19.04.11 Bremen Quadfasel „Gegen Standpunktdenken“

Lars Quadfasel (ja der Mann heißt wirklich so und redet nicht nur so) wird nun auch in Bremen seinen Vortrag wiederholen, den er schon in Hamburg (und Bielefeld) gehalten hat (contradictio hatte darüber berichtet, dort auch ein link zum Mitschnitt und eine kontroverse Diskussion darüber:)

Vortrag von Lars Quadfasel am Dienstag, den 19. April 2011 um 19.30 Uhr im Infoladen Bremen, St. Paulistrasse 10. Veranstaltet von der Antinationalen Gruppe Bremen
Gegen Standpunktdenken
Zur Kritik des Marxismus-Positivismus von MG und Gegenstandpunkt


34 Antworten auf „19.04.11 Bremen Quadfasel „Gegen Standpunktdenken““


  1. 1 Kaiser Franz 29. März 2011 um 18:09 Uhr

    Um Gottes Willen! Schon wieder dieser Quadfasel.

    Ich würde ja gerne Mal eine richtige Kritik am GegenStandpunkt und an der MG hören. Aber die Leute sind eben unerreicht gut.

    Wer miterleben will, wie sich Quadfasel bei seinem Vortrag (den er ja schon mal gehalten hat und den man runterladen kann) bis auf die Knochen blamiert, immer wieder mangels Kenntnis denselben wirklich unsachlichen Schrott wiederholt und am Ende so in der Enge ist, dass er nur noch ständig vom „automatischen Subjekt“ quadfaselt, das er beim GSP nicht genügend bis gar nicht berücksichtigt sieht, der soll sich den Vortrag anhören. Es gibt kaum etwas Peinlicheres für einen Redner. Dabei gesteht er schon im Vortrag mehrmals ein, dass er eigentlich wenig Ahnung hat.

    Wer lieber gute und sachlich begründete Kritik hören möchte, der sollte sich auf www.argudiss.de einen x-beliebigen Vortrag runterladen.

    Franz der Kaiser

  2. 2 Hans Kohleofen 29. März 2011 um 19:04 Uhr

    Wenn sie, Deiner Meinung nach, Kaiserfranz, so unerreicht gut sind, weshalb bräuchte es denn da noch eine Kritik?
    Wenn Du ernsthaft die Auseinandersetzung suchst, dann sei nicht so faul und google einfach, Material gibt es genug, to name only a few:
    -- http://kulturkritik.net/quellen/marxistischegruppe.html
    -- http://www.meinhard-creydt.de/archives/84
    -- http://www.contradictio.de/blog/archives/3396
    -- http://www.eigentum-und-person.de/9.html
    -- http://www.scribd.com/doc/37067008/Kapital-und-Eigentum-bei-der-MG
    Du wirst auch auf diesem Blog fündig, musste halt ein bisschen wühlen.
    Stimmt, Quadfasel ist einfach schlecht vorbereitet gewesen (kokettiert auch noch damit) und zieht sich deshalb allzu häufig auf bestimmte antideutsche/adornitische Topoi zurück. Naja, vielleicht hat er daraus gelernt und macht’s jetzt besser.

  3. 3 Neoprene 29. März 2011 um 19:57 Uhr

    Da hast du ja schon ein gewisses Spektrum an MG-Kritik zusammengetragen:

    - Wolfram Pfreundschuh, der Macher von kulturkritik.net (der wiederum auf Artikel von dir verweist in seinem/deinem „Archiv der Kategorie ‚MG-Kritik‘`“,

    - Meinhard Creydt, (der u.a. gegen den Mythos Netz zu Felde zieht, was ihn mir schon mal symphatisch macht und schon vor 13 Jahren in „Dritter Sektor – Keimzellen für eine lebbare Zukunft?“ einige Frage gestellt hat, die man auch heute noch den Siefkes unserer Zeit stellen könnte)

    - mit dem bei contradictio gegebenen Hinweis auf das MAO-Projekt (Materialien zur Analyse von Opposition) bist du dann gleich noch ein paar Jahre zurück gegangen,

    - um mit Harald Haslbauer jemand vorzustellen, der zwar ne Menge geschrieben hat, sich aber sonst doch sehr bedeckt hält (ich habe vor einiger Zeit als er sein Buch herausgebracht hat, noch nicht mal eine Antwort auf eine interessierte Email von ihm bekommen)

    - während man zu Clara in der Tat auch hier auf dem Blog einiges finden kann (wobei man zum Suchen immer noch eher Google als die Suchfunktion von Blogsport nehmen sollte)

  4. 4 zerdings 29. März 2011 um 21:59 Uhr

    Es gibt sonst auch noch dieses Büchlein „Diesseits von Gut und Böse“ von Wolfram Auerbach, in welchem der Autor die Kardinalfehler der MG und des GSP zepflückt. Das Büchlein liest sich erstmal ganz gut und zeigt auch tatsächlich einige immanenten Widersprüche und falsche Prämissen der Deckers und co., versteigt sich dann gegen Ende aber immer mehr in unzulässige Schlüsse und gar Hetze. Leider.

