Off Topic

Wo Jacko recht hat, hat er recht: Es gab bisher „nirgends einen offenen Thred „Off Topic““.
Kommt zwar nach rund 1000 Beiträgen allein hier recht spät, aber immerhin: Hier könnte es ihn geben!


85 Antworten auf „Off Topic“


  1. 1 Blue 20. Januar 2017 um 17:58 Uhr

    Ich mache einfach mal den Anfang und hoffe, dass ich hier richtig bin.

    Quizfrage: Was kommt dabei heraus, wenn die zum Event verkommene „Linke“ die ges. Totalität kap. Vergesellschaftung im aufklärerischen Sinne den Charaktermasken „anheftet“, den Kapitalismus am besten gleich ganz vergisst, Ideologiekritik für eine Kaffeespezialität hält, Lichterketten, Mahnwachen und Sitzstreiks für einen emanzipatorischen Akt hält, und es schafft, mit nur einem einzigen großen Event vorzuführen, was dabei herauskommen kann wenn man/frau ohne Theorie dasteht?

    So etwas nennt sich heute „Inauguration Day Protest: No to Global Trumpism!“, „Women’s March“ und „Women for Climate Justice“.

  2. 2 Quizfrage 22. Januar 2017 um 11:36 Uhr

    Hey, wie strukturell antisemitisch bischt du denn druff?
    Und wo genau bleibt dein Verblendungszusammenhang?

  3. 3 Blues 22. Januar 2017 um 17:22 Uhr

    @Blue.
    Jetzt wissen die DemonstrantInnen, dass ihre Anti-Trump-Demos heraus kommen, weil sie ohne Theorie da stehen. ???
    Nein: aus Nichts folgt nichts. Die werden schon was – auch Argumente – gegen Trump haben. Ich auch – andere. Darüber ist zu reden.

  4. 4 Red 22. Januar 2017 um 18:36 Uhr

    „Ich mache einfach mal den Anfang und hoffe, dass ich hier richtig bin.“

    Richtig wofür?

    Ein Anliegen lässt sich deinem Beitrag nicht so recht entnehmen…

  5. 5 Wolf 24. Januar 2017 um 10:55 Uhr

    „Agitation ist nicht Affirmation des vorgefundenen Bewußtseins der Arbeiter, sondern gerade dessen Veränderung: sie muß sich aus wissenschaftlicher Einsicht ableiten, nicht aus dem Zuspruch, den sie bei den Massen findet.“ (Rote Zellen/AK)

    Wie wäre es, der werten Lohnarbeiterschaft diesen Gedanken so darzubieten, dass wenigstens die Chance des Begreifens besteht? Vielleicht so:

    >Agitation heißt nicht, dass ich deine Urteile über unsere Gesellschaft richtig finde. Weil ich weiß, was Eigentum und Lohnarbeit bedeuten. Wenn du deine Arbeitsstelle verteidigst, dann verteidigst du deine Ausbeutung. Ob du damit etwas anfangen kannst, ist deine Sache, lieber Arbeiter. Die Folgen deines falschen Denkens musst du dann selbst tragen. Es rettet dich auch kein höheres Wesen wie die Gewerkschaft oder die Linkspartei.

  6. 6 Neoprene 24. Januar 2017 um 11:16 Uhr

    Die zitierte Stellungnahme der Roten Zellen/AK war kein Flugblatt für Arbeiter sondern ein Statement im Streit der diversen linksradikalen „kommunistischen“ Organisationen der damaligen Zeit. Es richtete sich an die zumeist studentischen Anhänger und Unterstützer diesert Organisationen. Da konnte man wirklich problemlos einen Begriff wie Affirmation benutzen. Ansonsten ist der zitierte Spruch ja wirklich einfach und verständlich für jedermann und jede Frau formuliert.
    Zudem verwundert es mich, daß du jetzt, Jahrzehnte nach der Veröffentlichung dieses Statements vorschlägst, wie „man“ es besser machen könnte/sollte. Im engeren Sinn ist diese Grundsatzerklärung doch ein toter Hund, der so noch nicht mal von den heutigen Anhängern der Nachfolgeorganisation von damals vertreten wird (dieser Satz hingegen gilt natürlich wie eh und je).

  7. 7 Jacko 24. Januar 2017 um 18:18 Uhr

    Hallo Wolf,

    findest du diese Beiträge [unten] also dementsprechend?
    Oder beinhalten sie die von dir gerügten Mängel?
    Und wo dort genau?

    Kündigungsverzicht bei Daimler:
    http://keinort.de/?p=931

    Neuere Entwicklungen in der Automobilindustrie:
    http://Neoprene.blogsport.de/2015/05/27/spartengewerkschaften-erpressung-fuer-partikularinteressen-kuenftig-verboten/#comment-121595

  8. 8 Mattis 28. Januar 2017 um 11:47 Uhr

    @Wolf:

    „Wenn du deine Arbeitsstelle verteidigst, dann verteidigst du deine Ausbeutung.“

    Ja das leuchtet unmittelbar ein, oder doch eher nicht? Jeder Arbeiter weiß doch, dass Kommunisten behaupten, dass ihre Lohnarbeit Ausbeuterei ist.
    Und der Hinweis, die Folgen seines Mitmachens müsse er selber tragen, was soll das, wenn ihm gar nicht klar ist, was sein Mitmachen bedeutet und welche Alternative es gibt.

    *

    PS an alle: das mit dem off-topic hab ich nicht verstanden, das mündet doch immer in eine bestimmte Debatte, oder wie ist das gemeint?

  9. 9 Krim 28. Januar 2017 um 13:50 Uhr

    Ich nehme mal an, das soll der Platz sein, wo alles reingehört, was nicht in ein Thema passt oder zu dem neo kein Thema aufmachen will. Oder auch einfach irgendwas, was jemand auf dem Herzen hat und loswerden will. Sone Art Plauderecke.

  10. 10 Neoprene 28. Januar 2017 um 15:47 Uhr

    In der Tat, da hat Krim recht:
    Da dieser Blog ja keine Forumstruktur hat, wo angemeldete User eigene Themen aufmachen können, kamen halt ab und zu bei irgendwelchen beliebigen Threads Kommentare, die ein neues Thema pushen wollten. Wo mir das für den Blog passend erschien, habe ich das ja dann auch gemacht. Wenn aber Bedarf besteht, im engeren Sinne Abseitiges hier doch zu diskutieren, dann kann und sollte man das in Zukunft unter „Off Topic“ machen.
    Wie bisher bleibe ich recht großzügig, was das Abdriften von Threads angeht. Manchmal habe ich die ja auch schon umbennannt, wenn das tatsächliche Thema sich als ein ganz anderes herausgeschält hat, manchmal habe ich mir auch die Mühe gemacht und Kommentare zu einem anderen Thema rausgezogen und dafür extra was Neues aufgemacht.

  11. 11 Hinweis 30. Januar 2017 um 23:24 Uhr

    Online gestellt wurde das Manuskript der Bremer Veranstaltung vom 19. Jan. 2017:

    Wie die Linke sich die rechten Wähler verständlich macht,
    statt sie zu kritisieren

    https://www.argudiss.de/sites/default/files/doku/ankuendigung%28pdf%29/LinksRechts_2017-1-19.pdf

    https://www.argudiss.de/node/406

  12. 12 Hinweis 31. Januar 2017 um 9:36 Uhr

    Auszüge (der Schluss) aus dem o.g. t.i.-Manuskript
    zur Politik der radikalen Linken:

    ‚Schweine in Kaltland’
    „Selbst im Gewinnerland der Krise, Deutschland, wähnt sich die weiße Mittelschicht auf dem absteigenden Ast. Aggressiv klammert sie sich an die wenigen sozialen und ideologischen Placebos, die der autoritäre Wettbewerbsstaat als Entschädigung anbietet. Unsicherheit und Angst sind die vorherrschenden Reaktionen. Das wiederum produziert reihenweise Schweine, die es schaffen, zugleich antisozial und konformistisch zu sein, die sich untereinander ausnutzen und dabei vorm Chef kuschen. Dass aber selbst diese schlechte Welt instabil ist, wird nun nach dem kurzen Frühling des Missvergüngens der Griechenlandkrise durch die sogenannte Flüchtlingskrise für alle offensichtlich. (…)Angesichts des Mangels an gesellschaftlichen Alternativen erscheint der Weg in die nationale Abschottung als rationale Option, um die eigenen Besitztümer zu sichern. Doch aus dem Kalkül wird Misstrauen, aus dem Misstrauen Angst, Wut, Paranoia, Pegida und AfD. Linke Alternativen, also ein Leben ohne Angst samt Aufklärung über das, was die Welt und die Individuen antreibt, scheinen derweil nicht verfügbar. Die wären aber notwendig, um eine Abkehr von der Angst attraktiv zu machen.“
    (https://umsganze.org/kampagnentext-2016/)

    - UG mag die rechten Wähler erkennbar nicht und verweigert ihnen auch ein Verständnis im Sinne der Linkspartei, da hätten sich verwirrte Seufzer nach sozialer Verbesserung verirrt zur falschen Adresse.

