Archiv für August 2009

Wählen ist verkehrt. Auch 2009

Im Rahmen seiner bescheidenen Kampagne zur demnächst anstehenden Bundestagswahl 2009 macht der GegenStandpunkt auch in Berlin eine Veranstaltung:

Die Wahl – Eine Sternstunde demokratischer Herrschaft:
Die nationale Führung lässt wählen – Das Volk bekommt, was es immer bekommt: Eine neue Regierung

Referentin: Margaret Wirth, Universität Bremen
Ort: Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130 (U-BHF Kottbusser Tor)
Zeit: Dienstag, 08.09.2009
Beginn: 19:00 h

Kritik des Bildungsstreiks in diesem Sommer

„Geld für Bildung statt für Banken“, das klingt anscheinend immer wieder gut, vor 30 Jahren haben wackere MSB Spartakus-Studenten oder Jusos auch schon skandiert „In der Rüstung sind sie fix, für die Bildung tun sie nix!“ oder noch simpler „Bildung rauf! Rüstung runter!“ Der Haken an dieser Forderung ist zum einen der, daß er von der Vorstellung ausgeht, der Staat verfüge über einen Haufen Geld, und dieser große Haufen Geld müsse jetzt bloß „vernünftig“ verteilt werden. Aber der Staat hört nicht auf die vernünftigen Studenten und gibt es bekanntermaßen glatt den Banken statt es in die Bildung zu stecken. Der Fehler daran ist ein mehrfacher: Ganz offensichtlich schon mal: Selbst wenn zukünftig mehr Geld für Bildung da sein sollte, hätten denn dann Studenten tatsächlich irgendein ein Mitspracherecht wofür das schöne Geld dann ausgegeben würde? Der Haupteinwand ist aber folgender: Haben die Studis und Schüler sich überhaupt Gedanken gemacht, für welche Sorte „Bildung“ mehr Geld aufgebracht werden soll? Mehr Geld für Bildung heißt doch erst mal nur, im Prinzip jedenfalls, für die Bildung, die es bisher gegeben hat. Was mir bei den ganzen Bildungsstreikaktivitäten und der dabei veröffentlichten Propaganda aufgefallen ist, daß es irgendeine ernsthafte Kritik an der Art und Weise, in der Bildung in Deutschland tatsächlich inhaltlich stattfindet, leider überhaupt nicht gegeben hat, jedenfalls ist mir da nichts großartig aufgefallen. Leider war es überall so, daß die ja schon massenhaft vorgetragene Kritik sich fast gar nicht mit den Inhalten der Bildung und dem Zweck des ganzen Bildungssystems beschäftigt hat, sondern sondern fast ausschließlich die Bedingungen, unter denen „Bildung“ vermittelt wird, skandalisiert hat.

Das Zweite wichtigere Argument ist: Die Vorstellung von dem Haufen Geld, der nur gerechter oder vernünftiger verteilt werden müßte, ist eine durch und durch idealistische Betrachtungsweise des Staatshaushalts dieses Staates: Denn die Studierenden tun so, als hätten ihre Vorstellungen von gerechter Verteilung irgendetwas mit den Kriterien zu tun, mit denen hierzulande der Nationalstaat seine politischen Optionen in Finanzkraft übersetzt . Studierende sehen doch gerade, was der Staat macht, wofür er Geld ausgibt: Offensichtlich ist ihm die Reparatur des Bankensektors wesentlich mehr Wert als noch mehr Geld in die Bildung zu stecken. Die Bildungsstreiker fragen nun aber gar nicht, warum das so ist, sondern wollen es einfach nur anders haben. Damit kommen sie bei den staatlichen Bildungspolitikern aber alles andere als gut an: Für das, was die vom Bildungsbereich haben wollen, braucht es gar nicht wesentlich mehr Geld. Der Staat will ja gerade mit der Verknappung der Mittel dafür sorgen, daß die Studierenden sich untereinander mehr Konkurrenz machen und deshalb schneller und damit kostengünstiger das Studium verlassen. Genau das ist doch gerade der erklärte Zweck der Bildungsreformen der letzten Jahre gewesen. Jetzt auf einmal für dieses in diesem Sinne weitgehend fertig reformierte Bildungssystem mehr Geld auszugeben, ist gar nicht dessen Absicht. Dahinter steckt eine Vorstellung vom Staat, wonach der, wo „wir“ doch alle der Staat sind, „berechtigte “ Forderungen, gerade der akademischen Elite, bedienen müsse. Der Staat sagt aber dazu: Stimmt, ihr seid die angehende akademische Elite, aber gerade deswegen, weil ihr später die Chance habt, in etwas besseren Positionen arbeiten zu können, verlange ich von euch, daß ihr euch in dem Studium, so wie ich es euch hinorganisiert habe, gefälligst bewährt.