  5. 5 zerdings 29. März 2011 um 22:04 Uhr

    Nachbemerkung: Keine theoretische Kritik aber dennoch nicht unangebracht ist doch auch der Hinweis auf das Verhalten der (Internet)-Adepten des GSP, die sich eben massenhaft benehmen wie dieser Kaiser Franz. Da muss eben von den informell subordinierten Denkern gar nicht mehr überprüft werden, was die Altvorderen so schreiben, da weiss man unbesehen immer schon im voraus, dass das „unerreicht gut“ und inhaltlich genial ist. So eine Sklavenmentalität ist man sich sonst gerade noch knapp von BWL-Studenten gewohnt.

  6. 6 Hans Kohleofen 30. März 2011 um 11:16 Uhr

    Eine Diskussion um das Buch „Diesseits von Gut und Böse“ findet sich hier:
    http://lysis.blogsport.de/2006/04/06/herr-heinzen-und-der-gegenstandpunkt/
    Es ist wirklich nicht so schlecht, wie es bei den GSP-Adepten (und auch im GSP) wegkommt. Allerdings ist es schon eine zeitlang her, dass ich es gelesen habe, müsste noch mal die Argunmente nachblättern, aber dazu bin ich jetzt zu faul. Was ich noch in Erinnerung habe, ist, dass der Autor (ein Wolfram Auerbach, vermutlich ein Pseudonym) in seiner Kritik immer mehr von der Immanenz abweicht und sozusagen eine bloße Gegenposition aufbaut – nämlich die der damaligen Krisis-Gruppe. Damit schwächt er natürlich die eigene Position.
    Was diesen Link angeht: http://www.contradictio.de/blog/archives/3396 — das könnte am interessantesten sein: Bei dem „Arbeitskreis Bildung“ resp. der „Initiative Arbeiterzeitung und -zentren“ soll es sich um eine MG-Abspaltung gehandelt haben.

  7. 7 Neoprene 30. März 2011 um 11:52 Uhr

    Wenn Interesse besteht, würde ich den Auerbach „kurz“ einscannen und hochladen. Vielleicht lese ich den dann auch endlich mal.

  8. 8 antikap 30. März 2011 um 12:05 Uhr

    Ich habe hier noch ein Büchlein mit dem Titel „Prinzip Ohnmacht – Eine Streitschrift zur Politik der ‚Marxistischen Gruppe‘“, herausgegeben von Bernd Gäbler, anno 1983. Dort wird eben dieses Prinzip des Nichtstuns beschrieben, das ich auch auf meinem Blog schon gelegentlich der MG attestiert habe. Vielleicht scanne ich das mal ein.
    Toll, dass jetzt hier MG-Kritik gesammelt wird. Hätte jemand Lust, mitzuhelfen, ein MG-Wiki bei Wikia aufzumachen, wo alles mögliche Material zur MG zusammengetragen wird? Ich hatte das schon länger in Erwägung gezogen.

  9. 9 kapitalismuskritik 30. März 2011 um 12:09 Uhr

    Wenn Interesse besteht, würde ich den Auerbach „kurz“ einscannen und hochladen.

    Habe Interesse.

  10. 10 KHM 30. März 2011 um 14:13 Uhr

    @ Neoprene

    Wenn du schon mal dabei bist, kannst du die Entgegnung aus GS 4-96 ja gleich mit in die Datei dazu packen.

  11. 11 Neoprene 30. März 2011 um 14:20 Uhr

    Ja, kann ich natürlich machen, aber jeder der hier lesen und/oder suchen kann, kommt doch wie du auf den verlinkten Artikel. Aber ich sage ja immer, daß Redundanz nicht schadet.

  12. 12 KHM 30. März 2011 um 15:04 Uhr

    Nicht wegen der Redundanz, sondern weil so ein Artikel als pdf oder rtf-Datei halt handlicher ist und MPunkts pdf des Textes offenbar nicht mehr online ist.

