Karl Held ist gestorben

Was ich schon seit Tagen befürchtet habe (denn unter den Referern des Blogs gab es zuletzt mehrere Suchen dazu) ist nun doch wahr geworden:

Karl Held, einer der schon wegen des berühmten Konkret-Kongresses in 1993 wohl bekanntesten zentralen Wortführer schon der früheren Marxistischen Gruppe, dann des GegenStandpunkts, ist gestorben. Ich vermute nach langem schweren Leiden, jedenfalls habe ich in die Richtung schon vor einiger Zeit Vermutungen gehört.

wikipedia gibt den 11. Oktober 2010 als seinen Todestag an.

Update: Der Tod von Karl Held wurde mittlerweile durch Theo Wentzke bestätigt. Er hat als korrekten Todestag aber den 9. Oktober 2010 angegeben.

Möge die Erde ihm leicht werden.

(Diesen Grabspruch habe ich erst vor Kurzem auf einem alten römischen Grabstein in Köln gesehen)


26 Antworten auf „Karl Held ist gestorben“


  1. 1 Was bleibt zu sagen? 19. Oktober 2010 um 19:30 Uhr

    Hier wäre sicher der falsche Ort, um in Heldenverehrung zu fallen, aber wir werden seine pointierten und meist treffenden Beschreibungen der jämmerlichen Realität sicher vermissen.

  2. 2 Neoprene 19. Oktober 2010 um 19:49 Uhr

    Jemand, der Karl Held länger und wahrscheinlich auch besser gekannt hat als ich (kein MGler übrigens), hat mir anläßlich meiner Nachricht über seinen Tod geschrieben:

    „Helds Abgang stimmt betrüblich, ich denke, er war der Streitlustigste und Leidenschaftlichste in dem Verein, außerdem ihr Ideologiekritiker par exellence … die alten Held-Vorträge höre ich mir immer wieder gerne und immer noch mit Gewinn an!“

    Das kann ich nur auch unterschreiben.

  3. 3 Nestor 20. Oktober 2010 um 2:33 Uhr

    Was bleibt zu sagen?
    Weitermachen!

  4. 4 Neoprene 20. Oktober 2010 um 8:03 Uhr

    Nestors Antwort auf „was bleibt zu sagen?“ „Weitermachen“ hat leider so gut wie keinen konkreten Inhalt: Erstens ist mangels konkreter Adressaten überhaupt nicht klar, wer da mit was weitermachen soll. Selbst die Leser dieses Blogs machen ja offensichtlich politisch recht unterschiedliche bis gegensätzliche Sachen. Denen allen mit auf den Weg zu geben, damit so weiterzumachen wie bisher, wäre offensichtlich politischer Unfug.

    Selbst wenn der Aufruf sich an die engen politischen Weggefährten von Karl Held richten würde, also die Macher des Verlags GegenStandpunkt und meinetwegen deren „Umkreis“, wäre damit noch nichts gesagt. Die politische Vita von Karl Held ist doch davon gekennzeichnet, daß da sehr wohl Brüche waren, die eben gerade kein einfaches Weitermachen bedeutet haben, sicherlich der bedeutendste Bruch war die Selbstauflösung „seiner“ Marxistischen Gruppe 1991 und dann, einige Zeit später der Neubeginn(?) des Verlages.

    Ich habe jedenfalls schon an zu vielen Gräbern von Kommunisten unterschiedlichster Richtungen gestanden, als das ich diese Standardpose des kranzniederlegenden Genossen noch ohne Nachfragen durchgehen lassen will. Denn die Toten können ja keine Widersprüche mehr einlegen, wenn sie ihrer Meinung nach notwendig wären.

