Walgesang Comments http://Neoprene.blogsport.de Sie rufen weit ins Meer, aber wer hört ihnen zu? (außer Walen) Wed, 21 Apr 2021 06:49:54 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Neues_Protok http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-130087 Mon, 19 Apr 2021 19:45:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-130087 Neues Protokoll zum Jour Fixe vom 12.04.2021 – Fortsetzung Pandemie XVIII – Deutschland im Winter-Lockdown – eine Zwischenbilanz (GS 1-21) II. 4 Die Welt der Nachwuchsbetreuung Eine durchgängige Sichtweise hinsichtlich der Schulen (Pkt. II. 4 a) ist, dass diese Einrichtungen zuallerletzt geschlossen und als allererste geöffnet werden sollen. Es ist zu erklären, womit man es der Sache nach zu tun hat und welche ideologischen Äußerungen es dazu gibt. (…) II. 5 Die Welt der medizinischen Volksfürsorge Man könnte meinen, dass es in Zeiten der Pandemie gut um das Gesundheitswesen bestellt ist, weil der Staat viel Wert auf die Gesundheit der Leute legt. Das Gegenteil ist der Fall. Die Klinken schreiben rote Zahlen, Nicht-Corona-Patienten werden nicht und unzureichend versorgt. (…) III. Recht und Freiheit in der Seuchenpolitik (…) --- * Beim nächsten Mal, am 26.04.2021, werden, falls gewünscht, anhand des Protokolls zum letzten Punkt und zu den restlichen Punkten des Artikels „Deutschland im Winter-Lockdown“ Nachträge gemacht. Die nachfolgenden Themen werden auf der Website des Gegenstandpunkts bekannt gegeben. (Vorgeschlagen wurden die Artikel „Anti-“ gegen „Rassisten“ und danach „Klimaschutzprogramm 2030“ in GS 1-21) https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf210412-Winterlockdown-2.pdf vgl. https://de.gegenstandpunkt.com/jfp/jf-protokolle https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/deutschland-winter-lockdown Neues Protokoll zum Jour Fixe vom 12.04.2021
– Fortsetzung Pandemie XVIII –
Deutschland im Winter-Lockdown – eine Zwischenbilanz (GS 1-21)

II. 4 Die Welt der Nachwuchsbetreuung

Eine durchgängige Sichtweise hinsichtlich der Schulen (Pkt. II. 4 a) ist, dass diese Einrichtungen zuallerletzt geschlossen und als allererste geöffnet werden sollen. Es ist zu erklären, womit man es der Sache nach zu tun hat und welche ideologischen Äußerungen es dazu gibt. (…)

II. 5 Die Welt der medizinischen Volksfürsorge

Man könnte meinen, dass es in Zeiten der Pandemie gut um das Gesundheitswesen bestellt ist, weil der Staat viel Wert auf die Gesundheit der Leute legt. Das Gegenteil ist der Fall. Die Klinken schreiben rote Zahlen, Nicht-Corona-Patienten werden nicht und unzureichend versorgt. (…)

III. Recht und Freiheit in der Seuchenpolitik (…)

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* Beim nächsten Mal, am 26.04.2021, werden, falls gewünscht, anhand des Protokolls zum letzten Punkt und zu den restlichen Punkten des Artikels „Deutschland im Winter-Lockdown“ Nachträge gemacht.

Die nachfolgenden Themen werden auf der Website des Gegenstandpunkts bekannt gegeben. (Vorgeschlagen wurden die Artikel „Anti-“ gegen „Rassisten“ und danach „Klimaschutzprogramm 2030“ in GS 1-21)

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf210412-Winterlockdown-2.pdf

vgl. https://de.gegenstandpunkt.com/jfp/jf-protokolle

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/deutschland-winter-lockdown

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2016/02/24/arian-schiffer-nasserie-am-deutschen-wesen-soll-die-welt-genesen-youtube-video/#comment-130056 Sat, 10 Apr 2021 06:03:24 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2016/02/24/arian-schiffer-nasserie-am-deutschen-wesen-soll-die-welt-genesen-youtube-video/#comment-130056 Theo Wentzke: Geglaubte Lebenslüge Antirassisten gegen Rassisten: Der Klassenstaat und seine verfeindeten Moralisten Rassismus im Sinne einer Rechtslage, mit der die Staatsgewalt die Diskriminierung von Teilen der Bevölkerung bis hin zu ihrer Eliminierung verordnet oder erlaubt, gibt es im modernen bürgerlichen Gemeinwesen nicht mehr. Weder im Sinn eines kolonialen Vorrechts, das die Herrschaft über unmündige Völker legitimiert, noch im Sinn der Nürnberger Gesetze, die von der Zugehörigkeit zu einer arischen Herrenrasse, die ein Recht auf Weltherrschaft hat, die Staatsbürgerschaft abhängig machen, noch im Sinn eines Rechts auf Eigentum an Menschen, das Sklaverei als Bestandteil der politischen Ökonomie festschreibt. Im Gegenteil: Der heutige Rechtsstaat verbietet sich und überhaupt rassistische Diskriminierung, weil sie zu seiner Räson nicht passt. Seine politische Ökonomie, die aus fremder Arbeit immer mehr Reichtum in Form produktiv angewandten Privateigentums herausholt, organisiert er mit seinem bürgerlichen Gesetzbuch unter der Prämisse der rechtlichen Gleichheit seiner Bürger als sozialfriedliches Tauschverhältnis zwischen »Arbeitgebern« und für ihre Dienste bezahlter Belegschaft. Seinen Zugriff respektive den seiner Konzerne auf die Ressourcen der Außenwelt, die Ausnutzung fremder Länder mit ihrem lebenden und toten Inventar, regelt er als Handelsverkehr im Rahmen einer multilateralen, quasi suprastaatlichen Geschäftsordnung, die Gleichberechtigung und Fairness verspricht; als Welthandel, der wie von selbst den »Exportweltmeister« BRD und andere kapitalistische Großmächte bereichert. Sein Volk definiert dieser Staat als seinen exklusiven Besitzstand durch die Lizenz – die praktisch niemand ablehnen kann –, sich frei als Aktivist der Konkurrenz um Geld und Lebenschancen nützlich zu machen – im Fall der BRD: nützlich für den Reichtum und die darauf gegründete Macht des Staates, als Führungsnation der EU den »Rivalen« USA, VR China und Russland mindestens »auf Augenhöhe« zu begegnen, gleichrangig im Kampf um Vorrang voreinander und um Bevormundung der restlichen Staatenwelt. Sein Staatsvolk sind die Bürger in erster Linie in ihrer Funktion als Akteure in den Konjunkturen des nationalen Kapitalstandorts, zu der nur Eingeborene von Haus aus – brauchbare Migranten und Ausländer unter restriktiven rechtlichen Sonderbedingungen – zugelassen sind: ein echtes Privileg, das die Seinen vor allen Fremden auszeichnet. Der Kampf gegen unerwünschten Zuzug aus den Elends- und Kriegsregionen der Welt erfüllt objektiv den Tatbestand massenhafter Tötung durch Unterlassung bzw. durch ein aktives Grenzregime; auch der kommt aber ganz ohne rassistische Rechtfertigungen aus. Kein Rassismus von Staats wegen Widerspruch des Staatsbürgers Antirassisten Rassisten Von Versuchen der Vertreter entgegengesetzter Lesarten des gewöhnlichen Staats- und Staatsbürgeridealismus, die jeweils andere Seite zu überzeugen, ist nichts bekannt. Das halten beide Fraktionen von vornherein für aussichtslos; wohl zu Recht. Umso mehr kommt es ihnen darauf an, der Gegenseite das Wasser abzugraben, indem sie im Sinne ihrer patriotischen Moral aufs Volk einwirken; direkt agitatorisch und über die organisierte Öffentlichkeit. Mehr zum Thema im Heft 1/2021 der Zeitschrift Gegenstandpunkt. https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-1-21 Aus: junge Welt – Ausgabe vom 07.04.2021 https://www.jungewelt.de/artikel/399999.aus-der-b%C3%BCrgerlichen-gesellschaft-geglaubte-lebensl%C3%BCge.html Theo Wentzke: Geglaubte Lebenslüge

Antirassisten gegen Rassisten: Der Klassenstaat und seine verfeindeten Moralisten

Rassismus im Sinne einer Rechtslage, mit der die Staatsgewalt die Diskriminierung von Teilen der Bevölkerung bis hin zu ihrer Eliminierung verordnet oder erlaubt, gibt es im modernen bürgerlichen Gemeinwesen nicht mehr. Weder im Sinn eines kolonialen Vorrechts, das die Herrschaft über unmündige Völker legitimiert, noch im Sinn der Nürnberger Gesetze, die von der Zugehörigkeit zu einer arischen Herrenrasse, die ein Recht auf Weltherrschaft hat, die Staatsbürgerschaft abhängig machen, noch im Sinn eines Rechts auf Eigentum an Menschen, das Sklaverei als Bestandteil der politischen Ökonomie festschreibt. Im Gegenteil: Der heutige Rechtsstaat verbietet sich und überhaupt rassistische Diskriminierung, weil sie zu seiner Räson nicht passt.

Seine politische Ökonomie, die aus fremder Arbeit immer mehr Reichtum in Form produktiv angewandten Privateigentums herausholt, organisiert er mit seinem bürgerlichen Gesetzbuch unter der Prämisse der rechtlichen Gleichheit seiner Bürger als sozialfriedliches Tauschverhältnis zwischen »Arbeitgebern« und für ihre Dienste bezahlter Belegschaft.

Seinen Zugriff respektive den seiner Konzerne auf die Ressourcen der Außenwelt, die Ausnutzung fremder Länder mit ihrem lebenden und toten Inventar, regelt er als Handelsverkehr im Rahmen einer multilateralen, quasi suprastaatlichen Geschäftsordnung, die Gleichberechtigung und Fairness verspricht; als Welthandel, der wie von selbst den »Exportweltmeister« BRD und andere kapitalistische Großmächte bereichert.

Sein Volk definiert dieser Staat als seinen exklusiven Besitzstand durch die Lizenz – die praktisch niemand ablehnen kann –, sich frei als Aktivist der Konkurrenz um Geld und Lebenschancen nützlich zu machen – im Fall der BRD: nützlich für den Reichtum und die darauf gegründete Macht des Staates, als Führungsnation der EU den »Rivalen« USA, VR China und Russland mindestens »auf Augenhöhe« zu begegnen, gleichrangig im Kampf um Vorrang voreinander und um Bevormundung der restlichen Staatenwelt.

Sein Staatsvolk sind die Bürger in erster Linie in ihrer Funktion als Akteure in den Konjunkturen des nationalen Kapitalstandorts, zu der nur Eingeborene von Haus aus – brauchbare Migranten und Ausländer unter restriktiven rechtlichen Sonderbedingungen – zugelassen sind: ein echtes Privileg, das die Seinen vor allen Fremden auszeichnet. Der Kampf gegen unerwünschten Zuzug aus den Elends- und Kriegsregionen der Welt erfüllt objektiv den Tatbestand massenhafter Tötung durch Unterlassung bzw. durch ein aktives Grenzregime; auch der kommt aber ganz ohne rassistische Rechtfertigungen aus.

Kein Rassismus von Staats wegen

Widerspruch des Staatsbürgers

Antirassisten

Rassisten

Von Versuchen der Vertreter entgegengesetzter Lesarten des gewöhnlichen Staats- und Staatsbürgeridealismus, die jeweils andere Seite zu überzeugen, ist nichts bekannt. Das halten beide Fraktionen von vornherein für aussichtslos; wohl zu Recht. Umso mehr kommt es ihnen darauf an, der Gegenseite das Wasser abzugraben, indem sie im Sinne ihrer patriotischen Moral aufs Volk einwirken; direkt agitatorisch und über die organisierte Öffentlichkeit.

Mehr zum Thema im Heft 1/2021 der Zeitschrift Gegenstandpunkt.
https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-1-21

Aus: junge Welt – Ausgabe vom 07.04.2021

https://www.jungewelt.de/artikel/399999.aus-der-b%C3%BCrgerlichen-gesellschaft-geglaubte-lebensl%C3%BCge.html

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by: Moritz http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-130051 Tue, 06 Apr 2021 14:50:21 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-130051 <a href="https://www.heise.de/news/Gesetz-verkuendet-Buergeridentifikationsnummer-kommt-6006435.html">Gesetz verkündet: Bürgeridentifikationsnummer kommt</a> Mit der Verkündung des Registermodernisierungsgesetzes kann der Aufbau der digitalen Architektur beginnen, die das E-Government hierzulande voranbringen soll. Gesetz verkündet: Bürgeridentifikationsnummer kommt

Mit der Verkündung des Registermodernisierungsgesetzes kann der Aufbau der digitalen Architektur beginnen, die das E-Government hierzulande voranbringen soll.

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2020/07/26/ivandrago-die-lage-der-arbeitenden-klasse-in-deutschland/#comment-130049 Fri, 02 Apr 2021 14:27:40 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/07/26/ivandrago-die-lage-der-arbeitenden-klasse-in-deutschland/#comment-130049 Stephan Kaufmann: Es gibt viel zu lassen Was es an Feiertagen zu feiern gilt, ist eigentlich die Freiheit. Man muss nicht ins Büro, nicht in die Fabrik oder den Laden. Was liegt da näher, als diese Freiheit zu nutzen, um endlich mal ganz in Ruhe – zu arbeiten, nämlich das wegzuschaffen, wozu man vor lauter Arbeit nicht kommt? Feiertage eignen sich, um Liegengebliebenes zu erledigen, um Pläne zu machen und mal nachzudenken, ungestört durch Anrufe, Mails, SMS. 900 Millionen unbezahlte Überstunden machten deutsche Beschäftigte im vergangenen Jahr, das entspricht 23 Millionen unbezahlten Wochen des Lebens oder – den Durchschnittslohn zugrunde gelegt – 22 Milliarden Euro, die den Unternehmen geschenkt wurden. Und das sind nur grobe Schätzungen, wer zählt schon so genau nach, was er oder sie am Wochenende so nebenbei erledigt? Nicht enthalten sind darin auch die Millionen Stunden, die man mit Verwaltung und Einteilung des Verdienten verbringt: Steuererklärung, Versicherungen, Finanzanlagen etc. Der Zwang zum Geldverdienen bestimmt die Freizeit. Zum einen, weil sie eine Restgröße des Arbeitslebens ist; zum anderen, weil dieser Zwang die Freizeit schrittweise okkupiert. Da die geforderte Arbeit zu viel ist, fließen Teile von ihr in die Überlaufbecken Wochenende und Feiertage. Damit werden jahrzehntelange Kämpfe der Arbeiterbewegung um die Begrenzung des Arbeitstages, um Erholung, Urlaub und Feiertage zurückgedreht, klammheimlich, ganz im privaten Rahmen, von jeder und jedem so für sich. Und freiwillig. (…) https://www.neues-deutschland.de/artikel/1150334.ostern-es-gibt-viel-zu-lassen.html Stephan Kaufmann: Es gibt viel zu lassen

Was es an Feiertagen zu feiern gilt, ist eigentlich die Freiheit. Man muss nicht ins Büro, nicht in die Fabrik oder den Laden. Was liegt da näher, als diese Freiheit zu nutzen, um endlich mal ganz in Ruhe – zu arbeiten, nämlich das wegzuschaffen, wozu man vor lauter Arbeit nicht kommt? Feiertage eignen sich, um Liegengebliebenes zu erledigen, um Pläne zu machen und mal nachzudenken, ungestört durch Anrufe, Mails, SMS.

900 Millionen unbezahlte Überstunden machten deutsche Beschäftigte im vergangenen Jahr, das entspricht 23 Millionen unbezahlten Wochen des Lebens oder – den Durchschnittslohn zugrunde gelegt – 22 Milliarden Euro, die den Unternehmen geschenkt wurden. Und das sind nur grobe Schätzungen, wer zählt schon so genau nach, was er oder sie am Wochenende so nebenbei erledigt? Nicht enthalten sind darin auch die Millionen Stunden, die man mit Verwaltung und Einteilung des Verdienten verbringt: Steuererklärung, Versicherungen, Finanzanlagen etc.

Der Zwang zum Geldverdienen bestimmt die Freizeit. Zum einen, weil sie eine Restgröße des Arbeitslebens ist; zum anderen, weil dieser Zwang die Freizeit schrittweise okkupiert. Da die geforderte Arbeit zu viel ist, fließen Teile von ihr in die Überlaufbecken Wochenende und Feiertage. Damit werden jahrzehntelange Kämpfe der Arbeiterbewegung um die Begrenzung des Arbeitstages, um Erholung, Urlaub und Feiertage zurückgedreht, klammheimlich, ganz im privaten Rahmen, von jeder und jedem so für sich. Und freiwillig. (…)

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1150334.ostern-es-gibt-viel-zu-lassen.html

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2016/02/24/arian-schiffer-nasserie-am-deutschen-wesen-soll-die-welt-genesen-youtube-video/#comment-130047 Thu, 01 Apr 2021 07:42:42 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2016/02/24/arian-schiffer-nasserie-am-deutschen-wesen-soll-die-welt-genesen-youtube-video/#comment-130047 An die diplomatischen staatlichen Beziehungen zu Aserbaidschan werden hierzulande Forderungen betr. Abgeordneten-Moral geknüpft, damit das Saubermannsbild sowohl über solche diplomatischen Beziehungen als auch das über die Staatsmoralität deutscher Bundestagsabgeordneter nicht angepisst werden dürfe. Dazu kritische Einwände: https://tages-politik.de/Europapolitik/Kaviar-Diplomatie-Maerz_2021.html https://www.heise.de/tp/features/Der-Abgeordnete-und-seine-Lobby-6002485.html?seite=all http://NestorMachno.blogsport.de/2020/02/05/pressespiegel-rebelion-5-2/#comment-42175 https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/korruption-politik#section4 An die diplomatischen staatlichen Beziehungen zu Aserbaidschan werden hierzulande Forderungen betr. Abgeordneten-Moral geknüpft, damit das Saubermannsbild sowohl über solche diplomatischen Beziehungen als auch das über die Staatsmoralität deutscher Bundestagsabgeordneter nicht angepisst werden dürfe. Dazu kritische Einwände:

https://tages-politik.de/Europapolitik/Kaviar-Diplomatie-Maerz_2021.html

https://www.heise.de/tp/features/Der-Abgeordnete-und-seine-Lobby-6002485.html?seite=all

http://NestorMachno.blogsport.de/2020/02/05/pressespiegel-rebelion-5-2/#comment-42175

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/korruption-politik#section4

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by: Moritz http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-130046 Wed, 31 Mar 2021 16:31:37 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-130046 <a href="https://www.heise.de/news/Studie-Android-und-iOS-in-Dauerkontakt-mit-Hersteller-6003315.html">Studie: Android und iOS in Dauerkontakt mit Hersteller</a> iPhones und Android-Geräte liefern einer Analyse zufolge konstant Daten an Apple und Google – auch nach Opt-out. Die Konzerne sehen methodische Fehler. Studie: Android und iOS in Dauerkontakt mit Hersteller

iPhones und Android-Geräte liefern einer Analyse zufolge konstant Daten an Apple und Google – auch nach Opt-out. Die Konzerne sehen methodische Fehler.

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-130034 Mon, 29 Mar 2021 22:29:36 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-130034 Wirtschaftsprofessor Hickel zu Wirtschaftsmythen und Corona (…) Die Diagnosen des Professors wollen von einer Kritik an einer ungemütlichen Wirtschaftsweise gar nichts erst wissen; sie nehmen die Gegensätze und Widersprüche derselben als positive Grundlage fürs Bessermachen des Kapitalismus mit der Betonung auf Verantwortungsgetriebenes: nicht nur oder einseitig könne es ums Gewinnemachen gehen, sondern dieses bedürfe der sozialen und ordnungspolitischen Begleitung… https://tages-politik.de/Innenpolitik/Hickel_zu_Wirtschaftsmythen_und_Corona-14.3.2021.html ---- Gewerkschaft und Pandemie im März 2021 - Zeitschrift „Einblick“, Nr. 3, S.4-5: DGB: Solidarität als „Ausweg aus der Krise“ – und anderes Verkehrtes zu einer Tugend der Konkurrenz und materiellen Not https://tages-politik.de/Gewerkschaftliche_Fauxpas.html ---- Protokoll zum Jour fixe vom 22.03.2021 – Pandemie XVIII. Deutschland im Winter-Lockdown – eine Zwischenbilanz (GS 1-21) https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf210322-Winterlockdown.pdf Wirtschaftsprofessor Hickel zu Wirtschaftsmythen und Corona

(…) Die Diagnosen des Professors wollen von einer Kritik an einer ungemütlichen Wirtschaftsweise gar nichts erst wissen; sie nehmen die Gegensätze und Widersprüche derselben als positive Grundlage fürs Bessermachen des Kapitalismus mit der Betonung auf Verantwortungsgetriebenes: nicht nur oder einseitig könne es ums Gewinnemachen gehen, sondern dieses bedürfe der sozialen und ordnungspolitischen Begleitung…

https://tages-politik.de/Innenpolitik/Hickel_zu_Wirtschaftsmythen_und_Corona-14.3.2021.html

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Gewerkschaft und Pandemie im März 2021 – Zeitschrift „Einblick“, Nr. 3, S.4-5:

DGB: Solidarität als „Ausweg aus der Krise“ – und anderes Verkehrtes zu einer Tugend der Konkurrenz und materiellen Not

https://tages-politik.de/Gewerkschaftliche_Fauxpas.html

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Protokoll zum Jour fixe vom 22.03.2021 – Pandemie XVIII.
Deutschland im Winter-Lockdown – eine Zwischenbilanz (GS 1-21)

https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf210322-Winterlockdown.pdf

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-129996 Sat, 27 Mar 2021 08:25:53 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-129996 Stephan Kaufmann: Auch Multis haben eine Heimat Der Impfstoffkrieg zeigt, welche Sitten derzeit auf dem Weltmarkt herrschen Die EU liegt in Sachen Covid-19-Impfung weit zurück. Eine Ursache dafür ist der Mangel an Impfstoff, und dieser Mangel trifft nicht – wie üblich – eine arme Region, sondern eine der reichsten der Welt. Die EU-Kommission wird daher kritisiert, bei der Beschaffung des Vakzins zu langsam und zu geizig gewesen zu sein. Zu ihrer Verteidigung wird angeführt, sie habe in gutem Glauben agiert, sei aber von den USA und Großbritannien ausgebootet worden. Was diese Argumente verhandeln, ist lediglich die Schuldfrage. Der Sache nach ist der aktuelle «Impfnationalismus» ein Teil eines Trends, den Ökonomen «Wirtschaftsnationalismus» nennen. Die Vakzin-Episode zeigt, wie der Weltmarkt funktioniert, welche Sitten hier mittlerweile herrschen – und dass die Erzählung eines übermächtigen globalen Kapitals, dem schwache Nationalstaaten gegenüberstehen, nie gestimmt hat. Im Großmächtevergleich macht die EU derzeit eine schlechte Figur: Etwa 40 Prozent der Briten sind bereits gegen Covid-19 geimpft worden, ein Viertel der US-Amerikaner – aber nur ein Zehntel der EU-Bürger. Das kostet nicht nur Leben, «auch unser Wohlstand und unsere Wirtschaft hängen von der Geschwindigkeit der Impfung ab», so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der Vorsprung der Briten und der USA ist bares Geld wert: «Der Beitrag von zügigen Impfungen auf die Wirtschaftsentwicklung sollte nicht unterschätzt werden», schreibt die Fondsgesellschaft DWS. … (Forts.): https://www.neues-deutschland.de/artikel/1150094.kampf-um-impfstoffe-auch-multis-haben-eine-heimat.html Stephan Kaufmann: Auch Multis haben eine Heimat
Der Impfstoffkrieg zeigt, welche Sitten derzeit auf dem Weltmarkt herrschen

Die EU liegt in Sachen Covid-19-Impfung weit zurück. Eine Ursache dafür ist der Mangel an Impfstoff, und dieser Mangel trifft nicht – wie üblich – eine arme Region, sondern eine der reichsten der Welt. Die EU-Kommission wird daher kritisiert, bei der Beschaffung des Vakzins zu langsam und zu geizig gewesen zu sein. Zu ihrer Verteidigung wird angeführt, sie habe in gutem Glauben agiert, sei aber von den USA und Großbritannien ausgebootet worden. Was diese Argumente verhandeln, ist lediglich die Schuldfrage. Der Sache nach ist der aktuelle «Impfnationalismus» ein Teil eines Trends, den Ökonomen «Wirtschaftsnationalismus» nennen.

