionen über die bürgerliche Öffentlichkeit und den bürgerlichen Staat unterwegs, weil sie die Welt von ihrem Idealismus (eigentlich müsste alle Welt ihren Standpunkt teilen) aus betrachten - wollen... 2.) So wird ihnen ja auch weitgehend entgegen geheuchelt... (... weil die Bourgeoisie im Idealismus ihrer Kinder die bessere Hälfte von sich selbst bejubeln will... Mal ganz unpsychologisch, eher vom Staatsidealismus (Mündigkeit, Vernunft, Aufklärung etc.) her gedacht.) 3.) Dass ein allgemeiner Generalstreik was anderes ist, als das Zelten auf dem Marktplatz, will ich deswegen betonen, weil das Zelten mir auch nicht dafür als irgeneine allergeringste Vorstufe vorkommt. Den SchülerInnen vermutlich ja auch nicht. Wer politisch hierzulande was bewegen wil, muss also anders vorgehen, als nur die bürgerliche Öffentlichkeit beeindrucken zu wollen damit, dass man eine Woche Ferien für die hohe Sache drangibt. Mein Schwerpunkt war ein bissl anders:
1.) Bei den SchülerInnen sind Illusionen über die bürgerliche Öffentlichkeit und den bürgerlichen Staat unterwegs, weil sie die Welt von ihrem Idealismus (eigentlich müsste alle Welt ihren Standpunkt teilen) aus betrachten – wollen…

2.) So wird ihnen ja auch weitgehend entgegen geheuchelt…
(… weil die Bourgeoisie im Idealismus ihrer Kinder die bessere Hälfte von sich selbst bejubeln will…
Mal ganz unpsychologisch, eher vom Staatsidealismus (Mündigkeit, Vernunft, Aufklärung etc.) her gedacht.)

3.) Dass ein allgemeiner Generalstreik was anderes ist, als das Zelten auf dem Marktplatz, will ich deswegen betonen, weil das Zelten mir auch nicht dafür als irgeneine allergeringste Vorstufe vorkommt. Den SchülerInnen vermutlich ja auch nicht.
Wer politisch hierzulande was bewegen wil, muss also anders vorgehen, als nur die bürgerliche Öffentlichkeit beeindrucken zu wollen damit, dass man eine Woche Ferien für die hohe Sache drangibt.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126386 Wed, 10 Jul 2019 12:30:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126386 Und das heißt im Umkehrschluss, dass jemand der sein Interesse durchsetzen will, weiß dass er ein gutes Verhältnis zur Polizei pflegen muss? Würde ich bezweifeln, und ich würde auch bezweifeln, dass ein gutes Verhältnis zu Polizei die Durchsetzung voranbringt. Ferner würde ich bezweifeln, dass Durchsetzung demokratischer Anliegen überhaupt auf der Straße möglich ist. Außerdem wollte ich grad sagen, dass es ja schon fast peinlich ist, wie sich die Parteien hier gegenseitig mit Samthandschuhen anfassen. Ein besseres Verhältnis zur Polizei geht ja fast nicht. Na ja, außer sie hätten ihre Demo angemeldet und sich gar nicht zum Ordnungsproblem gemacht. Positiv stimmt es natürlich schon was du sagst. Wer für allerhöchste Güter demonstriert, der kümmert sich natürlich nicht um so niedere Dinge wie die Anmeldung einer Demo. Denn die Polizei ist ja eine höchst profane Einrichtung, die nicht in die Kategorie höchster Menschheitsanliegen passt. Und das heißt im Umkehrschluss, dass jemand der sein Interesse durchsetzen will, weiß dass er ein gutes Verhältnis zur Polizei pflegen muss? Würde ich bezweifeln, und ich würde auch bezweifeln, dass ein gutes Verhältnis zu Polizei die Durchsetzung voranbringt. Ferner würde ich bezweifeln, dass Durchsetzung demokratischer Anliegen überhaupt auf der Straße möglich ist. Außerdem wollte ich grad sagen, dass es ja schon fast peinlich ist, wie sich die Parteien hier gegenseitig mit Samthandschuhen anfassen. Ein besseres Verhältnis zur Polizei geht ja fast nicht. Na ja, außer sie hätten ihre Demo angemeldet und sich gar nicht zum Ordnungsproblem gemacht.

Positiv stimmt es natürlich schon was du sagst. Wer für allerhöchste Güter demonstriert, der kümmert sich natürlich nicht um so niedere Dinge wie die Anmeldung einer Demo. Denn die Polizei ist ja eine höchst profane Einrichtung, die nicht in die Kategorie höchster Menschheitsanliegen passt.

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126385 Wed, 10 Jul 2019 11:29:33 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126385 Dass man, wegen eines öffentlichen Anliegens, ein gutes Verhältnis zur Polizei zu pflegen hat, ist eben jemandem, der nicht zwecks Durchsetzung seines Interesses, sondern zwecks Verhimmelung desselben in allerhöchste, absolute 'Menschheitsanliegen' unterwegs ist, erst einmal anscheinend noch nicht ganz geläufig. Lernziel: Für die Äußerung einer Meinung und zwar nicht nur a) auf dem öffentlichen Marktplatz, b) nachts - braucht es hierzulande eine staatliche Erlaubnis. Einfach sagen zu "dürfen", was einem stinkt, das unterliegt einer staatlichen Genehmigung. Und ist gar nicht einfach nur selbstverständlich. --- Ob die "Unbedingtheit" ihres Interesses die SchülerInnen wirklich gefeit macht gegen ihre Instrumentalisierung zwecks Aufhübschung der GRÜNEN (und damit die Relativierung ihrer Anliegen je nach Meinungsproporz bei den GRÜNEN, wo allerhand Ekelfiguren dazu passende allerlei Ekelpositionen politisch vertreten) - das scheint aber noch nicht ganz ausgemacht... Vgl. http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126344 Dass man, wegen eines öffentlichen Anliegens, ein gutes Verhältnis zur Polizei zu pflegen hat, ist eben jemandem, der nicht zwecks Durchsetzung seines Interesses, sondern zwecks Verhimmelung desselben in allerhöchste, absolute ‚Menschheitsanliegen‘ unterwegs ist, erst einmal anscheinend noch nicht ganz geläufig.

Lernziel: Für die Äußerung einer Meinung und zwar nicht nur a) auf dem öffentlichen Marktplatz, b) nachts – braucht es hierzulande eine staatliche Erlaubnis. Einfach sagen zu „dürfen“, was einem stinkt, das unterliegt einer staatlichen Genehmigung. Und ist gar nicht einfach nur selbstverständlich.

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Ob die „Unbedingtheit“ ihres Interesses die SchülerInnen wirklich gefeit macht gegen ihre Instrumentalisierung zwecks Aufhübschung der GRÜNEN (und damit die Relativierung ihrer Anliegen je nach Meinungsproporz bei den GRÜNEN, wo allerhand Ekelfiguren dazu passende allerlei Ekelpositionen politisch vertreten) – das scheint aber noch nicht ganz ausgemacht…

Vgl. http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126344

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126384 Wed, 10 Jul 2019 10:19:14 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126384 Alle wollen nur das Beste und verhalten sich insgesamt ziemlich verantwortlich. Soviel Einvernehmen und gegenseitiges Verständnis wirkt fast ein bisschen gruselig. Systemkritik wird das nicht mehr. Auch so kann man die Gewaltfrage stellen. Das eigentliche Anliegen wird verwandelt in das (zur Abwechslung gute) Verhältnis das die Protestler gegenüber der Polizei pflegen. Alle wollen nur das Beste und verhalten sich insgesamt ziemlich verantwortlich. Soviel Einvernehmen und gegenseitiges Verständnis wirkt fast ein bisschen gruselig. Systemkritik wird das nicht mehr. Auch so kann man die Gewaltfrage stellen. Das eigentliche Anliegen wird verwandelt in das (zur Abwechslung gute) Verhältnis das die Protestler gegenüber der Polizei pflegen.

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126383 Wed, 10 Jul 2019 06:51:42 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126383 Auch die bürgerliche Presse vermeldet, wie die Politik die Anliegen der jungen Leute unbedingt in eine Gewaltfrage verwandeln will. Natürlich völlig unabsichtlich. Versteht sich. "Alles dient nur dem Schutz der Kinder." https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-polizei-bedauert-raeumung-des-bremer-marktplatzes-_arid,1843394.html Lecker. Da schmeckt dem Provinzblatt-Leser das Frühstück in dieser weltoffenen. modernen, hippen, links regierten, diskussionsfreudigen, gemütlichen Stadt der Polizeigewalt doch erst so richtig gut. Da es sich bei den KlimastreikerInnen anscheinend nicht um Autonome oder sonstig explizit Linke gehandelt hat, gabs von Seiten mancher beteiligter SchülerInnen anschließend auch noch "Verständnis" für das "Missverständnis" der Polizei - und auch noch ein Lob für den Polizeioberen: „Gut, dass er sich entschuldigt hat“, meint eine Schülerin nach dem Besuch. „Und schön, dass er das direkt bei uns gemacht hat und nicht über die Zeitung oder im Internet“, eine andere." (WK) Die Polizei d a r f das - so lautet das Lernziel. Na logo. "Bedauerlich sei nur, dass dadurch bei den Beteiligten wie auch nach außen hin, der Eindruck entstanden sei, die Polizei müsse sich entschuldigen." Denn das wirkliche "Opfer" beim Abräumen von sieben Kids sei: der gute Ruf der Polizei. Auch die bürgerliche Presse vermeldet, wie die Politik die Anliegen der jungen Leute unbedingt in eine Gewaltfrage verwandeln will.
Natürlich völlig unabsichtlich. Versteht sich.
„Alles dient nur dem Schutz der Kinder.“

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-polizei-bedauert-raeumung-des-bremer-marktplatzes-_arid,1843394.html

Lecker. Da schmeckt dem Provinzblatt-Leser das Frühstück in dieser weltoffenen. modernen, hippen, links regierten, diskussionsfreudigen, gemütlichen Stadt der Polizeigewalt doch erst so richtig gut.

Da es sich bei den KlimastreikerInnen anscheinend nicht um Autonome oder sonstig explizit Linke gehandelt hat, gabs von Seiten mancher beteiligter SchülerInnen anschließend auch noch „Verständnis“ für das „Missverständnis“ der Polizei – und auch noch ein Lob für den Polizeioberen:
„Gut, dass er sich entschuldigt hat“, meint eine Schülerin nach dem Besuch. „Und schön, dass er das direkt bei uns gemacht hat und nicht über die Zeitung oder im Internet“, eine andere.“ (WK)

Die Polizei d a r f das – so lautet das Lernziel. Na logo.

