09.05.12 | Berlin | Heinrich: Marx, Sraffa und die Kritik an der Neoklassik

Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Alternativen zur Mainstream-Ökonomik? Vortragsreihe heterodoxe Ökonomik im SoSe 2012″ wird es vom AK Kritische WirtschaftswissenschaftlerInnen (KriWis) am FB Wirtschaftswissenschaft an der FU Berlin einen Vortrag von Michael Heinrich geben:

Mittwoch 9. Mai 2012, 18.00
Marx, Sraffa und die Kritik an der Neoklassik
Vortrag von Dr. Michael Heinrich am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der FU Berlin
Garystr. 21, 14195 Berlin


4 Antworten auf „09.05.12 | Berlin | Heinrich: Marx, Sraffa und die Kritik an der Neoklassik“


  1. 1 Ignaz 05. Mai 2012 um 19:13 Uhr

    Soweit ich das sehe, wird es in diesem Vortrag um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Neoklassik und ihre affirmative Diffusion in die VWL bzw. Wirtschaftstheorie gehen. Habe dazu vor Jahren mal das Büchlein vom GSP über die „Mikroökonomik“ gelesen (http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/mikrooek/moekin.htm); auch Heinrich widemt in seiner Diss der Kritik der Neoklassik ein eigenständiges Kapitel.

    Was mich hingegen mehr ins Grübeln bringt, ist Intention der Veranstalter. Denen scheint es in erster Linie nur um die akademisierte Befassung mit Marx bzw. mit sog. „heterodoxer Ökonomie“ zu gehen. Das ist aber eine ganz andere Fragestellung, weil es ja denn auch wieder darum geht Marx oder Keynes oder Robinson oder wen auch immer (alle Ökonomen, die eben nicht dem neoklassischen Mainstream zugeordnet werden) wieder zum Prüfungsstoff zu machen. Dann kann man eben mit Marx durchs Seminar fliegen bzw. darüber promovieren. Das würde ich ja nicht einmal völlig ablehnen, aber es sollte nicht vergessen werden, dass Marx in erster Linie – und neben der Kapitalkritik –, auch eine Herrschaftskritik geleistet hat. Herrschaft, die sich auch in staatlichen Bildungsseminaren verwirklicht.

    Vielleicht ist dieser Text zur Vorbereitung von Interesse: http://www.trend.infopartisan.net/trd1006/t041006.html

    Ansonsten dazu auch das Buch von Alfred Müller im Papyrossa-Verlag über die Marxsche Konjunkturtheorie: http://www.papyrossa.de/sites_buchtitel/mueller_konjunkturtheorie.htm

  2. 2 bigmouth 06. Mai 2012 um 9:33 Uhr

    mir sieht das eher nach ner typisch linksradikalen fsi aus, die halt auch gerne mal kritische veranstaltungen an die uni holt. deren existenz ist jetzt gerade in berlin doch keine riesenüberraschung, selbst in der wiwi. wie ignatz da direkt auf Prüfungsstoff kommt, weiß ich nicht, ich glaube nicht, dass die an der uni vermittelte inhalte unter diesem gesichtspunkt wahrnehmen

  3. 3 Ignaz 06. Mai 2012 um 22:45 Uhr

    @bigmouth

    „ich glaube nicht, dass die an der uni vermittelte inhalte unter diesem gesichtspunkt wahrnehmen“

    Was dann auch nicht gerade für diese Leute sprechen würde. Aber der Schluß liegt schon nah, wenn du ein bisschen weiter ausholst, so lässt sich nicht leugnen, dass in dieser ganzen „neuen Marx-Lektüre“ auch die Tendenz bei Studenten und Wissenschaftlern dabei ist, „endlich“ mal wieder über Marx zu promovieren und Arbeiten zu schreiben, sozusagen von der Kanzel aus die Revolte zu predigen, die dann aber schön philologisch korrekt herausgearbeitet werden soll. Den Vorwurf kann man nun dem GSP, aber auch Heinrich nicht machen, die je weder besondere Posten eingenommen haben, noch irgend einem Curriculum oder Seminar das Wort reden. Wenn das klargemacht wird auf solchen Veranstaltungen, dürfte das auch schon reichlich Enttäuschungen entgegenwirken.

  4. 4 bob 07. Mai 2012 um 8:03 Uhr

    Nur am Rande: Veranstalter dieser Reihe ist nicht die FSI Wiwiss, vielmehr sind es die Kritischen WirtschaftswissenschaftlerInnen (KriWis) am FB Wirtschaftswissenschaft. Die seit über 30 Jahren bestehende FSI unterstützt diese Veranstaltung jedoch in jeder Hinsicht.

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