Archiv für September 2007

Die nötigsten Anmerkungen zum (unterbliebenen) Arbeitskampf der Lokführer II

Mittlerweile gibt es bei argudiss den Mitschnitt einer Veranstaltung des GegenStandpunkt vom 20.09.07 in Bremen zum (bisher unterbliebenen) Streik der Lokführer:

Die Lokführer führen einen Lohnkampf – Die Republik steht Kopf: “Dürfen die das?”
Die Lohnfrage heute

Referentin war Margaret Wirth. Hier noch die Gliederung der Veranstaltung:

Teil 1. Der Lohnkampf der Lokführer
Teil 2. Die Gegenfront und der Schulterschluss von Bahn AG und Transnet-Gewerkschaft
Teil 3. Das Prinzip der Koalitionsfreiheit und des Streikrechts und seine aktuelle Anwendung auf den Lokführerstreik – Der Fortgang in Verhandlungen
Teil 4. Diskussion und Nachträge

Die nötigsten Anmerkungen zum (unterbliebenen) Arbeitskampf der Lokführer

MPunkt hat mal wieder „CEE IEH – den Conne Island Newsflyer“ online gelesen (Leipzig halt!). Und ist dabei auf einen interessanten Artikel gestoßen:

Die Freunde der Sowjetmacht — sozialistische Gruppe Leipzig (mit einer schönen Logo-homepage zu ihrem schönen Namen, sonst erstmal nicht viel außer ein paar handverlesenen links, auch zu GSP-Seiten oder Texten) haben dort „Die nötigsten Anmerkungen zum (unterbliebenen) Arbeitskampf der Lokführer“ geschrieben. Ich spiegele das hier auch:

1. Was darf ein Streik wollen?

Der Ablauf ist der Tagespresse entnommen und schnell erzählt: Das Nürnberger Arbeitsgericht hat der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) die Anwendung von Arbeitskampfmaßnahmen bis Ende September untersagt, nachdem für den 9. August ein vierstündiger Streik im Güterverkehr angekündigt worden war. Zuvor sprachen sich über 95 Prozent der rund 12.000 Gewerkschaftsmitglieder für einen Streik aus, die GDL wollte einen „flächendeckenden Arbeitskampf“ führen.
(mehr…)

Peter Decker zur Krise am US-Hypothekenmarkt und ihre internationalen Auswirkungen

Peter Decker hat am 20. 09.2007 in Nürnberg einen Vortrag über die Krise des Weltfinanzsystems gehalten. Auf den Seiten von ArguDiss kann er jetzt schon runtergeladen oder angehört werden:

Bankenkrise 2007 – Arme amerikanische Hausbesitzer stürzen das Weltfinanzsystem in die Krise – das kann ja wohl nicht wahr sein

GSP 3-07: Anmerkungen zu einer Finanzkrise der ganz modernen Art

Der neue GegenStandpunkt, der am 21.09.07 erscheint, nimmt sich auch der aktuellen Finanzkrise an. Hier ein Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

„US-Hypothekenkrise: Trockene Märkte, geschlossene Fonds, nervöse Anleger …“
Der Welterfolg einer neuen Technik finanzkapitalistischer Selbstbefriedigung macht weltweit Ärger
Anmerkungen zu einer Finanzkrise der ganz modernen Art

* Viel Dichtung und eine Wahrheit übers Kreditsystem: Von wegen „Dienstleistungsgewerbe“
* „Verbrieft“: Verdoppelte Kapitalmacht als Geschäftsartikel
* „Asset Backed Securities“: Eine Kreation innovativer Geldmacherei, die mit dem Zuspruch kritisch vergleichender Anleger blüht und welkt
* Vom Angebot zur Nachfrage: Jede Menge Stoff fürs globale Portfolio
* Von wegen „Risikostreuung“: Wertschöpfung durch Vertrauen – einmal hin und zurück
* Noch mal: Techniken und Kehrseite der unerlässlichen Vertrauenspflege zwischen Finanzhaien
* Die aktuelle Krise (I): Von wegen „Übertreibung“ – Finanzkapitalistische Räson in Vollendung
* Die aktuelle Krise (II): Eine „Überakkumulation“ sui generis
* Ein Notruf der finanzkapitalistischen ‚Masters of the Universe‘ – und der glanzvolle Auftritt des zuständigen ‚Deus ex Machina‘

Diskussionsveranstaltung zum Unsinn der Sinnfrage

Für Menschen aus NRW:

Vom Unsinn der Sinnfrage. Selbstfindung mit und ohne Religion: Eine Kritik des frommen und des aufgeklärten Fundamentalismus (17.10., Münster)

Diskussionsveranstaltung in Berlin: Was von Marx zu lernen wäre

Das Sozialreferat des AStA FU Berlin hat im Rahmen seiner Reihe Politikwissenschaftliche Referate und Diskussion folgende Veranstaltung angekündigt:

25.10.2007 (Donnerstag), 18.00 Uhr,
Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 1 B,

Dr. Peter Decker
Was von Marx zu lernen wäre: Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

Der Infotext dazu:

An deutschen Universitäten gehört es sich, dass man sich gelegentlich an den Theoretiker des 19. Jahrhunderts erinnert, dessen Gedanken einmal die Welt bewegt haben, der heute aber ein „toter Hund“ ist. Auch er gehört irgendwie zum Bestand des geistesgeschichtlichen Erbes; jedenfalls wird er in es eingemeindet – und zwar als ein Großer: ein großer Philosoph zum Beispiel, der es nach Hegel noch einmal geschafft hat, dialektisch zu denken; ein großer Soziologe, der ein System gebastelt hat, in dem die Gesellschaft von der materiellen Basis bis zum Überbau der Religionen und Ideen auf ein Prinzip gebracht ist; ein großer Prophet, der die Globalisierung früh vorausgesehen, ein großer Utopist, der sich eine schöne bessere Welt ausgedacht hat – und so fort.

Dass der Alte selbst, wenn er gefragt würde, nichts von dem genannten Großen vollbracht haben wollte, ja sich dieses Lob verbitten würde, kann seine geistesgeschichtlichen Freunde nicht bremsen. Sie haben ihm sogar den Umstand, dass er Kommunist gewesen ist, verziehen, rechnen ihm diesen Fehltritt jedenfalls nicht mehr als gravierenden Einwand vor. Er selbst sah seine Leistung einzig und allein in dem, was der Untertitel seines theoretischen Hauptwerkes ankündigt: in der „Kritik der politischen Ökonomie“ des Kapitalismus.

Marx war, wenn irgendetwas, Ökonom – ausgerechnet die Wirtschaftswissenschaften allerdings haben keine gute Erinnerung an seine theoretischen Leistungen, ja eigentlich überhaupt keine. Kein Wunder. Schließlich hat er nicht nur die menschenfeindliche und absurde Rationalität des Wirtschaftssystems aufs Korn genommen, das sie so vernünftig finden, er hat auch ihre verständnisvollen Theorien darüber widerlegt.

An dem Kapitalismus, den Marx in der Phase seines Entstehens analysierte und kritisierte, hat sich seit seinen Tagen dies und das, aber nichts Wesentliches geändert:

Immer noch ist die Vermehrung des Geldes der beherrschende Zweck, für den gearbeitet wird – und das ist keineswegs ein geschickter Umweg zur Befriedigung der Bedürfnisse; noch immer sind die arbeitenden Menschen Kostenfaktor, also die negative Größe des Betriebs-zwecks; noch immer findet die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit, also der größten Quelle des materiellen Reichtums ausschließlich statt, um Löhne zu sparen und Arbeitskräfte zu entlassen – also um den Arbeiter ärmer zu machen.

Wegen dieser Aktualität und nur wegen ihr verdient es der längst verblichene Denker, dass man sich seiner erinnert. Seine Bücher helfen, die ökonomische Wirklichkeit auch heute noch zu erklären.

Das will der Vortrag anhand von Originalzitaten vorführen. Anzukündigen sind also einführende Argumente zur Kritik des Kapitalismus, wie sie dem Studium von „Das Kapital“ zu entnehmen sind, sowie ein paar ungewohnte Gedanken über Arbeit und Bedürfnis, Geld und Nutzen, Kapital und Arbeit, materiellen und kapitalistischen Reichtum sowie über den Gegensatz zwischen diesen Paaren, die unsere heutige Welt beinahe für Synonyme hält.

Peter Decker hat zu diesem Thema letztes Jahr in Aachen schon eine Veranstaltung gemacht. Der Mitschnitt ist bei archive.org verfügbar.
Die Aufteilung der Aufzeichnung orientiert sich an folgender Gliederung:

Teil 1: Die Trivialität der sogenannten Arbeiswertlehre – und das verkehrte Interesse, das sie bei Nationalökonomen und Sozialdemokraten gefunden hat.