    - Stattdessen Kritik? Nein, eine zur Karikatur übertriebene Ausmalung von Konkurrenzmoral und Patriotismus, ein Sittenbild, das alle Fehler tilgt: keine Kritik derart, dass Leute die erfahrenen Härten der Konkurrenz nicht dieser bzw. deren Veranstalter zurechnen, sondern Konkurrenten; keine Kritik, dass sie ihre Abhängigkeit von den Gesetzen des Staates in die Parteinahme für ihn überführen und um nationale Privilegierung bitten.
    UG kritisiert nicht, wie Leute ihre Interessen ruinieren, wenn sie auf ihren Willen zur Durchsetzung in der Konkurrenz setzen; und wenn sie ihre Nöte an den angerufenen Staat ausliefern – UG denunziert stattdessen die Leute durch ein abstrus-widersinninges Charakterbild: gemein gegen Leidensgenossen, Leute wie sie; gemeinsam mit den Peinigern.

    Wo kommt das her? Das ist erkennbar nichts als das negative Abziehbild gewünschter linker Moral: Solidarität und Widerständigkeit. Da wird UG gemein: Wer die Abwesenheit von linker Moral an den Leuten verurteilt, der verurteilt, dass die angeblich zu viel achten auf ihren eigenen Nutzen und auf ihre Ansprüche an den Staat: „Besitztümer sichern“! Das Gegenteil einer Kritik, dass die Leute in Konkurrenz und mit dem Willen zum Staat ihre Interessen ruinieren.

    - Dass den Leuten, die rechts wählen, gut bekommt, was ihnen UG als unsolidarisches Kriechertum ankreidet, will UG nicht behaupten. UG verlängert das denunzierte Charakterbild in einen psychopathologische Befund: „Kalkül wird..Angst, Wut, Paranoia, Pegida und AfD“ Statt Kritik eine „Erklärung“, die totale Be- mit totaler Entschuldigung vereinigt: So „ist“ die Psychologie der Massen, denen linke Orientierung fehlt.

    - Gewählt werden will UG nicht, elitär sein schon. Aber wehe, jemand probiert eine Kritik an den Fehlern der Massen, die ihnen nicht bekommen. Das ist für UG elitär.

  13. 13 Neoprene 31. Januar 2017 um 9:54 Uhr

    Dieses Zitat macht schon deshalb Sinn, weil der Vortragsmitschnitt aus technischen Gründen zu Ende ist, ehe dieses Teilthema angesprochen wurde.

  14. 14 Bruder Guido 01. Februar 2017 um 23:55 Uhr

    Könnt ihr abseits von Politik dem Stil von Trump auch so viel Sympathie abgewinnen wie ich?

    https://www.youtube.com/watch?v=9qlXur-FTIo

    NOBODY PLAYS AL PACINO’S ROLES BETTER THAN ME. BELIEVE ME
    - The Don

    https://www.youtube.com/watch?v=pjfkS_dFRUQ

    Das widerwärtigste an den Linken ist ja diese moraline Enge. Willst du dich nicht bedingungslos irgendwelchen feministischen Tanten unterordnen, die auch nichts anderes tun als Mullen vor hundert Jahren: den ganzen Tag über das Geschlechterverhältnis und die Schweinereien der Männer quasseln, hältst du es für keine gute Idee am Bahnhof zu klatschen und no borders no nations zu skandieren, verweigerst du dich der stupiden Hysterie angesichts eines Rassisten, Sexisten, blablabla als US-Präsidenten, dann halte meilenweit Abstand von diesem Verein

    Ich hoffe insgeheim dass mit Trump dieser ganze linksliberale hässliche SJW Sumpf trocken gelegt wird. In meiner Generation ist diese Mode tatsächlich erstaunlich präsent geworden. Teilen alle ständig nachdenkliche Statistikbildchen über Gender Pay Gap, färben ihre Profile in Regenbogenfarben und sind ganz sensibel in so Fragen, ob Barbies die Seelen unschuldiger Mädchen verkrüppeln.

    Es scheint so, dass die Linke wohl ihren Frieden mit einer Arbeitsteilung gemacht hat, in der sie zwar in zentralen Fragen nix zu sagen hat, aber dafür dem Überbau der Gesellschaft über Twitter ihre hässlichen Moden diktieren kann.

    Mein Gott wie froh wäre ich schon, wenn diese Schwuchtelein endlich ein Ende haben und man wenigstens so was zurück bekäme wie eine classic Wagenknecht-Linke. Aber in der Linkspartei sieht es besonders böse aus. Alle nachwachsenden Parteikader sind Soziologie studierende antideutsche Sörens, für die Politik eh nichts anderes ist als Selbstbedienungsladen für linke Antifa Strukturen; also Fortsetzung von ASTA-Studierendenparlament. WIDERLICH

  15. 15 Frage 02. Februar 2017 um 5:05 Uhr

    Den Sprüchen von Trump, die er hier erläutert hat
    https://www.youtube.com/watch?v=bocTeTGh5AU
    können hierzulande etliche Ex-Linke etwas abgewinnen.
    Die wechseln dann von der SPD zur AFD.
    Dort wird neben ihrem Ausländer-Hass ja auch ihr reaktionäres Familienbild von Anno dunnemals anscheinend besser bedient.
    Und welche Position genau soll daran interessant sein?
    Und wieso fehlt in der Aufzählung das Mantra vom Wollpulli strickenden Schwulen, der einem schon seit der 8. Klasse auf den Senkel geht? Und die Aufregung über die Hundescheiße auf der Straße und die Dealer in meinem eigentlich ach so gesunden und sauberen und gemütlichen und deutschen Viertel, wo endlich mal aufgeräum gehört und Ruhe und Anstand einkehren sollen?

  16. 16 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 17:19 Uhr

    Ich sagte doch, keine Politik, sondern eine Frage der Ästhetik. Man kann doch nicht 24/7 als verbissen-ernster Politmongo unterwegs sein. Wir sind alle auch Menschen, die leidenschaftlich verachten. Siehe die Privatkorrespodenz von Marx und Engels. Welche Menschengruppen findet ihr denn so besonders abstoßend? Lasst euren dunklen Gefühlen freien Lauf.

    Was stört dich eigentlich an sauberen Vierteln ohne Dealer und Hundescheiße? Realer Kommunismus ist Duterte-Politik. Gewöhn dich dran oder lass lieber die Finger davon, würde ich raten.

    Mir scheint da so eine bescheurte Umkehrung kleinbürgerlicher Moral vorzuliegen. Oooooooh wer kann nur sichere und saubere Viertel für die Aufzucht seiner Kinder wünschen? Wie furchtbar autoritär von diesen Halbfaschisten! Ich mag natürlich die belebende, schmierig-heruntergekommene Atmosphäre sozialer Brennpunkte mit jeder Menge fremden Volks (=Offenheit), da kann ich abends so riiiiichtig eintauchen – und trete in Hundescheiße.

