Freerk Huisken zum Buch der Lehrerin Czerny in der SZ vom 28.11.10

Ein Genosse aus dem, sagen wir mal, „Umkreis von Freerk Huisken“ hat mir einen Artikel von Freerk gemailed, der von ihm in der letzten Wochenendausgabe vom 27./28.11.2010 in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist. Freerk setzt sich mit dem gerade erschienenen Buch „Was wir unseren Kindern in der Schule antun: …und wie wir das ändern können“ von Frau Czerny auseinander, jener Lehrerin aus Bayern, die bundesweit in die Schlagzeilen geriet, weil sie wegen zu guten Unterrichts strafversetzt wurde. Diesen Artikel kann man jetzt hier runterladen.

Freerk hat sich zudem auch schon in der „Fachzeitschrift AUSWEGE – Perspektiven im Erziehungsalltag“ zu diesem Buch geäußert. Diese Rezension ist hier auf deren Webseite runterladbar.


13 Antworten auf „Freerk Huisken zum Buch der Lehrerin Czerny in der SZ vom 28.11.10“


  1. 1 Neoprene 03. Dezember 2010 um 8:29 Uhr

    Da tust du unseren staatsidealistischen Blättern einen Tort an, wenn du die so mit Bausch und Bogen als apologetische Käseblätter abtust. Da gibt es (also gut, typischerweise nur im Feuilleton) schon manchen Linken und vor allem natürlich manchen Ex-Linken (FAZ !), der sich sich immer noch viel auf seinen politisch weiten Horizont zugute hält. Und wenn jemand wie Freerk zudem noch selbst in der bürgerlichen Uniwelt ein gewisser Ruf als Fachmann doch nicht abgesprochen werden kann (schließlich betonte früher noch jedes Ankündigungsflugblatt des GegenStandpunkt, das es der Mann ja im von ihm in Grund und Boden kritisierten bürgerlichen Bildungsbetrieb bis zum Professor gebracht hatte), dann führt das im Endergebnis eben manchmal doch an der bürgerlichen Selbstzensur vorbei ins Zeitungsblatt. Soviel besser ist das bei linkeren Tageszeitungen übrigens auch nicht, wie man an der „jungen Welt“ ablesen, bzw. zunehmend weniger ablesen kann.

    P.S.: Apropos Rechtschreibung und Grammatik: Die maskuline Anrede ist in meinem Fall richtig.

  2. 2 bigmouth 03. Dezember 2010 um 10:55 Uhr

    ich meine, SZ oder FR hätten auch schon mal durchaus wohlwollend Kosmprolet #1 besprochen, und ich meine sogar den Gegenstandpunkt. Die ganzen engagierten Unilinken müssen ja irgendwann auch mal wo landen

  3. 3 Neoprene 03. Dezember 2010 um 12:09 Uhr

    Das stimmt schon, bigmouth, „Die ganzen engagierten Unilinken müssen ja irgendwann auch mal wo landen“. Aber doch nicht als Linke, sondern als Diener kapitalistischer Herren (und ganz wenig Damen). Selbst dann sind solche Lohnarbeiter wie alle anderen auch nicht sicher, daß sie auch nur das bleiben können. Davon können ja nicht nur ehemalige MGler sondern Linke auch anderer Richtungen ein traurig Lied singen. Und dann gibt es die große Masse von Exlinken, die sich das in ihrem Berufsleben wirklich zu Herzen nehmen, was ihnen ihre neue wirtschaftliche Existenz als Vordenker kapitalistischer Ideologeme abverlangt.

  4. 4 l 03. Dezember 2010 um 14:15 Uhr

    ganz prinzipiell sind die redaktionen bürgerl. medien militaristisch (kommando) aufgebaut – es ist daher nicht davon auszugehen, dass da die selbstzensur umgangen wurde, sondern dieser artikel gezielt plaziert wurde. medien sind nunmal auf hohe auflagenzahlen angewiesen und nicht nur, aber gerade auch in zeiten der krise, muss man schauen, wo das publikum bleibt, das ab und an auch ein häppchen kritik sehen will (zu viel natürlich nicht).
    es ist ja auch kein zufall, dass randomhouse derzeit neben dem üblichen käse auch unüblichen käse verlegt (das buch beginnt spannend und entwickelt sich zum altpapier-fall):
    http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=353924
    also: ein häppchen für die linken; zwei häppchen für die kritischen bürger; drei häppchen für die anderen. macht zusammen gute verkaufszahlen.

