Walgesang Comments http://Neoprene.blogsport.de Sie rufen weit ins Meer, aber wer hört ihnen zu? (außer Walen) Sun, 16 Jan 2022 15:17:23 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133944 Thu, 13 Jan 2022 12:33:58 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133944 Militär: Mutter aller Nachhaltigkeit .. Der deutschen Rüstungsindustrie droht das Geld auszugehen. Die Finanzwelt stuft sie zunehmend als nicht nachhaltig ein. Das ist nicht fair: Wer forstet denn immer wieder die Waffenbestände der Staaten auf? Eine überfällige Richtigstellung von Björn Hendrig: “(…) Iim Rahmen der “Taxonomie” – also den Hinweisen an die Finanzwelt, welche Investitionen den Klimaschutz befördern – gerät die Waffenindustrie ins Hintertreffen. In den Augen der EU gilt sie nicht als nachhaltig, wird damit nicht als gute Anlage empfohlen. Die europäischen Politiker streiten gerade über die Nachhaltigkeit von Atomkraft und Erdgas, dabei steht doch viel Wichtigeres auf dem Spiel: Ein wehrloses Deutschland ist so gut wie von Feinden überrannt, wird ausradiert, mahnt der BDSV. Und wer nicht existiert, kann ja wohl kaum das Klima schützen! Der Verband fasst dies griffig in dem Claim zusammen: “Sicherheit ist die Mutter aller Nachhaltigkeit”. (…) Die neue "Ampel-Koalition" macht weiter: Sie hat beschlossen, dass die Bundeswehr bewaffnete Drohnen einsetzen darf. Zwar nur wenn der tödliche Schuss von einem echten Soldaten abgefeuert wird, und auch nur, wenn er sich oder seine Kameraden "schützen" muss. Dann läuft das Ganze unter Notwehr. Und sicher im Rahmen eines humanitären Einsatzes, bei dem die Freiheit ein paar Uneinsichtigen leider nicht anders beizubringen ist. (...) Aber da geht sicher noch mehr. Wir haben daher einige konstruktive Vorschläge. Beispielsweise sollten die Kugeln ganz ohne klimaschädliche Zündung auf ihre friedenssichernde Reise geschickt werden können. Und wenn sie dann noch aus Holz bestehen, ist die Wirkung rundum nachhaltig. Die Gaswolken, wenn Bomben explodieren, passen natürlich auch nicht mehr in unsere Zeit. Da gab es doch mal diese Neutronenbombe? Ein weites Feld für mehr Nachhaltigkeit eröffnet außerdem die Uniform: Bei den Altkleidersammlungen wird es doch bestimmt genügend Stoffe in Grau und Olivgrün geben. Und schneidern lassen könnte man sie doch im Zuge aktiver Entwicklungshilfe in Afghanistan. Dorthin gibt es ja noch viele gute Kontakte. Eines ist aber schon heute sicher: Eine nachhaltigere Branche als die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gibt es nicht. Denn es wird stets mindestens so viel neue Rüstung nachproduziert, wie alte verloren geht, in der Regel sogar mehr. Wir können uns die vielen Waffen, Panzer, Zerstörer und Raketen als einen Wald vorstellen, der so sorgsam gepflegt wird wie kein anderer.(...)" https://www.heise.de/tp/features/Sicherheit-ist-die-Mutter-aller-Nachhaltigkeit-6326096.html --- Zusatz: Martin Sonneborn ('Die Partei' / Titanic) sorgt sich eher wenig satirisch um das Vermögensverhalten der europäischen Geschäftswelt bzw. prominenter europäischer Politiker, deren Geldusancen durch die Pandora-Leaks offenbart wurden: https://gegen-kapital-und-nation.org/media/pdfs/de/martin-sonneborn-uber-die-pandora-papers.pdf Militär: Mutter aller Nachhaltigkeit ..

Der deutschen Rüstungsindustrie droht das Geld auszugehen. Die Finanzwelt stuft sie zunehmend als nicht nachhaltig ein. Das ist nicht fair: Wer forstet denn immer wieder die Waffenbestände der Staaten auf? Eine überfällige Richtigstellung von Björn Hendrig:

“(…) Iim Rahmen der “Taxonomie” – also den Hinweisen an die Finanzwelt, welche Investitionen den Klimaschutz befördern – gerät die Waffenindustrie ins Hintertreffen. In den Augen der EU gilt sie nicht als nachhaltig, wird damit nicht als gute Anlage empfohlen. Die europäischen Politiker streiten gerade über die Nachhaltigkeit von Atomkraft und Erdgas, dabei steht doch viel Wichtigeres auf dem Spiel: Ein wehrloses Deutschland ist so gut wie von Feinden überrannt, wird ausradiert, mahnt der BDSV. Und wer nicht existiert, kann ja wohl kaum das Klima schützen! Der Verband fasst dies griffig in dem Claim zusammen: “Sicherheit ist die Mutter aller Nachhaltigkeit”. (…)
Die neue „Ampel-Koalition“ macht weiter: Sie hat beschlossen, dass die Bundeswehr bewaffnete Drohnen einsetzen darf. Zwar nur wenn der tödliche Schuss von einem echten Soldaten abgefeuert wird, und auch nur, wenn er sich oder seine Kameraden „schützen“ muss. Dann läuft das Ganze unter Notwehr. Und sicher im Rahmen eines humanitären Einsatzes, bei dem die Freiheit ein paar Uneinsichtigen leider nicht anders beizubringen ist. (…)
Aber da geht sicher noch mehr. Wir haben daher einige konstruktive Vorschläge. Beispielsweise sollten die Kugeln ganz ohne klimaschädliche Zündung auf ihre friedenssichernde Reise geschickt werden können. Und wenn sie dann noch aus Holz bestehen, ist die Wirkung rundum nachhaltig.

Die Gaswolken, wenn Bomben explodieren, passen natürlich auch nicht mehr in unsere Zeit. Da gab es doch mal diese Neutronenbombe? Ein weites Feld für mehr Nachhaltigkeit eröffnet außerdem die Uniform: Bei den Altkleidersammlungen wird es doch bestimmt genügend Stoffe in Grau und Olivgrün geben. Und schneidern lassen könnte man sie doch im Zuge aktiver Entwicklungshilfe in Afghanistan. Dorthin gibt es ja noch viele gute Kontakte.

Eines ist aber schon heute sicher: Eine nachhaltigere Branche als die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gibt es nicht. Denn es wird stets mindestens so viel neue Rüstung nachproduziert, wie alte verloren geht, in der Regel sogar mehr. Wir können uns die vielen Waffen, Panzer, Zerstörer und Raketen als einen Wald vorstellen, der so sorgsam gepflegt wird wie kein anderer.(…)“

https://www.heise.de/tp/features/Sicherheit-ist-die-Mutter-aller-Nachhaltigkeit-6326096.html

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Zusatz: Martin Sonneborn (‚Die Partei‘ / Titanic) sorgt sich eher wenig satirisch um das Vermögensverhalten der europäischen Geschäftswelt bzw. prominenter europäischer Politiker, deren Geldusancen durch die Pandora-Leaks offenbart wurden:

https://gegen-kapital-und-nation.org/media/pdfs/de/martin-sonneborn-uber-die-pandora-papers.pdf

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133933 Sat, 08 Jan 2022 12:50:22 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133933 Wie sich in imperialistischer europäischer Perspektive mittels der schönfärberischen Titel "Klimaschutz" und "Modernisierung" eine neue Perspektive für ein imperialistisches EU-Geldprogramm nach Corona herausentwickeln lässt, - das erläutert Theo Wentzke: "Was es unbedingt braucht, ist neben der Überwindung national »fragmentierter« Kapitalmärkte durch einheitliche Rechtsvorschriften vor allem eine politisch gestiftete materielle Sicherheit. Im Interesse der Eroberung des internationalen Finanzkapitalismus kommen die EU-Bonds erneut in den Blick – als Gelegenheit, deren beschränkte Funktion für das autonome Wachstum eines »grünen« Finanzmarkts zu verallgemeinern und auf ein neues Niveau zu heben, das sie perspektivisch zu wirklichen »Safe Assets« macht, wie man sie sonst nur in Gestalt der US-Treasuries kennt: »Die hohe Nachfrage nach Bundesanleihen und die entsprechend niedrigen Renditen offenbaren ein Strukturproblem: Dem Euro-Kapitalmarkt fehlt ein ›Safe Asset‹, ein sichereres Wertpapier, mit ausreichendem Volumen (…) De facto sind seitdem (seit der Finanzkrise 2008) Bundesanleihen die ›Safe Assets‹ (…) Es gibt also in Euro-Land gar keine den US-Staats-Bonds vergleichbaren Papiere. Die ›Bunds‹, wie deutsche Regierungsanleihen kurz genannt werden, sind nicht mehr als unzureichender Ersatz. Auch die Bundesanleihen sind nicht durch eine eigene Notenbank abgesichert und vor allem nur in ungenügendem Volumen vorhanden.«⁷ Was der mitdenkende Sachverstand hier als Fehlanzeige ausdrückt, sind die qualitativen sowie quantitativen Anforderungen, die »sichere Anlagen« für einen wahrlich »tiefen« Finanzmarkt zu erfüllen haben. Was deutsche »Bunds« de facto« zu »Safe Assets« qualifiziert: Es handelt sich immerhin um Staatsanleihen; Geldkapital, hinter dem nicht bloß irgendein geschäftliches Ertragsversprechen, vielmehr die politische Gewalt über einen ganzen nationalen Kapitalismus steht. Gemessen an den »US-Staats-Bonds« sind die »Bunds« allerdings bloß »de facto« eine Alternative, also ein »unzureichender Ersatz«, weil sie »nicht durch eine eigene Notenbank abgesichert« sind. Wirklich brauchbare europäische »Safe Assets« müssen diesen Makel überwinden – zugunsten der Versicherung, dass sowohl die Quelle europäischer Staatsschulden als auch deren geldpolitische Garantie den Berechnungen der einzelnen Mitgliedstaaten entzogen, nämlich an EU-Kommission und EZB überantwortet sind. Der entscheidende Unterschied liegt demnach in der Doppelnatur dieser »Assets«: Sie sind frei handelbares Geldkapital, vergleichbar mit und praktisch in den Vergleich gestellt zu Wertpapieren aller Art, und zugleich Repräsentant jederzeit mobilisierbarer, gültiger Zahlungsfähigkeit, weil die Europäische Zentralbank ihren Umtausch in gesetzlich verbindliches Zahlungsmittel garantiert. Das schafft Sicherheit für alle Investoren, die in solchen »Safe Assets« über sich verwertende Vermögenstitel und eine dauerhafte, im Prinzip unerschöpfliche geldpolitische Garantie der Geldgleichheit ihrer Investments und damit über eine solide Grundlage ihrer gesamten darauf aufbauenden Spekulation auf verbriefte Renditeversprechen verfügen. Deswegen kommt es bei »Safe Assets« außerdem darauf an, dass sie in hinreichender Masse zur Verfügung gestellt werden: Auch daran mangelt es den »Bunds«; sie sind »nur in ungenügendem Volumen vorhanden«. Der Blick auf die US-Staats-Bonds lehrt die EU-Kommission, dass es »eine auf Euro lautende europäische sichere Anlage (braucht), deren Volumen so groß ist, dass sie als Benchmark der europäischen Finanzmärkte herangezogen werden kann«.⁸ Damit ein europäisches »Safe Asset« seine Doppelnatur überhaupt nutzbringend entfalten kann, muss es funktional auf das finanzkapitalistische Wachstum der europäischen Finanzmärkte bezogen sein, nämlich in Abhängigkeit vom spekulativen Bedarf nach garantiert liquidierbaren Finanzinstrumenten, d. h. für die Refinanzierung darauf aufbauender Kredit- und Wertpapiergeschäfte in Umlauf gebracht, also in einer Größenordnung geschöpft werden, die dem Gesamtumschlag des Geldkapitals, der am Finanzplatz Europa und von ihm ausgehend weltweit stattfindet, als Sicherheit seines autonomen Wachstums dient. (…) Die Kommission nimmt sich nicht nur vor, aus einer pandemischen Krise einen kapitalistischen Fortschritt des europäischen Industriestandorts zu drechseln. Wenn Europa schon einen milliardenschweren Haushalt auf den Weg bringt, gilt das gleich als Auftakt dazu, auch noch die tendenzielle Verwüstung der Welt durch die klimatischen Auswirkungen von 150 Jahren kapitalistischer Produktionsweise doppelt und dreifach produktiv zu machen. Die Eroberung der Sparten des Weltmarktgeschäfts, denen »die Zukunft« kapitalistischer Bereicherung vorausgesagt wird, die Internationalisierung des finanzkapitalistischen Wachstumszirkels einer »tiefen« Kapitalmarktunion, die Subsumtion der kapitalistischen Welt unter die Funktion europäischen Geldkapitals als Hebel zur Etablierung eines europäischen Weltkreditgelds – so ist Europas Beitrag zur Klimarettung zu haben. Dafür scheut die EU auch nicht davor zurück, daraus ein Kampffeld der Staatenkonkurrenz zu machen, intern und gegen den Rest der Staatenwelt." https://www.contradictio.de/blog/wp-content/uploads/29.12.2021_-Brüsseler-Weltmachtehrgeiz-Tageszeitung-junge-Welt.pdf https://www.jungewelt.de/artikel/417490.ziele-und-pläne-der-eu-brüsseler-weltmachtehrgeiz.html Wie sich in imperialistischer europäischer Perspektive mittels der schönfärberischen Titel „Klimaschutz“ und „Modernisierung“ eine neue Perspektive für ein imperialistisches EU-Geldprogramm nach Corona herausentwickeln lässt, – das erläutert Theo Wentzke:

„Was es unbedingt braucht, ist neben der Überwindung national »fragmentierter« Kapitalmärkte durch einheitliche Rechtsvorschriften vor allem eine politisch gestiftete materielle Sicherheit. Im Interesse der Eroberung des internationalen Finanzkapitalismus kommen die EU-Bonds erneut in den Blick – als Gelegenheit, deren beschränkte Funktion für das autonome Wachstum eines »grünen« Finanzmarkts zu verallgemeinern und auf ein neues Niveau zu heben, das sie perspektivisch zu wirklichen »Safe Assets« macht, wie man sie sonst nur in Gestalt der US-Treasuries kennt: »Die hohe Nachfrage nach Bundesanleihen und die entsprechend niedrigen Renditen offenbaren ein Strukturproblem: Dem Euro-Kapitalmarkt fehlt ein ›Safe Asset‹, ein sichereres Wertpapier, mit ausreichendem Volumen (…) De facto sind seitdem (seit der Finanzkrise 2008) Bundesanleihen die ›Safe Assets‹ (…) Es gibt also in Euro-Land gar keine den US-Staats-Bonds vergleichbaren Papiere. Die ›Bunds‹, wie deutsche Regierungsanleihen kurz genannt werden, sind nicht mehr als unzureichender Ersatz. Auch die Bundesanleihen sind nicht durch eine eigene Notenbank abgesichert und vor allem nur in ungenügendem Volumen vorhanden.«⁷

Was der mitdenkende Sachverstand hier als Fehlanzeige ausdrückt, sind die qualitativen sowie quantitativen Anforderungen, die »sichere Anlagen« für einen wahrlich »tiefen« Finanzmarkt zu erfüllen haben. Was deutsche »Bunds« de facto« zu »Safe Assets« qualifiziert: Es handelt sich immerhin um Staatsanleihen; Geldkapital, hinter dem nicht bloß irgendein geschäftliches Ertragsversprechen, vielmehr die politische Gewalt über einen ganzen nationalen Kapitalismus steht. Gemessen an den »US-Staats-Bonds« sind die »Bunds« allerdings bloß »de facto« eine Alternative, also ein »unzureichender Ersatz«, weil sie »nicht durch eine eigene Notenbank abgesichert« sind. Wirklich brauchbare europäische »Safe Assets« müssen diesen Makel überwinden – zugunsten der Versicherung, dass sowohl die Quelle europäischer Staatsschulden als auch deren geldpolitische Garantie den Berechnungen der einzelnen Mitgliedstaaten entzogen, nämlich an EU-Kommission und EZB überantwortet sind. Der entscheidende Unterschied liegt demnach in der Doppelnatur dieser »Assets«: Sie sind frei handelbares Geldkapital, vergleichbar mit und praktisch in den Vergleich gestellt zu Wertpapieren aller Art, und zugleich Repräsentant jederzeit mobilisierbarer, gültiger Zahlungsfähigkeit, weil die Europäische Zentralbank ihren Umtausch in gesetzlich verbindliches Zahlungsmittel garantiert. Das schafft Sicherheit für alle Investoren, die in solchen »Safe Assets« über sich verwertende Vermögenstitel und eine dauerhafte, im Prinzip unerschöpfliche geldpolitische Garantie der Geldgleichheit ihrer Investments und damit über eine solide Grundlage ihrer gesamten darauf aufbauenden Spekulation auf verbriefte Renditeversprechen verfügen.