  17. 17 Hoxha 02. Februar 2017 um 18:56 Uhr
  18. 18 Antwort 02. Februar 2017 um 19:28 Uhr

    „Realer Kommunismus ist Duterte-Politik.“

    Ich verstehe: Was Duterte sagt und vor allem, was er macht, das ist für dich der Inbegriff des realen Kommunismus.
    Mit realem Kommunismus und Sozialismus haben deine Vorstellungen davon so viel zu tun, wie die sonstiger „National-Sozialisten“.
    Deine gefühlsmäßigen Heimatvorstellungen und Wünsche nach smarten Führer-Typen sind „WIDERLICH“

  19. 19 Neoprene 02. Februar 2017 um 19:51 Uhr

    Law and Order National-Sozialisten möchte ich auch nicht sehen (ab und zu schneien selbst hier solche Typen rein).
    Mein erster Reflex war deshalb auch, „Bruder Guido“ in den Filter zu verbannen (so wenig, wie das eh hilft).
    Ich habe mir dann mal seine Kommentare hier angeschaut, Da habe ich z.B. von Hoxha (seinem Standard-Nick neben vielen weiteren) folgendes wieder gefunden, was ich damals auch schon grenzwertig fand: „Der Pol Pot, des is mai Freund …“ Aber da er zumeist nicht in erster Linie rumgepöbelt hat, will ich das Weitere dann doch erst mal abwarten. Zumindest ein Ehrenmann ist er ja schon mal nicht:
    „ich gebe mein Ehrenwort, ich wiederhole mein Ehrenwort, dass dies die letzte Trollerey auf deinem Blog gewesen ist.“Das hat er jedenfalls noch vor einem Jahr gepostet.

  20. 20 Schwester Gerda 02. Februar 2017 um 20:06 Uhr

    „Könnt ihr abseits von Politik dem Stil von Trump auch so viel Sympathie abgewinnen wie ich?“

    Nein.

    Bist du dir sicher das du Politik und Stil nicht verwechselst, bzw. nicht mehr auseinander halten kannst?

  21. 21 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 20:32 Uhr

    Findet ihr das so schwierig? Ich kann doch jemanden persönlich schätzen, ohne dass ich mich mit seinem pol Programm gemein machen müsste. Die Abteilung hier heisst Off Topic.

    Z.B Strauss, ein dreckiger Reaktionär, aber wenigstens ein Garant für Unterhaltung. Wo gibts das heute noch?

    https://www.youtube.com/watch?v=-fScHOBH6jg

  22. 22 Antwort 02. Februar 2017 um 21:00 Uhr

    Und Adolf der Große erst – wie unterhaltsam…

  23. 23 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 21:04 Uhr

    Nicht mein Humor.

  24. 24 Neoprene 02. Februar 2017 um 21:12 Uhr

    Jacko, es ist eine blöde Unsitte, wie in deiner „Antwort“ nicht das zu kritisieren, was jemand anderes gepostet hat, sondern eine gedachte Verlängerung zu nehmen, ohne einen einzigen Nachweis, daß das auch zwingend zu der kritisierten Position gehört.

  25. 25 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 21:14 Uhr

    „Law and Order National-Sozialisten möchte ich auch nicht sehen (ab und zu schneien selbst hier solche Typen rein).“

    Lol was?

    > keine Hundescheiße in meinem Viertel
    > Naaaaaaaaziiii

  26. 26 Neoprene 02. Februar 2017 um 21:20 Uhr

    Hoxha, du bist ein selten blöder Stänkerer:
    Ich habe dich offensichtlich *nicht* als „Law and Order National-Sozialisten“ eingestuft, denn sonst hätte ich getan, was hier halt geht, um dich rauszuhalten. Nur werde ich wie mancher andere halt erst mal mißtrauisch, wenn jemand wie ein xbeliebiger AfDler rumholzt und dem Draufhauen das Wort redet. Auch du solltest dir vorher überlegen, was du hier schreiben willst.

  27. 27 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 21:46 Uhr

    Hat Jacko eigentlich hier jemals ein Argument vorgetragen? Jemals? Irgendeines?

    Kommt mir so vor wie der Hausgelehrte dieses Blogs, der alle mit seinen geistreichen Anspielungen und Anekdoten verköstigt und gelegentlich die Welt über seine schiedsrichterlichen Urteile in Kenntnis setzt

  28. 28 Neoprene 02. Februar 2017 um 22:09 Uhr

    Natürlich hat Jacko hier auch argumentiert. Z.B. hier:

    „Wissenschaftlich hat Krim die Ideologien der Erfurter Kritiker bereits bestens im letzten Herbst kritisiert:

    http://Neoprene.blogsport.de/2014/03/10/antifa-in-der-krise-kongress-in-berlin-11-13-04-2014/#comment-115041

    An Krims allererstem Kritikpunkt:

    „Tun wir einfach mal so, als seien die „eigenen Interessen“ von Kommunisten was ganz und gar systemimmanentes z.B. mehr Geld – und schon taugt Kommunismus gar nicht mehr so richtig zur Verfolgung dieses Interesses…“

    - wollte ich noch einmal unterstreichen, dass darin eine bürgerlich deformierte Sicht auf Interessen und Bedürfnisse liegt.

    Das scheint mir deswegen wichtig zu sein, weil hierzulande ausgerechnet der Kommunismus weitgehend mit Bedürfnisverzicht, Helden der Arbeit, Subbotnik und Mangelverwaltung gleichgesetzt wird (‚Danke‘, DDR…).

    Krim hatte es bereits wunderbar auf den Punkt gebracht:

    „Logisch ist das allerdings nur für einen bis in die Knochen bürgerlichen Konkurrenzcharakter. Dass es nicht nur mir selbst gut geht, sondern auch der Gesellschaft, in der man lebt, arbeitet, von der man als gesellschaftliches Wesen auch schon im Kapitalismus bis ins kleinste abhängt, das kann sich so ein bürgerlicher Konkurrenzidiot bloß als „Wert und Ideal“ vorstellen.“

    Marx hat solch falschen ‚Ökonomismus‘ als „Vulgärökonomie“ (MEW 25, S. 825) bezeichnet und dagegen festgehalten:

    „Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört; es liegt also der Natur der Sache nach jenseits der Sphäre der eigentlichen materiellen Produktion. (…) Die Freiheit in diesem Gebiet kann nur darin bestehn, daß der vergesellschaftete Mensch, die assoziierten Produzenten, diesen ihren Stoffwechsel mit der Natur rationell regeln, unter ihre gemeinschaftliche Kontrolle bringen, statt von ihm als von einer blinden Macht beherrscht zu werden; ihn mit dem geringsten Kraftaufwand und unter den ihrer menschlichen Natur würdigsten und adäquatesten Bedingungen vollziehn.
    Aber es bleibt dies immer ein Reich der Notwendigkeit. Jenseits desselben beginnt die menschliche Kraftentwicklung, die sich als Selbstzweck gilt, das wahre Reich der Freiheit, das aber nur auf jenem Reich der Notwendigkeit als seiner Basis aufblühn kann.“ (MEW 25, 828)
    http://www.mlwerke.de/me/me25/me25_822.htm

    aus dem Thread „Kritik an der Kritik des GegenStandpunkts
    hier unter dem Nick „Jobber“ (einem von rund 30!)

  29. 29 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 22:30 Uhr

    Ich weiss, was der für einer ist. Ein zersetzendes Element nämlich. Er hasst den realen Sozialismus von ganzem Herzen und wünscht sich nichts anderes als die Tilgung der kommunistischen Bewegung des 20. Jh. aus dem Menschheitsgedächtnis, weil er ihr quasi die „Diskreditierung des Kommunismus“ übel nimmt – und er will die antikommunistischen Eiferer mit ihrer verleumderischen Hetze gegen die kommunistische Bewegung geradezu von links überholen. Er ist ein Gourmetsozialist von ganz feinsinnigem Gemüt, der bei jeder realen Härte eines sozialistischen Aufbaus die edlen Grundsätze verletzt sähe und sofort das Handtuch werfen würde.

  30. 30 Neoprene 02. Februar 2017 um 22:34 Uhr

    Hoxha, für diese profunde (übrigens völlig argumentfreie) Würdigung von Jacko verleihe ich dir einen Stalin-Orden erster Klasse. Aber davon wirst du ja schon einen ganzen Schrank voll haben, befürchte ich.