  5. 5 isap 20. Oktober 2010 um 9:53 Uhr

    @Neoprene:
    Das „Was bleibt zu sagen“ beantwortest du ganz praktisch in deinem Blogeintrag mit dem abschließenden Grabspruch. Und dieser Satz, dessen Inhalt ist „Man nehme alle Last, die der Tote zu ertragen hatte, von ihm“, ist an Dämlichkeit kaum zu überbieten.

    a) Der Tote trägt keine Last mehr, er ist tot. Blöder Trost an die Hinterbliebenen: jetzt leidet er immerhin nicht mehr.

    b) Und die Last die der noch lebende Mensch mit sich rumtrug, waren die Schädigungen dieser Gesellschaft und die Widrigkeiten ihrer nachhaltigen Beseitigung. Aber eine andere Alternative, als die Last der Agitation auf sich zu nehmen, ständige Rückschläge wegzustecken und zu versuchen darüber nicht zu verzweifeln, gibt es halt nicht.

    c) Da hat Nestors „Weitermachen!“ schon was reelles: Das ist nämlich das, was zumindest für seine Genossen ansteht. Mit dem Ableben von K.H. ändert sich doch im Programm nichts. Da wird doch jetzt nicht die PdbI revidiert weil ihr ‚größter‘ Kritiker tot ist.

    d) Deine Kritik am „Weitermachen“ passt so auch auf deine zuvor geäußerte Anekdote („Held zuhören bringt mir was“), ja das „was“ müsste doch bestimmt werden. (Überhaupt nicht sachgerecht auch das „Lob“ von der ganzen Unterhaltungfähigkeit die dieser Bekannte dem K.H. attestiert: „streitlustig, leidenschaftlich, gerne hören“.)

    Neoprene: Wenn du was vernünftiges machen willst, setz (wenn es denn überhaupt sein muss) die Meldung von Helds Tod als Meldung, eben unkommentiert und ohne Sprüche und Blumen, bei dir in den Blog und schließ die Kommentarfunktion. Wie du selbst sagst: Da kommen nur kranzniederlegende „Genossen“ daher, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Und du mittendrin.

  6. 6 Krim 20. Oktober 2010 um 10:08 Uhr

    Jemand berufenes sollte einen richtigen Nachruf schreiben.

  7. 7 isap 20. Oktober 2010 um 10:31 Uhr

    @Krim

    *lach*, der war gut.

  8. 8 Neoprene 20. Oktober 2010 um 10:44 Uhr

    isap, Sinnsprüche sind so eine Sache. Recht alte zudem. Das war/ist mir schon klar. Der Spruch „Sit tibi terra levis“ ist nun, aus was für Gründen auch immer, ein unter Linken ja nicht selten benutzter. Anarchisten z.B. benutzen den gerne.

    Jeder, der den Spruch benützt, ich zumindest, weiß, daß ein Toter keine Last mehr trägt. Die hat er in der Tat vorher getragen. Was aber jemand, der noch was vor hatte, sicherlich als Last bis zu seinem Tod mit sich trägt, ist die Sorge, ob sein Projekt von den ihm nahestehenden Überlebenden weitergeführt werden wird oder nicht. In diesem Sinne wird wohl der Spruch jedenfalls im politischen Gebrauch benutzt: Als gegenseitige Zusicherung und Bekräftigung (in der Form des Zuspruchs zum Toten), so weiter zu machen, wie des das wohl gewollt hat bzw. hätte.

    Und dabei gilt dann sicherlich „eine andere Alternative, als die Last der Agitation auf sich zu nehmen, ständige Rückschläge wegzustecken und zu versuchen darüber nicht zu verzweifeln, gibt es halt nicht.“

    Deshalb habe ich doch Nestors Bemerkung überhaupt aufgegriffen, wer da „seine Genossen“ sein sollen, die auf welchem „Programm“ „weitermachen“ sollten, daß kam da ja (noch) gar nicht vor. (Da fehlt es dir erstaunlicherweise nicht an Inhaltlichem.) Und nur noch zur Klarstellung, ich wollte nicht im Geringsten behauptet haben, das zum Beispiel oder gar in erster Linie die Psychologie des bürgerlichen Individuums jetzt ausgerechnet deshalb ad acta gelegt gehört, nur weil sein Schreiber gestorben ist.