Deswegen kommt es bei »Safe Assets« außerdem darauf an, dass sie in hinreichender Masse zur Verfügung gestellt werden: Auch daran mangelt es den »Bunds«; sie sind »nur in ungenügendem Volumen vorhanden«. Der Blick auf die US-Staats-Bonds lehrt die EU-Kommission, dass es »eine auf Euro lautende europäische sichere Anlage (braucht), deren Volumen so groß ist, dass sie als Benchmark der europäischen Finanzmärkte herangezogen werden kann«.⁸ Damit ein europäisches »Safe Asset« seine Doppelnatur überhaupt nutzbringend entfalten kann, muss es funktional auf das finanzkapitalistische Wachstum der europäischen Finanzmärkte bezogen sein, nämlich in Abhängigkeit vom spekulativen Bedarf nach garantiert liquidierbaren Finanzinstrumenten, d. h. für die Refinanzierung darauf aufbauender Kredit- und Wertpapiergeschäfte in Umlauf gebracht, also in einer Größenordnung geschöpft werden, die dem Gesamtumschlag des Geldkapitals, der am Finanzplatz Europa und von ihm ausgehend weltweit stattfindet, als Sicherheit seines autonomen Wachstums dient. (…)

Die Kommission nimmt sich nicht nur vor, aus einer pandemischen Krise einen kapitalistischen Fortschritt des europäischen Industriestandorts zu drechseln. Wenn Europa schon einen milliardenschweren Haushalt auf den Weg bringt, gilt das gleich als Auftakt dazu, auch noch die tendenzielle Verwüstung der Welt durch die klimatischen Auswirkungen von 150 Jahren kapitalistischer Produktionsweise doppelt und dreifach produktiv zu machen.

Die Eroberung der Sparten des Weltmarktgeschäfts, denen »die Zukunft« kapitalistischer Bereicherung vorausgesagt wird, die Internationalisierung des finanzkapitalistischen Wachstumszirkels einer »tiefen« Kapitalmarktunion, die Subsumtion der kapitalistischen Welt unter die Funktion europäischen Geldkapitals als Hebel zur Etablierung eines europäischen Weltkreditgelds – so ist Europas Beitrag zur Klimarettung zu haben. Dafür scheut die EU auch nicht davor zurück, daraus ein Kampffeld der Staatenkonkurrenz zu machen, intern und gegen den Rest der Staatenwelt.“

https://www.contradictio.de/blog/wp-content/uploads/29.12.2021_-Brüsseler-Weltmachtehrgeiz-Tageszeitung-junge-Welt.pdf

https://www.jungewelt.de/artikel/417490.ziele-und-pläne-der-eu-brüsseler-weltmachtehrgeiz.html

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133924 Mon, 03 Jan 2022 11:54:55 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133924 Suitbert Cechura: Ukraine: Wer will den Krieg? - Glaubt man der Berichterstattung der deutschen Presse, ist klar: Russland! Warum aber macht Putin dann Angebote zur Entspannung? Die Nato und die deutsche Außenministerin betonen ihre Gesprächsbereitschaft und erhöhen gleichzeitig die Alarmbereitschaft ihrer Truppen an Russlands Grenzen, so hieß es in der Westdetschen Allgemeinen Zeitung am 23. Dezember. Ehemalige Generäle der Bundeswehr und hochrangige Diplomaten im Ruhestand warnen – ungehört – vor einer Eskalation und fordern die eigene Regierung zur Deeskalation auf. Die FAZ (27.12.21) wiederum „warnt vor geopolitischem Revisionismus“ Russlands – als ob die Nato bloß am Staus quo interessierte wäre; außerdem lässt das Blatt einen ukrainischen Autor zu Wort kommen, der weiß: „Appeasement ist der falsche Weg“. Ist Putin also der neue Hitler, dem wir Antifaschisten Einhalt gebieten müssen? Was ist da los? Die Fronten Putins Vertragsangebote Ein Anschlag auf die Selbstbestimmung der Völker Deutsche Drangsale Schon wieder: mehr deutsche Verantwortung! So entdecken deutsche Militärs, die in der Regel nicht ohne politische Abstimmung handeln, Verteidigungsbedarf in Ländern, die davon gar nichts wissen wollen. Man muss eben Verantwortung übernehmen, um die Frontstellung gegen Russland weiter auszubauen. So geht Friedenspolitik der Ampel-Koalition. https://www.heise.de/tp/features/Ukraine-Wer-will-den-Krieg-6316096.html?seite=all ---- vgl. dazu auch Manfred Henle - bezüglich der 'Gegenseite', nämlich der deutschen Lukaschenko-Berichterstattung https://www.heise.de/tp/features/Die-Inkarnation-des-Boesen-6315319.html https://www.heise.de/tp/features/Flucht-und-Migration-als-Machtinstrument-6315475.html https://www.heise.de/tp/features/Lukaschenko-Souveraenitaet-und-atomare-Abschreckung-6315824.html Suitbert Cechura: Ukraine: Wer will den Krieg? – Glaubt man der Berichterstattung der deutschen Presse, ist klar: Russland!
Warum aber macht Putin dann Angebote zur Entspannung?

Die Nato und die deutsche Außenministerin betonen ihre Gesprächsbereitschaft und erhöhen gleichzeitig die Alarmbereitschaft ihrer Truppen an Russlands Grenzen, so hieß es in der Westdetschen Allgemeinen Zeitung am 23. Dezember. Ehemalige Generäle der Bundeswehr und hochrangige Diplomaten im Ruhestand warnen – ungehört – vor einer Eskalation und fordern die eigene Regierung zur Deeskalation auf.

Die FAZ (27.12.21) wiederum „warnt vor geopolitischem Revisionismus“ Russlands – als ob die Nato bloß am Staus quo interessierte wäre; außerdem lässt das Blatt einen ukrainischen Autor zu Wort kommen, der weiß: „Appeasement ist der falsche Weg“. Ist Putin also der neue Hitler, dem wir Antifaschisten Einhalt gebieten müssen? Was ist da los?

Die Fronten

Putins Vertragsangebote

Ein Anschlag auf die Selbstbestimmung der Völker

Deutsche Drangsale

Schon wieder: mehr deutsche Verantwortung!

So entdecken deutsche Militärs, die in der Regel nicht ohne politische Abstimmung handeln, Verteidigungsbedarf in Ländern, die davon gar nichts wissen wollen. Man muss eben Verantwortung übernehmen, um die Frontstellung gegen Russland weiter auszubauen. So geht Friedenspolitik der Ampel-Koalition.

https://www.heise.de/tp/features/Ukraine-Wer-will-den-Krieg-6316096.html?seite=all
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vgl. dazu auch Manfred Henle – bezüglich der ‚Gegenseite‘, nämlich der deutschen Lukaschenko-Berichterstattung

https://www.heise.de/tp/features/Die-Inkarnation-des-Boesen-6315319.html

https://www.heise.de/tp/features/Flucht-und-Migration-als-Machtinstrument-6315475.html

https://www.heise.de/tp/features/Lukaschenko-Souveraenitaet-und-atomare-Abschreckung-6315824.html

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133838 Thu, 30 Dec 2021 07:10:09 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133838 Theo Wentzke:  ZIELE UND PLÄNE DER EU Brüsseler Weltmachtehrgeiz Mit Euro-Bonds raus aus der Coronakrise – hin zur Schaffung eines europäischen Weltkreditmarkts für den Euro als Weltgeld Zur Bekämpfung der Coronapandemie haben alle EU-Staaten ihrer Gesellschaft mal mehr, mal weniger gravierende »Lockdowns« verordnet. Das Resultat: eine von den Staaten selbst herbeigeführte kapitalistische Krise, laut der Exkanzlerin des wirtschaftsstärksten Landes der EU der »schwerste Wirtschaftseinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg«. Für alle europäischen Staaten steht damit fest, dass sie ihre Ökonomien mit so viel staatlich geschöpftem Geld stützen und fördern müssen, dass die flächendeckende Schädigung von Geschäftsbilanzen begrenzt wird und langfristig auf ihren Standorten wieder kapitalistisches Wachstum stattfinden kann.    (Forts.): https://www.jungewelt.de/artikel/417490.ziele-und-pläne-der-eu-brüsseler-weltmachtehrgeiz.html Theo Wentzke:  ZIELE UND PLÄNE DER EU

Brüsseler Weltmachtehrgeiz

Mit Euro-Bonds raus aus der Coronakrise – hin zur Schaffung eines europäischen Weltkreditmarkts für den Euro als Weltgeld

Zur Bekämpfung der Coronapandemie haben alle EU-Staaten ihrer Gesellschaft mal mehr, mal weniger gravierende »Lockdowns« verordnet. Das Resultat: eine von den Staaten selbst herbeigeführte kapitalistische Krise, laut der Exkanzlerin des wirtschaftsstärksten Landes der EU der »schwerste Wirtschaftseinbruch seit dem Zweiten Weltkrieg«. Für alle europäischen Staaten steht damit fest, dass sie ihre Ökonomien mit so viel staatlich geschöpftem Geld stützen und fördern müssen, dass die flächendeckende Schädigung von Geschäftsbilanzen begrenzt wird und langfristig auf ihren Standorten wieder kapitalistisches Wachstum stattfinden kann.    (Forts.):

https://www.jungewelt.de/artikel/417490.ziele-und-pläne-der-eu-brüsseler-weltmachtehrgeiz.html

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2014/10/28/deckers-kapitaleinfuehrung-vom-23-10-2014-jetzt-online/#comment-133693 Thu, 23 Dec 2021 05:18:56 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2014/10/28/deckers-kapitaleinfuehrung-vom-23-10-2014-jetzt-online/#comment-133693 Im alten - wie im neuen Jahr: Wie funktioniert eigentlich hierzulande das Verhältnis von Arbeit und Reichtum? Was ist denn damit gemeint, wenn man ein "System" von 'Ausbeutung' in der BRD thematisiert? https://wissenundkritik.de/wp-content/uploads/2021/04/14-Thesen-zu-Arbeit-und-Reichtum.pdf https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buchangebot/arbeit-reichtum Im alten – wie im neuen Jahr:

Wie funktioniert eigentlich hierzulande das Verhältnis von Arbeit und Reichtum? Was ist denn damit gemeint, wenn man ein „System“ von ‚Ausbeutung‘ in der BRD thematisiert?

https://wissenundkritik.de/wp-content/uploads/2021/04/14-Thesen-zu-Arbeit-und-Reichtum.pdf

https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/buchangebot/arbeit-reichtum

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133641 Mon, 20 Dec 2021 07:25:55 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133641 Spekulation mit Verschmutzungsrechten - sei einerseits nötig, damit überhaupt ein Markt entstehe. Zu viel Spekulation dürfe aber auch nicht sein, schließlich soll Zweck der Spekulation nicht nur Mehrgeld in den Taschen der Spekulanten sein... https://www.heise.de/tp/features/Emissionshandel-Verschmutzungsrechte-als-Spekulationsobjekt-6298915.html Was es mit solcherlei Spekulationshandel mit Verschmutzungsrechten überhaupt auf sich hat, das wurde oben erklärt - und auch diskutiert: http://neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133380 ---- Dass der CO2-Preis in den Koalitionsverhandlungen nicht sehr viel höher gewichtet wurde, beklagte die FFF-Aktivistin Reemtsma in der taz. Machtgerangel "(...) führte zur Absage an Sektorenziele; der Verkehr war wohl ohnehin nie Priorität; der CO2-Preis konnte aus Angst vor Benzinpreisprotesten gerne niedrig bleiben." https://taz.de/Enttaeuschende-Klimapolitik-der-Gruenen/!5819127/. - Bei Grünen, Linken und SPD wird (wie übrigens ja inzwischen sogar bei der CDU) aktuell deutlich, dass das ganze Anbiedern an die Klimabewegung einzig dazu nützlich sein sollte, mehr Wählerstimmen auf sich ziehen zu wollen. Dazu wird inzwischen manches alte Schlachtross als nicht mehr passend als Wählermagnet für die Kiddies und Jungwähler zum Thema gemacht... https://www.heise.de/tp/features/Linke-und-Klimabewegung-Wie-weiter-6298955.html. Ist solche Spekulation auf Jungwählergunst zynisch? Zeigt sie, wie sehr die Klimabewegung Teil des kapitalistischen Systems geworden ist? Außer wohlfeilen Hinweisen auf die Natur-Wissenschaft des Klimas scheint die Bewegung sich für eine wissenschaftliche Analyse des kapitalistischen Systems nicht sonderlich zu interessieren. Das ist selbst vom Standpunkt einer 'gesunden Umwelt' her seltsam: "(...) Nehmen wir für einen Moment mal an, dass wir den Ballast dieser Uraltindustrie abwerfen und fossile Brennstoffe tatsächlich für immer hinter uns lassen können. Haben wir damit unsere existenzielle Krise schon gelöst? Zum Teil vielleicht. Trotzdem hat mich die verengte Fokussierung auf CO₂-Emissionen im Glasgow-Pakt und anderswo erschüttert, während man die anderen Attacken des Menschen auf die lebende Welt außer Acht lässt. Elektroautos sind ein klassisches Beispiel für dieses Problem. Ihre Befürworter argumentieren, dass innerhalb weniger Jahre die stinkende Infrastruktur von Benzin und Diesel abgeschafft werden könnte. Das ist sicher richtig. Aber, was lokal für saubere Luft sorgt, ist global eine schmutzige Sache. Der Abbau der Rohstoffe, die für den massenhaften Einsatz von Batterien und Elektronik notwendig sind, hat verheerende Folgen: Schon jetzt werden dadurch Dörfer zerstört, Wälder gerodet, Flüsse verschmutzt, empfindliche Wüsten zerstört und in einigen Fällen Menschen in Sklaverei-ähnliche Arbeitsbedingungen gezwungen." https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/nach-dem-scheitern-von-glasgow-unsere-letzte-hoffnung-ist-die-kritische-masse Oder - satirisch zugespitzt als neue Hauptparole: "Die neuen Panzer für die neuen NATO-Kriege - müssen CO2-neutral sein!" Spekulation mit Verschmutzungsrechten – sei einerseits nötig, damit überhaupt ein Markt entstehe. Zu viel Spekulation dürfe aber auch nicht sein, schließlich soll Zweck der Spekulation nicht nur Mehrgeld in den Taschen der Spekulanten sein…

https://www.heise.de/tp/features/Emissionshandel-Verschmutzungsrechte-als-Spekulationsobjekt-6298915.html

Was es mit solcherlei Spekulationshandel mit Verschmutzungsrechten überhaupt auf sich hat, das wurde oben erklärt – und auch diskutiert:

http://neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133380

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Dass der CO2-Preis in den Koalitionsverhandlungen nicht sehr viel höher gewichtet wurde, beklagte die FFF-Aktivistin Reemtsma in der taz. Machtgerangel „(…) führte zur Absage an Sektorenziele; der Verkehr war wohl ohnehin nie Priorität; der CO2-Preis konnte aus Angst vor Benzinpreisprotesten gerne niedrig bleiben.“ https://taz.de/Enttaeuschende-Klimapolitik-der-Gruenen/!5819127/. – Bei Grünen, Linken und SPD wird (wie übrigens ja inzwischen sogar bei der CDU) aktuell deutlich, dass das ganze Anbiedern an die Klimabewegung einzig dazu nützlich sein sollte, mehr Wählerstimmen auf sich ziehen zu wollen. Dazu wird inzwischen manches alte Schlachtross als nicht mehr passend als Wählermagnet für die Kiddies und Jungwähler zum Thema gemacht… https://www.heise.de/tp/features/Linke-und-Klimabewegung-Wie-weiter-6298955.html. Ist solche Spekulation auf Jungwählergunst zynisch? Zeigt sie, wie sehr die Klimabewegung Teil des kapitalistischen Systems geworden ist?
Außer wohlfeilen Hinweisen auf die Natur-Wissenschaft des Klimas scheint die Bewegung sich für eine wissenschaftliche Analyse des kapitalistischen Systems nicht sonderlich zu interessieren.

Das ist selbst vom Standpunkt einer ‚gesunden Umwelt‘ her seltsam:

„(…) Nehmen wir für einen Moment mal an, dass wir den Ballast dieser Uraltindustrie abwerfen und fossile Brennstoffe tatsächlich für immer hinter uns lassen können. Haben wir damit unsere existenzielle Krise schon gelöst? Zum Teil vielleicht. Trotzdem hat mich die verengte Fokussierung auf CO₂-Emissionen im Glasgow-Pakt und anderswo erschüttert, während man die anderen Attacken des Menschen auf die lebende Welt außer Acht lässt.