Teil 2: „Abstrakte Arbeit“ – Nicht dass Arbeit den Wert schafft, verdient Interesse, sondern was für eine Arbeit. Verausgabung von Arbeitskraft, Mühsal ist Substanz und Index des Wert-Reichtums. Gegensatz zum Reichtum an Gebrauchswerten. Produktivität nützt nichts mit Hinblick auf den Wert.

Teil 3: Der Nutzen, den die Steigerung der Produktivkraft der Arbeit im Kapitalismus dennoch hat: Reduktion der notwendigen Arbeitszeit, in der der Arbeiter seinen Lohn reproduziert.

Teil 4: Das Kapital ist der prozessierende Widerspruch – Macht Arbeit relativ überflüssig und macht doch alles vom Stattfinden von für es lohnender Arbeit abhängig. „Disposible time“ ist der wahre Reichtum der Gesellschaft.

Sympathisant kann jeder sein

‚Sympathisant‘ kann jeder sein: schon wer Baader-Meinhof-Gruppe (statt: -Bande) sagt (so Bernhard Vogel, laut FR vom 14.9.); schon wer vom Kapitalismus spricht, schaffe damit gleitende Übergänge zur Entführung von Wirtschaftsvertretern (so die Welt am 6.9. über Peter von Oertzen). Auch Nichtstun schützt vor Sympathisantismus nicht: Über die 48 Mescalero-Herausgeber und den Schriftsteller Erich Fried schrieb die FAZ am 2.8.: „Diese Sympathisanten, die nie einem Terroristen Nachtlager und Reisegeld gegeben haben, sind die wirklich gefährlichen. Sie haben… .nichts getan‘, sie haben nur ihre Meinung gesagt, sie haben nur nachgedacht“. Selbst wer gegen Gewalt und Terror auftritt, kann ein Sympathisant sein – und zwar gerade deswegen. So schrieb ,Bild‘ am 4. 10. über Günter Wallraff: „Ich verabscheue Gewalt und Terror – so beginnt Günter Wallraff im modischen Sympathisanten-Stil sein teures Taschenbuch (16.80 DM)“

aus „Stammheim – Die notwendige Korrektur der herrschenden Meinung“ von Pieter Bakker Schut, Kiel 1986, zitiert nach dem OCR-Scan bei der Onlinezeitung trend 09-07 (wikipedia: Schut wurde vor allem durch seine Arbeit als RAF-Rechtsanwalt bekannt. Er vertrat Ronald Augustin. Über diese Zeit legte er ein umfassendes, in der Linken der 1990er viel diskutiertes Buch und eine Dokumentensammlung vor. Er promovierte 1986 über den Stammheim-Prozess. Er habilitierte über dieses Thema 1997)

Die Krise am US-Hypothekenmarkt und ihre internationalen Auswirkungen III

Zwar etwas grundsätzlicher, aber auch zum Thema der aktuellen Krise, möchte ich nochmals auf den Artikel „Wie die Stars der Finanzmärkte Geld vermehren“ im GegenStandpunkt Heft 2-06 hinweisen, den ich hier zum runterladen zur Verfügung gestellt habe.

Die Krise am US-Hypothekenmarkt und ihre internationalen Auswirkungen II

farbeRot hat einen Radiomitschnitt einer Sendung von RadioX in Frankfurt (September 2007) zum Thema Immobilienkrise in den USA und deren Weiterungen mit dem Titel „Einige grundsätzliche Anmerkungen zur gegenwärtigen Kreditkrise“ veröffentlicht.

Die Krise am US-Hypothekenmarkt und ihre internationalen Auswirkungen

Sahra Wagenknecht, die junge Altstalinistin in der PDS, hat in zwei Artikeln in der „jungen Welt“ (Teil I in der Wochenendausgabe vom 15.09.07, Teil II in der Ausgabe vom 17.09.07) einen Überblick über „Die Krise am US-Hypothekenmarkt und ihre internationalen Auswirkungen“ geschrieben (mit einer Zusammenstellung von Fakten, die man so oder ähnlich mittlerweile in jeder besseren oder schlechteren bürgerlichen Zeitung auch schon zusammenaddiert bekommen hat, sei es drum).

Ein für ihre Analyse zentraler Begriff ist dabei die von vielen Maristen immer wieder herangezogene Unterkonsumptionstheorie als Erklärung zumindest des zyklischen Charakters der kapitalistischen Entwicklung, wenn nicht sogar als Basis von Zusammenbruchstheorien. Bei Wagenknecht liest sich das so:

Ein altes Grundproblem des Kapitalismus besteht bekanntlich darin, daß die Profite einerseits umso höher sind, je weniger Zugriff die Arbeitenden auf den von ihnen produzierten Reichtum haben, daß sich andererseits aber deren Ausbeutung nicht auszahlt, wenn die Produkte am Ende keinen Käufer finden.