„Bedauerlich sei nur, dass dadurch bei den Beteiligten wie auch nach außen hin, der Eindruck entstanden sei, die Polizei müsse sich entschuldigen.“

Denn das wirkliche „Opfer“ beim Abräumen von sieben Kids sei: der gute Ruf der Polizei.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126378 Fri, 05 Jul 2019 23:20:27 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126378 <blockquote>"Das mag ja so sein, nur ist eine andere Führung dieser Produktionsweise ebenso verpflichtet, und damit den sich daraus ergebenden Zwängen unterworfen, wie die bisherige."</blockquote> Ja und? Bloß weil bei Wahlen nicht raus kommt, was du gerne hättest, sind sie doch kein Schein. Nimm halt mal zur Kenntnis, dass Wahlen gar nicht dazu da sind, dass Kommunisten an die Macht kommen. Deine Logik propagiert das Ideal einer Wahl, unter der du dir vorstellst, dass es ein Mittel ist, mit dem beliebige Parteien an die Macht kommen können. Und hinterher wunderst du dich, dass die Sieger immer der Produktionsweise verpflichtet sind. Du wunderst dich aber bloß, weil deine Bestimmung einer Wahl verkehrt ist. Die ist kein Durchsetzungsinstrument für Kommunisten oder für einen beliebigen politischen Willen. Eine Wahl ist von Anfang an nur dazu da eine nationale Führung für diese Produktionsweise zu bestimmen. Und wenn das klar ist, braucht man sich auch nicht zu wundern, dass genau so eine andere Führung dieser Produktionsweise das Resultat einer Wahl ist. <blockquote>"Irrtum, nur weil die in den Metropolen nicht (mehr) im Parlament sitzt, heißt das längst nicht, dass die nicht existiert."</blockquote> Ja wer soll das denn sein? Du und ich und neo? Kommunisten sind so marginalisiert, dass sie gar nicht ernsthaft verdienen ein Teil der Gesellschaft genannt zu werden. Mit der Vertretung im Parlament hat das gar nichts zu tun. Faktisch gibt es die Spaltung in ein Teil dafür und ein Teil dagegen einfach nicht. Die Gesellschaft ist nicht gespalten, die ist sich einig Eigentumsverhältnisse haben zu wollen. <blockquote>"Stellt sich halt nur die Frage warum seinerzeit Thatcher als erstes die Bergarbeiter aushungerte "</blockquote> Nein, das ist nicht die Frage, weil ich die Antwort schon gegeben habe. Schließlich macht der englische Staat seinen früheren Eingriff in die Ökonomie durch Subventionen <i>rückgängig</i>. Das ist eine Selbstkritik des Staates, der gerade nicht mehr ökonomisches Subjekt sein will. <blockquote>"Der Grund war freilich jedesmal der, dass irgendwo ‚in der Peripherie‘ eine Regierung die Behauptungen der VWL/BWLer ernstgenommen hatte, die ‚Marktwirtschaft‘ sei eine Veranstaltung zur Versorgung der Leute mit brauchbarem Krempel. "</blockquote> Na eben. Und die Geheimdienste geben im Auftrag ihrer Regierungen Bescheid, dass ein bürgerlicher Staat mit Versorgung nichts am Hut hat. Der ist ein Gewaltsubjekt und keine Versorgungsorganisation. <blockquote>"Die Politik ist immer und unter allen (historischen) Umständen Ausdruck spezifischer ökonomischer Verhältnisse gewesen, "</blockquote> "Ausdruck"- Was soll das denn heißen? Wie ist sie denn Ausruck? Sie ist Ausdruck, indem sie <b>die notwendige Gewalt für diese Ökonomie</b> bereitstellt. So ist sie Ausdruck. <blockquote>"Die wird halt vom Kapital ‚geliefert‘, und zwar gegen Bezahlung."</blockquote> Nein. Die materielle Basis wird nicht vom Kapital geliefert, sondern vom Steuerbürger. Wenn man mal googelt wer die meisten Steuern zahlt, dann ist das ganz sicher nicht das Kapital. In den Artikeln steht zwar " die Reichen zahlen den Löwenanteil", aber das ist schon Ideologie, die den Reichtum der Reichen damit rechtfertigt, dass sie auch den Löwenanteil der Steuern zahlen. Wenn man näher hinschaut, findet man: 1% der Steuerpflichtigen zahlen ca. 20% (Einkünfte ab 162 000€) 162000€ sind aber keine Kapitalisten, das sind Betriebsleiter, Geschäftsführer und so. Keine Kapitalisten. Also zahlt das Kapital deutlich weniger als 20% der Steuern. Es ist also völliger Quatsch, wenn man so tut als sei der Staat durch die Steuern der Kapitalisten bestochen. Der Staat will das Geschäft ankurbeln, weil durch die Bank a l l e s was es an Einkommen gibt, vom Geschäft des Kapitals abhängt. Der Staat ist aber wiederum nicht geknebelt von den Sachzwängen des Geschäftemachens, weil er sowieso nicht anderes will als das Geschäft mit seiner Gewalt zu befördern, darauf stößt er nicht erst, wenn es um die Finanzierung von Straßen geht. Sich den Staat als allgemeine leeren Gewalt sich vorzustellen, die aus Finanznöten auf Kapitalismus kommt , geht völlig an der Sache vorbei. Nur so kommt man drauf, dass man den bürgerlichen Staat auch gut im Kommunismus gebrauchen könnte. Nein. Der Staat ist kein abstraktes gesellschaftliches Regelsystem, dass man nur an sich bringen müsste und schon ist alles gut. Der bürgerliche Staat ist funktionell bestimmt als Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft und für nichts anderes ist er zu gebrauchen. <blockquote>"Wer sich innerhalb dieser Konkurrenz durchsetzt, hängt gerade nicht vom Staat, sondern vom Markt"</blockquote> Welche Konkurrenz? Zur Erinnerung. Es gibt auch eine direkte Gewaltkonkurrenz z.B. Krieg. Und auch die ökonomische Konkurrenz hat die Gewaltordnung der Welt zu Grundlage. Da geht es eben nicht bloß um Produktivität. Was man z.B. am Iran gerade ganz gut sieht. Da haben die USA mit ihrem Machtwort dafür gesorgt, dass sich fremdes Kapital "freiwillig" von diesem Staat zurückzieht. Richtig ist allerdings, dass der Staat nicht das Subjekt der ökonomischen Konkurrenz ist. Das ändert aber nichts an meiner öbigen Bestimmung des Staatszwecks. Der Staat soll <i>mit seiner Gewalt</i> seiner Gesellschaft Bedingung diktieren, die Eigentumsverhältnisse sichern und das Kapital in seinen Grenzen und darüber hinaus erfolgreich machen.

„Das mag ja so sein, nur ist eine andere Führung dieser Produktionsweise ebenso verpflichtet, und damit den sich daraus ergebenden Zwängen unterworfen, wie die bisherige.“

Ja und? Bloß weil bei Wahlen nicht raus kommt, was du gerne hättest, sind sie doch kein Schein. Nimm halt mal zur Kenntnis, dass Wahlen gar nicht dazu da sind, dass Kommunisten an die Macht kommen. Deine Logik propagiert das Ideal einer Wahl, unter der du dir vorstellst, dass es ein Mittel ist, mit dem beliebige Parteien an die Macht kommen können. Und hinterher wunderst du dich, dass die Sieger immer der Produktionsweise verpflichtet sind. Du wunderst dich aber bloß, weil deine Bestimmung einer Wahl verkehrt ist. Die ist kein Durchsetzungsinstrument für Kommunisten oder für einen beliebigen politischen Willen. Eine Wahl ist von Anfang an nur dazu da eine nationale Führung für diese Produktionsweise zu bestimmen. Und wenn das klar ist, braucht man sich auch nicht zu wundern, dass genau so eine andere Führung dieser Produktionsweise das Resultat einer Wahl ist.

„Irrtum, nur weil die in den Metropolen nicht (mehr) im Parlament sitzt, heißt das längst nicht, dass die nicht existiert.“

Ja wer soll das denn sein? Du und ich und neo? Kommunisten sind so marginalisiert, dass sie gar nicht ernsthaft verdienen ein Teil der Gesellschaft genannt zu werden. Mit der Vertretung im Parlament hat das gar nichts zu tun. Faktisch gibt es die Spaltung in ein Teil dafür und ein Teil dagegen einfach nicht. Die Gesellschaft ist nicht gespalten, die ist sich einig Eigentumsverhältnisse haben zu wollen.

„Stellt sich halt nur die Frage warum seinerzeit Thatcher als erstes die Bergarbeiter aushungerte „

Nein, das ist nicht die Frage, weil ich die Antwort schon gegeben habe. Schließlich macht der englische Staat seinen früheren Eingriff in die Ökonomie durch Subventionen rückgängig. Das ist eine Selbstkritik des Staates, der gerade nicht mehr ökonomisches Subjekt sein will.

„Der Grund war freilich jedesmal der, dass irgendwo ‚in der Peripherie‘ eine Regierung die Behauptungen der VWL/BWLer ernstgenommen hatte, die ‚Marktwirtschaft‘ sei eine Veranstaltung zur Versorgung der Leute mit brauchbarem Krempel. „

Na eben. Und die Geheimdienste geben im Auftrag ihrer Regierungen Bescheid, dass ein bürgerlicher Staat mit Versorgung nichts am Hut hat. Der ist ein Gewaltsubjekt und keine Versorgungsorganisation.

„Die Politik ist immer und unter allen (historischen) Umständen Ausdruck spezifischer ökonomischer Verhältnisse gewesen, „

„Ausdruck“– Was soll das denn heißen? Wie ist sie denn Ausruck? Sie ist Ausdruck, indem sie die notwendige Gewalt für diese Ökonomie bereitstellt. So ist sie Ausdruck.

„Die wird halt vom Kapital ‚geliefert‘, und zwar gegen Bezahlung.“

Nein. Die materielle Basis wird nicht vom Kapital geliefert, sondern vom Steuerbürger. Wenn man mal googelt wer die meisten Steuern zahlt, dann ist das ganz sicher nicht das Kapital. In den Artikeln steht zwar “ die Reichen zahlen den Löwenanteil“, aber das ist schon Ideologie, die den Reichtum der Reichen damit rechtfertigt, dass sie auch den Löwenanteil der Steuern zahlen. Wenn man näher hinschaut, findet man: 1% der Steuerpflichtigen zahlen ca. 20% (Einkünfte ab 162 000€) 162000€ sind aber keine Kapitalisten, das sind Betriebsleiter, Geschäftsführer und so. Keine Kapitalisten. Also zahlt das Kapital deutlich weniger als 20% der Steuern. Es ist also völliger Quatsch, wenn man so tut als sei der Staat durch die Steuern der Kapitalisten bestochen. Der Staat will das Geschäft ankurbeln, weil durch die Bank a l l e s was es an Einkommen gibt, vom Geschäft des Kapitals abhängt. Der Staat ist aber wiederum nicht geknebelt von den Sachzwängen des Geschäftemachens, weil er sowieso nicht anderes will als das Geschäft mit seiner Gewalt zu befördern, darauf stößt er nicht erst, wenn es um die Finanzierung von Straßen geht. Sich den Staat als allgemeine leeren Gewalt sich vorzustellen, die aus Finanznöten auf Kapitalismus kommt , geht völlig an der Sache vorbei. Nur so kommt man drauf, dass man den bürgerlichen Staat auch gut im Kommunismus gebrauchen könnte. Nein. Der Staat ist kein abstraktes gesellschaftliches Regelsystem, dass man nur an sich bringen müsste und schon ist alles gut. Der bürgerliche Staat ist funktionell bestimmt als Gewalt der kapitalistischen Gesellschaft und für nichts anderes ist er zu gebrauchen.

„Wer sich innerhalb dieser Konkurrenz durchsetzt, hängt gerade nicht vom Staat, sondern vom Markt“

Welche Konkurrenz? Zur Erinnerung. Es gibt auch eine direkte Gewaltkonkurrenz z.B. Krieg. Und auch die ökonomische Konkurrenz hat die Gewaltordnung der Welt zu Grundlage. Da geht es eben nicht bloß um Produktivität. Was man z.B. am Iran gerade ganz gut sieht. Da haben die USA mit ihrem Machtwort dafür gesorgt, dass sich fremdes Kapital „freiwillig“ von diesem Staat zurückzieht.
Richtig ist allerdings, dass der Staat nicht das Subjekt der ökonomischen Konkurrenz ist. Das ändert aber nichts an meiner öbigen Bestimmung des Staatszwecks. Der Staat soll mit seiner Gewalt seiner Gesellschaft Bedingung diktieren, die Eigentumsverhältnisse sichern und das Kapital in seinen Grenzen und darüber hinaus erfolgreich machen.