Die Vakzin-Episode zeigt, wie der Weltmarkt funktioniert, welche Sitten hier mittlerweile herrschen – und dass die Erzählung eines übermächtigen globalen Kapitals, dem schwache Nationalstaaten gegenüberstehen, nie gestimmt hat.

Im Großmächtevergleich macht die EU derzeit eine schlechte Figur: Etwa 40 Prozent der Briten sind bereits gegen Covid-19 geimpft worden, ein Viertel der US-Amerikaner – aber nur ein Zehntel der EU-Bürger. Das kostet nicht nur Leben, «auch unser Wohlstand und unsere Wirtschaft hängen von der Geschwindigkeit der Impfung ab», so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der Vorsprung der Briten und der USA ist bares Geld wert: «Der Beitrag von zügigen Impfungen auf die Wirtschaftsentwicklung sollte nicht unterschätzt werden», schreibt die Fondsgesellschaft DWS. … (Forts.):

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1150094.kampf-um-impfstoffe-auch-multis-haben-eine-heimat.html

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by: Moritz http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-129890 Sat, 20 Mar 2021 10:34:37 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-129890 <a>Wahlprogramm: Grüne sind für Staatstrojaner zur Strafverfolgung​</a> Die Grünen wollen es der Polizei ermöglichen, "technische Geräte anhand einer rechtsstaatlich ausgestalteten Quellen-TKÜ zielgerichtet zu infiltrieren".​ Wahlprogramm: Grüne sind für Staatstrojaner zur Strafverfolgung​

Die Grünen wollen es der Polizei ermöglichen, „technische Geräte anhand einer rechtsstaatlich ausgestalteten Quellen-TKÜ zielgerichtet zu infiltrieren“.​

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-129888 Sat, 20 Mar 2021 07:11:39 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/05/01/corona-und-die-rueckkehr-zur-normalitaet-bei-telepolis/#comment-129888 Theo Wentzke: Die geimpfte Nation Debakel? Nationalismus? Germany first? Ein Land versorgt sich mit Vakzinen und sieht die anderen Staaten seiner Preisklasse als Rivalen im Rennen um den besten Ausgang aus der Pandemie... (Forts. des Artikels:) https://www.jungewelt.de/artikel/398848.impfnationalismus-die-geimpfte-nation.html Mehr zum Thema Coronapandemie im demnächst erscheinenden Heft 1/2021 der Zeitschrift Gegenstandpunkt. erhältlich im Buchhandel und beim Verlag https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-1-21 ---- Stephan Kaufmann: Nebenwirkungen des Impfens Impfstoff ist fast überall noch knapp, was zu einem globalen »vaccine-race« führt, also zu einem Kampf der Länder um die Mangelware. Bei der Verfügbarkeit über das knappe Gut geht es nicht nur um die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch ums Geld. Denn jene Länder, die zuerst impfen, können die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zuerst lockern und das heißt: ihre Wirtschaftsleistung als Erste wieder steigern. Daher ließen die Impf-Erfolge Großbritanniens diese Woche den Kurs des britischen Pfunds deutlich steigen. Die EU-Kommission beantwortete dies mit Drohungen, Impfstoff-Exporte auf die Insel möglicherweise einzuschränken. Neben Gesundheit und Geld geht es Regierungen beim Impfen auch um ihre globale Macht. Denn wer über Impfstoff verfügt, verfügt damit derzeit über eine Funktionsbedingung anderer Staaten.... (Forts.): https://www.neues-deutschland.de/artikel/1149788.nebenwirkungen-des-impfens.html?sstr=Stephan%20Kaufmann Theo Wentzke: Die geimpfte Nation

Debakel? Nationalismus? Germany first? Ein Land versorgt sich mit Vakzinen und sieht die anderen Staaten seiner Preisklasse als Rivalen im Rennen um den besten Ausgang aus der Pandemie… (Forts. des Artikels:)

https://www.jungewelt.de/artikel/398848.impfnationalismus-die-geimpfte-nation.html

Mehr zum Thema Coronapandemie im demnächst erscheinenden Heft 1/2021 der Zeitschrift Gegenstandpunkt. erhältlich im Buchhandel und beim Verlag
https://de.gegenstandpunkt.com/publikationen/zeitschrift/gegenstandpunkt-1-21

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Stephan Kaufmann: Nebenwirkungen des Impfens

Impfstoff ist fast überall noch knapp, was zu einem globalen »vaccine-race« führt, also zu einem Kampf der Länder um die Mangelware. Bei der Verfügbarkeit über das knappe Gut geht es nicht nur um die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch ums Geld. Denn jene Länder, die zuerst impfen, können die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zuerst lockern und das heißt: ihre Wirtschaftsleistung als Erste wieder steigern. Daher ließen die Impf-Erfolge Großbritanniens diese Woche den Kurs des britischen Pfunds deutlich steigen. Die EU-Kommission beantwortete dies mit Drohungen, Impfstoff-Exporte auf die Insel möglicherweise einzuschränken.

Neben Gesundheit und Geld geht es Regierungen beim Impfen auch um ihre globale Macht. Denn wer über Impfstoff verfügt, verfügt damit derzeit über eine Funktionsbedingung anderer Staaten…. (Forts.):

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1149788.nebenwirkungen-des-impfens.html?sstr=Stephan%20Kaufmann

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129886 Fri, 19 Mar 2021 16:37:34 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129886 @ libelle In spezifischen Fall ging es aber um die schottische Nation und nicht um Nationalismus. Für mich ist die Diskussion schon lange inhaltlich erschöpft (zumindest mit dir), nur mag ich keine falschen oder verdrehten Aussagen stehen lassen. @ libelle

In spezifischen Fall ging es aber um die schottische Nation und nicht um Nationalismus.

Für mich ist die Diskussion schon lange inhaltlich erschöpft (zumindest mit dir), nur mag ich keine falschen oder verdrehten Aussagen stehen lassen.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129884 Fri, 19 Mar 2021 12:48:55 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129884 <blockquote> Widersprechen darfst du gerne, aber vl. könntest ja d u einer Interpretation aufsitzen. Zur Gegenwiderlegung folgende Aussage: „Die Wurzeln dieser Suche nach Unabhängigkeit sind im Mittelalter zu finden. Als Entstehungsdatum der schottischen Nation wird vielfach das 13./14. Jahrhundert gesehen,“ https://www.hausarbeiten.de/document/69032 </blockquote> Da sitze ich keiner Interpretation auf, sondern die Hausarbeit unterscheidet etwas nicht. Vergleiche z.B. "Nations Before Nationalism - John A. Armstrong." Eine mittelalterliche Nation ist etwas ganz anderes als eine neuzeitliche. Frag' dich mal, was für dich "die Schotten" sind. Mir ging es nicht um die Bewohner des Landstriches und der Verwaltungseinheit namens Schottland, sondern um den schottischen <b>Nationalismus</b>. Und ob der zahlenmäßig groß oder klein ist, spielt dafür keine Rolle. Aber nochmal: Die Debatte ist für mich inhaltlich erschöpft (zumindest mit euch beiden). Man wird von sich hören und lesen.

Widersprechen darfst du gerne, aber vl. könntest ja d u einer Interpretation aufsitzen. Zur Gegenwiderlegung folgende Aussage:

„Die Wurzeln dieser Suche nach Unabhängigkeit sind im Mittelalter zu finden. Als Entstehungsdatum der schottischen Nation wird vielfach das 13./14. Jahrhundert gesehen,“ https://www.hausarbeiten.de/document/69032

Da sitze ich keiner Interpretation auf, sondern die Hausarbeit unterscheidet etwas nicht. Vergleiche z.B.

„Nations Before Nationalism – John A. Armstrong.“

Eine mittelalterliche Nation ist etwas ganz anderes als eine neuzeitliche.

Frag‘ dich mal, was für dich „die Schotten“ sind. Mir ging es nicht um die Bewohner des Landstriches und der Verwaltungseinheit namens Schottland, sondern um den schottischen Nationalismus. Und ob der zahlenmäßig groß oder klein ist, spielt dafür keine Rolle.

Aber nochmal: Die Debatte ist für mich inhaltlich erschöpft (zumindest mit euch beiden). Man wird von sich hören und lesen.

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129883 Fri, 19 Mar 2021 08:11:55 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129883 @libelle "Dem widerspreche ich, weil es vor 300 Jahren noch keine Nationalstaaten und Nationen gab. Da sitzt du einer Interpretation der Geschichte Schottlands auf, die mit heutigen Interessen (nämlich dem an der Geschichte dieses wahnhaften Subjekts „die Schotten“) in die Vergangenheit blickt." Widersprechen darfst du gerne, aber vl. könntest ja d u einer Interpretation aufsitzen. Zur Gegenwiderlegung folgende Aussage: "Die Wurzeln dieser Suche nach Unabhängigkeit sind im Mittelalter zu finden. Als Entstehungsdatum der schottischen Nation wird vielfach das 13./14. Jahrhundert gesehen," https://www.hausarbeiten.de/document/69032 Zur Autonomie/Devolution: "Es stimmt also schlicht nicht, was du behauptest. Der Unterschied zwischen der Scottish Party und der NPS war nur, dass die Scottish Party einen allmählichen Prozess hin zur Unabhängigkeit wollte." "Als Devolution bezeichnen britische Politik und Verfassungslehre eine Verlagerung politischer Kompetenzen von den Houses of Parliament weg an gewählte Vertretungen in Schottland, Nordirland und Wales." https://de.wikipedia.org/wiki/Devolution_(Vereinigtes_Königreich) Außerdem war die SNP bis in die 70er Jahre ohnehin nur ein unbedeutender, nicht ernst genommener Laden. Im Gegensatz zu den Nordiren hatten quasi 100% Schotten bis dahin nichts Ernsthaftes gegen ihre Variante des Nationalismus. Nicht die Betörungsversuche der SNP machten diesen Verein bedeutend, sondern die Entdeckung der Öllvorkommen. "Nationalisten wollen eben ihren Staat und die materiellen Zuschreibungen, die sie dabei vielleicht machen sind lediglich eine illustration dieses Standpunktes d.h. eine Erzählung." Letzteres bildest d u dir halt ein. Es wurde ja nachgewiesen, dass es zumindest auch den materiellen Standpunkt gibt. "Das ist nicht der Grund, weshalb sie ihn wollen, sondern der ist eben die Übersetzung ihrer Interessenlage in den Wunsch einen eigenen Staat als deren Grundlage haben zu wollen." Auch das ist nur eine libell'sche Annahme, die du nicht bestätigen konntest. "Und darin, weil es dabei um die gewaltmäßige Grundlage der Interessen geht, ist von den Interessen abstrahiert und sie kehren eben wieder als das Ideal der Identität von Interessen und Herrschaft, als Auspinselung der rosigen Zukunft, die nach der Separation ansteht." Nein, die Nationalisten wollen nicht mit blöden Erzählungen vom Gewaltakt ablenken, denn den wollen sie ja und lassen dafür sogar bewusst ihr Leben, wenn es sein muss. Die nationalistische Ideologie (Idelae, Werte etc.) brauchen sie erst nach der Unabhängigkeit, wenn sie merken, dass die (kapitalistischen) Widersprüche nicht aufgehoben sind. @libelle

„Dem widerspreche ich, weil es vor 300 Jahren noch keine Nationalstaaten und Nationen gab. Da sitzt du einer Interpretation der Geschichte Schottlands auf, die mit heutigen Interessen (nämlich dem an der Geschichte dieses wahnhaften Subjekts „die Schotten“) in die Vergangenheit blickt.“

Widersprechen darfst du gerne, aber vl. könntest ja d u einer Interpretation aufsitzen. Zur Gegenwiderlegung folgende Aussage:

„Die Wurzeln dieser Suche nach Unabhängigkeit sind im Mittelalter zu finden. Als Entstehungsdatum der schottischen Nation wird vielfach das 13./14. Jahrhundert gesehen,“ https://www.hausarbeiten.de/document/69032

Zur Autonomie/Devolution: „Es stimmt also schlicht nicht, was du behauptest. Der Unterschied zwischen der Scottish Party und der NPS war nur, dass die Scottish Party einen allmählichen Prozess hin zur Unabhängigkeit wollte.“

„Als Devolution bezeichnen britische Politik und Verfassungslehre eine Verlagerung politischer Kompetenzen von den Houses of Parliament weg an gewählte Vertretungen in Schottland, Nordirland und Wales.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Devolution_(Vereinigtes_Königreich)

Außerdem war die SNP bis in die 70er Jahre ohnehin nur ein unbedeutender, nicht ernst genommener Laden. Im Gegensatz zu den Nordiren hatten quasi 100% Schotten bis dahin nichts Ernsthaftes gegen ihre Variante des Nationalismus. Nicht die Betörungsversuche der SNP machten diesen Verein bedeutend, sondern die Entdeckung der Öllvorkommen.

„Nationalisten wollen eben ihren Staat und die materiellen Zuschreibungen, die sie dabei vielleicht machen sind lediglich eine illustration dieses Standpunktes d.h. eine Erzählung.“

Letzteres bildest d u dir halt ein. Es wurde ja nachgewiesen, dass es zumindest auch den materiellen Standpunkt gibt.

„Das ist nicht der Grund, weshalb sie ihn wollen, sondern der ist eben die Übersetzung ihrer Interessenlage in den Wunsch einen eigenen Staat als deren Grundlage haben zu wollen.“

Auch das ist nur eine libell’sche Annahme, die du nicht bestätigen konntest.

„Und darin, weil es dabei um die gewaltmäßige Grundlage der Interessen geht, ist von den Interessen abstrahiert und sie kehren eben wieder als das Ideal der Identität von Interessen und Herrschaft, als Auspinselung der rosigen Zukunft, die nach der Separation ansteht.“

Nein, die Nationalisten wollen nicht mit blöden Erzählungen vom Gewaltakt ablenken, denn den wollen sie ja und lassen dafür sogar bewusst ihr Leben, wenn es sein muss. Die nationalistische Ideologie (Idelae, Werte etc.) brauchen sie erst nach der Unabhängigkeit, wenn sie merken, dass die (kapitalistischen) Widersprüche nicht aufgehoben sind.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129879 Wed, 17 Mar 2021 20:00:12 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129879 Zu Libelle vom 19. Februar 2021 um 9:39 Uhr <blockquote>"1. Ein Zweck dient einem nicht, sondern den fasst man."</blockquote> Doch, Herr Besserwisser, der Zweck "dient", wenn er ein abgeleiteter Zweck, also ein Mittel ist. Hast du oben selbst erläutert. Es ändert auch am Inhalt des Arguments nichts, wenn da steht: "Den Zweck Eigentum fasst der Staat, damit der Staat dem Eigentum dienen kann." Anstatt: "Der Zweck Eigentum soll dem Staat dienen, damit der Staat dem Eigentum dienen kann." <blockquote>"Diese Zwecke stehen aber nicht wirklich in einem Dienstverhältnis zueinander, der erste Zweck „herrscht“ also nicht über den zweiten"</blockquote> "Dienen" wird bei mir erkennbar und explizit in diesem Zusammenhang als f u n k t i o n a l e s Verhältnis gefasst. Es ist doch ganz einfach, du bringst eben vulgärwissenschaftlich zwei völlig verschiedene Verhältnisse in einen Gegensatz zueinander, die gar nichts miteinander zu tun haben und zwar ausschließlich über das Wort "dienen". Das eine Verhältnis ist der Grund, die logische Notwendigkeit, die den Staat hervorbringt. Das andere Verhältnis ist die Mittelbeschaffung des Staates. Das sind wirklich zwei völlig verschiedene Dinge, die sich gar nicht widersprechen können. Du bastelst daraus einen Gegensatz. Weil der Staat sich die benötigten Mittel aus seiner Gesellschaft holt (woher denn sonst!) soll das dagegen sprechen, dass er auf die Welt kommt durch den Gewaltbedarf den die Ökonomie in Eigentumsverhältnissen erfordert. Das ist kein Gegensatz. zu 2. siehe oben: dienen, bedeutet hier "funktional sein" nicht untergeordnet sein. Außerdem verwechselst du ein Dienstverhältnis und ein Knechtschaftsverhältnis. Ein Dienstverhältnis geht durchaus freiwillig, was man an jedem Lohnarbeiter sieht. Lohnarbeiter werden nicht zwangsrekrutiert. Dass sie freiwillig zur Arbeit gehen, bedeutet nicht, dass sie in keinem Dienstverhältnis stehen. Und das ist tatsächlich so und keine ideologische Überhöhung. <blockquote>"Wenn der Staat sagt er würde dem Eigentum dienen"</blockquote> Was der Staat sagt ist mir völlig wurscht. Du machst einen Gegenstandswechsel und zwar von der Bestimmung des Staates hin zur Ideologie. Es war aber schon immer ein Fehler die Ideologie mit der Bestimmung zu verwechseln. Dass sich der Staat als Diener des Eigentums bezeichnet, ist ja auch nicht per se eine Verherrlichung. Nur für Bürger ist das so. Für Kommunisten ist das eine Kritik. Dass der Staat selbst affirmiert, was er ist, nämlich tatsächlich ein Diener des Eigentums, ist ja nicht wirklich verwunderlich. Und bloß weil sich das in den Ohren von lauter Eigentumsliebhabern positiv anhört, ist es nicht automatisch die Unwahrheit oder eine Einbildung. Eine Ideologie ist das nicht, weil es falsch ist, wenn der Staat sagt er sei ein Verfechter des Eigentums, sondern weil alle davon ausgehen, dass das eine g u t e S a c h e ist. Das ist sie nicht. <blockquote>"Und wenn die Bürger hergehen und (wie Krim) meinen der Staat würde dem Eigentum dienen, dann ist das auch nicht das tatsächliche Verhältnis, sondern dann verherrlichen auch sie den Staat."</blockquote> 1. Nein, eben nicht wie Krim. Denn für Krim ist das eine Kritik. 2. Falscher Gegensatz. Es ist das tatsächliche Verhältnis und sie Verherrlichen den Staat, weil sie es für eine g u t e S a c h e halten wenn der Staat dem Eigentum dient. <blockquote>"Und euch fällt –...– nichts besseres ein als euren Kram in einen Wert zu verfabeln und Kritiker daran abzukanzeln."</blockquote> Na klar. Deshalb steige ich auch jedem einzelnen deiner verdrehten Argumente nach, während du in jedem Beitrag neue Verdrehungskunststückchen vorführst. Du musst zwei Dinge auseinanderhalten. Die Unvereinbarkeit mit deinem Käse f o l g t aus der Verkehrtheit deiner Argumente, die notwendig verkehrt sind, weil sie dem Interesse gehorchen Kommunisten zu blamieren. Meine Argumente folgen nicht umgekehrt aus meinem Unvereinbarkeitsbeschluss mit deinen Positionen. Zu Libelle vom 19. Februar 2021 um 9:39 Uhr

„1. Ein Zweck dient einem nicht, sondern den fasst man.“

Doch, Herr Besserwisser, der Zweck „dient“, wenn er ein abgeleiteter Zweck, also ein Mittel ist. Hast du oben selbst erläutert. Es ändert auch am Inhalt des Arguments nichts, wenn da steht: „Den Zweck Eigentum fasst der Staat, damit der Staat dem Eigentum dienen kann.“ Anstatt: „Der Zweck Eigentum soll dem Staat dienen, damit der Staat dem Eigentum dienen kann.“

„Diese Zwecke stehen aber nicht wirklich in einem Dienstverhältnis zueinander, der erste Zweck „herrscht“ also nicht über den zweiten“

„Dienen“ wird bei mir erkennbar und explizit in diesem Zusammenhang als f u n k t i o n a l e s Verhältnis gefasst.

Es ist doch ganz einfach, du bringst eben vulgärwissenschaftlich zwei völlig verschiedene Verhältnisse in einen Gegensatz zueinander, die gar nichts miteinander zu tun haben und zwar ausschließlich über das Wort „dienen“. Das eine Verhältnis ist der Grund, die logische Notwendigkeit, die den Staat hervorbringt. Das andere Verhältnis ist die Mittelbeschaffung des Staates. Das sind wirklich zwei völlig verschiedene Dinge, die sich gar nicht widersprechen können. Du bastelst daraus einen Gegensatz. Weil der Staat sich die benötigten Mittel aus seiner Gesellschaft holt (woher denn sonst!) soll das dagegen sprechen, dass er auf die Welt kommt durch den Gewaltbedarf den die Ökonomie in Eigentumsverhältnissen erfordert. Das ist kein Gegensatz.

zu 2. siehe oben: dienen, bedeutet hier „funktional sein“ nicht untergeordnet sein. Außerdem verwechselst du ein Dienstverhältnis und ein Knechtschaftsverhältnis. Ein Dienstverhältnis geht durchaus freiwillig, was man an jedem Lohnarbeiter sieht. Lohnarbeiter werden nicht zwangsrekrutiert. Dass sie freiwillig zur Arbeit gehen, bedeutet nicht, dass sie in keinem Dienstverhältnis stehen. Und das ist tatsächlich so und keine ideologische Überhöhung.

„Wenn der Staat sagt er würde dem Eigentum dienen“

Was der Staat sagt ist mir völlig wurscht. Du machst einen Gegenstandswechsel und zwar von der Bestimmung des Staates hin zur Ideologie. Es war aber schon immer ein Fehler die Ideologie mit der Bestimmung zu verwechseln. Dass sich der Staat als Diener des Eigentums bezeichnet, ist ja auch nicht per se eine Verherrlichung. Nur für Bürger ist das so. Für Kommunisten ist das eine Kritik. Dass der Staat selbst affirmiert, was er ist, nämlich tatsächlich ein Diener des Eigentums, ist ja nicht wirklich verwunderlich. Und bloß weil sich das in den Ohren von lauter Eigentumsliebhabern positiv anhört, ist es nicht automatisch die Unwahrheit oder eine Einbildung. Eine Ideologie ist das nicht, weil es falsch ist, wenn der Staat sagt er sei ein Verfechter des Eigentums, sondern weil alle davon ausgehen, dass das eine g u t e S a c h e ist. Das ist sie nicht.

„Und wenn die Bürger hergehen und (wie Krim) meinen der Staat würde dem Eigentum dienen, dann ist das auch nicht das tatsächliche Verhältnis, sondern dann verherrlichen auch sie den Staat.“

1. Nein, eben nicht wie Krim. Denn für Krim ist das eine Kritik. 2. Falscher Gegensatz. Es ist das tatsächliche Verhältnis und sie Verherrlichen den Staat, weil sie es für eine g u t e S a c h e halten wenn der Staat dem Eigentum dient.

„Und euch fällt –…– nichts besseres ein als euren Kram in einen Wert zu verfabeln und Kritiker daran abzukanzeln.“

Na klar. Deshalb steige ich auch jedem einzelnen deiner verdrehten Argumente nach, während du in jedem Beitrag neue Verdrehungskunststückchen vorführst. Du musst zwei Dinge auseinanderhalten. Die Unvereinbarkeit mit deinem Käse f o l g t aus der Verkehrtheit deiner Argumente, die notwendig verkehrt sind, weil sie dem Interesse gehorchen Kommunisten zu blamieren. Meine Argumente folgen nicht umgekehrt aus meinem Unvereinbarkeitsbeschluss mit deinen Positionen.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129878 Wed, 17 Mar 2021 19:45:13 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129878 Wenn ich nur einen Teil des Satzes zitiere, dann deshalb weil ich den Rest für verzichtbar halte und er an meinem Gegenargument nichts ändert. Ich kann auch den Rest noch besprechen, obwohl es wie gesagt am Argument nichts ändert. Libelle sagt die Illustrationen , mit denen die Bürger ihren Nationalismus begründen, sind nicht der Grund warum sie eine Nation wollen. Hat niemand behauptet. Ideologien (Illustrationen) sind eben Ideologien und nicht die Wahrheit. Bloß ist das halt ein Ablenkung vom eigentlichen Gegenargument, das lautet: Wenn die Illustrationen nicht der Grund des Nationalismus sind, was ist denn dann der Grund des Nationalismus? Libelle labert und labert und den eigentlichen Gegenstand lässt er unbeantwortet. Seine Erklärung lautet: Nationalisten wollen eben einen Staat. Diese Tautologie ernsthaft als Erklärung anzubieten, ist ein theoretischer Offenbarungseid. Wie sagte weiland Bruce Willis in The Last Boyscout: "Das Wasser ist nass, der Himmel ist Blau, Frauen haben Geheimnisse, was ist schon dabei....!" "Nationalisten wollen eben einen Staat." Wenn ich nur einen Teil des Satzes zitiere, dann deshalb weil ich den Rest für verzichtbar halte und er an meinem Gegenargument nichts ändert. Ich kann auch den Rest noch besprechen, obwohl es wie gesagt am Argument nichts ändert.