  13. 13 Riddick 31. März 2011 um 7:32 Uhr

    Es ist schon putzig, wie einige Leute hier darunter regelrecht leiden, dass es die MG gab und dass Kritiker von denen sich „leider“ (!) in Hetze versteigen, statt ihren doch wichtigen Anspruch sachgemäß weiterzuverfolgen.

    Das hat doch zwei Gründe:

    1. können die Kritiker der MG – Quadfasel und dieser Gäbler auch – doch partiell nicht mehr, als ihre Kritik der Gesellschaft mit der der MG abgleichen. Da weiß man letztlich zwar, dass es einen theoretischen Gegensatz gibt, aber nicht, was an der MG nun falsch ist. Die Tatsache, dass der Kapitalbegriff bei Quadfasel ein anderer ist, als bei der MG, ist nun gerade keine Kritik der MG.

    http://diskussion.kapitalismuskritik.net/viewtopic.php?p=67&sid=276c100484b41d45ca7b2352ca1b9987#p67

    2. ist doch klar, dass die „Kritik“ dann auch in Hetze umschlägt. Das liegt halt daran, dass es Bestimmungen der MG gibt, die schlicht richtig sind und die Kritiker dies einfach nicht anerkennen wollen. Die MG ist ja diesseits von Böse! Von diesem Interesse heraus wird dann die Beurteilung der MG vorgenommen und das muss ja in Hetze umschlagen, weil man von dem Interesse heraus die Sachlichkeit bereits ad acta gelegt hat.

    Ich kann mich jetzt nicht zu Clara und Auerbach äußern, da muss ich selbst nochmal nachlesen.

  14. 14 Neoprene 31. März 2011 um 7:53 Uhr

    Riddick, wer „leidet“ denn, jedenfalls hier, wirklich daran „dass es die MG gab“??

    Ganz offensichtlich doch nur der Haus-Irre antikap, dem ist die posthume Grabschändung der MG wohl wirklich ein persönliches Bedürfnis. Dann arbeiten sich ab und an offensichtliche Ex-MGler an ihrer persönlichen Vergangenheit ab, LuckyJumper war so jemand.

    Aber dann kommt doch lange nichts. Der GegenStandpunkt heute, als semilegitime post-MG, stößt ja nun nicht gerade auf sonderlich viel Kritik. Da weigern sich doch regelmäßig selbst wiederum vom GSP Kritisierte, auch nur einen Ansatz von ernsthafter Verteidigung ihres Standpunkts zu liefern (so wie umgekehrt der GSP ja auch kein Interesse an der Auseinandersetzung mit Kritikern hat, siehe die Nichtdebatte um Volks, Nation und Staat. Und ich wette, daß auch diesmal kein gestandener Ex-MGler oder GSPler sich auf einen Streit mit Quadfasel einlassen wird.). Der nun auch schon wieder länger eingeschlafene Disput mit Michael Heinrich war doch eine echte Eintagsfliege!

  15. 15 Riddick 31. März 2011 um 8:33 Uhr

    zB Zerdings leidet („leider!“) und Ofenschlot, bei dem die Kritik an der MG auch nicht über „kein Rätekommunismus!“ auch nicht hinauskommt, hofft auch dringend, dass Quadfasel seine Sache nun besser macht – und dass, obwohl Ofenschlot schon selbst drauf gekommen ist, dass Quadfasel sich „deshalb allzu häufig auf bestimmte antideutsche/adornitische Topoi zurück“ zieht…was soll denn da noch besser gemacht werden, was schon dem Grunde nach schlecht ist?

    Die Volksdebatte hat hier Kommentarspalten (samt Intervention von Decker) gefüllt und du willst noch von einer Nichtdebatte reden? Ist dir da was entgangen? Die Argumente sind da ausgetauscht und das Ergebnis ist der Gegensatz – na und? Sicher nicht befriedigend, aber was soll man da noch weiterdebattieren?

    Ansonsten muss man nicht an jeder Mülltonne schnuppern. „Kritik“ wie die von Quadfasel ist das übliche Tagesgeschäft der deutschen Linken, nämlich alles an ihren (den linken) Vorurteilen zu messen und zu blamieren, wodurch nie eine Kritik rauskommt, sondern stets die Erkenntnis, dass man mehr über den Kritiker, als über das Kritisierte weiß. Für sowas muss man seine politischen Ressourcen nun wirklich nicht verschwenden.