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by: Samson http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126377 Fri, 05 Jul 2019 17:23:07 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126377 <blockquote>In den Wahlen wird zwar durchaus Zirkus veranstaltet, dass heißt aber nicht, dass es bloß Zirkus ist. Das geht es um die zukünftige Führung der Nation.</blockquote> Das mag ja so sein, nur ist eine andere Führung <i>dieser</i> Produktionsweise ebenso verpflichtet, und damit den sich daraus ergebenden Zwängen unterworfen, wie die bisherige. Anders gesagt, das Auswechseln der Führung ändert eben nix am <i>ökonomischen</i> Verhältnis, ganz egal ob sich die Leute als 'Staatsbürger' verstehen oder nicht oder ob sie das 'Weltklima' in Gefahr sehen oder nicht. Trump kann bspw. das US-Kapital ebenso wenig mit Gewalt dazu bringen, in den USA zu produzieren wie meinetwegen Merkel das deutsche dazu, nur noch Windräder oder Solarzellen zu fabrizieren. Das Kriterium für kapitalistische Produktion ist nunmal Profit, scheißegal wer grad die Nation 'führt'. <blockquote>Die Partei die gegen die Produktionsweise ist, die gibt es nämlich schlicht überhaupt nicht.</blockquote> Irrtum, nur weil die in den <i>Metropolen</i> nicht (mehr) im Parlament sitzt, heißt das längst nicht, dass die nicht existiert. Ich sag ja, die ist zerstritten in diverse Fraktionen. <blockquote>Als würde die Politik um Sachzwänge der Produktion kümmern. Das ist gar nicht ihr Metier. Eine politische Gewalt behandelt i m m e r und ausschließlich Gewaltfragen.</blockquote> Stellt sich halt nur die Frage warum, seinerzeit Thatcher als erstes <a href="https://www.deutschlandfunk.de/britischer-bergarbeiter-streik-wunden-bis-heute-nicht.871.de.html?dram:article_id=312427">die Bergarbeiter aushungerte</a> ("<i>sie wollte staatliche Betriebe sanieren und nach Möglichkeit in den privaten Sektor überführen. Sie lehnte es ab, verlustbringende Gruben zu subventionieren</i>") oder warum 20 Jahre später die deutsche Sozialdemokratie die Hartz-Gesetze durchdrückte. Von diversen Militärputschen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrunderts, die wesentlich von CIA und/oder MI6 angeleiert wurden und bis heute angezettelt werden, rede ich überhaupt nicht. Der Grund war freilich <i>jedesmal</i> der, dass irgendwo 'in der Peripherie' eine Regierung die Behauptungen der VWL/BWLer ernstgenommen hatte, die 'Marktwirtschaft' sei eine Veranstaltung zur Versorgung der Leute mit brauchbarem Krempel. Aus nämlichen Grund versuchen gerade USANATOEU die Regierung in Venezuela 'auszuwechseln'. Die Politik ist immer und unter allen (historischen) Umständen Ausdruck spezifischer <i>ökonomischer</i> Verhältnisse gewesen, und die Gewalt resp. das Gewalt<i>monopol</i>, auf die sich heute Staaten berufen, hat, wie in jeder anderen historischen Epoche auch, eine <i>materielle Basis</i>. Die wird halt vom Kapital 'geliefert', und zwar <b>gegen Bezahlung</b>. Der Witz daran ist nur, der Staat hat an und für sich kein 'eigenes' Geld und ist deswegen darauf angewiesen, an den Profiten der <i>privaten</i> Produzenten, die er formal zu seinen Staatsbürgern zählen mag, via Steuern zu partizipieren. Zahlt das Kapital, warum auch immer, keine oder <a href="https://www.weissenfels.de/de/presse-details/haushaltssperre-fuer-stadt-weissenfels.html">zuwenig Steuern</a>, dann kann der Staat ggf. nichtmal Straßen reparieren (lassen) geschweige denn, seinen Gewalt<i>apparat</i> 'auf den neuesten Stand bringen' o.s.ä. <blockquote>Dieser Staatszweck heißt: Es sollen Eigentumsverhältnisse herrschen und die Nation soll sich gegen andere durchsetzen.</blockquote> Das ist die Ideologie daran. Die Eigentumsverhältnisse sind mit der kapitalistischen Produktionsweise als deren Bedingung vorausgesetzt, und wo derlei Verhältnisse <i>herrschen</i>, findet die <i>gesellschaftliche</i> Produktion eben als solche Waren statt, was notwendig die Konkurrenz der Produzenten setzt. Wer sich innerhalb dieser Konkurrenz <i>durchsetzt</i>, hängt gerade nicht vom Staat, sondern vom Markt resp. von der <i>Produktivität</i> ab. Wenn nicht, kann man die ganze Kapital<i>analyse</i> in die Tonne kloppen.

In den Wahlen wird zwar durchaus Zirkus veranstaltet, dass heißt aber nicht, dass es bloß Zirkus ist. Das geht es um die zukünftige Führung der Nation.

Das mag ja so sein, nur ist eine andere Führung dieser Produktionsweise ebenso verpflichtet, und damit den sich daraus ergebenden Zwängen unterworfen, wie die bisherige. Anders gesagt, das Auswechseln der Führung ändert eben nix am ökonomischen Verhältnis, ganz egal ob sich die Leute als ‚Staatsbürger‘ verstehen oder nicht oder ob sie das ‚Weltklima‘ in Gefahr sehen oder nicht.

Trump kann bspw. das US-Kapital ebenso wenig mit Gewalt dazu bringen, in den USA zu produzieren wie meinetwegen Merkel das deutsche dazu, nur noch Windräder oder Solarzellen zu fabrizieren. Das Kriterium für kapitalistische Produktion ist nunmal Profit, scheißegal wer grad die Nation ‚führt‘.

Die Partei die gegen die Produktionsweise ist, die gibt es nämlich schlicht überhaupt nicht.

Irrtum, nur weil die in den Metropolen nicht (mehr) im Parlament sitzt, heißt das längst nicht, dass die nicht existiert. Ich sag ja, die ist zerstritten in diverse Fraktionen.

Als würde die Politik um Sachzwänge der Produktion kümmern. Das ist gar nicht ihr Metier. Eine politische Gewalt behandelt i m m e r und ausschließlich Gewaltfragen.

Stellt sich halt nur die Frage warum, seinerzeit Thatcher als erstes die Bergarbeiter aushungerte („sie wollte staatliche Betriebe sanieren und nach Möglichkeit in den privaten Sektor überführen. Sie lehnte es ab, verlustbringende Gruben zu subventionieren“) oder warum 20 Jahre später die deutsche Sozialdemokratie die Hartz-Gesetze durchdrückte.

Von diversen Militärputschen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrunderts, die wesentlich von CIA und/oder MI6 angeleiert wurden und bis heute angezettelt werden, rede ich überhaupt nicht. Der Grund war freilich jedesmal der, dass irgendwo ‚in der Peripherie‘ eine Regierung die Behauptungen der VWL/BWLer ernstgenommen hatte, die ‚Marktwirtschaft‘ sei eine Veranstaltung zur Versorgung der Leute mit brauchbarem Krempel. Aus nämlichen Grund versuchen gerade USANATOEU die Regierung in Venezuela ‚auszuwechseln‘.

Die Politik ist immer und unter allen (historischen) Umständen Ausdruck spezifischer ökonomischer Verhältnisse gewesen, und die Gewalt resp. das Gewaltmonopol, auf die sich heute Staaten berufen, hat, wie in jeder anderen historischen Epoche auch, eine materielle Basis. Die wird halt vom Kapital ‚geliefert‘, und zwar gegen Bezahlung. Der Witz daran ist nur, der Staat hat an und für sich kein ‚eigenes‘ Geld und ist deswegen darauf angewiesen, an den Profiten der privaten Produzenten, die er formal zu seinen Staatsbürgern zählen mag, via Steuern zu partizipieren. Zahlt das Kapital, warum auch immer, keine oder zuwenig Steuern, dann kann der Staat ggf. nichtmal Straßen reparieren (lassen) geschweige denn, seinen Gewaltapparat ‚auf den neuesten Stand bringen‘ o.s.ä.

Dieser Staatszweck heißt: Es sollen Eigentumsverhältnisse herrschen und die Nation soll sich gegen andere durchsetzen.

Das ist die Ideologie daran. Die Eigentumsverhältnisse sind mit der kapitalistischen Produktionsweise als deren Bedingung vorausgesetzt, und wo derlei Verhältnisse herrschen, findet die gesellschaftliche Produktion eben als solche Waren statt, was notwendig die Konkurrenz der Produzenten setzt. Wer sich innerhalb dieser Konkurrenz durchsetzt, hängt gerade nicht vom Staat, sondern vom Markt resp. von der Produktivität ab. Wenn nicht, kann man die ganze Kapitalanalyse in die Tonne kloppen.

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2015/07/01/der-dritte-anlauf-deutschlands-zur-einigung-europas/#comment-126376 Fri, 05 Jul 2019 16:48:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2015/07/01/der-dritte-anlauf-deutschlands-zur-einigung-europas/#comment-126376 Im neuen Personal-Vorschlag für die EU kommt auch Christine Lagarde als Hüterin europäischer Geldpolitik vor. Ihr wird aber dafür 'mangelnde ökonomische Kompetenz' vorgeworfen. Stephan Kaufmann erläutert, wieso solcher Vorwurf nicht sehr sachgemäß ist ... https://www.neues-deutschland.de/artikel/1122467.christine-lagarde-herrin-des-geldes.html Im neuen Personal-Vorschlag für die EU kommt auch Christine Lagarde als Hüterin europäischer Geldpolitik vor. Ihr wird aber dafür ‚mangelnde ökonomische Kompetenz‘ vorgeworfen.
Stephan Kaufmann erläutert, wieso solcher Vorwurf nicht sehr sachgemäß ist …

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1122467.christine-lagarde-herrin-des-geldes.html