    Ja, mein Zitat einer Ultrakurzwürdigung von Karl Held ist nur die Wiedergabe einer Anekdote, und alles andere als „sachgerecht“. Zu sowas hatte dann doch eh keiner der rund 500 Leute Lust, die offensichtlich wegen der Todesnachricht gestern auf diesem Blog reingeschaut haben (für mich dann doch etwas erstaunlich). Selbst Kränze hat er hier noch nicht bekommen. Wenn es „vernünftig“ ist, den Tod von Karl Held mit einem Einzeiler wie contradictio abzuhaken, dann bin ich übrigens etwas erschüttert, dann läuft es mir wiederum kalt den Rücken runter. Ganz ohne Argument bin ich geneigt, dem entgegenzusetzen, daß der Mann schon etwas mehr verdient hätte.

  9. 9 Neoprene 20. Oktober 2010 um 10:58 Uhr

    zu isap „*lach*, der war gut“ als Kommentar zu Krim „Jemand Berufenes sollte einen richtigen Nachruf schreiben“

    Das war der letzte Kommentar dieser Art, den ich hier durchgelassen habe. Es wird genügend Leute geben, die dem Tod von Karl Held noch Verhöhnungen obendrein geben. Hier aber nicht.

  10. 10 isap 20. Oktober 2010 um 11:02 Uhr

    @Neoprene

    Keine Lust alles zu kommentieren, nur kurz:
    Persönliche Trauer ist das eine – Ehrungen, höhere Weihen und große Worte was ganz anderes. Letzteres ist Personenkult, was Held zu dem sagen würde, kannst du dir ja denken.

    Eine nüchterne MELDUNG ist angemessen.

  11. 11 isap 20. Oktober 2010 um 11:19 Uhr

    @neoprene
    Habe Krims Kommentar als Ironie aufgenommen: als könne es ja auch nicht darum gehen, dass jemand _Autorisiertes_ einen Nachruf verfasse. Eben aus dem Grund, weil Personenkult nichts ist, was der Sache dienlich ist.
    Unter dem Eindruck habe ich ein zustimmendes lachen signalisiert.

    Wenn Krim das ernst meint: dann wird aus dem zustimmenden Lachen ein Auslachen. Geschenkt. Nur bleibt das ein Auslachen der Forderung jemand (Berufenes) solle etwas angemessenes Ehrbares über Held sagen. Was das mit „Verhöhnung“ von Helds Tod zu schaffen hat, musst du mir erklären.

  12. 12 Neoprene 20. Oktober 2010 um 11:20 Uhr

    Was redet isap nur für einen Stuß: „Ehrungen, höhere Weihen und große Worte“ würden hier eingefordert oder durchgezogen.

    Ich bin nun schon eine ganze Weile kein Trotzkist mehr, aber das Letzte, was ich den Spartakisten vorwerfen würde, wäre, daß sie nach dem Tod eines Genossen (auch dann, wenn der Tote sich politisch organisationell von den Trotzkisten getrennt hatte) sich regelmäßig die Mühe machen und eine Gedenkveranstaltung organisieren, wo einerseits die politische Geschichte des Genossen, was ihm als Kommunist besonders am Herzen gelegen hat, wofür er sich besonders eingesetzt hat, was er besonders gut konnte, als auch der berühmte „Mensch“ dokumentiert werden. Wo politische Weggenossen, Freunde und Familienangehörige etwas sagen können zum Verstorbenen. Einige Redebeiträge, keine großen Worte, eine Würdigung durch die Organisation, keine posthume Ehrung und natürlich keine höheren Weihen finden sich dann auch in der Zeitung der Organisation wieder. Auch wenn man Personenkult ablehnt, sollte man Personen als solche zur Kenntnis nehmen und würdigen. Alles andere wäre inhuman.