Es gab historisch verschiedene Versuche, diesem urkapitalistischen Dilemma zu entkommen. Ein zeitweise möglicher Ausweg ist der keynesianische, mittels staatlicher Kreditaufnahme zusätzliche Nachfrage zu schaffen, die – im Unterschied zu steigenden Löhnen – für das Kapital nicht gleichzeitig als Kostenfaktor zu Buche schlägt. Wird dieser Weg allerdings zu forsch beschritten, steigen längerfri-stig meist die Zinsen, was produktive Investitionen auch nicht eben ermutigt. Eine andere Variante ist der Weg der Bundesrepublik Deutschland, über rüdes Lohn- und Steuerdumping den Binnenkonsum weitgehend abzuschnüren, auf diese Weise jedoch international gut dazustehen und seinen Absatz durch Unterbieten der Konkurrenten in anderen Teilen der Welt zu finden.

Das US-amerikanische Wachstumsmodell der letzten Jahre wiederum ist eine dritte Variante wenn zwar nicht zur Auflösung, so doch zum Hinaussschieben des kapitalistischen Akkumulationsproblems. Passend zum neuzeitlichen Privatisierungstrend handelt es sich faktisch um eine Art Privat-Keynesianismus: Nicht der Staat nimmt rote Zahlen in Kauf, um der Wirtschaft mehr Absatz zu ver-schaffen (obwohl auch das unter Bush wieder stattfindet, besonders im Rüstungssektor), sondern die große Mehrheit der Bevölkerung halst sich privat einen wachsenden Berg Schulden auf, um einen Konsum zu finanzieren, der auf Grundlage ihrer Löhne und Gehälter nicht möglich gewesen wäre.

Sie beendet den Artikel mit folgender Feststellung:

Die globale Deregulierungswelle hat dazu geführt, daß der Kapitalismus sich heute wieder in jener vollen Schönheit zeigt, mit der er sich in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts der Menschheit ins Gedächtnis geschrieben hat. Die Folgen sind bekannt. Es gibt Vergangenheiten, die man wirklich nicht wiederhaben möchte.

Da möchte man, gerade mit Blick auf Sahra Wagenknecht sagen, daß es eben nicht reicht, irgendwas im „Gedächtnis“ zu haben, denn sonst landete man/frau wohl nicht im europäischen Parlament oder im Vorstand der Partei DIE LINKE. Sonst wird aus der Vergangenheit (so sie denn überhaupt vergangen war) eben recht schnell wieder die alte schlechte Gegenwart.

Der ganze Artikel auch hier: (mehr…)

Terrorgefahr in Deutschland – eine Produktivkraft für den Rechtsstaat

Bei gegeninformation.net kann man sich einen Artikelentwurf (.doc-Format) für den am 21.09.2007 erscheinenden GegenStandpunkt 3 – 07 zum Thema “Terrorgefahr in Deutschland – eine Produktivkraft für den Rechtsstaat” herunterladen. Eine etwas ausführlichere und überarbeitete Version gibt es hier zum Anhören. Über das Thema diskutieren kann man dann u.a. beim Wochenendseminar “Der Rechtsstaat – die Faust aus dem Westen“, welches Junge Linke vom 18.-20. Januar 2008 in Berlin durchführen wird.

Zu diesem Hinweis bei MPunkt hat ein GSPler folgenden weiteren Hinweis auf den nächsten Termin des Berliner Diskussionskreises der Gruppe Kein Kommentar / Berlin am 19.10.2007 mit dem Titel Innere Sicherheit: Der demokratische Rechtstaat macht seine Fortschritte nachgereicht. Der dortige Text dazu: (mehr…)

Der schlaueste Papagei der Welt ist tot

Spiegel Online hat einen Nachruf auf Alex, den Schützling von Irene Pepperberg.

Seit Alex betrachte man die Denkorgane der Tiere mit einer gewissen Ehrfurcht.
Auch die Frage, ob Tiere ein Bewusstsein haben oder nicht, erschien seit Alex in einem ganz anderen Licht. Mittlerweile wissen Forscher: Manche Krähen und Papageien sind genauso intelligent wie Affen oder Delfine. Werkzeuggebrauch, Innovation und ein einfaches Sprachverständnis haben Biologen bei Vögeln bereits nachgewiesen.
Alex dürfte einen entscheidenden Teil dazu beigetragen haben.