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126375 Thu, 04 Jul 2019 17:38:27 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126375 <blockquote>"Und ich will darauf aufmerksam machen, dass die ‚Parteienkonkurrenz‘ notwendiger Schein ist und es streng genommen nur zwei Parteien gibt, nämlich die für diese Produktionsweise und die dagegen. "</blockquote> Ufff. 1. Die Parteienkonkurrenz ist weder ein Schein, noch ist an diesem Schein irgendwas notwendig. Was denkst du denn was Wahlen sind? So ne Art Brot und Spiele fürs einfache Volk, in denen gar nichts entschieden wird. Damit das Volk nicht aufbegehrt, muss (notwendig) man ihm ab und zu mal ne Show bieten. So ungefähr denkst du dir das doch. Und wenn man dann ordentlich Theater mit viel Theaterdonner und Tammtamm gemacht hat, ist das Volk abgelenkt und die Herrschaft macht wieder Business as usual. Samson. das ist eine Legende, ein Mythos, eine Fantasie und sonst nichts. Mit der realen Demokratie hat das nichts zu tun. In den Wahlen wird zwar durchaus Zirkus veranstaltet, dass heißt aber nicht, dass es <b>bloß</b> Zirkus ist. Das geht es um die zukünftige Führung der Nation. Und der zweite Teil des obigen Satzes spricht noch viel mehr dafür, dass du in einer Traumwelt lebst. Die Partei die gegen die Produktionsweise ist, die gibt es nämlich schlicht überhaupt nicht. Die andere "Partei" die dafür ist, ist deshalb auch überhaupt keine Partei (Part - Teil), sondern die die dafür sind, das ist die ganze Gesellschaft. Innerhalb dieser Gesellschaft die grundsätzlich für die Produktionsweise ist, gibt es dann eine Konkurrenz darum, wer die Nation am besten vorwärts bringt. Politische Parteien sind deshalb nicht fürs Kapital oder für die Arbeiterklasse. Das ist alles Projektion, linke Fantasie. Parteien sind nur für eines parteilich und das ist ihre eigene Macht, bzw. die Macht der Nation. <blockquote>", aber entschieden wird eben nach den sog. ‚Sachzwängen‘, die sich aus der Produktion ergeben,"</blockquote> Auch das ist reine Fantasie. Als würde die Politik um Sachzwänge der Produktion kümmern. Das ist gar nicht ihr Metier. Eine politische Gewalt behandelt i m m e r und ausschließlich <b>Gewaltfragen</b>. <blockquote>"und wenn es nicht so toll läuft, soll der Staat halt ‚gesetzgebend‘ eingreifen."</blockquote> Eben. Vorschriften soll er machen mit seiner Gewalt und zwar solche, die dem Geschäft auf die Sprünge helfen. <blockquote>"Dass es dazu aber die Zustimmung des Wahlvolkes als Voraussetzung braucht, sehe ich nicht. "</blockquote> Ja klar siehst du das nicht. 1. Weil es den Staat, den du dir ausmalst in der Realität nicht gibt. Du denkst dir der sei der Erfüllungsgehilfe des Kapitals und ab und an führt er dem Volk in Wahlen ein paar Gauklertricks vor um es zu täuschen und abzulenken, von der Unterdrückung durchs Kapital. Das ist ne Gruselgeschichte für Kinder. 2. Weil die Zustimmung an ganz anderer Stelle stattfindet und viel grundlegender ist, als du denkst. Die Zustimmung wird nicht in Wahlen hergestellt, sondern höchstens betätigt. Die Zustimmung ist die selbstverständliche Grundlage der Wahl. Das Demokratie existiert und funktioniert b e w e i s t die Zustimmung des Volkes. Die Zustimmung ist vor der Wahl da und ohne sie wäre keine Wahl möglich. Der Staat hat es überhaupt nicht nötig prinzipielle Zustimmung einzuholen. Das ist nicht der Zweck einer Wahl. Über eine Herrschaft kann man überhaupt nur in einer Wahl entscheiden, wenn der Zweck dieser Herrschaft vom Volk geteilt wird. Die Parteien sind prinzipiell nur Alternativen <i>innerhalb</i> eines festgelgeten Staatszwecks. Dieser Staatszweck heißt: Es sollen Eigentumsverhältnisse herrschen und die Nation soll sich gegen andere durchsetzen. Auf dieser Grundlage geht es in der Wahl darum welche Herrschaftsclique, genannt Partei, diesen Zweck umsetzen soll.

„Und ich will darauf aufmerksam machen, dass die ‚Parteienkonkurrenz‘ notwendiger Schein ist und es streng genommen nur zwei Parteien gibt, nämlich die für diese Produktionsweise und die dagegen. „

Ufff. 1. Die Parteienkonkurrenz ist weder ein Schein, noch ist an diesem Schein irgendwas notwendig. Was denkst du denn was Wahlen sind? So ne Art Brot und Spiele fürs einfache Volk, in denen gar nichts entschieden wird. Damit das Volk nicht aufbegehrt, muss (notwendig) man ihm ab und zu mal ne Show bieten. So ungefähr denkst du dir das doch. Und wenn man dann ordentlich Theater mit viel Theaterdonner und Tammtamm gemacht hat, ist das Volk abgelenkt und die Herrschaft macht wieder Business as usual. Samson. das ist eine Legende, ein Mythos, eine Fantasie und sonst nichts. Mit der realen Demokratie hat das nichts zu tun.

In den Wahlen wird zwar durchaus Zirkus veranstaltet, dass heißt aber nicht, dass es bloß Zirkus ist. Das geht es um die zukünftige Führung der Nation.

Und der zweite Teil des obigen Satzes spricht noch viel mehr dafür, dass du in einer Traumwelt lebst. Die Partei die gegen die Produktionsweise ist, die gibt es nämlich schlicht überhaupt nicht. Die andere „Partei“ die dafür ist, ist deshalb auch überhaupt keine Partei (Part – Teil), sondern die die dafür sind, das ist die ganze Gesellschaft. Innerhalb dieser Gesellschaft die grundsätzlich für die Produktionsweise ist, gibt es dann eine Konkurrenz darum, wer die Nation am besten vorwärts bringt. Politische Parteien sind deshalb nicht fürs Kapital oder für die Arbeiterklasse. Das ist alles Projektion, linke Fantasie. Parteien sind nur für eines parteilich und das ist ihre eigene Macht, bzw. die Macht der Nation.

“, aber entschieden wird eben nach den sog. ‚Sachzwängen‘, die sich aus der Produktion ergeben,“

Auch das ist reine Fantasie. Als würde die Politik um Sachzwänge der Produktion kümmern. Das ist gar nicht ihr Metier. Eine politische Gewalt behandelt i m m e r und ausschließlich Gewaltfragen.

„und wenn es nicht so toll läuft, soll der Staat halt ‚gesetzgebend‘ eingreifen.“

Eben. Vorschriften soll er machen mit seiner Gewalt und zwar solche, die dem Geschäft auf die Sprünge helfen.

„Dass es dazu aber die Zustimmung des Wahlvolkes als Voraussetzung braucht, sehe ich nicht. „

Ja klar siehst du das nicht. 1. Weil es den Staat, den du dir ausmalst in der Realität nicht gibt. Du denkst dir der sei der Erfüllungsgehilfe des Kapitals und ab und an führt er dem Volk in Wahlen ein paar Gauklertricks vor um es zu täuschen und abzulenken, von der Unterdrückung durchs Kapital. Das ist ne Gruselgeschichte für Kinder. 2. Weil die Zustimmung an ganz anderer Stelle stattfindet und viel grundlegender ist, als du denkst. Die Zustimmung wird nicht in Wahlen hergestellt, sondern höchstens betätigt. Die Zustimmung ist die selbstverständliche Grundlage der Wahl. Das Demokratie existiert und funktioniert b e w e i s t die Zustimmung des Volkes. Die Zustimmung ist vor der Wahl da und ohne sie wäre keine Wahl möglich. Der Staat hat es überhaupt nicht nötig prinzipielle Zustimmung einzuholen. Das ist nicht der Zweck einer Wahl. Über eine Herrschaft kann man überhaupt nur in einer Wahl entscheiden, wenn der Zweck dieser Herrschaft vom Volk geteilt wird. Die Parteien sind prinzipiell nur Alternativen innerhalb eines festgelgeten Staatszwecks. Dieser Staatszweck heißt: Es sollen Eigentumsverhältnisse herrschen und die Nation soll sich gegen andere durchsetzen. Auf dieser Grundlage geht es in der Wahl darum welche Herrschaftsclique, genannt Partei, diesen Zweck umsetzen soll.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126374 Thu, 04 Jul 2019 14:15:54 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126374 Das aktive Mitmachen der gesamten Bevölkerung beim Wählen ist in der Tat nicht notwendig fürs Funktionieren der Demokratie. So wie ja bekanntlich auch keine Demokratie nötig ist fürs Funktionieren des Kapitalismus. Aber offensichtlich legen die bürgerlichen Politiker großen wert darauf, möglichst viele Menschen zu mehr oder weniger aktiven Unterstützung ihres Wahltrubels zu bringen. Als die Wahlbeteiligung vor ein paar Jahren auch nur um einige wenige Punkte gesunken ist, waren alle bürgerlichen Medien voll mit nervöser Propaganda, daß das auf keinen Fall so weiter gehen dürfe. Wenn die Menschen sich nicht an Wahlen beteiligen, heißt das übrigens noch lange nicht, daß sie auch unzufrieden mit den Politikern sind. Viele sind einfach nur gleichgültige passive Unterstützer des Systems. Wenn es eh so läuft, wie sich die Leute das denken, dann brauchen sie schließlich nicht mal mehr zur Wahl gehen. Das aktive Mitmachen der gesamten Bevölkerung beim Wählen ist in der Tat nicht notwendig fürs Funktionieren der Demokratie. So wie ja bekanntlich auch keine Demokratie nötig ist fürs Funktionieren des Kapitalismus.
Aber offensichtlich legen die bürgerlichen Politiker großen wert darauf, möglichst viele Menschen zu mehr oder weniger aktiven Unterstützung ihres Wahltrubels zu bringen. Als die Wahlbeteiligung vor ein paar Jahren auch nur um einige wenige Punkte gesunken ist, waren alle bürgerlichen Medien voll mit nervöser Propaganda, daß das auf keinen Fall so weiter gehen dürfe.
Wenn die Menschen sich nicht an Wahlen beteiligen, heißt das übrigens noch lange nicht, daß sie auch unzufrieden mit den Politikern sind. Viele sind einfach nur gleichgültige passive Unterstützer des Systems. Wenn es eh so läuft, wie sich die Leute das denken, dann brauchen sie schließlich nicht mal mehr zur Wahl gehen.

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by: Samson http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126373 Thu, 04 Jul 2019 13:56:06 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126373 <blockquote>Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass die Meinungsfreiheit eine Notwendigkeit einer funktionierenden Parteienkonkurrenz ist, die nunmal der Kern der Demokratie als Herrschaftsform darstellt.</blockquote> Und ich will darauf aufmerksam machen, dass die 'Parteienkonkurrenz' <i>notwendiger Schein</i> ist und es streng genommen nur zwei Parteien gibt, nämlich die für <i>diese Produktionsweise</i> und die dagegen. Und ebenso wie letztere schon von Anfang an in <i>Fraktionen</i> zersplittert ist, gibt es <i>innerhalb</i> der Partei, die fürs Kapital ist, ebenso Fraktionen. Deswegen wird über <i>ökonomische</i> Fragen in der Sphäre des 'Meinens' zwar verhandelt, aber <i>entschieden</i> wird eben nach den sog. 'Sachzwängen', die sich aus der <i>Produktion</i> ergeben, und je nach dem, welche Fraktion gerade die sog. 'Meinungshoheit' besitzt resp. die Wahlen gewonnen hat. Und die Frage, um die sich alles dreht, ist eben auch immer dieselbe: Wenn's der 'Wirtschaft' gutgeht, soll der Staat sich möglichst raushalten, weil die sog. 'Marktkräfte' eh alles richten, und wenn es nicht so toll läuft, soll der Staat halt 'gesetzgebend' eingreifen. Dass es dazu aber die Zustimmung des Wahlvolkes als <i>Voraussetzung</i> braucht, sehe ich nicht. Als Indiz dafür werte ich die Tatsache, dass die Wahl<i>beteiligung</i> schon seit Jahrzehnten kontinuierlich sinkt.

Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass die Meinungsfreiheit eine Notwendigkeit einer funktionierenden Parteienkonkurrenz ist, die nunmal der Kern der Demokratie als Herrschaftsform darstellt.

Und ich will darauf aufmerksam machen, dass die ‚Parteienkonkurrenz‘ notwendiger Schein ist und es streng genommen nur zwei Parteien gibt, nämlich die für diese Produktionsweise und die dagegen. Und ebenso wie letztere schon von Anfang an in Fraktionen zersplittert ist, gibt es innerhalb der Partei, die fürs Kapital ist, ebenso Fraktionen. Deswegen wird über ökonomische Fragen in der Sphäre des ‚Meinens‘ zwar verhandelt, aber entschieden wird eben nach den sog. ‚Sachzwängen‘, die sich aus der Produktion ergeben, und je nach dem, welche Fraktion gerade die sog. ‚Meinungshoheit‘ besitzt resp. die Wahlen gewonnen hat.

Und die Frage, um die sich alles dreht, ist eben auch immer dieselbe: Wenn’s der ‚Wirtschaft‘ gutgeht, soll der Staat sich möglichst raushalten, weil die sog. ‚Marktkräfte‘ eh alles richten, und wenn es nicht so toll läuft, soll der Staat halt ‚gesetzgebend‘ eingreifen.