  13. 13 Neoprene 20. Oktober 2010 um 11:58 Uhr

    Zu isaps

    „Wenn Krim das ernst meint: dann wird aus dem zustimmenden Lachen ein Auslachen. Geschenkt. Nur bleibt das ein Auslachen der Forderung jemand (Berufenes) solle etwas angemessenes Ehrbares über Held sagen. Was das mit „Verhöhnung“ von Helds Tod zu schaffen hat, musst du mir erklären.“

    Mit politischen Freunden wie isap bräuchte man wohl keinerlei Feinde mehr. Nicht mal ein totes Haustier würde ein humaner Mensch so sang- und klanglos verscharren, wie isap das bei Karl Held für angemessen hält. Da stehen mir selbst die Neanderthaler näher, die als erste Menschen ihren Toten wenigstens Blumen mit ins Grab gelegt haben, wenn sie sonst schon nichts tun konnten.

    Eine Generation früher wäre Karl Held vielleicht als einfach nur ausgetragener KZ-Häftling gestorben, Die SSler waren da immer sehr sorgsam und genau, da mußte das Todesdatum schon exakt sein. Oder wie viele Zwangsarbeiter einfach nur verscharrt, wo es dann viele, viele Jahre später wenn es hoch kam einen kleinen Grabstein mit dem ungefähren Todesdatum gab. Mehr war es der BRD nun auch nicht wert.

  14. 14 Hu-Man 20. Oktober 2010 um 12:37 Uhr

    Oje, der typische Dreischritt: Personenkultkritik = inhuman = SS

    Was sagt Karl zum Wert bzw. zur Berufungsinstanz Menschlichkeit?

    „Im Namen der Menschheit stellen die einen Atomwaffen auf — und in demselben Namen warnen andere vor dem Kältetod. Letztere schätzen ihre Glaubwürdigkeit als Kritiker höher als die Anstrengung, einen effektiven Widerstand auf die Beine zu stellen. Die Glaubwürdigkeit beweisen sie durch eine Abstraktion, die es in sich hat: Die politischen und ökonomischen Gegensätze, die ihre schöne Welt bevölkern, sind vergessen. Der Glaube, die Einbeziehung aller in die eigenen Sorgen würde einem Einwand die Wirkung verleihen, die ihm sonst abgeht, ist offensichtlich.

    So richtig glaubwürdig wird die Berufung auf die Menschheit immer nur bei Leuten, die durch ihr Amt befugt sind, Moral zu verabreichen und auf die Erfüllung ihrer Rechte zu dringen. Wenn sie den sozialen Frieden und den Frieden überhaupt für unabdingbar und den Klassenkampf für überholt erklären, wissen sie sehr wohl, daß das Verbot, Gegensätze auszutragen, ihre Manier der Durchsetzung ist! Und ihnen steht es auch gut zu Gesicht, ihre Gegner zu Feinden der Menschheit zu stempeln. So etwas haben Marxisten nicht nötig. Ihnen genügt das bißchen Wissen darüber, wer was wie auf wessen Kosten anrichtet, vollauf.“ (farberot.de/texte/linke/interview mit karl held)

  15. 15 Neoprene 20. Oktober 2010 um 12:51 Uhr

    Hu-Man, deine Ausführungen haben den klitzekleinen, aber in deinen Augen offensichtlich unerheblichen Fehler, daß zumindest hier auf diesem Blog, erst Recht nicht in diesem Thread Personenkult weder verteidigt, noch gefordert oder gar formuliert wurde.

    Wenn du hingegen in solch einem dir so wichtigen Punkt so suuperkritisch bist, dann führe mir/uns personenkultisch Verblendeten doch vor, wo wir blind sind.