  31. 31 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 22:45 Uhr

    Ja würdest du schon sehen, wenn du, Mattis und andere Genossen Planer gestresst an Leontief Input-Output-Matrizen rumtüfteln, um Arbeitswerte für die optimale Technikwahl im kommenden Planquartal zu kalkulieren und Jacko, das zersetzende Element, nachdem er mit dem Verfassen seiner kritischen Rezensionen für den Feuilleton fertig ist, im letzten Moment dazu kommt und moniert, wie furchtbar ihm doch die Analogie zum Wert aufstösst, wie die Geschichte schon einmal geendet sei und überhaupt NOT IN MY NAME – dann muss man gemeinsam das Kapital noch mal durchgehen usw usf.

    Wenn du ihn überhaupt soweit mitgeschleppt hättest, weil er schon bei der Frage einer revolutionären Gewalt bei all seinem formalen Herrschaftsgejammer eingeknickt wäre.

  32. 32 Bruder Guido 02. Februar 2017 um 22:50 Uhr

    Ich glaub du weisst, dass ich mit meiner persönlichen Einschätzung Recht haben dürfte. Ich kann solche Dinge wenigstens aussprechen – den Ruf des Brutalostalos habe ich eh schon.

    Derjeniger, der law und order im Kommunismus schafft und dabei über die Strenge schlägt, ist natürlich der Böse, wenn man die Vorgeschichte systematischer Provokation unterschlägt.

  33. 33 Jacko 02. Februar 2017 um 23:06 Uhr

    Ich bekenne mich schuldig. Nicht mal die revolutionäre Gewalt von Friedensgottesdiensten habe ich in diesem Forum verschont…

    http://Neoprene.blogsport.de/2012/03/06/patria-o-muerte-zur-rettung-ihres-staates-ist-fuer-die-kp-kubas-der-sozialismus-gestorben/#comment-116877

  34. 34 Bruder Guido 03. Februar 2017 um 21:28 Uhr

    Hier. Ich habe ein LOL, gefertigt von Bundeszentrale für politische Bildung

    “Trotzdem sollten Autonome Zentren nicht ausschließlich als Gefahr verstanden werden. Sie sind gleichermaßen eine Chance, das Gewaltpotential Autonomer Gruppen zu hemmen. Die praktischen Funktionen der Zentren sind gering: Zwar erzielen die Aktivisten Einnahmen und sie erhalten Räume für politische Veranstaltungen, aber dafür investieren sie einen Großteil ihrer Zeit, ihrer Energie und teilweise sogar ihr Geld in den täglichen Betrieb. Auch hier muss jemand die Fußböden und Toiletten schrubben, das Dach ausbessern oder Mausefallen in der Volxküche aufstellen. Je mehr Ärger die Aktivisten mit Gebäude und Organisation haben, desto weniger Zeit bleibt ihnen für politische und vor allem militante Aktionen. Eine intelligente Tolerierung eines solchen “Autonomen Disneylands” kann aus demokratischer Sicht effektiver sein als eine Räumung. Denn vor allem fürchten sich die Aktivisten vor dem “Würgegriff der herzlichen Umarmung”[5], der die Bewegung langfristig zum Stehen bringt. Die Autonomen brauchen zur Mobilisierung ein klares Feindbild – ein Staat, der sich um Deeskalation bemüht, eignet sich dafür nicht.”

  35. 35 Bruder Guido 04. Februar 2017 um 7:22 Uhr

    Nachtrag

    „Trotzdem sollten Autonome Zentren nicht ausschließlich als Gefahr verstanden werden.“ – darauf, dass Autonome Zentren mehr als eine Selbstgefährdung der Autonomen darstellten, ist natürlich der Phantasie dieses Ex-Polizisten entsprungen. Aber mit dem Polizei-Staat als klarem Feindbild hat er schon recht: An der BRD haben die Autonomen immer das bekämpft, was der DDR ähnelte. Seit es mit der vorbei ist, geht auch die autonome Szene langsam unter; sicheres Anzeichen (wie bei vielen anderen auch): sie bringen nurmehr Kindersoldat_innen auf die Beine.

  36. 36 Klaus 04. Februar 2017 um 20:04 Uhr

    „Agitation heißt nicht, dass ich deine Urteile über unsere Gesellschaft richtig finde. Weil ich weiß, was Eigentum und Lohnarbeit bedeuten. Wenn du deine Arbeitsstelle verteidigst, dann verteidigst du deine Ausbeutung. Ob du damit etwas anfangen kannst, ist deine Sache, lieber Arbeiter. Die Folgen deines falschen Denkens musst du dann selbst tragen. Es rettet dich auch kein höheres Wesen wie die Gewerkschaft oder die Linkspartei.“

    Es ist meines Erachtens eine Sache, ob sich jemand entschließt gegen das Elend zu kämpfen und meint Wissen könnte dafür nützlich sein. Eine andere Sache ist es strebermäßig hinzuschreiben: „ich (!) weiß, was Eigentum und Lohnarbeit bedeuten“. Was für ein Angebergeschwätz!

  37. 37 Bruder Guido 04. Februar 2017 um 21:25 Uhr

    „Wenn du deine Arbeitsstelle verteidigst, dann verteidigst du deine Ausbeutung.“

    Warum nicht einfach beides?
    Meine Arbeitsstelle verteidige ich in meiner Rolle als Lohnarbeiter und als Kommunist arbeite ich an dem Aufbau der Partei. Also mit der Dialektik waren Kommunisten bisher noch nicht überfordert.

    Klingt so schlau wie die Parole die auf fb unterwegs war:

    „Wenn du Wählen gehst, dann verteidigst du die bürgerliche Herrschaft!“

    Nein. Die gibts auch wenn ich nicht wähle. Wenn ich damals gegen Hitler gewählt hätte, hätte ich halt gegen Hitler gewählt. Das wars auch schon. Gewinnt Hitler, dann bürgerliche Herrschaft mit viel viel blutigem Terror gegen meine Genossen, wenn normale bürgerliche Regierung gewinnt weniger Terror gegen meine Genossen. So einfach ist das.

    Keiner zwingt mich, wegen einem Wahlkreuz Demokratie für eine prima Sache zu halten. Ich affirmiere auch nicht den Kapitalismus, wenn ich zwischen zwei Sorten Waschmittel wähle. Das Urteil entsteht nicht beim Kreuzchen machen, sondern im Kopf. Bei der Kritik des Wählers müsste man sich die Zwecke vornehmen, die er auch wirklich hat.

  38. 38 Hinweis 22. Februar 2017 um 5:27 Uhr
  39. 39 GKN 25. Februar 2017 um 11:32 Uhr

    Dienstag | 07.03.2017 | 19:30 Uhr
    B-Lage | Mareschstraße 1 | Berlin

    Gruppen gegen Kapital und Nation: „Klassengesellschaft – eine Einführung“

    Von Klassen ist eigentlich nur noch die Rede, wenn vermutete Privilegien und Benachteiligungen angeklagt werden. Vorwürfe wie „Zwei-Klassen-Medizin“ sollen eine Abweichung von der modernen, bürgerlichen Gleichheit zum Ausdruck bringen. Höchstens in einigen oppositionellen Kreisen ist mitunter die Rede von einem Konflikt zwischen „oben und unten“ oder zwischen „arm und reich“. Doch die Klassengesellschaft ist kein Widerspruch zur Gleichheit und der Klassenunterschied besteht nicht einfach in arm und reich.

    Unsere Veranstaltung soll erklären, was tatsächlich unter Klasse zu verstehen ist, dass die bürgerliche Gleichheit eine Klassengesellschaft begründet und wie die Wirtschaftsweise funktioniert, zu der diese Klassen gehören.

