Freerk Huisken: Was ist Antisemitismus? (Linke Buchtage 2012)

Bei archive.org kann man einen Mitschnitt der Veranstaltung von Freerk Huisken (GegenStandpunkt) bei den Linken Buchtagen in Berlin am 15.06.2012 runterladen, wo er eigentlich sein Buch „Der demokratische Schoß ist fruchtbar …¦ Das Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus“, erschienen bei VSA, vorstellen wollte.

Freerk Huisken hat dann aber der aktuellen Diskussionen um das Buch des LAIKA-Verlags („2. Band der Reihe Edition Provo Mitternacht auf der Mavi Marmara, erschienen im LAIKA-Verlag im März 2011, das Berichte und Reflexionen von ca. 50 Autoren enthält zur versuchten Blockadedurchbrechung 2010 durch die Gaza-Hilfsflottille und dem Angriff der israelischen Marine auf sie, sowie grundsätzlich zum Verhältnis Israel-Palästina“, wegen dem dieser nicht zugelassen werden sollte und der daraufhin erfolgten Boykottdrohungen anderer linker Verlage, woraufhin die Veranstalter den LAIKA-Verlag doch zugelassen haben, wegen sein Thema umgestellt:

1. Was ist Antisemitismus?
2. Welche Rolle spielt er heutzutage?
3. Warum wird Kritik an Israel mit Antisemitismus gleichgesetzt?


45 Antworten auf „Freerk Huisken: Was ist Antisemitismus? (Linke Buchtage 2012)“


  1. 1 der Klassensprecher von 1984 17. Juni 2012 um 6:44 Uhr

    Dann ist ja *dieser* Sonntag gerettet (vom schönen Wetter mal abgesehen). Danke für die zeitnahe Veröffentlichung.

  2. 2 Neoprene 17. Juni 2012 um 7:24 Uhr

    Da es nicht zu der (zumindest von mir und Freerk Huisken) nicht ganz ausgeschlossenen Konfrontation mit Antideutschen gekommen ist, schließlich hatte ja jemand bei indymedia explizit zu einer Verhinderungsaktion aufgerufen „Nachdem von der kommenden Berliner „Linken Buchmesse“ bereits der Verleger eines linken antisemitischen Propagandamachwerks ausgeschlossen wurde, wäre hier die nächste Gelegenheit, durch Säuberungen das Profil zu schärfen“, konnte man immerhin ein paar Freunde Israels ihre bekannt kruden „Schutzraum“-Thesen vortragen hören. Um solche Auseinandersetzungen ist es Freerk Huisken gegangen, der betonte, daß ihm die Debatte wichtiger sei als sein Vortrag (sowas könnten wirklich nicht alle GegenStandpunktreferenten ernsthaft von sich sagen).

  3. 3 der Klassensprecher von 1984 17. Juni 2012 um 9:39 Uhr

    Allein die Klarstellung gegen die letzte, ähm, „Intervention“ (nennt man das glaub ich), war das Zuhören wert.

  4. 4 Anwesender 18. Juni 2012 um 7:40 Uhr

    Die letzte Intervention ist nochmal ein schönes Beispiel dafür, dass der radikale Antifaschismus nicht nur ein Fehler ist (dazu s. das Buch von Freerk), sondern einen bei entsprechender Borniertheit auch ziemlich verrückt machen kann. Der Mensch, der sich da noch beschwerte, wo Freerk publiziert, hatte doch nichts als die Frage im Kopf: Darf man als linker Antifa dort publizieren, wo nichtlinke Antifas, womöglich politische Gegner es ebenfalls tun. Die ganze Welt ist bei dem nur noch in Nazis und nicht-Nazis aufgeteilt, wobei über das Treiben der ersten den letzteren unbedingt zu erklären ist. Das führt dann zu der Tragik, dass der sein gesamtes Wissen – und das sind „Terrabytes“ – über die (teilweise angeblichen) Neonazis auffrischt und ergänzt und dies in den entsprechenden Kreisen mitteilen will, denen das aber dann irgendwie auch zu viel ist, obwohl beide aus dem gleichen Holz geschnitzt sind. So bleibt der Störer letztlich ein einsamer Rufer nach noch mehr praktischer antifaschistischer Moral während seine hinter sich gelassenen Ex-Genossen längst Familienväter sind und die neueren Schlachten ganz lässig dann doch von den Bullen schlagen lassen…(oder dem Nachwuchs halt). Und selbst der Nachwuchs hat kein Interesse an dem Wirken von dem Störer. Irgendwie wirklich tragisch.