  5. 5 l 03. Dezember 2010 um 14:16 Uhr

    militaristisch (ergänzung): wie halt jeder betrieb.

  6. 6 Paul Walter 03. Dezember 2010 um 21:10 Uhr

    @Ray

    unser (ich darf Possessivpronomen doch in dem Fall anwenden?) Freerk

    Nein.

    bestenfalls staatsidealistisch apologetisches Käseblatt

    mit elend konstruktiver Kritik

    GegenStandpunktconnections nicht wussten.

    schlecht recherchieren

    Renommeeblatt“ /irony

    autoritätsgläubigen Normalos

    Wie unterscheidet sich eigentlich die Qualität deiner moralisierenden Besserwisserei von der der Normalos, die du so verachtest?

    @ l:

    redaktionen bürgerl. medien militaristisch (kommando) aufgebaut – es ist daher … davon auszugehen, dass … dieser artikel gezielt plaziert wurde. medien sind nunmal auf hohe auflagenzahlen angewiesen
    also: ein häppchen für die linken; zwei häppchen für die kritischen bürger;

    Jaja, die linke Weltmacht!

  7. 7 huhu 04. Dezember 2010 um 11:40 Uhr

    Eine lustige Ergänzung:

    www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,628411,00.html

    Dafür, dass die Behörde zu gute Unterrichtsergebnisse abstraft, bekommt die Czerny dann wieder einen Preis. Insofern wird auch deutlich, dass es der bayrischen Behörde nicht nur um eine Zuwiderhandlung ging bei der Strafversetzung, sondern auch um ein politisches „Signal“.

  8. 8 l 04. Dezember 2010 um 12:38 Uhr

    Jaja, die linke Weltmacht!

    wie bitte? wie kommst du auf sowas? in meinem kommentar steht nichts in diese richtung, im gegenteil.

  9. 9 produktivkraft 07. Dezember 2010 um 21:20 Uhr

    Danke,

    Neoprene, für die Dokumentation dieses wirklich interessanten Beitrags von Freerk Huisken in der „SZ“.

    Er beschreibt etwas, das im Alltag dieser Gesellschaft regelmäßig geschieht: Die Leute stoßen auf Widersprüche, verzweifeln gar an ihnen, können sich aber nicht erklären, woher sie rühren.

    An die Mitdiskutierenden: Merke, im bürgerlichen Feuilleton schlummert manches Mal eine Perle. Das kann sogar in der „FAZ“ passieren.

  10. 10 Neoprene 07. Dezember 2010 um 21:38 Uhr

    Das mag ja stimmen mit den Tiefseeperlen des bürgerlichen Feuilletons. Leider muß ich da persönlich passen, den ich lese sowas genausowenig wie den Sportteil.

    Aber der Blogger Ofenschlot http://ofenschlot.blogsport.de/ segelt da immer ganz hart am aktuellen Wind (und kennt zudem den einen oder anderen der heutigen Schreiber noch von „früher“, wo da in der Tat mancher ein Linker gewesen ist).

    Auch den Tip auf den Czerny-Artikel von Freerk Huisken mußte mir ja ein Belesenerer stecken, so schnell hätte ich den selber nicht ergoogelt.

  11. 11 produktivkraft 07. Dezember 2010 um 22:31 Uhr

    Wie Du schon selbst anmerkst, echte Perlen sind kaum zu finden, in der Tiefsee wie im Feuilleton. Und doch gibt es sie…

  12. 12 bigmouth 07. Dezember 2010 um 23:05 Uhr

    bei der FAZ haben sie sich immerhin einige jährchen bis vor kurzem mit Dietmar Dath ihren exotischen Hausmarxisten gehalten

  1. 1 Real Life | Produktivkraft Pingback am 09. Dezember 2010 um 12:02 Uhr

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