  16. 16 Hu-Man 20. Oktober 2010 um 13:47 Uhr

    „Auch wenn man Personenkult ablehnt, sollte man Personen als solche zur Kenntnis nehmen und würdigen. Alles andere wäre inhuman.“

    Und der Inhalt der „Würdigung“:

    „sich regelmäßig die Mühe machen und eine Gedenkveranstaltung organisieren, wo einerseits die politische Geschichte des Genossen, was ihm als Kommunist besonders am Herzen gelegen hat, wofür er sich besonders eingesetzt hat, was er besonders gut konnte, als auch der berühmte „Mensch“ dokumentiert werden“

    Genau die Mühe ist aber gemeint mit der Kritik am Personenkult. Gegen seine eigene Überzeugung soll Karl jetzt herhalten, als „berühmter Mensch“ eingemeindet zu werden. Eigentlich sagen die wenigen zitierten Argumente gegen das Menscheln bereits genug:

    „Der Glaube, die Einbeziehung aller in die eigenen Sorgen würde einem Einwand die Wirkung verleihen, die ihm sonst abgeht, ist offensichtlich.“

    Mit falschem Schulterschluss einen gestorbenen Humanismus-Kritiker als „Mensch“ zu ehren und sich dabei auf Humanismus auch noch zu berufen, ist nicht nur schräg, sondern verrät die Gleichgültigkeit gegenüber Karls Anliegen – wichtig ist beim Personenkult eben die Bedeutsamkeit für das große Ganze.

  17. 17 Neoprene 20. Oktober 2010 um 14:04 Uhr

    Hu-Man lernt es nicht. Dieser Mensch diffamiert wahrscheinlich hauptberuflich oder aus Prinzip:

    Wer hat denn wo vorgeschlagen Karl Held als „berühmten Menschen“ „einzugemeinden“??

    Und gleich noch die zumindest hier besonders schöne Gemeinheit, mir und Krim gleich anzuhängen, uns sei „Karls Anliegen“ gleichgültig. Warscheinlich, weil wir dem Klassenfeind hörig, ihm zuarbeiten und dies ausgerechnet auf diesem Blog tun. Manche Typen treten auf als wären sie nicht sonderlich gut erfundene Karikaturen auf alles Blöde, für das der GegenStandpunkt leider bei vielen und manchmal sogar nicht mal zu Unrecht steht. Vielleicht ist Hu-Man ja auch nur so einer und ich rege mich völlig unnötig über so einen Dimpel auf.

  18. 18 Krim 20. Oktober 2010 um 14:38 Uhr

    Das war keine Ironie, sondern der Wunsch, dass sich jemand anderes als ich (zuerst schrieb ich berufeneres – war mir aber zu kompliziert, deshalb hab ich das geändert zu berufenes, was aber leider mißverstanden wurde) etwas angemessenes überlegt. Eine Meldung ist nicht angemessen. Immerhin hat Held das politische Bewusstsein vieler Kommunisten und denen, die es werden wollen oder fast geworden sind, maßgeblich beeinflusst.

  19. 19 Hu-Man 20. Oktober 2010 um 14:50 Uhr

    Du selbst hältst etwas vom Personenkult, Neo, ich zitiere DICH, DIR war die Berühmtheit und DIR war die „Würdigung“ eines Toten wichtig:

    „sich regelmäßig die Mühe machen und eine Gedenkveranstaltung organisieren, wo einerseits die politische Geschichte des Genossen, was ihm als Kommunist besonders am Herzen gelegen hat, wofür er sich besonders eingesetzt hat, was er besonders gut konnte, als auch der berühmte „Mensch“ dokumentiert werden“ (O-Ton, Neoprene)

    Und die kritisierte Gleichgültigkeit liegt z.B. in der Humanität, die du als moralisches Argument fürs „Würdigen“ (Neo) ins Feld führst. Wenn die Kritik an derlei Ehrungen von Toten „inhuman“ (Neo) ist, hatte Karl wohl recht mit seinem Einwand gegen den Berufungstitel „Menschheit“:

    „Im Namen der Menschheit stellen die einen Atomwaffen auf — und in demselben Namen warnen andere vor dem Kältetod.“ (Karl)

    … hier ist es nicht der Kältetod, sondern die Befürchtung, man würde eine kommunistische Berühmtheit „klanglos verscharren“ (Neo)

  20. 20 Neoprene 20. Oktober 2010 um 15:10 Uhr

    Hu-Man, wie ich schon sagt, du bist ein blöder Ignorant. Und im fälscherischen Lesen offensichtlich obendrein ein Ass:

    Mein Hinweis auf den berühmten „Mensch“ hätte dir klarmachen können (na gut, dir Idiot wahrscheinlich nicht), das da berühmt als Kurzform von berühmt/berüchtigt benutzt wurde, weil ich schon auch weiß, daß der Verweis auf den „Menschen“ auch total daneben gehen kann. Ich werfe dir nicht vor, daß du ganz offensichtlich noch nie irgendeinen vernünftigen Nachruf gelesen hast, manche Menschen fürchten sich dabei eh nur vor ihrem eigenen Tod u.a., geschweige denn, das du auch nur einen einzigen Nachruf oder Bericht von Gedenkveranstaltungen der ICL (oder der IBT, der Abspaltung von der IKL) im besonderen gelesen hast. Daß du aber nur, um mich zu Denunzieren, meinen obigen Halbsatz noch gegen den Strich bürstest, finde ich schäbig. Selbst der Berliner Tagesspiegel ist bei vielen seiner Nachrufe anständiger als du. Du bist mir wirklich ein feiner Kommunist!

  21. 21 Neoprene 24. Oktober 2010 um 20:44 Uhr

    Theo Wentzke, einer der Redakteure des GegenStandpunkts, hat mir bestätigt, daß Karl Held wirklich gestorben ist. Er hat als P.S. hinzugefügt:

    Der Wikipedia-Artikel hat sich zu Karls Lebzeiten mit seinem Geburtsjahr 1944 begnügt, ohne dass irgendein Wikipedia-Lexikonverfasser das genaue Datum vermisst und nachgetragen hat; insofern könnte auch das Todesjahr genügen. Aber wenn es dir wichtig ist, kannst du auf deinem Blog das Datum berichtigen: 9.10.2010

  22. 22 Neoprene 30. Oktober 2010 um 21:12 Uhr

    Verrückte Welt:
    Weil Theo „nur“ an mich geschrieben hat und nicht gleich an die hohen Herrn und Damen von wikipedia, hat dort jetzt ein Benutzer Nuuk, der sich wohl besser über Peter Handke und Ludwig Karl Maria von Bayern auskennt, mit dem Argument „So jetzt reichts. Quelle fehlt“, das Todesdatum von Karl Held wieder aus seiner Biographie rausgestrichen.

  23. 23 bigmouth 31. Oktober 2010 um 9:28 Uhr

    nein. wenn du die e-mail veröffentlichen würdest, wäre es whrsch auch drin, sich darauf zu beziehen.

    es ist total vernünftig, kriterien für belege aufzustellen

  24. 24 Neoprene 31. Oktober 2010 um 10:29 Uhr

    Ich verstehe dich buchstäblich nicht, bigmouth: Wie „veröffentlicht“ man denn eine Email anders als daß man sie z.B. auf einem Blog wie diesem bringt, und genau das habe ich doch getan? Zudem habe ich diese Information ja auch noch bei wikipedia eingetragen.
    Was sind denn deine „Kriterien für Belege“?

  25. 25 Neoprene 31. Oktober 2010 um 21:09 Uhr

    Auch Wikipedia hat mittlerweile den Eintrag zu Karl Held um sein Todesdatum ergänzt. Als Quelle hat jemand meine Nachricht auf dem Blog hier angegeben.

  1. 1 Karl Held ist tot | Produktivkraft Pingback am 25. Oktober 2010 um 20:04 Uhr
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