  16. 16 Neoprene 31. März 2011 um 8:46 Uhr

    Was denn nun, Riddick? bist du nur ein verleumderisches Zerrbild auf den in der Tat ja allseits bekannten GSP-Typus von programmatisch ignorantem Rummachen? Dafür spräche dein lächerliches „Ansonsten muss man nicht an jeder Mülltonne schnuppern“.
    Oder nimmst du gar nicht ernst, was du schreibst, denn wo bist du denn hier, insbesondere mit deinen Auslassungen zum (unsäglichen) Quadfasel? Doch genau in der „Mülltonne“, die von Decker und Co. so verachtet wird.

    Nur zur Klarstellung in Sachen Volksdebatte: Außer Peter Deckers halb-zog-es-ihn,-halb-fiel-er-hin-Beitrag auf Krims Forum Kapitalismuskritik gab es nie auch nur eine „offizielle“ Zeile aus dem „Umkreis des GegenStandpunkt“. Stattdessen waren in der Tat die Kommentarspalten auch und gerade hier voll von allerlei Argumenten, die mögen zum Teil von GSPler geteilt werden, die werden es zum Teil sicher nicht, aber so wie ich nicht jeden Idioten aus den Kommentarspalten oder Ortsgruppen gleich „dem“ Gegenstandpunkt ankreiden möchte, so sehr wäre mir an einer ordentlichen ernsthaften Diskussion „ex cathedra“ gelegen gewesen.

  17. 17 Hans Kohleofen 31. März 2011 um 9:19 Uhr

    Siehste, Riddick, Du gibst Dir alle Mühe, dem (haha) Schreckensbild des GSP-Adepten zu entsprechen, diese Mischung aus Forschheit und Ignoranz (und immer dieses Schwingen der Hetze-Keule).

    Kritik an der MG ist Dir ein bloßer Abgleich mit der MG, der letztlich nichts über die Wirklichkeit aussagt, sondern nur einigermaßen begriffslos einen Unterschied feststellen kann (also etwas Sekundäres gegenüber der primären Gesellschaftskritik der MG ist). Das ist lustig, weil diesen »Abgleich« die MG nun selbst in extenso vorgenommen hat, konstituierte die MG sich doch gerade über das bisweilen rabulistisch vorgenommene Abarbeiten an konkurrierenden (sic!) Organisationen. Dass der GSP das kaum mehr macht, heißt nicht, dass der einstige »Abgleich« als grundlegender nicht immer noch fortwirkt, eben: konstitutiv ist.

    Indem die MG kritisiert wird, werden auch bestimmte Ideologien der bürgerlichen Gesellschaft kritisiert, es geht also sehr wohl um die Wirklichkeit und nicht um ein bloßes Vorurteil über sie. Ob das den – sehr unterschiedlichen – Leuten, die sich mit der MG auseinandersetzen/auseinandergesetzt haben,, gelingt / gelungen ist, steht auf einem anderen Papier – aber zu diesem Papier kommst Du gar nicht, weil Du bereits das Vorurteil getroffen hast, dass die Kritik an der MG vorurteilsbehaftet ist.

    Da kommt dann auch Deine Ignoranz ins Spiel: Wo steht denn z.B. bei mir, dass ich der MG »Kein Rätekommunismus« vorwerfe? Eben.
    Hoffe ich »auch dringend« darauf, dass Quadfasel es beim nächsten Male besser macht? Ich denke, wenn ein Gegner besser vorbereitet ist, dann ist die Auseinandersetzung lohnender, das eigene Argument schärft sich ja an der Stärke des anderen.

    »… was soll denn da noch besser gemacht werden, was schon dem Grunde nach schlecht ist?« 1. können Menschen lernen (nebenbei: ein GSP-Mantra), 2. kennst Du doch sicherlich auch die alte Volksweisheit: Auch auf einem Misthaufen können Rosen blühen.

  18. 18 Neoprene 31. März 2011 um 9:38 Uhr

    Noch ein Nachtrag zur „Mülltonnen“-Sichtweise:
    Bekanntermaßsen, ich habe ja auch schon darauf hingewiesen, wird es demnächst eine Podiumsdiskussion (hoffentlich ein Streitgespräch) geben zwischen einem führenden GSPler (Hackmüller) und einem in Österreich bekannten ATTACler (Felber, „er ist Gründungsmitglied der globalisierungskritischen Bewegung Attac in Österreich, Initiator der „Demokratischen Bank“ und Erfinder der „Gemeinwohl-Ökonomie“).
    Auf die Frage an Günter Hackmüller, ob er das mitschneidet, kam überraschend ein Nein. (Gottseidank werden aber wohl die Veranstalter das mitschneiden.) Einerseits läßt sich also ein „richtiger“ GSPler, er ist schließlich deren presserechtlich Verantwortlicher, auf den ALDI der Weltverbesserer ein (also auf die beinahe buchstäbliche „Mülltonne“), andererseits ist es dem GSP offensichtlich nicht mal wert, daß außer den 50 Zuhörern auch noch andere mitkriegen, was der GSP an der Gemeinwohl-Ökonomie für falsch hält.

