Walgesang Comments http://Neoprene.blogsport.de Sie rufen weit ins Meer, aber wer hört ihnen zu? (außer Walen) Sat, 25 Nov 2017 02:20:40 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123608 Fri, 24 Nov 2017 18:15:11 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123608 Russlanddeutsche ("Spätaussiedler") wurden vom Staat des deutschen Volkes angelockt, aber vom deutschen Volk selber nicht gerade willkommen geheißen. Für viele Deutsche waren das einfach Russen. So diffizil ist die völkische Welt. Ein bisschen Imagination ist halt schon dabei, zweifellos. Das zeigt die Unterschiedlichkeit der Kriterien: mal ist es die gleiche geografische Herkunft, mal direkt die Abstammung, mal reicht die Sprache, mal die Feiertags-Kultur. Man fühlt sich irgendwie zusammengehörig. Aber das bedeutet nicht, dass dieses Volksbewusstsein keine eigene Realität hätte. Es ist eine Art Parallelwelt neben der rechtlichen Definition des Staatsvolks. Wenn es heißt, irgendwas ginge vom deutschen Volk aus oder geschehe im Namen des deutschen Volkes, dann sind eben Russlanddeutsche, sofern sie noch "drüben" leben, nicht mitgemeint. Russlanddeutsche („Spätaussiedler“) wurden vom Staat des deutschen Volkes angelockt, aber vom deutschen Volk selber nicht gerade willkommen geheißen. Für viele Deutsche waren das einfach Russen. So diffizil ist die völkische Welt.

Ein bisschen Imagination ist halt schon dabei, zweifellos. Das zeigt die Unterschiedlichkeit der Kriterien: mal ist es die gleiche geografische Herkunft, mal direkt die Abstammung, mal reicht die Sprache, mal die Feiertags-Kultur. Man fühlt sich irgendwie zusammengehörig.

Aber das bedeutet nicht, dass dieses Volksbewusstsein keine eigene Realität hätte. Es ist eine Art Parallelwelt neben der rechtlichen Definition des Staatsvolks. Wenn es heißt, irgendwas ginge vom deutschen Volk aus oder geschehe im Namen des deutschen Volkes, dann sind eben Russlanddeutsche, sofern sie noch „drüben“ leben, nicht mitgemeint.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123606 Fri, 24 Nov 2017 14:11:20 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123606 Ja, Krim, der Begriff der "imaginierten Gemeinschaft" ist sicherlich das Wichtigste an Jackos Zitat. Der freut sich halt, daß auch "neuere Gesellschaftswissenschaftler" dem GSP in dieser Hinsicht beizupflichten scheinen. Ja, Krim, der Begriff der „imaginierten Gemeinschaft“ ist sicherlich das Wichtigste an Jackos Zitat. Der freut sich halt, daß auch „neuere Gesellschaftswissenschaftler“ dem GSP in dieser Hinsicht beizupflichten scheinen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123605 Fri, 24 Nov 2017 13:44:26 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123605 Simon sagt: Wiki sagt ne ganze Menge Unterschiedliches. Und die "neueren Gesellschaftwissenschaften" sind wohl kaum ein Garant für Richtigkeit. Dass etwas ein "Konstrukt" sei, ist gerade ziemlich modern. Geschlechter sind z.B. auch Konstrukte anscheinend. Und das sagt g a r n i c h t s aus. Jeder Begriff ist ein Konstrukt. Das ist so ungefähr das Allgemeinste, was man überhaupt sagen kann. Auch die Begründung dafür, dass es Konstrukte seien, ist nicht nachvollziehbar. Weil sie auf "vorhanden Vorstellungen beruhen"? Was hat das denn mit Konstrukt zu tun? Warum nicht "historisch bedingt"? Das wäre noch genauer. Was steht da noch? Es seien "imaginierte Gemeinschaften". Komisch. Ist eine Kaninchenzüchterverein auch eine imaginierte Gemeinschaft? Ist das eine Gemeinschaft ohne wirkliche Gemeinsamkeit? Und deswegen hast du das wohl zitiert Hinweis, weil das genau die Position des GSP ist. Dem es wohl nicht verdächtig vorkommt, mit den "neueren Gesellschaftswissenschaften" einer Meinung zu sein. Nun gut. Bekanntlich bin ich nicht dieser Ansicht, dass dem Volk nur eine vorgestellte Gemeinsamkeit zu grunde liegt. Simon sagt: Wiki sagt ne ganze Menge Unterschiedliches. Und die „neueren Gesellschaftwissenschaften“ sind wohl kaum ein Garant für Richtigkeit. Dass etwas ein „Konstrukt“ sei, ist gerade ziemlich modern. Geschlechter sind z.B. auch Konstrukte anscheinend. Und das sagt g a r n i c h t s aus. Jeder Begriff ist ein Konstrukt. Das ist so ungefähr das Allgemeinste, was man überhaupt sagen kann.

Auch die Begründung dafür, dass es Konstrukte seien, ist nicht nachvollziehbar. Weil sie auf „vorhanden Vorstellungen beruhen“? Was hat das denn mit Konstrukt zu tun? Warum nicht „historisch bedingt“? Das wäre noch genauer.

Was steht da noch? Es seien „imaginierte Gemeinschaften“. Komisch. Ist eine Kaninchenzüchterverein auch eine imaginierte Gemeinschaft? Ist das eine Gemeinschaft ohne wirkliche Gemeinsamkeit? Und deswegen hast du das wohl zitiert Hinweis, weil das genau die Position des GSP ist. Dem es wohl nicht verdächtig vorkommt, mit den „neueren Gesellschaftswissenschaften“ einer Meinung zu sein. Nun gut. Bekanntlich bin ich nicht dieser Ansicht, dass dem Volk nur eine vorgestellte Gemeinsamkeit zu grunde liegt.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123603 Fri, 24 Nov 2017 06:28:46 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123603 "In den neueren Gesellschaftswissenschaften vertritt man inzwischen einhellig die Auffassung, dass Völker im Sinne ethnischer oder religiöser Gemeinschaften Konstrukte, „gedachte Ordnungen“ (Emerich Franzis) bzw. „imaginierte Gemeinschaften“ (Benedict Anderson) darstellen. Damit ist nicht gemeint, dass Völker gleichsam aus dem Nichts erfunden seien, sondern Abgrenzungen gegenüber anderen Völkern auf bereits vorhandenen Vorstellungen beruhen und auf sie zurückwirken und zugleich als Integrations- und Legitimationsideologeme von erheblicher Wirkungskraft waren und sind. So haben sich Juden in Deutschland vor ihrer Verfolgung als Deutsche gefühlt." (ebd.) „In den neueren Gesellschaftswissenschaften vertritt man inzwischen einhellig die Auffassung, dass Völker im Sinne ethnischer oder religiöser Gemeinschaften Konstrukte, „gedachte Ordnungen“ (Emerich Franzis) bzw. „imaginierte Gemeinschaften“ (Benedict Anderson) darstellen. Damit ist nicht gemeint, dass Völker gleichsam aus dem Nichts erfunden seien, sondern Abgrenzungen gegenüber anderen Völkern auf bereits vorhandenen Vorstellungen beruhen und auf sie zurückwirken und zugleich als Integrations- und Legitimationsideologeme von erheblicher Wirkungskraft waren und sind. So haben sich Juden in Deutschland vor ihrer Verfolgung als Deutsche gefühlt.“ (ebd.)

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123602 Fri, 24 Nov 2017 06:25:42 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123602 Wiki meint https://de.wikipedia.org/wiki/Volk#Volk_als_Abgrenzung_zu_anderen_V.C3.B6lkern Wiki meint

https://de.wikipedia.org/wiki/Volk#Volk_als_Abgrenzung_zu_anderen_V.C3.B6lkern

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123600 Thu, 23 Nov 2017 22:01:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123600 "Es sind schon genügend Völker assimiliert worden und irgendwann fühlten sie sich als Teil des Volkes, in „dessen“ Staat sie eingehegt wurden." Dass die Nation die Gewalt des Volkes ist, heißt ja nicht, dass Assimilation nicht geht. Meist braucht es dafür aber verlorene Kriege. Das heißt das Fremdvolk wird besiegt und in das neue Staatsvolk integriert. Letzten Endes müssen aber beide Völker das zulassen. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass über Staat und Volk schwadronniert wird z.B. bei Nestor ohne auch nur den blassesten Dunst davon zu haben, wozu so ein Ding Namens Nation überhaupt da sein soll. Was macht das Volk zum Volk? „Es sind schon genügend Völker assimiliert worden und irgendwann fühlten sie sich als Teil des Volkes, in „dessen“ Staat sie eingehegt wurden.“ Dass die Nation die Gewalt des Volkes ist, heißt ja nicht, dass Assimilation nicht geht. Meist braucht es dafür aber verlorene Kriege. Das heißt das Fremdvolk wird besiegt und in das neue Staatsvolk integriert. Letzten Endes müssen aber beide Völker das zulassen.