  5. 5 18. Juni 2012 um 18:59 Uhr

    „Diskutiert“ wird diese Veranstaltung hier.

    Von „Info Stefan“ habe ich erfahren, dass der GS freundschaftlich neben der NPD einen Infostand aufbaut, auf linksunten muss ich erfahren, dass er sogar gewaltsam in Berlin Antifas angreift:

    ich will wieder schnell vergessen, dass huisken nur einer von vielen spinnern ist, die im charme des klassenkampf-epos jegliche differenzierung verlieren und zusammen gegen antifas gerade in Berlin auch gewaltsam kämpfen.

    Davon habe ich nichts mitbekommen.

  6. 6 André 18. Juni 2012 um 21:22 Uhr

    Weiß einer, welches Buch Freerk Huisken noch gleich empfahl: Es würde die Ereignisse um Israel „minutiös“ schildern.

  7. 7 Xaver 18. Juni 2012 um 21:42 Uhr

    Ekelhafter Dreck! Scheint aus der gleichen Ecke zu kommen wie die (mittlerweile gelöschte) Hetze, die im Vorfeld der Veranstaltung auf indymedia gepostet und von Freerk selbst zitiert wurde:

    „Nachdem von der kommenden Berliner „Linken Buchmesse“ bereits der Verleger eines linken antisemitischen Propagandamachwerks ausgeschlossen wurde, wäre hier die nächste Gelegenheit, durch Säuberungen das Profil zu schärfen (…)

    Huisken ist einer der linken Steigbügelhalter für den ungehinderten Durchmarsch der Rechten in Politik, Gesellschaft und Medien und sorgte als staatlich alimentierten agent provocateure in den vergangenen Jahren für die Isolation antifaschistischer und antirassistischer Positionen in der Linken.”

  8. 8 Xaver 18. Juni 2012 um 23:01 Uhr

    Es geht vermutlich um „Die ethnische Säuberung Palästinas“ von Ilan Pappe.

  9. 9 19. Juni 2012 um 0:21 Uhr

    Den Link zu linksunten gibt es wohl nicht mehr.

  10. 10 Freund des Xaver 19. Juni 2012 um 6:43 Uhr

    Xaver hat recht, das Buch war gemeint. Wobei ich nicht der gleichen Auffassung bin wie Freerk, dass es am Mangel von Faktenwissen über den Nahen Osten, die Gründung Israels und den Zugriff der Imperialisten bei den Antideutschen geht. Da ist der Parteilichkeit jedes Faktenwissen schon untergeordnet. Das merkte man bei einem Beitrag eines Antideutschen, der zwar bemerkte, dass es israelischen Terror zur Staatsgründung gab, das aber mit „die hatten ja auch Gründe“ abtat. Als wenn es grundlose Gewalt gibt … Insofern sind die Verweise auf die Tatsachen letztlich nicht zielführend.

  11. 11 Neoprene 19. Juni 2012 um 7:05 Uhr

    In der Tat, die Annahme, die Antideutschen seien von einem „Mangel an Faktenwissen über den Nahen Osten, die Gründung Israels und den Zugriff der Imperialisten“ gezeichnet, halte ich auch für verharmlosend und im übrigen für falsch. Als ob ausgerechnet ein Antideutscher noch nie was von Deir Jassin gehört hätte. Nein, hier geht es wieder mal um Parteilichkeit, die sich dann natürlich dann noch der Belege aus der Geschichte bedient, diese dementsprechned aussucht, interpretiert bis verfälscht, damit der vorgefaßte Standpunkt auch „gut“ untermauert werden kann. Insofern sind die Verweise auf die Tatsachen ganz offensichtlich nicht zielführend.