  19. 19 Neoprene 31. März 2011 um 9:39 Uhr

    Hans, was wolltest du mit deinem Satz

    „Dass der GSP das kaum mehr macht, heißt nicht, dass der einstige »Abgleich« als grundlegender immer noch fortwirkt, eben: konstitutiv ist.“

    sagen, kann es sein, daß da eine Verneinung fehlt?

  20. 20 Riddick 31. März 2011 um 9:45 Uhr

    @ Neoprene

    Mit Mülltonne war der sachdienliche Hinweis gemacht, dass es schlicht Ressourcenverschwendung ist, wenn man sowas macht:

    „Und ich wette, daß auch diesmal kein gestandener Ex-MGler oder GSPler sich auf einen Streit mit Quadfasel einlassen wird“

    Ich bin übrigens kein gestandener Ex-MGler, sondern nur ein Adept, von daher darf ich noch an Mülltonnen schnuppern und hab es doch dargelegt – im Forum Kapitalismuskritik –, was dessen Kritik ausmacht und die da unterstellten Tatsachen kann man ja auch in seinem Vortrag nachhören.

    „gab es nie auch nur eine „offizielle“ Zeile aus dem „Umkreis des GegenStandpunkt“. Stattdessen waren in der Tat die Kommentarspalten auch und gerade hier voll von allerlei Argumenten, die mögen zum Teil von GSPler geteilt werden“

    Ja, DAS ist wirklich Jammern auf hohem Niveau: Nicht, dass man mal die Qualität der Argumente aus den – sich ja stellenweise doch immer wieder als Freunde des GSP outenden Umfeld – prüft. Es muss eine beglaubigte „OFFIZIELLE“ (!!) Verlautbarung her, DANN ist Herr Neoprene zufrieden. Das ist wirklich der Standpunkt des linken Archivars und Historikers, dem die Geschichte der Kommunisten wichtiger ist, als der Gehalt von deren Argumenten. Und wenn sich mal einer der Offiziellen bemüht, was zu schreiben, dann fällt er gleich hin. Meine Güte, was denn nun. Was soll diese Albernheit der Trennung zwischen Kadern und verleumderischen Zerrbildern in Bezug auf den Sachvortrag?

    @ Kohleofen:

    Du hast nicht verstanden, was der Unterschied zwischen Kritik und „Abgleich“ ist. Kann ich gerne zu späterer Zeit auch an deinen Texten nachweisen. Bei Quadfasel hab ich es am Ankündiger nachgewiesen; vielleicht liest du das mal und kannst dann nachvollziehen, was die Differenz ist.
    Ein Abarbeiten ist übrigens kein Abgleich, wie ich es bestimmte. Das kommt nämlich auf den Inhalt des Abarbeitens an und wenn die MG andere Organisationen FÜR SICH kritisierte, dann ist das eben kein Abgleich mit der eigenen Kritik wie du und Quadfasel es tun, sondern die Aufklärung über die immanenten Mängel einer ML-Ideologie usw. Wenn die MG das nicht tat, bitte, dann war das genau der gleiche Müll, wie der auf deinem Blog. Immerhin ist die MG dann nicht in den 70ern hängengeblieben wie dein Bordiga-Gedenk-Blog.

  21. 21 leser 31. März 2011 um 9:47 Uhr

    Wenn vor der Auseinandersetzung mit Argumenten die psychologistischen Generalvorbehalte feststehen:

    „Sklavenmentalität“ (zerdings)

    „allseits bekannten GSP-Typus von programmatisch ignorantem Rummachen“ (Neo)

    „GSP-Adepten“ (Kohleofen)

    ist auch klar, welches Unterhaltungsbedürfnis und Vorurteil mit

    „einer ordentlichen ernsthaften Diskussion „ex cathedra“
    (Neos bemerkenswerter Widerspruch!)

    befriedigt wird: Ein ad acta gelegtes Eigeninteresse an Politbildung soll durch Voyeurismus bei linken Debatten kompensiert werden, deren Teilnehmer mindestens Rang und Namen haben sollen und sich gefälligst der Leib- und Magenthemen von Bloggern annehmen. Das vielzitierte „Schreckensbild“ ist also ein selbstgezimmertes: So wie ein Vergewaltiger sich versucht herauszureden, indem er den kurzen Rock seines Opfers beschuldigt, werden die moralischen Verurteilungen in diesem Blog dem Charakterbild der Zielscheibe zugeordnet. Argumente gegen Staat und Kapital schüfen HIER keine Abhilfe.