Dass es dazu aber die Zustimmung des Wahlvolkes als Voraussetzung braucht, sehe ich nicht. Als Indiz dafür werte ich die Tatsache, dass die Wahlbeteiligung schon seit Jahrzehnten kontinuierlich sinkt.

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126372 Wed, 03 Jul 2019 19:50:34 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126372 Artikel aus der 'Jungen Welt' Theo Wentzke: Der grüne Biedermann Winfried Kretschmann: 'Der anständigste Mensch, der je in Deutschland Regierungschef wurde' Herr Kretschmann ist ein katholischer, bodenständiger, schwäbischer Biedermann, eine zweibeinige Inkarnation der landestypischen Sittlichkeit, die seine Landsleute mit ihrem ebenso landestypischen Humor in brüderlicher Verachtung »Schwoba-Seggl« nennen. Weil Herr Kretschmann aber auch der Herr Ministerpräsident von Baden-Württemberg ist, ist bei ihm alles, was ihn zu einem typisch schwäbischen Ekel macht, etwas ganz Besonderes. Winfried Kretschmann kommt aus kleinen Verhältnissen, und das erzählt er einem im Unterschied zu den Leuten, die aus solchen Verhältnissen nie so recht herauskommen, ausgesprochen gerne. »Meine Eltern haben hier bei null angefangen. Sie sind aus Ostpreußen geflohen und haben am Fuße der Schwäbischen Alb ihre zweite Heimat gefunden: in Spaichingen, wo ich am 17. Mai 1948 geboren wurde. Unser Leben war damals nicht einfach.« (winfried-kretschmann.de) Der regierende Chef des Landes winkt mit seiner bescheidenen Herkunft, um so die vielen anderen, die sein Schicksal teilen, davon in Kenntnis zu setzen, dass er einer von ihnen sei. Da ist einer, der wie sie bei null angefangen hat, jetzt das politische Kommando über die Geschicke im Land, also über sie führt, aber nie vergessen hat, dass es »nicht einfach« ist, dieses Anfangsstadium hinter sich zu bringen. Die Nöte und Sorgen derer, die sich Zeit ihres Lebens daran versuchen, kennt er also nicht nur, sie sind bei ihm auch in den besten Händen, weil er sie so gut kennt. Er ist ihr geborener Anwalt – geboren, weil er aus demselben Milieu wie die vielen Nullnummern kommt, die mehr oder weniger solche geblieben sind, und ihr Anwalt, weil er an den Schalthebeln der Macht sitzt und sich auch dort gut daran erinnert, wie beschwerlich der Weg nach oben in seinem Fall war, also für alle anderen, über die er regiert, immer ist: So einfach geht die Metamorphose vom Regierungschef zum Landesvater, vom Machthaber zur guten Herrschaft, mit der das Volk in seiner Gestalt beschenkt wird. Sein gutes Werk Ein Gottesgeschenk (...) »Aus einer Protestpartei (…) ist eine Partei geworden, die eigentlich jederzeit in die Regierung könnte, aus dem Stand heraus, ja, weil sie eine Opposition macht, die so ist: ›Was könnten wir machen, wenn wir an der Regierung wären.‹ Also wir sind eine Partei geworden, die will das Gesamte gestalten und nicht nur gegen einzelne, wenn auch wichtige Dinge protestieren.« (gruenebw, youtube, 2.10.2009) Recht bekommt Kretschmann zusätzlich und vor allem dadurch, dass sich das Wählerpublikum für diese Variante guten Regierens erwärmt und die Grünen andernorts zu einer zu jeder Koalition bereiten Partei werden, die nichts weiter will, als ihre unbedingte Regierungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. (...) Ein großartiger Chef Bodenständig, mit Leberkäswecken Aus: junge Welt – Ausgabe vom 01.07.2019 / Seite 12 / Thema: Grüne https://www.jungewelt.de/artikel/357777.gr%C3%BCne-der-gr%C3%BCne-biedermann.html vgl: Winfried Kretschmann: „Der anständigste Mensch, der je in Deutschland Regierungschef wurde“ (GS 2-19) Herr Kretschmann ist ein katholischer, bodenständiger, schwäbischer Biedermann, eine zweibeinige Inkarnation der landestypischen Sittlichkeit, die seine Landsleute mit ihrem ebenso landestypischen Humor in brüderlicher Verachtung „Schwoba-Seggl“ nennen. Weil Herr Kretschmann aber auch der Herr Ministerpräsident ist, ist bei ihm alles, was ihn zu einem typisch schwäbischen Ekel macht, etwas ganz Besonderes. https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/winfried-kretschmann --- Dass in der Öffentlichkeit über Kretschmann vor allem dessen Werdegang und dessen schwäbischer Charakter zum Thema gemacht wird, das stimmt zwar schon... Etwas mehr an Aufklärung über die Welt gibts aber hier: http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126344 Artikel aus der ‚Jungen Welt‘

Theo Wentzke: Der grüne Biedermann

Winfried Kretschmann: ‚Der anständigste Mensch, der je in Deutschland Regierungschef wurde‘

Herr Kretschmann ist ein katholischer, bodenständiger, schwäbischer Biedermann, eine zweibeinige Inkarnation der landestypischen Sittlichkeit, die seine Landsleute mit ihrem ebenso landestypischen Humor in brüderlicher Verachtung »Schwoba-Seggl« nennen. Weil Herr Kretschmann aber auch der Herr Ministerpräsident von Baden-Württemberg ist, ist bei ihm alles, was ihn zu einem typisch schwäbischen Ekel macht, etwas ganz Besonderes.

Winfried Kretschmann kommt aus kleinen Verhältnissen, und das erzählt er einem im Unterschied zu den Leuten, die aus solchen Verhältnissen nie so recht herauskommen, ausgesprochen gerne. »Meine Eltern haben hier bei null angefangen. Sie sind aus Ostpreußen geflohen und haben am Fuße der Schwäbischen Alb ihre zweite Heimat gefunden: in Spaichingen, wo ich am 17. Mai 1948 geboren wurde. Unser Leben war damals nicht einfach.« (winfried-kretschmann.de) Der regierende Chef des Landes winkt mit seiner bescheidenen Herkunft, um so die vielen anderen, die sein Schicksal teilen, davon in Kenntnis zu setzen, dass er einer von ihnen sei. Da ist einer, der wie sie bei null angefangen hat, jetzt das politische Kommando über die Geschicke im Land, also über sie führt, aber nie vergessen hat, dass es »nicht einfach« ist, dieses Anfangsstadium hinter sich zu bringen. Die Nöte und Sorgen derer, die sich Zeit ihres Lebens daran versuchen, kennt er also nicht nur, sie sind bei ihm auch in den besten Händen, weil er sie so gut kennt. Er ist ihr geborener Anwalt – geboren, weil er aus demselben Milieu wie die vielen Nullnummern kommt, die mehr oder weniger solche geblieben sind, und ihr Anwalt, weil er an den Schalthebeln der Macht sitzt und sich auch dort gut daran erinnert, wie beschwerlich der Weg nach oben in seinem Fall war, also für alle anderen, über die er regiert, immer ist: So einfach geht die Metamorphose vom Regierungschef zum Landesvater, vom Machthaber zur guten Herrschaft, mit der das Volk in seiner Gestalt beschenkt wird.

Sein gutes Werk

Ein Gottesgeschenk

(…) »Aus einer Protestpartei (…) ist eine Partei geworden, die eigentlich jederzeit in die Regierung könnte, aus dem Stand heraus, ja, weil sie eine Opposition macht, die so ist: ›Was könnten wir machen, wenn wir an der Regierung wären.‹ Also wir sind eine Partei geworden, die will das Gesamte gestalten und nicht nur gegen einzelne, wenn auch wichtige Dinge protestieren.« (gruenebw, youtube, 2.10.2009)

Recht bekommt Kretschmann zusätzlich und vor allem dadurch, dass sich das Wählerpublikum für diese Variante guten Regierens erwärmt und die Grünen andernorts zu einer zu jeder Koalition bereiten Partei werden, die nichts weiter will, als ihre unbedingte Regierungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. (…)

Ein großartiger Chef

Bodenständig, mit Leberkäswecken

Aus: junge Welt – Ausgabe vom 01.07.2019 / Seite 12 / Thema: Grüne

https://www.jungewelt.de/artikel/357777.gr%C3%BCne-der-gr%C3%BCne-biedermann.html

vgl:

Winfried Kretschmann: „Der anständigste Mensch, der je in Deutschland Regierungschef wurde“ (GS 2-19)

Herr Kretschmann ist ein katholischer, bodenständiger, schwäbischer Biedermann, eine zweibeinige Inkarnation der landestypischen Sittlichkeit, die seine Landsleute mit ihrem ebenso landestypischen Humor in brüderlicher Verachtung „Schwoba-Seggl“ nennen. Weil Herr Kretschmann aber auch der Herr Ministerpräsident ist, ist bei ihm alles, was ihn zu einem typisch schwäbischen Ekel macht, etwas ganz Besonderes.

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/winfried-kretschmann

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Dass in der Öffentlichkeit über Kretschmann vor allem dessen Werdegang und dessen schwäbischer Charakter zum Thema gemacht wird, das stimmt zwar schon…

Etwas mehr an Aufklärung über die Welt gibts aber hier:

http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126344

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126371 Wed, 03 Jul 2019 18:40:47 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126371 Ich habe es auch nicht verstanden, wie jemand wie Samson, der sich zumeist als Gegner unserer gesellschaftlichen und politischen Verfaßtheit geriert, deine Ausführungen zur Demokratie und ihrer Grenze so glatt mißverstanden haben will, daß er in dir und deinem Statement nur lupenreine Verteidigung der Demokratie sehen wollte. Denn hier kann ja jeder nachlesen, was ein anderer Kommentator tatsächlich gepostet hat. Zudem deine Thesen zur Natur der Demokratie ja alles andere als neu sind. Ich habe es auch nicht verstanden, wie jemand wie Samson, der sich zumeist als Gegner unserer gesellschaftlichen und politischen Verfaßtheit geriert, deine Ausführungen zur Demokratie und ihrer Grenze so glatt mißverstanden haben will, daß er in dir und deinem Statement nur lupenreine Verteidigung der Demokratie sehen wollte. Denn hier kann ja jeder nachlesen, was ein anderer Kommentator tatsächlich gepostet hat. Zudem deine Thesen zur Natur der Demokratie ja alles andere als neu sind.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126369 Wed, 03 Jul 2019 16:54:14 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126369 Ja, ja. Du praktizierst die Kunst des sinnentstellenden Zitierens. Nochmal das ganze Zitat: <blockquote> Die Meinungsfreiheit ist ein Teil der Freiheit politischen Willensbildung. Eine funktionierende Parteienkokurrenz unterstellt eben, dass jeder für seinen politischen Standpunkt öffentlich werben können muss. Man darf Demonstrieren, wenn man sich an die Gesetze hält. Das heißt Meinungsäußerungen müssen sich daran bewähren, dass sie letzten Endes sich als Teil des demokratischen Procederes verstehen, bei dem in Wahlen ermittelt wird, wer die Nation regieren soll. Die Zustimmung (nicht nur das Zurechtkommen) zur Nation und zu Eigentumsverhältnissen ist dabei grundsätzlich unterstellt und vorausgesetzt.</blockquote> Drückt sich etwa die Zustimmung zu Eigentumsverhältnissen darin aus, dass man die Forderung nach Enteignung von Banken und Rückgängigmachung von Privatisierungen stellt. Da habe ich so meine Zweifel und auch der Staat hat da seine Zweifel. Meinungsfreiheit bedeutet eben gerade nicht, dass man für jeden beliebigen Standpunkt politisch werben darf, sondern nur für Standpunkte, die sich als Alternativen demokratischer Herrschaft verstehen. Alle Meinungen, die Demokratie und Eigentum prinzipiell gut finden, nur solche Meinungen, dürfen um Zustimmung durch den Wähler konkurrieren. So funktioniert eben Demokratie und damit diese funktioniert braucht es das freie (konstruktive) Meinen. Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass die Meinungsfreiheit eine Notwendigkeit einer funktionierenden Parteienkonkurrenz ist, die nunmal der Kern der Demokratie als Herrschaftsform darstellt. Ja, ja. Du praktizierst die Kunst des sinnentstellenden Zitierens. Nochmal das ganze Zitat:
Die Meinungsfreiheit ist ein Teil der Freiheit politischen Willensbildung. Eine funktionierende Parteienkokurrenz unterstellt eben, dass jeder für seinen politischen Standpunkt öffentlich werben können muss. Man darf Demonstrieren, wenn man sich an die Gesetze hält. Das heißt Meinungsäußerungen müssen sich daran bewähren, dass sie letzten Endes sich als Teil des demokratischen Procederes verstehen, bei dem in Wahlen ermittelt wird, wer die Nation regieren soll. Die Zustimmung (nicht nur das Zurechtkommen) zur Nation und zu Eigentumsverhältnissen ist dabei grundsätzlich unterstellt und vorausgesetzt.