  12. 12 Fam.Brandes 19. Juni 2012 um 10:36 Uhr

    ich kenne niemanden, der durch solche diskussionen seine meinung zum thema israel geändert hat. alle seiten recherchieren nur zur festigung der eigenen meinung und behaupten jeweils, der andere sei uninformiert und nicht wirklich links. ob bücher, in denen name-dropping mit krimiautoren und weitere promishow gemacht wird oder antideutsche belehrungen oder solche vorträge wie diesem…es gab und gibt und wird wohl niemals geben: eine linke einheitsmeinung zum thema. und das ist gut und schlecht zugleich. meine frau ist jüdin und selbst wir haben zum thema leicht unterschiedliche ansichten. aber wir vertrauen uns. das ist bei den meisten linken nicht der fall.

  13. 13 beda 19. Juni 2012 um 13:34 Uhr

    Was „Freund des Xaver“ schreibt stimmt nicht. Freerk behauptet nicht, dass die antideutsche Einstellung auf einem mangelhaften Faktenwissen beruht. Am Schluss seines Vortrages begründet er sehr ausführlich, dass es sich bei der antideutschen Position um eine besondere Form von Nationalismus handelt.

  14. 14 Xaver 19. Juni 2012 um 13:36 Uhr

    Es ist schon bemerkenswert und sollte deshalb nicht unter den Tisch fallen, sondern entsprechend gewürdigt werden, zu welchen Feinbildern sich einige Autonome/Antideutsche/Antifas/Antirassisten in ihrem antikommunistischen Hass offenkundig vorgearbeitet haben: Während sich bei indymedia im Vorfeld der Veranstaltung noch für eine „Säuberung“, also ein praktiziertes Kritikverbot stark gemacht wurde, ist der Mensch bei linksunten schon eine Eskalationsstufe weiter. Dessen Programm „gegen-querfront-denke“ landet wegen des „verkürzten und völkischen denkens eines freerk huisken“ und wegen des „gewaltsamen Kampfes in berlin gegen antfas“ bei der Forderung „GSP – raus aus den köpfen!“. Diese Figuren fassen also in ihrem Wahn – zunächst noch als Gedankenspiel – sowas wie eine Gehirnwäsche als probates Mittel in der Auseinandersetzung mit ihren Gegnern ins Auge! Das ist dann wirklich nicht mehr so sehr weit weg von den Gewaltfantasien des Psychopathen Nobbi.

  15. 15 Mark Sist 19. Juni 2012 um 13:58 Uhr

    wo ist die linke nur angekommen…?!

  16. 16 Neoprene 19. Juni 2012 um 14:02 Uhr

    „wo ist die linke nur angekommen…?! „

    Sowas ist nur dann eine Frage, die es lohnt, zur Kenntnis genommen zu werden, wenn sie auch von einer Antwort begleitet ist, die das konkret ausführt. Viele dieser Linken (manchmal bin ich geneigt das sogar in Anführungszeichen zu setzen) wollten ja nie wirklich woanders hin, als wo sie eh schon drin stecken. Zum Beispiel knietief oder manchmal sogar bis über beide Ohren im Sumpf des bürgerlichen Nationalismus.

  17. 17 Mark Sist 19. Juni 2012 um 14:24 Uhr
  18. 18 Neoprene 19. Juni 2012 um 14:43 Uhr

    Hm, einerseits paßt der Text über „Die Psychologie des bürgerlichen Individuums“ ja fast immer. Aber auch hier die Bitte, wo paßt das denn konkret?

  19. 19 Freund des Xaver 19. Juni 2012 um 15:46 Uhr

    @ beda:

    Das ist schon richtig und er hat auch dargetan, woher diese deutsche Ideologie kommt. Nur genau deswegen fand ich es so merkwürdig, als die Antideutschen mit ihren Beispielen kamen, seinerseits auf die „mangelhafte Information“ zu verweisen. Mehrmals nämlich bezog sich Freerk auf Bücher, einerseits von Lüders zum Iran und andererseits auf Pappe. „Ihr seid da nicht richtig informiert!“ „Das ist bürgerliche Presse“ (die Zitate sind gefallen) … nunja, das mag vielleicht auch stimmen, würde aber an dem Urteil der Antideutschen selbst bei Vorliegen der Infos nichts ändern, weil das ohnehin in die Parteilichkeit einsortiert wird. Höre dir das einfach nochmal an, statt Götzenanbeterei zu betreiben.