  22. 22 Neoprene 31. März 2011 um 10:12 Uhr

    Auch du, Leser, wirst doch nicht bestreiten wollen, daß es hier und auf den paar anderen Blogs, wo sich überhaupt (noch) Genossen zum Kommentieren bereit gefunden haben, vor allem also noch bei MPunkt, immer wieder Typen gemeldet haben, die sich als Freunde des GSP ausgegeben haben und krudestes Zeug vorgetragen haben. Manchmal hatte ich deshalb schon den Eindruck, daß das Fakes von GSP-Gegnern sind, so blöd und offensichtlich kamen die daher. Da kam dann nie der zurechtrückende Verweis von ernsthaften Anhängern des GSP, die die in ihre Schranken verwiesen hätten. Ich mache deshalb ganz bewußt den Unterschied zwischen Genossen, die für den GegenStandpunkt schreiben oder öffentlich auftreten (die ich zudem in vielen Fällen auch persönlich kenne und einschätzen kann) und dem zum Teil eben sehr ausgefransten Rand, dessen neutral formuliert nicht immer mit GSP-Kernaussagen sich deckende Thesen ich nicht immer gleich dem GSP ankreiden will.

    Was soll eigentlich der Vorwurf des „Voyeurismus bei linken Debatten“? Bist du nun Gegner von solchen Debatten, ist das nun politisch richtig/sinnvoll/nötig oder falsch, wenn der GSP sich wieder mal ATTAC vornimmt, obwohl die meiner Meinung nach nur noch ein Schatten ihrer selbst sind? Wer hängt denn jede Veranstaltung von sich ins Netz, damit wir Voyeure überhaupt solche sein können? Sollte argudiss das deiner Meinung nach lieber lassen? Oder wirfst du nur mir das vor?

    Meinst du ernsthaft, daß die „Leib- und Magenthemen von Bloggern“, jedenfalls von den paar linken Bloggern so völlig neben der politischen wichtigen Realität liegen? Welche sind denn das?

  23. 23 Hans Kohleofen 31. März 2011 um 10:37 Uhr

    „Dass der GSP das kaum mehr macht, heißt nicht, dass der einstige »Abgleich« als grundlegender NICHT immer noch fortwirkt, eben: konstitutiv ist.“
    Richtig, da fehlte die doppelte Verneinung.
    Riddick, erst Rätekommunismus, dann Bordiga-Gedenk-Blog (21 Einträge von 220 – wow, da läuft bei mir aber ein Personenkult!), außerdem (gib’s mir!): in den 70ern hängengeblieben – habe ich da ein Argument übersehen?
    Ich habe keinen Bock auf eine Meta-Debatte, unter welchen Bedingungen man über die MG / den GSP reden darf, die wird von Dir, Riddick, durch Deine methodischen Vorbehalte vorangetrieben.
    Entweder man wartet ab, ob Quadfasel noch etwas Neues zu bieten hat und diskutiert darüber, ODER man nimmt sich einen der Texte vor, die hier verlinkt worden sind, ODER man lässt es einfach, gell?
    „Leser“: aus der Verwendung des Wortes „GSP-Adept“ auf einen psychologistischen (!) Generalvorbehalt (!!) zu schließen, ist fast schon so etwas wie ein psychologistischer Generalvorbehalt.

  24. 24 star wars 31. März 2011 um 10:43 Uhr

    Übrigens Hans, ich finde deinen Blog klasse. Weiter so und diskutier doch mal ein bißchen öfter…

  25. 25 Riddick 31. März 2011 um 11:26 Uhr

    „„Leser“: aus der Verwendung des Wortes „GSP-Adept“ auf einen psychologistischen (!) Generalvorbehalt (!!) zu schließen, ist fast schon so etwas wie ein psychologistischer Generalvorbehalt.“