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass über Staat und Volk schwadronniert wird z.B. bei Nestor ohne auch nur den blassesten Dunst davon zu haben, wozu so ein Ding Namens Nation überhaupt da sein soll. Was macht das Volk zum Volk?

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123598 Thu, 23 Nov 2017 20:00:21 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123598 <blockquote>"Es sind schon genügend Völker assimiliert worden und irgendwann fühlten sie sich als Teil des Volkes, in „dessen“ Staat sie eingehegt wurden."</blockquote> Wieder: Manchmal ja, manchmal nein. Es gibt für einen Staat keine Garantie, daß er nur lang genug auf die neu eroberten Menschen einwirken müßte, und dann wären sie schon irgendwann die seinen. Ex post kann man das natürlich leicht feststellen: Wenn die Neuen sich mit den Alten als Gleiche gesellen, dann sind sie im Staatsvolk eingemeindet. Wenn nicht, dann eben nicht (und dann gibt es neben der rein rechtlichen Situation auch noch das nationalistische Volksbewußtsein: Bloß weil der eigene Staat die Neuen als nunmehr dazu gehörig deklariert, heißt das noch lange nicht, daß die Alt-Volksgenossen das auch so sehen). Es gibt viele Kurden, die selbst nach Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten sich immer noch nicht als Türken verstehen. <blockquote>"Wenn er es doch mal war, „ihr“ Staat, wieso kann der plötzlich nicht mehr in ihrem Sinne agieren?"</blockquote> Ob der Gesamtstaat das gegen separatistische Bestrebungen "kann", ist eine reine faktische Machtfrage. Kommt eben wie immer auf die Kräfteverhältnisse an: Manchmal ja, manchmal nein. Ob er das "darf" ist ein rein politische Frage, natürlich darf das die Zentralmacht noch in jedem Staat, der sich als Einheitsstaat eine dementsprechende Verfassung gegeben hat. Spanien zum Beispiel. Da werden die antikatalanischen Repressionen sicherlich eins A verfassungskonform sein. Wenn die Separatisten gewinnen, dann hat er das im Nachhinein eben nicht gedurft und es hat sich erst durch die Sepratisten die Gerechtigkeit und das (neue) Recht durchgesetzt.

„Es sind schon genügend Völker assimiliert worden und irgendwann fühlten sie sich als Teil des Volkes, in „dessen“ Staat sie eingehegt wurden.“

Wieder: Manchmal ja, manchmal nein. Es gibt für einen Staat keine Garantie, daß er nur lang genug auf die neu eroberten Menschen einwirken müßte, und dann wären sie schon irgendwann die seinen. Ex post kann man das natürlich leicht feststellen: Wenn die Neuen sich mit den Alten als Gleiche gesellen, dann sind sie im Staatsvolk eingemeindet. Wenn nicht, dann eben nicht (und dann gibt es neben der rein rechtlichen Situation auch noch das nationalistische Volksbewußtsein: Bloß weil der eigene Staat die Neuen als nunmehr dazu gehörig deklariert, heißt das noch lange nicht, daß die Alt-Volksgenossen das auch so sehen). Es gibt viele Kurden, die selbst nach Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten sich immer noch nicht als Türken verstehen.

„Wenn er es doch mal war, „ihr“ Staat, wieso kann der plötzlich nicht mehr in ihrem Sinne agieren?“

Ob der Gesamtstaat das gegen separatistische Bestrebungen „kann“, ist eine reine faktische Machtfrage. Kommt eben wie immer auf die Kräfteverhältnisse an: Manchmal ja, manchmal nein. Ob er das „darf“ ist ein rein politische Frage, natürlich darf das die Zentralmacht noch in jedem Staat, der sich als Einheitsstaat eine dementsprechende Verfassung gegeben hat. Spanien zum Beispiel. Da werden die antikatalanischen Repressionen sicherlich eins A verfassungskonform sein. Wenn die Separatisten gewinnen, dann hat er das im Nachhinein eben nicht gedurft und es hat sich erst durch die Sepratisten die Gerechtigkeit und das (neue) Recht durchgesetzt.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123596 Thu, 23 Nov 2017 13:46:41 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123596 <blockquote>"Die Frage ist doch, warum er hier bestimmte Kriterien weiß, die die einen zu seinem Staatsvolk machen und die anderen nicht. Warum macht er nicht die Türken zu seinem Staatsvolk? Antwort: Weil er eben die Gewalt des Volkes ist." (Krim)</blockquote> Es sind schon genügend Völker assimiliert worden und irgendwann fühlten sie sich als Teil des Volkes, in "dessen" Staat sie eingehegt wurden. Unter Umständen agiert der Staat aber auch <i>gegen</i> ein Volk: für die spanische Regierung gelten die Katalanen als zugehörig zum Zentralstaat; die Katalanen ihrerseits haben mal mit großer Mehrheit die Verfassung anerkannt und inzwischen finden sie zu 50%, dass das nicht mehr "ihr" Staat ist. Wenn er es doch mal war, "ihr" Staat, wieso kann der plötzlich nicht mehr in ihrem Sinne agieren? So einfach ist das nicht mit der Gewalt "des" Volkes. Man sollte nicht ausgerechnet in das gegenteilige Extrem zur GSP-Position verfallen.

„Die Frage ist doch, warum er hier bestimmte Kriterien weiß, die die einen zu seinem Staatsvolk machen und die anderen nicht. Warum macht er nicht die Türken zu seinem Staatsvolk? Antwort: Weil er eben die Gewalt des Volkes ist.“ (Krim)

Es sind schon genügend Völker assimiliert worden und irgendwann fühlten sie sich als Teil des Volkes, in „dessen“ Staat sie eingehegt wurden.

Unter Umständen agiert der Staat aber auch gegen ein Volk: für die spanische Regierung gelten die Katalanen als zugehörig zum Zentralstaat; die Katalanen ihrerseits haben mal mit großer Mehrheit die Verfassung anerkannt und inzwischen finden sie zu 50%, dass das nicht mehr „ihr“ Staat ist. Wenn er es doch mal war, „ihr“ Staat, wieso kann der plötzlich nicht mehr in ihrem Sinne agieren? So einfach ist das nicht mit der Gewalt „des“ Volkes. Man sollte nicht ausgerechnet in das gegenteilige Extrem zur GSP-Position verfallen.

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by: Jacko http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123591 Wed, 22 Nov 2017 19:36:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123591 Warum macht er nicht die Türken zu seinem Staatsvolk? Antwort: Weil er eben die Gewalt des Volkes ist. Andere Antwort aus der Historie dieses Blogs ... "Weil in diesen grundsätzlichen Fragen alle modernen Nationalstaaten sehr identisch konstruiert sind, weil sie ihre Völker für sich, für ihre internationale Konkurrenz um Wachstum und politischen Einfluss beanspruchen, misstrauen sie den jeweils fremden Staaten und deren Bür- gern erst einmal grundsätzlich. Ausgrenzung, nicht Integration, ist die Regel im Umgang mit Aus- ländern. Entgegen weit verbreiteten Vorstellun- gen sind es deshalb auch nicht die Zuwanderer, die entscheiden, ob sie „zu uns kommen“. Stattdessen unterliegt die Entscheidung, wer sich mit welchem Aufenthaltstitel wie lange hier rechtmäßig aufhalten darf - wie in jedem Staat -, den hoheitlichen Bestimmungen der Bundesre- publik in Form des Zuwanderungs- und Auf- enthaltsrechtes. Und dieses „Gesetz dient der Steuerung und Begrenzung (!) des Zuzugs von Ausländern in die Bundesrepublik Deutschland“ (§ 1 Abs. 1 AufenthG). http://Neoprene.blogsport.de/images/SchifferNasserieIntegrationderneueImperativJfpB2012.pdf Warum macht er nicht die Türken zu seinem Staatsvolk?
Antwort: Weil er eben die Gewalt des Volkes ist.