Libelle sagt die Illustrationen , mit denen die Bürger ihren Nationalismus begründen, sind nicht der Grund warum sie eine Nation wollen. Hat niemand behauptet. Ideologien (Illustrationen) sind eben Ideologien und nicht die Wahrheit. Bloß ist das halt ein Ablenkung vom eigentlichen Gegenargument, das lautet: Wenn die Illustrationen nicht der Grund des Nationalismus sind, was ist denn dann der Grund des Nationalismus? Libelle labert und labert und den eigentlichen Gegenstand lässt er unbeantwortet. Seine Erklärung lautet: Nationalisten wollen eben einen Staat. Diese Tautologie ernsthaft als Erklärung anzubieten, ist ein theoretischer Offenbarungseid. Wie sagte weiland Bruce Willis in The Last Boyscout: „Das Wasser ist nass, der Himmel ist Blau, Frauen haben Geheimnisse, was ist schon dabei….!“ „Nationalisten wollen eben einen Staat.“

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129877 Wed, 17 Mar 2021 13:32:52 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129877 Mal den ganzen Gedanken von mir: <blockquote> Nationalisten wollen eben ihren Staat und die materiellen Zuschreibungen, die sie dabei vielleicht machen sind lediglich eine illustration dieses Standpunktes d.h. eine Erzählung. Das ist nicht der Grund, weshalb sie ihn wollen, sondern der ist eben die Übersetzung ihrer Interessenlage in den Wunsch einen eigenen Staat als deren Grundlage haben zu wollen. </blockquote> Was macht Krim daraus? <blockquote> Beleg gefällig: „Nationalisten wollen eben ihren Staat…“ </blockquote> Nun ist das nicht das, was in der Diskussion von mir vertreten worden ist, sondern an ganz vielen Stellen ist das <b>warum</b> des Separatismus, wie sie ihren Übergang auf ihr separatistisches Interesse machen erläutert. Nur gehts Krim eben nicht um sachliche Diskussion, sondern eben die Behauptung seines <b>Standpunktes</b>, weshalb er sich damit begnügt Satzanfänge zu zitieren und zu behaupten sie wären das ganze Argument. Sowas kommt davon, wenn man meint Politik machen zu müssen. Dann ist eben alles ein Standpunkt. Ich bin jedenfalls mit der Diskussion hier zufrieden und werde das an anderer Stelle noch bei Gelegenheit zusammenfassen, damit jeder, den es interessiert auch die Kritik an der krimunistischen Theorie der Nation kennt. Für mich endet das hier. Mal den ganzen Gedanken von mir:

Nationalisten wollen eben ihren Staat und die materiellen Zuschreibungen, die sie dabei vielleicht machen sind lediglich eine illustration dieses Standpunktes d.h. eine Erzählung. Das ist nicht der Grund, weshalb sie ihn wollen, sondern der ist eben die Übersetzung ihrer Interessenlage in den Wunsch einen eigenen Staat als deren Grundlage haben zu wollen.

Was macht Krim daraus?

Beleg gefällig: „Nationalisten wollen eben ihren Staat…“

Nun ist das nicht das, was in der Diskussion von mir vertreten worden ist, sondern an ganz vielen Stellen ist das warum des Separatismus, wie sie ihren Übergang auf ihr separatistisches Interesse machen erläutert. Nur gehts Krim eben nicht um sachliche Diskussion, sondern eben die Behauptung seines Standpunktes, weshalb er sich damit begnügt Satzanfänge zu zitieren und zu behaupten sie wären das ganze Argument. Sowas kommt davon, wenn man meint Politik machen zu müssen. Dann ist eben alles ein Standpunkt.

Ich bin jedenfalls mit der Diskussion hier zufrieden und werde das an anderer Stelle noch bei Gelegenheit zusammenfassen, damit jeder, den es interessiert auch die Kritik an der krimunistischen Theorie der Nation kennt. Für mich endet das hier.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129876 Wed, 17 Mar 2021 12:59:15 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129876 <blockquote>Geklärt werden in der Diskussion in diesem Zusammenhang die Gegenstände Nationalstaat, Nationalismus, Ethnizität, Gewalt, Eigentum (auch historisch) usw…</blockquote> Dem kann ich nur entnehmen, dass du weiterhin mit den Begriffen jonglieren willst, damit man nicht genau ausmachen kann, welcher Begriff gerade durch die Luft fliegt und welcher sich in der rechten oder Linken Hand befindet. Also das übliche postmoderne Verwirrspiel. Danke für die Bestätigung meiner Kritik. <blockquote>"Nationalismus ist einfach die Parteinahme für einen Nationalstaat"</blockquote> Dann sind Separatisten keine Nationalist, weil es diesen Nationalstaat ja nicht gibt. <blockquote>"Ich komme also überhaupt nicht wegen eines Zirkels auf einen Wahn, sondern wegen eines Kollektivbewusstseins, in dem ein materielles Kollektiv nicht vorkommt, das also einen Zusammenhang von Menschen postuliert, der weder von allen geteilt wird (es hält sich ja nicht jeder in das Pfälzer Kollektiv eingemeindete Mensch für einen Pfälzer,"</blockquote> Was denn jetzt? Kollektivbewusstsein oder hält sich nicht jeder aus der Pfälzergemeinde für einen Pfälzer, also kein Kollektivbewusstsein. <blockquote>"noch haben „die Deutschen“ das Bewusstsein, dass sie dieses Kollektiv bilden würden, weil sie dem gleichen Nationalstaat unterworfen sind,"</blockquote> Das wäre ja auch falsch. Unterworfenheit unter den gleichen Nationalstaat ist nicht der Inhalt von Nationalismus. <blockquote> sondern ihre Vorstellung ist eben, dass der Nationalstaat das Resultat dieses Kollektivs „wir Deutschen“ wäre,</blockquote> Resultat eines Kollektivs zu sein, ist aber eine überaus saumäßig abstrakte Bestimmung. Die Frage wäre dann doch gleich, wie kommt dieses Kollektiv eigentlich darauf, dass es eine gesellschaftliche Gewalt braucht. Der Schachclub ist ja auch ein Kollektiv und dessen Resultat ist auch kein Nationalstaat. <blockquote>"Das muss man nicht tun, sondern es ist eben nichts weiter als der Zwangskollektivierung durch eine Herrschaft (die in den meisten Fällen einfach im Nationalbewusstein affirmiert wird) eine alternative politische Kollektivauffassung (wir Schotten vs. wir Briten) entgegenzustellen"</blockquote> Du packt in Klammern, was eigentlich erklärt werden soll. Die Zwangskollektivierung durch die Herrschaft wird einfach affirmiert. Ja wenn das so ist. Warum machst du dir eigentlich die Mühe. Schreib doch einfach. "Nationalismus, das ist halt so, da kann man nichts machen." Außerdem ist es ein Widerspruch. Wo bleibt denn die Zwangskollektivierung, wenn man diese erst noch affirmieren muss oder ihr eine alternative Kollektivauffassung entgegenstellen kann. <blockquote>"Und das gibt es nur auf der Grundlage eines bestehenden Nationalstaates. "</blockquote> Womit du zwar den Separatismus in eine Form des Nationalismus aufgelöst hast, den Nationalismus aber noch nicht erklärt hast. <blockquote>Man spricht darin dem bestehenden Staat einfach die Fähigkeit ab überhaupt den eigenen Interessen dienstbar sein zu können.</blockquote> Dann gibst du zu, dass der Maßstab für Nationalisten darin besteht, ob ein Staat den eigenen Interessen dienstbar ist. <blockquote>"Man merkt an obigem Zitat von Krim, dass er interessiert halluziniert."</blockquote> Na klar. Was Libelle nicht erklären kann, wird einfach für verrückt erklärt. Nationalismus - Ein Wahn. Krim - ein Halluzinationist, Halluzinator, ein Halluzinierender. <blockquote>", sondern schreibt nur gegen die Einbildungen an, die er sich über seine Kritiker zurechtlegt."</blockquote> LOL. Und die zurechtgelegten eingebildeten Halluzinationen stehen bei Krim perfider Weise immer in Anführungszeichen und sind mit Blockquote nochmal extra hervorgehoben, um ihnen den Anschein von Zitaten zu geben. Und auch darüber hinaus ist Krim eigentlich der moderne Antichrist. Nur die Hörner hat er sich mit Absicht abgesägt, damit man ihn nicht so leicht erkennt. <blockquote>"Nein, wollen sie nicht. Sie wollen nur eine einzige Bedingung schottischen Geschäfts und das ist ihr eigener Nationalstaat,"</blockquote> Du musst aufhören Gegensätze zu entdecken wo keine sind. Nationalisten wollen einen Nationalstaat, damit dieser günstige Bedingungen für das Geschäftemachen schafft und insofern er das tut ist er die Bedingung für ihr Geschäft. <blockquote>"Hier bekennt sich krim zur Affirmation des bürgerlichen Standpunktes, dass einem eine Gewalt d.h. etwas, das den eigenen Interessen entgegen steht und sich die Gesellschaft unterwirft dienen kann. Das ist in der Diskussion schon ausführlich kritisiert und die Kurzform dieser Kritik ist: Untertanen dienen der Herrschaft und nicht die Herrschaft ihnen."</blockquote> Wieder falscher Gegensatz. Auch das ist im Thread schon bis zum Erbrechen widerlegt. Untertanen sind das Mittel der Herrschaft (die Herrschaft hält sich in der Mittelbeschaffung eben an ihre Gesellschaft), damit die Herrschaft der Gesellschaft bzw. der Ökonomie dienstbar sein kann. Der bürgerliche Staat steht den Interessen der Bürger eben nur in einer Hinsicht entgegen, indem er ihnen einen Teil des produzierten Reichtums für Staatszwecke abknöpft. In anderer Hinsicht dient er dem Gemeinwillen der Bürger und deshalb gibt es ihn überhaupt. Zusätzlich relativiert er Einzelwillen am Gemeinwillen der Eigentümer relativiert. d.h. ja eine Gewalt, die den individuellen Interessen teilweise entgegensteht, kann durchaus dem Gemeinwillen der Bürger dienen. Mit Affirmation meinerseits hat das nichts zu tun. <blockquote>"Die öffentliche Gewalt ist niemandem verpflichtet,"</blockquote> Sie ist dem nationalen Kollektiv verpflichtet, also die schottische Staatsgewalt den Schotten und nicht den Engländern. Darum ging es bei der Verpflichtung. Die schottische Arbeiterklasse will eine schottische Staatsgewalt und keine englische und die schottischen Kapitalisten wollen auch eine schottische Gewalt und keine englische. Es ging hier nicht darum das die Staatsgewalt exklusiv einer Klasse und nicht der anderen dient, sondern dass beide Klassen eine Gewalt wollen, die den Schotten dient. <blockquote>"Für eine Verpflichtung der öffentlichen Gewalt bräuchte es eben noch eine darüber stehende Gewalt, die ihrerseits der öffentlichen Gewalt vorschreibt, was sie zu tun hat. Das wäre aber ein Widerspruch zum Gewaltmonopol des Staates."</blockquote> Unterordnung ist ein Zwangsverhältnis und kein Pflichtverhältnis. Eine Gewalt ist dem Willen verpflichtet, dessen Mittel sie ist und der sie hervorbringt. Mir ist kein treffenderes Wort eingefallen. Gemeint ist die funktionale Bezogenheit auf den Willen, der sie als sein Mittel benutzt. Dieser Wille ist der Gewalt als ihr Zweck eingeschrieben, sie ist bestimmt durch diesen Willen. Und d a z u ist das Gewaltmonopol kein Widerspruch. <blockquote>"Und hinsichtlich ihres ökonomischen Status als Beschäftigte von BP, Shell, als Investoren in die Aktien dieser Firmen usw… ändert sich gleichfalls nichts."</blockquote> Vielleicht doch. z.B. wenn der schottische Staat einen besseren Arbeitsschutz beschließt, wenn er andere Umweltauflage beschließt, wenn die Lizenzgebühren für die Förderung an den schottischen Staat gehen und nicht mehr an England, der von dem Geld Wirtschaftsförderung betreibt oder sein Gesundheitswesen, Bildungswesen, Infrastrktur modernisiert usw. <blockquote>"Und dann kommen solche Sprüche wie, dass das Sein das Bewusstsein bestimmen würde."</blockquote> Tja Libelle. Wer Sprüche sät, erntet Sprüche. Wenn du mir damit kommst, ich würde nicht vom Bewusstsein ausgehen, dann antworte ich eben "Ja, aus gutem Grund". <blockquote>"Erstens ist das verkehrt, weil das Sein nun mal nicht festlegt, welches bewusste Sein die Leute pflegen d.h. sie machen sich eben ein Bewusstsein über das Sein und ändern ihr Sein auch auf der Grundlage wie ihnen dieses Sein bewusst ist."</blockquote> Das sagst ausgerechnet du, der du an jeder passenden und unpassende Stelle betonst, die Leute würden ihre Interssen an den existierenden Verhältnissen entwickeln, also mit einem notwendig falschen Bewusstsein unterwegs sein. Jetzt passt es dir gerade nicht in den Kram, also behauptest du das Gegenteil. Kommunisten ändern ihr Sein entlang ihres Bewusstseins. Normale Leute affirmieren die Verhältnisse und richten ihr Bewusstsein am ihrem affirmierten Sein aus. Und darum geht es doch gerade. Um Nationalisten die die Verhältnisse affirmieren, also ein notweidnig falsches Bewusstsein haben, also legt ihr Sein sehr wohl fest welches Bewusstsein sie haben. <blockquote>"Das tut sie nicht bzw. verzichten Nationalisten bzw. Nationalstaaten auch nicht auf den allerkärgsten Landstrich, dem hinten und vorne, oben und unten nicht anzusehen ist, was er als Reichtumsvoraussetzung taugen soll. Da werden Kriege um Felsen geführt."</blockquote> Das wurde schon erklärt. Reichtumsvoraussetzung zu sein darf man nicht mit Reichtum verwechseln. Das ist keine Mine oder ein Rohstoff, sondern die Potenz dafür, dass er Reichtumsproduktion werden kann. Da zählt jeder Felsen. Den kann man bebauen mit Leuchtürmen, Militäranlagen, im Meer erweitert er die Grenzen mit 12 und 200 Meilenzone. Es ist einfach ein dummer, ein längst kritisierter Kurzschluss, dass Landstriche, die auf den ersten Blick wie Wüsteneien aussehen, nie zur Reuchtumsproduktion taugen. <blockquote>"Auch für China liegen die Reichtumsvoraussetzungen (was Rohstoffe betrifft) also in anderen Nationalstaaten,"</blockquote> Nochmal: Dieser Satz ist falsch und seine Widerlegung ist das was du, statt ein Argument zu sagen, als Sophisterei bezeichnest. Wenn die Reichtumsvoraussetzungen in anderen Nationalstaaten sich befinden, dann trifft diese Aussage offensichtlich nicht auf "anderen Nationalstsaaten" zu. Das ist ein Hinweis, dass dein Argument quatsch ist und du weißt das auch, weil du ständig einschränken musst "was Rohstoffe betrifft" "in der Regel". Rohstoffe sind übrigens schon Reichtum. Reichtumsvorausetzung sind Rohstoffe im Boden. Das ist also ein viel prinzipiellerer Standpunkt als die Frage, wo kommen die Rohstoffe für ein Händi her. Auch die leicht dümmliche Entgegenung, dass nicht a l l e denkbaren Reichtumsvorausetzungen in j e d e m Staat vorhanden sind, widerlegt eben nicht, dass es Nationen um exklusiven Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen geht. Was eine Reichtumsvoraussetzung ist und was nicht, weiß man eben im voraus oft gar nicht, sondern erst wenn man Zugriff darauf hat. <blockquote>"das, was man als Reichtumsvoraussetzung braucht liegt zum größten Teil in anderen Nationalstaaten."</blockquote> Du verwechselst Reichtum und Reichtumsvoraussetzung. Rohstoffe, Halbprodukte, Vorprodukte sind alles schon Reichtum, die eine nationale Produktion unterstellen, die staatliche Verfügung über grundlegende Reichtumsvorausetzungen unterstellt. Der Staat kommt nicht erst ins Spiel, wenn sich ein Produzent irgendeines Dings eine Einkaufsliste schreibt. <blockquote>"er betreibt also bezüglich der Rohstoffe Imperialismus und macht andere Staaten von sich abhängig."</blockquote> Menschenskinder. Warum muss ich alles zweimal schreiben. Imperialismus kann ein Staat nur betreiben, wenn er schon ein Nationalstaat ist. Du machst wieder den zweiten Schritt vor dem ersten. Der erste Schritt ist, dass eine Gewalt Verfügung über ein Territorium als Grundlage einer Ökonomie (Reichtumsvorausetzung) erobert, und erst im zweiten Schritt erweitert es diese Grundlage mit einem Imperialismus, d.h. indem sich die Gewalt mit anderen Gewalten ins Benehmen setzt. <blockquote>"Die normalen Bürger haben diesen Standpunkt nicht, weil eben der Staat und nicht sie das Subjekt der nationalen Gesellschaft sind."</blockquote> Dieser Satz ist doch überhaupt nicht logisch. Weil der Staat das Gewaltsubjekt ist, können Bürger keinen Standpunkt der Staatenkonkurrenz einnehmen? Doch können sie und tun sie. <blockquote>"und dann errichten sie ... eine neue Gewalt über sich, die dann den Imperialismus als Notwendigkeit entdeckt die Grundlagen der nationalen Reichtumsproduktion auch außerhalb ihrer Grenzen sicherzustellen"</blockquote> Imperialismus unterstellt einen gesicherte Verfügung über das eigene Territorium als Voraussetzung der Reichtumsproduktion. <blockquote>"und in seinem 2. Schritt verwechselt er das Subjekt, das den imperialistischen Übergang macht. Es sind nicht die Leute, die den Staat bitten doch andere zu unterwerfen,"</blockquote> Wer hat denn bitte behauptet der Staat würde auf Bitten von Bürgern andere Nationen unterwerfen? Ne das machen schon die Profis im Verteidigungsministerium. Nationalisten finden das dann aber meist gut und drücken ihrer Nation die Daumen. <blockquote>"weil die Leute das staatliche Interesse nicht haben."</blockquote> Das stimmt auch nicht. Schließlich sind es Nationalisten und ideell schwingen sie sich allemal in die Position von Staatenlenkern auf. Das sie es nicht sind entschuldigt sie nicht. So geht eben die Arbeitsteilung von Herrschaft und Gefolgschaft. Immerhin wählen sie das Personal, das sie dann in den nächsten Krieg führt. <blockquote>"Die Sache mit der Sicherung des exklusiven Zugriffs auf die Voraussetzungen kapitalistischer Reichtumsproduktion sollte jetzt vom TTisch sein."</blockquote> Keinesfalls. Alle Argumente habe ich widerlegt. <blockquote>"Wozu ist das Staatsgebiet gut?"</blockquote> Libelle du bist echt eine Knalltüte. Erst fängst du mit Stammesgebiet an, das tatsächlich die Reproduktionsgrundlage des Stammes ist. Dass auch Stämme manchmal Kriege um Jagd oder Weidegründe führen scheint dir glatt entfallen zu sein. Und dass es in diesem Fall auch eine militärische Struktur gibt, dem der Stamm untergeordnet wird auch. Statt Herrschaft nur Friede und Freude. Der Unterschied ist doch nur, dass sich die Herrschaft also die Krieger noch nicht arbeitsteilig losgelöst haben von der Reproduktion des Stammes, sondern mal Krieger mal Jäger oder Hirten sind. Im Fortgang deiner Erzählung, weißt du dann von einer schmarotzenden Herrschaft zu berichten, die sich dann offenbar von der Reichtumsproduktion getrennt hat, aber ihr als Parasit anhaftet. Was diese Herrschaft so tut und treibt, wieso es sie gibt ist dir völlig schleierhaft. Du schließt du aus ihrer Trennung von der Ökonomie auf ihre parasitäre Bestimmung, die du dann tautologisch mit der Umlenkungsfunktion von Reichtum erklärst. Als Zweck der Gewalt machst du im Ernst vorstellig, dass diese dazu da wäre den Leute das Geld abzuknöpfen. <blockquote>"Also nicht die Reichtumsvoraussetzungen (das ist ein nice to have für eine Herrschaft), sondern die Voraussetzungen der Menschen, die man besteuern will, denen man Zölle abköpfen will usw… kontrolliert. Dazu baut man eine Grenze auf und sagt: wer drüber geht bezahlt was"</blockquote> LOL. Echt Schenkelklopfer. Genau. Ein Staatsgebiet brauchts, damit es Grenzen gibt, weil ohne Grenzen kann die Herrschaft keine Zollhäuschen bauen und keine Schlagbäume, um den Händlern Zölle abzuknöpfen. <blockquote>"2. Ist der etabliert beherrscht er die Gesellschaft und nutzt sie als seine Revenuequelle (mittels seiner Wegelagerei) und dafür braucht er das nationale Territorium."</blockquote> Bloß w o z u gibt der Staat eigentlich den Vito Corleone? Parasiten sind ja nutzlos. Dem Wirt geht es ohne besser. Würde der Staat nicht existieren, bräuchte er auch keine Revenuequelle.

Geklärt werden in der Diskussion in diesem Zusammenhang die Gegenstände Nationalstaat, Nationalismus, Ethnizität, Gewalt, Eigentum (auch historisch) usw…

Dem kann ich nur entnehmen, dass du weiterhin mit den Begriffen jonglieren willst, damit man nicht genau ausmachen kann, welcher Begriff gerade durch die Luft fliegt und welcher sich in der rechten oder Linken Hand befindet. Also das übliche postmoderne Verwirrspiel. Danke für die Bestätigung meiner Kritik.

„Nationalismus ist einfach die Parteinahme für einen Nationalstaat“

Dann sind Separatisten keine Nationalist, weil es diesen Nationalstaat ja nicht gibt.

„Ich komme also überhaupt nicht wegen eines Zirkels auf einen Wahn, sondern wegen eines Kollektivbewusstseins, in dem ein materielles Kollektiv nicht vorkommt, das also einen Zusammenhang von Menschen postuliert, der weder von allen geteilt wird (es hält sich ja nicht jeder in das Pfälzer Kollektiv eingemeindete Mensch für einen Pfälzer,“

Was denn jetzt? Kollektivbewusstsein oder hält sich nicht jeder aus der Pfälzergemeinde für einen Pfälzer, also kein Kollektivbewusstsein.

„noch haben „die Deutschen“ das Bewusstsein, dass sie dieses Kollektiv bilden würden, weil sie dem gleichen Nationalstaat unterworfen sind,“

Das wäre ja auch falsch. Unterworfenheit unter den gleichen Nationalstaat ist nicht der Inhalt von Nationalismus.

sondern ihre Vorstellung ist eben, dass der Nationalstaat das Resultat dieses Kollektivs „wir Deutschen“ wäre,

Resultat eines Kollektivs zu sein, ist aber eine überaus saumäßig abstrakte Bestimmung. Die Frage wäre dann doch gleich, wie kommt dieses Kollektiv eigentlich darauf, dass es eine gesellschaftliche Gewalt braucht. Der Schachclub ist ja auch ein Kollektiv und dessen Resultat ist auch kein Nationalstaat.