    Hans, der Begriff des Adepten ist doch als eine persönliche Herabwürdigung derjenigen Diskutanten zu sehen, die im Unterschied zu „gestandenen Ex-MGlern“ nur deren Argumente nachplappern und deren Stil kopieren, aber nie an das Original herankommen. Sie sind eben Schüler und keine Lehrer. Da steckt die Behauptung eines persönlichen Mangels – immerhin handelt es sich bei den Personen ja in der Regel um Erwachsene – für besagte Adepten schon drinnen: Erwachsen und dann sich den geheimwissenschaftlichen Lehrern unterordnen! Für einen gestandenen und anständigen und antiautoritären wie selbstbewussten Kommunisten wie Hans Kohledampf natürlich unerhört und zu denunzieren. Selbstverständlich ist das psychologistisch, weil es vom Inhalt der Adepten und Gestandenen vollständig abstrahiert und Mängel in der Person sucht. Da sagen doch Leute glatt das Gleiche wie Peter Decker und fränkeln noch, wo sie aus Schleswig Holstein kommen!!!!! (Quadfasel) Das müssen ja wirklich ganz autoritäre Charaktere sein (nein, Hans, das letztere will ich dir dann nicht mehr unterschieben, aber der Gehalt von „Adept“ geht in die gleiche Richtung)

  26. 26 Riddick 31. März 2011 um 12:29 Uhr

    P.S. Hans, du hast da beim Quadfasel was verpasst, wenn du schreibst

    „Entweder man wartet ab, ob Quadfasel noch etwas Neues zu bieten hat und diskutiert darüber, ODER man nimmt sich einen der Texte vor, die hier verlinkt worden sind, ODER man lässt es einfach, gell?“

    Nimm dich mal selber ernst:

    „Stimmt, Quadfasel ist einfach schlecht vorbereitet gewesen (kokettiert auch noch damit) und zieht sich deshalb allzu häufig auf bestimmte antideutsche/adornitische Topoi zurück.“

    Bzw.denk mal drüber nach ob „allzu häufig“ die Sache wirklich trifft?! Das IST seine Kritik, dass die MG nicht antideutsch/adornitisch ist. Dass der daraus nicht lernt, erkennt man bereits am neuen Ankündiger. vgl. meinen Forumsbeitrag.

  27. 27 Franz der Kaiser 31. März 2011 um 12:37 Uhr

    Erstmal danke für die Infos zur MG-Kritik.

    Ich hab in mich hineingehorcht, ganz aufmerksam und habe festgestellt, dass sich ZERDINGS irrt. Bei mir gibt´s keine Sklavenmentalität, sondern einen monarchischen Untertanengeist. Daher summe ich auch den ganzen Tag die Zeile aus dem Fehrbelliner Reitermarsch vor mich hin:

    „Wir wollen unseren alten Kaiser Wilhelm wieder haben!“

    ZERDINGS ist offenbar schon weiter und mithin in der freiesten aller Welten, dem freien Westen nämlich, angekommen. Dort herrscht Pressefreiheit und die Freiheit, seine Arbeitskraft zu verhökern. Man kann auch frei verhungern.
    Ist das die Freiheit (auch mental), die ZERDINGS, der freie Geist, meint und die er von der Sklavenmentalität abgrenzt?
    Was es mit dieser Freiheit auf sich hat, kann man u.a. bei der MG nachlesen.

    Jedenfalls bin ich sehr an „Jenseits von Gut und Böse“ interessiert und würde mich über einen upload von Neoprene sehr freuen.

    Ich hab hier mal die Kritik des GSP an „Jenseits von Gut und Böse“ hochgeladen.

    Hoch die Tassen und die Monarchie!

    Kaiser Franz

  28. 28 Neoprene 31. März 2011 um 13:09 Uhr

    FdK, danke für deine Version vom GSP-Artikel zur Kritik von Auerbach. Bei meiner frugalen Version waren nämlich beim Reinkpoieren leider die Kursivstellungen verloren gegangen, und damit arbeitet die Redaktion ja recht viel, um Punkte nochmal besonders zu betonen.

  29. 29 Riddick 31. März 2011 um 13:19 Uhr

    Trink nicht so viel Weißbier, Kaiser Franz! :D :D

  30. 30 Riddick 31. März 2011 um 14:53 Uhr

    Hans noch einmal:

    „Ich habe keinen Bock auf eine Meta-Debatte, unter welchen Bedingungen man über die MG / den GSP reden darf, die wird von Dir, Riddick, durch Deine methodischen Vorbehalte vorangetrieben.“

    An Quadfasel habe ich meine Behauptung nachgewiesen. Eine Metadebatte ist es längst nicht mehr und da kannst du gerne nochmal was zu sagen.

    Aber was ist mit dem Rest von Dir Verlinkten? Findest du das alles richtig? Immerhin sind das in sich schon sehr widersprüchliche Autoren. Nur dann lohnt sich die Debatte.

  31. 31 leser 31. März 2011 um 15:00 Uhr

    Warum eigentlich keine „Metadebatte“, wenn hier Beschimpfungen als rechtmäßige verteidigt werden?!

