Archiv für Mai 2011

Veranstaltungsmitschnitte: Wentzke zu Kuba und Huisken zu Amokläufen

Der Mitschnitt der Veranstaltung mit Theo Wentzke vom GegenStandpunkt zu Kuba vom 26.05.11 in Berlin steht jetzt bei archive.org zum runterladen zur Verfügung.

Zudem habe ich erst jetzt mitgekriegt, daß es von der ARAB-Veranstaltung aus 2009 mit Freerk Huisken (auch vom GegenStandpunkt) zu den „School Shootings“ auch einen Mitschnitt gibt.

Die letzte MSZ 4/1991 mit der Auflösungserklärung der MG

Erstaunlicherweise (ich hätte schwören mögen, daß ich das schon mal irgendwo runtergeladen habe, habe es jetzt aber zumindest mit Google nicht mehr gefunden, die GegenStandpunktseiten, auf die KHM gleich hingewiesen hat, werden nämlich von denen offensichtlich nicht sonderlich hoch eingeschätzt) gab es bisher die letzte MSZ mit der Auflösungserklärung der MG elektronisch nur als Text nachlesbar im MSZ Online Archiv. Damit man nicht einen der vielen Tausenden der damaligen Leser der Zeitschrift fragen muß, von denen sicher noch Mancher auch diese Ausgabe im Schrank liegen haben wird, wenn man über diesen wichtigen Bruch der Tendenz, die sich heute an der Zeitschrift GegenStandpunkt orientiert, die Begründung der damaligen MG nicht nur lesen will sondern auch noch anschauen will, gibt es einen schönen Bild- und schlechten Text-OCR-Scan (nicht von mir) dieser letzten Nummer jetzt bei archive.org zum runterladen.

Aus der Seele gesprochen

In den letzten Wochen konnte man bemerken, dass in der Welt so ungefähr alles an Widerwärtigkeiten zusammenkommt, was Kommunisten jemals den kapitalistischen Verhältnissen nachgesagt haben. Die Finanzmärkte drehen durch; es gibt eine Krise, die nicht zu Ende ist und mit Verelendung beantwortet wird; es wird ein Krieg angezettelt – die Imperialisten schreiten mal wieder zur Aktion, gleichzeitig feiern die USA die Hinrichtung von Osama bin Laden auf eine Weise, an der man endgültig merkt, dass Terrorismusbekämpfung nicht der Witz der Sache ist. In Arabien tobt ein Aufruhr, aus dem die Imperialisten versuchen, das Beste zu machen: prompt stehen europäische Soldaten mit Fliegern bereit, um jedenfalls eines nicht zu tun: Menschen zu schützen und Ordnung zu schaffen; es kommt zu einem Flüchtlingselend, das sich die Europäer mit brutalsten Mitteln vom Hals halten – darüber bekommt ein Nationalismus der widerlichsten Sorte, der sowieso in Europa wieder auflebt, noch mal einen richtigen Schub. Und mitten in diesem objektiven Desaster verschafft sich die Menschheit gute Laune durch eine Prinzenhochzeit und eine Seligsprechung. Das erweckt den fatalen Eindruck, als würden diese Ereignisse nicht bloß zufällig zusammenfallen, sondern als würden sie auch irgendwie zusammenpassen.

Dazu kommt noch der Atom-Unfall in Japan, der dermaßen heftige Folgen nach sich zieht, dass die US-Regierung sich herausgefordert sieht, zu beteuern, dass sie durchaus davon ausgehe, dass Japan auch in Zukunft eine Weltwirtschaftsmacht bleiben werde, woran man zumindest sehen kann, was da auf einmal alles auf dem Spiel steht. Also ziemlich gruselige Verhältnisse und um dem Ganzen im wahrsten Sinn des Wortes die Krone aufzusetzen, gibt es eine Prinzenhochzeit, die ganze Welt ist begeistert und das amtliche deutsche Fernsehen ist (zum Naserümpfen gewisser Kommentatoren) rund um die Uhr mit dabei.

so fängt der Jour fix des GegenStandpunkt in München am 2. Mai 2011 an. So sehen das leider bisher nicht sehr viele.

26.05.11 | Berlin| Wentzke zu „Kuba nach dem sechsten Parteitag“

Vor vielen Jahren, 1997 um exakt zu sein, hat Theo Wentzke vom GegenStandpunkt schon einmal eine Veranstaltung zu Kuba in Berlin gemacht. Der Mitschnitt ist bei archive.org runterladbar.

Nun ist, wie der AK Klassenfrage angekündigt hat, folgende Veranstaltung angesetzt:

26.Mai: Referat & Diskussion „Kuba nach dem sechsten Parteitag

18:30 | Humboldt-Universität zu Berlin (Unter den Linden 6) | Raum 3038

Referent: Dr. Theo Wentzke“

Er schreibt zur Veranstaltung:

Zum VI.Parteitag der Kubanischen Kommunisten verkündeten Partei- und Staatsführung, dass wegen Dringlichkeit einzig das Thema Wirtschaft auf dem Programm stehe. Der letzte realsozialistische Staat geht Reformen an, um sich der „Schlacht auf dem Felde der Wirtschaft“ im internationalen Vergleich zu stellen, weil hiervon die Aufrechterhaltung des sozialen Systems auf Kuba abhänge. Damit wird der wirtschaftliche Öffnungsprozess gegenüber der kapitalistischen Ökonomie weiter fortgesetzt, den Betrieben weitere Rationalisierung und der Bevölkerung mehr Effizienz verordnet.

Unter dem Leitbild der sozialistischen Revolution werden die wirtschaftlichen Folgen von Weltwirtschaftskrise, Naturkatastrophen und überalterter Bevölkerung debattiert. Über den Kurs, den Kuba nun einschlägt, und welche Folgen dies hat, soll am 26.05. diskutiert werden.

Update:
Der Mitschnitt der Veranstaltung steht jetzt bei archive.org zum runterladen zur Verfügung.