Der Bildungsstreik ist vorüber, überall gab es nur eitel Erfolgsmeldungen. Worauf beziehen sich die Erfolgsmeldungen? Die naheliegendste Frage ist da ja immer, welche Forderungen sind denn durch die Aktionen überhaupt erfüllt worden? Und schon beim oberflächlichsten Nachschauen stellt man doch fest: Daß irgendwas Substanzielles tatsächlich durchgesetzt worden wäre, solche Erfolge können überhaupt nicht vermeldet werden, der Bildungsaparat steht wie eine Eins. Es steht in den Jubelberichten nicht mal drin: Wir haben jetzt unsere Demonstrationen durchgeführt, wir haben damit jetzt unsere Forderungen unterstrichen, die kennt jetzt jeder, jetzt müssen die reagieren, weil die befürchten müssen, daß wir noch mehr hinlegen, deshalb warten wir mal ab, was wir denen damit abpressen konnten. Nein, der Erfolg wird allein darin gesehen, daß die Protestaktionen viele Leute auf die Beine gekriegt haben, daß er also überhaupt stattgefunden hat. Man kann daran ablesen, daß es für die Protagonisten des Bildungsstreiks, die danach solche Erfolgsbilanzen in die Welt gesetzt haben, geradezu selbstverständlich war, daß das Maß für den Erfolg solcher Aktionen gerade nicht darin liegt, wie weit sie, auch nur ansatzweise Gehör für ihre Forderungen gefunden haben, oder sich herausgestellt hat, daß die eine oder andere Forderung durchgesetzt werden konnte, sondern daß der Erfolg das pure Gelingen der Streik- und Demonstrationsmaßnahmen selber gewesen sein soll. Damit geben sie implizit selbst zu, daß der Streik so etwas wie Selbstzweck gewesen ist, egal, was er bewirkt beim Gegner, Hauptsache, daß viele mitgemacht haben. Mit solch einem wahrlich bescheidenen Maßstab geben die Macher praktisch zu, daß sie sich ohnehin keine großen Chancen ausgerechnet hatten, das Gegenteil von Studium serviert zu bekommen, was sie während des Bildungsstreiks so einhellig beklagt haben.

Das ist ironischerweise ein Stück Realismus hinsichtlich der Möglichkeit, diese Forderungen tatsächlich durchzusetzen. Denn so ein Streik ist natürlich gar kein wirklicher Streik. Das war ein bewusst falsch gewähltes Etikett für die Aktionen, zu denen aufgerufen worden ist. Streik ist nämlich etwas ganz anderes: Streik heißt, durch die eigene massenhafte Unterlassung wird tatsächlicher Druck auf den Gegner ausgeübt und nicht nur ein harmloser massenhafter moralischer Appell gemacht. Die klassische Form des Streiks ist immer noch der Streik von Arbeitern, die ihre Arbeit niederlegen, und die damit ihren Arbeitgeber zwingen wollen, ihnen etwas zuzugestehen, sei es weniger Arbeitszeit, zumeist ein bisschen mehr Lohn. Das ist in der Tat eine Waffe. (Daß die zweischneidig ist, das ist die andere Seite: Wenn Arbeiter nicht arbeiten, dann verdienen sie auch nichts und sie können auch nur soweit Sachen durchsetzen, wie sie hinterher immer noch profitabel für ihren Betrieb sind, sonst schmeißt der sie nämlich gleich raus). Aber das ist eine Waffe, denn streikende Arbeiter entziehen dem Unternehmer das Mittel seines Profits, und das ist ihre Arbeit. Ein studentischer Streik kann das aber gar nicht, die können nur ihr Studium unterlassen. Studierende können sich nur selbst von ihrer eigenen Ausbildung ausschließen. Und da lehnt der Staat sich regelmäßig getrost zurück und wartet ab, der Prüfungsdruck, der bleibt ja bestehen, die Studiengebühren drücken. Deshalb konnte man aus Frankreich nach einem oder einem halben Jahr Streik über den die hiesigen Protagonisten ins Schwärmen geraten sind, hören, daß die Universität gnädigerweise den Studenten erlaubt hat, alle Prüfungen in den Semesterferien nachzuholen. Und das haben sie dann auch gemacht.