    „aus der Verwendung des Wortes „GSP-Adept“ auf einen psychologistischen (!) Generalvorbehalt (!!) zu schließen, ist fast schon so etwas wie ein psychologistischer Generalvorbehalt.“

    Kleine Kinder sind ehrlicher, wenn sie „selber doof“ sagen. Die Kritik an euren Psycho-Übergängen ist auch gar nicht schwer zu verstehen: Alle Beschimpfungen setzen sich AUF KOSTEN DES INHALTS mit Personen(-kreisen) auseinander, um die eigenen Fehlurteile der Prüfung zu entziehen. Schimpfen und denunzieren tut nur jemand, dem Argumente FEHLEN!

    Das Lustige daran ist eigentlich, dass das jeder weiß, ich also gar nichts Neues erzähle. Woher wohl das Interesse an falschen und fehlenden Argumenten kommt … ?!

  32. 32 Riddick 31. März 2011 um 17:58 Uhr

    Warum hast du denn jetzt die Kommentarfunktion zu Quadfasel deaktiviert?

  33. 33 Neoprene 31. März 2011 um 17:58 Uhr

    Weil es mir gereicht hat, was da dann doch fast nur noch an Metadiskussion gekommen ist. Wer ein Interesse an einer Kritik von Quadfasels Kritik am GegenStandpunkt hat, kann ja an deine diesbezüglichen inhaltlichen ersten Äußerungen anknüpfen:
    http://diskussion.kapitalismuskritik.net/viewtopic.php?p=67#p67

  34. 34 Kowalski 13. April 2011 um 11:50 Uhr

    Nachtrag zum geschlossenen Quadfasel-Thread:

    Sollte sich jemand mal gefragt haben, wie eigentlich dieses plötzliche Interesse einiger Antideutscher (ANG Bremen und HSB Hamburg) an der MG und dem GS zu erklären ist, hier die Auflösung:

    “ (…) nicht zuletzt auch bestimmte Entwicklungen innerhalb linksradikaler Debatten um Nationalismus, über die zu reflektieren wir für notwendig hielten und halten.

    Einer der Punkte ist eine mit dem Erfolg des UmsGanzeBündnisses, der mit den Protesten in Heiligendamm ins Rollen kam, verknüpften breiteren Aufnahme von Begriffen, die in gewissermaßen popularisierter Form an die Tradition der Nationalismus- und Staatskritik der MG und des Gegenstandpunktes anknüpfen. Ein wichtiger Begriff dabei, ist der des Interesses. (…)

    Wir denken, die Schwierigkeit, die unseres Erachtens die an der MG und dem Gegenstandpunkt geschulten Positionen haben, den Widerspruch zwischen objektivem und subjektivem Interesse zu denken, ist keinem bloßen Denkfehler geschuldet, sondern liegt in der Sache selbst, dem Verhältnis von Gesellschaft, Subjekt und Revolution. Um diesen Widerspruch als Widerspruch zu denken braucht es unseres Erachtens etwas Drittes – dieses Vermittelnde stellt z.B. die Moral als ein Mittel und zugleich Gegenstand kritischer Vernunft dar. Moral ist nicht bloß ein Instrument der Sicherung bürgerlicher Herrschaft oder was auch immer, sondern an ihr zeigt sich, dass es im eigenen Interesse notwendig ist qua Vernunft zu begründen, warum Verbesserungen für mehr Leute als einen selbst zu verwirklichen notwendig ist, also ein in der Tat subjektives Bedürfnis zu objektivieren. Repressiv aber wird ein moralischer Standpunkt, wenn er sich selbst nicht als einen solchen erkennt. Daher freuen wir uns, Christine Zunke zu begrüßen, die wir eingeladen haben, dies an einer Kritik des Interessensbegriffs der von der Zeitschrift Gegenstandpunkt vertretenen Position auszuführen. (…)

    Außerdem wollen wir noch auf die Veranstaltung „Gegen Standpunktdenken. Zur Kritik des Marxismus-Positivismus von MG und Gegenstandpunkt“ mit Lars Quadfasel von der Hamburger Studienbibliothek hinweisen, welche am 19.4. um 19.30 voraussichtlich im Infoladen stattfinden wird. Hier wird Lars den Kapitalbegriff von MG und Gegenstandpunkt kritisch hinterfragen und erklären warum das Begriffssystem des Gegenstandpunktes es im systematisch verwehrt das Kapital als prozessierenden Widerspruch zu fassen und somit notwendig zu kurz greift.“

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