Möge die Erde ihm leicht sein!
(Grabspruch auf einem römischen Grabstein im Römisch-Germanischen Museum in Köln)

Was hierzulande so alles ohne Skandal durchgeht

Lysis hat auf folgende kleine Spiegel-Meldung vom 02. September 2007 hingewiesen:

Zwei junge Männer haben einen Obdachlosen in Hannover schwer misshandelt. Die beiden schubsten ihn von der Bank, sprangen auf ihm herum und pinkelten am Ende auf ihr Opfer. Das Ganze filmten sie dann auch noch mit ihrem Handy — es war nicht ihr einziges Video dieser Art.

(via SPON)
Sein Kommentar dazu:

Empörte Stellungnahmen von Politikern? Solidaritäts-Demos? Fehlanzeige!
Es war ja nur ein Obdachloser. Und die Täter ganz normale Deutsche.

Sozusagen eine Fortsetzung zu Mügeln.

Zur Erinnerung fasse ich .. kurz zusammen:

Ron Augustin hat am 10.09.2007 in der „jungen Welt“ einen Artikel zum 30. Jahrestag des Todes der RAFler in Stammheim geschrieben.

Leider gilt immer noch sein Verdikt: „Über den wahren Verlauf der Stammheimer Todesnacht wissen wir bis jetzt nichts.“ Auch wenn seitdem unwiderlegliche Wahrheiten im Dutzendpack veröffentlicht wurden. Bei sowas *kein* Verschwörungstheoretiker zu werden fällt mir, wie damals auch schon, wenn ich mich recht erinnere, schwer.

Ich möchte jedenfalls hoffen, daß sein Schlußsatz „Fakt bleibt, daß das letzte Wort zu unserer Geschichte noch nicht gesprochen ist. Auch wenn so manche das nicht wahrhaben wollen“, irgendwann doch noch wahr wird. Es scheint mir aber bis dahin noch weit zu sein. (Denn solche Stümper, die die Herrschenden gewesen und sein müssen, damit die Mordthese stimmt, sind sie ja zumeist nicht gewesen und werden es zukünftig sicher auch nicht sein.)

Blogsport: Ja wo laufen sie denn?

Jeder Interessent der Seiten in und um Blogsport hat es gemerkt. Da nicht alle den Hintergrund mitbekommen haben hier die Stellungnahmen des armen Blogsport-Betreibers selber (von http://blogsport.de/):

Viele haben es sicher schon bemerkt, in den Abendstunden der letzten Tage ist Blogsport leider nur schwer erreichbar. Der Server ist leider unverhofft wieder mal an seiner Kapazitätsgrenze angelangt und schlicht und ergreifend überlastet. Einerseits natürlich erfreulich, wenn Ihr unseren Dienst so sehr zu schätzen wisst, andererseits werd ich wohl die nächsten Tage damit verbringen, nach Abhilfe zu suchen. Das wird wohl auch erstmal weitere Aussetzer und Verzögerungen nach sich ziehen, ich bitte hiermit also schon mal vorsorglich um Entschuldigung…

Da der Server (wir brauchen da mal nen Spitznamen …) wieder stabil zu laufen scheint ein kurzes Status-Statement von mir:

Ursache der Überlastung scheint die Unmenge an Comment-SPAM gewesen zu sein, die sich im Laufe der Zeit in unserer Datenbank angesammelt hatte. Vielen Dank an dieser Stelle wieder mal an diese Arschlöcher, die mit SPAM ihr Geld verdienen. Geht doch bitte lieber Drogen verkaufen. Von mir aus auch an kleine Kinder!

Wie auch immer, ich habe jetzt einen Systemdienst eingerichtet, der tägliche alle als ‘Spam’ markierten Kommentare löscht, die älter als 30 Tage sind. Ferner werden alle Kommentare gelöscht, die noch nicht freigeschaltet sind aber älter als 90 Tage sind.

Da wir erst ja nicht wussten, woran es liegt, habe ich neben zahlreicher Optimierung auch einen neuen Cache eingeführt, der das Laden der Seite sehr deutlich beschleunigt.

da sich das Problem scheinbar doch nicht anders in den Griff bekommen lässt, habe ich gerade neue Hardware geordert. Ich hoffe, die bei Hetzner reagieren schnell, so dass wir Blogsport möglichst schnell aufbohren können um Euch und mir wieder ruhige Bloggerabende zu bescheren