Fertl und Held zur Aktualität des Leninismus (1970!)

Ofenschlot hat auf ein ausgegrabenes/eingescanntes Dokument hingewiesen, daß „Perlentaucher“ 123Clara bei scribd hochgeladen hat.

Da man das nur als Mitglied dort auch runterladen und nicht nur lesen kann, wollte ich das Scan-PDF auch bei mir hochladen, wo jedermann gleich dran kommen kann. Das ging aber nicht, weil die Dateigröße die maximal zulässige blogsport-Dateigröße übersteigt. Deshalb habe ich die beiden zentralen Artikel von Fertl und Held zum Leninismus per OCR in eine RTF-Datei geschrumpft, die man jetzt bei mir im Download-Bereich runterladen kann.


15 Antworten auf „Fertl und Held zur Aktualität des Leninismus (1970!)“


  1. 1 rhizom 09. April 2010 um 21:50 Uhr

    Für sowas empfiehlt sich evtl. ein Dropbox-Account: http://www.dropbox.com/

  2. 2 damaliger 10. April 2010 um 7:32 Uhr

    Dürfen wir uns jetzt auf die Schulaufsätze unserer Helden und Fertls freuen?

  3. 3 Neoprene 10. April 2010 um 9:14 Uhr

    Der Verweis auf Schulaufsätze ist in doppelter Hinsicht falsch:

    Erstens schreibt man in der Schule der Noten wegen und so sehen die Äußerungen dann auch aus. Zudem ist man zu dieser Zeit noch nicht erwachsen und sagt auch sonst manchen Unsinn.

    Zweitens ist es blöd, per se die Äußerungen eines älteren Erwachsenen gegen seine früheren Aussagen hochzuhalten. Denn mit dem Alter kommt doch zumeist gar keine Weisheit.

    Drittens waren die beiden hier angeführten späteren MG- und GegenStandpunkt-Schreiber doch auch schon zu diesen frühen MSZ-Zeiten zumindest subjektiv Kommunisten, die sich ihrer Sache schon recht sicher waren, auch und gerade im politischen Streit mit anderen linken Strömungen.

    Man kann und sollte also diese alten/jungen politischen Statements genauso Ernst nehmen wie heutige: Prüfen, was daran richtig ist und verwerfen, was falsch ist. Deshalb braucht man noch lange nicht, wie bei Marx bekanntlich eine Zeitlang sehr beliebt, die jungen MGler gegen die jetzigen GegenStandpunktler oder noch was ganz anderes ausspielen. Genauswenig wie automatisch andersrum.

  4. 4 Rodman 11. April 2010 um 11:55 Uhr

    Danke herr neoprene fur diese linke, aber Ich wolle die komplette Reihe von Münchner Studentenzeitung.

    Bitte, verlangen sie von die MAO-projekt;

    http://www.mao-projekt.de/BRD/BAY/OBB/Muenchen_Hochschulpolitik.shtml

    Andere verlangen, sind alle ‚Resultate‘ in dearchiv.de?

    P.S.

    Held sagt in diesem 1970 artikel Mao is ein revolutionair, aber das ist Unrecht. Mao war ein third world nationalist, das is klar. Also, Held war ein wenig Maoist :(

  5. 5 Neoprene 11. April 2010 um 12:34 Uhr

    Claras Scan der MSZ vom 22.04.1070 unter anderem mit den beiden Leninismus-Artikeln ist jetzt für jedermann hier zu haben:

    (Danke an rhizom für den Tipp mit Dropbox!)

  6. 6 commiepig 11. April 2010 um 16:38 Uhr

    @Rodman:
    Die Kader haben halt danach noch viel gelernt.

  7. 7 Neoprene 11. April 2010 um 20:40 Uhr

    Ja, commiepig(???), das wird wohl schon so gewesen sein, daß die Kader (der späteren MG und nun des GegenStandpunkt, es sind da ja einige aus der MSZ-Zeit sehr lange dabei geblieben) im Laufe der Jahrzehnte noch viel gelernt haben werden. Aber was davon ist dir denn wichtig? Jedenfalls so wichtig, daß du es auch der geneigten Blogöffentlichkeit zur Kenntnis geben könntest? So ist es nämlich nur ein inhaltloser Sinnspruch, der sich nicht sonderlich von den früher so schön gestickten und an der Wand hängenden Sprüchen unterscheidet, die ich von meiner Oma noch kenne.