  20. 20 Krauz 19. Juni 2012 um 16:20 Uhr

    Xaver: Sich wegen ein paar Idioten auf Indymedia einopfern, das macht immer was her!

  21. 21 der Klassensprecher von 1984 19. Juni 2012 um 16:59 Uhr

    @Xaver:
    | bei der Forderung „GSP – raus aus den köpfen!“. Diese Figuren fassen also in ihrem Wahn – zunächst noch als Gedankenspiel – sowas wie eine Gehirnwäsche als probates Mittel in der Auseinandersetzung mit ihren Gegnern ins Auge!

    Na, mal nicht dramatisieren.
    Die Formel „___ raus aus den Köpfen!“ haben doch einige geistig auf Gummistempel geschnitten; das purzelt dann halt im besten Antifadummdeutsch aus ihnen heraus, wenn man sie nur leicht kitzelt.

  22. 22 Xaver 19. Juni 2012 um 17:14 Uhr

    @ Krauz

    Mag ja sein, dass es ahnungslosen Trotteln wie dir tatsächlich unbekannt ist, aber die oben zitierten Arschlöcher sind nur die letzten und aktuellsten in einer ewig langen Liste von Linken, die zunächst mit der Organisation und später der Zeitschrift theoretisch und praktisch nie klar gekommen sind und sich dafür die abstrusesten „Erklärungen“ zurechtgebastelt haben. Das reichte von der Behauptung, eine VS-Erfindung gewesen zu sein, über Gremlizas Linksfaschisten-Ausraster an die Adresse von Karl Held bis hin zu Vorstellungen wie den obigen, die ernsthaft der Ansicht sind, beim GS handele es sich um ein Querfront-Projekt zur Beförderung des „ungehinderten Durchmarsch der Rechten in Politik, Gesellschaft und Medien“ und zur „Isolation antifaschistischer und antirassistischer Positionen in der Linken“ – von dem beliebten Antisemitismus-Geschwätz mal ganz zu schweigen.

    Von wegen also „einopfern“ wegen ein paar Indymedia-Idioten …

  23. 23 Xaver 19. Juni 2012 um 17:40 Uhr

    @ Klassensprecher

    Kann sein, dass es sich für gewöhnlich um „Antifadummdeutsch“ handelt wie du sagst. In diesem Fall scheint es mir aber anders zu sein. Wie wird der GS in den Zitaten denn charakterisiert? „Antisemitische Propagandisten“, die man aus Veranstaltungen wie den Buchtagen „heraussäubern“ sollte. „Steigbügelhalter“ rechter Politik und deren U-Boot in der Linken zur „Isolation antifaschistischer und antirassistischer Positionen in der Linken“. „Völkische Querfrontler“, die „in Berlin auch noch Antifas gewaltsam angreifen“. Da kommt doch schon so einges zusammen, was für die linke Moral schlechterdings unerträglich ist. Und was müssen diese Menschen dann zu ihrer Verblüffung feststellen? Dieser Verein macht nicht nur Veranstaltungen, sondern findet glatt auch noch Zuhörer. Damit wird die Aufgabe der linken Blockwarte nicht gerade einfacher. Sie müssen nicht nur verhindern, dass die inkriminierten Argumente in die Köpfe kommen, sondern bei einer viel zu großen Anzahl von Leuten auch wieder heraus! Da ihnen der doch eigentlich nahe liegende Weg, es mal mit Kritik zu versuchen, anscheinend nicht zusagt bzw.untauglich erscheint, bleibt was? Eben.

    Klar ist das alles absurd. Aber von Leuten, die sich sowas wie oben zusammen gesponnen haben, also in einer Wahnwelt leben, auch wieder konsequent.

