Chinas unersättliche Gier nach … Gebrauchsgütern!

Den grundlegend anderen Zweck von Chinas Investitionen in Afrika kann man an dem Wert der von ihnen erzeugten Waren erkennen. Alle Waren – von Bergbauprodukten bis zu Fabrikwaren – verkörpern sowohl Gebrauchswerte (als begehrte Konsumobjekte) als auch Tauschwerte (was sich weitgehend in den Marktpreisen widerspiegelt). Unter dem Kapitalismus häufen die Eigentümer von Industrieanlagen und anderen Produktionsmitteln Profit dadurch an, dass sie für die Produktion von Waren Arbeitskraft zu dem Zweck anmieten, den Tauschwert zu erhöhen. Triebkraft für Chinas Auslandsinvestitionen, die von mehreren der Staatsbanken auf dem Festland finanziert werden, ist nicht der Profit, sondern das Bedürfnis nach Rohmaterialien für seine kollektivierte heimische Industrie – d. h. der Gebrauchswert.

gefunden im Artikel „Zetergeschrei über Chinas Rolle in Afrika“ in Spartakist Nr. 192 (März 2012), übersetzt aus Workers Vanguard Nr. 987, vom 30. September 2011


8 Antworten auf „Chinas unersättliche Gier nach … Gebrauchsgütern!“


  1. 1 Nestor 01. April 2012 um 21:27 Uhr

    Owehoweh!
    Da will einem wirklich wer weismachen, Chinas Wirtschaft sei der Profit fremd und es ginge um Versorgung der Bevölkerung mit Gebrauchswerten?!
    Dürfen sich die Chinesen alles, was sie brauchen, einfach irgendwo abholen?
    Ist der Yuan Renminbi eine Erfindung westlicher Meinungsmacher?

  2. 2 Entdinglichung 02. April 2012 um 9:11 Uhr

    wer daran glaubt, glaubt auch an die unbefleckte Empfängnis

  3. 3 Neoprene 02. April 2012 um 9:33 Uhr

    Als Polemik ja ok, als Tatsachenbehauptung aber falsch: Natürlich ist die IKL und sind ihre führenden Kader weder katholisch noch überhaupt religiös, die sind „nur“ Trotzkisten und sehen die VR China immer noch als „deformierten Arbeiterstaat“, der sich erst noch durch eine Konterrevolution in einen kapitalistischen Staat oder durch eine Arbeiterrevolution in einen Staat der Diktatur des Proletariats (mit Unterstützung der Bauern) verwandeln könnte.

  4. 4 Entdinglichung 02. April 2012 um 11:43 Uhr

    wobei der Glaube der SpAD schon was religiöses hat

  5. 5 Neoprene 02. April 2012 um 11:47 Uhr

    Ach Gott!! Da finde ich eher den zumeist unerschütterlichen Glauben von demokratischen Staatsbürgern an die Macht ihres Eigentums und damit ihrer Freiheit superreligiös.

  6. 6 Entdinglichung 02. April 2012 um 14:52 Uhr

    Neoprene wrote:

    Ach Gott!!

    ;-)

  7. 7 Neoprene 02. April 2012 um 14:59 Uhr

    Allgemeine Ausrufe des Wehklagens, gesteigert als Flüche, kommen immer noch am Besten in Form von religiös konnotierten Sprüchen. Italienische katholische Flüche z.B., oder wenigstens bayerische. Eine Welt ohne Gott ist das eine, aber eine Welt ohne Flüche?? Niemals!!

  8. 8 Entdinglichung 02. April 2012 um 17:19 Uhr

    da stimme ich dir durchaus zu :-)

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