Wenn die Erfolgsbilanz heißt, so und so viel Leute haben wir tatsächlich auf die Straße gekriegt, soviel von unseren, soviel Studis haben wir hinter den Lehrbüchern hervorgezogen. dann schleicht sich in den Streik ein ganz anderer Zweck ein, nämlich Studierende, von denen man weiß, die haben eigentlich nichts im Sinn mit den eigenen Forderungen, was auch immer man davon halten mag, trotzdem auf die Straße zu kriegen. Eigentlich ginge sowas nur, wenn man diese Studierenden kritisiert und ihnen vorhält: Was macht ihr denn da eigentlich? Seht ihr nicht, daß ihr mit eurem Weiterstudieren wie bisher uns in den Rücken fallt, wo wir doch diese Universität verbessern wollen? Das würde doch auch euch zugute kommen! Und je nachdem, wie die Kritik der Studierenden an der Bildung selber aussieht, müßte die Kritik der Studierenden, die man für den Streik erst noch gewinnen will, auch härter ausfallen. Leider ist das Gegenteil passiert: Die Studenten, die man für die Aktion gewinnen wollte, wurden nämlich mit einem Argument beworben, daß höchst zwiespältig ist: Ihr findet die neuen verschärften Bedingungen der Konkurrenz im Studium doch auch ärgerlich und stressig. Also macht mit, kämpft mit für erträgliche Konkurrenzbedingungen. Dieses Argument eröffnet den Studierenden, den Fleissigen, nur die Alternative zwischen zwei Sorten, sich auf die eingerichtete Konkurrenz zu beziehen, statt an ihrer Kritik mitzuarbeiten. Die eine Alternative heißt, man nimmt teil am Kampf für Konkurrenzerleichterungen. Und die andere Alternative heißt, man versucht mit vermehrten Eigenanstrengungen mehr Erfolg in der Konkurrenz, der Lernkonkurrenz, zu erreichen. Und wer jetzt noch dazu sagt, der Kampf bringt ohnehin nichts, der bleibt, unter Berufung auf das Argument der Studenten selbst, hinter seinen Büchern und streikt bewusst nicht mit.

In großen Teilen war der Bildungsstreik gerade nicht die Kritik von Schülern und Studierenden (und auch nicht von Lehrkräften), die in diesem Bildungssystem alles mitmachen, die keinen Begriff davon haben von dem, was sie da eigentlich mitmachen, welchen Zwecken es dient, was hier veranstaltet wird.

(angeregt durch Freerk Huiskens Schlussbemerkungen bei der Veranstaltung am 30.06.2009 in Leipzig, Mitschnitt hier )

Renate Dillmann: CHINA Ein Lehrstück

Im VSA-Verlag wird im September 2009 ein Buch über die VR China erscheinen:

60 Jahre Volksrepublik China – ein Lehrstück über einen sozialistischen Gegenentwurf und die Geburtsstunde eines neuen Kapitalismus.

China ist ein bemerkenswerter Sonderfall: Es schafft eine wahrhaft nachholende „Entwicklung“, schließt zu den etablierten Nationen auf, wird kapitalistische Weltmacht. Anhänger einer früher antikapitalistisch inspirierten Drittwelt-Bewegung können sich heute fragen, ob es das war, wovon sie geträumt haben… Renate Dillmann geht der Frage nach, wie die 30 Jahre Aufbau des Sozialismus und die 30 Jahre Aufbau des Kapitalismus eigentlich zusammenpassen, die in China unter derselben KP-Führung auf die Tagesordnung gesetzt und durchgezogen wurden. Wo ist der rote oder weniger rote Faden?

