Archiv für Januar 2008

Abschrift des Vortrags von Konrad Hecker zur Finanzkrise

Erfreulicherweise macht sich jemand die Mühe, den – auch vergleichsweise – sehr lehrreichen Vortrag zur Finanzkrise und zur Macht des Finanzkapitals, den Konrad Hecker vom GegenStandpunkt am 23.01.2008 in Frankfurt/Main gehalten hat (man kann ihn bei argudiss hier downloaden), abzutippen. Den ersten Teil hat er schon mal auf seinem Blog „Dini Muetr!Hass auf Herrschaft“ veröffentlicht.

Peter Decker zur Staatsdebatte (sort of)

Der folgende Beitrag ist auf dem Forum Kapitalismuskritik zur Streiterei/Debatte/Diskussion über das korrekte Verständnis des bürgerlichen Staates (die u.a. teils dort, teils hier stattfand) gepostet worden. Da sowas als Kommentar gerne untergeht (schon weil es hier nicht so einfach per Suche gefunden werden kann) und weil es — ganz erstaunlich und ausnahmsweise — mal eine genuine Stellungnahme einer der führenden Köpfe/Redakteure des Gegenstandpunkts in einem Internet-Forum zu sein scheint (soweit ich das überhaupt beurteilen kann), bringe ich das hier auch: (mehr…)

Einladung zu einem Kapitallesekreis in Münster

In Münster wird es einen neuen Kapitallesekurs geben (siehe destruktive kritk):

Sonntag, 3. Februar 2008, 12 Uhr, Club Courage, Sternstr. 31
(weitere Termine werden mit den Interessenten abgesprochen)

Das Kapital lesen,
den Kapitalismus verstehen

Einladung zum Kapitallesekreis

Dass in Gesellschaften, in denen Kapitalismus herrscht, ein Reichtum produziert wird, der sich notwendigerweise mit allgegenwärtiger Armut paart, daran hat sich auch gut 100 Jahre nach dem Erscheinen des „Kapitals“ nichts geändert. Die Kombination von Überstunden und Arbeitslosigkeit, von vollen Warenhäusern und leeren Kühlschränken, von mit Arbeit reichem Leben und schäbigem Müßiggang im Alter, von Produktivitätssteigerungen der Arbeit und sinkenden Löhnen, so dass ein Arbeitsplatz zum höchsten Gut erklärt wird, an dem sich alles zu relativieren hat – das Alles sind keine unschönen Wirkungen der Marktwirtschaft, die eigentlich nicht sein müssten. Wir werten das als Einwand gegen diese Produktionsweise und nehmen uns vor, anhand der Marxschen Argumentation diejenigen Gründe auszumachen, die trotz aller Modernisierungen in Staat und Gesellschaft den Kapitalismus 2008 in der BRD bestimmen.
Dafür soll der Kapital-Lesekreis ein Angebot sein. Wir meinen nämlich, dass Marx’ alte Bücher auch heute noch helfen, die ökonomische Wirklichkeit zu erklären.

Keine Betriebsschließungen mehr ohne die Zustimmung der Belegschaft!

So konstruktiv hat sich tatsächlich die Koordination des scharf-links Netzwerkes über die WASG-Mailingliste positioniert. (Gefunden bei trend, der onlinezeitung )

Sie schreiben dort:

„Jeder weiß, dass es für die Leitungen der transnationalen Konzerne ein Leichtes ist, Gewinne zu verlagern, einzelnen Standorten Kosten aufzubürden und dadurch „rote Zahlen“ darzustellen. Um dies zu verhindern, fordern wir, dass zukünftig bedeutende Investitionen, Betriebsverlagerungen und Betriebsschließungen nur noch mit Zustimmung der Beschäftigten vorgenommen werden dürfen.“

Man könnte denen vielleicht entgegnen, daß jeder bessere DGB-Betriebsrat ja eh schon zu sowas gehört wird und regelmäßig dann auch seine Zustimmung gibt, weil die regelmäßig die Logik unterschreiben, daß es nur Arbeitsplätze geben kann, die sich auch lohnen für die Firmen, die sie einrichten und eben auch wieder abbauen, wenn sie sich nicht mehr oder nicht so wie anderswo lohnen.

Leserbrief zur Kritik der Politologie und die Antwort der SHZ-Redaktion

In der Ausgabe Januar 2008, 7. Jahrgang, Nr. 40 der Sozialistischen Hochschulzeitung (SHZ) der Sozialistischen Gruppe Erlangen Nürnberg (SG) steht ein Leserbrief eines Politologiestudenten und die Antwort der Redaktion darauf. In der Diskussion um Peter Deckers Thesen „Der Staat — dein Feund?“ wurde hierauf verwiesen. Der Übersichtlichkeit halber, und weil der bisherige Thread schon ziemlich lang geworden ist, habe ich die Kommentare zur SHZ hier hin verlagert.