Die Krise als Lehrstück

Einfach mal darauf scheißen, was Frau Meier, der Papa, die eigenen Kinder, der Erzbischof und der Herr Professor dazu meinen; einfach mal einem Moment nicht danach fragen, wozu der vorgetragene Gedanke beim Gelderwerb, der Steuererklärung, der Ferienplanung oder bei der Verdauung nützlich ist; einfach mal riskieren, dass ein Gedanke am Ende mehr ist als die Bestätigung dessen, was man auch schon ohne ihn wusste und wollte und einfach mal darüber nachdenken und prüfen, ob es stimmt, was die Kritikaster da sagen und schreiben, ganz gleich, ob man sie nun bereits sympathisch findet oder noch nicht.

So vielversprechend hört ein längerer Text auf, auf den schon contradictio hingeweisen hatte mit:

Schon wenn das Kapital nicht in der Krise ist, sondern sich nach allen Regeln der Kunst vergrößert, haben gewöhnliche Leute nichts zu lachen. Sie bezahlen den Erfolg der Geschäftemacherei mit ihrer Plackerei, mit Niedriglöhnen und fortwährender Existenzunsicherheit. Und jetzt gilt es auch noch, den Misserfolg der Geschäftemacherei auszulöffeln….


1 Antwort auf „Die Krise als Lehrstück“


  1. 1 Koza 14. März 2009 um 23:38 Uhr

    Ohne eine Metaphysik oder gar eine diplomatische Erkenntnismethode daraus machen zu wollen, aber das Präliminarium, sich bei einem Gedanken nicht danach zu fragen, wozu er denn nützlich ist resp. evtl. sein könne, bzw., ob er denn mit einem Wissen, von dem man meint, über es bereits zu verfügen, auch übereinstimme, ist sogar paradigmatisch für jegliches vorurteilsfreie Über-Prüfen eines geistigen Sachverhalts, sowohl des selbst als auch des von jemand anderem gedachten, unbedingt deshalb auch, und dies sei an dieser Stelle insbesonders betont, bei der Aneignung von Theorieprodukten der Autoritäten, denen man sich verpflichtet fühlt. Hörigkeit ist nämlich nie ein guter Grund für etwas …

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