  40. 40 Neoprene 02. März 2017 um 19:04 Uhr

    Von der Facebook-Seite von Hermann Lueer:

    Ich habe die Website, die ich vor zehn Jahren anlässlich meines ersten Buches aufgebaut hatte, noch einmal auf den aktuellen Stand gebracht.
    http://www.whyhunger.com/

    Parallel hierzu habe ich einen YouTube Kanal gestartet, dem ich von Zeit zu Zeit etwas hinzufügen werde.
    https://www.youtube.com/channel/UCyQTwQ9GSZYwZkQqVO0ZxuQ

  41. 41 Peter Checker 27. März 2017 um 18:15 Uhr
  42. 42 Martin Lejeune 24. April 2017 um 0:03 Uhr

    Die MGler sollen ja scherzeshalber die Einzigen gewesen sein, die jemals Hegel gelesen haben. Weiss irgendjemand, wo die Früchte der Hegellektüre der MG geblieben sind? Auch gerne Dissertationen oder ähnliche akademische Publikationen mit MG-Handschrift zu Hegels Logik und Phänomenologie des Geistes.

  43. 43 Leser 24. April 2017 um 10:22 Uhr
  44. 44 Leser 24. April 2017 um 10:25 Uhr
  45. 45 Krim 24. April 2017 um 11:18 Uhr

    Aus dem Lesen von Hegel folgt nicht automatisch, dass man alles für richtig hält, was Hegel schreibt. Noch folgt daraus, dass man sich in der Manier der bürgerlichen Wissenschaft am Wiederkäuen Hegelscher Begriffe beteiligt. Man bedenke auch, dass Kommunisten andere Themen haben als Erkenntnisphilosophie. Wenn überhaupt dann nur als Kritik daran. Auch für MG-ler war Hegel allerhöchstens Bildungshobby, und nicht Teil kommunistischen Basiswissens. Insofern denke ich, dass du dem Hörensagen zu viel Bedeutung zumisst.

  46. 46 Martin Lejeune 24. April 2017 um 13:18 Uhr

    Ich weiss, aber ich habe nun mal viel Zeit und wenig Geld. Und Bildungshobbys kosten mich nichts.

    Danke für die Hinweise. Die Vorträge kannte ich aber schon.

  47. 47 Krim 24. April 2017 um 16:46 Uhr

    Sollte keine Kritik sein, sondern eine Erklärung, dass es den Hegel in eingängigerer Form wahrscheinlich nicht geben wird. Solltest du etwas taugliches finden, wäre ich daran auch interessiert.

  48. 48 Leser 24. April 2017 um 17:13 Uhr
  49. 49 Krim 24. April 2017 um 19:16 Uhr

    Wow. Ich nehme alles zurück.
    Das kannte ich noch nicht. Dankeschön.

  50. 50 Apple 25. April 2017 um 23:19 Uhr

    Neo, wie erkennst du es, wenn ein und derselbe Mensch unterschiedliche Nicknames benutzt?

  51. 51 Neoprene 26. April 2017 um 11:16 Uhr

    Gar nicht. Es sei denn, der Poster möchte, daß wenigstens ich ihn wiedererkenne, dann gibt er bei einem neuen Kommentar wieder die Emailadresse an, die er schon beim letzten Mal benutzt hat, die erscheint ja nicht auf dem Blog ist aber für mich bei der Kommentarverwaltung ersichtlich.

  52. 52 Krim 26. April 2017 um 11:34 Uhr

    Du siehst also auch die ip-Adresse nicht? Was immer das auch bringen mag, da sich die ja sowieso ständig ändert. So könntest du wenigsten sehen, wenn jemand gleichzeitig zwei Nicknames benutzt.

  53. 53 Neoprene 26. April 2017 um 16:49 Uhr

    Nein, die IP-Adressen zeigt mir die Blogsoftware (wordpress) nicht an. Und die Mehrfach-Nicknames sehe ich ja schon, wenn die Poster mir wieder unter einer „alten“ Emailadresse posten. Ich selber halte ja nicht viel von Mehrfachnicks, denn es ist ja eh egal, welcher Pseudoperson ein Argument zugeordnet werden soll. Wenn es nichts taugt, dann hilft ja auch kein neuer Nick. Und bloß weil hier Leute unter bekannten Namen posten, wird ihnen ja kein bißchen mehr „Ehrerbietung“ zuteil.

  54. 54 Krim 26. April 2017 um 19:02 Uhr

    Sehe ich auch so. Das Schöne an der Anonymität ist, dass man keine Person hat, der man ein Argument zuordnen kann. Sondern sich bei der Beurteilung nur auf den Inhalt eines Beitrags stützen kann.

  55. 55 Krim 26. April 2017 um 23:47 Uhr

    Wobei mich eins schon stört. Man kann auf diese Weise niemanden dauerhaft blockieren, der, zum Beispiel hier unter meinem „Namen“, den größten Unsinn verzapft.
    Aber das kommt zum glück ja nicht vor, auch wenn diese Internet-Bengel inzwischen überall lauern…

  56. 56 Neoprene 27. April 2017 um 0:12 Uhr

    Der letzte Kommentar hatte folgende Info:
    Name: Krim | E-Mail: troll@web.de | URI: http://argudiss.de
    Den hätte ich wegen der „falschen“ Emailadresse zu blocken versuchen können. Selbst das geht aber häufig nicht.

  57. 57 Krim 27. April 2017 um 8:30 Uhr

    Tja, da wollte sich wohl ein Trollkrim über uns lustig machen.
    Zumindest er fand sich wohl unglaublich witzig und wollte das unbedingt der Welt mitteilen.

  58. 58 Max Beer 27. April 2017 um 10:51 Uhr

    Hier noch ein Lektüretipp zur MG, (Hegel) und Philosophie. Nur als Dissertationsdruck erhältlich, gibt es in Uni-Bibliotheken und Stabis:
    Herbert-Ludwig Fertl: Marxismus und Vico. Das philosophische Denken Vicos und der dialektisch-historische Materialismus. München 1974

  59. 59 stankovic 01. Mai 2017 um 14:41 Uhr

    Deckers Dissertation mit einem Kapitel zum Verhältnis Adornos zu Hegel:
    https://www.farberot.de/texte/wiss/phil/PETER_DECKER_Adornos_Methodologie_krit_Sinnsuche.pdf

  60. 60 Leser 02. Mai 2017 um 13:46 Uhr
  61. 61 Mattis 04. Mai 2017 um 15:13 Uhr

    @Hegel als Erzieher

    Ja, Hegel hielt wohl nichts von Buchstaben und Zahlen, die sich als farbige Figürchen die Händchen halten …

    Ich erinnere mich an einen Erstsemester-Studienkreis, in dem beschlossen wurde, die von den Dozenten offiziell vorgegebenen grell-bunten Mathe- und Physikkompendien außen vorzulassen – und stattdessen Lehrbücher aus der „rückständigen“ DDR beizuschaffen, in denen noch ausführlich erklärt statt nur bebildert wurde. Der Rückgriff auf Ingenieur- und andere Lehrbücher aus dem Osten war sogar bei etlichen Russenhassern beliebt.

  62. 62 Hinweis 25. Mai 2017 um 8:14 Uhr

    Nicht nur gegen Hegel, sondern auch gegen die Hirnforschung …

    „… bestehen wir nämlich ausdrücklich darauf, dass die Subjektivität, die sich wahrnehmend, denkend, zwecksetzend usf. betätigt, in den in diesem Organ stattfindenden physiologischen Prozessen und nirgendwo anders ihre „materielle Existenzweise“ hat – von wegen also Extra-Subjekt!…“

    http://www.gegenstandpunkt.com/gs/2017/1/gs20171116h1.html

  63. 63 Max 09. Juni 2017 um 13:25 Uhr

    Der GegenStandpunkt Verlag (GS Verlag) hat seine Website neu gestaltet.

