RLS-Seminare: Euro-Vision in der Krise

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung macht gerade unter dem altbekannten Linksparteimotto „Krise und Alternativen“ (man beachte den feinsinnigen Plural!) eine Seminarreihe zum Euro:

Euro-Vision in der Krise
Seminarreihe zum Grundkonzept der Euro-Konstruktion.
Berlin, 22.1.-12.2.

Die erste Veranstaltung mit einem Referat vom Redakteur der Berliner Zeitung Stephan Kaufmann und der anschließenden Diskussion kann man sich bei Youtube anschauen. Da ich nicht da war, und mir das auch noch nicht selber angehört habe, kann ich nicht beurteilen, wie interessant das war.


5 Antworten auf „RLS-Seminare: Euro-Vision in der Krise“


  1. 1 Moritz 18. Februar 2013 um 15:53 Uhr

    Die Seminarreihe ist mittlerweile beendet. Insbesondere der Verlauf der letzten Veranstaltung zur „linken Diskussion über Krise und Wege aus der Krise“ hat wieder einmal gezeigt, warum mit Leuten kein Blumentopf zu gewinnen ist, die immerzu nur „mit den diversen linken Strömungen ins Gespräch kommen wollen“, es aber ablehnen, „denen zu sagen was zu tun ist“ (Stützle), also ein Kritikverbot propagieren.

    Es folgt noch eine Podiumsdiskussion am 24. April 2013 mit Ingo Stützle, Axel Troost und Mag Wompel. Thema: „Linke Antworten auf die Krise“

    Der Sache nach stünde eigentlich an, eine eigene Podiumsdiskussion zu organisieren, bei der dann sicher gestellt wäre, dass eine bewusste „Steuerung“ der Debatte seitens der Moderation unterbliebe.

  2. 2 Neoprene 18. Februar 2013 um 19:49 Uhr

    Die Mitschnitte auch der letzten Veranstaltung des Seminars „Euro-Visionen“ der RLS sind jetzt bei Youtube online. Die Diskussion kann man sich hier anhören/ansehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=vKqpfavM-hw
    Wobei die Lehre ja nicht so sehr war, daß z.B. mit Ingo Stützle kein sonderlich großer Blumentopf zu gewinnen war (daß der ein in der Wolle gefärbter Linksparteiler ist, konnte man ja auch schon vorher wissen), sondern daß auch sonst das ja anhörbar vorsichtige Ankratzen einiger Genossen vom GegenStandpunkt am Mainstreamreformismus (eben der vielen „linken Alternativen“), wenn ich das richtig mitbekommen habe, leider völlig verpufft ist.

  3. 3 Moritz 03. März 2013 um 1:13 Uhr

    Dazu passend von den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft: Krisenlösung als Wunschkonzert (ak – analyse & kritik Nr. 580 / 15.2.2013)

    „Diskussion: Die Eurokrise hat linken Mythen von den Möglichkeiten staatlicher Politik neuen Auftrieb gegeben. Das ist gefährlich

    Ein Ende der Krise in Europa ist nicht abzusehen. Im Vorfeld der erneuten Blockupyproteste in Frankfurt am Main starten wir eine Reihe zu Krisenanalysen und politischen Strategien der radikalen Linken. Den Anfang machen die Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft mit einer Kritik an den Rezepten aus dem Umfeld der Interventionistischen Linken (IL). Sie kritisieren die Fixierung auf Diskurse und beobachten neue Illusionen in die Möglichkeiten staatlicher Politik. Statt über »Hegemonie« und »Krisendeutungen« zu grübeln, sollte sich die Linke auf Kritik konzentrieren – und auf die Frage, wie die jetzige Produktionsweise aufgehoben werden könnte. Ihren Text widmen die AutorInnen »der Reformismuskritikerin Rosa Luxemburg«.“

    Kann/mag jemand was zu diesem „Tagesseminar über Krise und Staatskritik“ berichten?

  4. 4 Moritz 19. Dezember 2013 um 13:41 Uhr

    Die RLS-Seminarreihe „Euro-Vision in der Krise“ von 2013 wird Anfang 2014 fortgesetzt: «Die Krise hat Europa gestärkt». Referenten sind wieder Stephan Kaufmann und Ingo Stützle.

  5. 5 Max 20. Dezember 2013 um 12:16 Uhr

    Veranstaltung der InterKomms Berlin mit Guenther Sandleben („Proletarische Plattform“ in der Linkspartei):

    Am 08. Januar 2014 ab 20.00 Uhr
    Im K-Fetisch, Wildenbruchstraße 86, Berlin-Neukölln

    Apologie von links – zur Kritik gängiger Krisentheorien

    Über die Krise wird viel diskutiert, Theorien gibt es reichlich. Doch wird das Krisengeschehen wirklich adäquat erfasst? Die Erklärungsweisen von der Neoklassik bis hin zum Keynesianismus sind gescheitert.

    Gilt das auch für linke Krisentheorien? Diese Frage untersucht Günther Sandleben. Er ist Co-Autor des kürzlich im Neuen ISP-Verlag erschienen Buch „Apologie von links“. Sandleben wird Beiträge zur Krise unter anderem von Ernst Lohoff, Norbert Trenkle und Michael Heinrich kritisch auf den Prüfstand stellen.

    Wir hoffen auf eine lebhafte Diskussion. Dabei geht es uns neben der Kritik an den unterschiedlichen Krisentheorien auch um die Frage, welche Konsequenzen sie für die politische Praxis haben.

    Das wird an einer Kritik, die sich ausschließlich auf die Banken konzentriert ebenso deutlich wie an den Versuchen sozialdemokratischer Parteien, den keynesianistischen Wohlfahrtsstaat wieder zu beleben. Wir sehen diese Veranstaltung daher auch als einen Beitrag für die Rekonstruktion einer linken Theorie und Praxis auf der Höhe der Zeit.

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