Elektroautos sind ein klassisches Beispiel für dieses Problem. Ihre Befürworter argumentieren, dass innerhalb weniger Jahre die stinkende Infrastruktur von Benzin und Diesel abgeschafft werden könnte. Das ist sicher richtig. Aber, was lokal für saubere Luft sorgt, ist global eine schmutzige Sache. Der Abbau der Rohstoffe, die für den massenhaften Einsatz von Batterien und Elektronik notwendig sind, hat verheerende Folgen: Schon jetzt werden dadurch Dörfer zerstört, Wälder gerodet, Flüsse verschmutzt, empfindliche Wüsten zerstört und in einigen Fällen Menschen in Sklaverei-ähnliche Arbeitsbedingungen gezwungen.“
https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/nach-dem-scheitern-von-glasgow-unsere-letzte-hoffnung-ist-die-kritische-masse

Oder – satirisch zugespitzt als neue Hauptparole: „Die neuen Panzer für die neuen NATO-Kriege – müssen CO2-neutral sein!“

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133640 Sun, 19 Dec 2021 07:32:42 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133640 Manfred Henle zu Belarus/Lukaschenko Zum sogenannten „Konflikt“ an der belarussisch-polnischen Grenze veröffentlichte die Bild-Zeitung am 11. November zwei bemerkenswerte Kurzkommentare, die Titelschlagzeilen in riesig-alarmistischen Großbuchstaben gefasst. Zum Geschehen an der belarussisch-polnischen Grenze... (- Analyse dieser zwei BILD-Kurzkommentare): https://www.untergrund-blättle.ch/politik/europa/belarus-lukaschenko-kommentare-3624.html ---- Zur aktuellen Haltung des Westens gegenüber Russland und Ukraine: https://www.tages-politik.de/Aussenpolitik/Russland-Ukraine-EU-17.12.pdf Manfred Henle zu Belarus/Lukaschenko

Zum sogenannten „Konflikt“ an der belarussisch-polnischen Grenze veröffentlichte die Bild-Zeitung am 11. November zwei bemerkenswerte Kurzkommentare, die Titelschlagzeilen in riesig-alarmistischen Großbuchstaben gefasst.

Zum Geschehen an der belarussisch-polnischen Grenze… (- Analyse dieser zwei BILD-Kurzkommentare):

https://www.untergrund-blättle.ch/politik/europa/belarus-lukaschenko-kommentare-3624.html

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Zur aktuellen Haltung des Westens gegenüber Russland und Ukraine:

https://www.tages-politik.de/Aussenpolitik/Russland-Ukraine-EU-17.12.pdf

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133632 Fri, 17 Dec 2021 09:41:37 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133632 <blockquote>"Der verharmlosende Sprech 'Europa als Dreh- und Angelpunkt' ist seinem reellen Gehalt nach der Sachverhalt, dass Deutschland in Europa sich einen Machtblock geschaffen hat, mit dem man weltpolitisch wuchern kann, sich überall in fremde Staatsaffären einbringen kann und denen seinen Stempel zum Nutzen Deutsch-Europas und auf Kosten konkurrierender Nationen aufdrücken kann."</blockquote> Stimmt das denn überhaupt? Ist das nicht vielmehr der immer mehr verblassende Traum vom deutschen "Machtblock"? <blockquote>"Impulse geben heißt also, die Richtlinienkompetenz für die weitere Ausgestaltung Europas und ihr Wirken nach außen zu beanspruchen"</blockquote> Eben, nur beanspruchen. Haben tun sie sie nämlich immer noch nicht. <blockquote>"Im Namen der höchsten völkerrechtlichen Ideale wird der Anspruch hinausposaunt, dass die Ukraine "Uns", dem Westen gehöre, welches Land derselbe erfolgreich dem Einflussbereich Russlands entrissen hat.*) Dass Russland sich dies nicht gefallen lässt, sich gegen weitere Einkreisung/Einschnürung durch EU-/Amerika-/NATO-hörige Staaten wehrt, dem wird seitens Baerbock im Namen des Westens Bescheid erteilt, dass sich die Russen dem Hinwirken des westlichen Imperialismus auf dessen ökonomische und politische Bedeutungslosigkeit zu fügen hat."</blockquote> Anspruch ja, natürlich. Aber "Bescheid"? sowas kann eine Behörde erteilen, die tatsächlich dazu befugt ist, die deutsche Außenministerin ist es nicht. Wenn Baerbock tönt: "Eine Welt mit weniger oder ohne Atomwaffen sei eine sicherere Welt." ist das natürlich besonders heftig, bekanntlich haben die imperialistischen Staaten, Deutschland allen voran gerade in den Jahrzehnten vor der Erfindung der Atomwaffen ganz atomwaffenfrei die Welt in Schutt und Asche gelegt. <blockquote>"... ist hier eher der Wunsch der Vater des Gedankens, in Abrüstungsfragen als eine Macht mitreden zu wollen, die militärisch eher kleinkalibrig aufgestellt ist. Das entscheidende Sagen haben in der Hinsicht nämlich die wirklichen Atommächte." </blockquote>Wohl wahr, daran leidet der deutsche Imperialismus ja seit dem ersten Atombombenabwurf durch die USA.

„Der verharmlosende Sprech ‚Europa als Dreh- und Angelpunkt‘ ist seinem reellen Gehalt nach der Sachverhalt, dass Deutschland in Europa sich einen Machtblock geschaffen hat, mit dem man weltpolitisch wuchern kann, sich überall in fremde Staatsaffären einbringen kann und denen seinen Stempel zum Nutzen Deutsch-Europas und auf Kosten konkurrierender Nationen aufdrücken kann.“

Stimmt das denn überhaupt? Ist das nicht vielmehr der immer mehr verblassende Traum vom deutschen „Machtblock“?

„Impulse geben heißt also, die Richtlinienkompetenz für die weitere Ausgestaltung Europas und ihr Wirken nach außen zu beanspruchen“

Eben, nur beanspruchen. Haben tun sie sie nämlich immer noch nicht.

„Im Namen der höchsten völkerrechtlichen Ideale wird der Anspruch hinausposaunt, dass die Ukraine „Uns“, dem Westen gehöre, welches Land derselbe erfolgreich dem Einflussbereich Russlands entrissen hat.*) Dass Russland sich dies nicht gefallen lässt, sich gegen weitere Einkreisung/Einschnürung durch EU-/Amerika-/NATO-hörige Staaten wehrt, dem wird seitens Baerbock im Namen des Westens Bescheid erteilt, dass sich die Russen dem Hinwirken des westlichen Imperialismus auf dessen ökonomische und politische Bedeutungslosigkeit zu fügen hat.“

Anspruch ja, natürlich. Aber „Bescheid“? sowas kann eine Behörde erteilen, die tatsächlich dazu befugt ist, die deutsche Außenministerin ist es nicht.
Wenn Baerbock tönt: „Eine Welt mit weniger oder ohne Atomwaffen sei eine sicherere Welt.“ ist das natürlich besonders heftig, bekanntlich haben die imperialistischen Staaten, Deutschland allen voran gerade in den Jahrzehnten vor der Erfindung der Atomwaffen ganz atomwaffenfrei die Welt in Schutt und Asche gelegt.

„… ist hier eher der Wunsch der Vater des Gedankens, in Abrüstungsfragen als eine Macht mitreden zu wollen, die militärisch eher kleinkalibrig aufgestellt ist. Das entscheidende Sagen haben in der Hinsicht nämlich die wirklichen Atommächte.“

Wohl wahr, daran leidet der deutsche Imperialismus ja seit dem ersten Atombombenabwurf durch die USA.

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133630 Fri, 17 Dec 2021 08:22:45 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/11/17/wei-weiter-im-eu-streit-mit-ungarn-und-polen/#comment-133630 Wie sich deutscher Nationalismus mit ideologischen Dümmmlichkeiten [über den deutschen Imperialismus] vorträgt, das lässt sich am Getue und an den Redeweisen der neuen deutschen Außenministerin studieren ... https://www.tages-politik.de/Aussenpolitik/Baerbock-Aussenministerin-2021.html Wie sich deutscher Nationalismus mit ideologischen Dümmmlichkeiten [über den deutschen Imperialismus] vorträgt, das lässt sich am Getue und an den Redeweisen der neuen deutschen Außenministerin studieren …

https://www.tages-politik.de/Aussenpolitik/Baerbock-Aussenministerin-2021.html

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2012/12/09/das-fest-der-liebe-weihnachten-in-liebloser-zeit-msz-14-1976/#comment-133612 Tue, 14 Dec 2021 08:50:13 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/12/09/das-fest-der-liebe-weihnachten-in-liebloser-zeit-msz-14-1976/#comment-133612 Und was haben denn Sinnfragen überhaupt mit Kapitalismus zu tun? https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/anhang%28pdf%29/familie_nbg_1210_gl.pdf https://www.farberot.de/upload/5fce9fef88b60_250_Marxisten.mp3 https://de.gegenstandpunkt.com/dossier/korrespondenz-zur-psychologie-buergerlichen-individuums ---- https://www.heise.de/tp/features/Letzte-Fragen-und-hinterletzte-Antworten-6293916.html Und was haben denn Sinnfragen überhaupt mit Kapitalismus zu tun?

https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/anhang%28pdf%29/familie_nbg_1210_gl.pdf

https://www.farberot.de/upload/5fce9fef88b60_250_Marxisten.mp3

https://de.gegenstandpunkt.com/dossier/korrespondenz-zur-psychologie-buergerlichen-individuums

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https://www.heise.de/tp/features/Letzte-Fragen-und-hinterletzte-Antworten-6293916.html

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by: Neues_Protok http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133608 Mon, 13 Dec 2021 21:05:34 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133608 Fortsetzung des Protokolls der Debatte zu Biden, Ukraine etc  [beim. Jour Fixe vom 06.12.2021] 1. Fortsetzung der Diskussion vom 22.11.2021 zur Ukraine und dem Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin (GS 3-21) 2. Rüstungsdiplomatie (GS 3-21) https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf211206-Rüstungsdiplomatie.pdf https://de.gegenstandpunkt.com/jfp/jf-protokolle https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-3-21 Fortsetzung des Protokolls der Debatte zu Biden, Ukraine etc  [beim. Jour Fixe vom 06.12.2021]

1. Fortsetzung der Diskussion vom 22.11.2021 zur Ukraine und dem Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin (GS 3-21)

2. Rüstungsdiplomatie (GS 3-21)

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf211206-Rüstungsdiplomatie.pdf

https://de.gegenstandpunkt.com/jfp/jf-protokolle

https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-3-21

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-133560 Thu, 09 Dec 2021 13:57:52 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-133560 Zum Thema "Konflikt an der polnisch- belarussischen Grenze" folgendes Protokoll vom 3.12. des "Arbeitskreis Auflösen" bei Discord: "Dass Polen kein Interesse an diesen Ausländern hat, zeugt erst einmal von einem positiven Verhältnis, das der polnische Staat zu seinem eigenen Volk hat. Dieses unterwirft er unter lauter Zumutungen, in denen sie ihr Privatinteresse entfalten dürfen, aber darin als Machtbasis für ihren Staat dienen. Der Staat will eine Menge von seinem Volk und in erster Linie, dass es durch seine wirtschaftliche Tätigkeit den Reichtum Polens mehren. Dafür lässt der polnische Staat seinem Volk eine Betreuung angedeihen, die es für sich zurichtet (Bsp.: Schulwesen → es wird sortiert bei der fachlichen und moralischen Bildung). Diese Betreuung kommt ihnen exklusiv zu und darin unterscheiden sie sich von den Ausländern. Den Flüchtlingen haftet der Makel an, dass sie möglicherweise noch ihrer eigenen Staatsgewalt anhängen ( Was man von den Flüchtlingen nicht gerade sagen kann. Immerhin kündigen sie ihrem Staat gerade die Treue) und von Polen gar nicht als nützliche Ausländer ausgesucht und eingeladen sind ( im Gegensatz zu billigen Ukrainern, unterdrückten Weißrussen und bis an die Zähne bewaffneten Amis). Ein solches Flüchtlingsproblem wäre ja aber mit der Hilfe der EU und ihrer Frontex Agentur, sogar ihren Sitz in Warschau hat, durchaus zu bewältigen. So geht die EU auch darauf ein, indem sie der Regierung lauter Angebote zur Unterstützung macht und sich darüber ärgert, dass aus Polen gar kein Antrag kommt. Polen macht aus dieser Bedrohung durch Flüchtlinge glatt eine Kriegsfall. Das ist jedoch ihre Interpretation und ihr Ergreifen von Maßnahmen, also Entsenden von Militär und Einrichten eines Notstands an der Grenze, die die Lage eskalieren lassen. Im Gegensatz zu der EU-Hilfe ist Polen sehr erpicht darauf, dass die NATO über diesen „Angriff“ berät. Wir haben besprochen, dass Polen das Interesse hat, die Situation an der Grenze zu einer Kriegsbedrohung hinzudeuten, um die NATO auf ihr Programm für diesen Teil der Welt zu verpflichten. Immerhin haben sie auch gegen eine Sorte von Ausländern gar nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Polen will mehr amerikanisches Militär bei sich haben. Exkurs: An dieser Stelle gab es einen längeren Streit darüber, ob das Stationieren von Soldaten ausßerhalb der USA nur einseitig das Machtstreben der USA bedient. Die Antwort ist nein. Es handelt sich eben nicht um ein „neokoloniales“ Verhältnis, wenn die Amis ihre Soldaten in Polen oder Griechenland stationieren. Diese kleinen Staaten wollen diese Militärpräsenz und laden sie sich aus ihren eigenen Interessen ein. Sie wollen die amerikanische Unterstützung, weil diese Teilhabe ihre eigene militärische Stärke und die Kosten für den ausgemachten Gegner erhöht. Es macht ja einen Unterschied, ob du dich mit Polen oder gleich mit der NATO anlegst. Natürlich machen die Amis das nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie in der jeweiligen Region eigene imperialistische Interessen verfolgen und das ihren Handlungsspielraum vergrößert, je näher sie an feindliche Staaten heranrücken. Auch das Exportieren ihrer superduper Waffen wird sich in der Staatsbilanz positiv niederschlagen, aber Polen und Griechenland kaufen die Waffen nicht, weil sie von den Amis dazu gezwungen werden, sondern weil damit selber etwas anfangen können. Diese Staaten haben einen eigenen Gewaltbedarf und stehen in Konflikten mit anderen Staaten für die sie ihre Mittel erhöhen wollen (siehe Belarus und Zypern). Und nein, das sind keine unterdrückten, ausgebeuteten, armen Staatswesen, die eigentlich nur für den Schutz und das Wohlergehen ihrer Bevölkerung da sind, die nur immer von „der Bourgeoisie = Regierung“ verraten wird. Weiter im Haupttext: Polen hat da also ein eigenes regionales imperialistisches Projekt am Wickel und will dafür die NATO auf sich verpflichten, indem es eine Kriegsgefahr aus dem Handeln Lukaschenkos heraus drechselt. Belarus ist schon seit Längerem von Polen als Feind ausgemacht. Es ist seit jeher eng mit Russland verbunden (auch wenn es zwischendurch gekriselt hat) und sogar in einer Militärunion mit der Atommacht. Zu diesem feindlichen Pakt hat Polen eine Außengrenze. Seit dem Beginn der Ukrainekrise beschwört Polen den Verdacht, dass Russland sich expansiv Richtung Westen walzen will und sehen sich dadurch betroffen. Meine These: Im Fall Belarus unterstützt Polen die Opposition und ist ihr größter Fürsprecher. Es ist das Ziel Polens, dass Weißrussland eine neue prowestliche bzw. antirussische Führung bekommt, wodurch Weißrussland sich Europa zu- und unterordnen würde. Das hätte für Polen den Effekt, dass es diese befürchtete Konfliktlinie an seiner Grenze um ein Land weiter Richtung Osten verlagern würde und sie damit Belarus als Pufferstaat zwischen sich und Russland hätten. ( Macht das Sinn oder kann das weg?) Warum macht Lukaschenko das eigentlich? Dazu wurde zum einen gesagt (Falls ich das richtig verstanden habe), dass er mit seiner Lenkung des Flüchtlingsstroms Europa beweisen will, dass er kein machtloser Wicht in Minsk ist, sondern durchaus noch handlungsfähig ist. Wie bereits im vorherigen Schriebs steht, hat er sich von der Türkei inspirieren lassen, die als Partner der EU in der Flüchtlingsfrage agiert. Als solcher Partner bietet sich Lukaschenko an- als Helfer aus der Situation, die er selbst produziert hat. Ein Flüchtlingsabkommen mit Belarus würde Lukaschenko als legitime Regierung stärken. Auf diesen Ausweg aus der Isolation zielt er ab. (Haben wir das schon fertig besprochen?)“ Zum Thema „Konflikt an der polnisch- belarussischen Grenze“ folgendes Protokoll vom 3.12. des „Arbeitskreis Auflösen“ bei Discord:

„Dass Polen kein Interesse an diesen Ausländern hat, zeugt erst einmal von einem positiven Verhältnis, das der polnische Staat zu seinem eigenen Volk hat. Dieses unterwirft er unter lauter Zumutungen, in denen sie ihr Privatinteresse entfalten dürfen, aber darin als Machtbasis für ihren Staat dienen. Der Staat will eine Menge von seinem Volk und in erster Linie, dass es durch seine wirtschaftliche Tätigkeit den Reichtum Polens mehren. Dafür lässt der polnische Staat seinem Volk eine Betreuung angedeihen, die es für sich zurichtet (Bsp.: Schulwesen → es wird sortiert bei der fachlichen und moralischen Bildung). Diese Betreuung kommt ihnen exklusiv zu und darin unterscheiden sie sich von den Ausländern. Den Flüchtlingen haftet der Makel an, dass sie möglicherweise noch ihrer eigenen Staatsgewalt anhängen ( Was man von den Flüchtlingen nicht gerade sagen kann. Immerhin kündigen sie ihrem Staat gerade die Treue) und von Polen gar nicht als nützliche Ausländer ausgesucht und eingeladen sind ( im Gegensatz zu billigen Ukrainern, unterdrückten Weißrussen und bis an die Zähne bewaffneten Amis).
Ein solches Flüchtlingsproblem wäre ja aber mit der Hilfe der EU und ihrer Frontex Agentur, sogar ihren Sitz in Warschau hat, durchaus zu bewältigen. So geht die EU auch darauf ein, indem sie der Regierung lauter Angebote zur Unterstützung macht und sich darüber ärgert, dass aus Polen gar kein Antrag kommt. Polen macht aus dieser Bedrohung durch Flüchtlinge glatt eine Kriegsfall. Das ist jedoch ihre Interpretation und ihr Ergreifen von Maßnahmen, also Entsenden von Militär und Einrichten eines Notstands an der Grenze, die die Lage eskalieren lassen. Im Gegensatz zu der EU-Hilfe ist Polen sehr erpicht darauf, dass die NATO über diesen „Angriff“ berät. Wir haben besprochen, dass Polen das Interesse hat, die Situation an der Grenze zu einer Kriegsbedrohung hinzudeuten, um die NATO auf ihr Programm für diesen Teil der Welt zu verpflichten. Immerhin haben sie auch gegen eine Sorte von Ausländern gar nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Polen will mehr amerikanisches Militär bei sich haben.
Exkurs: An dieser Stelle gab es einen längeren Streit darüber, ob das Stationieren von Soldaten ausßerhalb der USA nur einseitig das Machtstreben der USA bedient. Die Antwort ist nein. Es handelt sich eben nicht um ein „neokoloniales“ Verhältnis, wenn die Amis ihre Soldaten in Polen oder Griechenland stationieren. Diese kleinen Staaten wollen diese Militärpräsenz und laden sie sich aus ihren eigenen Interessen ein. Sie wollen die amerikanische Unterstützung, weil diese Teilhabe ihre eigene militärische Stärke und die Kosten für den ausgemachten Gegner erhöht. Es macht ja einen Unterschied, ob du dich mit Polen oder gleich mit der NATO anlegst. Natürlich machen die Amis das nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie in der jeweiligen Region eigene imperialistische Interessen verfolgen und das ihren Handlungsspielraum vergrößert, je näher sie an feindliche Staaten heranrücken. Auch das Exportieren ihrer superduper Waffen wird sich in der Staatsbilanz positiv niederschlagen, aber Polen und Griechenland kaufen die Waffen nicht, weil sie von den Amis dazu gezwungen werden, sondern weil damit selber etwas anfangen können. Diese Staaten haben einen eigenen Gewaltbedarf und stehen in Konflikten mit anderen Staaten für die sie ihre Mittel erhöhen wollen (siehe Belarus und Zypern). Und nein, das sind keine unterdrückten, ausgebeuteten, armen Staatswesen, die eigentlich nur für den Schutz und das Wohlergehen ihrer Bevölkerung da sind, die nur immer von „der Bourgeoisie = Regierung“ verraten wird.
Weiter im Haupttext: Polen hat da also ein eigenes regionales imperialistisches Projekt am Wickel und will dafür die NATO auf sich verpflichten, indem es eine Kriegsgefahr aus dem Handeln Lukaschenkos heraus drechselt. Belarus ist schon seit Längerem von Polen als Feind ausgemacht. Es ist seit jeher eng mit Russland verbunden (auch wenn es zwischendurch gekriselt hat) und sogar in einer Militärunion mit der Atommacht. Zu diesem feindlichen Pakt hat Polen eine Außengrenze. Seit dem Beginn der Ukrainekrise beschwört Polen den Verdacht, dass Russland sich expansiv Richtung Westen walzen will und sehen sich dadurch betroffen. Meine These: Im Fall Belarus unterstützt Polen die Opposition und ist ihr größter Fürsprecher. Es ist das Ziel Polens, dass Weißrussland eine neue prowestliche bzw. antirussische Führung bekommt, wodurch Weißrussland sich Europa zu- und unterordnen würde. Das hätte für Polen den Effekt, dass es diese befürchtete Konfliktlinie an seiner Grenze um ein Land weiter Richtung Osten verlagern würde und sie damit Belarus als Pufferstaat zwischen sich und Russland hätten. ( Macht das Sinn oder kann das weg?) Warum macht Lukaschenko das eigentlich? Dazu wurde zum einen gesagt (Falls ich das richtig verstanden habe), dass er mit seiner Lenkung des Flüchtlingsstroms Europa beweisen will, dass er kein machtloser Wicht in Minsk ist, sondern durchaus noch handlungsfähig ist. Wie bereits im vorherigen Schriebs steht, hat er sich von der Türkei inspirieren lassen, die als Partner der EU in der Flüchtlingsfrage agiert. Als solcher Partner bietet sich Lukaschenko an- als Helfer aus der Situation, die er selbst produziert hat. Ein Flüchtlingsabkommen mit Belarus würde Lukaschenko als legitime Regierung stärken. Auf diesen Ausweg aus der Isolation zielt er ab. (Haben wir das schon fertig besprochen?)“

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133552 Wed, 08 Dec 2021 07:33:15 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133552 „Der Afghanistan-Einsatz: Zwischen Scheitern und Versagen“  Die teuerste Hinrichtung der Weltgeschichte und ihre Nebenwirkungen Im Sommer 2021 passiert es: Was sein Vorvorgänger Obama schon als Projekt verkündet und beworben hatte, was sein unmittelbarer Vorgänger Trump unter der Parole „Bring our boys back home“ praktisch in die Wege leitete, das zieht der nun amtierende Präsident Biden durch – er befiehlt den Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan; sofort, bedingungslos, vollständig. Und er legt Wert darauf, dass dies als Akt überlegener Freiheit Amerikas geschieht und auch so wahrgenommen wird: Für die Lage und Zukunft Afghanistans erklärt er die von ihm angeführte Weltmacht für unzuständig, denn das, was seiner oberkommandierenden Definition gemäß Sinn und Zweck des Einsatzes war, das ist erledigt: „We delivered justice to bin Laden.“ Vorabdruck aus dem nächste Woche erscheinenden neuen GSP 4/21 https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/ende-afghanistan-einsatzes https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-4-21 „Der Afghanistan-Einsatz: Zwischen Scheitern und Versagen“ 
Die teuerste Hinrichtung der Weltgeschichte und ihre Nebenwirkungen

Im Sommer 2021 passiert es: Was sein Vorvorgänger Obama schon als Projekt verkündet und beworben hatte, was sein unmittelbarer Vorgänger Trump unter der Parole „Bring our boys back home“ praktisch in die Wege leitete, das zieht der nun amtierende Präsident Biden durch – er befiehlt den Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan; sofort, bedingungslos, vollständig. Und er legt Wert darauf, dass dies als Akt überlegener Freiheit Amerikas geschieht und auch so wahrgenommen wird: Für die Lage und Zukunft Afghanistans erklärt er die von ihm angeführte Weltmacht für unzuständig, denn das, was seiner oberkommandierenden Definition gemäß Sinn und Zweck des Einsatzes war, das ist erledigt: „We delivered justice to bin Laden.“

Vorabdruck aus dem nächste Woche erscheinenden neuen GSP 4/21

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/ende-afghanistan-einsatzes

https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-4-21

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133544 Tue, 07 Dec 2021 14:03:40 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133544 Der Preis des Lebens Wie sieht es aus mit der »Harmonie von Ökonomie und Ökologie«? Über die Tücken der kapitalistischen Logik Von Stephan Kaufmann https://www.nd-aktuell.de/artikel/1140898.der-preis-des-lebens.html ---- Ideologiekritik der staatlichen Bemühungen, angeblich unterwegs vor allem in Sachen "Klimapolitik" https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/weltklimakonferenz#section3 Der Preis des Lebens

Wie sieht es aus mit der »Harmonie von Ökonomie und Ökologie«?
Über die Tücken der kapitalistischen Logik

Von Stephan Kaufmann

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1140898.der-preis-des-lebens.html

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Ideologiekritik der staatlichen Bemühungen, angeblich unterwegs vor allem in Sachen „Klimapolitik“

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/weltklimakonferenz#section3

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133472 Sat, 04 Dec 2021 15:11:07 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133472 Die Wucht des US-Standpunktes, die Welt gemäß ihren ökonomischen Interessen benutzen und einsortieren zu wollen, unterstreicht dieses Aufrüstungsprogramm. Es ist also wirkliche Gewalt, und nicht bloß angemalße, die hinter dem US-Programm steht. Ähnlich wuchtig wie Waffen sind da auch noch die ökonomischen Regeln des weltweiten Verkehrs, bei denen sicher gestellt sein muss, dass zuvörderst US-Interessen davon profitieren. In der Nachkriegszeit war dies quasi ja "automatisch" schon durch das Kriegsergebnis [und dessen Ausnutzung] geregelt. Nach dem Aufstieg Europas, einiger Schwellenländer und Chinas ist das nicht mehr vorab gesichert, weswegen die USA solche Organisationen entweder an die kurze Leine nehmen, oder ihre Tätigkeit boykottieren. (Jedenfalls war das unter Trump noch so.). https://de.wikipedia.org/wiki/Welthandelsorganisation#Streitschlichtungsfunktion Schaut eher so aus, dass die USA auch unter Biden eher auf ihre eigene ökonomische Stärke und ihre eigene militärische Stärke setzen, und die WTO daher dann nun als ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert betrachten. "WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala sagte, sie verstehe die Sorge vieler WTO-Länder, dass China von unfairen Wettbewerbsbedingungen profitiere. Aber das asiatische Land sei auch Teil der Welthandelsorganisation - und zwar ein großer. In ihren Gesprächen mit der chinesischen Führung habe sie keinen "mangelnden Willen" verspürt. Klar sei aber auch: Die WTO müsse zeigen, dass sie mit bestimmten Schritten nicht speziell China im Auge habe, sondern dass es um allgemeine Regeln gehe. "Wenn China das Gefühl hat, es geht nur um China, stoßen wir auf viel Widerstand." https://www.dw.com/de/wto-2021-soll-wendepunkt-für-den-globalen-handel-werden/a-57341892 Denn wenn von Regeln des Welthandels nicht automatisch vor allem die USA profitieren, dann muss an diesen Regeln irgendwas prinzipiell verkehrt sein. So das US-Dogma. ---- Weiß wer was darüber, was aus diesem Wahlkampfslogan von ausgerechnet Frau Baerbock geworden ist? https://www.rnd.de/politik/us-atombomben-in-deutschland-cdu-fordert-machtwort-von-olaf-scholz-U4WMATIRGZPKTXDJWUDXZVGQ7U.html (Dass die USA unter Trump sowieso Raketen nach Polen verlegen wollten, - oder gar ins Baltikum - das hat vermutlich zu einer totalen Kehrtwende geführt... Ooops, so war das wohl nicht geplant. Seither hört man umgekehrt fast nur noch Bündnispflichten-Übererfüllungs-Ideologie. Merkwürdig.) Die Wucht des US-Standpunktes, die Welt gemäß ihren ökonomischen Interessen benutzen und einsortieren zu wollen, unterstreicht dieses Aufrüstungsprogramm. Es ist also wirkliche Gewalt, und nicht bloß angemalße, die hinter dem US-Programm steht.

Ähnlich wuchtig wie Waffen sind da auch noch die ökonomischen Regeln des weltweiten Verkehrs, bei denen sicher gestellt sein muss, dass zuvörderst US-Interessen davon profitieren. In der Nachkriegszeit war dies quasi ja „automatisch“ schon durch das Kriegsergebnis [und dessen Ausnutzung] geregelt. Nach dem Aufstieg Europas, einiger Schwellenländer und Chinas ist das nicht mehr vorab gesichert, weswegen die USA solche Organisationen entweder an die kurze Leine nehmen, oder ihre Tätigkeit boykottieren. (Jedenfalls war das unter Trump noch so.). https://de.wikipedia.org/wiki/Welthandelsorganisation#Streitschlichtungsfunktion
Schaut eher so aus, dass die USA auch unter Biden eher auf ihre eigene ökonomische Stärke und ihre eigene militärische Stärke setzen, und die WTO daher dann nun als ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert betrachten.
„WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala sagte, sie verstehe die Sorge vieler WTO-Länder, dass China von unfairen Wettbewerbsbedingungen profitiere. Aber das asiatische Land sei auch Teil der Welthandelsorganisation – und zwar ein großer. In ihren Gesprächen mit der chinesischen Führung habe sie keinen „mangelnden Willen“ verspürt. Klar sei aber auch: Die WTO müsse zeigen, dass sie mit bestimmten Schritten nicht speziell China im Auge habe, sondern dass es um allgemeine Regeln gehe. „Wenn China das Gefühl hat, es geht nur um China, stoßen wir auf viel Widerstand.“
https://www.dw.com/de/wto-2021-soll-wendepunkt-für-den-globalen-handel-werden/a-57341892
Denn wenn von Regeln des Welthandels nicht automatisch vor allem die USA profitieren, dann muss an diesen Regeln irgendwas prinzipiell verkehrt sein. So das US-Dogma.

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Weiß wer was darüber, was aus diesem Wahlkampfslogan von ausgerechnet Frau Baerbock geworden ist?

https://www.rnd.de/politik/us-atombomben-in-deutschland-cdu-fordert-machtwort-von-olaf-scholz-U4WMATIRGZPKTXDJWUDXZVGQ7U.html

(Dass die USA unter Trump sowieso Raketen nach Polen verlegen wollten, – oder gar ins Baltikum – das hat vermutlich zu einer totalen Kehrtwende geführt… Ooops, so war das wohl nicht geplant. Seither hört man umgekehrt fast nur noch Bündnispflichten-Übererfüllungs-Ideologie. Merkwürdig.)