Andere Antwort aus der Historie dieses Blogs …

„Weil in diesen grundsätzlichen Fragen alle modernen Nationalstaaten sehr identisch konstruiert sind, weil sie ihre Völker für sich, für ihre internationale Konkurrenz um Wachstum und politischen Einfluss beanspruchen, misstrauen sie den jeweils fremden Staaten und deren Bür- gern erst einmal grundsätzlich. Ausgrenzung, nicht Integration, ist die Regel im Umgang mit Aus- ländern. Entgegen weit verbreiteten Vorstellun- gen sind es deshalb auch nicht die Zuwanderer, die entscheiden, ob sie „zu uns kommen“. Stattdessen unterliegt die Entscheidung, wer sich mit welchem Aufenthaltstitel wie lange hier rechtmäßig aufhalten darf – wie in jedem Staat –, den hoheitlichen Bestimmungen der Bundesre- publik in Form des Zuwanderungs- und Auf- enthaltsrechtes. Und dieses „Gesetz dient der Steuerung und Begrenzung (!) des Zuzugs von Ausländern in die Bundesrepublik Deutschland“ (§ 1 Abs. 1 AufenthG).

http://Neoprene.blogsport.de/images/SchifferNasserieIntegrationderneueImperativJfpB2012.pdf

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123590 Wed, 22 Nov 2017 19:09:31 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123590 Die Gewalt des Staates gilt in seinen Grenzen und dort definiert er, wen er als Deutschen, eben als Vertreter des Volkes anerkennt. Das ist aber langweilig. Klar legt die Gewalt fest, was zu gelten hat. Die Frage ist doch, warum er hier bestimmte Kriterien weiß, die die einen zu seinem Staatsvolk machen und die anderen nicht. Warum macht er nicht die Türken zu seinem Staatsvolk? Antwort: Weil er eben die Gewalt des Volkes ist. Deshalb ist die Vorstellung ja so daneben, die Definition des Staatsvolks sei ein Werk der Staatsgewalt. Der Staat schafft sich kein Staatsvolk, sondern legt nur die Bedingungen fest, wie das Staatsvolk von Auswärtigen sich abgrenzen soll. Auch die Bedingungen wie ein Ausländer zum Teil des Staatsvolks werden kann. Der Gsp schließt messerstumpf, weil er die Gewalt hat, macht er sich sein eigenes Volk, schnitzt es sich zurecht, erschafft es erst. Der GSP verwechselt gewaltmäßige Regelungshoheit mit Herstellung, Erschaffung. Die Gewalt des Staates gilt in seinen Grenzen und dort definiert er, wen er als Deutschen, eben als Vertreter des Volkes anerkennt. Das ist aber langweilig. Klar legt die Gewalt fest, was zu gelten hat. Die Frage ist doch, warum er hier bestimmte Kriterien weiß, die die einen zu seinem Staatsvolk machen und die anderen nicht. Warum macht er nicht die Türken zu seinem Staatsvolk? Antwort: Weil er eben die Gewalt des Volkes ist.

Deshalb ist die Vorstellung ja so daneben, die Definition des Staatsvolks sei ein Werk der Staatsgewalt. Der Staat schafft sich kein Staatsvolk, sondern legt nur die Bedingungen fest, wie das Staatsvolk von Auswärtigen sich abgrenzen soll. Auch die Bedingungen wie ein Ausländer zum Teil des Staatsvolks werden kann. Der Gsp schließt messerstumpf, weil er die Gewalt hat, macht er sich sein eigenes Volk, schnitzt es sich zurecht, erschafft es erst. Der GSP verwechselt gewaltmäßige Regelungshoheit mit Herstellung, Erschaffung.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123589 Wed, 22 Nov 2017 18:14:57 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123589 <blockquote>"Das vom Staat erwünschte, laut seiner Definition „eigene“ Volk besitzt die Staatsangehörigkeit, die anderen bekommen sie nicht. Umgekehrt: wer sie zugebilligt bekommt, wird als Teil des Staatsvolks (oder der staatlich bestimmten Völker) definiert und entsprechend behandelt."</blockquote> Manchmal ja, manchmal nein: In Deutschland waren Juden in den 1920ern zumeist deutsche Staatsbürger. Bekanntlich hat sie das in keinster Weise vor den Nazis geschützt. In den USA waren in den 1940ern auch viele der aus Japan eingewanderten Menschen US-Staatsbürger. Sie landeten im Krieg Japan-USA trotzdem in großer Zahl in Internierungslagern. Ob Menschen wirklich zum "eigenen" Staatsvolk gehören, können Staaten, egal ob demokratisch verfaßt oder nicht, also auch schon mal bezweifeln.

„Das vom Staat erwünschte, laut seiner Definition „eigene“ Volk besitzt die Staatsangehörigkeit, die anderen bekommen sie nicht. Umgekehrt: wer sie zugebilligt bekommt, wird als Teil des Staatsvolks (oder der staatlich bestimmten Völker) definiert und entsprechend behandelt.“

Manchmal ja, manchmal nein:
In Deutschland waren Juden in den 1920ern zumeist deutsche Staatsbürger. Bekanntlich hat sie das in keinster Weise vor den Nazis geschützt. In den USA waren in den 1940ern auch viele der aus Japan eingewanderten Menschen US-Staatsbürger. Sie landeten im Krieg Japan-USA trotzdem in großer Zahl in Internierungslagern.
Ob Menschen wirklich zum „eigenen“ Staatsvolk gehören, können Staaten, egal ob demokratisch verfaßt oder nicht, also auch schon mal bezweifeln.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123588 Wed, 22 Nov 2017 18:05:11 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123588 Wenn ich geschrieben habe: <i>„Der Staat definiert staatsrechtlich, wer “sein” Volk ist; seine Gewalt erstreckt sich hoheitlich über dieses Volk.“</i> dann ist das ja ohne Abstriche der eine Teil der Wahrheit; der andere ist, dass der Staat natürlich auch über alles weitere bestimmt, was in seinem Territorium existiert, also auch über Völker oder Volksteile, die seiner Programmatik nicht in den Kram passen, wie offenbar in Myanmar die Rohingya. Also in der Tat erstreckt sich die Staatsgewalt auch über erwünschte anwesende Nicht-Staatsbürger und erst recht über unerwünscht Anwesende. Diesen Hinweis sehe ich als korrekte Ergänzung, aber nicht als Widerspruch zu meinem Zitat. Darin bestätigt sich sogar nochmal, wie der Staat sein Volk definiert: die Rohingya sollen eben nicht dazu zählen und für sie gelten daher auch nicht die üblichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten, sondern Sondergesetze. Ob die Rohingya ihrerseits dort leben wollen oder nicht, interessiert dabei nicht. Das vom Staat erwünschte, laut <i>seiner</i> Definition "eigene" Volk besitzt die Staatsangehörigkeit, die anderen bekommen sie nicht. Umgekehrt: wer sie zugebilligt bekommt, wird als Teil des Staatsvolks (oder der staatlich bestimmten Völker) definiert und entsprechend behandelt. Wenn ich geschrieben habe:

„Der Staat definiert staatsrechtlich, wer “sein” Volk ist; seine Gewalt erstreckt sich hoheitlich über dieses Volk.“

dann ist das ja ohne Abstriche der eine Teil der Wahrheit; der andere ist, dass der Staat natürlich auch über alles weitere bestimmt, was in seinem Territorium existiert, also auch über Völker oder Volksteile, die seiner Programmatik nicht in den Kram passen, wie offenbar in Myanmar die Rohingya.

Also in der Tat erstreckt sich die Staatsgewalt auch über erwünschte anwesende Nicht-Staatsbürger und erst recht über unerwünscht Anwesende. Diesen Hinweis sehe ich als korrekte Ergänzung, aber nicht als Widerspruch zu meinem Zitat.

Darin bestätigt sich sogar nochmal, wie der Staat sein Volk definiert: die Rohingya sollen eben nicht dazu zählen und für sie gelten daher auch nicht die üblichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten, sondern Sondergesetze. Ob die Rohingya ihrerseits dort leben wollen oder nicht, interessiert dabei nicht.

Das vom Staat erwünschte, laut seiner Definition „eigene“ Volk besitzt die Staatsangehörigkeit, die anderen bekommen sie nicht. Umgekehrt: wer sie zugebilligt bekommt, wird als Teil des Staatsvolks (oder der staatlich bestimmten Völker) definiert und entsprechend behandelt.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123587 Wed, 22 Nov 2017 15:10:24 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123587 Mattis, jetzt machst du den gleichen Fehler, den man sonst immer vom GSP hört: Nein, Volk und Bevölkerung sind keine Synonyme. Das "Volk" sind die Menschen, die sich als soche definieren und in "ihrem" Staat wissen. Bevölkerung sind alle Menschen, die in einem Staat leben. Die meisten Menschen, die keinen keinen deutschen Personalausweis haben, also in diesem Sinne keine "Deutschen" sind, sind natürlich in den meisten rechtlichen Fragen den gleichen Pflichten unterworfen wie die Staatsbürger. Natürlich zahlt der seit Jahrzehnten in Berlin lebende Familienvater, der mal aus der Türkei dahin gezogen ist, genauso seine Steuern und Verkehrsstrafen wie seine deutschen Nachbarn. Nur die in manchen Städten sicherlich nicht wenigen illegal lebenden Menschen zahlen "nur" Verbrauchssteuern aber keine Lohnsteuer. Meistens bekommen sie ja noch nicht mal einen richtigen Lohn. Mattis, jetzt machst du den gleichen Fehler, den man sonst immer vom GSP hört:
Nein, Volk und Bevölkerung sind keine Synonyme. Das „Volk“ sind die Menschen, die sich als soche definieren und in „ihrem“ Staat wissen. Bevölkerung sind alle Menschen, die in einem Staat leben. Die meisten Menschen, die keinen keinen deutschen Personalausweis haben, also in diesem Sinne keine „Deutschen“ sind, sind natürlich in den meisten rechtlichen Fragen den gleichen Pflichten unterworfen wie die Staatsbürger. Natürlich zahlt der seit Jahrzehnten in Berlin lebende Familienvater, der mal aus der Türkei dahin gezogen ist, genauso seine Steuern und Verkehrsstrafen wie seine deutschen Nachbarn. Nur die in manchen Städten sicherlich nicht wenigen illegal lebenden Menschen zahlen „nur“ Verbrauchssteuern aber keine Lohnsteuer. Meistens bekommen sie ja noch nicht mal einen richtigen Lohn.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123586 Wed, 22 Nov 2017 14:44:44 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123586 <i>"Teile der Bevölkerung, die nicht zum (Staats)Volk gerechnet werden. Gerade jetzt die Rohingya zum Beispiel."</i> Mussten die Rohingya keine Steuern zahlen? Oder meinst du den momentanen Status als Flüchtlinge? „Teile der Bevölkerung, die nicht zum (Staats)Volk gerechnet werden. Gerade jetzt die Rohingya zum Beispiel.“

Mussten die Rohingya keine Steuern zahlen? Oder meinst du den momentanen Status als Flüchtlinge?