Die zentrale These ihres Buches: Schon in Theorie und Praxis der KP unter Mao ist die Unterordnung aller sozialistischen Ambitionen unter das Ziel der Befreiung, Einigung und schließlich des Aufbaus einer machtvollen chinesischen Nation grundgelegt, das dann unter Deng und den Nachfolgern weiter verfolgt, mit „kapitalistischen Methoden“ vorangetrieben und zu erstaunlichen Erfolgen geführt wird. Die Autorin ist aber weit davon entfernt, ihre Erläuterung der Entwicklung Chinas auf einen simplifizierenden Nenner zu bringen. Ihre anschauliche, mit viel Material angereicherte Schilderung und begriffliche Durchdringung führt den Leser durch die Etappen der jüngeren chinesischen Geschichte. Westliche Freunde und Feinde des „Maoismus“ werden dabei ebenso kritisch gewürdigt wie die Urteile der bürgerlichen und linken Öffentlichkeit zur heutigen Volksrepublik.

Renate Dillmann
CHINA
Ein Lehrstück
Alter und neuer Imperialismus
Sozialistischer Gegenentwurf und seine Fehler
Geburt einer kapitalistischen Gesellschaft
Aufstieg einer neuen Großmacht
400 Seiten (September 2009)
EUR 22.80 sFr 39.40
ISBN 978-3-89965-380-9

Karl Held: Neues vom Juglar (Konjunkturprognosen in KONKRET 1994)

Zwar gibt es den folgenden Text von Karl Held aus der KONKRET 04/1994 schon im Web bei fortunecity, da Google aber eindringlich wegen Malware davor warnt, hier nochmal:

Karl Held: Neues vom Juglar
Wie beurteilen einschlägig spezialisierte KONKRET-Autoren die »gesamtwirtschaftliche Entwicklung« in der BRD? Die Redaktion hat Robert Kurz, Winfried Wolf, Jürgen Kuczinsky, Kurt Hübner und Karl Held um ein knappes »Jahresgutachten 94« gebeten. Obwohl sie in der Beurteilung des weiteren Krisenverlaufs sich nahezu einig sind, hätten ihre Beiträge doch kaum unterschiedlicher ausfallen können. (mehr…)

Kurzer Abriß der Nationalökonomie

Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben. Das hat mehrere Gründe, die feinsten sind die wissenschaftlichen Gründe, doch können solche durch eine Notverordnung aufgehoben werden.

Über die ältere Nationalökonomie kann man ja nur lachen und dürfen wir selbe daher mit Stillschweigen übergehn. Sie regierte von 715 vor Christo bis zum Jahre nach Marx. Seitdem ist die Frage völlig gelöst: die Leute haben zwar immer noch kein Geld, wissen aber wenigstens, warum.

Die Grundlage aller Nationalökonomie ist das sog. ›Geld‹. (mehr…)

Georg Fülberth (DKP) 1991 in KONKRET zur Selbstauflösung der MG

Manche Leute heben Zeitschriften lange auf, so hat mir jetzt jemand einen Artikel aus der KONKRET 7/91 geschickt, in dem Georg Fülberth von der DKP einen, gerade auch für DKP-Verhältnisse, einfühlsamen Nachruf auf die Marxistische Gruppe geschrieben hat. Im Rahmen der „allseits“ betriebenen Archivräumungen stelle ich den Artikel hier als Word-Doc zur Verfügung. Wer sich Karl Helds Statement beim KONKRET-Kongreß angesehen hat, wird sich vielleicht erinnern, daß der Fülberth einen Freund genannt hat. Das wird umgekehrt nicht so fürchterlich viel anders gewesen sein, so wie sich der Artikel liest.

Freerk Huisken: Zum „Manifest gegen die Arbeit“ (Gruppe KRISIS) (1999)

„Arbeitsmenschen aller Länder, Proletarier, Mittelständler, herrschende Klassen und geistige Eliten steigt in der Gesellschaft aus ihr aus und macht Schluß mit dem Austragen kleinlicher Gegensätze“.