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133469 Sat, 04 Dec 2021 13:34:48 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133469 Und nicht zu vergessen, das Militär als letztlich entscheidendes Machtmittel, mit dem die USA die ganze Welt dominiert. Das US-Militärbudget ist bei weitem das Größte auf der Welt. Es wird nicht einmal in der Summe der 11 nachfolgend größten Militärbudgets erreicht. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/ Und nicht zu vergessen, das Militär als letztlich entscheidendes Machtmittel, mit dem die USA die ganze Welt dominiert. Das US-Militärbudget ist bei weitem das Größte auf der Welt. Es wird nicht einmal in der Summe der 11 nachfolgend größten Militärbudgets erreicht. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133468 Sat, 04 Dec 2021 10:49:57 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133468 Über die Weltmacht Nr. 1 einige ältere Anmerkungen, erschienen vor Trump und Biden, nämlich schon 1979 "(...) Kein Präsident der USA hat es sich nach 1900 nehmen lassen, seiner Außenpolitik ein eigenes Etikett zu geben: »Dollar Diplomacy', .Open-Door-Policy', .Good-Neighbour-Policy' oder ganz einfach .demokratische Außenpolitik' — und mit jeder dieser Abteilungen hat einer die Präsidentenwahl gewonnen und auch wieder verloren. Auch hier sind die Nuancen recht einfach; es sind Varianten über den Zynismus der Souveränität, sich auszusuchen, wie man ein Land zum Mittel des eigenen Reichtums macht, und dann eben dies Land —jetzt ein "guter Nachbar" — im Namen der Demokratie, die die Amerikaner immer mit drei Buchstaben schreiben, zu missionieren. Amerikanisch einfach gestaltet sich denn auch die bis heute nicht abgeschlossene Debatte in den USA selbst zwischen Kolonialisten und Anti-Kolonialisten, zwischen Expansionisten und Isolationisten usw. usw. Daß Amerika stark sein und die restliche Welt sich an Amerikas Stärke messen lassen solle, war und ist consensus omnium Americanorum. Welche Mittel dabei einzusetzen seien (die Amis wissen, daß auch Moral eine Waffe ist), inwieweit man sich die Probleme der restlichen Welt aufdrängen lassen sollte, darüber ließ sich streiten, und manchmal kam auch schon ein Präsident zu Fall. Der Ausgang des ersten dieser Dauerstreits — Kolonialisten und Antis einigten sich darauf, daß die USA ein .Informal Empire' zu schaffen haben — zeigt, was die Emanzipation der Yankees von den kolonialen Formen der Herrschaft bedeutet. Das Empire der USA ist von ganz anderem Kaliber, überall in der Welt schaffen und verteidigen sie Einflußsphären: wohin sie Dollars exportieren, führen sie auch Waffen aus. Die Monroe-Doktrin, damals noch durchaus ein anti-koloniales Dokument, liest sich jetzt anders. "Amerika den Amerikanern!" ist jetzt die unüberhörbare Drohung an die Welt, die Souveränität der USA nicht zu verletzen. Der Reichtum der USA ist seine Stärke nach außen, und die Stärke der USA ist überall in der Welt. Wann sie tangiert ist, liegt im Ermessen der USA. Mit dieser einfachen Botschaft haben die USA eine Errungenschaft des Mittelalters auf imperialistische Füße gestellt: die Ehre einer Nation gilt wieder etwas, aber jetzt erklärt nicht ein gekränkter Ritter die Fehde, sondern eine Nation, deren Feindschaft sich niemand leisten kann. Kein Anlaß ist zu banal, um nicht als Verletzung der Souveränität zu gelten — vorausgesetzt, es lohnt sich; und die Wiederherstellung der Ehre ist die rücksichtslose Gewalt. So hat schließlich auch der Krieg durch die USA eine neue Bedeutung gewonnen. 3. Zur Weltmacht sind die USA in zwei Kriegen geworden, die sie beide nicht angefangen, aber beide zum siegreichen Ende gebracht haben. Auch an den beiden Weltkriegen zeigt sich, daß die Amis sich ihren imperialistischen Weg aussuchen können. Welche Macht der Welt hätte sich sonst die Verrücktheit erlauben können, mitten in einem Krieg rein geschäftliche Interessen 2U verfolgen (wie die USA im Weltkrieg I). Die Amis haben nicht deshalb in den ersten Weltkrieg eingegriffen, weil die Monopole den Staat zur Rüstungsproduktion gezwungen hätten; auch nicht deshalb, weil der amerikanische Reichtum in Europa (Verschuldung der Entente) gefährdet gewesen wäre. Entgegen allen revisionistischen Vermutungen war es gerade umgekehrt; das Ausmaß des amerikanischen Reichtums erlaubte es den Amis, sich lange Zeit aus der Geschichte rauszuhalten, also sich die Freiheit der Entscheidung herauszunehmen. Der Angriff auf die Einflußsphäre und die Souveränität der USA, durch einen recht unbedeutenden Anlaß wie die Versenkung der Lusitania indiziert, gab den Grund für den Kriegseintritt ab und nicht nur das: jetzt hieß es "aufs Ganze gehen". Derlei Kriege werden zu einem radikalen Ende gebracht. Es ist denn auch kein Widerspruch, wenn der amerikanische Präsident Wilson 1916 den Wahlkampf mit dem Motto "He kept us out of war" gewann, 1917 den totalen Krieg erklärte ("Force, force, without stint or limit"), um die Welt , »sicher für die Demokratie" zu machen, und sich dann nach gewonnenem Krieg zu Hause die Kritik gefallen lassen mußte, sich mit Völkerbund und anderem zu sehr um die Ordnung der Welt zu bekümmern. Es gibt auch eine amerikanische Radikalität darin, der Welt nahezulegen, daß die amerikanische Verantwortung für sie nicht als Gefälligkeit anzusehen ist. Kein Wunder, daß nicht erst heute Undank der Welt Lohn für die USA ist. Als Idealismus mag nur der die Erklärung schelten, die USA seien um ihrer nationalen Ehre willen in beide Kriege eingetreten, der nicht begriffen hat, daß die Inkorporation des nationalen Reichtums in der Macht des Staates nach außen der Imperialismus ist — nirgends mehr als in den USA. Am zweiten Weltkrieg läßt sich noch einmal zusammenfassend studieren, was den Unterschied ausmacht: ökonomisch so souverän zu sein, daß man es sich leisten kann, die Kriegswirtschaft als einen Teil der nationalen Industrie zu betreiben (gerade nicht alle nationalen Ressourcen dem einen und einzigen Zweck unterwerfen zu müssen \); politisch so souverän zu sein, daß man auch hier sich den Zeitpunkt des Eintritts selbst bestimmen kann (es war Pearl Harbor!); militärisch so souverän zu sein, daß man den Krieg nicht nur zu einem totalen Ende bringen, sondern auch die souveräne Willkür einer ganz neuen Sorte Sieger praktizieren kann: Dresden und Hiroshima; moralisch so souverän zu sein, den Krieg als Demokratisierung der Welt zu propagieren. Kurz: es sich leisten zu können, inmitten im Krieg die Verantwortung für die Welt nach dem Frieden zu übernehmen. (...)" https://de.gegenstandpunkt.com/kapitel/imperialismus-2/weltmacht-nr-l#toc_2358770391 --- Machtbasis der USA ist also a) sowohl die technologische Vormacht der USA, angesichts des riesigen Binnenmarktes der USA, gerade gegenüber China, (von dort bestritten), das ja andererseits als Zulieferer für und Abnehmer von amerikanischen Waren ganz anders heute in die Ökonomie der USA selbst eingemischt ist. (Wirtschaftssanktionen, Übergänge zu Wirtschaftskriegen, Boykott von Huawei etc.) b) Der Dollar ist nach wie vor weltweite Grundlage aller Geschäfte weltweit, was nicht nur z.B. Iran und Cuba bemerken müssen, sondern auch diverse europäische Bankhäuser und Großkonzerne, weswegen z.B. von Seiten der europäischen Politik da aktuell fast gar nichts mehr Richtung Cuba und Iran kommt. (Diverse 'Nachbarstaaten Russlands' sind übrigens auf den Dollar ebenfalls angewiesen, was diese nicht nur auf den IWF ihrer Schulden wegen verweist. Neben der Ukraine betrifft das eine ganze Latte weiterer Staaten.). https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/kasachstans-praesident-besucht-bruessel-um-beziehungen-mit-eu-zu-staerken/ c) Zu solchen beinharten Perspektiven europäischer Außenpolitik, durch die EU-Ostländer zementiert, passen die Äußerungen der Außenminister-Kandidatin der Grünen und deren quasi ideologische Übererfüllung aller angesagten westlichen Kriegshetzen - wie der Arsch auf dem Eimer. (Gibt es hierzulande innerhalb der herrschenden Parteien eigentlich noch Abweichler von der allgemeinen "transatlantischen" Unterordnung? [Außer Ex-Kanzler-Schröder und ein paar RegionalpolitikerInen aus MVP, die an Nordstream2 hängen?] d) Bin mal neugierig, ob die EU bei der Flughafenverwaltung in Kabul (so lautet ja der entspr. afghanische Titel für deren Ersuchen an die EU) eigenständig was auf die Beine gestellt kriegen will .... https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/russland-laedt-die-taliban-zu-konferenz-ueber-zukunft-afghanistans-ein/ https://www.tagesschau.de/ausland/asien/taliban-eu-flughaefen-101.html Über die Weltmacht Nr. 1 einige ältere Anmerkungen, erschienen vor Trump und Biden, nämlich schon 1979

„(…) Kein Präsident der USA hat es sich nach 1900 nehmen lassen, seiner Außenpolitik ein eigenes Etikett zu geben: »Dollar Diplomacy‘, .Open-Door-Policy‘, .Good-Neighbour-Policy‘ oder ganz einfach .demokratische Außenpolitik‘ — und mit jeder dieser Abteilungen hat einer die Präsidentenwahl gewonnen und auch wieder verloren. Auch hier sind die Nuancen recht einfach; es sind Varianten über den Zynismus der Souveränität, sich auszusuchen, wie man ein Land zum Mittel des eigenen Reichtums macht, und dann eben dies Land —jetzt ein „guter Nachbar“ — im Namen der Demokratie, die die Amerikaner immer mit drei Buchstaben schreiben, zu missionieren. Amerikanisch einfach gestaltet sich denn auch die bis heute nicht abgeschlossene Debatte in den USA selbst zwischen Kolonialisten und Anti-Kolonialisten, zwischen Expansionisten und Isolationisten usw. usw. Daß Amerika stark sein und die restliche Welt sich an Amerikas Stärke messen lassen solle, war und ist consensus omnium Americanorum. Welche Mittel dabei einzusetzen seien (die Amis wissen, daß auch Moral eine Waffe ist), inwieweit man sich die Probleme der restlichen Welt aufdrängen lassen sollte, darüber ließ sich streiten, und manchmal kam auch schon ein Präsident zu Fall.
Der Ausgang des ersten dieser Dauerstreits — Kolonialisten und Antis einigten sich darauf, daß die USA ein .Informal Empire‘ zu schaffen haben — zeigt, was die Emanzipation der Yankees von den kolonialen Formen der Herrschaft bedeutet. Das Empire der USA ist von ganz anderem Kaliber, überall in der Welt schaffen und verteidigen sie Einflußsphären: wohin sie Dollars exportieren, führen sie auch Waffen aus. Die Monroe-Doktrin, damals noch durchaus ein anti-koloniales Dokument, liest sich jetzt anders. „Amerika den Amerikanern!“ ist jetzt die unüberhörbare Drohung an die Welt, die Souveränität der USA nicht zu verletzen.
Der Reichtum der USA ist seine Stärke nach außen, und die Stärke der USA ist überall in der Welt. Wann sie tangiert ist, liegt im Ermessen der USA. Mit dieser einfachen Botschaft haben die USA eine Errungenschaft des Mittelalters auf imperialistische Füße gestellt: die Ehre einer Nation gilt wieder etwas, aber jetzt erklärt nicht ein gekränkter Ritter die Fehde, sondern eine Nation, deren Feindschaft sich niemand leisten kann. Kein Anlaß ist zu banal, um nicht als Verletzung der Souveränität zu gelten — vorausgesetzt, es lohnt sich; und die Wiederherstellung der Ehre ist die rücksichtslose Gewalt. So hat schließlich auch der Krieg durch die USA eine neue Bedeutung gewonnen.

3. Zur Weltmacht sind die USA in zwei Kriegen geworden, die sie beide nicht angefangen, aber beide zum siegreichen Ende gebracht haben. Auch an den beiden Weltkriegen zeigt sich, daß die Amis sich ihren imperialistischen Weg aussuchen können. Welche Macht der Welt hätte sich sonst die Verrücktheit erlauben können, mitten in einem Krieg rein geschäftliche Interessen 2U verfolgen (wie die USA im Weltkrieg I). Die Amis haben nicht deshalb in den ersten Weltkrieg eingegriffen, weil die Monopole den Staat zur Rüstungsproduktion gezwungen hätten; auch nicht deshalb, weil der amerikanische Reichtum in Europa (Verschuldung der Entente) gefährdet gewesen wäre. Entgegen allen revisionistischen Vermutungen war es gerade umgekehrt; das Ausmaß des amerikanischen Reichtums erlaubte es den Amis, sich lange Zeit aus der Geschichte rauszuhalten, also sich die Freiheit der Entscheidung herauszunehmen. Der Angriff auf die Einflußsphäre und die Souveränität der USA, durch einen recht unbedeutenden Anlaß wie die Versenkung der Lusitania indiziert, gab den Grund für den Kriegseintritt ab und nicht nur das: jetzt hieß es „aufs Ganze gehen“. Derlei Kriege werden zu einem radikalen Ende gebracht. Es ist denn auch kein Widerspruch, wenn der amerikanische Präsident Wilson 1916 den Wahlkampf mit dem Motto „He kept us out of war“ gewann, 1917 den totalen Krieg erklärte („Force, force, without stint or limit“), um die Welt , »sicher für die Demokratie“ zu machen, und sich dann nach gewonnenem Krieg zu Hause die Kritik gefallen lassen mußte, sich mit Völkerbund und anderem zu sehr um die Ordnung der Welt zu bekümmern. Es gibt auch eine amerikanische Radikalität darin, der Welt nahezulegen, daß die amerikanische Verantwortung für sie nicht als Gefälligkeit anzusehen ist. Kein Wunder, daß nicht erst heute Undank der Welt Lohn für die USA ist. Als Idealismus mag nur der die Erklärung schelten, die USA seien um ihrer nationalen Ehre willen in beide Kriege eingetreten, der nicht begriffen hat, daß die Inkorporation des nationalen Reichtums in der Macht des Staates nach außen der Imperialismus ist — nirgends mehr als in den USA.
Am zweiten Weltkrieg läßt sich noch einmal zusammenfassend studieren, was den Unterschied ausmacht: ökonomisch so souverän zu sein, daß man es sich leisten kann, die Kriegswirtschaft als einen Teil der nationalen Industrie zu betreiben (gerade nicht alle nationalen Ressourcen dem einen und einzigen Zweck unterwerfen zu müssen \); politisch so souverän zu sein, daß man auch hier sich den Zeitpunkt des Eintritts selbst bestimmen kann (es war Pearl Harbor!); militärisch so souverän zu sein, daß man den Krieg nicht nur zu einem totalen Ende bringen, sondern auch die souveräne Willkür einer ganz neuen Sorte Sieger praktizieren kann: Dresden und Hiroshima; moralisch so souverän zu sein, den Krieg als Demokratisierung der Welt zu propagieren. Kurz: es sich leisten zu können, inmitten im Krieg die Verantwortung für die Welt nach dem Frieden zu übernehmen. (…)“

https://de.gegenstandpunkt.com/kapitel/imperialismus-2/weltmacht-nr-l#toc_2358770391

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Machtbasis der USA ist also a) sowohl die technologische Vormacht der USA, angesichts des riesigen Binnenmarktes der USA, gerade gegenüber China, (von dort bestritten), das ja andererseits als Zulieferer für und Abnehmer von amerikanischen Waren ganz anders heute in die Ökonomie der USA selbst eingemischt ist. (Wirtschaftssanktionen, Übergänge zu Wirtschaftskriegen, Boykott von Huawei etc.)

b) Der Dollar ist nach wie vor weltweite Grundlage aller Geschäfte weltweit, was nicht nur z.B. Iran und Cuba bemerken müssen, sondern auch diverse europäische Bankhäuser und Großkonzerne, weswegen z.B. von Seiten der europäischen Politik da aktuell fast gar nichts mehr Richtung Cuba und Iran kommt. (Diverse ‚Nachbarstaaten Russlands‘ sind übrigens auf den Dollar ebenfalls angewiesen, was diese nicht nur auf den IWF ihrer Schulden wegen verweist. Neben der Ukraine betrifft das eine ganze Latte weiterer Staaten.). https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/kasachstans-praesident-besucht-bruessel-um-beziehungen-mit-eu-zu-staerken/

c) Zu solchen beinharten Perspektiven europäischer Außenpolitik, durch die EU-Ostländer zementiert, passen die Äußerungen der Außenminister-Kandidatin der Grünen und deren quasi ideologische Übererfüllung aller angesagten westlichen Kriegshetzen – wie der Arsch auf dem Eimer. (Gibt es hierzulande innerhalb der herrschenden Parteien eigentlich noch Abweichler von der allgemeinen „transatlantischen“ Unterordnung? [Außer Ex-Kanzler-Schröder und ein paar RegionalpolitikerInen aus MVP, die an Nordstream2 hängen?]

d) Bin mal neugierig, ob die EU bei der Flughafenverwaltung in Kabul (so lautet ja der entspr. afghanische Titel für deren Ersuchen an die EU) eigenständig was auf die Beine gestellt kriegen will ….
https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/russland-laedt-die-taliban-zu-konferenz-ueber-zukunft-afghanistans-ein/
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/taliban-eu-flughaefen-101.html

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133467 Sat, 04 Dec 2021 10:47:14 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133467 "Krim, ricardo, Karl Marx, der Gegenstandpunkt oder sonstige Schiedsrichter der internationalen Lage? " Ach was, Schiedsrichter ist natürlich nur uns libelle, die eo ipso immer recht haben muss, weil ja die o.g. pöse Kommunisten sind und deshalb nie recht haben können. Aber Spaß beiseite, was eine zumindest militärische Niederlage ist, hat Krim ja definiert. Davon ausgehend: sind denn die USA militärisch entmachtet? Nein, ihre Armee ist, zumindest in Geld ausgedrückt, größer und stärker als zuvor und ähnliches gilt auch für ihre Ökonomie, während in Afghanistan die Hälfte der Bevölkerung am Hungertuch nagt, also auf überhaupt keine Macht verfügt, die den USA gefährlich werden könnte, außer den Mujaheddin, aber die mussten der Gewalt gegen die USA bzw. den Westen abschwören (Doha-Abkommen), sonst hätten die USA die Kosten eben weiter auf sich genommen und wären dort geblieben. Und das ist eben der springende Punkt. Den USA wurde Afghanistan zur finanziellen und militärischen Last. Etwa zum Zeitpunkt als die USA sich entschlossen, mit den Taliban Verhandlungen aufzunehmen, waren die Kosten für das US-Verteidigungsministerium auf 100 Milliarden $ p.a. also damals etwa 15% der Gesamtbudgets angestiegen - Tendenz zunehmend. Mit der Bindung ihrer Streitkräfte ausgedrückt in Geld war natürlich die wichtigste Machtressource der USA enorm geschwächt. Davon mussten die USA unbedingt wegkommen und haben deshalb ein Friedens(!)abkommen mit den Taliban zusammengebracht, welches sie von dieser Last befreit, den USA aber im internationalen Maßstab zumindest keine Nachteile aber den Vorteil verschafft, sowohl die islamistischen Feinde ruhig gestellt als auch ihre zentrale Machtressource um etwa 100 Milliarden Dollar (wieder) gestärkt zu haben. Das war die nüchterne Überlegung der USA und sonst gar nichts. Anders ausgedrückt, die Waffen, mit denen USANATOEU „auftrumpfen“ könnten, wie es der GSP sich zusammenfantasiert, existieren nicht einmal in Plänen. Hohle Phrase: "Auftrumpfen" kann natürlich auch die andere Seite. Du müsstest schon mal konkreter sagen, welche nicht existierenden Waffen-Pläne das sein sollen, womit gem. dem GSP die (immer noch unangefochtene) Überlegenheit der USA begründet werden soll. "während die Russen längst (und mehrfach) deutlich gemacht haben, dass innerhalb von paar Stunden sämtliche Kommandozentralen und strategischen Einrichtungen von USANATOEU pulverisiert werden, falls irgendwer auf „dumme Gedanken“ kommen sollte." Da würde ich mal bescheiden sagen, dass da die USA bzw. Nato mindestens genauso weit sind. Damit ist im besten Fall erklärt, dass sich die Machtkonstellation auf diesem Gebiet im Gleichgewicht befindet. Aber ansonsten ist auf dem Gebiet der internationalen Machtkonstellation nicht nur dir und uns libelle, sondern quasi jedem Depp, sogar Kommuniste und dem GSP, klar, dass es internationale Mächte gibt, die dem Westen bzw. den USA die bisherige imperialistische Dominanz streitig machen. Diese Erkenntnis ist ja nun wirklich keine großartige intellektuelle Leistung, worüber sich zu streiten lohnte. Worüber zu streiten wäre, ob sich mit der "Niederlage" bzw. schon davor in Afghanistan die militärische Macht der USA verbessert hat oder nicht. Und da habe ich nachgewiesen, dass diese seitdem zugenommen hat. „Krim, ricardo, Karl Marx, der Gegenstandpunkt oder sonstige Schiedsrichter der internationalen Lage? “

Ach was, Schiedsrichter ist natürlich nur uns libelle, die eo ipso immer recht haben muss, weil ja die o.g. pöse Kommunisten sind und deshalb nie recht haben können.