„Das muss man nicht tun, sondern es ist eben nichts weiter als der Zwangskollektivierung durch eine Herrschaft (die in den meisten Fällen einfach im Nationalbewusstein affirmiert wird) eine alternative politische Kollektivauffassung (wir Schotten vs. wir Briten) entgegenzustellen“

Du packt in Klammern, was eigentlich erklärt werden soll. Die Zwangskollektivierung durch die Herrschaft wird einfach affirmiert. Ja wenn das so ist. Warum machst du dir eigentlich die Mühe. Schreib doch einfach. „Nationalismus, das ist halt so, da kann man nichts machen.“ Außerdem ist es ein Widerspruch. Wo bleibt denn die Zwangskollektivierung, wenn man diese erst noch affirmieren muss oder ihr eine alternative Kollektivauffassung entgegenstellen kann.

„Und das gibt es nur auf der Grundlage eines bestehenden Nationalstaates. „

Womit du zwar den Separatismus in eine Form des Nationalismus aufgelöst hast, den Nationalismus aber noch nicht erklärt hast.

Man spricht darin dem bestehenden Staat einfach die Fähigkeit ab überhaupt den eigenen Interessen dienstbar sein zu können.

Dann gibst du zu, dass der Maßstab für Nationalisten darin besteht, ob ein Staat den eigenen Interessen dienstbar ist.

„Man merkt an obigem Zitat von Krim, dass er interessiert halluziniert.“

Na klar. Was Libelle nicht erklären kann, wird einfach für verrückt erklärt. Nationalismus – Ein Wahn. Krim – ein Halluzinationist, Halluzinator, ein Halluzinierender.

“, sondern schreibt nur gegen die Einbildungen an, die er sich über seine Kritiker zurechtlegt.“

LOL. Und die zurechtgelegten eingebildeten Halluzinationen stehen bei Krim perfider Weise immer in Anführungszeichen und sind mit Blockquote nochmal extra hervorgehoben, um ihnen den Anschein von Zitaten zu geben. Und auch darüber hinaus ist Krim eigentlich der moderne Antichrist. Nur die Hörner hat er sich mit Absicht abgesägt, damit man ihn nicht so leicht erkennt.

„Nein, wollen sie nicht. Sie wollen nur eine einzige Bedingung schottischen Geschäfts und das ist ihr eigener Nationalstaat,“

Du musst aufhören Gegensätze zu entdecken wo keine sind. Nationalisten wollen einen Nationalstaat, damit dieser günstige Bedingungen für das Geschäftemachen schafft und insofern er das tut ist er die Bedingung für ihr Geschäft.

„Hier bekennt sich krim zur Affirmation des bürgerlichen Standpunktes, dass einem eine Gewalt d.h. etwas, das den eigenen Interessen entgegen steht und sich die Gesellschaft unterwirft dienen kann. Das ist in der Diskussion schon ausführlich kritisiert und die Kurzform dieser Kritik ist: Untertanen dienen der Herrschaft und nicht die Herrschaft ihnen.“

Wieder falscher Gegensatz. Auch das ist im Thread schon bis zum Erbrechen widerlegt. Untertanen sind das Mittel der Herrschaft (die Herrschaft hält sich in der Mittelbeschaffung eben an ihre Gesellschaft), damit die Herrschaft der Gesellschaft bzw. der Ökonomie dienstbar sein kann. Der bürgerliche Staat steht den Interessen der Bürger eben nur in einer Hinsicht entgegen, indem er ihnen einen Teil des produzierten Reichtums für Staatszwecke abknöpft. In anderer Hinsicht dient er dem Gemeinwillen der Bürger und deshalb gibt es ihn überhaupt. Zusätzlich relativiert er Einzelwillen am Gemeinwillen der Eigentümer relativiert.
d.h. ja eine Gewalt, die den individuellen Interessen teilweise entgegensteht, kann durchaus dem Gemeinwillen der Bürger dienen. Mit Affirmation meinerseits hat das nichts zu tun.

„Die öffentliche Gewalt ist niemandem verpflichtet,“

Sie ist dem nationalen Kollektiv verpflichtet, also die schottische Staatsgewalt den Schotten und nicht den Engländern. Darum ging es bei der Verpflichtung. Die schottische Arbeiterklasse will eine schottische Staatsgewalt und keine englische und die schottischen Kapitalisten wollen auch eine schottische Gewalt und keine englische. Es ging hier nicht darum das die Staatsgewalt exklusiv einer Klasse und nicht der anderen dient, sondern dass beide Klassen eine Gewalt wollen, die den Schotten dient.

„Für eine Verpflichtung der öffentlichen Gewalt bräuchte es eben noch eine darüber stehende Gewalt, die ihrerseits der öffentlichen Gewalt vorschreibt, was sie zu tun hat. Das wäre aber ein Widerspruch zum Gewaltmonopol des Staates.“

Unterordnung ist ein Zwangsverhältnis und kein Pflichtverhältnis. Eine Gewalt ist dem Willen verpflichtet, dessen Mittel sie ist und der sie hervorbringt. Mir ist kein treffenderes Wort eingefallen. Gemeint ist die funktionale Bezogenheit auf den Willen, der sie als sein Mittel benutzt. Dieser Wille ist der Gewalt als ihr Zweck eingeschrieben, sie ist bestimmt durch diesen Willen. Und d a z u ist das Gewaltmonopol kein Widerspruch.

„Und hinsichtlich ihres ökonomischen Status als Beschäftigte von BP, Shell, als Investoren in die Aktien dieser Firmen usw… ändert sich gleichfalls nichts.“

Vielleicht doch. z.B. wenn der schottische Staat einen besseren Arbeitsschutz beschließt, wenn er andere Umweltauflage beschließt, wenn die Lizenzgebühren für die Förderung an den schottischen Staat gehen und nicht mehr an England, der von dem Geld Wirtschaftsförderung betreibt oder sein Gesundheitswesen, Bildungswesen, Infrastrktur modernisiert usw.

„Und dann kommen solche Sprüche wie, dass das Sein das Bewusstsein bestimmen würde.“

Tja Libelle. Wer Sprüche sät, erntet Sprüche. Wenn du mir damit kommst, ich würde nicht vom Bewusstsein ausgehen, dann antworte ich eben „Ja, aus gutem Grund“.

„Erstens ist das verkehrt, weil das Sein nun mal nicht festlegt, welches bewusste Sein die Leute pflegen d.h. sie machen sich eben ein Bewusstsein über das Sein und ändern ihr Sein auch auf der Grundlage wie ihnen dieses Sein bewusst ist.“

Das sagst ausgerechnet du, der du an jeder passenden und unpassende Stelle betonst, die Leute würden ihre Interssen an den existierenden Verhältnissen entwickeln, also mit einem notwendig falschen Bewusstsein unterwegs sein. Jetzt passt es dir gerade nicht in den Kram, also behauptest du das Gegenteil. Kommunisten ändern ihr Sein entlang ihres Bewusstseins. Normale Leute affirmieren die Verhältnisse und richten ihr Bewusstsein am ihrem affirmierten Sein aus. Und darum geht es doch gerade. Um Nationalisten die die Verhältnisse affirmieren, also ein notweidnig falsches Bewusstsein haben, also legt ihr Sein sehr wohl fest welches Bewusstsein sie haben.

„Das tut sie nicht bzw. verzichten Nationalisten bzw. Nationalstaaten auch nicht auf den allerkärgsten Landstrich, dem hinten und vorne, oben und unten nicht anzusehen ist, was er als Reichtumsvoraussetzung taugen soll. Da werden Kriege um Felsen geführt.“

Das wurde schon erklärt. Reichtumsvoraussetzung zu sein darf man nicht mit Reichtum verwechseln. Das ist keine Mine oder ein Rohstoff, sondern die Potenz dafür, dass er Reichtumsproduktion werden kann. Da zählt jeder Felsen. Den kann man bebauen mit Leuchtürmen, Militäranlagen, im Meer erweitert er die Grenzen mit 12 und 200 Meilenzone. Es ist einfach ein dummer, ein längst kritisierter Kurzschluss, dass Landstriche, die auf den ersten Blick wie Wüsteneien aussehen, nie zur Reuchtumsproduktion taugen.

„Auch für China liegen die Reichtumsvoraussetzungen (was Rohstoffe betrifft) also in anderen Nationalstaaten,“

Nochmal: Dieser Satz ist falsch und seine Widerlegung ist das was du, statt ein Argument zu sagen, als Sophisterei bezeichnest. Wenn die Reichtumsvoraussetzungen in anderen Nationalstaaten sich befinden, dann trifft diese Aussage offensichtlich nicht auf „anderen Nationalstsaaten“ zu. Das ist ein Hinweis, dass dein Argument quatsch ist und du weißt das auch, weil du ständig einschränken musst „was Rohstoffe betrifft“ „in der Regel“. Rohstoffe sind übrigens schon Reichtum. Reichtumsvorausetzung sind Rohstoffe im Boden. Das ist also ein viel prinzipiellerer Standpunkt als die Frage, wo kommen die Rohstoffe für ein Händi her.

Auch die leicht dümmliche Entgegenung, dass nicht a l l e denkbaren Reichtumsvorausetzungen in j e d e m Staat vorhanden sind, widerlegt eben nicht, dass es Nationen um exklusiven Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen geht. Was eine Reichtumsvoraussetzung ist und was nicht, weiß man eben im voraus oft gar nicht, sondern erst wenn man Zugriff darauf hat.

„das, was man als Reichtumsvoraussetzung braucht liegt zum größten Teil in anderen Nationalstaaten.“

Du verwechselst Reichtum und Reichtumsvoraussetzung. Rohstoffe, Halbprodukte, Vorprodukte sind alles schon Reichtum, die eine nationale Produktion unterstellen, die staatliche Verfügung über grundlegende Reichtumsvorausetzungen unterstellt. Der Staat kommt nicht erst ins Spiel, wenn sich ein Produzent irgendeines Dings eine Einkaufsliste schreibt.

„er betreibt also bezüglich der Rohstoffe Imperialismus und macht andere Staaten von sich abhängig.“

Menschenskinder. Warum muss ich alles zweimal schreiben. Imperialismus kann ein Staat nur betreiben, wenn er schon ein Nationalstaat ist. Du machst wieder den zweiten Schritt vor dem ersten. Der erste Schritt ist, dass eine Gewalt Verfügung über ein Territorium als Grundlage einer Ökonomie (Reichtumsvorausetzung) erobert, und erst im zweiten Schritt erweitert es diese Grundlage mit einem Imperialismus, d.h. indem sich die Gewalt mit anderen Gewalten ins Benehmen setzt.

„Die normalen Bürger haben diesen Standpunkt nicht, weil eben der Staat und nicht sie das Subjekt der nationalen Gesellschaft sind.“

Dieser Satz ist doch überhaupt nicht logisch. Weil der Staat das Gewaltsubjekt ist, können Bürger keinen Standpunkt der Staatenkonkurrenz einnehmen? Doch können sie und tun sie.

„und dann errichten sie … eine neue Gewalt über sich, die dann den Imperialismus als Notwendigkeit entdeckt die Grundlagen der nationalen Reichtumsproduktion auch außerhalb ihrer Grenzen sicherzustellen“

Imperialismus unterstellt einen gesicherte Verfügung über das eigene Territorium als Voraussetzung der Reichtumsproduktion.

„und in seinem 2. Schritt verwechselt er das Subjekt, das den imperialistischen Übergang macht. Es sind nicht die Leute, die den Staat bitten doch andere zu unterwerfen,“

Wer hat denn bitte behauptet der Staat würde auf Bitten von Bürgern andere Nationen unterwerfen? Ne das machen schon die Profis im Verteidigungsministerium. Nationalisten finden das dann aber meist gut und drücken ihrer Nation die Daumen.

„weil die Leute das staatliche Interesse nicht haben.“

Das stimmt auch nicht. Schließlich sind es Nationalisten und ideell schwingen sie sich allemal in die Position von Staatenlenkern auf. Das sie es nicht sind entschuldigt sie nicht. So geht eben die Arbeitsteilung von Herrschaft und Gefolgschaft. Immerhin wählen sie das Personal, das sie dann in den nächsten Krieg führt.

„Die Sache mit der Sicherung des exklusiven Zugriffs auf die Voraussetzungen kapitalistischer Reichtumsproduktion sollte jetzt vom TTisch sein.“

Keinesfalls. Alle Argumente habe ich widerlegt.

„Wozu ist das Staatsgebiet gut?“

Libelle du bist echt eine Knalltüte. Erst fängst du mit Stammesgebiet an, das tatsächlich die Reproduktionsgrundlage des Stammes ist. Dass auch Stämme manchmal Kriege um Jagd oder Weidegründe führen scheint dir glatt entfallen zu sein. Und dass es in diesem Fall auch eine militärische Struktur gibt, dem der Stamm untergeordnet wird auch. Statt Herrschaft nur Friede und Freude. Der Unterschied ist doch nur, dass sich die Herrschaft also die Krieger noch nicht arbeitsteilig losgelöst haben von der Reproduktion des Stammes, sondern mal Krieger mal Jäger oder Hirten sind.
Im Fortgang deiner Erzählung, weißt du dann von einer schmarotzenden Herrschaft zu berichten, die sich dann offenbar von der Reichtumsproduktion getrennt hat, aber ihr als Parasit anhaftet. Was diese Herrschaft so tut und treibt, wieso es sie gibt ist dir völlig schleierhaft. Du schließt du aus ihrer Trennung von der Ökonomie auf ihre parasitäre Bestimmung, die du dann tautologisch mit der Umlenkungsfunktion von Reichtum erklärst. Als Zweck der Gewalt machst du im Ernst vorstellig, dass diese dazu da wäre den Leute das Geld abzuknöpfen.

„Also nicht die Reichtumsvoraussetzungen (das ist ein nice to have für eine Herrschaft), sondern die Voraussetzungen der Menschen, die man besteuern will, denen man Zölle abköpfen will usw… kontrolliert. Dazu baut man eine Grenze auf und sagt: wer drüber geht bezahlt was“

LOL. Echt Schenkelklopfer. Genau. Ein Staatsgebiet brauchts, damit es Grenzen gibt, weil ohne Grenzen kann die Herrschaft keine Zollhäuschen bauen und keine Schlagbäume, um den Händlern Zölle abzuknöpfen.

„2. Ist der etabliert beherrscht er die Gesellschaft und nutzt sie als seine Revenuequelle (mittels seiner Wegelagerei) und dafür braucht er das nationale Territorium.“

Bloß w o z u gibt der Staat eigentlich den Vito Corleone? Parasiten sind ja nutzlos. Dem Wirt geht es ohne besser. Würde der Staat nicht existieren, bräuchte er auch keine Revenuequelle.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129875 Wed, 17 Mar 2021 12:57:30 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129875 Jetzt behauptet Libelle wieder das Gegenteil. E r hat doch erzählt vor 300 Jahren hätte es noch keinen Nationalismus gegeben. Jetzt soll es den schottischen Materialismus wieder jenseits der kapitalistischen Krämerperspektive gegeben haben. Vulgär ist doch wohl eher deine theoretische Hilflosigkeit, die als Grund des Staatsterritorium ausmacht, dass man an seinen Grenzen Zollhäuschen aufstellen kann. Zudem untersuchen wir überhaupt nicht jedes Interesse, sondern fragen lediglich nach der Notwendigkeit einer nationalen gesellschaftlichen Staatsgewalt und diese Notwendigkeit liegt erstmal in der Gesellschaft und nicht im Staat, weil ein Staat als Gewalt immer das abgeleitete ist. Er ist die Folge eines Willensverhältnisses und dieses Willensverhältnis entspringt der Gesellschaft. Libelle dagegen gefällt sich darin den Staat einfach als daseiendes Subjekt zu unterstellen, das theoretisch nicht zu erklären sondern hinzunehmen ist. Sein ganzer Zweck besteht darin den Don Vito Corleone zu mimen und seiner Gesellschaft Geld abzuknöpfen. Wieso, weshalb, weiß keine Sau! Zumindest Libelle weiß es nicht. Also wer vertritt hier eine Verschwörungstheorie. Beleg gefällig: "Nationalisten wollen eben ihren Staat..." Das Argument heißt "eben". Das wollen sie halt. So sind sie eben die Nationalisten, dass sie eine Nation wollen. Also geben wir eine Tautologie als Erklärung aus und beharren einfach darauf, dass man damit zufrieden sein müsste. "Und darin, weil es dabei um die gewaltmäßige Grundlage der Interessen geht, ist von den Interessen abstrahiert" Na dann wollen sie die Nation doch nicht nur "eben", sondern wegen ihren ökonomischen Interessen. Was denn jetzt? Wollen sie den Staat einfach so, weil das bei Nationalisten eben so ist oder hat das doch damit zu tun, dass ihre ökonomischen Interessen einen Gewaltbedarf erzeugen. Dem der Staat dann als selbständiges Subjekt befriedigt. Und zu sagen, darin wäre von den ökonomischen Interessen abstrahiert, ist eben nur die halbe Wahrheit. Richtig ist, dass der Staat selbst kein ökonomisches Subjekt ist, was auch keiner behauptet hat, falsch ist, das diese Gewalt keinen funktionalen Bezug zu den ökonomischen Interessen hätte, denn nur um den Gewaltbedarf der ökonomischen Interesse zu befriedigen, gibt es sie überhaupt. Und diese Bestimmung des Nationalstaats ist etwas anderes als das Staatsbürgerliche Ideal von Nationalisten, die sich gerne denken würden, sie Staatsgewalt sei nur für ihr partikulares individuelles Interesse am Staat geschaffen worden. Das wäre falsch und Erklärung des Nationalstaats und die Erklärung des Staatsbürgerbewusstseins sind zu trennen, weil es zwei verschiedenen Gegenstände sind. Jetzt behauptet Libelle wieder das Gegenteil. E r hat doch erzählt vor 300 Jahren hätte es noch keinen Nationalismus gegeben. Jetzt soll es den schottischen Materialismus wieder jenseits der kapitalistischen Krämerperspektive gegeben haben.

Vulgär ist doch wohl eher deine theoretische Hilflosigkeit, die als Grund des Staatsterritorium ausmacht, dass man an seinen Grenzen Zollhäuschen aufstellen kann. Zudem untersuchen wir überhaupt nicht jedes Interesse, sondern fragen lediglich nach der Notwendigkeit einer nationalen gesellschaftlichen Staatsgewalt und diese Notwendigkeit liegt erstmal in der Gesellschaft und nicht im Staat, weil ein Staat als Gewalt immer das abgeleitete ist. Er ist die Folge eines Willensverhältnisses und dieses Willensverhältnis entspringt der Gesellschaft. Libelle dagegen gefällt sich darin den Staat einfach als daseiendes Subjekt zu unterstellen, das theoretisch nicht zu erklären sondern hinzunehmen ist. Sein ganzer Zweck besteht darin den Don Vito Corleone zu mimen und seiner Gesellschaft Geld abzuknöpfen. Wieso, weshalb, weiß keine Sau! Zumindest Libelle weiß es nicht. Also wer vertritt hier eine Verschwörungstheorie.

Beleg gefällig: „Nationalisten wollen eben ihren Staat…“
Das Argument heißt „eben“. Das wollen sie halt. So sind sie eben die Nationalisten, dass sie eine Nation wollen. Also geben wir eine Tautologie als Erklärung aus und beharren einfach darauf, dass man damit zufrieden sein müsste.

„Und darin, weil es dabei um die gewaltmäßige Grundlage der Interessen geht, ist von den Interessen abstrahiert“ Na dann wollen sie die Nation doch nicht nur „eben“, sondern wegen ihren ökonomischen Interessen. Was denn jetzt? Wollen sie den Staat einfach so, weil das bei Nationalisten eben so ist oder hat das doch damit zu tun, dass ihre ökonomischen Interessen einen Gewaltbedarf erzeugen. Dem der Staat dann als selbständiges Subjekt befriedigt. Und zu sagen, darin wäre von den ökonomischen Interessen abstrahiert, ist eben nur die halbe Wahrheit. Richtig ist, dass der Staat selbst kein ökonomisches Subjekt ist, was auch keiner behauptet hat, falsch ist, das diese Gewalt keinen funktionalen Bezug zu den ökonomischen Interessen hätte, denn nur um den Gewaltbedarf der ökonomischen Interesse zu befriedigen, gibt es sie überhaupt. Und diese Bestimmung des Nationalstaats ist etwas anderes als das Staatsbürgerliche Ideal von Nationalisten, die sich gerne denken würden, sie Staatsgewalt sei nur für ihr partikulares individuelles Interesse am Staat geschaffen worden. Das wäre falsch und Erklärung des Nationalstaats und die Erklärung des Staatsbürgerbewusstseins sind zu trennen, weil es zwei verschiedenen Gegenstände sind.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129874 Wed, 17 Mar 2021 11:17:17 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129874 Nichteinmal konstistent bleibt Krim in seiner Rechthaberei. <b>Er</b> will doch den Grund des schottischen Nationalismus in den materiellen Vorteilen, die sich die Schotten davon erhoffen gefunden haben. Und dafür spielt es eben eine Rolle, dass man zeigt: Den schottischen Nationalismus gab es <b>jenseits</b> dieser Krämerperspektive. Landläufig hieß das, was Krim und ricardo hier vertreten mal Vulgärmarxismus, der einfach platt bei jedem Interesse, das er im Kapitalimus wahrnimmt schaut welcher materielle Vorteil sich da für wen ergibt. Darin ist er auch eine Verschwörungstheorie. edit: Nationalisten wollen eben ihren <b>Staat</b> und die materiellen Zuschreibungen, die sie dabei vielleicht machen sind lediglich eine <b>illustration</b> dieses Standpunktes d.h. eine Erzählung. Das ist nicht der Grund, weshalb sie ihn wollen, sondern der ist eben die Übersetzung ihrer Interessenlage in den Wunsch einen eigenen Staat als deren Grundlage haben zu wollen. Und darin, weil es dabei um die gewaltmäßige Grundlage der Interessen geht, ist von den Interessen <b>abstrahiert</b> und sie kehren eben wieder als das <b>Ideal</b> der Identität von Interessen und Herrschaft, als Auspinselung der rosigen Zukunft, die nach der Separation ansteht. Nichteinmal konstistent bleibt Krim in seiner Rechthaberei. Er will doch den Grund des schottischen Nationalismus in den materiellen Vorteilen, die sich die Schotten davon erhoffen gefunden haben. Und dafür spielt es eben eine Rolle, dass man zeigt: Den schottischen Nationalismus gab es jenseits dieser Krämerperspektive.

Landläufig hieß das, was Krim und ricardo hier vertreten mal Vulgärmarxismus, der einfach platt bei jedem Interesse, das er im Kapitalimus wahrnimmt schaut welcher materielle Vorteil sich da für wen ergibt. Darin ist er auch eine Verschwörungstheorie.

edit: Nationalisten wollen eben ihren Staat und die materiellen Zuschreibungen, die sie dabei vielleicht machen sind lediglich eine illustration dieses Standpunktes d.h. eine Erzählung. Das ist nicht der Grund, weshalb sie ihn wollen, sondern der ist eben die Übersetzung ihrer Interessenlage in den Wunsch einen eigenen Staat als deren Grundlage haben zu wollen. Und darin, weil es dabei um die gewaltmäßige Grundlage der Interessen geht, ist von den Interessen abstrahiert und sie kehren eben wieder als das Ideal der Identität von Interessen und Herrschaft, als Auspinselung der rosigen Zukunft, die nach der Separation ansteht.

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129871 Wed, 17 Mar 2021 09:07:19 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129871 Schottland als Territorium eines gesellschaftlichen Gewaltsubjekts gab es nicht erst seit der Neuzeit. Zuvor war es ein Königreich, das mit England in ständigem Konflikt lag. Mag sein, dass es die bürgerliche Nation Schottland nicht schon länger gibt. "Es bleibt also dabei: Lange vor Entdeckung des Öls war die SNP die Partei der „scottish independency“" Das ist doch wurscht, ob das Öl vor Gründung des SNP entdeckt wurde. Jedenfalls sind die wirtschaftlichen Vorteile des Öl ein Argument, das der Unabhängigkeit zulauf verschafft. Vielleicht stellt sich bald heraus, dass die unbewaldeten Highlands spitzenmäßige Standorte für Windräder sind. Island ist ein kahles, wo wenig wächst. Es gibt Fischfang und Weidewirtschaft, aber wegen der Geothermie gibt es Energie im Überfluss. Weil Aluminium durch Elektrolyse aus Bauxit gewonnen wird und die Energie in Island billig ist, gehört Island zu den größten Aluminiumproduzenten der Welt. Das hätten sich weiland die Wikinger auch nicht träumen lassen als sie Island besiedelten. Schottland als Territorium eines gesellschaftlichen Gewaltsubjekts gab es nicht erst seit der Neuzeit. Zuvor war es ein Königreich, das mit England in ständigem Konflikt lag. Mag sein, dass es die bürgerliche Nation Schottland nicht schon länger gibt.