  64. 64 Felix 14. September 2017 um 11:47 Uhr

    Social Military Media (14.09.2017)

    Bundeswehr und Rüstungsindustrie betrachten soziale Online-Medien als Waffe im sogenannten Informationskrieg und streben an, Internetdienste wie Facebook zur Generierung geheimdienstlichen Wissens („Intelligence“) zu nutzen. Wie man auf beiden Feldern vorankommen kann, soll Ende dieses Monats bei einem „Zukunfts- und Technologieforum“ diskutiert werden. Als Veranstalter firmiert eine von den deutschen Streitkräften und diversen Waffenschmieden unterhaltene Scharnierorganisation; Ausrichter ist ein Institut der staatlichen Fraunhofer-Gesellschaft. Bereits in ihrem Einladungsschreiben erklären die Organisatoren, „gezielte Desinformationen“ im „Cyber-Raum“ ergänzten das „bisher bekannte Instrumentarium in Konflikten“ um ein „äußerst wirkungsvolles Mittel“. Weitere Themen der Konferenz sind die „Analyse von Social Media Daten“ und die Gewinnung von „Erkenntnissen aus Facebook, Twitter und Co“. Letzteres zählt zu den Forschungsschwerpunkten der Fraunhofer-Gesellschaft; dort befasst man sich nach eigenem Bekunden bereits seit geraumer Zeit mit der „geheimdienstlichen Ausbeutung“ sozialer Online-Medien.

  65. 65 Hinweis 30. November 2017 um 12:31 Uhr

    Revolution auf Schienen – Great Britain 1830

    Pferdekutschen und Kanalboote konnten kurz nach Beginn der Industriellen Revolution den Bedarf nach Transport nicht mehr decken – mehr und mehr Waren mussten von einem Ort der Welt zum nächsten transportiert werden…

    Phoenix, 4.12., 20.15 Uhr und 5.12. 07.30 Uhr

    http://programm.ard.de/TV/phoenix/revolution-auf-schienen---england-im-eisenbahnfieber/eid_28725386978102

    Die Idee der „Modernisierung“ als eine der Triebkräfte der Entwicklungen zu Beginn der Neuzeit – hat hierzulande z.B. auch dazu geführt, dass auf diversen Nordseeinseln heute gut ausgebaute Straßen zum Strand existieren. Die verlaufen nämlich dort oft auf alten Eisenbahnstrecken. Denn auf/für/mit deutschen Inseln sei ein ertragreiches Geschäft für Aktien für Inseleisenbahnen aufzubauen, – so lauteten Parolen der frühen Industrialisierung, ehe die meisten Inselbahnen dann gecrasht sind.
    Mal schaun, ob die BBC zu berichten weiß, dass auch für Truppenverlegungen die Bahn sehr zweckmäßig war…

  66. 66 Hinweis 10. Dezember 2017 um 5:29 Uhr

    G 20 – Randale in Hamburg
    Die Inszenierung deutscher Verantwortung für die Welt
    - und die Störung des schönen Scheins

    Vorabveröffentlichung – aus dem am nächsten Wochenende neu erscheinenden Gegenstandpunkt 4/17 (dort aus der Reihe ‚Chronik – kein Kommentar!‘)

    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/g20-randale-hamburg

  67. 67 Neues_Protok 12. Dezember 2017 um 11:59 Uhr

    Protokoll zum Jour fix vom 04.12.2017:
    Einleitung zum Konkurrenzbuch
    „Das System der freien Konkurrenz und sein Inhalt“ (GS 3-17)

    Die „Konkurrenz“-Einleitung hat den Charakter einer ‚Programmatischen Erklärung‘. (…) Wenn man die Konkurrenz erklärt, dann ist man bei der Erklärung der Welt, so wie es sie tatsächlich gibt, also bei dem, wie die Leute die Welt kennen und betreiben – und somit auch beim Adressaten, wie man ihn vorfindet. Die Einleitung stellt klar, was wir mit unseren theoretischen Erklärungen der Welt wollen und welche praktischen Konsequenzen diese Kritik hat…

    https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf171204.pdf

  68. 68 Hinweis 14. Dezember 2017 um 10:14 Uhr

    Den GSP-Artikel, auf den sich das Protokoll bezieht,
    den kann man hier nachlesen (‚mit Inhalt‘)…

    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/system-freien-konkurrenz-sein-inhalt

  69. 69 Krim 14. Dezember 2017 um 19:50 Uhr

    Inhalt: „Was die jeweils für ihr Mittel halten, das – mehr oder weniger – gemäß ihren Zwecken funktioniert, ist seiner ökonomischen Natur nach Moment in der Bewegung des Kapitals, ist Teil und Mittel der Vermehrung des Geldes nach eigenen Gesetzen, denen die Konkurrenzsubjekte sich unterwerfen, wenn sie sich bemühen, für sich das Beste daraus zu machen.“

    Warum steht das Argument dann nicht am Anfang, sondern im Teil 3? Nein es wird erst abstrakt von „der Konkurrenz“ und dann kommt irgendwann mal das Argument, das einen Zusammenhang zumindest erahnen lässt. Wie die Nationenkonkurrenz da reinpasst liegt immer noch im Dunkeln.

    „Dass sie alle um dasselbe konkurrieren, um ihren Anteil am Ergebnis der Kapitalverwertung, an der sie gemäß den herrschenden Notwendigkeiten mitwirken, hindert sie zwar an der Aufkündigung ihrer widersprüchlichen Stellung zueinander, macht aber eine hoheitliche Gewaltinstanz, die Regeln der Vereinbarkeit unverträglicher Interessen dekretiert und durchsetzt, nicht nur objektiv notwendig, sondern auch im Prinzip für alle plausibel; auch, sogar vor allem für die Mehrheit, die mit ihrer Arbeit für Geld ihre eigene dienende Stellung als ausgebeuteter Bestandteil des Kapitals reproduziert und so zu ihrem Schaden den systemgemäßen Nutzen weniger Eigentümer bedient:“

    Aha. Sehr interessant das. Nur denkt der GSP offenbar gar nicht daran, die verschiedenen und unterschiedlichen Konkurrenten um „den Anteil am Ergebnis der Kapitalverwertung“ als Eigentümer zu bestimmen. Zu den Konkurrenten um das Ergebnis der Kapitalverwertung, gehören offenbar auch die Lohnabhängigen, die natürlich überhaupt nicht um das Ergebnis der Kapitalverwertung konkurrieren, sondern die Kapitalverwertung erst erzeugen durch den den Mehrwert, der nach Abzug von v, an Neuwert noch bleibt. Um das Ergebnis der Kapitalverwertung konkurrieren Arbeiter also nicht. Offenbar hat der GSP Gefallen daran gefunden ein Interesse zu finden, das für alle plausibel ist, das besteht laut Text aber nicht im Dasein als Eigentümer, sondern in der Konkurrenz, um die Ergebnisse des Kapitals. Denn Eigentümer sind nur „wenige“ d.h. das Kapital, die Masse der Lohnabhängigen also nicht.

  70. 70 ricardo 15. Dezember 2017 um 11:27 Uhr

    „die natürlich überhaupt nicht um das Ergebnis der Kapitalverwertung konkurrieren, sondern die Kapitalverwertung erst erzeugen“

    Das halte ich für widersprüchlich. Entweder ist „Kapitalverwertung“ ein Prozess oder ein Ergebnis. Wird „Kapitalverwertung“ als Prozess verstanden, dann können sich die Lohnarbeiter schon um das Ergebnis aus diesem Prozess streiten: sowohl um den Neuwert (v+m) als auch um den Teil des Mehrwerts (m), der nicht bei den Kapitalisten verbleibt (Steuern und andere Abgaben).

  71. 71 Neoprene 15. Dezember 2017 um 12:14 Uhr

    @ ricardo
    Arbeiter können sich *nicht* „um das Ergebnis aus diesem Prozeß“ streiten. Um den Lohn natürlich schon und aber schon viel weniger um die Höhe der Steuern, die die Unternehmen zu zahlen haben und auch nur recht indirekt um die Ausgabenstruktur des Staatshaushalts. Und beim Produzieren steht eh noch nicht wirklich fest, welche „Werte“ überhaupt in den Produkten verkörpert sein werden. Das wird ja nicht in den Unternehmen entschieden.

  72. 72 Krim 15. Dezember 2017 um 13:04 Uhr

    Das Ergebnis der Kapitalverwertung ist m. Arbeiter streiten nicht um m, sondern um Lohn. Dessen Höhe bestimmt wieviel m übrig bleibt. Bei der Konkurrenz um die Verteilung des Mehrwerts, sind sie jedoch außen vor. Darum konkurrieren die verschiedenen Kapitalfraktionen, produktives kapital, Finanzkapital, Grundkapital. Der Staat bedient sich wiederum bei allen. Der konkurriert aber nicht.
    oder anders: Das Einkommen des Kapitals besteht aus Mehrwert. Das Einkommen der Lohnabhängigen nicht. Die reproduzieren bloß die Kosten ihrer Arbeitskraft.