Aber Spaß beiseite, was eine zumindest militärische Niederlage ist, hat Krim ja definiert. Davon ausgehend: sind denn die USA militärisch entmachtet? Nein, ihre Armee ist, zumindest in Geld ausgedrückt, größer und stärker als zuvor und ähnliches gilt auch für ihre Ökonomie, während in Afghanistan die Hälfte der Bevölkerung am Hungertuch nagt, also auf überhaupt keine Macht verfügt, die den USA gefährlich werden könnte, außer den Mujaheddin, aber die mussten der Gewalt gegen die USA bzw. den Westen abschwören (Doha-Abkommen), sonst hätten die USA die Kosten eben weiter auf sich genommen und wären dort geblieben. Und das ist eben der springende Punkt. Den USA wurde Afghanistan zur finanziellen und militärischen Last. Etwa zum Zeitpunkt als die USA sich entschlossen, mit den Taliban Verhandlungen aufzunehmen, waren die Kosten für das US-Verteidigungsministerium auf 100 Milliarden $ p.a. also damals etwa 15% der Gesamtbudgets angestiegen – Tendenz zunehmend. Mit der Bindung ihrer Streitkräfte ausgedrückt in Geld war natürlich die wichtigste Machtressource der USA enorm geschwächt. Davon mussten die USA unbedingt wegkommen und haben deshalb ein Friedens(!)abkommen mit den Taliban zusammengebracht, welches sie von dieser Last befreit, den USA aber im internationalen Maßstab zumindest keine Nachteile aber den Vorteil verschafft, sowohl die islamistischen Feinde ruhig gestellt als auch ihre zentrale Machtressource um etwa 100 Milliarden Dollar (wieder) gestärkt zu haben. Das war die nüchterne Überlegung der USA und sonst gar nichts.

Anders ausgedrückt, die Waffen, mit denen USANATOEU „auftrumpfen“ könnten, wie es der GSP sich zusammenfantasiert, existieren nicht einmal in Plänen.

Hohle Phrase: „Auftrumpfen“ kann natürlich auch die andere Seite. Du müsstest schon mal konkreter sagen, welche nicht existierenden Waffen-Pläne das sein sollen, womit gem. dem GSP die (immer noch unangefochtene) Überlegenheit der USA begründet werden soll.

„während die Russen längst (und mehrfach) deutlich gemacht haben, dass innerhalb von paar Stunden sämtliche Kommandozentralen und strategischen Einrichtungen von USANATOEU pulverisiert werden, falls irgendwer auf „dumme Gedanken“ kommen sollte.“

Da würde ich mal bescheiden sagen, dass da die USA bzw. Nato mindestens genauso weit sind. Damit ist im besten Fall erklärt, dass sich die Machtkonstellation auf diesem Gebiet im Gleichgewicht befindet. Aber ansonsten ist auf dem Gebiet der internationalen Machtkonstellation nicht nur dir und uns libelle, sondern quasi jedem Depp, sogar Kommuniste und dem GSP, klar, dass es internationale Mächte gibt, die dem Westen bzw. den USA die bisherige imperialistische Dominanz streitig machen. Diese Erkenntnis ist ja nun wirklich keine großartige intellektuelle Leistung, worüber sich zu streiten lohnte. Worüber zu streiten wäre, ob sich mit der „Niederlage“ bzw. schon davor in Afghanistan die militärische Macht der USA verbessert hat oder nicht. Und da habe ich nachgewiesen, dass diese seitdem zugenommen hat.

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by: Samson http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133457 Sat, 04 Dec 2021 01:09:34 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133457 <blockquote>Lawrow bzw. Russland sieht sich vom Westen bedroht und umzingelt, was es auch ist. Lawrow nimmt die an Russland herangetragenen Feindschaftserklärungen des Westens zur Kenntnis und sagt dass er damit nicht einverstanden ist, sich also in diese Weltordnung nicht einzureihen gedenkt.</blockquote> Lawrow ist eben nicht nur Diplomat, sondern ein höflicher Mensch und formuliert es so, dass sich jeder seinen Reim drauf machen kann. Praktisch ist die Sache bissl anders aus. Gerassimov (der ranghöchste russische Militär) sagte letztens irgendwo, es könne passieren, dass das nächste britische Boot versenkt wird, wenn es sich im Schwarzen Meer zu weit vor wagt. Anders ausgedrückt, die Waffen, mit denen USANATOEU "auftrumpfen" könnten, wie es der GSP sich zusammenfantasiert, existieren nicht einmal in Plänen, während die Russen längst (und mehrfach) deutlich gemacht haben, dass innerhalb von paar Stunden sämtliche Kommandozentralen und strategischen Einrichtungen von USANATOEU pulverisiert werden, falls irgendwer auf "dumme Gedanken" kommen sollte. Das ist die veränderte Konstellation, das Pentagon und Langley <i>wissen das</i>, ob daraus im State Department die entsprechenden Schlüsse gezogen werden, ist halt die große Frage. Die USANATOEU kann Bomberflotten von Flugzeugträgern oder Miltärbasen starten, aber <i>funktionierende</i> Luftverteidigung damit nicht überwinden. Das beste Beispiel in letzter Zeit war Venezuela, als der Westen Guaidó als Präsident inszenieren wollte, dazu einen Flottenverband vor der Küste bringen wollte und das venezolanische Militär seinerseits russische Luftabwehrsysteme in Stellung brachte. Die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zHVyjv28pU8">Distanzierung der EU</a> war dann das Eingeständnis einer offenbar nur schwer "verdaulichen" Niederlage. Aber selbst die stets "politisch korrekte" Wikipedia bezeichnet den nur noch als "prominenten Oppositionellen". Die "strategische Neuausrichtung" ändert nix daran, dass China die Sache mit Taiwan als innere Angelegenheit betrachtet und USANATOEU mehrfach verdeutlicht hat, sich da gefälligst rauszuhalten. Und eine ganz andere Frage ist, welche Konsequenzen sich daraus bspw für die EU ergeben, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass das Hegemoniespiel vorbei und nicht nur die Schlossallee verloren ist. Mittelfristig könnten da durchaus die <a href="https://thecradle.co/Article/columns/4179">Vasallen abtrünnig werden</a> und dem Ex-Hegemon die Gefolgschaft aufkündigen. <blockquote>Saddam Hussein war aber kein „Einzelner“ sondern befehligte eine der am stärksten eingeschätzten Armeen der Region.</blockquote> Seltsamerweise leistete diese Armee nahezu keinerlei Widerstand, was schon damals sehr darauf hindeutete, dass die <i>miltärischen Anführer</i> ihrem Befehlshaber nicht mehr gehorchten. Der Aufmarsch der "Koalition der Willigen" dauerte seinerzeit ungefähr dreimal so lange wie die "Operation Desert Storm" selbst. Unter <i>militärischen</i> Aspekten stellt sich ohnehin die Frage, welchen Krieg die angeblich "mächtigste Armee der Welt" jemals gegen einen <i>ernsthaften</i> Gegner gewonnen hat, und zwar ohne dessen Zivilbevölkerung zu terrorisieren.

Lawrow bzw. Russland sieht sich vom Westen bedroht und umzingelt, was es auch ist. Lawrow nimmt die an Russland herangetragenen Feindschaftserklärungen des Westens zur Kenntnis und sagt dass er damit nicht einverstanden ist, sich also in diese Weltordnung nicht einzureihen gedenkt.

Lawrow ist eben nicht nur Diplomat, sondern ein höflicher Mensch und formuliert es so, dass sich jeder seinen Reim drauf machen kann. Praktisch ist die Sache bissl anders aus. Gerassimov (der ranghöchste russische Militär) sagte letztens irgendwo, es könne passieren, dass das nächste britische Boot versenkt wird, wenn es sich im Schwarzen Meer zu weit vor wagt.

Anders ausgedrückt, die Waffen, mit denen USANATOEU „auftrumpfen“ könnten, wie es der GSP sich zusammenfantasiert, existieren nicht einmal in Plänen, während die Russen längst (und mehrfach) deutlich gemacht haben, dass innerhalb von paar Stunden sämtliche Kommandozentralen und strategischen Einrichtungen von USANATOEU pulverisiert werden, falls irgendwer auf „dumme Gedanken“ kommen sollte. Das ist die veränderte Konstellation, das Pentagon und Langley wissen das, ob daraus im State Department die entsprechenden Schlüsse gezogen werden, ist halt die große Frage.

Die USANATOEU kann Bomberflotten von Flugzeugträgern oder Miltärbasen starten, aber funktionierende Luftverteidigung damit nicht überwinden. Das beste Beispiel in letzter Zeit war Venezuela, als der Westen Guaidó als Präsident inszenieren wollte, dazu einen Flottenverband vor der Küste bringen wollte und das venezolanische Militär seinerseits russische Luftabwehrsysteme in Stellung brachte. Die Distanzierung der EU war dann das Eingeständnis einer offenbar nur schwer „verdaulichen“ Niederlage. Aber selbst die stets „politisch korrekte“ Wikipedia bezeichnet den nur noch als „prominenten Oppositionellen“.

Die „strategische Neuausrichtung“ ändert nix daran, dass China die Sache mit Taiwan als innere Angelegenheit betrachtet und USANATOEU mehrfach verdeutlicht hat, sich da gefälligst rauszuhalten.

Und eine ganz andere Frage ist, welche Konsequenzen sich daraus bspw für die EU ergeben, wenn sich die Erkenntnis durchsetzt, dass das Hegemoniespiel vorbei und nicht nur die Schlossallee verloren ist. Mittelfristig könnten da durchaus die Vasallen abtrünnig werden und dem Ex-Hegemon die Gefolgschaft aufkündigen.

Saddam Hussein war aber kein „Einzelner“ sondern befehligte eine der am stärksten eingeschätzten Armeen der Region.

Seltsamerweise leistete diese Armee nahezu keinerlei Widerstand, was schon damals sehr darauf hindeutete, dass die miltärischen Anführer ihrem Befehlshaber nicht mehr gehorchten. Der Aufmarsch der „Koalition der Willigen“ dauerte seinerzeit ungefähr dreimal so lange wie die „Operation Desert Storm“ selbst.

Unter militärischen Aspekten stellt sich ohnehin die Frage, welchen Krieg die angeblich „mächtigste Armee der Welt“ jemals gegen einen ernsthaften Gegner gewonnen hat, und zwar ohne dessen Zivilbevölkerung zu terrorisieren.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133454 Fri, 03 Dec 2021 17:30:54 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133454 <blockquote>"Das sehen die USA aber nicht als Ideal, sondern haben das als Zweck."</blockquote> Das ist doch absurd. Wer sich so ein Ideal als Zweck setzt, der k a n n nur verlieren. Kaum ausgesprochen schon verloren. Unangefochten war selbst die USA nie - schon wieder verloren. Jetzt kann man an jeder Ecke und jedem Ende festhalten, dass die USA ständig verlieren und ständig auf dem Rückzug sind, ständig auf die Schnauze kriegen. Aber merkwürdigerweise bestimmt die USA trotz all dieser Niederlagen immer noch die Weltordnung. Seltsam. Oder man kann die Sache nicht parteilich, nicht nationalistisch betrachten. Also wenn man hier dem Urteil von Nationalisten folgt, dann macht man in der Tat einen Fehler, wie eigentlich immer, wenn man das tut. Und da würde ich mir, ricardo, Karl Marx und dem Gegenstandpunkt wirklich eine objektivere Beurteilung zutrauen. <blockquote>"Aber, dass das Auftauchen solcher Gegner zwingend das Gleiche ist, wie der Rückzug eigener Ansprüche,"</blockquote> Es ist doch gar kein Rückzug eigener Ansprüche, sondern nur die Anpassung des Anspruchs auf den neuen Gegner. Also um den amerikanischen Anspruch auf Weltherrschaft, bzw. Bestimmung der Weltordnung aufrechtzuerhalten, ist eben in Bezug auf das Engagement in Afghanistan ein Rückzug notwendig. Also nicht weil sich der prinzipielle Anspruch geändert hat, sondern weil er gleich geblieben ist, muss die Lage neu beurteilt werden und führt in Afghanistan zum Rückzug. <blockquote>"Siege bedeuten gemeinhin, daß der Gegner seine kriegerischen Aktivitäten einstellt."</blockquote> Nein, das ist Frieden. Sieg bedeutet, dass man mit militärischer Gewalt, die militärischen Mittel des Gegners außer Gefecht setzen konnte, diese bezwingen konnte. Was offenbar nicht gelungen ist, ist den gegnerischen Willen zu brechen. Insofern war Afghanistan in einem fortgesetzten Kriegszustand, indem zwar die USA die Oberhand hatte aber den gegnerischen Willen nicht brechen konnte. Und als die USA sich gegen diesen Krieg entschieden hat, konnten die Taliban eben das Land übernehmen. Die Taliban hat nämlich auch nicht gesiegt, also die USA zur Aufgabe gezwungen. <blockquote>"Die Truppen, die die USA (und ihre NATO-Verbündeten) in Afghanistan abgezogen haben, sind noch gar nicht in den „wichtigeren“ Krieg in der Ukraine gegen Rußland oder nach Taiwan umverlegt worden"</blockquote> Mein Argument lautete auch nicht, dass die USA die Truppen anderswo braucht. Ich sagte die Mittel werden in Afghanistan an der "falschen" Stelle verzehrt. <blockquote>"Saddam Hussein war aber kein „Einzelner“"</blockquote> Ich meinte den "Krieg gegen den Terror". Aber du hast recht, Saddam Hussein war der Staatschef des Irak. Und der Irak war deshalb ein Schurkenstaat, weil er sich der amerikanischen Weltordnung widersetzte, indem er in Kuweit einmarschierte. Also irgendwie hat der Irak den Kampf schon angefangen, bloß halt nicht gegen die USA, sondern ihren Schützling.

„Das sehen die USA aber nicht als Ideal, sondern haben das als Zweck.“

Das ist doch absurd. Wer sich so ein Ideal als Zweck setzt, der k a n n nur verlieren. Kaum ausgesprochen schon verloren. Unangefochten war selbst die USA nie – schon wieder verloren. Jetzt kann man an jeder Ecke und jedem Ende festhalten, dass die USA ständig verlieren und ständig auf dem Rückzug sind, ständig auf die Schnauze kriegen. Aber merkwürdigerweise bestimmt die USA trotz all dieser Niederlagen immer noch die Weltordnung. Seltsam. Oder man kann die Sache nicht parteilich, nicht nationalistisch betrachten. Also wenn man hier dem Urteil von Nationalisten folgt, dann macht man in der Tat einen Fehler, wie eigentlich immer, wenn man das tut. Und da würde ich mir, ricardo, Karl Marx und dem Gegenstandpunkt wirklich eine objektivere Beurteilung zutrauen.