„Es bleibt also dabei: Lange vor Entdeckung des Öls war die SNP die Partei der „scottish independency““ Das ist doch wurscht, ob das Öl vor Gründung des SNP entdeckt wurde. Jedenfalls sind die wirtschaftlichen Vorteile des Öl ein Argument, das der Unabhängigkeit zulauf verschafft. Vielleicht stellt sich bald heraus, dass die unbewaldeten Highlands spitzenmäßige Standorte für Windräder sind. Island ist ein kahles, wo wenig wächst. Es gibt Fischfang und Weidewirtschaft, aber wegen der Geothermie gibt es Energie im Überfluss. Weil Aluminium durch Elektrolyse aus Bauxit gewonnen wird und die Energie in Island billig ist, gehört Island zu den größten Aluminiumproduzenten der Welt. Das hätten sich weiland die Wikinger auch nicht träumen lassen als sie Island besiedelten.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129839 Mon, 15 Mar 2021 12:20:33 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129839 @ricardo: Also du meinst, die Schotten wären schon immer Nationalisten gewesen. Dem widerspreche ich, weil es vor 300 Jahren noch keine Nationalstaaten und Nationen gab. Da sitzt du einer <b>Interpretation</b> der Geschichte Schottlands auf, die mit heutigen Interessen (nämlich dem an der Geschichte dieses wahnhaften Subjekts "die Schotten") in die Vergangenheit blickt. Dass dieses Nationalsbewusstsein ein <b>neuzeitliches</b> Konstrukt ist und keineswegs so alt ist wie von dir behauptet vgl. z.B. Benedict Andersons "Die Erfindung der Nation". Und dann schließt du aus dem Umstand, dass es in der Vergangenheit nur wenige Bewohner Schottlands gab, die Unabhängigkeit gewollt haben, dass das so gewesen wäre, weil sie zufrieden mit der britischen Herrschaft gewesen seien. Das ist alles völlig willkürlich. Ich greife mal ein paar deiner Behauptungen heraus: <blockquote> Das stimmt nicht. Zu Beginn (also vor Entdeckung des Öls etc.) wollte die SNP lediglich eine Autonomie. </blockquote> Widerlegung: <blockquote> Initially, the SNP did not support all-out independence for Scotland, but rather the establishment of a devolved Scottish Assembly within the United Kingdom. This became the party's initial position on the constitutional status of Scotland as a result of a compromise between the NPS, who did support independence, and the Scottish Party, who were devolutionists. </blockquote> Da gab es also unter den Gründungsparteien der SNP eine, die gleich Unabhängigkeit wollte und "Devolutionisten". Was ist Devolutionismus? (bei der NPS ist ja alles klar) Antwort: "A passing down or descent through successive stages of time or a process." Es stimmt also schlicht nicht, was du behauptest. Der Unterschied zwischen der Scottish Party und der NPS war nur, dass die Scottish Party einen <b>allmählichen</b> Prozess hin zur Unabhängigkeit wollte. Was da stattfindet ist <b>nicht</b> eine Unterordnung der Unabhängigkeit unter materielle Abwägungen, sondern der Streit um die <b>Optimierung</b> des Weges in die Unabhängigkeit. Dementsprechend eröffnet Nicola Sturgeon ja das Video, das ich oben verknüpft hatte gleich mit: "The SNP is the party of scottish independency". Ich könnte hier schon aufhören deinen Beitrag zu kommentieren. Und das mache ich auch (aus Zeitmangel) Es bleibt also dabei: Lange vor Entdeckung des Öls war die SNP die Partei der "scottish independency" <a href="https://www.scotsman.com/news/mi5-file-links-former-snp-leader-nazi-plan-2512735">backing</a> @ricardo:
Also du meinst, die Schotten wären schon immer Nationalisten gewesen. Dem widerspreche ich, weil es vor 300 Jahren noch keine Nationalstaaten und Nationen gab. Da sitzt du einer Interpretation der Geschichte Schottlands auf, die mit heutigen Interessen (nämlich dem an der Geschichte dieses wahnhaften Subjekts „die Schotten“) in die Vergangenheit blickt. Dass dieses Nationalsbewusstsein ein neuzeitliches Konstrukt ist und keineswegs so alt ist wie von dir behauptet vgl. z.B. Benedict Andersons „Die Erfindung der Nation“. Und dann schließt du aus dem Umstand, dass es in der Vergangenheit nur wenige Bewohner Schottlands gab, die Unabhängigkeit gewollt haben, dass das so gewesen wäre, weil sie zufrieden mit der britischen Herrschaft gewesen seien. Das ist alles völlig willkürlich. Ich greife mal ein paar deiner Behauptungen heraus:

Das stimmt nicht. Zu Beginn (also vor Entdeckung des Öls etc.) wollte die SNP lediglich eine Autonomie.

Widerlegung:

Initially, the SNP did not support all-out independence for Scotland, but rather the establishment of a devolved Scottish Assembly within the United Kingdom. This became the party’s initial position on the constitutional status of Scotland as a result of a compromise between the NPS, who did support independence, and the Scottish Party, who were devolutionists.

Da gab es also unter den Gründungsparteien der SNP eine, die gleich Unabhängigkeit wollte und „Devolutionisten“. Was ist Devolutionismus? (bei der NPS ist ja alles klar)
Antwort: „A passing down or descent through successive stages of time or a process.“

Es stimmt also schlicht nicht, was du behauptest. Der Unterschied zwischen der Scottish Party und der NPS war nur, dass die Scottish Party einen allmählichen Prozess hin zur Unabhängigkeit wollte.

Was da stattfindet ist nicht eine Unterordnung der Unabhängigkeit unter materielle Abwägungen, sondern der Streit um die Optimierung des Weges in die Unabhängigkeit. Dementsprechend eröffnet Nicola Sturgeon ja das Video, das ich oben verknüpft hatte gleich mit: „The SNP is the party of scottish independency“. Ich könnte hier schon aufhören deinen Beitrag zu kommentieren. Und das mache ich auch (aus Zeitmangel)

Es bleibt also dabei: Lange vor Entdeckung des Öls war die SNP die Partei der „scottish independency“

backing

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by: ricardo http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129833 Mon, 15 Mar 2021 10:07:56 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129833 @libelle "Und genau so ist das mit dem Ausschluss von den „Reichtumsvoraussetzungen“, zu deren Zweck Eigentümer eurer Theorie nach einen Nationalstaat gründen, um sich exklusiven Zugriff auf diese „Reichtumsvoraussetzungen“ zu sichern. " Darum geht es im vorangegangenen Kommentar nicht, denn die Nation ist ja schon vorhanden. Die Schotten haben ihren Nationalismus ja nie aufgegeben, sondern sahen ihre wesentlichen Interessen (Schutz und Auschluss) im Vereinigten Königreich aufgehoben. Der Ausschluss vom vorhanden kollektiven natürlichen Reichtum fand unter dem Dach des UK und durch die entsprechende Gewalt statt. "Das würde ja nach eurer Theorie einen sezessionistischen Anspruch Aberdeens begründen. Beantworte die Frage mal bitte" Die Aberdeener sind aber keine Nation sondern Schotten. "Dementsprechend gab es die SNP lange vor der Entdeckung dieses Öls und sie hat wie eh und je nur eines gewollt: scottish independency d.h. einen eigenen Nationalstaat, der die Schotten zu einer Nation emanzipiert." Das stimmt nicht. Zu Beginn (also vor Entdeckung des Öls etc.) wollte die SNP lediglich eine Autonomie. "Sie haben dann in den 1970′ern mit der Losung „das ist Schottlands Öl“ für ihren nationalen Standpunkt erfolgreich mobilisiert und es geschafft, mit dem Versprechen irgend eines materiellen Vorteils, der mit dieser ideellen Inbesitznahme des Öls verbunden wäre viele Leute auf ihre Seite zu ziehen." Eben. Sie wollen, selbst wenn es letztlich nur Versprechungen sein sollten, die Unabhängigkeit aufgrund materiellen Vorteils und nicht wegen eines Wahns. "Der Nationalist will einen eigenen Nationalstaat, weil er nur dem zutraut für ihn brauchbare Herrschaft sein zu können? Das ist völlig losgelöst von der Frage, ob die Gegend, in der er mit seinen Mitnationalisten siedelt mit Rohstoffen und sonstigen Reichtümern gesegnet ist oder nicht." Und warum haben die Schotten nicht schon längst die Unabhängigkeit gewollt? Sehr wahrscheinlich waren sie doch 300 Jahre lang zufrieden mit der bisherigen Variante ihres Nationalismus. Und warum ausgerechnet jetzt, wo die ausschließlich eigene Nutzung der kollektiven natürlichen Reichtümer mehr materielle Vorteile verspricht. "Die Einen, die als Wähler die SNP zu instrumentalisieren versuchen d.h. sie wählen SNP, weil sie hoffen, dass der britische Staat darüber zu Zugeständnissen gezwungen wird und z.B. der Region mehr von den Öleinnahmen bleibt. Die sind keine schottischen Nationalisten bzw. wählen nicht als schottischen Nationalisten, sondern (mehr oder weniger) ohnmächtig taktierende Wähler. Und es gibt eben die, die sich davon als Schotten politisieren lassen (und alles dazwischen) ... Und diese beiden Standpunkte sind welche von denen aus die SNP gewählt wird und sie versucht den „Wahlbürgerstandpunkt“ für ihre Unabhängigkeitsbestrebungen zu instrumentalisieren (wie solche Wähler versuchen die SNP zu instrumentalisieren)." Das mag sein. Darum geht es aber nicht sondern darum, dass die Schotten die Unabhängigkeit aus materiellen Gründen wollen. "Und genau dafür, dass diese Interpretation als ihre Machtbasis erhalten bleibt und ausgebaut wird, erzeugt die SNP eine ökonomische Erzählung, was die Unabhängigkeit und überhaupt die SNP Regierung doch für ein Dienst an den Leuten wäre." Diesmal hältst du also nicht nur die Nationalisten, sondern auch die Wähler für blöd, allein an das "Gequatsche" der SNP zu glauben.   "Ist es dann so, dass „die Eigentümer“ sich im Nationalstaat „exklusiven Zugriff“ auf „Reichtumsvoraussetzungen“ verschaffen oder ist es nicht eher so, dass sie sich einer Gewalt mit der Idee unterordnen, sie würde ihnen dienen? " Der "Zugriff" erfolgt doch indirekt. Und dabei können, müssen aber nicht, sich Vorteile ergeben, wie z.B. in Norwegen. "Sind also auch ihre Vorstellungen des Vorteils, der ihnen daraus entstehen würde nichts weiter als interessierte Einbildungen, die sie sich als Nationalisten zulegen, Bebilderungen des Vorteils, den ein eigener Nationalstaat hätte?" Es sind aber keine Einbildungen sondern reale Ergebnisse von, auch individuellen, Nutzen-Kosten-Rechnungen. Oder glaubst du denn wirklich, die Schotten wüssten nicht, dass nach der Unabhängigwerdung die Zuwendungen des englischen Staates wegfallen, die Importe aus GB teurer werden usw. usw.. Aber das hatten wir ja schon. @libelle

„Und genau so ist das mit dem Ausschluss von den „Reichtumsvoraussetzungen“, zu deren Zweck Eigentümer eurer Theorie nach einen Nationalstaat gründen, um sich exklusiven Zugriff auf diese „Reichtumsvoraussetzungen“ zu sichern. “

Darum geht es im vorangegangenen Kommentar nicht, denn die Nation ist ja schon vorhanden. Die Schotten haben ihren Nationalismus ja nie aufgegeben, sondern sahen ihre wesentlichen Interessen (Schutz und Auschluss) im Vereinigten Königreich aufgehoben. Der Ausschluss vom vorhanden kollektiven natürlichen Reichtum fand unter dem Dach des UK und durch die entsprechende Gewalt statt.

„Das würde ja nach eurer Theorie einen sezessionistischen Anspruch Aberdeens begründen. Beantworte die Frage mal bitte“

Die Aberdeener sind aber keine Nation sondern Schotten.

„Dementsprechend gab es die SNP lange vor der Entdeckung dieses Öls und sie hat wie eh und je nur eines gewollt: scottish independency d.h. einen eigenen Nationalstaat, der die Schotten zu einer Nation emanzipiert.“

Das stimmt nicht. Zu Beginn (also vor Entdeckung des Öls etc.) wollte die SNP lediglich eine Autonomie.

„Sie haben dann in den 1970′ern mit der Losung „das ist Schottlands Öl“ für ihren nationalen Standpunkt erfolgreich mobilisiert und es geschafft, mit dem Versprechen irgend eines materiellen Vorteils, der mit dieser ideellen Inbesitznahme des Öls verbunden wäre viele Leute auf ihre Seite zu ziehen.“

Eben. Sie wollen, selbst wenn es letztlich nur Versprechungen sein sollten, die Unabhängigkeit aufgrund materiellen Vorteils und nicht wegen eines Wahns.

„Der Nationalist will einen eigenen Nationalstaat, weil er nur dem zutraut für ihn brauchbare Herrschaft sein zu können? Das ist völlig losgelöst von der Frage, ob die Gegend, in der er mit seinen Mitnationalisten siedelt mit Rohstoffen und sonstigen Reichtümern gesegnet ist oder nicht.“

Und warum haben die Schotten nicht schon längst die Unabhängigkeit gewollt? Sehr wahrscheinlich waren sie doch 300 Jahre lang zufrieden mit der bisherigen Variante ihres Nationalismus. Und warum ausgerechnet jetzt, wo die ausschließlich eigene Nutzung der kollektiven natürlichen Reichtümer mehr materielle Vorteile verspricht.

„Die Einen, die als Wähler die SNP zu instrumentalisieren versuchen d.h. sie wählen SNP, weil sie hoffen, dass der britische Staat darüber zu Zugeständnissen gezwungen wird und z.B. der Region mehr von den Öleinnahmen bleibt. Die sind keine schottischen Nationalisten bzw. wählen nicht als schottischen Nationalisten, sondern (mehr oder weniger) ohnmächtig taktierende Wähler. Und es gibt eben die, die sich davon als Schotten politisieren lassen (und alles dazwischen) … Und diese beiden Standpunkte sind welche von denen aus die SNP gewählt wird und sie versucht den „Wahlbürgerstandpunkt“ für ihre Unabhängigkeitsbestrebungen zu instrumentalisieren (wie solche Wähler versuchen die SNP zu instrumentalisieren).“

Das mag sein. Darum geht es aber nicht sondern darum, dass die Schotten die Unabhängigkeit aus materiellen Gründen wollen.

„Und genau dafür, dass diese Interpretation als ihre Machtbasis erhalten bleibt und ausgebaut wird, erzeugt die SNP eine ökonomische Erzählung, was die Unabhängigkeit und überhaupt die SNP Regierung doch für ein Dienst an den Leuten wäre.“

Diesmal hältst du also nicht nur die Nationalisten, sondern auch die Wähler für blöd, allein an das „Gequatsche“ der SNP zu glauben.  

„Ist es dann so, dass „die Eigentümer“ sich im Nationalstaat „exklusiven Zugriff“ auf „Reichtumsvoraussetzungen“ verschaffen oder ist es nicht eher so, dass sie sich einer Gewalt mit der Idee unterordnen, sie würde ihnen dienen? “

Der „Zugriff“ erfolgt doch indirekt. Und dabei können, müssen aber nicht, sich Vorteile ergeben, wie z.B. in Norwegen.

„Sind also auch ihre Vorstellungen des Vorteils, der ihnen daraus entstehen würde nichts weiter als interessierte Einbildungen, die sie sich als Nationalisten zulegen, Bebilderungen des Vorteils, den ein eigener Nationalstaat hätte?“