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123583 Wed, 22 Nov 2017 10:22:29 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123583 <blockquote>"Der Staat definiert staatsrechtlich, wer “sein” Volk ist; seine Gewalt erstreckt sich hoheitlich über dieses Volk."</blockquote> Nicht ganz: Die staatliche Gewalt erstreckt sich natürlich (bis auf Diplomaten) auf alle Menschen, die sich in seinem Staatsgebiet aufhalten. In vielen Staaten gibt es erhebliche Teile der Bevölkerung, die <em>nicht</em> zum (Staats)Volk gerechnet werden. Gerade jetzt die Rohingya zum Beispiel.

„Der Staat definiert staatsrechtlich, wer “sein” Volk ist; seine Gewalt erstreckt sich hoheitlich über dieses Volk.“

Nicht ganz: Die staatliche Gewalt erstreckt sich natürlich (bis auf Diplomaten) auf alle Menschen, die sich in seinem Staatsgebiet aufhalten. In vielen Staaten gibt es erhebliche Teile der Bevölkerung, die nicht zum (Staats)Volk gerechnet werden. Gerade jetzt die Rohingya zum Beispiel.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123582 Wed, 22 Nov 2017 09:58:47 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123582 Der Staat definiert staatsrechtlich, wer “sein” Volk ist; seine Gewalt erstreckt sich hoheitlich über dieses Volk. Ob sich die Staatsbürger in eben diesem Sinne auch selber als <i>ein Volk</i> verstehen, ist damit indessen nicht entschieden. Das kann dem Staat zwar rechtlich egal sein, aber nicht in Bezug auf die Loyalität. Nach – in der Regel gewaltsam - veränderten Staatsgrenzen kann es durchaus Teile des neuen “Staatsvolks” geben, die sich selber als ein ganz eigenes Völkchen verstehen, das dem neuen Staatsgefüge nicht unbedingt grün ist, selbst wenn die faktische Unterordnung funktioniert. Mit der staatlichen Definition ist also nicht alles erledigt in Sachen Volk; der Staat propagiert und fördert alle möglichen Maßnahmen zur Hebung des Bewusstseins, dass man doch ein einig Volk sei bzw. werden solle. So nützt auch dem spanischen Staat die Verfassung nicht viel, wenn es um das Selbstverständnis der Menschen in seinem Territorium geht. Er wirbt und droht, um ein Einheitsgefühl zu befördern. Ob es klappt, dafür gibt es keine Garantie, da helfen auch Zwangsmaßnahmen nur bedingt und manchmal bewirken sie gerade das Gegenteil und den Widerstand derer, die nicht dazugehören wollen. Der Wille zu einem “eigenen” Staat unterstellt zum einen ein <i>explizites</i> Ja zu staatlicher Ordnung, zeigt aber zugleich, dass dieses grundsätzliche Ja nicht zusammenfallen muss mit der Loyalität zum <i>existierenden</i> Staat. Auch daran kann man sehen, dass solche Loyalität nicht einfach eine von oben, von Staats wegen aufgenötigte Haltung ist. In Katalonien versteht sich ein Teil der Bevölkerung als ein eigenes Volk, das einen eigenen Staat für sich reklamiert, und von dieser Warte aus ist die Herrschaft aus Madrid eine Zwangsherrschaft und Unterdrückung, quasi per Definition. Materielle Aspekte (Abgaben an andere Regionen etc.) dienen eher der Bebilderung, als dass sie der tatsächliche Ausgangspunkt wären, was man daran erkennen kann, wie sehr der nationale Idealismus gefeiert wird und für wie schäbig man Andersdenkende in Katalonien hält, die einwenden, die Unabhängigkeit würde wirtschaftliche Probleme mit sich bringen. Der Staat definiert staatsrechtlich, wer “sein” Volk ist; seine Gewalt erstreckt sich hoheitlich über dieses Volk. Ob sich die Staatsbürger in eben diesem Sinne auch selber als ein Volk verstehen, ist damit indessen nicht entschieden.

Das kann dem Staat zwar rechtlich egal sein, aber nicht in Bezug auf die Loyalität. Nach – in der Regel gewaltsam – veränderten Staatsgrenzen kann es durchaus Teile des neuen “Staatsvolks” geben, die sich selber als ein ganz eigenes Völkchen verstehen, das dem neuen Staatsgefüge nicht unbedingt grün ist, selbst wenn die faktische Unterordnung funktioniert.

Mit der staatlichen Definition ist also nicht alles erledigt in Sachen Volk; der Staat propagiert und fördert alle möglichen Maßnahmen zur Hebung des Bewusstseins, dass man doch ein einig Volk sei bzw. werden solle.

So nützt auch dem spanischen Staat die Verfassung nicht viel, wenn es um das Selbstverständnis der Menschen in seinem Territorium geht. Er wirbt und droht, um ein Einheitsgefühl zu befördern. Ob es klappt, dafür gibt es keine Garantie, da helfen auch Zwangsmaßnahmen nur bedingt und manchmal bewirken sie gerade das Gegenteil und den Widerstand derer, die nicht dazugehören wollen.

Der Wille zu einem “eigenen” Staat unterstellt zum einen ein explizites Ja zu staatlicher Ordnung, zeigt aber zugleich, dass dieses grundsätzliche Ja nicht zusammenfallen muss mit der Loyalität zum existierenden Staat.

Auch daran kann man sehen, dass solche Loyalität nicht einfach eine von oben, von Staats wegen aufgenötigte Haltung ist. In Katalonien versteht sich ein Teil der Bevölkerung als ein eigenes Volk, das einen eigenen Staat für sich reklamiert, und von dieser Warte aus ist die Herrschaft aus Madrid eine Zwangsherrschaft und Unterdrückung, quasi per Definition. Materielle Aspekte (Abgaben an andere Regionen etc.) dienen eher der Bebilderung, als dass sie der tatsächliche Ausgangspunkt wären, was man daran erkennen kann, wie sehr der nationale Idealismus gefeiert wird und für wie schäbig man Andersdenkende in Katalonien hält, die einwenden, die Unabhängigkeit würde wirtschaftliche Probleme mit sich bringen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123578 Tue, 21 Nov 2017 20:22:59 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123578 <blockquote>"und was dann praktisch automatisch die Bevölkerung auch zu wollen hat und wofür sie nach Belieben sorgen."</blockquote> Genau! Die Bevölkerung hat in dieser Vorstellung eigentlich gar keinen eigenen Willen, sondern der Volkswille wird nach Belieben von den Gewalthabern geformt. Das ist der Widerspruch, in dem sich der GSP rumtreibt. Anders kriegen sie nämlich gar keine Erklärung des Separatismus hin. Den wenn die Regierung den Volkswillen macht, wie um alles in der Welt kann es dann sein, dass es einen Separatismus gibt? Hat am Ende gar die spanische Regierung selbst geschaffen, denn jemand anderes kommt ja nicht in Frage. Und da kommen sie dann glücklicherweise auf die Regionalregierung, die dann das selbe Ding durchzieht wie vorher die spanische mit Willenformen und so. Fragt sich bloß wie so eine Regionalregierung auf ihren Separatismus kommt, irgendwie scheint bei ihr das Willenformen des spanischen Staates nicht funktioniert zu haben. Also konsistent ist diese Theorie nicht.

„und was dann praktisch automatisch die Bevölkerung auch zu wollen hat und wofür sie nach Belieben sorgen.“

Genau! Die Bevölkerung hat in dieser Vorstellung eigentlich gar keinen eigenen Willen, sondern der Volkswille wird nach Belieben von den Gewalthabern geformt. Das ist der Widerspruch, in dem sich der GSP rumtreibt. Anders kriegen sie nämlich gar keine Erklärung des Separatismus hin. Den wenn die Regierung den Volkswillen macht, wie um alles in der Welt kann es dann sein, dass es einen Separatismus gibt? Hat am Ende gar die spanische Regierung selbst geschaffen, denn jemand anderes kommt ja nicht in Frage.