„Aber, dass das Auftauchen solcher Gegner zwingend das Gleiche ist, wie der Rückzug eigener Ansprüche,“

Es ist doch gar kein Rückzug eigener Ansprüche, sondern nur die Anpassung des Anspruchs auf den neuen Gegner. Also um den amerikanischen Anspruch auf Weltherrschaft, bzw. Bestimmung der Weltordnung aufrechtzuerhalten, ist eben in Bezug auf das Engagement in Afghanistan ein Rückzug notwendig. Also nicht weil sich der prinzipielle Anspruch geändert hat, sondern weil er gleich geblieben ist, muss die Lage neu beurteilt werden und führt in Afghanistan zum Rückzug.

„Siege bedeuten gemeinhin, daß der Gegner seine kriegerischen Aktivitäten einstellt.“

Nein, das ist Frieden. Sieg bedeutet, dass man mit militärischer Gewalt, die militärischen Mittel des Gegners außer Gefecht setzen konnte, diese bezwingen konnte. Was offenbar nicht gelungen ist, ist den gegnerischen Willen zu brechen. Insofern war Afghanistan in einem fortgesetzten Kriegszustand, indem zwar die USA die Oberhand hatte aber den gegnerischen Willen nicht brechen konnte. Und als die USA sich gegen diesen Krieg entschieden hat, konnten die Taliban eben das Land übernehmen. Die Taliban hat nämlich auch nicht gesiegt, also die USA zur Aufgabe gezwungen.

„Die Truppen, die die USA (und ihre NATO-Verbündeten) in Afghanistan abgezogen haben, sind noch gar nicht in den „wichtigeren“ Krieg in der Ukraine gegen Rußland oder nach Taiwan umverlegt worden“

Mein Argument lautete auch nicht, dass die USA die Truppen anderswo braucht. Ich sagte die Mittel werden in Afghanistan an der „falschen“ Stelle verzehrt.

„Saddam Hussein war aber kein „Einzelner““

Ich meinte den „Krieg gegen den Terror“. Aber du hast recht, Saddam Hussein war der Staatschef des Irak. Und der Irak war deshalb ein Schurkenstaat, weil er sich der amerikanischen Weltordnung widersetzte, indem er in Kuweit einmarschierte. Also irgendwie hat der Irak den Kampf schon angefangen, bloß halt nicht gegen die USA, sondern ihren Schützling.

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by: Neoprene http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133453 Fri, 03 Dec 2021 15:54:42 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133453 <blockquote>"„Gesiegt“ im Sinne von militärisch die Oberhand gewonnen, haben sie ja, bloß befriedet wurde Afghanistan deshalb nicht."</blockquote> Siege bedeuten gemeinhin, daß der Gegner seine kriegerischen Aktivitäten einstellt. Das ist aber auch nach Erringung der in der Tat erreichten Vorherrschaft der USA, vor allem durch deren 100%ige Lufthoheit, gerade nicht erreicht worden. Weder haben die Taliban klein beigegeben noch haben die USA eine lokale Armee hingekriegt, die den Krieg gegen die Taliban hätte alleine selber weiter führen können. <blockquote>"Was ihre ständige Präsenz erforderlich machte und die wollten sie sich angesichts wichtigerer Ziele und gewichtigerer Feinde nicht mehr leisten."</blockquote> Die Truppen, die die USA (und ihre NATO-Verbündeten) in Afghanistan abgezogen haben, sind noch gar nicht in den "wichtigeren" Krieg in der Ukraine gegen Rußland oder nach Taiwan umverlegt worden für einen Krieg gegen die VR China. Gerade im Krieg gegen China wären sicherlich auch ganz andere Kaliber nötig als gegen die Taliban. Ein Meer gab es da z.B. nicht. <blockquote>"In der Situation nach dem kalten Krieg, wo es keinen ernst zu nehmenden Herausforderer mehr gab, wurde einzelne oder einzelne Gruppen, nicht Staaten zu Störenfrieden des amerikanischen Weltfriedens gemacht."</blockquote> Saddam Hussein war aber kein "Einzelner" sondern befehligte eine der am stärksten eingeschätzten Armeen der Region. Den Kampf hat übrigens nicht der Irak angefangen, sondern die USA wollten sich seine Politik nicht mehr bieten lassen.

„„Gesiegt“ im Sinne von militärisch die Oberhand gewonnen, haben sie ja, bloß befriedet wurde Afghanistan deshalb nicht.“

Siege bedeuten gemeinhin, daß der Gegner seine kriegerischen Aktivitäten einstellt. Das ist aber auch nach Erringung der in der Tat erreichten Vorherrschaft der USA, vor allem durch deren 100%ige Lufthoheit, gerade nicht erreicht worden. Weder haben die Taliban klein beigegeben noch haben die USA eine lokale Armee hingekriegt, die den Krieg gegen die Taliban hätte alleine selber weiter führen können.

„Was ihre ständige Präsenz erforderlich machte und die wollten sie sich angesichts wichtigerer Ziele und gewichtigerer Feinde nicht mehr leisten.“

Die Truppen, die die USA (und ihre NATO-Verbündeten) in Afghanistan abgezogen haben, sind noch gar nicht in den „wichtigeren“ Krieg in der Ukraine gegen Rußland oder nach Taiwan umverlegt worden für einen Krieg gegen die VR China. Gerade im Krieg gegen China wären sicherlich auch ganz andere Kaliber nötig als gegen die Taliban. Ein Meer gab es da z.B. nicht.

„In der Situation nach dem kalten Krieg, wo es keinen ernst zu nehmenden Herausforderer mehr gab, wurde einzelne oder einzelne Gruppen, nicht Staaten zu Störenfrieden des amerikanischen Weltfriedens gemacht.“

Saddam Hussein war aber kein „Einzelner“ sondern befehligte eine der am stärksten eingeschätzten Armeen der Region. Den Kampf hat übrigens nicht der Irak angefangen, sondern die USA wollten sich seine Politik nicht mehr bieten lassen.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133451 Fri, 03 Dec 2021 14:25:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133451 <blockquote> Überall unangefochtene Supermacht zu sein, ist ja sowieso nur ein Ideal. Man erkennt das daran, das sobald gefochten wird die Supermacht natürlich nicht mehr unangefochten ist. Also wäre von diesem Standpunkt aus per se jeder Krieg, den die USA führt eine Relativierung dieses Ideals, folglich eine Niederlage. </blockquote> Das sehen die USA aber nicht als Ideal, sondern haben das als <b>Zweck</b>. Und von einem erreichten Zustand bzw. einem Zustand, denn man einmal erreicht zu haben glaubte ist der nicht klein zu bekommende Widerstand, der einen veranlasst sich zurückzuziehen eine Niederlage. "Militärische Oberhand" ist auch ein äußerlicher Maßstab. All ihre Gerätschaften haben nicht dazu geführt ihre Ziele in und mit Afghanistan zu erreichen. Und sowas (ich wiederhole mich) ist eine Niederlage. Und wer sollte die sonst konstatieren, außer Nationalisten d.h. diejenigen, die den Zweck haben sich dort durchzusetzen?! Krim, ricardo, Karl Marx, der Gegenstandpunkt oder sonstige Schiedsrichter der internationalen Lage? <blockquote> Die Lage hat sich nicht geändert, weil die USA Niederlagen verkraften muss. Sie hat sich geändert, weil die Gegner andere geworden sind. </blockquote> Das sind wieder krimsche Halluzinationen. Niemand hat behauptet, dass es die Niederlagen sind, die zu einer Neuausrichtung führen. Aber, dass das Auftauchen solcher Gegner <b>zwingend</b> das Gleiche ist, wie der Rückzug eigener Ansprüche, wenn die darin bestehen die Welt zu kontrollieren, das ist behauptet worden (in dem Sinn eben, dass sie nicht mehr unumschränkte Geltung beanspruchen können). Darin <b>ist</b> der Westen auf dem Rückzug! Und dass sie ein paar Niederlagen zu verkraften hatten auch (Syrien, Irak, Afghanistan etc..)

Überall unangefochtene Supermacht zu sein, ist ja sowieso nur ein Ideal. Man erkennt das daran, das sobald gefochten wird die Supermacht natürlich nicht mehr unangefochten ist. Also wäre von diesem Standpunkt aus per se jeder Krieg, den die USA führt eine Relativierung dieses Ideals, folglich eine Niederlage.

Das sehen die USA aber nicht als Ideal, sondern haben das als Zweck. Und von einem erreichten Zustand bzw. einem Zustand, denn man einmal erreicht zu haben glaubte ist der nicht klein zu bekommende Widerstand, der einen veranlasst sich zurückzuziehen eine Niederlage. „Militärische Oberhand“ ist auch ein äußerlicher Maßstab. All ihre Gerätschaften haben nicht dazu geführt ihre Ziele in und mit Afghanistan zu erreichen. Und sowas (ich wiederhole mich) ist eine Niederlage. Und wer sollte die sonst konstatieren, außer Nationalisten d.h. diejenigen, die den Zweck haben sich dort durchzusetzen?! Krim, ricardo, Karl Marx, der Gegenstandpunkt oder sonstige Schiedsrichter der internationalen Lage?

Die Lage hat sich nicht geändert, weil die USA Niederlagen verkraften muss. Sie hat sich geändert, weil die Gegner andere geworden sind.

Das sind wieder krimsche Halluzinationen. Niemand hat behauptet, dass es die Niederlagen sind, die zu einer Neuausrichtung führen. Aber, dass das Auftauchen solcher Gegner zwingend das Gleiche ist, wie der Rückzug eigener Ansprüche, wenn die darin bestehen die Welt zu kontrollieren, das ist behauptet worden (in dem Sinn eben, dass sie nicht mehr unumschränkte Geltung beanspruchen können). Darin ist der Westen auf dem Rückzug! Und dass sie ein paar Niederlagen zu verkraften hatten auch (Syrien, Irak, Afghanistan etc..)

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133450 Fri, 03 Dec 2021 13:58:33 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133450 "Ein Sieg wäre auch eine „Bereinigung“ gewesen." "Gesiegt" im Sinne von militärisch die Oberhand gewonnen, haben sie ja, bloß befriedet wurde Afghanistan deshalb nicht. Was ihre ständige Präsenz erforderlich machte und die wollten sie sich angesichts wichtigerer Ziele und gewichtigerer Feinde nicht mehr leisten. "d.h. ihre Kräfte haben in diesem Fall nicht ausgereicht global die an jedem Schauplatz unangefochtene Supermacht zu sein." Überall unangefochtene Supermacht zu sein, ist ja sowieso nur ein Ideal. Man erkennt das daran, das sobald gefochten wird die Supermacht natürlich nicht mehr unangefochten ist. Also wäre von diesem Standpunkt aus per se jeder Krieg, den die USA führt eine Relativierung dieses Ideals, folglich eine Niederlage. So prinzipiell wird das selbst die USA nicht sehen wollen. Man kann natürlich immer ein dermaßen anspruchsvolles Ziel definieren, dass man die USA ständig daran scheitern lassen kann und ihr dadurch eine Niederlage bescheinigen. Ansprüche sind aber immer auch ein Resultat der Weltlage. In der Situation nach dem kalten Krieg, wo es keinen ernst zu nehmenden Herausforderer mehr gab, wurde einzelne oder einzelne Gruppen, nicht Staaten zu Störenfrieden des amerikanischen Weltfriedens gemacht. Mit dem Auftauchen ernst zu nehmender imperialistischer Konkurrenten mit Russland und China, hat sich auch die Lage geändert. Die Supermacht merkt, dass gegen solche Brocken die Mittel nicht aus der Tasche geschüttelt werden können und deswegen ist eine Neubewertung des bisherigen kriegerischen Engagements angesagt. Die Lage hat sich nicht geändert, weil die USA Niederlagen verkraften muss. Sie hat sich geändert, weil die Gegner andere geworden sind. "Außer ricardo und ein paar Linken ist das ziemlich einhellig als Niederlage aufgefasst worden." Na klar von Nationalisten halt. Das kann doch aber nicht ernsthaft verwundern. Natürlich ist das ein Schlag für nationale Gemüt, wenn nicht Ruhm und Ehre, sondern schmählicher Rückzug angesagt ist. Da beginnt so mancher Soldat an seiner Berufung zu zweifeln. „Ein Sieg wäre auch eine „Bereinigung“ gewesen.“ „Gesiegt“ im Sinne von militärisch die Oberhand gewonnen, haben sie ja, bloß befriedet wurde Afghanistan deshalb nicht. Was ihre ständige Präsenz erforderlich machte und die wollten sie sich angesichts wichtigerer Ziele und gewichtigerer Feinde nicht mehr leisten.

„d.h. ihre Kräfte haben in diesem Fall nicht ausgereicht global die an jedem Schauplatz unangefochtene Supermacht zu sein.“ Überall unangefochtene Supermacht zu sein, ist ja sowieso nur ein Ideal. Man erkennt das daran, das sobald gefochten wird die Supermacht natürlich nicht mehr unangefochten ist. Also wäre von diesem Standpunkt aus per se jeder Krieg, den die USA führt eine Relativierung dieses Ideals, folglich eine Niederlage. So prinzipiell wird das selbst die USA nicht sehen wollen. Man kann natürlich immer ein dermaßen anspruchsvolles Ziel definieren, dass man die USA ständig daran scheitern lassen kann und ihr dadurch eine Niederlage bescheinigen.

Ansprüche sind aber immer auch ein Resultat der Weltlage. In der Situation nach dem kalten Krieg, wo es keinen ernst zu nehmenden Herausforderer mehr gab, wurde einzelne oder einzelne Gruppen, nicht Staaten zu Störenfrieden des amerikanischen Weltfriedens gemacht. Mit dem Auftauchen ernst zu nehmender imperialistischer Konkurrenten mit Russland und China, hat sich auch die Lage geändert. Die Supermacht merkt, dass gegen solche Brocken die Mittel nicht aus der Tasche geschüttelt werden können und deswegen ist eine Neubewertung des bisherigen kriegerischen Engagements angesagt. Die Lage hat sich nicht geändert, weil die USA Niederlagen verkraften muss. Sie hat sich geändert, weil die Gegner andere geworden sind.

„Außer ricardo und ein paar Linken ist das ziemlich einhellig als Niederlage aufgefasst worden.“ Na klar von Nationalisten halt. Das kann doch aber nicht ernsthaft verwundern. Natürlich ist das ein Schlag für nationale Gemüt, wenn nicht Ruhm und Ehre, sondern schmählicher Rückzug angesagt ist. Da beginnt so mancher Soldat an seiner Berufung zu zweifeln.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133449 Fri, 03 Dec 2021 13:03:36 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133449 Niederlagen stellt man nicht fest, indem man sich in die Pose eines Schiedsrichters wirft, wie du, sondern indem man das Erreichte an den Zwecken der <b>Beiteiligten</b> misst. Und da ist Afghanistan eine klare Niederlage für die USA. Sie sind mit Ansprüchen angetreten und genau damit auch gescheitert. Übrigens auch mit dem Anspruch, den sie versucht haben mit dem Irak Krieg durchzukämpfen. Sie haben keine Welt gefügiger, konzessionierter Souveräne schaffen können. Und so bescheiden wie im Vietnamkrieg, dass Afghanistan nur kein Staatswesen werden sollte, das zum Gegner tendiert, sind sie ja bekanntlich nicht angetreten. edit: Vielleicht würde dir ja helfen die öffentliche Reaktion zu Kenntnis zu nehmen. Außer ricardo und ein paar Linken ist das ziemlich einhellig als Niederlage aufgefasst worden. Sollten die USA da etwa einen Sieg errungen haben, von dem sie nichts wissen wollen?! Natürlich gehört zur Niederlage dann auch der Gedanke, dass es das noch nicht gewesen ist (das war schon im Deutschen Reich so). Vorerst war es das aber schon! <blockquote> Der Westen bzw. die USA befinden sich nicht auf dem Rückzug, aber ihre politische und militärische Dominanz ist insbesondere durch die (wachsende) Stärke der im RCEP-Abkommen zusammengeschlossenen Staaten bedroht, und wer sich bedroht fühlt, wehrt sich mit allen Mitteln – das ist das Gefährliche an der ganzen Sache. </blockquote> In welchem Zustand wähnt denn jemand seinen Zweck unbeschränkter Geltung seiner Macht, wenn ihm Schranken aufgezeigt werden? Wie würdest du denn den "Ausflug" der NATo Streitkräfte aus Afghanistan nennen. Sie selbst meinen, das wäre ein Rückzug. Obiges meint nicht, dass der Westen die Initiative verloren hat, aber es hat ein paar Gefechte gegeben, in denen er Niederlagen erlitten hat. Niederlagen stellt man nicht fest, indem man sich in die Pose eines Schiedsrichters wirft, wie du, sondern indem man das Erreichte an den Zwecken der Beiteiligten misst. Und da ist Afghanistan eine klare Niederlage für die USA. Sie sind mit Ansprüchen angetreten und genau damit auch gescheitert. Übrigens auch mit dem Anspruch, den sie versucht haben mit dem Irak Krieg durchzukämpfen. Sie haben keine Welt gefügiger, konzessionierter Souveräne schaffen können.