Es sind aber keine Einbildungen sondern reale Ergebnisse von, auch individuellen, Nutzen-Kosten-Rechnungen. Oder glaubst du denn wirklich, die Schotten wüssten nicht, dass nach der Unabhängigwerdung die Zuwendungen des englischen Staates wegfallen, die Importe aus GB teurer werden usw. usw.. Aber das hatten wir ja schon.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129824 Mon, 15 Mar 2021 09:04:48 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129824 Zunächst mal dazu: <blockquote> Du musst mal festlegen was du klären willst. also z.B. Was ist Nationalismus? Du sagst dann einfach die nationale Sichtweise ist den kritisierten Mangelzuständen vorausgesetzt, also „unfair“ „keine Verfügung über Ölquellen“… Selbst wenn die Aussage stimmt: Nationalismus ist vorausgesetzt. Dann bist du so schlau wie am Anfang, weil festzuhalten, dass Nationalismus vorausgesetzt ist, ist ja keine Antwort auf die Frage, was er ist. Nationalismus ist dass er vorausgesetzt ist, ist ja ein Zirkel und keine Antwort. Wegen dieses Zirkels kommst du auf Wahn. </blockquote> Geklärt werden in der Diskussion in diesem Zusammenhang die Gegenstände Nationalstaat, Nationalismus, Ethnizität, Gewalt, Eigentum (auch historisch) usw... Und an den jeweiligen Stellen werden sie benannt und dann eben erklärt. Das ist jenseits von Krims Missverständnissen den Beiträgen auch zu entnehmen. Nationalismus ist einfach die Parteinahme für einen Nationalstaat und ein von diesem Zusammenhang emanzipiertes Kollektivbewusstsein (der Wahn). Ich komme also überhaupt nicht wegen eines Zirkels auf einen Wahn, sondern wegen eines Kollektivbewusstseins, in dem ein materielles Kollektiv nicht vorkommt, das also einen Zusammenhang von Menschen postuliert, der weder von allen geteilt wird (es hält sich ja nicht jeder in das Pfälzer Kollektiv eingemeindete Mensch für einen Pfälzer, noch haben "die Deutschen" das Bewusstsein, dass sie dieses Kollektiv bilden würden, weil sie dem gleichen Nationalstaat unterworfen sind, sondern ihre Vorstellung ist eben, dass der Nationalstaat das Resultat dieses Kollektivs "wir Deutschen" wäre, das sich über Fußball, Kultur und Geschichte definiert.) Das hat sich Krim mit seinem interessierten Blick auf die Diskussion nicht erlesen können, obwohl es in den Beiträgen steht. Einen nationalen, separatistischen Standpunkt einzunehmen und z.B. ein ethnisches Bewusstsein zu politisieren hat keine Notwendigkeit. Das muss man nicht tun, sondern es ist eben nichts weiter als der Zwangskollektivierung durch eine Herrschaft (die in den meisten Fällen einfach im Nationalbewusstein affirmiert wird) eine alternative <b>politische</b> Kollektivauffassung (wir Schotten vs. wir Briten) entgegenzustellen d.h. Dinge , die man am Staat kritisch sieht so zu übersetzen, dass man im <b>falschen</b> Staat lebt, da man einem anderen politischen Kollektiv angehört als dem, das sich die aktuelle Herrschaft als Resultat ihres Kollektivbewusstseins vorstellt. Mehr ist das nicht! Man spricht darin dem bestehenden Staat einfach die Fähigkeit ab überhaupt den eigenen Interessen dienstbar sein zu können. Und das gibt es nur auf der Grundlage eines <b>bestehenden</b> Nationalstaates. Die Durchsetzung von Nationalstaaten gab es auch von unten, aber da ging es eben um was richtiges (Freiheit und Gleichheit) und die Grenzen, das nationale Territorium waren eine Frage von Machtkonkurrenz und politischem Anspruch der Leute. die sich dafür erhoben haben. Man merkt an obigem Zitat von Krim, dass er interessiert <b>halluziniert</b>. Er nimmt kein einziges kritisches Argument gegen seinen Blödsinn zur Kenntnis, sondern schreibt nur gegen die Einbildungen an, die er sich über seine Kritiker zurechtlegt. Auch das ist Wahn, wenn man das sich selbst abnimmt. Andernfalls sind es bewusste Lügen und Entstellungen, die man eben macht, um eine in einen <b>Standpunkt</b> verwandelte Auffassung zu behaupten. Egal, was der Grund ist, es ist beides verkehrt und eine Abkehr vom Anspruch sich um Aufklärung zu bemühen. <blockquote> Es sollen Bedingungen geschaffen werden, die dem Geschäft nutzen und genau das wollen schottische Nationalisten. </blockquote> Nein, wollen sie nicht. Sie wollen nur <b>eine einzige</b> Bedingung schottischen Geschäfts und das ist <b>ihr eigener Nationalstaat</b>, das heißt "scottish independency". Es ist eben nicht alles das selbe. <blockquote> Kein Gegensatz. Sie ordnen sich unter, weil die Gewalt ihnen dient und das ist kein Schein, sondern die Wahrheit. </blockquote> Hier bekennt sich krim zur Affirmation des bürgerlichen Standpunktes, dass einem eine Gewalt d.h. etwas, das den eigenen Interessen <b>entgegen steht</b> und sich die Gesellschaft <b>unterwirft</b> dienen kann. Das ist in der Diskussion schon ausführlich kritisiert und die Kurzform dieser Kritik ist: Untertanen <b>dienen</b> der Herrschaft und nicht die Herrschaft ihnen. Das ist eine Verwechslung. Sie können immer nur feststellen, in welchem Verhältnis die herrschaftlichen Vorgaben zu ihren Interessen stehen. [[Das ist auch der Punkt, wo Dissens zum GSP besteht. Es ist nämlich eine real existierende Absurdität, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse, die Menschen herstellen ihnen vorgeschrieben werden. Klingt wie ein Widerspruch, weil wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse von den Menschen hergestellt werden, dann entsprechen sie ja ihrem Willen und müssen ihnen nicht vorgeschrieben werden bzw. kämen als welche, die nicht ihrem Willen entsprechen überhaupt nicht zustande. Und da darf man eben nicht nur die Perspektive der Vorschrift, der Herrschaft einnehmen, sondern muss an den jeweiligen Gegenständen auch immer erklären, wie die Menschen sie herstellen, wie sie sich also als Subjekte der Verhältnisse betätigen, indem sie ein Subjekt der Verhältnisse (die Gewalt) schaffen und reproduzieren, das sie nicht sind.]] <blockquote> Wenn man dagegen als Klasse mehr profitieren will, dann kommt es schon drauf an, wem die öffentliche Gewalt verpflichtet ist. </blockquote> Die öffentliche Gewalt ist niemandem verpflichtet, sondern bezieht die gegensätzlichen Interessen der Gesellschaft auf ihr Interesse (das Wachstum des abstrakten Reichtums als Ganzes zu befördern) und schreibt ihren Ratschluss der Gesellschaft als Gesetz vor! Für eine Verpflichtung der öffentlichen Gewalt bräuchte es eben noch eine darüber stehende Gewalt, die ihrerseits der öffentlichen Gewalt vorschreibt, was sie zu tun hat. Das wäre aber ein Widerspruch zum Gewalt<b>monopol</b> des Staates. <blockquote> Da kann man eben nicht ankommen und sagen, ja es gibt immer noch Lohnarbeiter und Unternehmer also können die Nationalisten von ihrer Separation nichts haben. </blockquote> Hinsichtlich ihres Status als Lohnarbeiter und Unternehmer ändert sich dann tatsächlich nichts. <b>Das</b> haben sie also <b>nicht</b> von der Separation. Und hinsichtlich ihres ökonomischen Status als Beschäftigte von BP, Shell, als Investoren in die Aktien dieser Firmen usw... ändert sich gleichfalls <b>nichts</b>. Schottland bleibt - ob als Teil Großbritanniens oder als eigenständiger Nationalstaat eben Teil des Weltmarktes. Die verkehrte Logik liegt hier ganz bei Krim. Er sagt ja nicht, <b>was</b> sich am ökonomischen Los der Schotten nach der Separation ändert. Da kommt man dann eben bei solchen Gegenständen wie denen der Studie, die ich oben verlinkt habe an und bei den spekulativen Auspinselungen der ökonomischen Folgen der Separation.. Und dann kommen solche Sprüche wie, dass das Sein das Bewusstsein bestimmen würde. Erstens ist das verkehrt, weil das Sein nun mal nicht festlegt, welches bewusste Sein die Leute pflegen d.h. sie machen sich eben ein Bewusstsein <b>über</b> das Sein und ändern ihr Sein auch auf der Grundlage wie ihnen dieses Sein bewusst ist. Das Sein ist also nur der Gegenstand des bewussten Seins und nicht jedes bewusste Sein, das sich Krim einbildet ist das, was die Menschen auch antreibt zu tun, was immer sie tun. <blockquote> Ich erkläre also das Bewusstsein aus den ökonomischen Formen, in denen sich die ökonomischen Subjekte bewegen und die sie affirmieren. Als Inhaber einer kapitalistischen Revenuequelle werden sie eben immer wieder auf die Bedingung dieser Revenuequelle, die in der Gewalt des Staates existiert verwiesen. Und die erste Bedingung ist eben der Zugriff auf die Voraussetzungen der Reichtumsproduktion, die nur eine gesellschaftliche Gewalt in der Lage ist anderen Gewaltsubjekten abzutrotzen. </blockquote> Daran sieht man, dass man das "Bewusstsein" (Nationalismus) eben auch aus falsch aus den Interessen der Bürger ableiten kann. Wenn sie mit ihren Revenueinteressen immer wieder auf <b>die</b> Bedingung dieser Interessen verwiesen werden - die Gewalt -, dann ist der Übergang dahin, dass man sagt: Dann gehöre ich offenbar nicht zu dem Kollektiv dieser Gewalt und will eine eine andere, wenn ich mit der aktuellen so schlecht fahre eine von 2 Möglichkeiten. Die andere ist sich politisch für die Anpassung der Gewalt zu engagieren, der man gerade unterworfen ist. Die Behauptung, dass die Gewalt die Voraussetzungen der Reichtumsproduktion sichert ist weiter oben kritisiert. Das tut sie nicht bzw. verzichten Nationalisten bzw. Nationalstaaten auch nicht auf den allerkärgsten Landstrich, dem hinten und vorne, oben und unten nicht anzusehen ist, was er als Reichtumsvoraussetzung taugen soll. Da werden Kriege um Felsen geführt. Also muss es mit dem nationalen Territorium etwas anderes auf sich haben (dazu später mehr). Oder gleich jetzt mehr, da Krims folgender Beitrag ja auch nur ein paar Sophistereien enthält, die sich um die Sicherung des exklusiven Zugriffs auf Reichtumsvoraussetzungen durch den Nationalstaat (seine verkehrte These) drehen. Was mit bloßen Händen zu greifen ist, ist die Tatsache, dass Krim sich weigert die Wirklichkeit kapitalistischer Reichtumsvermehrung auch nur zur Kenntnis zu nehmen: <blockquote> Es stimmt nicht das Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel in anderen Staaten liegen. Das widerlegt sich ja schon selbst, dadurch dass diese Reichtumsvoraussetzung in den anderen Staaten, dann ja wohl vorhanden sind. </blockquote> Er könnte irgend ein Produkt nehmen - sagen wir ein Handy - und dann mal schauen, ob die Handys dort hergestellt werden, wo die Rohstoffe (als sachliche Reichtumsvoraussetzungen) vorkommen. Viele werden in China hergestellt. China ist nun aber einer der größten Rohstoff<b>importeure</b> der Welt. Ja, sie haben auch viele seltene Erden - aber ein Handy besteht eben nicht nur aus seltenen Erden, sondern aus Kupfer, Plastik (braucht man Öl usw...) Was China als kapitalistische "Reichtumsvoraussetzung" mitbringt ist sein Heer von billigen Lohnarbeitern und eine Gewalt, die dafür sorgt, dass die Ökonomie auch als zuverlässige Werkbank der Welt funktioniert. Auch für China liegen die Reichtumsvoraussetzungen (was Rohstoffe betrifft) also in anderen Nationalstaaten, weil die Rohstoffe eben Rohstoffe eines <b>Produktes</b> sind d.h. einen Bezug zu einer Ware haben und über die dafür nötigen Rohstoffe verfügt China nun mal trotz seiner großen Reserven an allen möglichen Rohstoffen nicht in dem Umfang, wie es das zur Produktion kapitalistischen Reichtums braucht. Und so ist das für <b>jede</b> Nation (oder fast jede) - das, was man als Reichtumsvoraussetzung braucht liegt zum größten Teil in <b>anderen</b> Nationalstaaten. Den Nationalstaat herzustellen, um über Reichtumsvoraussetzungen für kapitalistischen Reichtum zu verfügen wäre also was ganz anderes. Da müssten eine ganze Menge Staaten fusionieren. Und daraus schließt der chinesische <b>Staat</b> und nicht irgend ein chinesischer Han(swurst) die Notwendigkeit die Quellen dieser Reichtümer kontrollieren zu müssen - <b>er</b> betreibt also bezüglich der Rohstoffe Imperialismus und macht andere <b>Staaten</b> von sich abhängig. Die normalen Bürger haben diesen Standpunkt nicht, weil eben <b>der Staat</b> und nicht sie das Subjekt der nationalen Gesellschaft sind. Wie vermittelt sich im Fall Schottland/GB das Subjekt-Sein der Menschen mit dem Subjekt, das der Staat bzgl. der nationalen Gesellschaft ist? Sie machen (wenn es von unten stattfindet) eine nationale Revolution und <b>brechen</b> die aktuelle Gewalt und dann errichten sie mit dem Bewusstsein, dass ihnen ein <b>eigener</b> Nationalstaat gefehlt hat einen neue Gewalt über sich, die dann den Imperialismus als Notwendigkeit entdeckt die Grundlagen der nationalen Reichtumsproduktion auch außerhalb ihrer Grenzen sicherzustellen (durch Unterordung/Einbindung anderer Souveräne usw...) Krims erster Schritt (der Nationalstaat sichert die Reichtumsvoraussetzungen kapitalistischer Reichtumsproduktion ist also eine Halluzination (siehe oben und mehr gleich) und in seinem 2. Schritt verwechselt er das <b>Subjekt</b>, das den imperialistischen Übergang macht. Es sind nicht die Leute, die den Staat bitten doch andere zu unterwerfen, um deren Reichtümer zu erschließen, sondern es ist der Staat als <b>Subjekt</b> der nationalen Gesellschaft, der auf die Idee kommt, weil die Leute das staatliche Interesse nicht haben. Es gibt ein paar davon abweichende Beispiele, die sich damit erklären, dass der Staat noch kein richtiger bürgerlicher Staat war. Also jetzt: Wozu ist das nationale Territorium da? Die Sache mit der Sicherung des exklusiven Zugriffs auf die Voraussetzungen kapitalistischer Reichtumsproduktion sollte jetzt vom TTisch sein. Das kann kein Nationalstaat leisten, weil die Reichtumsvoraussetzungen eben durch den Weltmarkt bestimmt werden. Siehe dazu z.B. <a href="http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129760">hier</a>. Aber es bleibt die Frage: Wozu ist das Staatsgebiet gut? Andeutung eines kleinen historischer Exkurses: Bei Stammesgebieten ist das Gebiet, das der Stamm gewaltsam als sein Gebiet beansprucht tatsächlich die Reproduktionsgrundlage. Also man jagt, fischt und ackerbaut halt in dem Gebiet herum und lebt davon. Bei <b>Herrschaften</b> ändert sich das, da sie ja wie Schmarotzer am Produktionsprozess partizipieren. Sie leiten einen Teil des Reichtums auf sich um. Und genau diese <b>Umleitungsfunktion</b> hat dann das Herrschaftsgebiet. Man ist Gewalt und verlangt dafür z.B. Steuern. Das kann man aber nur (weil man die Produktion nicht selbst durchführt), wenn man die Untertanen auch in allen Belangen <b>beherrscht</b>, ihre Voraussetzungen eingeschlossen. Also nicht die <b>Reichtums</b>voraussetzungen (das ist ein nice to have für eine Herrschaft), sondern die Voraussetzungen der <b>Menschen</b>, die man besteuern will, denen man Zölle abköpfen will usw... <b>kontrolliert</b>. Dazu baut man eine <b>Grenze</b> auf und sagt: wer drüber geht bezahlt was und man kontrolliert allen möglichen Grund und sagt: Wer ihn nutzen will bezahlt was usw... Es geht also beim Staatsgebiet <b>nicht</b> darum, über Rohstoffe zu verfügen, sondern über den Grund auf dem z.B. eine Fabrik steht. Dann kontrolliert man nämlich das Kapital, das in dieser Fabrik gebunden ist und und kann Steuerforderungen gegen es durchsetzen. Genauso ist das mit dem Grund, auf dem Wohnungen stehen. Das ist der allgemeine und Hauptgrund für Herrschafts<b>gebiete</b> und dann kommen noch Gesichtspunkte der <b>Bewirtschaftung</b> des Herrschaftsgebietes hinzu (man muss die Voraussetzungen von Reichtumsproduktion schaffen, um daran schmarotzen zu können (Infrastruktur, Erhaltung der Umwelt etc...)). Dass sich dieses Schmarotzen am Ende auf die ganz normalen faux frais der kapitalistischen Produktion reduziert ist nochmal eine eigene Geschichte. Rohstoffvorkommen sind natürlich immer willkommen, weil sie eben für Geschäft sorgen, an dem die Herrschaft sich gütlich tun kann. Man hat also: 1. Separatisten wollen einen eigenen Nationalstaat. 2. Ist der etabliert beherrscht er die Gesellschaft und nutzt sie als <b>seine</b> Revenuequelle (mittels seiner Wegelagerei) und dafür braucht er das nationale Territorium. 3. Er macht einen imperialistischen Übergang nach außen um auswärtige Reichtumsquellen seinem nationalen Geschäft zu erschließen. Genug. Zunächst mal dazu:

Du musst mal festlegen was du klären willst. also z.B. Was ist Nationalismus? Du sagst dann einfach die nationale Sichtweise ist den kritisierten Mangelzuständen vorausgesetzt, also „unfair“ „keine Verfügung über Ölquellen“… Selbst wenn die Aussage stimmt: Nationalismus ist vorausgesetzt. Dann bist du so schlau wie am Anfang, weil festzuhalten, dass Nationalismus vorausgesetzt ist, ist ja keine Antwort auf die Frage, was er ist. Nationalismus ist dass er vorausgesetzt ist, ist ja ein Zirkel und keine Antwort. Wegen dieses Zirkels kommst du auf Wahn.

Geklärt werden in der Diskussion in diesem Zusammenhang die Gegenstände Nationalstaat, Nationalismus, Ethnizität, Gewalt, Eigentum (auch historisch) usw… Und an den jeweiligen Stellen werden sie benannt und dann eben erklärt. Das ist jenseits von Krims Missverständnissen den Beiträgen auch zu entnehmen.

Nationalismus ist einfach die Parteinahme für einen Nationalstaat und ein von diesem Zusammenhang emanzipiertes Kollektivbewusstsein (der Wahn). Ich komme also überhaupt nicht wegen eines Zirkels auf einen Wahn, sondern wegen eines Kollektivbewusstseins, in dem ein materielles Kollektiv nicht vorkommt, das also einen Zusammenhang von Menschen postuliert, der weder von allen geteilt wird (es hält sich ja nicht jeder in das Pfälzer Kollektiv eingemeindete Mensch für einen Pfälzer, noch haben „die Deutschen“ das Bewusstsein, dass sie dieses Kollektiv bilden würden, weil sie dem gleichen Nationalstaat unterworfen sind, sondern ihre Vorstellung ist eben, dass der Nationalstaat das Resultat dieses Kollektivs „wir Deutschen“ wäre, das sich über Fußball, Kultur und Geschichte definiert.) Das hat sich Krim mit seinem interessierten Blick auf die Diskussion nicht erlesen können, obwohl es in den Beiträgen steht.
Einen nationalen, separatistischen Standpunkt einzunehmen und z.B. ein ethnisches Bewusstsein zu politisieren hat keine Notwendigkeit. Das muss man nicht tun, sondern es ist eben nichts weiter als der Zwangskollektivierung durch eine Herrschaft (die in den meisten Fällen einfach im Nationalbewusstein affirmiert wird) eine alternative politische Kollektivauffassung (wir Schotten vs. wir Briten) entgegenzustellen d.h. Dinge , die man am Staat kritisch sieht so zu übersetzen, dass man im falschen Staat lebt, da man einem anderen politischen Kollektiv angehört als dem, das sich die aktuelle Herrschaft als Resultat ihres Kollektivbewusstseins vorstellt. Mehr ist das nicht! Man spricht darin dem bestehenden Staat einfach die Fähigkeit ab überhaupt den eigenen Interessen dienstbar sein zu können. Und das gibt es nur auf der Grundlage eines bestehenden Nationalstaates. Die Durchsetzung von Nationalstaaten gab es auch von unten, aber da ging es eben um was richtiges (Freiheit und Gleichheit) und die Grenzen, das nationale Territorium waren eine Frage von Machtkonkurrenz und politischem Anspruch der Leute. die sich dafür erhoben haben.

Man merkt an obigem Zitat von Krim, dass er interessiert halluziniert. Er nimmt kein einziges kritisches Argument gegen seinen Blödsinn zur Kenntnis, sondern schreibt nur gegen die Einbildungen an, die er sich über seine Kritiker zurechtlegt. Auch das ist Wahn, wenn man das sich selbst abnimmt. Andernfalls sind es bewusste Lügen und Entstellungen, die man eben macht, um eine in einen Standpunkt verwandelte Auffassung zu behaupten. Egal, was der Grund ist, es ist beides verkehrt und eine Abkehr vom Anspruch sich um Aufklärung zu bemühen.

Es sollen Bedingungen geschaffen werden, die dem Geschäft nutzen und genau das wollen schottische Nationalisten.

Nein, wollen sie nicht. Sie wollen nur eine einzige Bedingung schottischen Geschäfts und das ist ihr eigener Nationalstaat, das heißt „scottish independency“. Es ist eben nicht alles das selbe.

Kein Gegensatz. Sie ordnen sich unter, weil die Gewalt ihnen dient und das ist kein Schein, sondern die Wahrheit.

Hier bekennt sich krim zur Affirmation des bürgerlichen Standpunktes, dass einem eine Gewalt d.h. etwas, das den eigenen Interessen entgegen steht und sich die Gesellschaft unterwirft dienen kann. Das ist in der Diskussion schon ausführlich kritisiert und die Kurzform dieser Kritik ist: Untertanen dienen der Herrschaft und nicht die Herrschaft ihnen. Das ist eine Verwechslung. Sie können immer nur feststellen, in welchem Verhältnis die herrschaftlichen Vorgaben zu ihren Interessen stehen. [[Das ist auch der Punkt, wo Dissens zum GSP besteht. Es ist nämlich eine real existierende Absurdität, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse, die Menschen herstellen ihnen vorgeschrieben werden. Klingt wie ein Widerspruch, weil wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse von den Menschen hergestellt werden, dann entsprechen sie ja ihrem Willen und müssen ihnen nicht vorgeschrieben werden bzw. kämen als welche, die nicht ihrem Willen entsprechen überhaupt nicht zustande. Und da darf man eben nicht nur die Perspektive der Vorschrift, der Herrschaft einnehmen, sondern muss an den jeweiligen Gegenständen auch immer erklären, wie die Menschen sie herstellen, wie sie sich also als Subjekte der Verhältnisse betätigen, indem sie ein Subjekt der Verhältnisse (die Gewalt) schaffen und reproduzieren, das sie nicht sind.]]

Wenn man dagegen als Klasse mehr profitieren will, dann kommt es schon drauf an, wem die öffentliche Gewalt verpflichtet ist.

Die öffentliche Gewalt ist niemandem verpflichtet, sondern bezieht die gegensätzlichen Interessen der Gesellschaft auf ihr Interesse (das Wachstum des abstrakten Reichtums als Ganzes zu befördern) und schreibt ihren Ratschluss der Gesellschaft als Gesetz vor! Für eine Verpflichtung der öffentlichen Gewalt bräuchte es eben noch eine darüber stehende Gewalt, die ihrerseits der öffentlichen Gewalt vorschreibt, was sie zu tun hat. Das wäre aber ein Widerspruch zum Gewaltmonopol des Staates.

Da kann man eben nicht ankommen und sagen, ja es gibt immer noch Lohnarbeiter und Unternehmer also können die Nationalisten von ihrer Separation nichts haben.

Hinsichtlich ihres Status als Lohnarbeiter und Unternehmer ändert sich dann tatsächlich nichts. Das haben sie also nicht von der Separation. Und hinsichtlich ihres ökonomischen Status als Beschäftigte von BP, Shell, als Investoren in die Aktien dieser Firmen usw… ändert sich gleichfalls nichts. Schottland bleibt – ob als Teil Großbritanniens oder als eigenständiger Nationalstaat eben Teil des Weltmarktes. Die verkehrte Logik liegt hier ganz bei Krim. Er sagt ja nicht, was sich am ökonomischen Los der Schotten nach der Separation ändert. Da kommt man dann eben bei solchen Gegenständen wie denen der Studie, die ich oben verlinkt habe an und bei den spekulativen Auspinselungen der ökonomischen Folgen der Separation..

Und dann kommen solche Sprüche wie, dass das Sein das Bewusstsein bestimmen würde. Erstens ist das verkehrt, weil das Sein nun mal nicht festlegt, welches bewusste Sein die Leute pflegen d.h. sie machen sich eben ein Bewusstsein über das Sein und ändern ihr Sein auch auf der Grundlage wie ihnen dieses Sein bewusst ist. Das Sein ist also nur der Gegenstand des bewussten Seins und nicht jedes bewusste Sein, das sich Krim einbildet ist das, was die Menschen auch antreibt zu tun, was immer sie tun.

Ich erkläre also das Bewusstsein aus den ökonomischen Formen, in denen sich die ökonomischen Subjekte bewegen und die sie affirmieren. Als Inhaber einer kapitalistischen Revenuequelle werden sie eben immer wieder auf die Bedingung dieser Revenuequelle, die in der Gewalt des Staates existiert verwiesen. Und die erste Bedingung ist eben der Zugriff auf die Voraussetzungen der Reichtumsproduktion, die nur eine gesellschaftliche Gewalt in der Lage ist anderen Gewaltsubjekten abzutrotzen.

Daran sieht man, dass man das „Bewusstsein“ (Nationalismus) eben auch aus falsch aus den Interessen der Bürger ableiten kann. Wenn sie mit ihren Revenueinteressen immer wieder auf die Bedingung dieser Interessen verwiesen werden – die Gewalt –, dann ist der Übergang dahin, dass man sagt: Dann gehöre ich offenbar nicht zu dem Kollektiv dieser Gewalt und will eine eine andere, wenn ich mit der aktuellen so schlecht fahre eine von 2 Möglichkeiten. Die andere ist sich politisch für die Anpassung der Gewalt zu engagieren, der man gerade unterworfen ist.

Die Behauptung, dass die Gewalt die Voraussetzungen der Reichtumsproduktion sichert ist weiter oben kritisiert. Das tut sie nicht bzw. verzichten Nationalisten bzw. Nationalstaaten auch nicht auf den allerkärgsten Landstrich, dem hinten und vorne, oben und unten nicht anzusehen ist, was er als Reichtumsvoraussetzung taugen soll. Da werden Kriege um Felsen geführt. Also muss es mit dem nationalen Territorium etwas anderes auf sich haben (dazu später mehr).

Oder gleich jetzt mehr, da Krims folgender Beitrag ja auch nur ein paar Sophistereien enthält, die sich um die Sicherung des exklusiven Zugriffs auf Reichtumsvoraussetzungen durch den Nationalstaat (seine verkehrte These) drehen.

Was mit bloßen Händen zu greifen ist, ist die Tatsache, dass Krim sich weigert die Wirklichkeit kapitalistischer Reichtumsvermehrung auch nur zur Kenntnis zu nehmen:

Es stimmt nicht das Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel in anderen Staaten liegen. Das widerlegt sich ja schon selbst, dadurch dass diese Reichtumsvoraussetzung in den anderen Staaten, dann ja wohl vorhanden sind.

Er könnte irgend ein Produkt nehmen – sagen wir ein Handy – und dann mal schauen, ob die Handys dort hergestellt werden, wo die Rohstoffe (als sachliche Reichtumsvoraussetzungen) vorkommen. Viele werden in China hergestellt. China ist nun aber einer der größten Rohstoffimporteure der Welt. Ja, sie haben auch viele seltene Erden – aber ein Handy besteht eben nicht nur aus seltenen Erden, sondern aus Kupfer, Plastik (braucht man Öl usw…) Was China als kapitalistische „Reichtumsvoraussetzung“ mitbringt ist sein Heer von billigen Lohnarbeitern und eine Gewalt, die dafür sorgt, dass die Ökonomie auch als zuverlässige Werkbank der Welt funktioniert. Auch für China liegen die Reichtumsvoraussetzungen (was Rohstoffe betrifft) also in anderen Nationalstaaten, weil die Rohstoffe eben Rohstoffe eines Produktes sind d.h. einen Bezug zu einer Ware haben und über die dafür nötigen Rohstoffe verfügt China nun mal trotz seiner großen Reserven an allen möglichen Rohstoffen nicht in dem Umfang, wie es das zur Produktion kapitalistischen Reichtums braucht. Und so ist das für jede Nation (oder fast jede) – das, was man als Reichtumsvoraussetzung braucht liegt zum größten Teil in anderen Nationalstaaten. Den Nationalstaat herzustellen, um über Reichtumsvoraussetzungen für kapitalistischen Reichtum zu verfügen wäre also was ganz anderes. Da müssten eine ganze Menge Staaten fusionieren. Und daraus schließt der chinesische Staat und nicht irgend ein chinesischer Han(swurst) die Notwendigkeit die Quellen dieser Reichtümer kontrollieren zu müssen – er betreibt also bezüglich der Rohstoffe Imperialismus und macht andere Staaten von sich abhängig. Die normalen Bürger haben diesen Standpunkt nicht, weil eben der Staat und nicht sie das Subjekt der nationalen Gesellschaft sind. Wie vermittelt sich im Fall Schottland/GB das Subjekt-Sein der Menschen mit dem Subjekt, das der Staat bzgl. der nationalen Gesellschaft ist? Sie machen (wenn es von unten stattfindet) eine nationale Revolution und brechen die aktuelle Gewalt und dann errichten sie mit dem Bewusstsein, dass ihnen ein eigener Nationalstaat gefehlt hat einen neue Gewalt über sich, die dann den Imperialismus als Notwendigkeit entdeckt die Grundlagen der nationalen Reichtumsproduktion auch außerhalb ihrer Grenzen sicherzustellen (durch Unterordung/Einbindung anderer Souveräne usw…) Krims erster Schritt (der Nationalstaat sichert die Reichtumsvoraussetzungen kapitalistischer Reichtumsproduktion ist also eine Halluzination (siehe oben und mehr gleich) und in seinem 2. Schritt verwechselt er das Subjekt, das den imperialistischen Übergang macht. Es sind nicht die Leute, die den Staat bitten doch andere zu unterwerfen, um deren Reichtümer zu erschließen, sondern es ist der Staat als Subjekt der nationalen Gesellschaft, der auf die Idee kommt, weil die Leute das staatliche Interesse nicht haben. Es gibt ein paar davon abweichende Beispiele, die sich damit erklären, dass der Staat noch kein richtiger bürgerlicher Staat war.

Also jetzt: Wozu ist das nationale Territorium da? Die Sache mit der Sicherung des exklusiven Zugriffs auf die Voraussetzungen kapitalistischer Reichtumsproduktion sollte jetzt vom TTisch sein. Das kann kein Nationalstaat leisten, weil die Reichtumsvoraussetzungen eben durch den Weltmarkt bestimmt werden. Siehe dazu z.B. hier.

Aber es bleibt die Frage: Wozu ist das Staatsgebiet gut?