  8. 8 damaliger 11. April 2010 um 23:03 Uhr

    @neoprene
    „Zudem ist man zu dieser Zeit noch nicht erwachsen und sagt auch sonst manchen Unsinn.“
    „Denn mit dem Alter kommt doch zumeist gar keine Weisheit.“

    „So ist es nämlich nur ein inhaltloser Sinnspruch, der sich nicht sonderlich von den früher so schön gestickten und an der Wand hängenden Sprüchen unterscheidet, die ich von meiner Oma noch kenne.“

  9. 9 commiepig 12. April 2010 um 8:53 Uhr

    1.Bezog sich mein Kommentar auf das P.S. von Rodman, also auf die Einschätzung Karl Helds (oder gleich der ganzen MSZ-Kader?) gegenüber Mao und hier muss man sagen, dass sie ihre Meinung geändert haben, also dazu gelernt haben.

    2.War dies eine ironische Anspielung auf den letzten Satz aus den Artikel von Karl Held(„Unsere Kader müssen noch viel lernen!“)

  10. 10 bigmouth 12. April 2010 um 8:59 Uhr

    wieso kann ein nationalist kein revolutionär sein?

  11. 11 Neoprene 12. April 2010 um 9:24 Uhr

    Es stimmt schon, daß die meisten Leute, auch viele Linke, es mit dem Begriff der Revolution nicht so sonderlich genau nehmen bzw. recht unterschiedliche Sachen damit bezeichnen. Besonders traurige Fälle sind die iranische Chomeini-Revolution, die Orange-Revolution in der Ukraine und ähnliche Fälle. Im engeren Sinne sind dies „nur“ politische Revolutionen/Konterrevolutionen gewesen, die am Charakter der Gesellschaft, an den Klassen und deren Verhältnis zueinander grundsätzlich nur wenig bis gar nichts geändert haben (auch wenn danach im Fall Iran z.B. praktisch alle Linken ermordet waren). Revolution im engeren Sinne sind dann nur die sogenannten sozialen Revolutionen, durch die auch die herrschende Klasse der bisherigen Gesellschaft gestürzt wurde.

    So gesehen waren auch die Maoisten zweifellos Revolutionäre im engeren Sinne, denn letzlich haben sie die Bourgeosie auf dem Festland entmachtet. Sie gleichzusetzen mit Dutzendnationalisten, die in vielen Kolonien/Staaten gleich reihenweise „Revolutionen“ veranstaltet haben, von Peron über Castro bis Chavez, um ein paar linkere anzuführen, scheint mir kategorial falsch zu sein. Damit ist den entstandenen gesellschaftlichen Verhältnissen noch kein kommunistisches Gütesiegel aufgedrückt, Renate Dillmann macht das in ihrem China-Buch z.B. ja auch nicht.

    (Im Fall Kubas hat erst der entschieden feindliche Kurs der USA die Castristen von ihrem klassischen Kurs von Demokraten mit der Knarre in der Hand abgebracht und zu einer Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse gezwungen.)

  12. 12 Rodman 12. April 2010 um 10:47 Uhr
  13. 13 Luckyjumper 13. Mai 2010 um 18:46 Uhr

    Rein btw.

    Worin hat eigentlich das Ausrufezeichen hinter 1970 seinen Grund? Die Oktoberrevolution war doch wohl etwas vor diesem
    Beitrag. Dass Fertl und Held noch sehr jung waren, als sie das verfassten? Klar, Marx konnte es ja nicht, weil er schon tot war.

    Leutz. Ehrfurcht macht unkritisch!

    Gleich pack ich meine stinkige Käsesemmel aus, bei so viel Bewunderung.

    ------------
    Psycho, Psycho bei der Klientel, wohin man schaut.

  14. 14 Luckyjumper 13. Mai 2010 um 19:05 Uhr

    Wenn sich intelligente Menschen fast ausschließlich und intensiv mit Themen befassen, kommt halt was raus. Auf jeden Fall mehr als bei welchen, die nur Sport im Kopf haben. Oder ihr Ehrfürchtigen, die ihr auch so die eine oder andere Freizeitbeschäftigung habt.
    Mein letzter Stand ist, dass Held, Decker, Wentzke praktisch überhaupt nichts anderes tun, als ihre Politik.
    Das heißt aber nun noch lange nicht, dass das alles auch richtig ist. Stephen Hawkins gilt als Genie der Physik. Kann ich nicht beurteilen. Aber, dass er jetzt vor einer Kontaktaufnahme mit Außerirdischen gewarnt hat, das gibt sogar mir zu denken.
    Denke, kommt rüber, was ich mein.

  15. 15 Anmerkungenanmerker 03. Juni 2010 um 20:20 Uhr

    „Worin hat eigentlich das Ausrufezeichen hinter 1970 seinen Grund?“

    Das habe ich erst als Fakultätszeichen gewertet, dann aber festgestellt, dass es wohl doch nicht die Seitenzahl ist.

    Vielleicht soll es ja ausdrücken, dass es sich nicht um ein aktuelles Dokument handelt.

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