Drückt sich etwa die Zustimmung zu Eigentumsverhältnissen darin aus, dass man die Forderung nach Enteignung von Banken und Rückgängigmachung von Privatisierungen stellt. Da habe ich so meine Zweifel und auch der Staat hat da seine Zweifel. Meinungsfreiheit bedeutet eben gerade nicht, dass man für jeden beliebigen Standpunkt politisch werben darf, sondern nur für Standpunkte, die sich als Alternativen demokratischer Herrschaft verstehen. Alle Meinungen, die Demokratie und Eigentum prinzipiell gut finden, nur solche Meinungen, dürfen um Zustimmung durch den Wähler konkurrieren. So funktioniert eben Demokratie und damit diese funktioniert braucht es das freie (konstruktive) Meinen. Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass die Meinungsfreiheit eine Notwendigkeit einer funktionierenden Parteienkonkurrenz ist, die nunmal der Kern der Demokratie als Herrschaftsform darstellt.

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by: Samson http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126368 Wed, 03 Jul 2019 10:37:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126368 <blockquote>Die Meinungsfreiheit ist ein Teil der Freiheit politischen Willensbildung. Eine funktionierende Parteienkokurrenz unterstellt eben, dass jeder für seinen politischen Standpunkt öffentlich werben können muss.</blockquote> Das stimmt nichtmal auf dem Papier. Versuch doch mal einen Verein zur Beseitigung der kapitalistischen Produktionsweise o.s.ä. zu gründen, schreib meinetwegen ins Programm, <i>für den Anfang</i> sollten Banken, Konzerne unter staatliche Kuratel gestellt und <i>alle Privatisierungen</i> an Infrastruktur der letzten 30-50 Jahre rückgängig gemacht werden, und versuch dann, mit dem Verein zu Wahlen auch nur <i>zugelassen</i> zu werden.

Die Meinungsfreiheit ist ein Teil der Freiheit politischen Willensbildung. Eine funktionierende Parteienkokurrenz unterstellt eben, dass jeder für seinen politischen Standpunkt öffentlich werben können muss.

Das stimmt nichtmal auf dem Papier. Versuch doch mal einen Verein zur Beseitigung der kapitalistischen Produktionsweise o.s.ä. zu gründen, schreib meinetwegen ins Programm, für den Anfang sollten Banken, Konzerne unter staatliche Kuratel gestellt und alle Privatisierungen an Infrastruktur der letzten 30-50 Jahre rückgängig gemacht werden, und versuch dann, mit dem Verein zu Wahlen auch nur zugelassen zu werden.

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by: Neue_Protokolle http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126367 Tue, 02 Jul 2019 13:02:22 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2013/05/03/7-05-13-berlin-decker-zu-arbeit-und-reichtum/#comment-126367 Jour fixe vom 20.05.2019: Sozialversicherung I. Rentenversicherung (GS 1-19) An der Art, wie die Sozialversicherungen konstruiert sind, wie Ein- und Auszahlungen geregelt sind, kann man einiges über die Lebenslage der Leute, die Sozialversicherungen brauchen, und über das ökonomische System, das dieser Lebenslage zugrunde liegt, erfahren. (…) https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf190520-sozialversicherungen.pdf --- Jour fixe vom 24.06.2019: Sozialversicherung, Forts. (GS 1-19) Nachtrag Rentenversicherung Ein Grund für die Schwierigkeiten der letzten Debatte am 08.06.2019 über den Artikel „Stichwort: Sozialversicherungen“ lag darin, dass von Anfang an mit dem Wissen über das Lohnarbeitsverhältnis argumentiert wurde, der Gegenstand des Artikels aber gar nicht die Lohnarbeit als solche ist, sondern explizit die Sozialversicherungen, insbesondere die Rentenversicherung. (…) Arbeitslosenversicherung — Arbeitslosenversicherung wird nur bezahlt, wenn eine Mindestanwartschaft vorliegt, d.h. der Arbeitslose muss während der letzten 2 Jahre mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt worden sein. Die Dauer der Zahlung ist begrenzt und richtet sich ebenfalls nach der Zeit, in der der Mensch gearbeitet und Beträge eingezahlt hat. (….) Wenn man die Versicherungen im Einzelnen durchgeht – was ist ihr Ausgangspunkt, auf welchen Gegenstand zielen sie – ist zu sagen: Da arbeitet sich der Staat damit ab, die abhängig Beschäftigten auf eine ihnen gemäße Art und Weise auf ihre Reproduktion fest zu legen, nämlich durch Arbeit. Und dabei wird er ständig darauf gestoßen, dass diese Art der Erwerbstätigkeit die Reproduktion nicht hergibt; dass das ein einziger Widerspruch ist. Insofern arbeitet sich der Staat an diesem Widerspruch ab: Die sollen von ihrer Arbeit leben und wenn sie das im Fall von Alter, Krankheit, Arbeitslosigkeit nicht können, dann sorge ich dafür, dass die das trotzdem können. Dazu nimmt er die ganze Klasse in die Pflicht, sorgt dafür, dass Lohnteile zwangskollektiviert werden und davon irgendwie die Reproduktion der Betroffenen geregelt wird. (…) Krankenversicherung Worin besteht der im Artikel erwähnte doppelte Schaden? (…) Der ewige Reformbedarf der Sozialversicherungen Der grundsätzliche Widerspruch, der ständig neue Löcher in den Kassen und damit Reformbedarf entstehen lässt, wurde bereits erwähnt: Die Sozialversicherungen arbeiten sich an dem Kunststück ab, dass ein Lohn, der nicht zum Leben reicht, durch die Vermittlung der Versicherungen zur Reproduktion der ganzen Klasse ausreichen soll. Für die Versicherungen stellt sich das als Widerspruch zwischen den erforderlichen Leistungen, die sie gesetzlich für ihre Versicherten zu erbringen haben, und ihren stets knappen Einnahmen aus dem gesellschaftlichen Gesamtlohn dar. Deshalb steht immerzu die Abwägung auf der Tagesordnung, welche Ansprüche an die Versicherung staatlicherseits ins Recht gesetzt werden und was das kostet, nämlich eine weitere Beanspruchung des Lohns. Wenn der ganze Sozialstaat unter der Prämisse steht, dass er aus Arbeit gezahlt wird, die sich lohnen muss, dann ist klar, dass das Kapital grundsätzlich und mit seinen Fortschritten in Sachen Rentabilität im Besonderen die Grundlage des Sozialstaats fortwährend strapaziert. Das führt zu diesen sozialpolitischen Kunststücken, die da heißen, wie kann man im Verhältnis von Beitragszahlern und Leistungsempfängern, von Anwartschaften und Beitragssätzen irgendwas weiter strecken, so dass die Arbeiterschaft tatsächlich von nichts anderem als rentablem Lohn lebt. (…) https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf190624-sozialversicherungen-2.pdf --- Vgl auch den Artikel, auf den sich die Debatte bezieht: Arbeiten im Kapitalismus geht offensichtlich nur, wenn der Staat einen Großteil des privaten Lohneinkommens seiner arbeitenden Bevölkerung zwangsweise kollektiviert und damit ein umfassendes System von Sozialkassen unterhält. So viel Sozialismus muss sein im freien bürgerlichen Gemeinwesen. Wie in dem mit hoheitlicher Gewalt ‚Solidarität‘ organisiert wird und warum, erläutert das Stichwort: Sozialversicherungen. https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/stichwort-sozialversicherungen Jour fixe vom 20.05.2019: Sozialversicherung

I. Rentenversicherung (GS 1-19)

An der Art, wie die Sozialversicherungen konstruiert sind, wie Ein- und Auszahlungen geregelt sind, kann man einiges über die Lebenslage der Leute, die Sozialversicherungen brauchen, und über das ökonomische System, das dieser Lebenslage zugrunde liegt, erfahren. (…)

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf190520-sozialversicherungen.pdf

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Jour fixe vom 24.06.2019: Sozialversicherung, Forts. (GS 1-19)

Nachtrag Rentenversicherung

Ein Grund für die Schwierigkeiten der letzten Debatte am 08.06.2019 über den Artikel „Stichwort: Sozialversicherungen“ lag darin, dass von Anfang an mit dem Wissen über das Lohnarbeitsverhältnis argumentiert wurde, der Gegenstand des Artikels aber gar nicht die Lohnarbeit als solche ist, sondern explizit die Sozialversicherungen, insbesondere die Rentenversicherung. (…)

Arbeitslosenversicherung

— Arbeitslosenversicherung wird nur bezahlt, wenn eine Mindestanwartschaft vorliegt, d.h. der Arbeitslose muss während der letzten 2 Jahre mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt worden sein. Die Dauer der Zahlung ist begrenzt und richtet sich ebenfalls nach der Zeit, in der der Mensch gearbeitet und Beträge eingezahlt hat. (….)

Wenn man die Versicherungen im Einzelnen durchgeht – was ist ihr Ausgangspunkt, auf welchen Gegenstand zielen sie – ist zu sagen: Da arbeitet sich der Staat damit ab, die abhängig Beschäftigten auf eine ihnen gemäße Art und Weise auf ihre Reproduktion fest zu legen, nämlich durch Arbeit. Und dabei wird er ständig darauf gestoßen, dass diese Art der Erwerbstätigkeit die Reproduktion nicht hergibt; dass das ein einziger Widerspruch ist. Insofern arbeitet sich der Staat an diesem Widerspruch ab: Die sollen von ihrer Arbeit leben und wenn sie das im Fall von Alter, Krankheit, Arbeitslosigkeit nicht können, dann sorge ich dafür, dass die das trotzdem können. Dazu nimmt er die ganze Klasse in die Pflicht, sorgt dafür, dass Lohnteile zwangskollektiviert werden und davon irgendwie die Reproduktion der Betroffenen geregelt wird. (…)

Krankenversicherung

Worin besteht der im Artikel erwähnte doppelte Schaden? (…)

Der ewige Reformbedarf der Sozialversicherungen
Der grundsätzliche Widerspruch, der ständig neue Löcher in den Kassen und damit Reformbedarf entstehen lässt, wurde bereits erwähnt: Die Sozialversicherungen arbeiten sich an dem Kunststück ab, dass ein Lohn, der nicht zum Leben reicht, durch die Vermittlung der Versicherungen zur Reproduktion der ganzen Klasse ausreichen soll. Für die Versicherungen stellt sich das als Widerspruch zwischen den erforderlichen Leistungen, die sie gesetzlich für ihre Versicherten zu erbringen haben, und ihren stets knappen Einnahmen aus dem gesellschaftlichen Gesamtlohn dar. Deshalb steht immerzu die Abwägung auf der Tagesordnung, welche Ansprüche an die Versicherung staatlicherseits ins Recht gesetzt werden und was das kostet, nämlich eine weitere Beanspruchung des Lohns.