Andeutung eines kleinen historischer Exkurses: Bei Stammesgebieten ist das Gebiet, das der Stamm gewaltsam als sein Gebiet beansprucht tatsächlich die Reproduktionsgrundlage. Also man jagt, fischt und ackerbaut halt in dem Gebiet herum und lebt davon. Bei Herrschaften ändert sich das, da sie ja wie Schmarotzer am Produktionsprozess partizipieren. Sie leiten einen Teil des Reichtums auf sich um. Und genau diese Umleitungsfunktion hat dann das Herrschaftsgebiet. Man ist Gewalt und verlangt dafür z.B. Steuern. Das kann man aber nur (weil man die Produktion nicht selbst durchführt), wenn man die Untertanen auch in allen Belangen beherrscht, ihre Voraussetzungen eingeschlossen. Also nicht die Reichtumsvoraussetzungen (das ist ein nice to have für eine Herrschaft), sondern die Voraussetzungen der Menschen, die man besteuern will, denen man Zölle abköpfen will usw… kontrolliert. Dazu baut man eine Grenze auf und sagt: wer drüber geht bezahlt was und man kontrolliert allen möglichen Grund und sagt: Wer ihn nutzen will bezahlt was usw… Es geht also beim Staatsgebiet nicht darum, über Rohstoffe zu verfügen, sondern über den Grund auf dem z.B. eine Fabrik steht. Dann kontrolliert man nämlich das Kapital, das in dieser Fabrik gebunden ist und und kann Steuerforderungen gegen es durchsetzen. Genauso ist das mit dem Grund, auf dem Wohnungen stehen.

Das ist der allgemeine und Hauptgrund für Herrschaftsgebiete und dann kommen noch Gesichtspunkte der Bewirtschaftung des Herrschaftsgebietes hinzu (man muss die Voraussetzungen von Reichtumsproduktion schaffen, um daran schmarotzen zu können (Infrastruktur, Erhaltung der Umwelt etc…)). Dass sich dieses Schmarotzen am Ende auf die ganz normalen faux frais der kapitalistischen Produktion reduziert ist nochmal eine eigene Geschichte.

Rohstoffvorkommen sind natürlich immer willkommen, weil sie eben für Geschäft sorgen, an dem die Herrschaft sich gütlich tun kann.

Man hat also:

1. Separatisten wollen einen eigenen Nationalstaat.
2. Ist der etabliert beherrscht er die Gesellschaft und nutzt sie als seine Revenuequelle (mittels seiner Wegelagerei) und dafür braucht er das nationale Territorium.
3. Er macht einen imperialistischen Übergang nach außen um auswärtige Reichtumsquellen seinem nationalen Geschäft zu erschließen.

Genug.

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-129823 Mon, 15 Mar 2021 07:59:08 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-129823 GKN: Zur Kritik der AFD oder: Sind AfDler*innen gruppenbezogen menschenfeindlich? #50F50A (…) Es ist gewiss so, dass die Skepsis gegenüber „Fremden“ weit verbreitet ist und die rechtsradikalen Parteien dieser Skepsis nur eine gewisse Wendung geben müssen, um die Leute auf sich zu ziehen. Aber die skeptische Haltung lernen die Menschen im demokratischen Alltag. Die Abwertungen von Flüchtlingen, Sozialhilfebezieher*innen, Obdachlosen usw. gehören zur Demokratie dazu und sind nicht erst dann kritikabel, wenn daraus eine rechtsradikale Mobilisierung erwächst. Der Blick auf diese Abwertungen als Potential für was Anderes (den von links bis hin zur CDU alle teilen) verstellt den Blick auf die nüchterne Analyse, was der Kern des rechtsradikalen Standpunktes ist und welche Rolle dabei Vorstellungen spielen, die so normal sind, dass sie auch ganz ohne rechtsradikale Parteien zur Normalität des demokratischen Alltags gehören. (Vgl. unten Link 2) Um auf die Frage zurückzukommen: Sind AfDler gruppenbezogen menschenfeindlich? Nein. Die Feindschaft der AfD gegen bestimmte Gruppen ist mit dem Begriff „Menschenverachtung“ ganz schlecht getroffen. Dieser kündigt eine entpolitisierte, formalistische Kritik an der AfD an. Er greift die AfD nicht dort an, wo ihre Gründe für die Ablehnung bestimmter Gruppen (Feministi*nnen, Homosexuelle, ‚Fremde‘) liegen, sondern auf einer völlig abstrakten Ebene: sie würden einfach Menschen verachte. (…) https://gegen-kapital-und-nation.org/media/pdfs/de/sind-afdler-menschenfeindlich-50f50a.pdf https://gegen-kapital-und-nation.org/media/broschu%CC%88re_schland.pdf GKN: Zur Kritik der AFD
oder: Sind AfDler*innen gruppenbezogen menschenfeindlich? #50F50A

(…) Es ist gewiss so, dass die Skepsis gegenüber „Fremden“ weit verbreitet ist und die rechtsradikalen Parteien dieser Skepsis nur eine gewisse Wendung geben müssen, um die Leute auf sich zu ziehen. Aber die skeptische Haltung lernen die Menschen im demokratischen Alltag. Die Abwertungen von Flüchtlingen, Sozialhilfebezieher*innen, Obdachlosen usw. gehören zur Demokratie dazu und sind nicht erst dann kritikabel, wenn daraus eine rechtsradikale Mobilisierung erwächst. Der Blick auf diese Abwertungen als Potential für was Anderes (den von links bis hin zur CDU alle teilen) verstellt den Blick auf die nüchterne Analyse, was der Kern des rechtsradikalen Standpunktes ist und welche Rolle dabei Vorstellungen spielen, die so normal sind, dass sie auch ganz ohne rechtsradikale Parteien zur Normalität des demokratischen Alltags gehören. (Vgl. unten Link 2)

Um auf die Frage zurückzukommen: Sind AfDler gruppenbezogen menschenfeindlich? Nein. Die Feindschaft der AfD gegen bestimmte Gruppen ist mit dem Begriff „Menschenverachtung“ ganz schlecht getroffen.

Dieser kündigt eine entpolitisierte, formalistische Kritik an der AfD an. Er greift die AfD nicht dort an, wo ihre Gründe für die Ablehnung bestimmter Gruppen (Feministi*nnen, Homosexuelle, ‚Fremde‘) liegen, sondern auf einer völlig abstrakten Ebene: sie würden einfach Menschen verachte. (…)

https://gegen-kapital-und-nation.org/media/pdfs/de/sind-afdler-menschenfeindlich-50f50a.pdf

https://gegen-kapital-und-nation.org/media/broschu%CC%88re_schland.pdf

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by: Leser http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-129821 Mon, 15 Mar 2021 07:09:50 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2017/01/16/off-topic/#comment-129821 Zum Thema "Korruption in der Politik" (anlässlich diverser Skandale um Corona - weltweit...) sei auf einen älteren GSP-Artikel hingewiesen: Klarstellungen zum Thema Korruption in der Politik Um private Willkür der Amtsträger auszuschließen, erklärt der bürgerliche Staat Korruption zum Straftatbestand und zieht eine Scheidelinie zwischen der gewollten Kommandomacht des Geldes, für die es alles zu kaufen gibt und bloßer persönlicher Vorteilsnahme, also zwischen „Lobbyismus“ und „Korruption“, um den Nutzen des Systems der Konkurrenz zu sichern. Dieses Ideal der „Unbestechlichkeit“ staatlichen Handelns stiftet die allgemeine Sorge um das rechtsförmiges Gelingen der Herrschaft, die damit an nichts anderem als ihren eigenen Kriterien gemessen wird. Nach außen fungiert Korruption als Einmischungstitel, um anderen Staaten das Misslingen ihrer Herrschaft vorzuwerfen. https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/korruption-politik ---- Bei Nestor wurde u.a. zu diesbezgl Phänomenen in Peru und Brasilien u.a. auch ein Artikel von Stephan Kaufmann verlinkt https://www.neues-deutschland.de/artikel/1123102.korruption-keine-krankheit-nur-ein-symptom.html http://NestorMachno.blogsport.de/2020/02/05/pressespiegel-rebelion-5-2/#comment-42174 Zum Thema „Korruption in der Politik“ (anlässlich diverser Skandale um Corona – weltweit…) sei auf einen älteren GSP-Artikel hingewiesen:

Klarstellungen zum Thema Korruption in der Politik

Um private Willkür der Amtsträger auszuschließen, erklärt der bürgerliche Staat Korruption zum Straftatbestand und zieht eine Scheidelinie zwischen der gewollten Kommandomacht des Geldes, für die es alles zu kaufen gibt und bloßer persönlicher Vorteilsnahme, also zwischen „Lobbyismus“ und „Korruption“, um den Nutzen des Systems der Konkurrenz zu sichern. Dieses Ideal der „Unbestechlichkeit“ staatlichen Handelns stiftet die allgemeine Sorge um das rechtsförmiges Gelingen der Herrschaft, die damit an nichts anderem als ihren eigenen Kriterien gemessen wird. Nach außen fungiert Korruption als Einmischungstitel, um anderen Staaten das Misslingen ihrer Herrschaft vorzuwerfen.

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/korruption-politik

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Bei Nestor wurde u.a. zu diesbezgl Phänomenen in Peru und Brasilien u.a. auch ein Artikel von Stephan Kaufmann verlinkt

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1123102.korruption-keine-krankheit-nur-ein-symptom.html

http://NestorMachno.blogsport.de/2020/02/05/pressespiegel-rebelion-5-2/#comment-42174

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129764 Sat, 13 Mar 2021 19:13:56 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129764 <blockquote> "Dann geht es dem Eigentümerkollektiv in dieser zusammengefassten Antwort aber um eine eigene, nationale Herrschaft und nicht um die Reichtumsvoraussetzungen."</blockquote> Du machst Gegensätze wo keine sind. Es geht darum, dass die eigene Gewalt Zugriff auf die Reichtumsvoraussetzungen hat, weil diese dem nationalen Eigentümerkollektiv dient. <blockquote> "Nun war die Frage eine, bei der es genau um den Unterschied ging und die Antwort soll sein: Den Unterschied dieser Zwecke („exklusiver Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen“ und eigene, nationale Herrschaft) gäbe es nicht."</blockquote> Du redest wirr. Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen ist das was nationale Herrschaft t u t. Nationale Herrschaft ist das Gewaltsubjekt, das einen Zweck verfolgt und der Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen ist der Zweck. Das ist das Verhältnis von beiden. <blockquote> "Es geht also gerade nicht um Licht, Luft und Sonne, sondern um die Dinge, die Voraussetzung eben dieses Reichtums sind. Und das sind im Kapitalismus nach der sachlichen Seite Rohstoffe also „Stoffe“, die in dieser Bezeichnung selbst ein Verhältnis zur (stofflichen) Produktion als deren Rohmaterial haben,"</blockquote> Licht, Luft, Sonne sind Rohstoffe z.B. was die Energiegewinnung angeht. Luft ist außerdem Deponie für gasförmige Abfallstoffe - umgekehrt ist die Abwesenheit von Schadstoffen ein Standortvorteil z.B. beim sogenannten Luftkurort. Aber nicht nur Rohstoffe sind Reichtumsvoraussetzung, auch Fläche oder Luftraum ist eine Reichtumsvoraussetzung. <blockquote> "usw…, sondern nur und ausschließlich im eben erklärten Sinn, als Voraussetzung kapitalistischen Reichtums "</blockquote> Genau, das sollte damit gesagt sein. <blockquote> "Auf die Dinge, die eben Voraussetzungen dieses kapitalistischen Reichtums sind Zugriff zu haben und das hat man mit einem eigenen Nationalstaat eben nicht zwingend, weil all die schönen Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel eben in anderen Nationalstaaten liegen und man die ersteinmal imperialistisch öffnen muss."</blockquote> 1. Du machst den zweiten Schritt vor dem ersten. Bevor man einen anderen Nationalstaat imperialistisch öffnen kann, muss man selbst erstmal einer sein. Also muss man doch erstmal erklären, was ein Nationalstaat ist bevor man ihn als einen bestimmt der andere Nationalstaaten öffnet. Ein Nationalstaat kann ja schlecht dadurch bestimmt sein, dass er andere öffnet, weil in dieser Erklärung Nationalstaaten schon unterstellt sind. Es würde sich dann ja die Frage stellen wie die anderen Nationalstaaten bestimmt sind. Sind die dann auch dadurch bestimmt das sie andere öffnen? Also bestimmen sich die Nationalstaaten wechselseitig im Kreis rum und das ist ein Zirkel und Zirkel erklären eine Sache mit sich selbst. 2. Es stimmt nicht das Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel in anderen Staaten liegen. Das widerlegt sich ja schon selbst, dadurch dass diese Reichtumsvoraussetzung in den anderen Staaten, dann ja wohl vorhanden sind. Also ist dieses ganze Hilfsargument: Nationalstaaten verfügen (natürlich braucht es ein geschwindeltes "in aller Regel") nicht über Reichtumsvoraussetzung einfach nur Bockmist. Zu den "Widerlegungen" meiner "Oberflächlichkeiten": Zu 1. Wie soll man den das anders bezeichnen als ein Wunschkonzert, wenn du Nationalstaaten ausmalst, die sich ihr Territorium gemäß dem Vorhandensein von Rohstoffen "aussuchen". Gehn die in den Nationalstaatenladen und packen ein bisschen Goldvorkommen, eine Eisenerz- und zwei Kohleminen aus total verschiedenen Weltgegenden in den Einkaufskorb und zahlen an der Kasse mit Visa. Oder was? Das ist absolut absurd. Die meisten Rohstoffe sind überhaupt nicht entdeckt, wenn sie zum Nationalstaat werden. Und viele Rohstoff werden erst zu welchen im Zuge der technologischen Entwicklung. Zugriff auf Territorium als Reichtumsvoraussetzung, heißt eben nicht, dass dort schon Reichtum ist, sondern dass daraus Reichtum werden kann und der Zugriff ist dafür die Voraussetzung. Außerdem steht unter 1. nicht ein einziges Gegenargument. zu 2. Klar gibt es in Schottland, wie im Katangabecken einen fremden Nationalstaat. Bloß mit dem Unterschied, dass im Katangabecken keine Schotten leben, in Schottland aber schon. Da gibt es also Leute die die Staatsmacht erobern wollen. Während deine Konstruktion, die Existenz eines Nationalstaatenladens unterstellt, wo sich Nationalisten in fernen Weltgegenden Rohstoffterritorium einkaufen können.

„Dann geht es dem Eigentümerkollektiv in dieser zusammengefassten Antwort aber um eine eigene, nationale Herrschaft und nicht um die Reichtumsvoraussetzungen.“

Du machst Gegensätze wo keine sind. Es geht darum, dass die eigene Gewalt Zugriff auf die Reichtumsvoraussetzungen hat, weil diese dem nationalen Eigentümerkollektiv dient.

„Nun war die Frage eine, bei der es genau um den Unterschied ging und die Antwort soll sein: Den Unterschied dieser Zwecke („exklusiver Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen“ und eigene, nationale Herrschaft) gäbe es nicht.“

Du redest wirr. Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen ist das was nationale Herrschaft t u t. Nationale Herrschaft ist das Gewaltsubjekt, das einen Zweck verfolgt und der Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen ist der Zweck. Das ist das Verhältnis von beiden.

„Es geht also gerade nicht um Licht, Luft und Sonne, sondern um die Dinge, die Voraussetzung eben dieses Reichtums sind. Und das sind im Kapitalismus nach der sachlichen Seite Rohstoffe also „Stoffe“, die in dieser Bezeichnung selbst ein Verhältnis zur (stofflichen) Produktion als deren Rohmaterial haben,“

Licht, Luft, Sonne sind Rohstoffe z.B. was die Energiegewinnung angeht. Luft ist außerdem Deponie für gasförmige Abfallstoffe – umgekehrt ist die Abwesenheit von Schadstoffen ein Standortvorteil z.B. beim sogenannten Luftkurort. Aber nicht nur Rohstoffe sind Reichtumsvoraussetzung, auch Fläche oder Luftraum ist eine Reichtumsvoraussetzung.

„usw…, sondern nur und ausschließlich im eben erklärten Sinn, als Voraussetzung kapitalistischen Reichtums „

Genau, das sollte damit gesagt sein.

„Auf die Dinge, die eben Voraussetzungen dieses kapitalistischen Reichtums sind Zugriff zu haben und das hat man mit einem eigenen Nationalstaat eben nicht zwingend, weil all die schönen Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel eben in anderen Nationalstaaten liegen und man die ersteinmal imperialistisch öffnen muss.“

1. Du machst den zweiten Schritt vor dem ersten. Bevor man einen anderen Nationalstaat imperialistisch öffnen kann, muss man selbst erstmal einer sein. Also muss man doch erstmal erklären, was ein Nationalstaat ist bevor man ihn als einen bestimmt der andere Nationalstaaten öffnet. Ein Nationalstaat kann ja schlecht dadurch bestimmt sein, dass er andere öffnet, weil in dieser Erklärung Nationalstaaten schon unterstellt sind. Es würde sich dann ja die Frage stellen wie die anderen Nationalstaaten bestimmt sind. Sind die dann auch dadurch bestimmt das sie andere öffnen? Also bestimmen sich die Nationalstaaten wechselseitig im Kreis rum und das ist ein Zirkel und Zirkel erklären eine Sache mit sich selbst.

2. Es stimmt nicht das Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel in anderen Staaten liegen. Das widerlegt sich ja schon selbst, dadurch dass diese Reichtumsvoraussetzung in den anderen Staaten, dann ja wohl vorhanden sind. Also ist dieses ganze Hilfsargument: Nationalstaaten verfügen (natürlich braucht es ein geschwindeltes „in aller Regel“) nicht über Reichtumsvoraussetzung einfach nur Bockmist.

Zu den „Widerlegungen“ meiner „Oberflächlichkeiten“:
Zu 1. Wie soll man den das anders bezeichnen als ein Wunschkonzert, wenn du Nationalstaaten ausmalst, die sich ihr Territorium gemäß dem Vorhandensein von Rohstoffen „aussuchen“. Gehn die in den Nationalstaatenladen und packen ein bisschen Goldvorkommen, eine Eisenerz- und zwei Kohleminen aus total verschiedenen Weltgegenden in den Einkaufskorb und zahlen an der Kasse mit Visa. Oder was? Das ist absolut absurd. Die meisten Rohstoffe sind überhaupt nicht entdeckt, wenn sie zum Nationalstaat werden. Und viele Rohstoff werden erst zu welchen im Zuge der technologischen Entwicklung. Zugriff auf Territorium als Reichtumsvoraussetzung, heißt eben nicht, dass dort schon Reichtum ist, sondern dass daraus Reichtum werden kann und der Zugriff ist dafür die Voraussetzung. Außerdem steht unter 1. nicht ein einziges Gegenargument.

zu 2. Klar gibt es in Schottland, wie im Katangabecken einen fremden Nationalstaat. Bloß mit dem Unterschied, dass im Katangabecken keine Schotten leben, in Schottland aber schon. Da gibt es also Leute die die Staatsmacht erobern wollen. Während deine Konstruktion, die Existenz eines Nationalstaatenladens unterstellt, wo sich Nationalisten in fernen Weltgegenden Rohstoffterritorium einkaufen können.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129760 Sat, 13 Mar 2021 15:44:20 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129760 <blockquote> Die Frage ist damit beantwortet! </blockquote> Gut, dann nehmen wir doch die Antworten, die gegeben worden sind und prüfen sie mal. Was ist die zusammengefasste Antwort? <blockquote> Nein, ein Eigentümerkollektiv würde sich nicht die Rohstoffreichsten Flecken rauspicken, sondern denjenigen Flecken auf dem es schon sitzt, das aber die falsche Herrschaft hat. Ausgetauscht werden soll ja auch diese Herrschaft und nicht das Land. </blockquote> Dann geht es dem Eigentümerkollektiv in dieser zusammengefassten Antwort aber um eine eigene, nationale <b>Herrschaft</b> und nicht um die <b>Reichtumsvoraussetzungen</b>. Nun war die Frage eine, bei der es genau um den Unterschied ging und die Antwort soll sein: Den Unterschied dieser Zwecke ("exklusiver Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen" und eigene, nationale Herrschaft) gäbe es nicht. Den gibt es aber sehr wohl! Setzt man sich den Zweck "exklusiv über Reichtumsvoraussetzungen" verfügen zu wollen, dann ist das, worauf man sich mit seinem Verfügungsanspruch bezieht in ein Verhältnis zum <b>Reichtum</b> gesetzt. Es geht also gerade <b>nicht</b> um Licht, Luft und Sonne, sondern um die Dinge, die Voraussetzung eben dieses Reichtums sind. Und das sind im Kapitalismus nach der sachlichen Seite <b>Rohstoffe</b> also "Stoffe", die in dieser Bezeichnung selbst ein Verhältnis zur (stofflichen) <b>Produktion</b> als deren Rohmaterial haben, dann noch Arbeitskräfte und eben Kapital und Kredit. Das sind im Kapitalismus die <b>Reichtumsvoraussetzungen</b> und eben nicht solche unbestimmten Dinge wie die folgenden: <blockquote> Reichtumsvoraussetzung kann alles mögliche sein, Luft, Wasser, Wald, Wiese, Leute, Fläche, Bodenschätze, Wind, Sonne… </blockquote> Ja worin denn, möchte man da fragen?! Eben nicht als begriffslose Aneinanderreihung von Wald, Wiese, Fläche (?!) usw..., sondern nur und <b>ausschließlich</b> im eben erklärten Sinn, als <b>Voraussetzung kapitalistischen Reichtums</b> d.h. Luft z.B. als Druckluft, Windaufkommen als Voraussetzung eine profitale Windfarm zu errichten usw... Was entspricht nun dem Zweck über Reichtumsvoraussetzungen exklusiv verfügen zu wollen? Klare Sache: Auf die Dinge, die eben Voraussetzungen dieses kapitalistischen Reichtums sind Zugriff zu haben und das hat man mit einem eigenen Nationalstaat eben <b>nicht</b> zwingend, weil all die schönen Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel eben in <b>anderen</b> Nationalstaaten liegen und man die ersteinmal imperialistisch öffnen muss. [[Ich befürchte hier prophylaktisch und ohne Hoffnung das verhindern zu können weitere Kurzschlüsse von Krim (könnte der Nationalstaat dann nicht das "Mittel" des Eigentümerkollektivs sein sich die fremden Reichtümer zu erschließen?!)]]. Also hier halten wir mal eine ganz simple Differenz zwischen Reichtumsvoraussetzungen und Herrschaft fest. Brecht würde sagen: Man fällt eben in aller Regel nicht auf einen Klumpen Gold, wenn man aus dem Fensterstock fällt, den man schätzt, weil man aus ihm herausgefallen sein wird. Und insofern ist es eben eine <b>Verwechslung</b> zu meinen man würde den Fensterstock wegen des Goldes schätzen, das in aller Regel nicht darunter liegt. <blockquote> Bei Brecht wird das Vaterland als Mittel des Naturgenusses ausgemalt (Berge, Meer, liebliches Land), was es aber nicht ist. </blockquote> Und bei Krim als Mittel der Eigentümer, die es wegen der Reichtumsvoraussetzungen schätzen sollen, die eben in aller Regel nicht im geliebten Vaterland, sondern auf dem Weltmarkt verfügbar sind. D.h. das, was Krim behauptet, was der Zweck des Nationalstaates sei: Die Sicherung des exklusiven Zugriffs auf die Voraussetzungen kapitalistischen Reichtums, kann er überhaupt nicht leisten! Und genau deshalb greift da eben Brechts Kritik. Oben sieht man auch schön, wie Krim die Unterscheidung verweigert. Er wiederholt das, was als <b>Gegenposition</b> und Kritik seiner Behauptung formuliert worden ist und versucht so der Kritik seiner verkehrten Auffassung auszuweichen. Ok, es ist noch der Rest von Krims tiefschürfenden Oberflächlichkeiten zu würdigen: <blockquote> 1. Müsste man sich ja wohl entscheiden, Nationalstaaten gründen ist ja kein Wunschkonzert 2. Gibt es dort schon Nationalstaaten 3. Der Exodus eines Volks ist nicht die Regel, gab es in der Geschichte aber durchaus, aber halt dann wenigstens das ganze Volk in einen Landstrich und nicht verschiedene. 4. Deshalb ist es meistens so, dass nach die Verfügung über dasjenige Territorium verlangt wird, wo das anvisierte Nationalkollektiv schon ansässig ist. </blockquote> zu 1.) Was erfährt man eigentlich über die Welt in solchen Sternstunden krimscher Aufklärung, in denen man darüber belehrt wird, dass das Leben - pardon: die Gründung von Nationalstaaten - kein Wunschkonzert sei? Man kann sich nicht immer alles heraussuchen! Also wirklich, großartig! Vor so viel tiefer Einsicht in die Wechselfälle der Gründung von Nationalstaaten kann man nur seinen Hut ziehen. Vor allem in Verbindung mit 2., dass es im Katanga-Becken oder um Perth herum schon Nationalstaaten gibt. Die gibt es natürlich in Schottland noch nicht! (wahrscheinlich weil Krim in seiner (im Wortsinn) unergründlichen Weisheit Großbritannien nicht für einen Nationalstaat hält). Das würde ihm sicher gefallen, wenn man herginge und seinen Flachsinn nicht mehr hinterfragen würde und diesen Unrat als das geheimnisvolle Hüsteln einer weisen Seele nehmen würde, die einen dann auch noch mit einem Räuspern über den Weltenlauf vergangener Zeiten belohnt, was es in der Geschichte alles gab und was nicht. Und dann kommt dieses scharfsinnige <b>Deshalb</b>. Weshalb nochmal? Ach ja, deshalb, weil das Leben kein Wunschkonzert ist. Alles klar, Meister Krim. to be continued...