Und da kommen sie dann glücklicherweise auf die Regionalregierung, die dann das selbe Ding durchzieht wie vorher die spanische mit Willenformen und so. Fragt sich bloß wie so eine Regionalregierung auf ihren Separatismus kommt, irgendwie scheint bei ihr das Willenformen des spanischen Staates nicht funktioniert zu haben. Also konsistent ist diese Theorie nicht.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123577 Tue, 21 Nov 2017 20:12:43 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123577 <blockquote>"Die Frage ist halt auch, ob Politiker das Volk vereinnahmen können." </blockquote> Für den GSP offensichtlich nicht. Da ist deren Berufung auf den Volkswillen immer nur die Fensterrede von Gewaltinhabern, die eh selber entscheiden, was sie wollen und was dann praktisch automatisch die Bevölkerung auch zu wollen hat und wofür sie nach Belieben sorgen.

„Die Frage ist halt auch, ob Politiker das Volk vereinnahmen können.“

Für den GSP offensichtlich nicht. Da ist deren Berufung auf den Volkswillen immer nur die Fensterrede von Gewaltinhabern, die eh selber entscheiden, was sie wollen und was dann praktisch automatisch die Bevölkerung auch zu wollen hat und wofür sie nach Belieben sorgen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123576 Tue, 21 Nov 2017 20:03:26 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123576 Die Frage ist halt auch, ob Politiker das Volk vereinnahmen k ö n n e n. Den autonomen ML-Studis nimmt das doch keiner ab, wenn sie im Namen des Volkes reden. Der Merkel nimmt man es schon ab - und warum? Weil die Mehrheit des Volkes bzw. eine regierungsfähige Mehrheit der Merkel zustimmt und den ML-Studis nicht. Klar will jeder das Volk vereinnahmen. Das ist ihr Ideal. Ob es gelingt ist die Frage und daran zeigt sich, dass das Manipulationsideal des Vereinnahmens, eben nicht die Wahrheit ist. Da wird niemand in den eigenen Pferch getrieben, das Gatter geschlossen und dem Vieh ein Brandzeichen verpasst. Nein, die Leute kommen von ganz alleine und wenn sie nicht kommen, hat der Politranger Pech gehabt. Die Frage wie so eine Wahl in Katalonien ausgeht, ist nämlich tatsächlich relevant. Wenn die Separatisten keine Zustimmung erhalten ist es nämlich aus mit dem Traum eines freien Kataloniens. Die Katalanen denken erstmal, mit eigenem Staat ist endlich alles so, wie es sein soll. Was wir an Steuern zahlen kommt endlich unserem Staat zu gute. Das ist ein Wert an sich. Es ist eben so, dass man sich als Staatsbürger Gedanken um den Staat macht. Und wenn es da dann ein neues Angebot für eine neue staatlich Identität gibt und man rechnet sich dem neuen nationalen Haufen zu, dann denkt da niemand. "Was springt für mich dabei raus?" sondern: "Katalonien den Katalanen." Und zack ist katalanischer Reichtum, der nach Spanien gezahlt wird, ein Skandal. In einem neuen Katalonien kümmert sich dann der Staat endlich um die Wohlfahrt des Ganzen. Und wenn es dem Ganzen gut geht, geht es mir gut. bzw. Wenn es dem Ganzen gut geht, ist das die Bedingung dafür, dass es mir gut geht. Man sortiert sich gemäß seiner Stellung im Kapitalismus dann eben irgendwo ein. Wenn es den katalanischen Unternehmern gut geht, brauchen sie Arbeiter. Die Arbeitslosigkeit geht zurück, die Löhne steigen. So vermittelt wird das gedacht. Ob es dem Einzelnen nun besser geht ist sehr die Frage. Aber auf jeden Fall hat der Untertan endlich seine ihm gemäße Gewalt. Als Staatsbürger kümmert er sich um die gewaltmäßigen Bedingungen seiner Revenuequelle. Voraussetzung ist aber, die nationalistische Sortierung, die jeder Nationalist an sich vornimmt. Wenn ich ein Katalane bin, dann kann eine spanische Staatsgewalt gar keine gute Bedingung meiner Revenuequelle sein. Im Gegenteil plündert sie uns nur aus, denkt der Katalane. Die Frage ist halt auch, ob Politiker das Volk vereinnahmen k ö n n e n. Den autonomen ML-Studis nimmt das doch keiner ab, wenn sie im Namen des Volkes reden. Der Merkel nimmt man es schon ab – und warum? Weil die Mehrheit des Volkes bzw. eine regierungsfähige Mehrheit der Merkel zustimmt und den ML-Studis nicht. Klar will jeder das Volk vereinnahmen. Das ist ihr Ideal. Ob es gelingt ist die Frage und daran zeigt sich, dass das Manipulationsideal des Vereinnahmens, eben nicht die Wahrheit ist. Da wird niemand in den eigenen Pferch getrieben, das Gatter geschlossen und dem Vieh ein Brandzeichen verpasst.
Nein, die Leute kommen von ganz alleine und wenn sie nicht kommen, hat der Politranger Pech gehabt.

Die Frage wie so eine Wahl in Katalonien ausgeht, ist nämlich tatsächlich relevant. Wenn die Separatisten keine Zustimmung erhalten ist es nämlich aus mit dem Traum eines freien Kataloniens.

Die Katalanen denken erstmal, mit eigenem Staat ist endlich alles so, wie es sein soll. Was wir an Steuern zahlen kommt endlich unserem Staat zu gute. Das ist ein Wert an sich. Es ist eben so, dass man sich als Staatsbürger Gedanken um den Staat macht. Und wenn es da dann ein neues Angebot für eine neue staatlich Identität gibt und man rechnet sich dem neuen nationalen Haufen zu, dann denkt da niemand. „Was springt für mich dabei raus?“ sondern: „Katalonien den Katalanen.“ Und zack ist katalanischer Reichtum, der nach Spanien gezahlt wird, ein Skandal. In einem neuen Katalonien kümmert sich dann der Staat endlich um die Wohlfahrt des Ganzen. Und wenn es dem Ganzen gut geht, geht es mir gut. bzw. Wenn es dem Ganzen gut geht, ist das die Bedingung dafür, dass es mir gut geht. Man sortiert sich gemäß seiner Stellung im Kapitalismus dann eben irgendwo ein. Wenn es den katalanischen Unternehmern gut geht, brauchen sie Arbeiter. Die Arbeitslosigkeit geht zurück, die Löhne steigen. So vermittelt wird das gedacht. Ob es dem Einzelnen nun besser geht ist sehr die Frage. Aber auf jeden Fall hat der Untertan endlich seine ihm gemäße Gewalt. Als Staatsbürger kümmert er sich um die gewaltmäßigen Bedingungen seiner Revenuequelle. Voraussetzung ist aber, die nationalistische Sortierung, die jeder Nationalist an sich vornimmt. Wenn ich ein Katalane bin, dann kann eine spanische Staatsgewalt gar keine gute Bedingung meiner Revenuequelle sein. Im Gegenteil plündert sie uns nur aus, denkt der Katalane.

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123575 Tue, 21 Nov 2017 17:34:23 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123575 Gegner des Separatismus müssen sich in Katalonien im Wirtshaus und an Schulen von ganz normalem Volk anfeinden lassen, sie würden materielle Berechnungen anstellen, statt sich für die Unabhängigkeit als hohen Wert als solchen einzusetzen. Schluss mit dem Märchen vom bösen Staat und dem von oben gegängelten Volk. Der Führer hat uns verführt ... Diese groteske Entschuldigung der immer fanatischer auftretenden Volksteile, denen der Staat gar nicht Staat genug sein kann! Was soll das, der katalanischen Führung vorzuwerfen, sie würde sich die Zustimmung einholen wollen - was für eine seltsame Sorte Kritik macht sich da breit? Tun sie es ein anderes Mal nicht, wird gesagt, das Volk würde nicht gefragt. Ohne eine große Zustimmung sind die katalanischen Separatisten tatsächlich nur Fähnchenträger mit nationalistischem Liedgut. Wer denen zustimmt - egal ob gefragt oder ungefragt -, <b>der</b> gehört kritisiert. Gegner des Separatismus müssen sich in Katalonien im Wirtshaus und an Schulen von ganz normalem Volk anfeinden lassen, sie würden materielle Berechnungen anstellen, statt sich für die Unabhängigkeit als hohen Wert als solchen einzusetzen.

Schluss mit dem Märchen vom bösen Staat und dem von oben gegängelten Volk. Der Führer hat uns verführt … Diese groteske Entschuldigung der immer fanatischer auftretenden Volksteile, denen der Staat gar nicht Staat genug sein kann!

Was soll das, der katalanischen Führung vorzuwerfen, sie würde sich die Zustimmung einholen wollen – was für eine seltsame Sorte Kritik macht sich da breit? Tun sie es ein anderes Mal nicht, wird gesagt, das Volk würde nicht gefragt.

Ohne eine große Zustimmung sind die katalanischen Separatisten tatsächlich nur Fähnchenträger mit nationalistischem Liedgut. Wer denen zustimmt – egal ob gefragt oder ungefragt –, der gehört kritisiert.