  24. 24 beda 19. Juni 2012 um 18:27 Uhr

    Freund des Xaver
    Du stimmst zu, dass er die antideutsche Ideologie erklärt hat und nimmst das dann wieder zurück. Die Ursache liegt darin, dass Du Bemerkungen in der Auseinandersetzung wie „Ihr seid da nicht richtig informiert!“ „Das ist bürgerliche Presse“ eine Bedeutung unterschiebst, die sie nicht haben. Die Bemerkungen sollen keine Erklärung ihrer Ideologie sein, dass dichtest du da rein.
    Der Vorwurf der Götzenanbeterei entbehrt jeder Grundlage, warum müssen in einer sachlichen Diskussion solche Unterstellungen gemacht werden?

  25. 25 Hondo Ohnaka 19. Juni 2012 um 18:42 Uhr

    @Xaver, altes Opfer!

    Du stellst dich als Opfer einer Praxis dar, die auch dem GS nicht fremd ist. Auch die diffamieren jeden, der ihnen nicht zustimmt als Antikommunisten. Sie verwandeln „Kommunismus“ also erst in einen Wert und diffamieren abweichende Meinungen dann als Vergehen an ihrem Höchstwert.
    Mit Kritikern ist der GS – als MG oder als GegenStandpunkt – gleichfalls nie klargekommen und unterstellt ihnen bei Bedarf abgrundtief böse, demokratische Motive oder Zusammenarbeit mit dem VS. Freilich sind das teilweise andere Titel als die der Antideutschen. Das Verfahren ist aber das Gleiche und daran, hat bei Diskussionen mit GS‘lern ja keiner von denen etwas auszusetzen, sondern das geschieht den als Feinden des Guten einsortierten politischen Gegnern gerade recht.

  26. 26 beda 19. Juni 2012 um 18:45 Uhr

    Freund des Xaver
    Nur eine kurze Nachbemerkung, da ich glaube, deine Kritik verstanden zu haben. Solch eine Bemerkung wie: „Ihr seid da nicht richtig informiert!“ bringt in der politischen Auseinandersetzung nichts, da sie auf einen Streit um Fakten hinausläuft. Trotzdem ist es falsch zu behaupten, dass er damit seine Erklärung zurücknimmt.

  27. 27 Xaver 19. Juni 2012 um 20:47 Uhr

    @ Hondo Ohnaka

    Mal für einen Moment unterstellt, du lägest mit deinen Behauptungen richtig – was zwar nicht zutrifft, aber egal. Dann können wir doch eins auf jeden Fall festhalten, dass du mir nämlich auf deine verquere Kindergarten-Tour (Bäh, du bist aber auch doof!) recht gegeben hast. Das ist doch prima, mehr will ich hier gar nicht.

    Was soll also das alberne Opfer-Gelaber?

  28. 28 bigmouth 19. Juni 2012 um 20:53 Uhr

    @Freund des Xaver

    ich hatte bisher nicht die geduld, mir das anzuhören – meinste Ilan Pappé? na, ob sich Huisken mit der literaturwahl als besonders gut beraten hervorgetan hat… http://en.wikipedia.org/wiki/Ilan_Papp%C3%A9#Katz_controversy

  29. 29 bigmouth 19. Juni 2012 um 21:02 Uhr

    ah, sorry, hatte Xavers beitrag überlesen. ich denke auch, dass es riesenquatsch ist, zu glauben, die antideutschen wüßten weniger über die geschichte ihres steckenpferds als man selbst. und dann ausgerechnet jemanden als große autorität anzuführen, dem unsauberer umgang mit quellen ziemlich häufig nachgesagt wird, ist auch nicht gerade brilliant, oder so was ähnliches wie ein schluß der diskussion

  30. 30 bigmouth 19. Juni 2012 um 21:10 Uhr

    ich meine, freerk hat doch keien wirklich guten grund so zu tun, als würde ein werk wie Pappers einfach nur „die fakten“ präsentieren. oder hat er die kritiken am buch gelesen, andere bücher über die gleichen ereignisse, und selbst die quellen gecheckt? worauf stützt er denn sein urteil, er wäre im gegensatz zu den antideutschen richtig informiert? woher weiß er denn, dass die nur die tagespresse lesen?

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Ethnic_Cleansing_of_Palestine_%28Book%29#Critics

    mag mir jemand sagen, wo etwa dieser teil der diskussion anfängt?