Die Frage ist damit beantwortet!

Gut, dann nehmen wir doch die Antworten, die gegeben worden sind und prüfen sie mal. Was ist die zusammengefasste Antwort?

Nein, ein Eigentümerkollektiv würde sich nicht die Rohstoffreichsten Flecken rauspicken, sondern denjenigen Flecken auf dem es schon sitzt, das aber die falsche Herrschaft hat. Ausgetauscht werden soll ja auch diese Herrschaft und nicht das Land.

Dann geht es dem Eigentümerkollektiv in dieser zusammengefassten Antwort aber um eine eigene, nationale Herrschaft und nicht um die Reichtumsvoraussetzungen. Nun war die Frage eine, bei der es genau um den Unterschied ging und die Antwort soll sein: Den Unterschied dieser Zwecke („exklusiver Zugriff auf Reichtumsvoraussetzungen“ und eigene, nationale Herrschaft) gäbe es nicht. Den gibt es aber sehr wohl! Setzt man sich den Zweck „exklusiv über Reichtumsvoraussetzungen“ verfügen zu wollen, dann ist das, worauf man sich mit seinem Verfügungsanspruch bezieht in ein Verhältnis zum Reichtum gesetzt. Es geht also gerade nicht um Licht, Luft und Sonne, sondern um die Dinge, die Voraussetzung eben dieses Reichtums sind. Und das sind im Kapitalismus nach der sachlichen Seite Rohstoffe also „Stoffe“, die in dieser Bezeichnung selbst ein Verhältnis zur (stofflichen) Produktion als deren Rohmaterial haben, dann noch Arbeitskräfte und eben Kapital und Kredit. Das sind im Kapitalismus die Reichtumsvoraussetzungen und eben nicht solche unbestimmten Dinge wie die folgenden:

Reichtumsvoraussetzung kann alles mögliche sein, Luft, Wasser, Wald, Wiese, Leute, Fläche, Bodenschätze, Wind, Sonne…

Ja worin denn, möchte man da fragen?! Eben nicht als begriffslose Aneinanderreihung von Wald, Wiese, Fläche (?!) usw…, sondern nur und ausschließlich im eben erklärten Sinn, als Voraussetzung kapitalistischen Reichtums d.h. Luft z.B. als Druckluft, Windaufkommen als Voraussetzung eine profitale Windfarm zu errichten usw…

Was entspricht nun dem Zweck über Reichtumsvoraussetzungen exklusiv verfügen zu wollen? Klare Sache: Auf die Dinge, die eben Voraussetzungen dieses kapitalistischen Reichtums sind Zugriff zu haben und das hat man mit einem eigenen Nationalstaat eben nicht zwingend, weil all die schönen Reichtumsvoraussetzungen in aller Regel eben in anderen Nationalstaaten liegen und man die ersteinmal imperialistisch öffnen muss. [[Ich befürchte hier prophylaktisch und ohne Hoffnung das verhindern zu können weitere Kurzschlüsse von Krim (könnte der Nationalstaat dann nicht das „Mittel“ des Eigentümerkollektivs sein sich die fremden Reichtümer zu erschließen?!)]].

Also hier halten wir mal eine ganz simple Differenz zwischen Reichtumsvoraussetzungen und Herrschaft fest. Brecht würde sagen: Man fällt eben in aller Regel nicht auf einen Klumpen Gold, wenn man aus dem Fensterstock fällt, den man schätzt, weil man aus ihm herausgefallen sein wird. Und insofern ist es eben eine Verwechslung zu meinen man würde den Fensterstock wegen des Goldes schätzen, das in aller Regel nicht darunter liegt.

Bei Brecht wird das Vaterland als Mittel des Naturgenusses ausgemalt (Berge, Meer, liebliches Land), was es aber nicht ist.

Und bei Krim als Mittel der Eigentümer, die es wegen der Reichtumsvoraussetzungen schätzen sollen, die eben in aller Regel nicht im geliebten Vaterland, sondern auf dem Weltmarkt verfügbar sind. D.h. das, was Krim behauptet, was der Zweck des Nationalstaates sei: Die Sicherung des exklusiven Zugriffs auf die Voraussetzungen kapitalistischen Reichtums, kann er überhaupt nicht leisten! Und genau deshalb greift da eben Brechts Kritik.

Oben sieht man auch schön, wie Krim die Unterscheidung verweigert. Er wiederholt das, was als Gegenposition und Kritik seiner Behauptung formuliert worden ist und versucht so der Kritik seiner verkehrten Auffassung auszuweichen.

Ok, es ist noch der Rest von Krims tiefschürfenden Oberflächlichkeiten zu würdigen:

1. Müsste man sich ja wohl entscheiden, Nationalstaaten gründen ist ja kein Wunschkonzert 2. Gibt es dort schon Nationalstaaten 3. Der Exodus eines Volks ist nicht die Regel, gab es in der Geschichte aber durchaus, aber halt dann wenigstens das ganze Volk in einen Landstrich und nicht verschiedene. 4. Deshalb ist es meistens so, dass nach die Verfügung über dasjenige Territorium verlangt wird, wo das anvisierte Nationalkollektiv schon ansässig ist.

zu 1.) Was erfährt man eigentlich über die Welt in solchen Sternstunden krimscher Aufklärung, in denen man darüber belehrt wird, dass das Leben – pardon: die Gründung von Nationalstaaten – kein Wunschkonzert sei? Man kann sich nicht immer alles heraussuchen! Also wirklich, großartig! Vor so viel tiefer Einsicht in die Wechselfälle der Gründung von Nationalstaaten kann man nur seinen Hut ziehen. Vor allem in Verbindung mit 2., dass es im Katanga-Becken oder um Perth herum schon Nationalstaaten gibt. Die gibt es natürlich in Schottland noch nicht! (wahrscheinlich weil Krim in seiner (im Wortsinn) unergründlichen Weisheit Großbritannien nicht für einen Nationalstaat hält). Das würde ihm sicher gefallen, wenn man herginge und seinen Flachsinn nicht mehr hinterfragen würde und diesen Unrat als das geheimnisvolle Hüsteln einer weisen Seele nehmen würde, die einen dann auch noch mit einem Räuspern über den Weltenlauf vergangener Zeiten belohnt, was es in der Geschichte alles gab und was nicht. Und dann kommt dieses scharfsinnige Deshalb. Weshalb nochmal? Ach ja, deshalb, weil das Leben kein Wunschkonzert ist. Alles klar, Meister Krim.

to be continued…

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by: Krim http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129740 Fri, 12 Mar 2021 22:57:37 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129740 <blockquote> "Wenn es also so wäre, dass der Nationalstaat die „Reichtumsvoraussetzungen“ so eines nationalen Eigentümerkollektivs sichert, dann würde man doch das Katanga-Becken (Kupfer), ein paar Ölfelder in Saudi-Arabien (unschlagbar billige Förderung) und vielleicht noch die Gegend um Perth mit ihren Goldvorkommen als Territorium des Eigentümerkollektivs haben wollen, dem man sich dann zwecks Gründung eines Nationalstaates anschließt."</blockquote> 1. Müsste man sich ja wohl entscheiden, Nationalstaaten gründen ist ja kein Wunschkonzert 2. Gibt es dort schon Nationalstaaten 3. Der Exodus eines Volks ist nicht die Regel, gab es in der Geschichte aber durchaus, aber halt dann wenigstens das ganze Volk in einen Landstrich und nicht verschiedene. 4. Deshalb ist es meistens so, dass nach die Verfügung über dasjenige Territorium verlangt wird, wo das anvisierte Nationalkollektiv schon ansässig ist. 5. Bei Brecht wird das Vaterland als Mittel des Naturgenusses ausgemalt (Berge, Meer, liebliches Land), was es aber nicht ist. Zusammenfassend: Nein, ein Eigentümerkollektiv würde sich nicht die Rohstoffreichsten Flecken rauspicken, sondern denjenigen Flecken auf dem es schon sitzt, das aber die falsche Herrschaft hat. Ausgetauscht werden soll ja auch diese Herrschaft und nicht das Land. ( Die Frage ist damit beantwortet!). Du musst mal festlegen was du klären willst. also z.B. Was ist Nationalismus? Du sagst dann einfach die nationale Sichtweise ist den kritisierten Mangelzuständen vorausgesetzt, also "unfair" "keine Verfügung über Ölquellen"... Selbst wenn die Aussage stimmt: Nationalismus ist vorausgesetzt. Dann bist du so schlau wie am Anfang, weil festzuhalten, dass Nationalismus vorausgesetzt ist, ist ja keine Antwort auf die Frage, was er ist. Nationalismus ist dass er vorausgesetzt ist, ist ja ein Zirkel und keine Antwort. Wegen dieses Zirkels kommst du auf Wahn. Wenn es keinen Grund gibt, muss es eine Spinnerei, ein Wahn sein. Ist es aber nicht, sondern du beantwortest einfach die Frage nicht. <blockquote>"sie wählen SNP, weil sie hoffen, dass der britische Staat darüber zu Zugeständnissen gezwungen wird und z.B. der Region mehr von den Öleinnahmen bleibt. Die sind keine schottischen Nationalisten"</blockquote> Na wenn es keine Nationalisten sind, dann sind sie hier ja wohl uninteressant. <blockquote>"Das ist völlig losgelöst von der Frage, ob die Gegend, in der er mit seinen Mitnationalisten siedelt mit Rohstoffen und sonstigen Reichtümern gesegnet ist oder nicht, "</blockquote> Reichtumsvoraussetzung zu sein, ist nicht identisch mit der Verfügung über Rohstoffe. Reichtumsvoraussetzung kann alles mögliche sein, Luft, Wasser, Wald, Wiese, Leute, Fläche, Bodenschätze, Wind, Sonne... <blockquote>"Und genau das ist der Einwand gegen euch: Der „Zugriff auf die Reichtumsvoraussetzungen“ ist dann eben auch nichts weiter als etwas, das nach staatlichen Gesichtspunkten geregelt stattfindet (darum hat sich die Diskussion hier lange gedreht) d.h. von den Interessen oder interessierten Vorstellungen auch der schottischen Nationalisten ist abstrahiert und was übrig bleibt ist ihre Interpretation der nationalen Separation, der Regierung Schottlands als etwas, das für sie da wäre."</blockquote> Das ist aber blöde festzuhalten, das die Staatsgewalt von ökonomischen Interessen abstrahiert, weil das ja gerade die Aufgabe ist. Es geht ja um Bedingungen für ökonomische Interessen und das ist naturgemäß eine Abstraktion von ihnen. Andererseits geht es bei den "staatlichen Gesichtspunkten" ja gerade um Bedingungen für schottisches Geschäft. Es sollen Bedingungen geschaffen werden, die dem Geschäft nutzen und genau das wollen schottische Nationalisten. <blockquote>"Ist es dann so, dass „die Eigentümer“ sich im Nationalstaat „exklusiven Zugriff“ auf „Reichtumsvoraussetzungen“ verschaffen oder ist es nicht eher so, dass sie sich einer Gewalt mit der Idee unterordnen, sie würde ihnen dienen?"</blockquote> Kein Gegensatz. Sie ordnen sich unter, weil die Gewalt ihnen dient und das ist kein Schein, sondern die Wahrheit. <blockquote>"als Lohnarbeiter, Investor oder eben überhaupt nicht."</blockquote> Na was ein Wunder, auch in einem unabhängigen Schottland gibt es Lohnarbeit und Kapital. Das heißt halt nur, dass man keinen Nationalstaat aufmachen darf, wenn man diese Klassen abschaffen will. Wenn man dagegen als Klasse mehr profitieren will, dann kommt es schon drauf an, wem die öffentliche Gewalt verpflichtet ist. Da kann man eben nicht ankommen und sagen, ja es gibt immer noch Lohnarbeiter und Unternehmer also können die Nationalisten von ihrer Separation nicht haben. Diese Logik ist verkehrt. <blockquote>"Sind also auch ihre Vorstellungen des Vorteils, der ihnen daraus entstehen würde nichts weiter als interessierte Einbildungen, die sie sich als Nationalisten zulegen, Bebilderungen des Vorteils, den ein eigener Nationalstaat hätte?"</blockquote> Nein sind sie nicht. <blockquote>"naja sie benutzen es (das Territorium) als sachliche Voraussetzung ihres Eigentums (wie auch die ganze Welt!) und daraus schließt er auf einen Zweck, den sie haben müssen. Das ist aber völlig ignorant, es befasst sich nicht mit dem Bewusstsein der Nationsangehörigen"</blockquote> Na da stehe ich dann wohl in der Tradition von Marx. "Das Sein bestimmt das Bewusstsein und nicht das Bewusstsein das Sein." Und fühle mich in dieser Gesellschaft auch ganz wohl. Ich erkläre also das Bewusstsein aus den ökonomischen Formen, in denen sich die ökonomischen Subjekte bewegen und die sie affirmieren. Als Inhaber einer kapitalistischen Revenuequelle werden sie eben immer wieder auf die Bedingung dieser Revenuequelle, die in der Gewalt des Staates existiert verwiesen. Und die erste Bedingung ist eben der Zugriff auf die Voraussetzungen der Reichtumsproduktion, die nur eine gesellschaftliche Gewalt in der Lage ist anderen Gewaltsubjekten abzutrotzen.

„Wenn es also so wäre, dass der Nationalstaat die „Reichtumsvoraussetzungen“ so eines nationalen Eigentümerkollektivs sichert, dann würde man doch das Katanga-Becken (Kupfer), ein paar Ölfelder in Saudi-Arabien (unschlagbar billige Förderung) und vielleicht noch die Gegend um Perth mit ihren Goldvorkommen als Territorium des Eigentümerkollektivs haben wollen, dem man sich dann zwecks Gründung eines Nationalstaates anschließt.“

1. Müsste man sich ja wohl entscheiden, Nationalstaaten gründen ist ja kein Wunschkonzert 2. Gibt es dort schon Nationalstaaten 3. Der Exodus eines Volks ist nicht die Regel, gab es in der Geschichte aber durchaus, aber halt dann wenigstens das ganze Volk in einen Landstrich und nicht verschiedene. 4. Deshalb ist es meistens so, dass nach die Verfügung über dasjenige Territorium verlangt wird, wo das anvisierte Nationalkollektiv schon ansässig ist. 5. Bei Brecht wird das Vaterland als Mittel des Naturgenusses ausgemalt (Berge, Meer, liebliches Land), was es aber nicht ist.
Zusammenfassend: Nein, ein Eigentümerkollektiv würde sich nicht die Rohstoffreichsten Flecken rauspicken, sondern denjenigen Flecken auf dem es schon sitzt, das aber die falsche Herrschaft hat. Ausgetauscht werden soll ja auch diese Herrschaft und nicht das Land. ( Die Frage ist damit beantwortet!).

Du musst mal festlegen was du klären willst. also z.B. Was ist Nationalismus? Du sagst dann einfach die nationale Sichtweise ist den kritisierten Mangelzuständen vorausgesetzt, also „unfair“ „keine Verfügung über Ölquellen“… Selbst wenn die Aussage stimmt: Nationalismus ist vorausgesetzt. Dann bist du so schlau wie am Anfang, weil festzuhalten, dass Nationalismus vorausgesetzt ist, ist ja keine Antwort auf die Frage, was er ist. Nationalismus ist dass er vorausgesetzt ist, ist ja ein Zirkel und keine Antwort. Wegen dieses Zirkels kommst du auf Wahn. Wenn es keinen Grund gibt, muss es eine Spinnerei, ein Wahn sein. Ist es aber nicht, sondern du beantwortest einfach die Frage nicht.

„sie wählen SNP, weil sie hoffen, dass der britische Staat darüber zu Zugeständnissen gezwungen wird und z.B. der Region mehr von den Öleinnahmen bleibt. Die sind keine schottischen Nationalisten“

Na wenn es keine Nationalisten sind, dann sind sie hier ja wohl uninteressant.

„Das ist völlig losgelöst von der Frage, ob die Gegend, in der er mit seinen Mitnationalisten siedelt mit Rohstoffen und sonstigen Reichtümern gesegnet ist oder nicht, „

Reichtumsvoraussetzung zu sein, ist nicht identisch mit der Verfügung über Rohstoffe. Reichtumsvoraussetzung kann alles mögliche sein, Luft, Wasser, Wald, Wiese, Leute, Fläche, Bodenschätze, Wind, Sonne…

„Und genau das ist der Einwand gegen euch: Der „Zugriff auf die Reichtumsvoraussetzungen“ ist dann eben auch nichts weiter als etwas, das nach staatlichen Gesichtspunkten geregelt stattfindet (darum hat sich die Diskussion hier lange gedreht) d.h. von den Interessen oder interessierten Vorstellungen auch der schottischen Nationalisten ist abstrahiert und was übrig bleibt ist ihre Interpretation der nationalen Separation, der Regierung Schottlands als etwas, das für sie da wäre.“

Das ist aber blöde festzuhalten, das die Staatsgewalt von ökonomischen Interessen abstrahiert, weil das ja gerade die Aufgabe ist. Es geht ja um Bedingungen für ökonomische Interessen und das ist naturgemäß eine Abstraktion von ihnen. Andererseits geht es bei den „staatlichen Gesichtspunkten“ ja gerade um Bedingungen für schottisches Geschäft. Es sollen Bedingungen geschaffen werden, die dem Geschäft nutzen und genau das wollen schottische Nationalisten.

„Ist es dann so, dass „die Eigentümer“ sich im Nationalstaat „exklusiven Zugriff“ auf „Reichtumsvoraussetzungen“ verschaffen oder ist es nicht eher so, dass sie sich einer Gewalt mit der Idee unterordnen, sie würde ihnen dienen?“

Kein Gegensatz. Sie ordnen sich unter, weil die Gewalt ihnen dient und das ist kein Schein, sondern die Wahrheit.

„als Lohnarbeiter, Investor oder eben überhaupt nicht.“

Na was ein Wunder, auch in einem unabhängigen Schottland gibt es Lohnarbeit und Kapital. Das heißt halt nur, dass man keinen Nationalstaat aufmachen darf, wenn man diese Klassen abschaffen will. Wenn man dagegen als Klasse mehr profitieren will, dann kommt es schon drauf an, wem die öffentliche Gewalt verpflichtet ist. Da kann man eben nicht ankommen und sagen, ja es gibt immer noch Lohnarbeiter und Unternehmer also können die Nationalisten von ihrer Separation nicht haben. Diese Logik ist verkehrt.

„Sind also auch ihre Vorstellungen des Vorteils, der ihnen daraus entstehen würde nichts weiter als interessierte Einbildungen, die sie sich als Nationalisten zulegen, Bebilderungen des Vorteils, den ein eigener Nationalstaat hätte?“

Nein sind sie nicht.

„naja sie benutzen es (das Territorium) als sachliche Voraussetzung ihres Eigentums (wie auch die ganze Welt!) und daraus schließt er auf einen Zweck, den sie haben müssen. Das ist aber völlig ignorant, es befasst sich nicht mit dem Bewusstsein der Nationsangehörigen“

Na da stehe ich dann wohl in der Tradition von Marx. „Das Sein bestimmt das Bewusstsein und nicht das Bewusstsein das Sein.“ Und fühle mich in dieser Gesellschaft auch ganz wohl. Ich erkläre also das Bewusstsein aus den ökonomischen Formen, in denen sich die ökonomischen Subjekte bewegen und die sie affirmieren. Als Inhaber einer kapitalistischen Revenuequelle werden sie eben immer wieder auf die Bedingung dieser Revenuequelle, die in der Gewalt des Staates existiert verwiesen. Und die erste Bedingung ist eben der Zugriff auf die Voraussetzungen der Reichtumsproduktion, die nur eine gesellschaftliche Gewalt in der Lage ist anderen Gewaltsubjekten abzutrotzen.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129717 Fri, 12 Mar 2021 13:10:34 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129717 Mal noch ein bisschen <a href="https://www.bbc.com/news/uk-scotland-scotland-politics-54542712">backing</a> für meinen vorletzten Beitrag: <blockquote> First, it confirms that over the course of the last year Nicola Sturgeon's popularity has soared back to the very high level she enjoyed in her early weeks and months as first minister. As many as 72% say they are satisfied with the way she is doing her job as first minister. Crucially, her popularity extends deeply into the ranks of those who voted in 2014 to stay in the Union, over half (55%) of whom are satisfied. </blockquote> [..] <blockquote> However, only 15% of former No voters think the claim that Scotland's economy would be stronger outside the UK is convincing, while even among those who say they would now vote Yes as many as 30% believe that leaving the UK would be a major risk for Scotland's economy. </blockquote> Mal noch ein bisschen backing für meinen vorletzten Beitrag:

First, it confirms that over the course of the last year Nicola Sturgeon’s popularity has soared back to the very high level she enjoyed in her early weeks and months as first minister.

As many as 72% say they are satisfied with the way she is doing her job as first minister.

Crucially, her popularity extends deeply into the ranks of those who voted in 2014 to stay in the Union, over half (55%) of whom are satisfied.

[..]

However, only 15% of former No voters think the claim that Scotland’s economy would be stronger outside the UK is convincing, while even among those who say they would now vote Yes as many as 30% believe that leaving the UK would be a major risk for Scotland’s economy.

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by: libelle http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129715 Fri, 12 Mar 2021 11:47:27 +0000 http://Neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129715 Nachtrag: Die Sicherung der "exklusiven Verfügung über die Reichtumsvoraussetzungen" durch den Nationalstaat für die (Eigentümerkoalition von) Nationsangehörigen ist eine von Krims falschen Abstraktionen. Er schaut einfach die Verhältnisse an und fragt sich, was das nationale Terrirorium für die eigentümelnden Nationsangehörigen ist ... naja sie benutzen es als sachliche Voraussetzung ihres Eigentums (wie auch die ganze Welt!) und daraus schließt er auf einen Zweck, den sie haben müssen. Das ist aber völlig ignorant, es befasst sich nicht mit dem Bewusstsein der Nationsangehörigen, sondern ersetzt es durch Krims (in diesem Fall) fragwürdige Gedanken. Alles Nötige dazu ist <a href="http://neoprene.blogsport.de/2020/12/12/arte-versailles-und-der-reelle-gesamtkapitalist/#comment-129659">hier</a> gesagt. Nachtrag: Die Sicherung der „exklusiven Verfügung über die Reichtumsvoraussetzungen“ durch den Nationalstaat für die (Eigentümerkoalition von) Nationsangehörigen ist eine von Krims falschen Abstraktionen. Er schaut einfach die Verhältnisse an und fragt sich, was das nationale Terrirorium für die eigentümelnden Nationsangehörigen ist … naja sie benutzen es als sachliche Voraussetzung ihres Eigentums (wie auch die ganze Welt!) und daraus schließt er auf einen Zweck, den sie haben müssen. Das ist aber völlig ignorant, es befasst sich nicht mit dem Bewusstsein der Nationsangehörigen, sondern ersetzt es durch Krims (in diesem Fall) fragwürdige Gedanken. Alles Nötige dazu ist hier gesagt.

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