Ungefähr so müßten Anhänger der Thesen von KRISIS (Robert Kurz et. al.) (und alle anderen, die auch wie die so total systemtheoretisch „fetischistisch“ argumentieren) eigentlich agitieren, wenn sie ehrlich und konsequent wären. Jedenfalls hört die Kritik von Freerk Huisken mit diesem recht zentralen Hinweis auf. Da der schon etwas ältere Text (von 1999) gerade bei crull wieder hochgestellt wurde, habe ich zum besseren Ausdrucken daraus wieder mal einen Word-Zweispalter gemacht, der hier in meinem Download-Bereich zur Vrfügung steht.

Freerk Huisken zu Sandlebens Kritik am GS aus KALSCHNIKOW 1/99

Ich hatte vor Kurzem auf ein meiner Meinung nach blödes Zitat von Eugen Varga, dem Kominternökonomen hingewiesen, das Günther Sandleben/Senftleben auf seiner Seite in den Vordergund gestellt hat. star wars hat dann auf die Kritik von Horst Schulz (aka David Tiger, jedenfalls im Roten Salon, wo auch Huisken zu finden ist/war) am Staatshaushaltartikel im GegenStandpunkt Heft 4-97 hingewiesen, die er in der Zeitschrift KALASCHNIKOW veröffentlich hatte. Ich habe nun in den Tiefen des Web doch noch die auch dort veröffentlichte Antwort von Freerk Huisken gefunden, die jetzt in meinem Download-Bereich als Word-DOC zur Verfügung steht.

Krähen benutzen drei Werkzeuge in Folge

Spiegel online weist auf eine neue Studie der Uni Oxford hin, die sich wieder mal mit Krähen beschäftigt haben:

Krähen bauen sich selbst Werkzeuge und reiten zum Spaß auf Wildschweinen umher, Papageien demonstrieren in Videos ein geradezu unheimliches Taktgefühl – alles Fähigkeiten, die noch vor einigen Jahren allein Menschen oder bestenfalls Menschenaffen zugetraut wurden.

Nun haben Krähen im Experiment erneut Verblüffendes demonstriert: Sie benutzten nicht ein, sondern drei Werkzeuge hintereinander, um an einen Leckerbissen zu gelangen – und manche mussten dafür nicht einmal trainieren. …

Die Auswahl und der Austausch der Werkzeuge sowie die Verbesserung über die Dauer des Experiments hätten gezeigt, dass die Krähen nicht zufällig, sondern zielgerichtet vorgegangen seien. Die Forscher schränken jedoch ein, dass dies noch kein handfester Beweis für die These sei, Krähen seien zu menschenähnlicher Planung fähig.

Die Geschicklichkeit der Geradschnabelkrähen von der Pazifikinsel Neukaledonien ist Wissenschaftlern bekannt. In der Natur bewaffnen sich die Vögel mit eigens angefertigten lanzettartigen Werkzeugen, um damit nach Insekten zu stochern. Auch hatten Forscher in Neuseeland bereits gezeigt, dass die Krähe zwei Werkzeuge hintereinander benutzen kann. Die Laborkrähe Betty verblüffte Forscher damit, dass sie einen Draht gar zu einem Haken bog, um damit einen kleinen Futterbehälter aus einer Röhre zu angeln.

Backup von MPunkts Blog bei archive.org

Der von MPunkt so überraschend aufgegebene und sogar gelöschte(!) Blog ist mittlerweile mit Stand vom 26.07.09, also weitgehend vollständig, bei archive.org als ZIP-Datei zu haben:

„Wählen ist verkehrt“, war es 1994 auch schon

Ich habe angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl ein schon etwas in die Jahre gekommenes Streitgespräch zwischen Karl Held (MG/GegenStandpunkt) und Gregor Gysi (SED/PDS) aus dem Jahre 1994 hochgeladen. Es ist damals in der KONKRET abgedruckt worden.

MPunkt hat seinen Blog vom Netz genommen

Seit gestern kriegt man beim Zugriff auf www.mpunkt.blogsport.de die Fehlermeldung „Hm, dieses Blog gibt es gar nicht. Geh doch zur Blogsport-Startseite und lege Dir eines an!