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by: Jacko http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123574 Tue, 21 Nov 2017 17:04:49 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123574 Wenn sich deutsche AFDler, katalonische Separatistenpolitiker, autonome ML-Studis vom "Revolutionären Aufbruch" oder sonstwer auf den Willen des Volkes berufen, dann deswegen, weil sie Politiker sind, und mit den Leuten, die sie als ihr "Volk" vereinnahmen (bzw. ... - dies tun wollen) was vorhaben. Dafür ist ihnen dann das Konstrukt ihrer Vorstellung eines "Volkes" nützlich. Es ist ihnen darin, dass sie es als Berufungsinstanz für ihre Vorhaben anrufen, darin auch der höhere Titel dafür, was sie mit den Leuten vorhaben. Das gilt für stinknormale Abgeordnete des dt. Bundestages genau so wie für solche aus Katalonien oder deren ML-Fortsetzer beim "Revolutionären Aufbau". Dass die Katalanen sich vorstellen, "sie" hätten dann mehr vom Steueraufkommen "für Katalonien", statt für Madrid, das war die Ausgangsbehauptung. Dass sie sich das dann so verdolmetschen, dass damit nur gemeint sei, dass reiche Katalonier vom katalonischen Staat weniger geschröpft würden, als vom spanischen, und das würde dann katalonischen Sumpfblütennationalismus unten im Volke erklären, das leuchtet mir dazu aber nicht recht ein... Wenn sich deutsche AFDler, katalonische Separatistenpolitiker, autonome ML-Studis vom „Revolutionären Aufbruch“ oder sonstwer auf den Willen des Volkes berufen, dann deswegen, weil sie Politiker sind, und mit den Leuten, die sie als ihr „Volk“ vereinnahmen (bzw. … – dies tun wollen) was vorhaben. Dafür ist ihnen dann das Konstrukt ihrer Vorstellung eines „Volkes“ nützlich. Es ist ihnen darin, dass sie es als Berufungsinstanz für ihre Vorhaben anrufen, darin auch der höhere Titel dafür, was sie mit den Leuten vorhaben. Das gilt für stinknormale Abgeordnete des dt. Bundestages genau so wie für solche aus Katalonien oder deren ML-Fortsetzer beim „Revolutionären Aufbau“.

Dass die Katalanen sich vorstellen, „sie“ hätten dann mehr vom Steueraufkommen „für Katalonien“, statt für Madrid, das war die Ausgangsbehauptung. Dass sie sich das dann so verdolmetschen, dass damit nur gemeint sei, dass reiche Katalonier vom katalonischen Staat weniger geschröpft würden, als vom spanischen, und das würde dann katalonischen Sumpfblütennationalismus unten im Volke erklären, das leuchtet mir dazu aber nicht recht ein…

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123573 Tue, 21 Nov 2017 14:54:23 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123573 Es ist ja fast schon komisch, dass so offensichtliche Widersprüche den GSPlern gar nicht auffallen. <blockquote>"„Sie [die Regionalregierung] weiß, was sie will, und hat nicht beim Volk nachgefragt,..." „Der Wille des Volks ist gefragt als Zustimmung zu dem Programm, für das er vereinnahmt und gebraucht wird.“</blockquote> Ja was denn jetzt? Hat die Regionalregierung beim Volk nun nachgefragt oder nicht. Offensichtlich wird ja sehr wohl beim Volk nachgefragt, ob es sich abspalten will. Was ist denn dann der Vorwurf? Die Frage der Urheberschaft? Wer kam auf die Idee mit dem Separatismus? Das Volk oder die Regierung? Das lässt sich sowiso nicht klären, da die Idee alt ist und die Volksvertreter selbst aus dem Volk kommen. Und wofür soll das denn wichtig sein, wer die Idee hatte. Und warum ist es wichtig, ob das Volk "nur" zustimmt, aber die Regionalregierung "weiß was sie will". Gibt es zwei Willensqualitäten? Der Macherwille der Regierung und der Zustimmerwille des Volkes? Ist doch alles Quatsch. Wille ist Wille. Aber der GSP tut halt immer so als sei Zustimmung nur ein halber Wille. Eben so eine Art Opferwille. Ja wenn die Regierung fragt, dann muss man doch... Blödsinn! Muss man nicht. Selbst wenn es so sein sollte, was ich stark bezweifle, dass die Regionalregierung das Projekt Katalonien als Staat vorantreibt, wäre das wohl kaum verwunderlich, dass sich die Politikprofis dieser Sache verschreiben. Das heißt aber nicht, dass sie die Leute dazu zwingen den Katalanischen Staat zu wollen. <blockquote>" Das heißt nicht, dass das Volk sich vorstellen soll, dass der Reichtum, der in der Region produziert wird, ihm zugute kommt."</blockquote> Auf diese Frage kommt wirklich niemand außer dem GSP. Normale Leute verwechseln Herrschaft nicht mit Wohltaten für die Leute. Es ist ja fast schon komisch, dass so offensichtliche Widersprüche den GSPlern gar nicht auffallen.
„„Sie [die Regionalregierung] weiß, was sie will, und hat nicht beim Volk nachgefragt,…“ „Der Wille des Volks ist gefragt als Zustimmung zu dem Programm, für das er vereinnahmt und gebraucht wird.“

Ja was denn jetzt? Hat die Regionalregierung beim Volk nun nachgefragt oder nicht. Offensichtlich wird ja sehr wohl beim Volk nachgefragt, ob es sich abspalten will.

Was ist denn dann der Vorwurf? Die Frage der Urheberschaft? Wer kam auf die Idee mit dem Separatismus? Das Volk oder die Regierung? Das lässt sich sowiso nicht klären, da die Idee alt ist und die Volksvertreter selbst aus dem Volk kommen. Und wofür soll das denn wichtig sein, wer die Idee hatte. Und warum ist es wichtig, ob das Volk „nur“ zustimmt, aber die Regionalregierung „weiß was sie will“. Gibt es zwei Willensqualitäten? Der Macherwille der Regierung und der Zustimmerwille des Volkes? Ist doch alles Quatsch. Wille ist Wille. Aber der GSP tut halt immer so als sei Zustimmung nur ein halber Wille. Eben so eine Art Opferwille. Ja wenn die Regierung fragt, dann muss man doch… Blödsinn! Muss man nicht. Selbst wenn es so sein sollte, was ich stark bezweifle, dass die Regionalregierung das Projekt Katalonien als Staat vorantreibt, wäre das wohl kaum verwunderlich, dass sich die Politikprofis dieser Sache verschreiben. Das heißt aber nicht, dass sie die Leute dazu zwingen den Katalanischen Staat zu wollen.

“ Das heißt nicht, dass das Volk sich vorstellen soll, dass der Reichtum, der in der Region produziert wird, ihm zugute kommt.“

Auf diese Frage kommt wirklich niemand außer dem GSP. Normale Leute verwechseln Herrschaft nicht mit Wohltaten für die Leute.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123572 Tue, 21 Nov 2017 13:08:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123572 Auszüge, S. 3: "Was für eine Logik haben die Gründe, die von den Separatisten angeführt werden, warum sehen sie sich im Recht? (…) Sie sagen: im spanischen Staat wird unsere Region ständig schlecht behandelt; wir sind die tüchtigsten Spanier und müssen das meiste zum Staatshaushalt beitragen und das wird dann von anderen verpulvert und wir kriegen nichts. Die Separatisten tragen lauter Sachen vor, in denen die Region und damit auch das katalanische Volk von der spanischen Zentralregierung diskriminiert und unterdrückt wird. Jedoch kann das, was sie als Unterdrückung anführen, überhaupt nicht mit dem Zweck ‚Unterdrückung' gekennzeichnet werden. Wenn sie bemerken, dass ein Großteil des Steueraufkommens in die Staatskasse fließt und sie dafür keine Gegenleistung kriegen, dann verdankt sich das ganz anderen Gesichtspunkten: z. B. dass der Zentralstaat mit einer Krise fertig werden muss. Oder, wenn die Regionen unterschiedlich entwickelt sind, gibt es Förderprogramme für die unterentwickelten Regionen und die reicheren Regionen stehen für die anderen gerade. Dies ist die Weise, wie ein Staat mit seiner Bevölkerung und den Regionen kalkuliert. Diese Konkurrenz unter den Regionen fügt sich zu einem gemeinsamen Ganzen und sucht einen Kompromiss. Das wird in der Betrachtungsweise der Separatisten in lauter Unterdrückung ihres Volkes durch die Zentralregierung umgedeutet: die ist eine, die sich auf unsere Kosten bedient und uns nicht dient (…) Wenn sie ihre Eigenständigkeit in der Sprache oder Geschichte betonen, stellen sie sich immer als unterdrücktes Volk vor. Dies verdankt sich ihrem politischen Zweck, dass sie etwas Eigenständiges wollen, weil sie sich als eigenständig definieren. Das Beispiel mit der Umverteilung innerhalb der Regionen trägt sich als eine Rechnung vor, nach der man sich dann besser stellt. Das ist eine Übersetzung in: wenn erst einmal eine eigene, katalanische Herrschaft über die Zustände gebietet, dann geht es in Ordnung. Es wird nicht angegeben, wie diese katalanische Herrschaft anders rechnen soll, sondern da drückt sich der Willen aus zu einer eigenen Herrschaft. Das ist ein Übergang, der mit dem Ausgangspunkt nichts zu tun hat, sondern dieser Standpunkt wird an alles herangetragen, was man an Unzufriedenheit zur Kenntnis nimmt und der Böswilligkeit der Zentralregierung unterstellt. "Dem angeführten Material selber kann man die Rechnung entnehmen, auf die es den Separatisten ankommt. Der Skandal ist die fremde spanische Regierung, welche die Verfügungsmacht über den produzierten Reichtum hat. Diese Macht steht der eigenen Region zu." Hier muss man unterscheiden: dies ist der Standpunkt derer, die die Regierung des eigenständigen Katalonien anstreben. Deren Agitation zielt auf das Volk und will ihm klarmachen, dass nur eine eigene Herrschaft für den Bürger gut ist. Das heißt nicht, dass das Volk sich vorstellen soll, dass der Reichtum, der in der Region produziert wird, ihm zugute kommt. In der Abstraktion – eigene Herrschaft ist eine gute Herrschaft – kommt nichts von dem vor, wie die Herrschaft zum Volk wirklich steht. Schon diese Vorstellung, Katalonien selber sei der Zweck, sieht von allem ab, wie die Gesellschaft verfasst ist und wie sie auch verfasst bleiben soll." Auszüge, S. 3:

„Was für eine Logik haben die Gründe, die von den Separatisten angeführt werden, warum sehen sie sich im Recht? (…)

Sie sagen: im spanischen Staat wird unsere Region ständig schlecht behandelt; wir sind die tüchtigsten Spanier und müssen das meiste zum Staatshaushalt beitragen und das wird dann von anderen verpulvert und wir kriegen nichts. Die Separatisten tragen lauter Sachen vor, in denen die Region und damit auch das katalanische Volk von der spanischen Zentralregierung diskriminiert und unterdrückt wird.

Jedoch kann das, was sie als Unterdrückung anführen, überhaupt nicht mit dem Zweck ‚Unterdrückung‘ gekennzeichnet werden. Wenn sie bemerken, dass ein Großteil des Steueraufkommens in die Staatskasse fließt und sie dafür keine Gegenleistung kriegen, dann verdankt sich das ganz anderen Gesichtspunkten: z. B. dass der Zentralstaat mit einer Krise fertig werden muss. Oder, wenn die Regionen unterschiedlich entwickelt sind, gibt es Förderprogramme für die unterentwickelten Regionen und die reicheren Regionen stehen für die anderen gerade. Dies ist die Weise, wie ein Staat mit seiner Bevölkerung und den Regionen kalkuliert. Diese Konkurrenz unter den Regionen fügt sich zu einem gemeinsamen Ganzen und sucht einen Kompromiss. Das wird in der Betrachtungsweise der Separatisten in lauter Unterdrückung ihres Volkes durch die Zentralregierung umgedeutet: die ist eine, die sich auf unsere Kosten bedient und uns nicht dient

(…) Wenn sie ihre Eigenständigkeit in der Sprache oder Geschichte betonen, stellen sie sich immer als unterdrücktes Volk vor. Dies verdankt sich ihrem politischen Zweck, dass sie etwas Eigenständiges wollen, weil sie sich als eigenständig definieren.

Das Beispiel mit der Umverteilung innerhalb der Regionen trägt sich als eine Rechnung vor, nach der man sich dann besser stellt. Das ist eine Übersetzung in: wenn erst einmal eine eigene, katalanische Herrschaft über die Zustände gebietet, dann geht es in Ordnung. Es wird nicht angegeben, wie diese katalanische Herrschaft anders rechnen soll, sondern da drückt sich der Willen aus zu einer eigenen Herrschaft. Das ist ein Übergang, der mit dem Ausgangspunkt nichts zu tun hat, sondern dieser Standpunkt wird an alles herangetragen, was man an Unzufriedenheit zur Kenntnis nimmt und der Böswilligkeit der Zentralregierung unterstellt.

„Dem angeführten Material selber kann man die Rechnung entnehmen, auf die es den Separatisten ankommt. Der Skandal ist die fremde spanische Regierung, welche die Verfügungsmacht über den produzierten Reichtum hat. Diese Macht steht der eigenen Region zu.“

Hier muss man unterscheiden: dies ist der Standpunkt derer, die die Regierung des eigenständigen Katalonien anstreben. Deren Agitation zielt auf das Volk und will ihm klarmachen, dass nur eine eigene Herrschaft für den Bürger gut ist. Das heißt nicht, dass das Volk sich vorstellen soll, dass der Reichtum, der in der Region produziert wird, ihm zugute kommt. In der Abstraktion – eigene Herrschaft ist eine gute Herrschaft – kommt nichts von dem vor, wie die Herrschaft zum Volk wirklich steht. Schon diese Vorstellung, Katalonien selber sei der Zweck, sieht von allem ab, wie die Gesellschaft verfasst ist und wie sie auch verfasst bleiben soll.“

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123571 Tue, 21 Nov 2017 12:50:54 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123571 Die Statements des GSP sind auch hier, imProtokoll des Jour fixe vom 13.11.2017 , (nicht überraschend natürlich) wie immer: "Der Wille des Volkes ist also eine staatliche Definition" oder "Es ist also absurd, wenn die Öffentlichkeit immer verständnisvoll davon ausgeht, dass ein Volk sich unterdrückt fühlt." "Sie [die Regionalregierung] weiß, was sie will, und hat nicht beim Volk nachgefragt, das gesagt hat, es möchte die Abspaltung, sondern andersherum haben die Politiker ein separatistisches Programm auf die Tagesordnung gesetzt und berufen sich dabei erstens auf den Willen des Volkes" "Der Wille des Volks ist gefragt als Zustimmung zu dem Programm, für das er vereinnahmt und gebraucht wird." usw. usw. Die Statements des GSP sind auch hier, imProtokoll des Jour fixe vom 13.11.2017 , (nicht überraschend natürlich) wie immer:
„Der Wille des Volkes ist also eine staatliche Definition“
oder „Es ist also absurd, wenn die Öffentlichkeit immer verständnisvoll davon ausgeht, dass ein Volk sich unterdrückt fühlt.“
„Sie [die Regionalregierung] weiß, was sie will, und hat nicht beim Volk nachgefragt, das gesagt hat, es möchte die Abspaltung, sondern andersherum haben die Politiker ein separatistisches Programm auf die Tagesordnung gesetzt und berufen sich dabei erstens auf den Willen des Volkes“
„Der Wille des Volks ist gefragt als Zustimmung zu dem Programm, für das er vereinnahmt und gebraucht wird.“ usw. usw.

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123570 Tue, 21 Nov 2017 12:27:11 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/10/11/trotzkisten-fuer-katalonien/#comment-123570 Protokoll des Jour fixe vom 13.11.2017 Thema: Katalonien - Seperatismus in Spanien 1. Wie treten die Parteien, die Regierung und die Separatisten, gegeneinander auf, und was führen sie ins Feld? Welche Schlüsse lassen sich auf die Art und Weise, wie demokratische Herrschaft funktioniert, wie der Wille des Volks vorkommt, und was da Wille des Volkes heißt, ziehen? 2. Welche Gründe werden von den katalanischen Politikern angeführt, weshalb nur eine Separation noch Sinn macht? Diese Gründe werden öffentlich gewürdigt, verständnisvoll oder ablehnend. Zu fragen ist, wie ist ihre Logik? 3. Worum geht es wirklich? Was ist die Sache, die verhandelt und ausgetragen wird, und wie steht das Verfahren, dessen sich die Parteien bedienen, um ihren jeweiligen Zweck zu erreichen, zu dieser Sache? 4. Welche Rolle spielt bei diesem Streit die EU? ... https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf_171113.pdf Protokoll des Jour fixe vom 13.11.2017

Thema: Katalonien – Seperatismus in Spanien

1. Wie treten die Parteien, die Regierung und die Separatisten, gegeneinander auf, und was führen sie ins Feld?
Welche Schlüsse lassen sich auf die Art und Weise, wie demokratische Herrschaft funktioniert, wie der Wille des Volks vorkommt, und was da Wille des Volkes heißt, ziehen?

2. Welche Gründe werden von den katalanischen Politikern angeführt, weshalb nur eine Separation noch Sinn macht? Diese Gründe werden öffentlich gewürdigt, verständnisvoll oder ablehnend. Zu fragen ist, wie ist ihre Logik?

3. Worum geht es wirklich? Was ist die Sache, die verhandelt und ausgetragen wird, und wie steht das Verfahren, dessen sich die Parteien bedienen, um ihren jeweiligen Zweck zu erreichen, zu dieser Sache?