  31. 31 Krimsekt 19. Juni 2012 um 21:31 Uhr

    Nein, du stinkfauler Sack. Außerdem: da hat ein Buch einen Kritik-Abschnitt auf Wikipedia erhalten, es ist also völlig wertlos! Da gibt es nichts zu diskutieren!

  32. 32 Hondo Ohnaka 19. Juni 2012 um 21:39 Uhr

    @Xaver. Natürlich habe ich dir in der Kritik an den Ad’s recht gegeben. Gleichzeitig wollte ich dir aber erklären, worin du dich wie ein Opfer aufführst. Du t e i l s t nämlich ihre Art mit politischen Gegnern umzuspringen, was man an Einsortierungen wie „Demokrat“, „Antikommunist“, „VS Mitarbeiter“ merkt, die hier im Blog alle schon vorgekommen sind. Leuten wie dir fällt diese kritikable Art eben nur an ihren Gegnern auf und das ist genau so eine Kritik an der GS Leserschaft, wie auch an den Ads.

    Wenn du die mal verstanden hast, opferst du eben nicht nur herum, wenn Ads die gleichen Methoden der Diffamierung und Denunziation einsetzen wie die Moralfraktion der GS Leser, sondern intervenierst hoffentlich mal, wenn dir das bei deinesgleichen auffällt.

  33. 33 Freund des Xaver 20. Juni 2012 um 6:58 Uhr

    @ beda

    Wir sind uns einig.

    Xaver, komm mal runter. Dass Leute – auch in linken Kreisen – so ihre Schwierigkeiten mit den Inhalten des GSP haben, ist doch nun nichts Neues. Ist doch bekannt. Was soll die Dramatisiererei? Ich halte es da mit Rudi Völler: „Dieses Gequatsche von wegen noch ein Tiefpunkt und noch ein Tiefpunkt, ich kann das nicht mehr hören!“ Weiß doch jeder, wie die Moralisten so ticken und der Blog dient hier auch nicht der kollektiven Selbstvergewisserung.

  34. 34 kotzstrahlung 20. Juni 2012 um 9:08 Uhr

    das großmaul weiß weder was freerk huisken vortrug (noch interessiert es ihn), weiß darum nicht um die umstände des eher nebensächlichen verweises auf pappes buch und die fakten der israelischen staatsgründung, aber ganz sicher weiß dieser bummelstudent des wikipedia/blogsport/facebook-diskussionswesen mit angestrebtem magister („papa/mama/oma/opa, ganz sicher wird das noch was, ich mache echt fortschritte und hab ne tolle idee für diese hausarbeit.“), dass freerk huisken sich keinen gefallen damit tat, ein buch zu empfehlen, dem kritik entgegenschläg und das ist sogar eines über die zionistische landnahme, die bekanntermaßen eine sache ist, in der es keine auseinandersetzungen mehr gibt, seit benny morris immer recht hat (siehe entsprechendes abstimmungsergebnis auf der englischen seite des palästinensisch-israelischen konflikts auf wikipedia, DUH!). hätte huisken, dieser faktensudelonkel, nicht ausgerechnet den tatbestand der pappe-empfehlung erfüllt, würden alle pappe-kritiker nur mit wohlwollen auf seine ausführungen blicken können. aber so fällt das urteil der gebildeten klasse eindeutig aus: „pappe erwähnt, durchgefallen!“

  35. 35 bigmouth 20. Juni 2012 um 14:18 Uhr

    tja, warum sachlich, wenn’s auch persönlich geht. mir ging’s schlicht darum, dass huisken sich schlecht hinstellen und von „fakten“ reden kann, wenn eben die doch umstritten sind

  36. 36 Krimsekt 20. Juni 2012 um 17:53 Uhr

    @bigmouth

    Umstritten vom wem, wo? Du scheinst nichtmal deine eigenen Links zu lesen, du Streber!

  37. 37 bla 20. Juni 2012 um 17:55 Uhr

    Welche Fakten, die im Vortrag bzw. der Debatte vorkamen, sind denn umstritten?
    Merkst du nicht, dass es deine Art der Kritik ist, welche absolut unsachlich ist und dir kotzstrahlung das unter die Nase reibt?