    Deshalb finde ich das falsch, wenn man Kapital und Arbeit zusammenfasst, als Konkurrenz um das Ergebnis der Kapitalverwertung.

  73. 73 Mattis 15. Dezember 2017 um 15:04 Uhr

    Ergebnis der Kapitalverwertung ist ja nicht nur m, sondern auch das ganze reproduzierte Kapital, das muss ja auch gelingen letztlich per Realisation am Markt. Und der Lohn ist nunmal ein Teil des Kapitals, insofern ist der obige Streit vielleicht sinnlos, da die Begrifflichkeit je nach Seite der Sache anders zu formulieren ist und trotzdem eine Identität vorliegt.

    Wenn alle Produktion nur als Kapitalverwertung existiert, ist jeder Streit um Revenue letztlich (!) natürlich ein Streit um deren Ergebnisse, egal welcher Spezifik die betrachteten Konkurrenten angehören.

    Mit ihrer Arbeitskraft konkurrieren Arbeiter erstmal untereinander und nicht direkt, also nicht auf derselben Ebene, mit dem Kapital; die Verfügung über die eigene Arbeitskraft ist halt ein recht spezielles, abhängiges Eigentümerdasein. Der Streit um den Lohn ist also keine Konkurrenz mit dem Kapital, aber eine Konkurrenz um Revenue; alle haben es auf eine der zugelassenen Revenuen abgesehen; natürlich abstrahiert diese Ebene der Konkurrenz vom Lohnarbeitsverhältnis, unterstellt es aber.

    Ich meine, zumindest auf den ersten Blick, man kann dem Konkurrenz-Papier des GSP durchaus diese Abstraktionsebene zubilligen. Die Konkurrenz erklärt nichts, steht da geschrieben – genau, sie unterstellt die bereits abgehandelten Wahrheiten über Lohnarbeit, Kapital etc., ohne sie indessen zu leugnen oder dazu im Widerspruch zu stehen.

    Vielleicht wäre ja ein eigener Konkurrenz-Thread sinnvoll, obwohl ich auf den ersten Blick jetzt nicht soviel neuen Stoff sehe.

  74. 74 Krim 15. Dezember 2017 um 15:37 Uhr

    Ja gut. Wenn das reproduzierte Kapital als Ergebnis des Kapitalwertungsprozesses gesehen wird, gehört auch v dazu.

    Mir kommt es trotzdem merkwürdig vor: „Dass sie alle um dasselbe konkurrieren, um ihren Anteil am Ergebnis der Kapitalverwertung…“ Konkurrieren sie denn um dasselbe? Wenn man die Abstraktionsebene nur hoch genug wählt, dann ist letztlich alles von einem Stoff. Alle sind Teil der gesellschaftlichen Reproduktion und der Anteil, den die Einzelnen davon haben, entstammt letztlich dieser. Das gilt für alle Gesellschaften.

  75. 75 Krim 16. Dezember 2017 um 13:44 Uhr

    Ich hab mir das nochmal überlegt und glaube nicht, dass mit den „Ergebnissen der Kapitalverwertung“ das reproduzierte Kapital gemeint ist. Sonst hätte man gesagt, alle konkurrieren um Anteile an der Reproduktion des gesellschaftlichen Gesamtkapitals. Gemeint ist sowas wie, das Kapital bringt als Resultat einen Kuchen hervor, um den in der Konkurrenz gestritten wird. Das find ich nicht richtig.
    Natürlich geht es in jeder ökonomischen Konkurrenz irgendwie um gesellschaftlichen Reichtum, aber die Art der Konkurrenz ist völlig unterschiedlich. Das Kapital konkurriert in all seinen Abteilungen um m und auch z.B. das produktive Kapital untereinander um Versilberung ihres m. Die Konkurrenz der Arbeiter mit dem Kapital nennt sich Klassenkampf. Ist das überhaupt eine Konkurrenz? Im Klassenkampf kompensiert die Arbeiterklasse lediglich die Ausbeutungsfortschritte des Kapitals gegen sie.
    In der Konkurrenz der Arbeiter untereinander ändert sich das Gesamt v überhaupt nicht, es entscheidet bloß darüber wer an welche Posten kommt und wer an gar keine. Standortkonkurrenz von Regionen und Staaten ist wieder was anderes und private Konkurrenz großteils nur der ideelle Schatten der wirklichen.

    Und alles soll, das ist ja die Grundbehauptung des GSP, nur Erscheinungform der selben Sache, namens „der Konkurrenz“ sein. Bis jetzt fehlen mir dafür die Argumente. Dass es in der Konkurrenz irgendwie um den Anteil des Einzelnen am reproduzierten Reichtum der Gesellschaft geht, das ist in den meisten Gesellschaften so oder noch allgemeiner um den Anteil am produzierten Reichtum geht, wenn man außer Personen auch staatliche Subjekte mit ins begriffliche Boot holen will.

  76. 76 Red 22. Dezember 2017 um 16:37 Uhr

    off topic und wahrscheinlich ist es den meisten hier egal, aber weiß jemand was mit keinort passiert ist?

  77. 77 Neoprene 22. Dezember 2017 um 18:01 Uhr

    Ich habe den ehemaligen Betreiber gefragt. Er hat die Seite bewußt vom Netz genommen und will dazu nichts weiter öffentlich verlautbaren.

  78. 78 Red 25. Dezember 2017 um 2:55 Uhr

    Ok danke

  79. 79 Grundi 28. Dezember 2017 um 7:41 Uhr

    Zu den Kämpfen bei Amazon (Hessen) ein Papier von TOP Berlin

    http://lowerclassmag.com/2017/12/rome-wasnt-burned-in-a-day/

  80. 80 Hinweis 06. Januar 2018 um 8:41 Uhr

    Zufällige Fundsache:

    Vom Feminismus zur Gender-Bewegung:

    Bemerkungen zum „Unbehagen der Geschlechter“

    http://www.magazin-auswege.de/data/2017/12/Schuster_Gender_Trouble_Teil-1.pdf

  81. 81 Krim 06. Januar 2018 um 13:37 Uhr

    Teil 2 und 3 hätte mich mehr interessiert. Schusters Diagnose des Grundes des Gender Pay Gap, also der Ungleichbehandlung der Geschlechter bei der Bezahlung im Kapitalismus ist: 1. der Sexismus ist tradiert durch Staat und Kirche und gesellschaftlichen Zuschreibungen, die früher auch ein funktionales Moment hatten z.B. größere Körperkraft des Mannes spielt in der heutigen Arbeitswelt so gut wie keine Rolle mehr,
    2. der Kapitalismus bzw. die Konkurrenz reproduziert diese gesellschaftliche Sortierung, weil sie an der Ausnutzung der Schwachen ein Interesse hat. z.B. führt die Notwendigkeit eines zweiten Familieneinkommens dazu, dass den Arbeitgeber Freiheiten bei der Lohngestaltung nach unten eröffnet werden.

  82. 82 Neues_Protok 16. Januar 2018 um 12:34 Uhr

    Protokoll des Jour fixe vom 08.01.2018

    Fortsetzung: Konkurrenz der Kapitalisten
    - Einleitung Das System der freien Konkurrenz und sein Inhalt“ (GS 3-17)

    Als Nachtrag zur Diskussion vom letzten Mal sollen die paar Argumente aus den beiden ersten Punkten der Einleitung nochmal ausgeführt werden. Dabei ist festzuhalten, dass an dieser Stelle noch gar keine Schlüsse gezogen werden, sondern auf jedermann Bekanntes rekurriert wird.