Und so bescheiden wie im Vietnamkrieg, dass Afghanistan nur kein Staatswesen werden sollte, das zum Gegner tendiert, sind sie ja bekanntlich nicht angetreten.

edit: Vielleicht würde dir ja helfen die öffentliche Reaktion zu Kenntnis zu nehmen. Außer ricardo und ein paar Linken ist das ziemlich einhellig als Niederlage aufgefasst worden. Sollten die USA da etwa einen Sieg errungen haben, von dem sie nichts wissen wollen?!
Natürlich gehört zur Niederlage dann auch der Gedanke, dass es das noch nicht gewesen ist (das war schon im Deutschen Reich so). Vorerst war es das aber schon!

Der Westen bzw. die USA befinden sich nicht auf dem Rückzug, aber ihre politische und militärische Dominanz ist insbesondere durch die (wachsende) Stärke der im RCEP-Abkommen zusammengeschlossenen Staaten bedroht, und wer sich bedroht fühlt, wehrt sich mit allen Mitteln – das ist das Gefährliche an der ganzen Sache.

In welchem Zustand wähnt denn jemand seinen Zweck unbeschränkter Geltung seiner Macht, wenn ihm Schranken aufgezeigt werden? Wie würdest du denn den „Ausflug“ der NATo Streitkräfte aus Afghanistan nennen. Sie selbst meinen, das wäre ein Rückzug.

Obiges meint nicht, dass der Westen die Initiative verloren hat, aber es hat ein paar Gefechte gegeben, in denen er Niederlagen erlitten hat.

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133448 Fri, 03 Dec 2021 12:32:24 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133448 Den Hauptzweck haben die USA und die Nato auf jeden Fall in Afghanistan erreicht, die Verhinderung, dass in einem souveränen Staat ausgemachte Feinde der USA Unterschlupf finden und sich dort ausbreiten können. Den Zweck, dort eine gefügige, an westlichen Maßstäben orientierte, Demokratie aufzubauen, haben sie allerdings verfehlt. Unter beiden Prämissen ist dort m.E. noch gar nichts bereinigt, sondern alles offen, sobald sich wieder eine Lage herausbilden sollte, welche die USA in militärstrategischer Hinsicht schwächen könnte. Und allgemein: Der Westen bzw. die USA befinden sich nicht auf dem Rückzug, aber ihre politische und militärische Dominanz ist insbesondere durch die (wachsende) Stärke der im RCEP-Abkommen zusammengeschlossenen Staaten bedroht, und wer sich bedroht fühlt, wehrt sich mit allen Mitteln - das ist das Gefährliche an der ganzen Sache. Den Hauptzweck haben die USA und die Nato auf jeden Fall in Afghanistan erreicht, die Verhinderung, dass in einem souveränen Staat ausgemachte Feinde der USA Unterschlupf finden und sich dort ausbreiten können. Den Zweck, dort eine gefügige, an westlichen Maßstäben orientierte, Demokratie aufzubauen, haben sie allerdings verfehlt. Unter beiden Prämissen ist dort m.E. noch gar nichts bereinigt, sondern alles offen, sobald sich wieder eine Lage herausbilden sollte, welche die USA in militärstrategischer Hinsicht schwächen könnte. Und allgemein: Der Westen bzw. die USA befinden sich nicht auf dem Rückzug, aber ihre politische und militärische Dominanz ist insbesondere durch die (wachsende) Stärke der im RCEP-Abkommen zusammengeschlossenen Staaten bedroht, und wer sich bedroht fühlt, wehrt sich mit allen Mitteln – das ist das Gefährliche an der ganzen Sache.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133446 Fri, 03 Dec 2021 10:38:44 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133446 <blockquote> ..und dafür ist Afghanistan ein Nebenkriegsschauplatz der zu bereinigen ist. </blockquote> Ein Sieg wäre auch eine "Bereinigung" gewesen. Das war aber den USA den Aufwand nicht wert d.h. ihre Kräfte haben in diesem Fall nicht ausgereicht global die an jedem Schauplatz unangefochtene Supermacht zu sein. Und dieser Zweck hat in Afghanistan eine Niederlage erlitten, was man an der Art der Bereinigung dieses Nebenkriegsschauplatzes sieht. edit: Insofern hat Samson schon recht: <b>Der</b> Zweck der USA befindet sich mit dem Aufkommen von Konkurrenten auf dem Rückzug. Und das hat zur Neuausrichtung ihrer Macht geführt. Sie versuchen eine missliche Lage, die durch das imperialistische Erwachen von Russland und China entstanden ist zu meistern. (durch Eskalation vor China, Aufmarsch der NATO vor den russischen Grenzen, verstärkte Rüstungsanstrengungen und Kündigung von Rüstungskontrollabkommen) edit: Und diese missliche Lage macht sich auch am Dollar bemerkbar, an den Anstrengungen anderer Staaten eigene Zahlungssysteme zu entwickeln etc.. Ihre Fähigkeit Dollar zu exportieren steht damit in Frage. editII: Und der Demokratiegipfel, der fordert die Staatenwelt auf sich hinter den USA in diesem Gegensatz einzureihen.

..und dafür ist Afghanistan ein Nebenkriegsschauplatz der zu bereinigen ist.

Ein Sieg wäre auch eine „Bereinigung“ gewesen. Das war aber den USA den Aufwand nicht wert d.h. ihre Kräfte haben in diesem Fall nicht ausgereicht global die an jedem Schauplatz unangefochtene Supermacht zu sein. Und dieser Zweck hat in Afghanistan eine Niederlage erlitten, was man an der Art der Bereinigung dieses Nebenkriegsschauplatzes sieht.

edit: Insofern hat Samson schon recht: Der Zweck der USA befindet sich mit dem Aufkommen von Konkurrenten auf dem Rückzug. Und das hat zur Neuausrichtung ihrer Macht geführt. Sie versuchen eine missliche Lage, die durch das imperialistische Erwachen von Russland und China entstanden ist zu meistern. (durch Eskalation vor China, Aufmarsch der NATO vor den russischen Grenzen, verstärkte Rüstungsanstrengungen und Kündigung von Rüstungskontrollabkommen)

edit: Und diese missliche Lage macht sich auch am Dollar bemerkbar, an den Anstrengungen anderer Staaten eigene Zahlungssysteme zu entwickeln etc.. Ihre Fähigkeit Dollar zu exportieren steht damit in Frage.

editII: Und der Demokratiegipfel, der fordert die Staatenwelt auf sich hinter den USA in diesem Gegensatz einzureihen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133445 Fri, 03 Dec 2021 09:11:54 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133445 Damit, dass sich der Westen weltweit auf dem Rückzug befindet, wäre ich vorsichtig. Es findet gerade nur eine strategische Neuausrichtung Richtung China und Russland statt und dafür ist Afghanistan ein Nebenkriegsschauplatz der zu bereinigen ist. Und auch Lawrows Absage an den Westen, wäre fehlgedeutet, wenn man daraus schließen würde, dass der Westen an weltpolitischer Bedeutung verloren hat. Lawrow bzw. Russland sieht sich vom Westen bedroht und umzingelt, was es auch ist. Lawrow nimmt die an Russland herangetragenen Feindschaftserklärungen des Westens zur Kenntnis und sagt dass er damit nicht einverstanden ist, sich also in diese Weltordnung nicht einzureihen gedenkt. Was bleibt ihm auch anders übrig als die Differenzen zum Westen zu konstatieren. Damit, dass sich der Westen weltweit auf dem Rückzug befindet, wäre ich vorsichtig. Es findet gerade nur eine strategische Neuausrichtung Richtung China und Russland statt und dafür ist Afghanistan ein Nebenkriegsschauplatz der zu bereinigen ist. Und auch Lawrows Absage an den Westen, wäre fehlgedeutet, wenn man daraus schließen würde, dass der Westen an weltpolitischer Bedeutung verloren hat. Lawrow bzw. Russland sieht sich vom Westen bedroht und umzingelt, was es auch ist. Lawrow nimmt die an Russland herangetragenen Feindschaftserklärungen des Westens zur Kenntnis und sagt dass er damit nicht einverstanden ist, sich also in diese Weltordnung nicht einzureihen gedenkt. Was bleibt ihm auch anders übrig als die Differenzen zum Westen zu konstatieren.

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by: Samson http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133439 Fri, 03 Dec 2021 00:08:31 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133439 Wer immer dieses Jour fixe 2020 verfasst hat, lebte offenbar damals bereits in einem Elfenbeiturm fernab jeder Realität, anders sind jedenfalls Behauptungen wie "<i> Da haben Trumps Vorgänger ihm in 70 Jahren einiges hingestellt, mit dem er jetzt auftrumpfen kann. In dem, was für ein Militär Trump jetzt kommandiert, ist so etwas wie ein Stück Vollendung der amerikanischen Räson zu konstatieren</i>" nicht zu erklären. Außerhalb solcher Studierstuben ohne Fenster zur Wirklichkeit war jedem politisch Interessierten, gleich welcher Facon, auch ohne akademische Deutungshilfen anhand etlicher tatsächlicher Ereignisse ziemlich schnell ersichtlich, das Trumps Amtszeit eine des wenig geordneten Rückzugs war, in dem ein Weltmachtsanspruch nach dem anderen aufgegeben werden musste. Dass die Niederlage der angeblichen Weltmacht in Afghanistan in die Amtszeit seines Nachfolgers fiel, ändert an der Sache nichts. Höflicher als in <a href="https://www.mid.ru/en/foreign_policy/news/-/asset_publisher/cKNonkJE02Bw/content/id/4976488?p_p_id=101_INSTANCE_cKNonkJE02Bw&#38;_101_INSTANCE_cKNonkJE02Bw_languageId=de_DE">Lawrows gestriger Absage an US + UK + EU</a> lässt sich die veränderte Konstellation kaum umschreiben. Ob derlei in "wissenschaftlichen Diskursen" zu Kenntnis genommen wird, ist eine ganz andere Sache. Wer immer dieses Jour fixe 2020 verfasst hat, lebte offenbar damals bereits in einem Elfenbeiturm fernab jeder Realität, anders sind jedenfalls Behauptungen wie „ Da haben Trumps Vorgänger ihm in 70 Jahren einiges hingestellt, mit dem er jetzt auftrumpfen kann. In dem, was für ein Militär Trump jetzt kommandiert, ist so etwas wie ein Stück Vollendung der amerikanischen Räson zu konstatieren“ nicht zu erklären.

Außerhalb solcher Studierstuben ohne Fenster zur Wirklichkeit war jedem politisch Interessierten, gleich welcher Facon, auch ohne akademische Deutungshilfen anhand etlicher tatsächlicher Ereignisse ziemlich schnell ersichtlich, das Trumps Amtszeit eine des wenig geordneten Rückzugs war, in dem ein Weltmachtsanspruch nach dem anderen aufgegeben werden musste. Dass die Niederlage der angeblichen Weltmacht in Afghanistan in die Amtszeit seines Nachfolgers fiel, ändert an der Sache nichts.

Höflicher als in Lawrows gestriger Absage an US + UK + EU lässt sich die veränderte Konstellation kaum umschreiben. Ob derlei in „wissenschaftlichen Diskursen“ zu Kenntnis genommen wird, ist eine ganz andere Sache.

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133422 Wed, 01 Dec 2021 07:45:39 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2021/11/08/klimawandel-klimakatastrophe-rettung-der-umwelt-usw/#comment-133422 Vorabdrucke aus dem am 17.12.21 erscheinenden GSP 4/21: a) BILD und die Teuer - Welle https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/bild-teuer-welle b) Gasstreitigkeiten oder 'Lässt Putin uns im Winter frieren?' https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/gasstreitigkeiten Vorabdrucke aus dem am 17.12.21 erscheinenden GSP 4/21:

a) BILD und die Teuer – Welle

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/bild-teuer-welle

b) Gasstreitigkeiten oder ‚Lässt Putin uns im Winter frieren?‘

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/gasstreitigkeiten

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133419 Tue, 30 Nov 2021 19:53:28 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2012/01/12/gsp-thesen-zur-weltlage-nach-3-jahren-obama/#comment-133419 Das alte Protokoll gibt die <b>Kalkulationen</b> der USA wieder d.h. das, was sie mit ihrer Aufrüstung bezwecken. Ob sie damit Erfolg haben, steht auf einem anderen Blatt. Ich halte das eher für ein vom Standpunkt des amerikanischen Friedens unausweichliches, aber letztinstanzlich nicht durchführbares Programm. Das sieht man gerade daran, dass es scheinbar mit relativ zu den USA wenigen Mitteln möglich ist diese Kalkulationen fortgesetzt zu durchkreuzen. Im Fall Chinas hat sogar etwas stattgefunden, dass die hiesigen Medien als "Aufholen" konstatieren. edit: Inzwischen ist es vor allem im Fall China so, dass eigene imperialistische Ansprüche formuliert werden. editII: Mal anders gefragt: Wer sagt denn, dass der defensive Part in diesem Gegensatz die gleichen Mittel benötigt wie der Offensive? Es ist doch eher ein Versuch der USA das strategische Gleichgewicht zu durchbrechen und nicht der stattgefundene Durchbruch. Und diesen Anspruch, den formulieren Trump wie auch Biden. Das ist die Art, wie dieser Versuch sich politisch außert. editIII: Vielleicht erinnert man sich mal an Dinge wie das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Jz3WGHCEP20">Perimeter-System</a>. Das eröffnet den USA die Kalkulation, dass sie zwar einen Enthauptungsschlag (mit Mittel- und Kurzzstreckenwaffen) führen können, aber selbst im Fall des Erfolgs alle russischen Raketensilos geleert werden. Das ist im Prinzip ein Roboter, der überhaupt nicht so viel kostet, wie die Entwicklung von neuen Zündeinrichtungen für Raketen etc... Eine Kritik, die ich deshalb am Protokoll hätte, wäre dementsprechend, dass ihm die Idee der Symmetrie der Aufwendungen zugrunde liegt, die es zur Verteidigung braucht. Woher nehmen die Autoren die Gewissheit? Die USA haben diese Gewissheit auch - aber nur, weil das die einzige Möglichkeit ist die strategischen Rivalen Russland und China klein zu bekommen. editIV: Um die Kritik mal in einem Gleichnis zu verpacken: die Aufwendungen ein Haus zu bauen stehen in nicht in einem symmetrischen Verhältnis zu denen es wieder abzureißen bzw. es einfach unbewohnbar zu machen. Das sind zwar nicht völlig, aber weitgehend disparate Aufwendungen. Das alte Protokoll gibt die Kalkulationen der USA wieder d.h. das, was sie mit ihrer Aufrüstung bezwecken. Ob sie damit Erfolg haben, steht auf einem anderen Blatt. Ich halte das eher für ein vom Standpunkt des amerikanischen Friedens unausweichliches, aber letztinstanzlich nicht durchführbares Programm. Das sieht man gerade daran, dass es scheinbar mit relativ zu den USA wenigen Mitteln möglich ist diese Kalkulationen fortgesetzt zu durchkreuzen. Im Fall Chinas hat sogar etwas stattgefunden, dass die hiesigen Medien als „Aufholen“ konstatieren.

edit: Inzwischen ist es vor allem im Fall China so, dass eigene imperialistische Ansprüche formuliert werden.

editII: Mal anders gefragt: Wer sagt denn, dass der defensive Part in diesem Gegensatz die gleichen Mittel benötigt wie der Offensive? Es ist doch eher ein Versuch der USA das strategische Gleichgewicht zu durchbrechen und nicht der stattgefundene Durchbruch. Und diesen Anspruch, den formulieren Trump wie auch Biden. Das ist die Art, wie dieser Versuch sich politisch außert.

editIII: Vielleicht erinnert man sich mal an Dinge wie das Perimeter-System. Das eröffnet den USA die Kalkulation, dass sie zwar einen Enthauptungsschlag (mit Mittel- und Kurzzstreckenwaffen) führen können, aber selbst im Fall des Erfolgs alle russischen Raketensilos geleert werden. Das ist im Prinzip ein Roboter, der überhaupt nicht so viel kostet, wie die Entwicklung von neuen Zündeinrichtungen für Raketen etc… Eine Kritik, die ich deshalb am Protokoll hätte, wäre dementsprechend, dass ihm die Idee der Symmetrie der Aufwendungen zugrunde liegt, die es zur Verteidigung braucht. Woher nehmen die Autoren die Gewissheit? Die USA haben diese Gewissheit auch – aber nur, weil das die einzige Möglichkeit ist die strategischen Rivalen Russland und China klein zu bekommen.

editIV: Um die Kritik mal in einem Gleichnis zu verpacken: die Aufwendungen ein Haus zu bauen stehen in nicht in einem symmetrischen Verhältnis zu denen es wieder abzureißen bzw. es einfach unbewohnbar zu machen. Das sind zwar nicht völlig, aber weitgehend disparate Aufwendungen.

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