  38. 38 stankovic 21. Juni 2012 um 19:03 Uhr

    Antideutsche? Die Bezeichnung hat mittlerweile die gleiche Funktion wie woanders „Antiimperialisten“! Scheiß Linke!

  39. 39 DWR 23. Juni 2012 um 23:38 Uhr

    Diese ausgekostete Aufregung immer! Ihr wollt euch doch streiten. Und die Antideutschen wollen das auch. Überzeugen will doch da keinen irgendwen. Ist ja auch jedem klar, dass er das gar nicht kann. Die kann man nicht überzeugen, das sind alles Antisemiten / Nationalisten / Volltrottel usw. Auf die muss man eben eindreschen. Damit hat dann jeder was er will: nämlich die Gewissheit, auf der richtigen Seite zu stehen. Gehn wir alle nach hause, lästern alle noch ein bisschen, lesen noch im GSP / in der Bahamas, jaja, gut, dass es die gibt und dann Licht aus. Sandmännchen!

    Die Welt außerhalb der Linken kriegt davon gar nichts mit. Wie schön für sie!

  40. 40 Neoprene 24. Juni 2012 um 16:30 Uhr

    DWR, Ich weiß ehrlich nicht, was du jetzt eigentlich gesagt haben wolltest: Daß nur die Poster hier voneinander oder gar überhaupt nichts mehr lernen wollen? Oder daß in der Linken man sich nicht mehr überzeugen will oder kann? Wobei ja regelmäßig die Positionen, die man selber als unbelehrbar einschätzt, als auch gar nicht mehr zur Linken dazugezählt werden. Den einen gehören die GSPler schon lange nicht mehr dazu, anderen die Antideutschen.

    Der Ausgangspunkt dieses Threads war doch ein Buch mit der These und deren Ausführung, daß Linke tunlichst selbst die Argumentationen der extremen bis hin zur faschistischen Rechten zur Kenntnis und Ernst nehmen sollten und vor allem, sie inhaltlich kritisieren und als schädliches Zeugs beweisen sollten.

  41. 41 Mattis 24. Juni 2012 um 22:59 Uhr

    Überzeugen will doch da keiner irgendwen. Ist ja auch jedem klar, dass er das gar nicht kann.

    Wenn das stimmen würde, bliebe die antikapitalistische Szene in ihrer Zusammensetzung einfach permanent unverändert – was aber nicht der Fall ist.
    Hier wurde nicht verstanden, dass die Streits nicht auf persönliche Überzeugungsabsichten fixiert sind, sondern anlässlich dessen eine Gelegenheit darstellen, die Argumente auch für Dritte plausibel vorzutragen.
    Da gibt es so manchen, der den Streit kaum kapiert, weil nur noch Schimpfkanonaden ausgetauscht werden.
    Die Frage ist also: wer bleibt am coolsten beim Argumentieren und lässt die Testosteronschübe vorbeirauschen.

  42. 42 DWR 25. Juni 2012 um 17:01 Uhr

    @Neoprene:

    Gemeint war schon die Linke insgesamt. Dass die jeweiligen Sprecher wahlweise sich selbst (Ads) oder ihre Gegner aus dem Begriff „Linke“ verbannen wollen, interessiert mich dabei nicht. Das ist eine rhetorische Strategie, die nichts daran ändert, dass sowohl Antideutsche wie GSP‘ler sich auf typisch linke und etwas nicht (nur!) bürgerliche oder gar rechte Autoritäten stützen, Marx zum Beispiel.

    Die von dir oben umschriebene These des Buches halte ich für löblich und auch für von Huisken aufrichtig vorgetragen. Aber es ist gerade der Gegensatz zwischen diesem aufrichtigen Anliegen und dem, was die Zuhörer dann wieder daraus machen, was einem die Laune als Linker verdirbt: den stammelnden Ads, die da vorsprechen, ist es natürlich viel wichtiger, ihre innerlinke Israelposition zu betonen als sich mit so lahmen Dingen wie Antifaschismus zu befassen.

