Sternstunde der MG-Kritik

Ich hatte schon befürchtet, daß diese Gemme der MG-Kritik in den unendlichen Weiten des Internet verschwunden sei, aber hier ist sie in all ihrer, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommenen Pracht:

Ich bin auch ein Opfer! P. Decker 23.03.2006 – 17:47

Vor einigen Jahren – mittlerweile sind es mehr als zwei Jahrzehnte – klingelten diese Gegenstandpunktler – damals noch „Marxistische Gruppe“ – auch an meiner Tür, wollten mir eine Tütensuppe schenken. Man bekam sie aber nur geschenkt, wenn man sich mit ihnen über den Staat unterhält. Das Ende vom Lied war, dass ich für ein lebenslanges Abonnement unterschrieb. Außerdem wurde ich gezwungen, überall in Deutschland (wirklich „überall“ natürlich erst ab 1990) zu agitieren. Um mich vom Ausstieg abzuhalten, köderten sie mich mit einem braunen Saab und Bananen.

Das Belohnungssystem dieser Sekte ist wirklich sehr ausgeklügelt: man wird irgendwann vom „Prüfer“, zum „Sympathisant“, zum „Kandidat“ und letztlich zum „Mitglied“ und wird mit 72 Miezen belohnt. Zur Zeit bin ich Kandidat und ich kann nicht mehr weiter. Mein leben liegt in Scherben. USA, hilf uns doch, GSP gibts immernoch! Scheiß Politsekte!

Wieder gefunden bei Normalzustand Rot.
Lang lebe Peter Decker!!


2 Antworten auf „Sternstunde der MG-Kritik“


  1. 1 LOL 19. April 2009 um 14:38 Uhr

    das zitat selber sagt mir zu, aber dein schluss „Lang lebe Peter Decker!!“ empfinde ich als unpassend. steckt ein übergang in die heldenverehrung drin.

  2. 2 Koza 20. April 2009 um 18:21 Uhr

    Man merkt, daß Schreiber LOL weder in heimischen Traditions- noch in den Sitten kommunistischer AgitProp sich auskennt. Jemandem ein langes Leben zu wünschen, steht nämlich in eindeutigem Gegensatz zur Heldenverehrung. Denn 1. ist die nomen atque omen dem Karl reserviert, und 2. wäre Held als primus inter pares dann auch nicht lang, vielmehr, und zwar schon in Anbetracht seines Körpermaßes, hoch leben zu lassen. Daß noch der größte Held in dem Augenblicke stirbt, da er sich anschickt, die auch noch in Tiefe, Weite, Breite und Umriss zweifellos dem Kapitalismus zugehörige Welt umzugestalten, ist bei dieser Hulderweisung freilich zu beachten. Alles anti-geschichtliche Denken nutzte dann nämlich gar nix. Hoch und lang sind aber zudem auch noch schon rein geometrisch betrachtet von sich ausschließender Natur. In Frage käme hiermit bestenfalls ein symbiotisches Verhältnis zweier geistiger Monaden. Da ich jedoch aus ziemlich sicherer Quelle weiß, dass sich die beiden Vor-Denker des GSP einen Teufel um solche metaphysischen Hypothesen scheren, dürfte auch in dieser Hinsicht die Letzt-Aufklärung ausbleiben.

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