4. Welche Rolle spielt bei diesem Streit die EU?

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf_171113.pdf

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2017/08/08/mythologie-der-linken-debatten-ueber-die-russische-revolution-1917/#comment-123551 Tue, 14 Nov 2017 22:03:03 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/08/08/mythologie-der-linken-debatten-ueber-die-russische-revolution-1917/#comment-123551 <blockquote>"In unserer Radio-Reihe zur Oktoberrevolution kommen wir nicht drum herum, über ein Ereignis zu sprechen, das für die Bewertung der Sowjetunion von links eine zentrale Bedetung hat: Der Aufstand in Kronstadt Ende Februar 1921 und seine Niederschlagung im März des selben Jahres. Die Ereignisse von Kronstadt hat die Linke polarisiert und ist in der Bewertung auch heute noch äußerst umstritten. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sich Mythen um Kronstadt herum bilden. "Mythos Kronstadt" - so hat das zumindest Ewgeniy Kasakow in einem Artikel genannt. Kasakow ist Doktorand an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen - und in seiner gerade abgeschlossenen Dissertation beschäftigte er sich mit Oppositionsmodellen in der späten Sowjetunion. Lukas von Radio Corax hat mit ihm über den Kronstädter Matrosenaufstand gesprochen. Zu Beginn stand die Frage nach der Bezeichnung "Mythos Kronstadt" im Raum."</blockquote> http://www.freie-radios.net/85772

„In unserer Radio-Reihe zur Oktoberrevolution kommen wir nicht drum herum, über ein Ereignis zu sprechen, das für die Bewertung der Sowjetunion von links eine zentrale Bedetung hat: Der Aufstand in Kronstadt Ende Februar 1921 und seine Niederschlagung im März des selben Jahres. Die Ereignisse von Kronstadt hat die Linke polarisiert und ist in der Bewertung auch heute noch äußerst umstritten. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sich Mythen um Kronstadt herum bilden. „Mythos Kronstadt“ – so hat das zumindest Ewgeniy Kasakow in einem Artikel genannt. Kasakow ist Doktorand an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen – und in seiner gerade abgeschlossenen Dissertation beschäftigte er sich mit Oppositionsmodellen in der späten Sowjetunion. Lukas von Radio Corax hat mit ihm über den Kronstädter Matrosenaufstand gesprochen. Zu Beginn stand die Frage nach der Bezeichnung „Mythos Kronstadt“ im Raum.“

http://www.freie-radios.net/85772

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by: Jacko http://Neoprene.blogsport.de/2017/09/25/zur-kritik-moderner-religionskritik/#comment-123542 Sun, 12 Nov 2017 06:28:58 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/09/25/zur-kritik-moderner-religionskritik/#comment-123542 »Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. (…) Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. (…) Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.« So klassisch mit Zitaten aus der Marxschen Religionskritik beginnt ein Artikel von Reinhard Lauterbach über Polens Neue Rechte in der jw. (Öfters benutzen Theoretiker der Metropolen diese Formulierungen heutzutage ja eher, um sich die religiösen Deutungen von 'Geknechteten' 'aus der 3. Welt' verständlich machen zu wollen...) Immerhin schließt Lauterbach anschließend nicht die verkehrten religionsdeuterischen Fortschreibungen von Lenin daran an: sondern andere von ihm... Gottlose des Tages: Polens Nationalkatholiken https://www.jungewelt.de/artikel/321588.gottlose-des-tages-polens-nationalkatholiken.html »Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. (…) Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. (…) Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.«

So klassisch mit Zitaten aus der Marxschen Religionskritik beginnt ein Artikel von Reinhard Lauterbach über Polens Neue Rechte in der jw. (Öfters benutzen Theoretiker der Metropolen diese Formulierungen heutzutage ja eher, um sich die religiösen Deutungen von ‚Geknechteten‘ ‚aus der 3. Welt‘ verständlich machen zu wollen…) Immerhin schließt Lauterbach anschließend nicht die verkehrten religionsdeuterischen Fortschreibungen von Lenin daran an: sondern andere von ihm…

Gottlose des Tages: Polens Nationalkatholiken

https://www.jungewelt.de/artikel/321588.gottlose-des-tages-polens-nationalkatholiken.html

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2014/10/28/deckers-kapitaleinfuehrung-vom-23-10-2014-jetzt-online/#comment-123538 Sat, 11 Nov 2017 04:29:44 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/10/28/deckers-kapitaleinfuehrung-vom-23-10-2014-jetzt-online/#comment-123538 Die Marxsche Analyse der kapitalistischen Produktionsweise – schlichtweg „a failure“, ein Dokument des Scheiterns? Vor allem deshalb, weil die zu Grunde liegende „Arbeitswerttheorie“ längst widerlegt sei und aus der Wissenschaft ausgemustert ist? Dazu ein weiterer Kommentar der IVA-Redaktion. http://www.contradictio.de/blog/archives/7478 Die Marxsche Analyse der kapitalistischen Produktionsweise – schlichtweg „a failure“, ein Dokument des Scheiterns?
Vor allem deshalb, weil die zu Grunde liegende „Arbeitswerttheorie“ längst widerlegt sei und aus der Wissenschaft ausgemustert ist?
Dazu ein weiterer Kommentar der IVA-Redaktion.

http://www.contradictio.de/blog/archives/7478

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by: Hinweis http://Neoprene.blogsport.de/2017/09/19/wahlbeitrag-2017/#comment-123537 Fri, 10 Nov 2017 06:57:37 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/09/19/wahlbeitrag-2017/#comment-123537 Aus aktuellen Anlässen: Die Sache mit den Volksabstimmungen von Georg Schuster Was ist Sache bei den diversen Volksabstimmungen? http://www.magazin-auswege.de/data/2017/11/Schuster_Volksabstimmungen.pdf Aus aktuellen Anlässen: Die Sache mit den Volksabstimmungen
von Georg Schuster
Was ist Sache bei den diversen Volksabstimmungen?

http://www.magazin-auswege.de/data/2017/11/Schuster_Volksabstimmungen.pdf

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by: Mattis http://Neoprene.blogsport.de/2017/08/08/mythologie-der-linken-debatten-ueber-die-russische-revolution-1917/#comment-123527 Tue, 07 Nov 2017 21:43:53 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/08/08/mythologie-der-linken-debatten-ueber-die-russische-revolution-1917/#comment-123527 Es kommen ja aus der GegenStandpunkt-Redaktion auch viele richtige Argumente im Detail, durchaus auch zum "Realsozialismus". Aber je grundsätzlicher die Aussagen daherkommen, umso fragwürdiger sind sie, wie oben gezeigt. Es handelt sich ja nicht um Behauptungen oder vorweg genommene Zusammenfassungen, die dann belegt werden sollen, sondern das soll ja schon für sich selbst als Argumentation stehen. Genau das tut es aber nicht. Es reicht eben auch nicht der Hinweis, dass ja z.B. der Begriff "Lohn" vorgekommen sei. Soll man, nur weil dieses Wort verwendet wird, schon gleich die eigenen Kenntnisse über Lohn im Kapitalismus hineinprojizieren? Oder was soll man sich dabei denken? So geht das nicht. Das Kuriose ist: am ehesten kann den Sätzen, wie sie oben zitiert wurden, jemand spontan zustimmen, der eh immer schon das Vorurteil hatte, dass Sozialismus nichts anderes bedeutet, als dass der Staat die Werktätigen ausbeutet, denn die dürfen nicht "selbst" über den von ihnen geschaffenen Reichtum verfügen. Das Dumme nur: dasselbe bürgerliche Vorurteil, dieselbe Denkfigur, würde auch auf eine rationelle Planwirtschaft angewandt! Denn die ist ja schließlich "zentral", trennt also das Planen von den Arbeitern, sagt aufgrund des Bedarfs, was wo zu tun ist - und steht "daher" zu den Arbeitern in einem Gegensatz. Es kommen ja aus der GegenStandpunkt-Redaktion auch viele richtige Argumente im Detail, durchaus auch zum „Realsozialismus“. Aber je grundsätzlicher die Aussagen daherkommen, umso fragwürdiger sind sie, wie oben gezeigt.

Es handelt sich ja nicht um Behauptungen oder vorweg genommene Zusammenfassungen, die dann belegt werden sollen, sondern das soll ja schon für sich selbst als Argumentation stehen. Genau das tut es aber nicht.

Es reicht eben auch nicht der Hinweis, dass ja z.B. der Begriff „Lohn“ vorgekommen sei. Soll man, nur weil dieses Wort verwendet wird, schon gleich die eigenen Kenntnisse über Lohn im Kapitalismus hineinprojizieren? Oder was soll man sich dabei denken? So geht das nicht.

Das Kuriose ist: am ehesten kann den Sätzen, wie sie oben zitiert wurden, jemand spontan zustimmen, der eh immer schon das Vorurteil hatte, dass Sozialismus nichts anderes bedeutet, als dass der Staat die Werktätigen ausbeutet, denn die dürfen nicht „selbst“ über den von ihnen geschaffenen Reichtum verfügen.

Das Dumme nur: dasselbe bürgerliche Vorurteil, dieselbe Denkfigur, würde auch auf eine rationelle Planwirtschaft angewandt! Denn die ist ja schließlich „zentral“, trennt also das Planen von den Arbeitern, sagt aufgrund des Bedarfs, was wo zu tun ist – und steht „daher“ zu den Arbeitern in einem Gegensatz.

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