    Der Hauptfeind steht für viele Linke eben immer in der Linken, und die begriffliche ‚Ausbürgerung‘ aus dieser ist dann nur ein Mittel, die interne Feindschaft als externe und womöglich gesamtgesellschaftliche aufzuwerten.

    Dadurch bleibt ein wirklicher Kampf gegen Klassengegensätze, faschistische Tendenzen und die Ahnungslosigkeit der nichtlinken Bevölkerung – alles keine hoffnungsfrohen Aufgaben, ich weiß – regelmäßig auf der Strecke. Das meinte und meine ich.

    @Mattis:

    Ich weiß nicht, wie stark sich diese Szene in ihrer Zusammensetzung tatsächlich verändert. Ich kenne Leute, die die MSZ / GSP seit ihren Studentenjahren lesen und auf die Sechzig zugehen, und Ads, die nie anders links als eben ad waren usw. Dass Dritte sich davon was aussuchen und dann dabei bleiben widerlegt ja meine Befürchtungen nicht. Denn die Dritten können ja auch ‚Neulinke‘ sein.
    Sobald mir jemand glaubhaft versichern kann, dass es innerhalb des linken Spektrums tatsächlich regelmäßig eine Fluktuation durch Argumentation gibt (was man sich beim GSP ja immerhin wünscht), nehme ich zurück, was ich dazu gesagt habe. Meinen (natürlich nicht repräsentativen) Erfahrungen entspricht es leider nicht.

  43. 43 Neoprene 25. Juni 2012 um 19:54 Uhr

    Ja, DWR, natürlich gibt zu allen möglichen politischen Positionen Leute, die ihr ganzes Leben lang bei einer Richtung bleiben. Filbinger, der mal gesagt hat, das nicht zu Unrecht werden konnte, was damals (also in seiner NS-Zeit) Recht war, auf der einen Seite, Kurt Gossweiler oder Margot Honecker als für ihr Milieu typische Linke im weitesten Sine.

    Das gilt auch für ADs oder mittlerweile in die Jahre gekommene MGler: Ja, da gibt es bei einigen politische Kontinuität, ganz offensichtlich. Aber, drum herum gibt und gab es doch haufenweise Brüche, Linienwechsel, Verschärfungen, Verschiebungen usw. Die Geschichte der ADs fängt doch zum Beispiel nicht erst mit Bahamas an, sondern mit dem Komunistischen Bund. Und von da sind garantiert mehr (Ex-)Linke zu den Grünen gegangen als zu den ADs. Und zum Bellizismus der ADs konnte man wie Joschka Fischer offensichtlich auch kommen, ohne je „kommunistischer“ Linker gewesen zu sein.

    Auch das Ja mal sehr große politische Lager der früheren Marxistischen Gruppe ist doch nicht eins zu eins im heutigen Gegenstandpunkt gelandet, sondern von da in alle möglichen mehr oder weniger linken Richtungen auseinandergestoben bzw. (Wie bei den meisten anderen linkeren Organisationen der 70er Jahre ja auch) ins normale zumeist kleinbürgerliche oder proletarische Privatleben (zurück) gegangen.

    Und immer, beim Anfang der ursprünglichen politischen Positionierungen wie bei den späteren „Schwenks“ und Brüchen haben da politische Überlegungen stattgefunden, haben da die Leute sich politische, nunmehr eben andere Argumente einleuchten lassen. Und das ist heute noch genauso wie „früher“. Von daher ist es nicht nur grundsätzlich sondern ganz offenkundig auch ganz eng faktisch Unfug, zu bejammern, daß heutzutage keiner mehr auf keinen hören würde.

  44. 44 M. 15. Juli 2012 um 16:46 Uhr

    Von einem Gegensatz „früher“–“heute“ schreibt DWR doch gar nichts.

  45. 45 Neoprene 15. Juli 2012 um 19:55 Uhr

    DWR hat geschrieben

    „Sobald mir jemand glaubhaft versichern kann, dass es innerhalb des linken Spektrums tatsächlich regelmäßig eine Fluktuation durch Argumentation gibt (was man sich beim GSP ja immerhin wünscht), nehme ich zurück, was ich dazu gesagt habe.“

    Ich habe diese „Fluktuation durch Argumentation“ an einigen Beispielen belegt.

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