Ich habe daraufhin MPunkt gefragt, was der Hintergrund ist. Er hat mir darauf hin gemailed (und auch schon bei crull gepostet):

Also die Gründe der Wichtigkeit nach sortiert sind:

1.) ich sehe mich momentan und voraussichtlich auch in näherer Zukunft aus persönlichen Gründen nicht in der Lage, ausreichend Artikel auf dem Niveau zu schreiben, welches ich als Anspruch an mein Geblogge habe. Das hat man ja in letzter Zeit sicher auch schon gemerkt, dass ich sehr unregelmäßig und oft nur Hinweise geposted habe.

2.) sehe ich weder für mich noch für die Agitation einen ausreichenden Nutzen im Verhältnis zum Aufwand, die immer gleichen Debatten (Antifa, Antideutsche, Bewegungsidealismus, linke Moralismen, Staat-Willen) mit den immer gleichen Leuten immer wieder zu führen. Das hängt
selbstverständlich nicht nur mit denen zusammen, sondern auch damit, dass ich kaum neue Artikel, geschweige denn zu anderen Themen, geschrieben habe. Wenn ich aber die Plattform für solche Diskussionen biete, habe ich auch den Anspruch, mich an denen zu beteiligen und (meiner Ansicht nach) verkehrtes Zeug in denen zu korrigieren. Darauf will ich mich aber nicht mehr selbst verpflichten und auch nicht von anderen verpflichten lassen.

3.) habe ich es satt, ständig aus einem Hetzinteresse heraus als „GSP-Blogger“ sortiert zu werden, der für alles, was der GSP und andere „GSP-Blogger“ schreiben verantwortlich gemacht wird und umgekehrt umgekehrt der GSP und andere „GSP-Blogger“ für meinen Kram, so dass das alles als Material der gleichen Feindbildpflege des Verstoßes gegen korrektes Linkssein (undogmatisch, antiautoritär, immer auf der Seite der unterdrückten und der sozialen Bewegungen, Demokratie gegen Faschismus verteidigen, …) herhalten kann. Sei es nun durch libelle, sei es durch andere Linke wie bei der Diskussion um das Makss-Damage-Konzert, obwohl ich mich an der nicht mal beteiligt habe – um nur zwei aktuelle Beispiele zu nennen. Dass das oft noch auf eine persönliche Ebene verlagert wurde, verstärkt meine Genervtheit noch.

4.) um Gerüchten vorzubeugen: das Löschen meines Blog hat seinen Grund nicht in Druck seitens des GSP und/oder von „GSP-Bloggern“, Druck seitens blogsport.de oder staatlicher Repression. Und auch nicht darin, dass ich meine bisherige Kritik bleiben gelassen hätte und/oder nicht mehr für diese agitieren wollte. Wie ich dies zukünftig am Besten realisieren kann, werde ich mir noch überlegen.

Ich hoffe, er ist noch dazu zu bewegen, seinen Blog wenigstens als Archiv wieder einzuhängen, die x-berg-Leute haben das ja mit dem komfor auch so gemacht, ansonsten gibt es in der waybackmachine von www.archive.org wenigstens ein Backup des Standes der Seite von Anfang 2008, und wenn alle Stricke reißen, werde ich auch noch ein aktuelles Backup bei archive.org hochladen.

Freerk Huisken beim Konkret-Kongreß 1993 beim Podium „„Come together“ (Rassismustheorien)

Bei crull ist jetzt auch noch der Redebeitrag von Freerk Huisken beim Konkret-Kongreß 1993 bei der Podiumsdiskussion „Come together“ Rassismustheorien) gepostet worden:

„Ein neues Asylrecht wird verabschiedet, das Asylanten noch rücksichtsloser ausgrenzt. Neonazis und andere Freunde eines sauberen Deutschland zünden Unterkünfte von Asylbewerbern und Türken mit Inhalt an, und die schweigende Mehrheit guter Deutscher kann ihre Sympathie nicht für sich behalten. Grund genug, sich aufzuregen. Grund genug, sich die Frage vorzulegen, was in Deutschland los ist. (mehr…)