Wenn der ganze Sozialstaat unter der Prämisse steht, dass er aus Arbeit gezahlt wird, die sich lohnen muss, dann ist klar, dass das Kapital grundsätzlich und mit seinen Fortschritten in Sachen Rentabilität im Besonderen die Grundlage des Sozialstaats fortwährend strapaziert. Das führt zu diesen sozialpolitischen Kunststücken, die da heißen, wie kann man im Verhältnis von Beitragszahlern und Leistungsempfängern, von Anwartschaften und Beitragssätzen irgendwas weiter strecken, so dass die Arbeiterschaft tatsächlich von nichts anderem als rentablem Lohn lebt. (…)

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf190624-sozialversicherungen-2.pdf

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Vgl auch den Artikel, auf den sich die Debatte bezieht:

Arbeiten im Kapitalismus geht offensichtlich nur, wenn der Staat einen Großteil des privaten Lohneinkommens seiner arbeitenden Bevölkerung zwangsweise kollektiviert und damit ein umfassendes System von Sozialkassen unterhält. So viel Sozialismus muss sein im freien bürgerlichen Gemeinwesen. Wie in dem mit hoheitlicher Gewalt ‚Solidarität‘ organisiert wird und warum, erläutert das Stichwort: Sozialversicherungen.

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/stichwort-sozialversicherungen

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by: Pedder http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126366 Mon, 01 Jul 2019 16:20:06 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126366 Minister aus China, Kanada und der EU haben sich am Freitag in Brüssel zu ihrem dritten jährlichen Klimagipfel getroffen. Damit soll unterstrichen werden, dass die Welt den Kampf gegen den Klimawandel fortsetzt – auch, wenn sich Amerika zurückzieht. (…) Nach den Regularien des Abkommens können die USA allerdings erst im November 2020 offiziell austreten. (…) Jedes Jahr wird von Seiten Pekings so bekräftigt, dass China sein Engagement aufrechterhalten will. Damit soll die Trump-Administration dazu gedrängt werden, ihren Paris-Austritt aufzugeben, falls der amtierende US-Präsident im kommenden November wiedergewählt wird. Sollte ein demokratischer Herausforderer die nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnen, dürften die USA wohl ohnehin Mitglied des Klimaabkommens bleiben. https://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/usa-bleiben-beim-thema-klimawandel-international-isoliert/ Dieser Beschluss war anscheinend Grundlage dafür, dass auf dem G20-Gipfel auch Brasilien die entsprechenden Floskeln der G19 unterschrieben hat - zusätzlich ist auch ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Lateinamerika unterzeichnet worden. Wie sehr die europäischen Ökonomien in die Strategie der USA eingeordnet sind, zeigte sich aber an einer wuchtigeren Front: Der Handel zwischen Deutschland und dem Iran bricht angesichts der US-Sanktionen einem Medienbericht zufolge ein. Das Handelsvolumen beider Länder sackte zwischen Januar und April 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48 Prozent auf 529 Millionen Euro ab. https://www.euractiv.de/section/finanzen-und-wirtschaft/news/deutsch-iranischer-handel-bricht-ein/ Die Eingliederung in die US-Außenpolitik solle man mit dem Begriff "Partnerschaft" versehen, meint heute der gestern noch leicht anders zu vernehmende Stegmann Gabriel von der SPD .. https://www.deutschlandfunk.de/us-vorwahlkampf-ohne-die-usa-ist-der-westen-und-ist-europa.694.de.html?dram:article_id=452404 Minister aus China, Kanada und der EU haben sich am Freitag in Brüssel zu ihrem dritten jährlichen Klimagipfel getroffen. Damit soll unterstrichen werden, dass die Welt den Kampf gegen den Klimawandel fortsetzt – auch, wenn sich Amerika zurückzieht. (…) Nach den Regularien des Abkommens können die USA allerdings erst im November 2020 offiziell austreten. (…)
Jedes Jahr wird von Seiten Pekings so bekräftigt, dass China sein Engagement aufrechterhalten will. Damit soll die Trump-Administration dazu gedrängt werden, ihren Paris-Austritt aufzugeben, falls der amtierende US-Präsident im kommenden November wiedergewählt wird. Sollte ein demokratischer Herausforderer die nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnen, dürften die USA wohl ohnehin Mitglied des Klimaabkommens bleiben.

https://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/usa-bleiben-beim-thema-klimawandel-international-isoliert/

Dieser Beschluss war anscheinend Grundlage dafür, dass auf dem G20-Gipfel auch Brasilien die entsprechenden Floskeln der G19 unterschrieben hat – zusätzlich ist auch ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Lateinamerika unterzeichnet worden.

Wie sehr die europäischen Ökonomien in die Strategie der USA eingeordnet sind, zeigte sich aber an einer wuchtigeren Front:

Der Handel zwischen Deutschland und dem Iran bricht angesichts der US-Sanktionen einem Medienbericht zufolge ein.
Das Handelsvolumen beider Länder sackte zwischen Januar und April 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48 Prozent auf 529 Millionen Euro ab.

https://www.euractiv.de/section/finanzen-und-wirtschaft/news/deutsch-iranischer-handel-bricht-ein/

Die Eingliederung in die US-Außenpolitik solle man mit dem Begriff „Partnerschaft“ versehen, meint heute der gestern noch leicht anders zu vernehmende Stegmann Gabriel von der SPD ..

https://www.deutschlandfunk.de/us-vorwahlkampf-ohne-die-usa-ist-der-westen-und-ist-europa.694.de.html?dram:article_id=452404

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by: simply red http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126365 Mon, 01 Jul 2019 14:11:23 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126365 Ja, o.k.. Ja, o.k..

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by: Samson http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126364 Mon, 01 Jul 2019 13:10:46 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126364 <blockquote>Furcht und Panik sollen gegenüber dem Leser, dem Zuhörer usw. erzeugt werden. Es ist so, dass Wissenschaft mit Interessen behaftet und damit politisiert ist. Dem Staat selbst ist es gleichgültig, wichtig ist im Hinblick auf das politische Interesse.</blockquote> Na ja ganz so gleichgültig ist es dem Staat auch wieder nicht. Schließlich vertritt der primär die Interessen der Kapitalisten, an deren Profiten die 'Staatskasse' partizipieren soll. Der russische Staat würde bspw. sowenig Forschungen in Sachen 'alternative Energie' finanzieren wie der deutsche nicht daran interessiert ist, meinetwegen den Güterverkehr in wirklichen Größenordnungen von der Straße auf die Schiene zu verlegen.

Furcht und Panik sollen gegenüber dem Leser, dem Zuhörer usw. erzeugt werden. Es ist so, dass Wissenschaft mit Interessen behaftet und damit politisiert ist. Dem Staat selbst ist es gleichgültig, wichtig ist im Hinblick auf das politische Interesse.

Na ja ganz so gleichgültig ist es dem Staat auch wieder nicht. Schließlich vertritt der primär die Interessen der Kapitalisten, an deren Profiten die ‚Staatskasse‘ partizipieren soll. Der russische Staat würde bspw. sowenig Forschungen in Sachen ‚alternative Energie‘ finanzieren wie der deutsche nicht daran interessiert ist, meinetwegen den Güterverkehr in wirklichen Größenordnungen von der Straße auf die Schiene zu verlegen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126363 Mon, 01 Jul 2019 11:10:16 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126363 Damit wir das ein bisschen abkürzen und nicht alle 2 Tage auf einen neuen Klimaleugner verwiesen wird, hier die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_scientists_who_disagree_with_the_scientific_consensus_on_global_warming">List of scientists who disagree with the scientific consensus on global warming</a> Damit wir das ein bisschen abkürzen und nicht alle 2 Tage auf einen neuen Klimaleugner verwiesen wird, hier die
List of scientists who disagree with the scientific consensus on global warming

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by: simply red http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126362 Mon, 01 Jul 2019 10:53:12 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126362 @ libelle <blockquote>Jeder, der sich mal mit den mathematischen Grundlagen solcher Klimamodelle – nämlich der atmosphärischen und ozeanischen Zirkulation beschäftigt hat, kommt nicht an Lindzen vorbei.  … Selbst also, wenn man einen globalen Temperaturanstieg prognostizieren könnte, wüsste man nichts über das Klima. Nichtsdestotrotz soll diese Zahl, wie auch die CO2 Konzentration in der Atmosphäre der Indikator für Klimawandel sein.</blockquote> Die atmosphärische und ozeanische Zirkulation bzw. das darin abgeleitete Modell basiert auf einer Theorie über die atmosphärische und ozeanische Zirkulation, die aus Beobachtungen gewonnen worden ist. Man weiß aus Beobachtungen, dass es solch eine atmosphärische und ozeanische Zirkulation gibt, und stellt Hypothesen darüber auf, welche Bewegungsgesetze diese in Gang setzen bzw. in Gang gesetzt haben. Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn Modelle mit Annahmen aus Spekulationen gefüttert werden. Z.B. wenn steigende CO2-Konzentrationen angenommen werden. Es gibt keine (brauchbare) Theorie des Treibhauseffekts, des CO2-Bedingten Klimawandels, usw.. <blockquote>Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist – aber in den USA müssen Forschungseinrichtungen ihre Forschungsprojekte finanzieren lassen und die werden nun mal entsprechend den Interessen, die es an dieser Forschung gibt finanziert. Da der Klimawandel inzwischen sowas wie eine deutsche Staatsräson ist, gilt das Argument wohl auch hier: In der Klimaforschung wird finanziert, was dieser Staatsräson entspricht.</blockquote> Du beziehst dich damit auf die Bedingungen der Forschungspraxis, die vom Staat vorgegeben werden. Die USA haben in den vergangenen Jahren ja auch Finanzmittel z.B. der nationalen Wetterbehörde, NASA usw. zusammengestrichen, was ja auch auf eine herrschende Staatsräson der USA (Wachstum des Industriesektors) bezogen wird. Für mich sind aber neben den Bedingungen der Forschungspraxis genauso wichtig die Freiheit des Denkens bzw. die Freiheit der Wissenschaft zu betonen. Es ist doch nicht so dass das Denken durch Geld determiniert wird. Der Forscher bzw. die Forschungseinrichtung haben ein Erkenntnisinteresse, das wiederum für die Entscheidung Finanz- bzw. Fördermittel an Land zu ziehen, zu verteilen usw. rückgekoppelt ist. Nur weil der Staat z.B. Finanzmittel verteilt bedeutet dies nicht, dass die Forschung von außen bzw. die Bedingungen determiniert sind. Sehr wohl spielen politische Entscheidungen eine Rolle bei der Verteilung von Lehrstühlen, Zugang zu Publikationsorganen usw... Z.B. kann ein Antrag auf Publikation in einer Zeitschrift abgelehnt werden. Das ist ein Stück weit eine Gewaltfrage, was und wer publiziert bzw. publizieren darf usw.. Auf der anderen Seite sind die Wissenschaft bzw. das wissenschaftliche Denken ja auch politisiert, Wissenschaftler beziehen Forschungsinteressen auf ein politisches Bewusstsein, auf ihr Forschungsumfeld usw.. <blockquote>D.h. diese Modelle sind wissenschaftlich betreute Szenarien, die tatsächlich Furcht vor dem Klimawandel erzeugen sollen. Und das leisten sie auch! Es ist dabei keine Verschwörung im Gange, sondern Politik und auch Teile des Wissenschaftsbetriebs haben sich damit selbst überzeugt und diffamieren z.B. Leute wie Lindzen</blockquote> Wenn ich mir sicher bin, z.B. von einem CO2-Bedingten-Klimawandel, muss ich mich doch nicht selbst davon überzeugen, indem ich Panik betreibe usw.. Furcht und Panik sollen gegenüber dem Leser, dem Zuhörer usw. erzeugt werden. Es ist so, dass Wissenschaft mit Interessen behaftet und damit politisiert ist. Dem Staat selbst ist es gleichgültig, wichtig ist im Hinblick auf das politische Interesse. Auch die Wissenschaft ist sich bewusst darüber dass ihre „Erkenntnisse“ konstruiert, fragwürdig sind usw.. Sonst wäre sie z.B. nicht darauf angewiesen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kNUO_TPWVLU">Datenmanipulation</a> zu betreiben (schaust du auch <a href=https://www.telegraph.co.uk/comment/11367272/Climategate-the-sequel-How-we-are-STILL-being-tricked-with-flawed-data-on-global-warming.html>hier</a> oder auch <a href="http://www.kaltesonne.de/?p=4743">hier</a> @ libelle

Jeder, der sich mal mit den mathematischen Grundlagen solcher Klimamodelle – nämlich der atmosphärischen und ozeanischen Zirkulation
beschäftigt hat, kommt nicht an Lindzen vorbei. 