    In dieser Welt „herrscht Konkurrenz“ als allgemeines Prinzip des zwischenmenschlichen Verkehrs, das allgegenwärtig ist, in dem jeder sich bewegt und dem er gehorcht, egal, worum es ihm jeweils geht und mit welchen Mitteln er sich darin bewährt. Dieses Prinzip ist gesellschaftlich so durchgesetzt und selbstverständlich, dass es als etwas Menschennatürliches aufgefasst wird. Der Inhalt davon ist die Freiheit und damit auch der Auftrag, sich in einer Welt von Hierarchien gegen andere durchzusetzen. Und zu dieser Freiheit gehört ein ganzes System von Regeln und Zwängen, auch Einwänden und Kritik. Es handelt sich um das allgemeine methodische Prinzip, wie Leute in der Gesellschaft miteinander umgehen.

    In welchem Verhältnis stehen nun diese Aussagen zu den Erklärungen von Marx? …

    https://de.gegenstandpunkt.com/sites/default/files/jf-protokolle/jf180108.pdf

  83. 83 Krim 16. Januar 2018 um 22:21 Uhr

    „In dieser Welt „herrscht Konkurrenz“ als allgemeines Prinzip des zwischenmenschlichen Verkehrs, das allgegenwärtig ist, in dem jeder sich bewegt und dem er gehorcht, egal, worum es ihm jeweils geht und mit
    welchen Mitteln er sich darin bewährt.“

    Was soll das denn heißen „allgemeines Prinzip Konkurrenz“? Irgendwie geht es immer gegeneinander? Oder was? Denn das Gegeneinander sieht ja in den verschiedenen Spähren durchaus unterschiedlich aus. Das muss man mal fassen, was dieses allgemeine Prinzip sein soll und nicht bloß behaupten, es gäbe ein allgemeines Prinzip.

    „Dieses Prinzip ist gesellschaftlich so durchgesetzt und selbstverständlich, dass es als etwas Menschennatürliches aufgefasst wird. Der Inhalt davon ist die Freiheit und damit auch der Auftrag, sich in einer Welt von Hierarchien gegen andere durchzusetzen.“

    Die Freiheit ist eben die Willensbestimmung des Eigentums, die an der Person festgemacht wird. Der Eigentümer darf frei über die ihm als Eigentum zugeordneten Mittel verfügen. Eine Sache wird ausschließliche dem Willen des Eigentümers untergeordnet und andere werden ausgeschlossen. Diese Erlaubnis des Ausschlusses anderer ist als Willensprinzip die Freiheit. Also ist es die Freiheit, die die Willen in Gegensatz zueinander stellt und die Konkurrenz in den verschiedenen Spähren, ist die Verlaufsform dieser Willensbestimmung. So ist ersten klar warum die Konkurrenz in allen Lebensbereichen so selbstverständlich und durchgesetzt ist. Weil eben die Freiheit gilt. Und zweitens warum es überhaupt e i n Gegenstand sein soll und kein Sammelsurium verschiedener Dinge, die bloß in die gleiche Schublade gesteckt werden.

    „Und zu dieser Freiheit gehört ein ganzes System von Regeln und Zwängen, auch Einwänden und Kritik. Es handelt sich um das allgemeine methodische Prinzip, wie Leute in der Gesellschaft miteinander umgehen.“

    Stimmt zwar irgendwie, aber erklärt ist das nicht. Irgendwie gibt es Freiheit in der Demokratie. Warum ist es denn ein „allgemein methodisches Prinzip“? Weil das der GSP so postuliert? Kann man das vielleicht erklären. Oder nimmt man das wieder mal als unbegründeten Fakt hin.

    „Ja, mit der Methode ist nicht der Gegenstand, um was konkurriert wird, erklärt. Das heißt nicht, die Konkurrenz kann man nicht erklären, sondern die Erklärung der Konkurrenz besteht in etwas Anderem.“

    Da kapiert der GSP seine eigene Ableitung nicht, bzw. man merkt, dass er Konkurrenz bloß als phänomenologisches Sammelsurium begreift. Die Erklärung der Konkurrenz besteht eben nicht nur in etwas anderem, sondern darin wie der Wille der als freier bestimmt wird sich auf die verschiedenen Gegenstände bezieht bzw. wie er sich in den verschiedenen Spähren betätigt.

    Der begriffliche Zusammenhang der verschiedenen Konkurrenzen in verschiedenen Sphären besteht für den GSP eher darin, dass die Bezieher der verschiedenen Revenuequellen, die um Anteile am gesellschaftlichen Reichtum konkurrieren, verschiedene Funktionen in der Verwertung des Kapitals einnehmen. Das die Mitglieder der Gesellschaft sich als Konkurrenten verhalten ist die selbe Aussage wie die, dass sie sich als Privateigentümer verhalten. Konkurrenz meint nichts anderes als den Gegensatz beim Kampf um Revenue. In diesen Gegensatz sind die Leute durch das Privateigentum gesetzt. Also sind sie Konkurrenten, weil sie Privateigentümer sind.

  84. 84 Xaver 18. Januar 2018 um 13:51 Uhr

    Neues von Herrn Keiner (17. Januar 2018)

    „Hallo,

    es gibt einen Beitrag zu einer Debatte über die Fehler linker Betriebsagitation, der auch unter dem Autorennamen Ulrich Mentz bei Labournet veröffentlicht wurde.

    Wir haben den Text am Ende („Fazit“) geändert, um einen Hinweis auf ein verbreitetes falsches Bewusstsein der Lohnabhängigen zu geben, dem sich eine linke Betriebsagitation, (die ja leider kaum noch stattfindet), mit guten Gegen-Argumenten zu stellen hätte.“

    Ulrich Mentz: Vom betrieblichen „Abwehrkampf“ zur Verbreitung von sozialistischen „Visionen“ Eine Kritik vom Dezember 2017 am Debattenbeitrag von

    Wolfgang Schaumberg: „Die Linke ohne die Leute?“ (Express 9-10/2017)

  85. 85 Krim 18. Januar 2018 um 16:13 Uhr

    „Denn die überaus große Mehrheit der abhängig Beschäftigten denkt und handelt nicht als Mitglied einer Klasse, welche sich über den Gegensatz ihrer Interessen zu denen des Kapitals wie auch zu den Interessen des Staates, der diese gesellschaftlichen Verhältnisse einrichtet, im Klaren ist.“

    So wird das nie was. Wenn der Staat diese Gesellschaft einrichtet, was sollte sich daran denn ändern, wenn die große Mehrheit der abhängig Beschäftigten als Mitglied einer Klasse denkt und handelt.

    Die Lohnabhängigen denken und agieren als verantwortliche Mitglieder eines nationalen „Wir“, die eben deshalb eher in den „Fremden“ (z.B. den Flüchtlingen) ihre Gegner sehen als in einheimischen Unternehmern und Politikern.

    Wenn die Proletarier sich als Mitglieder eines nationalen Wir sehen, dann scheinen es ja nicht nur die Interessen des Staates zu sein, die diese Gesellschaft einrichten.

    Da ist bei den Adressaten an nichts „anzuknüpfen“, sondern es muss mit guten Argumenten aufgezeigt werden, dass es von großem Nutzen für die lohnabhängigen „Leute“ selbst ist, wenn sie sich korrekte Gedanken über ihre Lage machen. Denn das und nur das setzt sie in die Lage, im eigenen Interesse wirksam gegen diese Verhältnisse vorzugehen.

    Worin besteht der Nutzen von korrekten Gedanken? Darin dass sie Systemgegner werden. Ja, dieser „Nutzen“ muss dem Proleten einfach einleuchten. Macht euch lieber richtige Gedanken, denn dann macht ihr das, was wir von euch wollen.
    Also wenn man Systemgegner sein will, dann ist es in der Tat von Nutzen, sich korrekte Gedanken über die eigene Lage zu machen. Bloß wollen das die Leute ja nicht. Warum sollte das also ein Angebot sein? Kritik an den Proletariern kommt scheinbar gar nicht in Frage. Lieber wirbt Mentz mit dem Nutzen korrekter Gedanken für Systemgegner, die Lohnabhängige nicht sein wollen.

    Und: Kommt die Linke auf diesem Weg voran, ist eines – so ganz nebenbei – auch klar: Über eine Lage „ohne Leute“ braucht die Linke dann nicht mehr zu klagen.

    Klar. Wenn sie voran kommt, kommt sie voran – und wenn nicht, halt nicht.

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