Selbst also, wenn man einen globalen Temperaturanstieg prognostizieren könnte, wüsste man nichts über das Klima. Nichtsdestotrotz soll diese Zahl, wie auch die CO2 Konzentration in der Atmosphäre der Indikator für Klimawandel sein.

Die atmosphärische und ozeanische Zirkulation bzw. das darin abgeleitete Modell basiert auf einer Theorie über die atmosphärische und ozeanische Zirkulation, die aus Beobachtungen gewonnen worden ist. Man weiß aus Beobachtungen, dass es solch eine atmosphärische und ozeanische Zirkulation gibt, und stellt Hypothesen darüber auf, welche Bewegungsgesetze diese in Gang setzen bzw. in Gang gesetzt haben. Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn Modelle mit Annahmen aus Spekulationen gefüttert werden. Z.B. wenn steigende CO2-Konzentrationen angenommen werden. Es gibt keine (brauchbare) Theorie des Treibhauseffekts, des CO2-Bedingten Klimawandels, usw..

Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist – aber in den USA müssen Forschungseinrichtungen ihre Forschungsprojekte finanzieren lassen und die werden nun mal entsprechend den Interessen, die es an dieser Forschung gibt finanziert. Da der Klimawandel inzwischen sowas wie eine deutsche Staatsräson ist, gilt das Argument wohl auch hier: In der Klimaforschung wird finanziert, was dieser Staatsräson entspricht.

Du beziehst dich damit auf die Bedingungen der Forschungspraxis, die vom Staat vorgegeben werden. Die USA haben in den vergangenen Jahren ja auch Finanzmittel z.B. der nationalen Wetterbehörde, NASA usw. zusammengestrichen, was ja auch auf eine herrschende Staatsräson der USA (Wachstum des Industriesektors) bezogen wird. Für mich sind aber neben den Bedingungen der Forschungspraxis genauso wichtig die Freiheit des Denkens bzw. die Freiheit der Wissenschaft zu betonen. Es ist doch nicht so dass das Denken durch Geld determiniert wird. Der Forscher bzw. die Forschungseinrichtung haben ein Erkenntnisinteresse, das wiederum für die Entscheidung Finanz- bzw. Fördermittel an Land zu ziehen, zu verteilen usw. rückgekoppelt ist. Nur weil der Staat z.B. Finanzmittel verteilt bedeutet dies nicht, dass die Forschung von außen bzw. die Bedingungen determiniert sind. Sehr wohl spielen politische Entscheidungen eine Rolle bei der Verteilung von Lehrstühlen, Zugang zu Publikationsorganen usw… Z.B. kann ein Antrag auf Publikation in einer Zeitschrift abgelehnt werden. Das ist ein Stück weit eine Gewaltfrage, was und wer publiziert bzw. publizieren darf usw.. Auf der anderen Seite sind die Wissenschaft bzw. das wissenschaftliche Denken ja auch politisiert, Wissenschaftler beziehen Forschungsinteressen auf ein politisches Bewusstsein, auf ihr Forschungsumfeld usw..

D.h. diese Modelle sind wissenschaftlich betreute Szenarien, die tatsächlich Furcht vor dem Klimawandel erzeugen sollen. Und das leisten sie auch! Es ist dabei keine Verschwörung im Gange, sondern Politik und auch Teile des Wissenschaftsbetriebs haben sich damit selbst überzeugt und diffamieren z.B. Leute wie Lindzen

Wenn ich mir sicher bin, z.B. von einem CO2-Bedingten-Klimawandel, muss ich mich doch nicht selbst davon überzeugen, indem ich Panik betreibe usw.. Furcht und Panik sollen gegenüber dem Leser, dem Zuhörer usw. erzeugt werden. Es ist so, dass Wissenschaft mit Interessen behaftet und damit politisiert ist. Dem Staat selbst ist es gleichgültig, wichtig ist im Hinblick auf das politische Interesse. Auch die Wissenschaft ist sich bewusst darüber dass ihre „Erkenntnisse“ konstruiert, fragwürdig sind usw.. Sonst wäre sie z.B. nicht darauf angewiesen Datenmanipulation zu betreiben (schaust du auch hier oder auch hier

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126361 Mon, 01 Jul 2019 10:27:44 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2019/06/09/klimawandel-fridays-for-future-gsp-und-kritik/#comment-126361 Wikipedia William Happer: <blockquote> Klimawandelleugnung Happer, laut eigener Aussage kein Klimatologe,[9] bestreitet den menschengemachten Klimawandel. Er war Aufsichtsratsmitglied und vorsitzender Direktor[10] im konservativen Think-Tank George C. Marshall Institute, das Anfang der 1990er Jahre bedeutenden Einfluss auf die Klima- und Energiepolitik der US-Regierung unter George H. W. Bush hatte,[11][12] und war auch Gründungs- und Vorstandsmitglied von dessen Nachfolgeorganisation CO2 Coalition.[13] [14][15] Zudem ist er unter anderem im wissenschaftlichen Beirat der Global Warming Policy Foundation tätig.[16] Happer leitete 1991–1993 die Energieforschung im Energieministerium der Vereinigten Staaten unter der Regierung George H. W. Bush.[12][17] Er unterzeichnete unter anderem die vom George C. Marshall Institute unterstützte,[11] gegen das Kyoto-Protokoll gerichtete Oregon-Petition im Jahr 1999.[18] 2014 sagte er in einem Interview, Kohlenstoffdioxid sei von Nutzen für die Erde, "die Dämonisierung von Kohlendioxid" sei hingegen "wie die Dämonisierung der Juden unter Hitler".[19] Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 bot er Greenpeace-Aktivisten, die sich als Vertreter von Öl- und Gasunternehmen ausgaben, an, eine Arbeit über die Vorteile von höheren Kohlendioxidwerten in der Erdatmosphäre zu verfassen, um Zweifel an der Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen zu streuen. Per E-Mail erklärte er, diese Arbeit würde wohl kein Peer-Review bestehen. Zwar könne er die Arbeit bei einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift einreichen, aber dadurch würde die Publikation verzögert. Zudem könne der Begutachtungsprozess dazu führen, dass er auf Verlangen der Reviewer so große Veränderungen vornehmen müsse, dass Kohlenstoffdioxid nicht mehr als vorteilhaft, sondern als schädlich erscheine. Dies sei nicht in seinem Interesse und wohl auch nicht im Interesse der Unternehmen. Stattdessen schlug er vor, die Arbeit einem speziell ausgewählten Kreis von Personen zuzusenden, die die Arbeit begutachten sollen. „Puristen“ würden dieses Vorgehen zwar nicht als Peer-Review ansehen, er denke aber, es sei in Ordnung, dies als Peer-Review zu bezeichnen.[16] 2017 wurde er vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu einer Unterredung geladen, die genaueren Inhalte wurden nicht bekannt gegeben.[20] Happer galt als Spitzenkandidat für den Posten des obersten Wissenschaftsberaters im Kabinett Trump. In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Klimaforschung in einem Interview als von kollektivem Wahnsinn aufgerührten weinerlichen Kult.[21] Im September 2018 wurde bekannt, dass er einen Job als ein Wissenschaftsberater im Kabinett Trump übernommen hat.[22] Von der Regierung Trump wurde er zudem in das National Security Council berufen und damit beauftragt, um der regierungseigenen Klimaforschung zu widersprechen. In dieser Rolle wandte er sich 2019 an das Heartland Institute, um Unterstützung bei seiner Anfechtung der Ergebnisse der Klimaforschung zu erreichen.[13]</blockquote> Wikipedia William Happer:

Klimawandelleugnung
Happer, laut eigener Aussage kein Klimatologe,[9] bestreitet den menschengemachten Klimawandel. Er war Aufsichtsratsmitglied und vorsitzender Direktor[10] im konservativen Think-Tank George C. Marshall Institute, das Anfang der 1990er Jahre bedeutenden Einfluss auf die Klima- und Energiepolitik der US-Regierung unter George H. W. Bush hatte,[11][12] und war auch Gründungs- und Vorstandsmitglied von dessen Nachfolgeorganisation CO2 Coalition.[13] [14][15] Zudem ist er unter anderem im wissenschaftlichen Beirat der Global Warming Policy Foundation tätig.[16]
Happer leitete 1991–1993 die Energieforschung im Energieministerium der Vereinigten Staaten unter der Regierung George H. W. Bush.[12][17] Er unterzeichnete unter anderem die vom George C. Marshall Institute unterstützte,[11] gegen das Kyoto-Protokoll gerichtete Oregon-Petition im Jahr 1999.[18] 2014 sagte er in einem Interview, Kohlenstoffdioxid sei von Nutzen für die Erde, „die Dämonisierung von Kohlendioxid“ sei hingegen „wie die Dämonisierung der Juden unter Hitler“.[19]
Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 bot er Greenpeace-Aktivisten, die sich als Vertreter von Öl- und Gasunternehmen ausgaben, an, eine Arbeit über die Vorteile von höheren Kohlendioxidwerten in der Erdatmosphäre zu verfassen, um Zweifel an der Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen zu streuen. Per E-Mail erklärte er, diese Arbeit würde wohl kein Peer-Review bestehen. Zwar könne er die Arbeit bei einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift einreichen, aber dadurch würde die Publikation verzögert. Zudem könne der Begutachtungsprozess dazu führen, dass er auf Verlangen der Reviewer so große Veränderungen vornehmen müsse, dass Kohlenstoffdioxid nicht mehr als vorteilhaft, sondern als schädlich erscheine. Dies sei nicht in seinem Interesse und wohl auch nicht im Interesse der Unternehmen. Stattdessen schlug er vor, die Arbeit einem speziell ausgewählten Kreis von Personen zuzusenden, die die Arbeit begutachten sollen. „Puristen“ würden dieses Vorgehen zwar nicht als Peer-Review ansehen, er denke aber, es sei in Ordnung, dies als Peer-Review zu bezeichnen.[16]
2017 wurde er vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump zu einer Unterredung geladen, die genaueren Inhalte wurden nicht bekannt gegeben.[20] Happer galt als Spitzenkandidat für den Posten des obersten Wissenschaftsberaters im Kabinett Trump. In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Klimaforschung in einem Interview als von kollektivem Wahnsinn aufgerührten weinerlichen Kult.[21] Im September 2018 wurde bekannt, dass er einen Job als ein Wissenschaftsberater im Kabinett Trump übernommen hat.[22] Von der Regierung Trump wurde er zudem in das National Security Council berufen und damit beauftragt, um der regierungseigenen Klimaforschung zu widersprechen. In dieser Rolle wandte er sich 2019 an das Heartland Institute, um Unterstützung bei seiner Anfechtung der Ergebnisse der Klimaforschung zu erreichen.[13]

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